Im Gespräch: Hannes Hofbauer (“Europa: Ein Nachruf”) | KenFM.de

07-11-20 08:24:00,

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Folgt man der griechischen Mythologie, so ist Europa eine Gestalt, in die sich schon Zeus verliebte. Doch jenes Europa, das sich auf einer Fläche von etwa 10,5 Millionen Quadratkilometern mit mehr als 700 Millionen Menschen erstreckt, ist weit weniger liebenswert und nicht einmal halb so romantisch, wie es die griechische Erzählung verkündet.

Angetreten als Friedensprojekt mit einer einheitlichen Währung, viel Gemeinschaftssinn, grenzenloser Reisefreiheit ohne Kontrollen und einheitlichen Regelungen, entpuppt sich Europa mehr und mehr als ein zentralisiertes Machtzentrum, das selbst vor Kriegen innerhalb dieses Kontinents nicht Halt macht.

Brexit, Überschuldung, Arbeitslosigkeit, Flüchtlingskrise, NATO-Osterweiterung. Europa glänzt nur noch sehr matt, wenn es um soziale Gerechtigkeit, Frieden oder eine faire Wirtschaft geht – ein Blick ins heutige Griechenland reicht da schon aus.

Hannes Hofbauer zeigt uns in seinem Buch „Europa: Ein Nachruf“, wie in Brüssel das einstige Friedensprojekt der Europäischen Union missbraucht wird. In einem Streifzug vom Hochmittelalter – historisch der Ursprung der europäischen Idee – bis heute, erfahren wir, dass nur wenige Ansätze wirklich friedlich waren und ein soziales, einheitliches Miteinander im Sinn hatten.

Wohin führst du uns, Europa? Können wir dich noch lieben lernen? Zeus jedenfalls hätte sich bei so vielen Intrigen und Betrügereien sicher schon längst eine andere angelacht. Fortuna vielleicht?

Inhaltsübersicht:

0:03:53 Das Scheitern der Europäischen Union

0:10:18 Wer gehört historisch zu Europa?

0:19:19 Europas Werte

0:24:40 Ein Friedensprojekt mit NATO-Osterweiterung

0:33:06 Der CoCom-Plan

0:40:28 Die Montanunion – Energie für ein neues Europa

0:49:56 Austrittsmöglichkeiten und die Militarisierung der EU

0:59:02 Der Euro – ein Projekt mit Wohlstandsverlust?

1:06:29 Die Organe der Europäischen Union

1:15:25 Die Gewinner der Corona-Krise

1:21:55 Zukunftstrends nach der Krise

1:32:30 Ein Statement zu den Vereinigten Staaten von Amerika

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Im Gespräch: Katrin McClean (“Aufgewachsen in Ost und West – 64 Geschichten für eine wirkliche Wiedervereinigung”) | KenFM.de

03-10-20 06:36:00,

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Ossi versus Wessi. Die Geschichte zeigt: Seit dem Mauerfall, als Deutsche wieder mit Deutschen vereint wurden, herrschen Klischees. Aus unterschiedlichsten Perspektiven werden Vorurteile konstruiert, geglaubt und in der jeweiligen Gesellschaft tief verankert.

Im Westen erzählte man sich: „Die drüben hatten ja nichts. Die können froh sein, dass sie jetzt unseren Wohlstand inklusive Kapitalismus genießen dürfen.“

Im Osten bemerkte man schnell: „Ganz schön wenig Sozialverhalten hier.“

Und schon war der „Schmarotzer-Ossi“ geboren, der ja undankbar sei und doch froh sein könne, von diesem viel höher entwickelten Land BRD nun zu profitieren.

Spannend ist nur: Die aktuellen einschränkenden Maßnahmen der Bundesregierung, allen voran der Bundeskanzlerin, selbst ehemals ostdeutsche Bürgerin, erinnern vorwiegend jene aus den so genannten neuen Bundesländern an die repressiven Begebenheiten der DDR – oft auch an eine Stasi in neuem Gewand.

Werden wir erneut gespalten? Baut sich eine neue Mauer in den Köpfen der Menschen auf? Oder ist in Deutschland alles Friede, Freude, Spreewaldgurken?

Katrin McClean, die beide deutsche Staaten erlebt hat und daraus berichten kann, bringt eine weitere subjektive Sichtweise ein, aber auch eine differenzierte.

Die Autorin gibt im Gespräch und in ihrem Buch „Aufgewachsen in Ost und West“ mit 64 Geschichten, geschrieben von Menschen aus Ost und West, ganz individuelle Einblicke darüber, wie sie die Spaltung Deutschlands und die „neue Normalität“ nach 1990 erlebten.

Heute, am 3. Oktober 2020, wird 30 Jahre Wiedervereinigung gefeiert. Was von der Euphorie, der Feierlaune oder einer gelungenen Vereinigung ost- und westdeutscher Bürger noch übrig ist, kann sich jeder selber beantworten.

Hier könnt ihr das Buch bestellen: https://www.buchkomplizen.de/Alle-Buecher-oxid/Aufgewachsen-in-Ost-und-West.html

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Im Gespräch: Wolfram Elsner (“Keine Angst vor China: Wie die neue Nummer Eins die Welt verändert”) | KenFM.de

22-05-20 08:09:00,

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Eine 3.500 Jahre alte Kultur, 9,5 Millionen Quadratkilometer Festland, aktuell 1,393 Milliarden Menschen – das ist China. Ein Land, das sich in den letzten Jahrzehnten zu einer ernst zu nehmenden, modernen Industrienation entwickelt und sich die Bewunderung, den Respekt und natürlich auch den Neid vieler Staaten erarbeitet hat.

Ein Imperium aber ist es nicht. Dafür fehlen China im Vergleich zu den USA ein paar wenige Flugzeugträger sowie vor allem eins: das Streben nach Weltherrschaft. Wenn die USA sich selbst als exzeptionelle Weltmacht bezeichnen und Begriffe wie „Full-spectrum dominance“ für sich beanspruchen, will China im Gegensatz dazu lieber kooperieren statt dominieren.

Wolfram Elsner, seines Zeichens Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bremen, erklärt uns gleich zu Beginn des Gespräches genau das. Und er geht weiter. Selbst innerhalb des gesellschaftlichen Bewusstseins sei in China in den letzten Jahren eine Abwendung von der egozentrischen Ellenbogengesellschaft zu beobachten, hin zu einem echten „Wir-Gefühl“.

Nicht nur die große Kooperationsbereitschaft und die Fähigkeit Klimaziele zu erreichen, auch die Abkehr von der „Ein-Kind-Politik“ und die kaum noch wirksame staatliche Zensur könnte den Zuschauer überraschen.

China ist weit weg, aber China ist auch weitaus interessanter, als es scheint. Das China von heute ist ein Einwanderungsland. Reisen wir also ins Reich der Mitte. Einmal klicken und schon geht‘s los.

Inhaltsübersicht:

0:01:40 China will kooperieren, nicht dominieren

0:08:21 Das frühe China auf dem Weg zum ökologischen Vorbild

0:18:25 Das Verhältnis chinesischer Bürger zum Staat

0:32:36 Eine Wir-Gesellschaft

0.39:24 Der Künstler Ai Weiwei

0:57:47 Als Ökonom nach China

1:10:32 China und die Corona-Situation

1:18:45 China ab 1949 – die 10 Krisen

1:28:37 Die Uiguren und die neue Seidenstraße

1:39:42 Die BRICS-Staaten und die Belt & Road Initiative

1:47:02 Die vergangene 1-Kind-Politik

1:48:55 Zensur in China

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Im Gespräch: Thomas Freitag (“Hinter uns die Zukunft”) | KenFM.de

18-05-20 07:48:00,

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Vorhang auf, für den vielleicht besten deutschsprachigen Kabarettisten der letzten Jahrzehnte. Thomas Freitag, Jahrgang 1950, erlangte nach Abschluss einer Ausbildung zum Bankkaufmann über das Stuttgarter Renitenztheater seit 1974 Jahr für Jahr mehr Aufmerksamkeit und Popularität.

Unverkennbar ist seine Stimme und unverkennbar sind auch seine Parodien. Wer Willy Brandt, Herbert Wehner, Franz Josef Strauß, Helmut Kohl und Marcel Reich-Ranicki in einer so exakten Form parodieren und mit Witz, Charme und Niveau auf die Bühne bringen kann, verdient es noch einmal genauer unter die Lupe genommen zu werden.

Im Gespräch erfahren wir viele Details vom Leben auf der Bühne, blicken aber auch hinter die Kulissen des Showgeschäfts. Wir reisen durch die Anfänge des Kabaretts von Gert Fröbe bis Dieter Hallervorden, landen aber auch immer wieder im prägenden politischen Weltgeschehen von DDR bis USA.

Genug verraten. Bitte jetzt den Play-Button klicken und es heißt: „Bühne frei für ein humorig-aufschlussreiches, situationskomisch-spannendes Gespräch mit Thomas Freitag.“

Inhaltsübersicht:

0:05:12 Ein kritischer, katholischer Kabarettist

0:15:46 Das Leben auf der Bühne

0:25:24 Ein kabarettistischer Blick in die politische Geschichte

0:36:24 Patriotismus und Vaterlandsliebe

0:47:30 Die Geburt eines Künstlers

1:06:16 Von Gert Fröbe über Dieter Hallervorden ins Profi-Business

1:17:47 Prägende Erfahrungen beim Zivildienst

1:26:49 In den Kabaretts der Republik

1:37:45 Einflüsse aus den Staaten

1:55:22 Erfahrungen in der DDR

2:14:12 Privates und Persönliches

2:26:38 Vorbilder und Verführer

2:40:35 Tschernobyl, Mauerfall, 9/11

2:48:07 Der letzte Satz

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Im Gespräch: Renate Schoof (“Alle Wünsche werden erfüllt”) | KenFM.de

16-05-20 07:12:00,

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Angenommen die gute Fee gäbe es wirklich und der Leser dieses Textes hätte nach dem Ansehen des Interviews drei Wünsche frei. Was wären die Favoriten? Wäre Gesundheit dabei? Ein langes Leben vielleicht? Reichtum? Oder ganz schlau: unendlich viele weitere Wünsche?

Ein Gedankenkonstrukt, das jeder von uns sicher schon einmal durchgespielt hat. Es ist wichtig, um selbstreflektierend eine Antwort auf die Frage zu finden: Was will ich eigentlich? Denn oft genug holt einen die Realität schneller ein, als man sich etwas wünschen kann. So auch im Roman „Alle Wünsche werden erfüllt“ von Renate Schoof, in dem die Protagonistin Amelie mit jener Diagnose konfrontiert wird, die alle Wünsche blitzschnell auf Eis legt: Krebs.

Was nun? Was tun? Wünschen hilft jetzt nicht mehr. Die Welt scheint still zu stehen. Doch das Leben um einen herum geht heiter weiter, während man sich selbst mit dem Ende auseinandersetzen muss.

Das vorliegende Interview mit der Autorin ist eine Buchrezension in Spielfilmlänge, mit genügend Stoff, um beide Gehirnhälften gleichzeitig in Schwung zu versetzen. Die folgenden 95 Minuten sind tiefgründig, philosophisch, psychologisch wertvoll – bieten aber keine Pauschallösung an für ein freies, selbstbestimmtes Leben. Eins ist aber sicher: Angst ist es sicher nicht.

Inhaltsübersicht:

0:01:19 Renate Schoof – Personenvorstellung

0:16:25 Die neuen Freiheiten der Frau und ihre Kehrseite

0:26:32 Krankheit und Verantwortung

0:58:24 Corona, Angst und Entschleunigung

1:20:32 Unsere Gesellschaft und der Tod

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Veröffentlicht am: 15.

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