Systemfrage: Von Handelskrieg, Profiteuren und Covid-19 | www.konjunktion.info

07-05-20 09:50:00,

System - Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay LicenseSystem - Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay License

System – Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay License

Eigentlich war es, wie Winston sehr wohl wusste, erst vier Jahre her, dass Ozeanien sich im Krieg mit Ostasien und im Bündnis mit Eurasien befand. Aber das war nur ein Stück verborgenes Wissen, das er zufällig besaß, weil sein Gedächtnis nicht zufriedenstellend kontrolliert wurde. Offiziell hatte der Partnerwechsel nie stattgefunden. Ozeanien befand sich im Krieg mit Eurasien: deshalb hatte Ozeanien schon immer Krieg mit Eurasien geführt. Der Feind des Augenblicks stellte immer das absolut Böse dar, und daraus folgte, dass jede vergangene oder zukünftige Vereinbarung mit ihm unmöglich war… – George Orwell, 1984

Das Problem mit Kriegen ist, abgesehen von all dem Tod und der Zerstörung, die sie verursachen, dass sie fast nie aus den von den Regierungen angegebenen Gründen geführt werden. In den meisten Fällen gibt es eine zugrundeliegende Agenda, die die Öffentlichkeit viele Jahrzehnte später entdecken kann oder auch nicht, und solche Agenden sind NICHT zu unserem Vorteil. Kriege brechen selten wegen bloßer ungeplanter Umstände aus. Kriege sind selten zufällig.

Krieg ist ein Werkzeug der sozialen Steuerung, weil er für die unvorbereiteten Massen eine umfassende Krise hervorruft, und während des Suchens nach Sicherheit, kann der Staat autoritäre Maßnahmen einsetzen, die er in Friedenszeiten niemals hätten durchsetzen können. Nicht nur dies, sondern auch in unserer modernen Ära des letzten Jahrhunderts gab es nach jedem Krieg ein wiederkehrendes Muster, in dem Macht und Regierung immer mehr zentralisiert wurden. Jedes Mal, wenn sich eine Katastrophe ereignet, ist die vorgeschlagene Lösung ein Mehr an Zentralisierung und die Forderungen nach einer globalen Regierung. Man sollte meinen, dass die politischen Eliten nach 100 Jahren einige neue Ideen anbieten würden, aber nein, sie haben nur eine Idee, die sie uns unerbittlich zu verkaufen versuchen.

Heute befindet sich die westliche Gesellschaft inmitten zahlreicher Kriege, darunter zwei relativ neue Konflikte – den “Krieg gegen den Coronavirus” und den Wirtschaftskrieg gegen China – inklusive “Schadensersatzforderungen”. Keiner der beiden Kämpfe ist dazu bestimmt, uns zu (be)schützen, und beide dienen den Interessen einer sehr ausgewählten Gruppe von Menschen. Es ist jedoch eine schwierige Aufgabe, den Menschen dies verständlich zu machen.

Bestimmte Annahmen sind im Krieg fast immer vorhanden, und die größte Annahme der Menschen ist, dass der Kampf zwischen zwei Regierungen und zwei Nationen stattfindet.

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Handelskrieg: Die Rückkehr desselben in Zeiten der P(l)andemie | www.konjunktion.info

05-05-20 04:31:00,

Schiffscontainer - Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative CommonsSchiffscontainer - Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

Schiffscontainer – Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

In den vergangenen Monaten habe ich immer wieder davor gewarnt, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China nicht so schnell beendet sein würde und dass jede “Zwischenmeldung einer Einigung” nichts weiter wie eine Hinhaltetaktik darstellt, um den Marktkollaps so lange “sanft ablaufen zu lassen” bis der Zeitpunkt für das Umlegen des Kollapsschalters reif ist.

Die P(l)andemie bietet für viele andere Ereignisse, Gesetze und Maßnahmen das perfekte Ablenkungsmanöver; sie funktioniert aber auch bestens im Tandem mit dem Handelskonflikt China-USA. Das von mir immer wieder erwähnte falsche Ost-West-Paradigma wird derzeit erneut “medial ausgespielt”, während die Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) beide “Seiten bespielen”:

  • Die USA beschuldigen China für den eigenen wirtschaftlichen Kollaps.
  • Peking gibt Washington die Schuld für den Ausbruch des Corona-Virus.

Die Wahrheit ist jedoch, dass IGE aus beiden Ländern zusammen gearbeitet haben, um die aktuellen Geschehnisse auszulösen. Der Handelskrieg ist das von mir viel zitierte Kabuki-Theater – genauso wie die gegenseitigen Beschuldigungen, wer für den Corona-Virus verantwortlich ist, ein Kabuki-Theater darstellt.

Das Endspiel für den US-Dollar als Weltreservewährung im Kontext des Handelskriegs ist wohl eingeläutet worden; ein Endspiel, das die Tür für ein neues vom IWF kontrolliertes digitales Weltwährungssystem weit öffnen wird.

Donald Trumps Drohungen, den Handelskrieg zwischen den USA und China um das Coronavirus wieder in Gang zu bringen, haben einen weiteren Ausverkauf auf den globalen Finanzmärkten ausgelöst, da die wirtschaftlichen Kosten der Pandemie weiter steigen.

Vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen den beiden wirtschaftlichen Supermächten der Welt sanken die Aktienkurse am Freitag wieder nach unten, wobei der FTSE 100 in London um 144 Punkte oder 2,5% fiel.

Der Verkaufsdruck an der Wall Street nahm wieder zu, nachdem in den letzten Wochen allmähliche Zuwächse verzeichnet worden waren, und man hoffte, dass ein Wendepunkt bei der Coronavirus-Krise erreicht worden war. Als die Befürchtungen über die wirtschaftlichen Kosten der Krankheit zunahmen und das Weiße Haus die Gefahr eines erneuten Handelskonflikts mit Peking verstärkte, fiel der industrielle Durchschnitt von Dow Jones im Nachmittagshandel in New York um mehr als 2%.

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Handelskrieg: Neue Studie zeigt, dass annähernd 100% der Kosten vom US-Konsumenten getragen wird | www.konjunktion.info

10-01-20 09:58:00,

Schiffscontainer - Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative CommonsSchiffscontainer - Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

Schiffscontainer – Bildquelle: Pixabay / Free-Photos; CC0 Creative Commons

Laut einer neuen Untersuchung des US National Bureau of Economic Research sind die US-Konsumenten diejenigen, die die Kosten der Strafzölle und der Handelsstreitigkeiten mit China bezahlen:

[…] “ungefähr 100 Prozent” der mit den Zöllen für chinesische Waren verbundenen Kosten sind den amerikanischen Verbrauchern auferlegt worden.

([…] “approximately 100 percent” of the costs associated with the tariffs on Chinese goods have fallen onto American consumers.)

Aus einem ökonomischen Betrachtungswinkel besehen, ist dies auch vollkommen logisch, dass am Ende das schwächste Glied in der Produktionskette – hier der Konsument – jedwede Kostensteigerung zu tragen hat. Warum sollten ausgerechnet Strafzölle davon eine Ausnahme machen?

Das US National Bureau of Economic Research belegt nun diese Logik mit Daten und Zahlen und zeigt auf, dass die Kosten für die US-Bürger um so mehr ansteigen, je stärker Trump die Strafzollschraube anzog. Letztlich bezahlen einmal mehr die kleinen Leute für die Politik, die für ein kleine Gruppe gemacht wird.

US-Präsident Donald Trump hat mehrfach fälschlicherweie in den vergangen Monaten behauptet, dass China und andere mit Strafzöllen belegte Länder die Kosten für die auf Tausenden an Produkten erlassenen Strafzölle tragen werden. Aber die eingangs “ungefähr 100%” zeigen, dass das genaue Gegenteil der Fall ist.

Tweet Trump - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt TwitterTweet Trump - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Twitter

Tweet Trump – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt Twitter

“Nachdem wir ein weiteres Jahr lang Daten einschließlich erheblicher Eskalationen im Handelskrieg verwenden, stellen wir fest, dass die US-Zölle weiterhin fast ausschließlich von US-Firmen und Verbrauchern getragen werden”, so schreiben die Ökonomen Mary Amiti von der Federal Reserve Bank von New York, Stephen J. Redding aus Princeton und David E. Weinstein von der Columbia University in einem Papier, das diese Woche in Umlauf gebracht wurde.

(“Using another year of data including significant escalations in the trade war, we find that US tariffs continue to be almost entirely borne by US firms and consumers,” the economists Mary Amiti of the Federal Reserve Bank of New York, Stephen J. Redding of Princeton, and David E. Weinstein of Columbia University wrote in a paper that was circulated this week.)

Laut des Business Insider sind in den ersten drei Monaten der Sanktionierung 10% hohe Zölle für einen Rückgang von 10% beim Import verantwortlich.

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Handelskrieg: Neue Studie belegt, am Ende zahlen die USA die Zeche | www.konjunktion.info

28-11-19 02:02:00,

Landwirtschaft - Bildquelle: Pixabay / PublicDomainPictures; Pixabay LicenseLandwirtschaft - Bildquelle: Pixabay / PublicDomainPictures; Pixabay License

Landwirtschaft – Bildquelle: Pixabay / PublicDomainPictures; Pixabay License

Eine neue Studie der Federal Reserve hat bestätigt, dass die USA der eigentliche Verlierer im Handelskrieg mit China sind. Letztlich zahlt also der kleine US-Bürger und der Mittelstand für die Strafzölle Donald Trumps.

“China zahlt enorm an uns – und sie zahlen dafür”, sagte Trump bei einer Kabinettssitzung in der vergangenen Woche. “Diese Zölle werden von uns nicht bezahlt. Diese Zölle werden gezahlt, weil sie ihre Währung abgewertet und Geld in ihre Wirtschaft fließen lassen.”

(“China is paying us tremendous — and they’re paying for it,” Trump said at a Cabinet meeting last week. “Those tariffs are not paid by us. Those tariffs are paid because they’re devaluing their currency and pouring cash into their economy.”)

Donald Trump dürfte diese Meinung inzwischen exklusiv haben, obwohl in zahlreichen Studien belegt wurde, dass dies nicht den Tatsachen entspricht. Laut dem Business Insider zeichnen Studien aus Princeton, Yale und der University of Chicago ein gänzlich anderes Bild.

Die Zentralbank stellte in einer neuen Studie fest, dass chinesische Unternehmen die Preise für Exporte in die USA als Reaktion auf den Anfang 2018 beginnenden Handelsstreit nicht wesentlich gesenkt haben. Dies signalisierte, dass die Amerikaner stattdessen zusätzliche von der Trump-Regierung erhobene Importsteuern auf sich nehmen mussten, geschätzt etwa 40 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

“Die anhaltende Stabilität der Importpreise für Waren aus China bedeutet, dass US-amerikanische Firmen und Verbraucher die Zollsteuer zahlen müssen”, schrieben die Fed-Ökonomen Matthew Higgins, Thomas Klitgaard und Michael Nattinger in der Studie.

(The central bank found in a new study that Chinese businesses have not significantly lowered prices on exports to the US in response to the trade dispute that began in early 2018. That signaled that Americans have instead had to absorb additional import taxes levied by the Trump administration, estimated at around $40 billion annually.

“The continued stability of import prices for goods from China means US firms and consumers have to pay the tariff tax,” Fed economists Matthew Higgins, Thomas Klitgaard, and Michael Nattinger wrote in the study.)

Chinas Unternehmen werden – so die Fed – auch nicht auf sinkende Wechselkurse setzen,

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Handelskrieg: Das vollständige Ende der Beziehungen zwischen China und den USA – Hong Kong Human Rights and Democracy Act of 2019 | www.konjunktion.info

22-11-19 08:42:00,

US-Dollar - Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay License US-Dollar - Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay License

US-Dollar – Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay License

Bereits gestern berichtete ich darüber, dass der US-Senat eine Gesetzesvorlage bzgl. der Situation in Hong Kong beschloss. Inzwischen wurde der Hong Kong Human Rights and Democracy Act of 2019 vom Senat und auch vom Repräsentantenhaus (mit 417 zu 1 Stimmen) angenommen. Die Reaktion Pekings kann sich jeder denken und dass China durchaus in der Lage ist den USA “weh zu tun”, habe ich in zahlreichen Artikeln ausgeführt. Laut Bloomberg ist die Chance sehr groß, dass das Gesetz auch die Zustimmung des US-Präsidenten Donald Trump und damit seine Unterschrift erhält.

Es wird erwartet, dass Präsident Donald Trump das vom Kongress verabschiedete Gesetz zur Unterstützung der Demonstranten in Hongkong unterzeichnet und eine Konfrontation mit China aufbaut, die ein lang erwartetes Handelsabkommen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt gefährden könnte.


(President Donald Trump is expected to sign legislation passed by Congress supporting Hong Kong protesters, setting up a confrontation with China that could imperil a long-awaited trade deal between the world’s two largest economies.)

Hong Kong Human Rights and Democracy Act of 2019

(Download PDF)

Die Weltwirtschaft befindet sich nicht erst seit gestern in einem stürmischen Fahrwasser und bislang hatte die “Hoffnung einer Einigung zwischen China und den USA” immer noch für etwas (falschen) Auftrieb gesorgt. Mit dem neuen Gesetz wird diese Hoffnung de facto vollständig zerstört werden. Letztlich bestätigt das Gesetz nur das, was ich seit Monaten schreibe. Dass es sich bei all den Verhandlungen und den gestreuten Hoffnungen nur um ein Ablenkungsmanöver, ein Kabuki-Theater handelt, um die Menschen vor den wahren Problemen fern zu halten, während de Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) ihre eigentliche Agenda verfolgen.

Einige Analysten in der Hochleistungspresse berichtet jetzt, dass mit den aktuellen Geschehnissen rund um Hong Kong (wobei sich hier immer die Frage zu stellen ist, wer steuert, unterstützt und finanziert die Protestler dort?) eine “Verzögerung über eine Handelseinigung” entstehen könnte. Könnte? Ist das noch Wunschdenken oder dummer Optimismus, den man mit “könnte” umschreiben will?

In China selbst wird das Ganze weit realistischer betrachtet. So hat Hu Xijin von der Global Times in einem Artikel Folgendes geschrieben:

Nur wenige Chinesen glauben,

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