Der Fall Hammarskjöld 3/3

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10-02-19 01:23:00,

Wurde Aids von einer SöIdnertruppe bewusst in Süden Afrikas verbreitet? Am letzten Januarwochenende hatte beim Sundance Film Festival der Dokumentarfilm “Cold Case Hammarskjöld” von Mads Brügger und Andreas Rocksen Premiere. Die beiden Filmemacher recherchierten über den mysteriösen Flugzeugabsturz, bei dem der UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld 1961 in Afrika ums Leben kam. Dabei stießen sie auf sensationelle Informationen, bei denen die geheime Miliz SAIMR eine wichtige Rolle spielt. Ihre Blutspur zieht sich durch den ganzen afrikanischen Kontinent.  Der britische Guardian berichtet in mehreren Artikeln darüber. Von Emma Graham-Harrison, Andreas Rocksen und Mads Brügger. Aus dem Englischen von Josefa Zimmermann.

Lesen Sie dazu auch den ersten und zweiten Teil der Hammarskjöld-Trilogie.

Eine in Südafrika stationierte Söldnertruppe wird von ehemaligen Mitgliedern vorgeworfen, in den 1980er und 1990er Jahren versucht zu haben, Aids in Südafrika zu verbreiten. Diesen Vorwurf äußert Alexander Jones in dem Dokumentarfilm Cold Case Hammarskjöld, der am letzten Januarwochenende beim Sundance Film Festival Premiere hatte. Er sagte, er habe vor drei Jahrzehnten als Geheimdienstoffizier beim South African Institute for Marine Research (SAIMR) gearbeitet, eine Organisation, die vor allem in Staatsstreiche und andere Gewalthandlungen ganz Afrika verwickelt war.

Der Film befasst sich auch mit dem ungeklärten Mord an einer jungen SAIMR-Mitarbeiterin, deren Familie überzeugt ist, dass sie wegen ihrer Arbeit an einem Aids-Projekt, das von SAIMR in Südafrika und Mosambik durchgeführt wurde, ihr Leben ließ.

Und der Film zeigt, dass der damalige Führer der Söldnertruppe auf eine rassistische, apokalyptische Weist von Aids / HIV geradezu besessen war. Keith Maxwell schrieb über die Seuche, von der er hoffte, dass sie die schwarze Bevölkerung dezimieren, die weiße Herrschaft zementieren und konservative religiöse Werte wiedererstarken ließe, heißt es in den Dokumenten der Filmemacher.

Maxwell hatte keinerlei medizinischen Qualifikationen, aber er leitete Kliniken in armen Gebieten mit überwiegend schwarzer Bevölkerung in der Nähe von Johannesburg und behauptete, Arzt zu sein. Dadurch erhielt er die Möglichkeit, unheilvolle Experimente durchzuführen, sagt Jones in dem Film. Die Filmemacher recherchierten über SAIMR, weil die Truppe sich verantwortlich erklärt hatte für den mysteriösen Flugzeugabsturz im Jahr 1961, bei dem der damalige UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld getötet worden war. „Wo ist es einfacher, an Versuchskaninchen zu kommen, als in einem Apartheidsstaat?” sagt Jones in dem Film.

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Der Fall Hammarskjöld 2/3

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09-02-19 10:57:00,

Staatsstreich und Mord – die dunklen Machenschaften einer geheimen Söldnertruppe im Apartheidsstaat. Am letzten Januarwochenende hatte beim Sundance Film Festival der Dokumentarfilm “Cold Case Hammerskjöld” von Mads Brügger und Andreas Rocksen Premiere. Die beiden Filmemacher recherchierten über den mysteriösen Flugzeugabsturz, bei dem der UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld 1961 in Afrika ums Leben kam. Dabei stießen sie auf sensationelle Informationen, bei denen die geheime Miliz SAIMR eine wichtige Rolle spielt. Ihre Blutspur zieht sich durch den ganzen afrikanischen Kontinent. Der britische Guardian berichtet in mehreren Artikeln darüber. Von Emma Graham-Harrison, Andreas Rocksen und Mads Brügger. Aus dem Englischen von Josefa Zimmermann.

Lesen Sie dazu auch den ersten Teil der Hammarskjöld-Trilogie.

Wie Insider behaupten, geht der Mord an einem UN-Generalsekretär auf das Konto einer geheimen Miliz in Südafrika, deren Todesspur sich über den ganzen Kontinent zieht.

Keith Maxwell, der selbsternannte Commodore des South African Institute of Maritime Research (SAIMR), trug zu besonderen Anlässen gerne die grellbunte Admiralsuniform des 18. Jahrhunderts mit Dreispitz, Messingknöpfen und Buschmesser. Von der Truppe wurde erwartet, dass sie in leuchtend weißer Marineuniform erschien.

Sie trafen sich in gehobenen Restaurants oder in der Abgeschiedenheit des Marinestützpunkts „Wemmer Pan“ im Süden des Zentrums von Johannesburg. Sie gaben sich den Anschein von exzentrischen Hobbyforschern. Maxwell sprach über die Ursprünge der Truppe als Vereinigung von Schatzsuchern in der Napoleonischen Zeit und erklärte Außenstehenden, dass sie sich immer noch auf das Erkunden der Tiefsee konzentrierten.

Aber der Schein trog. Unter dem bizarren Äußeren versteckte sich die Uniform kampferprobter Söldner, von denen behauptet wurde, dass sie eng mit dem Apartheitsstaat verbunden waren und ihre Dienste auf dem ganzen Kontinent anboten.

„Es waren geheime Operationen. Wir waren in Putsche verwickelt und haben ganze Länder für andere Führer übernommen”, sagte Alexander Jones, der über seine Jahre als Geheimdienstoffizier in der Truppe berichtete. Die SAIMR-Führer bezeichneten sich damals als „antikommunistisch”, aber die Truppe war durch und durch rassistisch, erklärte er weiter. „Wir versuchten, die weiße Vorherrschaft auf dem afrikanischen Kontinent zu sichern.”

Zu den spektakulärsten Behauptungen des Anführers gehörte, dass die Truppe bei dem mysteriösen Flugzeugabsturz ihre Hände im Spiel hatte, der 1961 den UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld und 15 weitere Personen das Leben kostete. In der vergangenen Woche veröffentlichte der Observer Beweise für eine Verwicklung des ehemaligen Royal-Air-Force-Piloten Jan van Risseghem in diese Tragödie.

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Der Fall Hammarskjöld (1/3)

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08-02-19 01:56:00,

Am letzten Januarwochenende hatte beim Sundance Film Festival der Dokumentarfilm “Cold Case Hammarskjöld” von Mads Brügger und Andreas Rocksen Premiere. Die beiden Filmemacher recherchierten über den mysteriösen Flugzeugabsturz, bei dem der UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld 1961 in Afrika ums Leben kam. Dabei stießen sie auf sensationelle Informationen, bei denen die geheime Miliz SAIMR eine wichtige Rolle spielt. Ihre Blutspur zieht sich durch den ganzen afrikanischen Kontinent. Der britische Guardian berichtet in mehreren Artikeln darüber, die wir hier in deutscher Übersetzung von Josefa Zimmermann wiedergeben.

Veteran der Royal Air Force gibt zu, 1961 den UNO-Generalsekretär getötet zu haben

Dokumentarfilm „Cold Case Hammarskjöld“ wirft ein neues Licht auf den mysteriösen Flugzeugabsturz, bei dem Dag Hammarskjöld zu Tode kam.

„Manchmal musst du Dinge tun, die du nicht tun willst.“ Es gibt neue Beweise, die einen Royal-Air-Force-Veteranen (RAF) mit dem Tod des UN-Generalsekretärs Dag Hammarskjöld bei einem mysteriösen Flugzeugabsturz 1961 im südlichen Afrika in Verbindung bringen.

Jan van Risseghem wurde bereits früher als möglicher Täter genannt, es hieß aber, er sei ein belgischer Pilot. Der Observer hat nun aufgedeckt, dass er enge Beziehungen zu Großbritannien hatte, zum Beispiel hatte er eine britische Mutter und eine britische Ehefrau, wurde bei der RAF ausgebildet und von Großbritannien für seinen Dienst im Zweiten Weltkrieg ausgezeichnet.

Filmemacher, die im Rahmen der Produktion des Dokumentarfilmes „Cold Case Hammarskjöld“ über den Absturz von 1961 recherchierten, kamen mit einem Freund von van Risseghem in Kontakt, der behauptete, der Pilot habe gestanden, das UN-Flugzeug abgeschossen zu haben. Auch ein anderer Zeuge bestätigt dies, ein Pilot, der eines der Alibis seines Kollegen in Frage stellte.

Van Risseghem, dessen Vater Belgier war, flüchtete zu Beginn des Krieges aus dem besetzten Europa, um sich dem Widerstand in England anzuschließen. Er trainierte bei der RAF und flog Missionen über den von Nazis besetzten Gebieten. Während dieser Zeit traf er seine britische Frau und heiratete sie. Die Ehe hielt ein Leben lang.

Am Ende des Krieges kehrte das Ehepaar nach Belgien zurück. Doch 1961 war van Risseghem im Kongo und flog Einsätze für separatistische Rebellen, die die Unabhängigkeit der abtrünnigen Provinz Katanga erklärt hatten. Dort, so die Dokumentation, wurde ihm befohlen, das Flugzeug abzuschießen, in dem sich Hammarskjöld befand, der nachts auf geheimer Mission als Vermittler bei Friedensverhandlungen unterwegs war.

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Tagesdosis 15.1.2019 – Der Mord an Dag Hammarskjöld ist aufgeklärt: und warum sie nichts darüber erfahren | KenFM.de

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15-01-19 04:00:00,

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Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Unbeachtet von den Relotius-Medien in Deutschland hat sich eine seit 58 Jahren diskreditierte, angebliche Verschwörungstheorie bewahrheitet. Dag Hammarskjöld, der wohl beste und integerste Generalsekretär, den die Vereinten Nationen jemals hatten, kam 1961 im Kongo nicht bei einem Flugunfall ums Leben, verursacht durch einen Pilotenfehler, sondern bei einem Mordanschlag auf ihn. Und, so muss man hinzufügen, nachdem Hammarskjöld die Notlandung seiner in Brand geschossenen schwedischen DC-6 wie durch ein Wunder überlebt hatte, wurde er von einer bisher unbekannten Person an der Unfallstelle erschossen. Hammarskjöld sollte sterben und die Lüge über die Ursachen seines Todes sollte in alle Zukunft leben.

So wie es geplant war, so hat es funktioniert. Bis heute. Und es wird noch ein bisschen länger funktionieren, weil die mediale Wagenburg, die sich selbst als deutscher Qualitätsjournalismus bezeichnet, wieder einmal etwas länger braucht, um sich einer Realität zu stellen, die nicht so gut in den NATO-Kram passt, wie Pflege und Aufzucht des neuen Feindbildes Russland.

Sowohl die Tat als auch das Schweigen in den Medien über die jetzt erfolgte Aufklärung sind kein Unfall, sondern Ausdruck einer Unfähigkeit des Problemkomplexes „Freier Westen“, sich seiner verlogenen Geschichte zu stellen.B

Nur ein Beispiel dafür, wie man in Sachen Hammarskjöld auf hohem Niveau an der Realität vorbeiberichten kann, ist der Artikel der FAZ anläßlich des Todes von Kofi Annan vom 1.8.2018 mit dem Titel „Ein Retter wie Dag Hammarskjöld wollte er werden“ der zutreffend beschreibt, dass Dag Hammarskjöld das große Vorbild Kofi Annans war. Hammarskjöld war und ist auch posthum die wohl wichtigste und einflussreichste Person der UN, gerade wegen seines schon immer dubiosen Todes. In dem FAZ Artikel ist kein Detail falsch, jede Meinungsäußerung vertretbar, sein fundamentaler Fehler ist, dass er angestrengt stets in die falsche Richtung schaut, dass er etwas ölig nach Komplimenten in den Think Tanks des Hegemons USA fischt, ohne jemals das große Ganze zu benennen, das diesen Fall umgibt. Und natürlich heißt es darin, Hammarskjöld „tragischer Tod“ sei „von Verschwörungstheorien umgeben“.

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