Die Gewinner der Krise – BlackRock und Co. kassieren gleich doppelt

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24-03-20 02:42:00,

Wer denkt, man könne an der Börse nur bei steigenden Kursen Gewinne erzielen, hat noch nichts von Leerverkäufen gehört. Mit diesem trotz stetiger Kritik immer noch erlaubten Finanzinstrument wetten Spekulanten auch auf fallende Kurse und machen bei einem Crash auf Kosten der Kleinanleger den großen Reibach. Ganz vorne dabei ist einmal mehr BlackRock. Der „Vermögensverwalter“ taucht bei den Leerverkäufen an allen Ecken und Enden der Spekulationskette auf. Möglich wird dies vor allem dadurch, dass BlackRock Billionen Euro verwaltet, die für die private Altersvorsorge der Menschen gedacht sind. So wird ihr privater Spargroschen zum Spielgeld im Finanzcasino und die Politik weigert sich einmal mehr, dieses Treiben zu beenden. Von Jens Berger.

Covid-19 hat in den letzten Wochen die Börsen zum Beben gebracht. Vor allem die Kurse von Unternehmen, die durch die politischen Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit besonders betroffen sind, befanden sich tagelang im Sinkflug. Dazu gehören in Deutschland beispielsweise die Aktie der Lufthansa (minus 50%), des Ticketanbieters CTS Eventim (minus 60%), des Flughafenbetreibers Fraport (minus 64%) und des Touristikkonzerns TUI (minus 78%). Wer im Januar oder Februar darauf gewettet hat, dass diese Aktien an Wert verlieren, konnte einen dicken Reibach machen. Aber wie funktioniert eigentlich eine Wette auf fallende Kurse?

Wer auf fallende Kurse spekuliert, macht dies in der Regel über einen sogenannten Leerverkauf. Und das geht folgendermaßen: Am 19. Februar notierte die Aktie der Lufthansa noch bei 15,40 Euro. Wer auf einen fallenden Kurs spekulieren will, konnte sich diese Aktie damals ganz einfach ausleihen. Nehmen wir an, die „Volkssparbank“ hat genügend Lufthansa-Aktien in ihrer Verwaltung und leiht dem Spekulanten eine Aktie für die Gebühr von 20 Cent für zwei Monate. Die Volkssparbank überträgt dem Spekulanten nun die Aktie, die dieser der Bank dann am 19. April zurückgeben muss. Nun kann der Spekulant die Aktie am 19. Februar zum Börsenkurs von 15,40 Euro verkaufen und warten, wie sich der Kurs entwickelt. Bis zum Rückgabezeitpunkt hat er nun Zeit, die Aktie zurückzukaufen. Wenn er sie beispielsweise heute, also am 24. März, zurückkauft, zahlt er an der Börse dafür 9,13 Euro. Sobald der Spekulant die zuvor geliehene Aktie dann an die Volkssparbank zurückgibt, ist das Geschäft abgeschlossen. In unserem Beispiel hat er mit diesem Geschäft 6,13 Euro (15,40 – 9,13) Gewinn gemacht, von dem nur noch die Leihgebühr von 20 Cent und anfallende Transaktionskosten und möglicherweise noch Steuern abgezogen werden müssen.

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Die Gewinner von Trumps Kriegspolitik sind BlackRock und Co.

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13-01-20 08:45:00,

Als Donald Trump am 3. Januar das Attentat auf den iranischen General Soleimani anordnete, knallten bei einigen „Investoren“ die Sektkorken. Binnen weniger Minuten schossen die Aktienkurse der großen amerikanischen Rüstungskonzerne um durchschnittlich fünf Prozent in die Höhe. Der Gewinn, der dadurch alleine bei vier der großen Rüstungskonzerne entstand, liegt bei rund 18 Milliarden US-Dollar. Die größten Aktionäre dieser Konzerne sind durch die Bank weg die drei gigantischen Finanzkonzerne BlackRock, Vanguard und State Street, die zusammen im Schnitt mit mehr als 20 Prozent an diesen Konzernen beteiligt sind, also durch das Attentat fast vier Milliarden US-Dollar Gewinn machten. Von Jens Berger.

Es folgt ein Auszug aus meinem heute erscheinenden neuen Buch „Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen“, das im Westend Verlag erschienen ist und in den Buchhandlungen oder online bestellt werden kann. Im Buch werden die Hintergründe und Entwicklungen, die zur unglaublichen Vermögenskonzentration und Macht der Finanzgiganten geführt haben, analysiert, die Gefahren aufgezeigt und die Möglichkeiten für ein politisches Umdenken skizziert.

Als US-Präsident Dwight D. Eisenhower am 17. Januar 1961 seine Abschiedsrede hielt, warnte er ausdrücklich vor den Verflechtungen und Einflüssen des militärisch-industriellen Komplexes in den USA. Er sah den militärisch-industriellen Komplex als eine Gefahr für die demokratischen Institutionen und die Demokratie an. Durch die Einwirkung dieses Komplexes auf Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft könne die politische Führung veranlasst werden, Konflikte eher militärisch als politisch lösen zu wollen und damit als verlängerter Arm der Lobby der Rüstungsindustrie agieren. Die jüngere Geschichte zeigte, wie Recht Eisenhower hatte. Da wäre es doch einmal interessant zu erfahren, wer heute die US-Rüstungsindustrie kontrolliert.

Einer der größten US-Rüstungskonzerne ist Raytheon. Der Konzern produziert für das US-Militär unter anderem das Flugabwehrsystem Patriot und andere Raketen wie die Sidewinder und die Maverick, Torpedos und Marschflugkörper. Außerdem produziert Raytheon Radar-Systeme für fast jedes Kampfflugzeug der US Air Force. Auch die Cruise Missiles mit nuklearen Sprengköpfen stammen von Raytheon. Zurzeit forscht Raytheon an einem Exoskelett, das US-Soldaten in „Superhelden“ verwandelt, wie es in einem Firmenvideo heißt[1]. Raytheon ist zu fast 77 Prozent im Besitz von Banken, Versicherungen und Fonds, die größten Anteilseigner sind Vanguard, BlackRock und State Street. Das Engagement geht dabei weit über Indexfonds hinaus.

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Ein Krieg mit dem Iran? – „Gewinner stehen fest: Militärindustrie und amerikanische Öl-Konzerne“

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17-09-19 07:09:00,

Nach den Angriffen auf zwei Ölraffinerien in Saudi-Arabien hat US-Präsident Trump mit einem Vergeltungsschlag gedroht. Während Außenminister Maas den Angriff verurteilt, fordert die CDU eine Wiederaufnahme der Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien. Die Linke wirft Maas Zynismus vor. Ein Konfliktforscher warnt vor einem Flächenbrand.

Nach den mutmaßlichen Drohnenangriffen auf wichtige Erdölanlagen in Saudi-Arabien hat US-Präsident Donald Trump mit Vergeltung gedroht und seinen Verbündeten Unterstützung versprochen. Trump machte zwar keine Angaben dazu, wen die USA für den Urheber des Angriffs halten, er schrieb jedoch auf Twitter: „Erinnern wir uns daran, als der Iran eine Drohne abschoss und wissentlich sagte, dass sie sich in ihrem ‚Luftraum‘ befand, obwohl sie tatsächlich nicht mal in der Nähe war. Sie hielten an dieser Geschichte fest und wussten, dass es eine sehr große Lüge war. Jetzt sagen sie, dass sie nichts mit dem Angriff auf Saudi-Arabien zu tun hätten. Wir werden sehen.“

Remember when Iran shot down a drone, saying knowingly that it was in their “airspace” when, in fact, it was nowhere close. They stuck strongly to that story knowing that it was a very big lie. Now they say that they had nothing to do with the attack on Saudi Arabia. We’ll see?

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) September 16, 2019

​Obwohl sich die Huthi-Rebellen im Jemen zu dem Anschlag bekannt haben, hatte US-Außenminister Mike Pompeo den Iran bereits am Samstag für die Angriffe verantwortlich gemacht. Teheran bestreitet dies.

Der einflussreiche US-Senator und Trump-Vertraute Lindsey Graham hatte sogar gefordert, iranische Ölraffinerien anzugreifen. Ein solcher Schritt würde der Führung in Teheran „das Rückgrat brechen“, twitterte Graham.

It is now time for the U.S. to put on the table an attack on Iranian oil refineries if they continue their provocations or increase nuclear enrichment.

— Lindsey Graham (@LindseyGrahamSC) September 14, 2019

​Bundesaußenminister Heiko Maas hat die Bombardierung saudischer Ölanlagen der Deutschen Presse-Agentur zufolge entschieden verurteilt. Zur Frage nach den Angreifern habe er sich jedoch vorsichtig geäußert. Es drohe eine weitere Eskalation, warnte der SPD-Politiker am Montag in Berlin. „Die Huthis haben sich zu dieser Attacke bekannt. Wir sind im Moment mit unseren Partnern dabei zu analysieren, wer für diesen Angriff verantwortlich ist, wie es dazu kommen konnte“, sagte Maas.

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Friedensgespräche: Gewinner und Verlierer in Afghanistan | KenFM.de

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13-02-19 07:07:00,

Bei den Friedensgesprächen zwischen USA und Taliban gab es einen Durchbruch. Trump will irgendwie die USA als Sieger aus Afghanistan holen. Dafür scheint jetzt ein Ausweg gefunden, US-Vasallen und Marionetten am Hindukusch hängen plötzlich hilf- und ratlos in der Luft.

von Rainer Rupp.

Die Vereinigten Staaten und die Taliban haben nach ihren intensiven Friedensverhandlungen in Doha, Katar, unerwartet große Fortschritte gemacht(1). Beide Seiten scheinen erfreut über das Ergebnis der Gespräche zu sein, obwohl Berichten zufolge die Taliban in diesen Gesprächen gegenüber Washington eindeutig die Oberhand gehabt hätten.

Noch jüngst waren die Taliban fest entschlossen, bis zur vollständigen Niederlage und Vertreibung der Amerikaner aus Afghanistan zu kämpfen. Aber jetzt kommen sie anscheinend auch ohne solchen Endkampf an ihr Ziel. Es sieht nämlich ganz danach aus, als könnten sie ihren Anhängern schon bald triumphierend verkünden, dass sie nach der ersten Supermacht UdSSR nun auch die einzig verbliebene Supermacht USA de facto besiegt und aus ihrem Land vertrieben haben.

Seit nunmehr 18 Jahre haben die USA in diesem Land am Hindukusch Krieg geführt. Schon lange vor dem Abzug der Sowjetunion war Afghanistan in früheren Jahrhunderten zum Grab von Expeditionsarmeen damaliger Supermächte geworden war, z.B. zu Zeiten weltumspannenden Macht der Briten. Aber auch Begehrlichkeiten indischer Eroberer endeten schon an den Bergen, die seither ihren Namen Hindukusch tragen, was so viel bedeutet wie „Killer der Hindus“. Und die Ohrensessel-Krieger im US-Kongress können sich mit ihrer Niederlage vielleicht besser anfreunden, wenn man sie daran erinnert, dass selbst der mazedonische „Welteneroberer“ Alexander nicht mehr lebend aus Afghanistan zurückkam. Die Spuren seiner ansonsten als unbesiegbar geltenden Armee haben sich in den unwegsamen Bergen und Schluchten dieses Landes verloren.

Über 16 lange Jahre haben die US-Präsidenten George W. Bush und Barack Obama ihren Generälen geglaubt, dass der Sieg schn greifbar nahe sei, nur noch ein paar Monate länger durchhalten, noch etwas mehr Bombardierungen oder eine etwas abgewandelte Strategie. Das änderte sich erst vor zwei Jahren, als ein ganz anders gestrickter Präsident ins Weiße Haus einzog. Ein Kernelement seines Wahlversprechens „Macht Amerika wieder großartig“ war es, die Vereinigten Staaten aus dem Morast der endlosen „Kriege gegen den Terror“ zu ziehen und die Soldaten – gegen den nachhaltigen Widerstand in den eigenen politischen Reihen – wieder zurück nach Hause zu holen.

Mit der Wahl Donald Trumps 2016 hat sich in den USA manches dramatisch verändert.

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