Der wahre Grund

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02-08-19 07:30:00,

Im Mai dieses Jahres wurde bekannt gegeben, dass die Geburtenrate in den USA das vierte Jahr in Folge gesunken ist und den tiefsten Stand seit 32 Jahren erreicht hat. Am gleichen Tag unterzeichnete die Gouverneurin Alabamas, Kay Ivey, das drakonischste Anti-Abtreibungsgesetz des Landes. Dass diese beiden Ereignisse zeitgleich erfolgten, ist überaus aufschlussreich.

Den herrschenden Eliten ist sehr wohl klar, dass die stetig sinkende Geburtenrate auf einen „Geburtsstreik“ von Frauen zurückzuführen ist, für die Kinder eine finanziell unzumutbare Belastung darstellen, da sie sich weder eine angemessene Krankenversicherung noch die exorbitanten Arztrechnungen leisten können und keinen Zugang zu bezahlter Elternzeit, Kinderbetreuung und Arbeitsplatzsicherung erhalten.

Schon seit 1971 hat die Geburtenrate in den USA nicht mehr das Niveau erreicht, das für den Fortbestand der Bevölkerung vonnöten wäre, nämlich 2.100 Geburten pro 1.000 Frauen. Die aktuelle Geburtenrate liegt bei 1.728 pro 1.000 Frauen, ein Rückgang von 2 Prozent gegenüber 2017. Ohne die stetige Zufuhr von Einwanderern würde die US-Bevölkerung stark zurückgehen.

„Bei den Bestrebungen, Geburtenkontrolle und Abtreibungen zu verhindern, geht es weder um Religion noch um Politiker, die sich auf die rechte Seite schlagen. Genauso wenig sind sie das Ergebnis von Prüderie oder sollen der Bestrafung von Frauen für Sex dienen“, schreibt Jenny Brown in ihrem Buch Birth Strike: Hidden Fight Over Women’s Work. „Es geht um die Arbeit des Kindergebärens und der Kindererziehung — es geht darum, wer es tut und wer dafür bezahlt.“

Die Erziehung von Kindern ist keine Lifestyle-Entscheidung. Es ist eine zeitintensive Arbeit, die von Eltern — insbesondere Frauen — einen großen körperlichen, emotionalen, finanziellen und zeitlichen Einsatz erfordert. Die breitere Gesellschaft erntet dann die Früchte dieser Arbeit.

Somit hat sie die soziale und moralische Pflicht, diejenigen zu entlohnen und zu unterstützen, die die Kinder großziehen.

Der Rückgang der Geburtenrate ist ein Indikator für die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, die das Leben von Millionen junger US-Amerikaner bestimmen: Sie haben finanzielle Schwierigkeiten und wenig Hoffnung für die Zukunft. Nur durch die Bekämpfung dieser finanziellen Unsicherheit und Verzweiflung sowie die Wiedereingliederung der zur Seite gedrängten Menschen in die Gesellschaft kann die Todesspirale der Nation aufgehoben werden.

In Schweden haben Eltern nach der Geburt oder der Adoption eines Kindes Anspruch auf 480 Tage bezahlten Urlaub. Der staatlich geförderte Zuschuss beträgt 80 Prozent des Arbeitsentgelts des Elternteils für die ersten 390 Tage und eine verringerte Pauschale für die übrigen 90 Tage.

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70 Jahre NATO – (K)ein Grund zum Feiern?

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16-03-19 09:23:00,

Das größte und mächtigste Militärbündnis der Geschichte feiert am 4. April 2019 sein 70-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass lud weltnetz.tv Daniele Ganser, Uli Gellermann, Diether Dehm und Lucas Wirl zu einer Diskussion über die NATO ein.

Nach dem Zweiten Weltkrieg standen sich die westlichen Siegermächte und die UdSSR in ihrer Gegensätzlichkeit gegenüber. Am 4. April 1949 wurde daraufhin die NATO gegründet. Erst am 15. Mai 1955 folgte wegen des Beitritts der Bundesrepublik Deutschlands zur NATO der Warschauer Pakt. Nach Jahrzehnten der Blockkonfrontation zwischen Ost und West, löste sich der Warschauer Pakt mit dem Ende des Ostblocks 1989 auf. Die NATO, mit dem Anspruch eines Verteidigungsbündnisses, löste sich nicht etwa auf, sondern suchte händeringend nach neuen Aufgaben und Gegnern. Es folgten „Out-of-Area“-Einsätze, eine weltweite terroristische Bedrohung, Einsätze außerhalb des Bündnisfalls und eine massive Ausweitung der Mitgliedsländer. Mittlerweile ist auch wieder Russland als Feind aus dem Osten ausgemacht.

Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der NATO, welches am 4. April in Washington groß gefeiert wird, lud weltnetz.tv zu einer Gesprächsrunde mit Daniele Ganser (Historiker und Friedensforscher), Uli Gellermann (Journalist und Filmemacher), Diether Dehm (MdB DIE LINKE) und Lucas Wirl (Ko-Vorsitzender des Netzwerkes „No to war-no to NATO“).

Warum hat sich die NATO nicht aufgelöst? Warum ist die NATO kein Verteidigungsbündnis? Was plant die Friedensbewegung zum NATO-Jubiläum? Steht uns mit dem Ende des INF-Vertrages und dem 2-Prozent-Ziel ein neues Wettrüsten bevor? Mit welchen Widerständen muss man rechnen, wenn man sich gegen die NATO einsetzt? Wie werden wir von der NATO manipuliert? Ist Deutschland ein Vasall der USA?  

Diese und andere Fragen diskutierte Pascal Luig von weltnetz.tv am 11.03.19 mit seinen Gästen.

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Der wahre Grund des Jemen-Kriegs?

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30-10-18 06:49:00,

Yemen LNG verschiffte die erste Ladung Flüssiggas aus dem Gasfeld in Ma’bar 2009, seit 2015 ist die Produktion wegen des Kriegs unterbrochen. Bild: Yemen LNG

Was steckt wirklich hinter diesem Krieg? Zu welchem Sinn und Zweck wird er geführt? Um welche Interessen geht es bei diesem Völkermord? Und um die Interessen von wem?

Einen Kollateralnutzen hat der Kashoggi-Mord immerhin: Auch der Völkermord im Jemen findet nunmehr eine etwas größere Aufmerksamkeit. Sogar die spezielle Art dieses Verbrechens gegen die Menschlichkeit wird nicht länger prinzipiell verschwiegen. Wer sich für diesen Krieg interessiert, der kann sich zum Beispiel anhand zweier breit angelegter Artikel in der NYT vom 20. und 26.10.2018 recht gut informieren.

  1. Die primär von den USA gelieferten und mit-gelenkten Präzisionswaffen der Saudis treffen in unverhältnismäßig hohem Maße die Zivilbevölkerung; die Zerstörung der Produktion und der Lieferwege der für ein Überleben notwendigen Nahrungsmittel führen, wie die UN es ausdrückt, zur “größten humanitären Katastrophe unserer Zeit”;
  2. und (ii) die Waffen der eher unsichtbaren ökonomischen Kriegsführung sind nicht weniger mörderisch: Die von Sanaa nach Aden verlegte Zentralbank des Jemen druckt auf Anordnung der Saudis so viel Geld, dass für die Ärmeren auch das letzte Minimum des Ersparten so gut wie nichts mehr wert ist. Selbst wenn es noch Nahrung zu kaufen gäbe, der Großteil der Bevölkerung in den von den Huthis regierten Gebieten des Nordens inklusive der alten Hauptstadt Sanaa – und in denen leben circa 80 % der jemenitischen Gesamtbevölkerung – kann sich den Kauf von Nahrung nicht mehr leisten. Millionen Jemeniten (Menschen) sind vom Hungertod bedroht. Kinder sterben wie die Fliegen. Der Krieg gegen den Jemen, und das hört man in dieser Deutlichkeit dank des Kashoggi-Mordes nun erstmals sogar bei uns, ist auch “a war on the economy” (a.a.O.).

Beide Aspekte machen diese Art der Kriegsführung nach allen geläufigen Kriterien zu klaren Kriegsverbrechen. Die Größenordnung dieser Verbrechen schreit zum Himmel. Wo bleibt also der Ruf nach einer Humanitären Intervention? Wenn sich solche Interventionen überhaupt rechtfertigen lassen sollten – wo klarer denn hier?

Mit diesem Beitrag möchte ich aber weder das Panorama der Hölle dieses seit 2015 geführten Krieges weiter ausmalen. Das haben schon einige andere versucht – auch wenn deren Gemälde bisher kaum den Weg in die großen Medien gefunden haben.

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“Smartphone-Sucht”: Grund für steigende Krebsraten? | www.konjunktion.info

“Smartphone-Sucht”: Grund für steigende Krebsraten? | www.konjunktion.info

17-01-18 09:59:00,

Smartphones sind für einen Großteil der Menschen zu einer klassischen Sucht geworden. Einem Süchtigen gleich wird nach dem “elektronischen Helferlein” gegriffen, wenn sich dieses mit einem Vibrieren, einem Ton oder einem Aufblinken meldet. Manche Menschen bekommen regelrechte Angstattacken, wenn sie ihr Smartphone verlegt haben und nicht gleich finden können. Andere wieder starren wie gebannt auf ihre Geräte, um ja nicht den neuesten Post von irgendeinem ihrer Pseudofreunde in Facebook oder WhatsApp zu verpassen.

George Orwell hätte es sich in seiner Dystopie 1984 wahrlich nicht besser ausdenken können.

Laut eines am 30. November 2017 veröffentlichten Artikels mit dem Titel Smartphone addiction creates imbalance in brain study suggests (Studie ermittelt: Smartphone-Sucht schafft Ungleichgewicht im Gehirn), der sich mit einer Studie der Radiological Society of North America beschäftigt, können Smartphones ein nichtstoffliches Suchtverhalten auslösen:

Forscher haben ein Ungleichgewicht in der Gehirnchemie von jungen Menschen gefunden, die süchtig nach Smartphones und dem Internet sind.

Weitere Studien sind notwendig, um die klinischen Implikationen der Ergebnisse zu verstehen, aber Dr. Seo glaubt, dass eine erhöhte GABA im anterioren cingulären Gyrus bei der Internet- und Smartphone-Abhängigkeit mit dem funktionellen Verlust der Integration und Regulation der Verarbeitung im kognitiven und emotionalen Nervensystem zusammenhängen könnte.

Die gute Nachricht ist, dass die Verhältnisse von GABA zu Glx bei der süchtigen Jugend nach einer kognitiven Verhaltenstherapie signifikant verringert oder normalisiert sind.

“Die erhöhten GABA-Spiegel und das gestörte Gleichgewicht zwischen GABA und Glutamat im anterioren cingulären Cortex könnten zu unserem Verständnis der Pathophysiologie und Behandlung von Süchten beitragen”, sagte Dr. Seo.

(Researchers have found an imbalance in the brain chemistry of young people addicted to smartphones and the internet.

More study is needed to understand the clinical implications of the findings, but Dr. Seo believes that increased GABA in the anterior cingulate gyrus in internet and smartphone addiction may be related to the functional loss of integration and regulation of processing in the cognitive and emotional neural network.

The good news is GABA to Glx ratios in the addicted youth significantly decreased or normalized after cognitive behavioral therapy.

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