Handelskrieg: Trump spielt die Chancen für eine “Mini-Einigung” mit China nach unten | www.konjunktion.info

13-11-19 05:22:00,

Donald Trump - Bildquelle: Pixabay / Crazygoat; CC0 Creative CommonsDonald Trump - Bildquelle: Pixabay / Crazygoat; CC0 Creative Commons

Donald Trump – Bildquelle: Pixabay / Crazygoat; CC0 Creative Commons

Und ewig grüßt das Murmeltier…

Während wir uns dem Ende des Jahres nähern, brechen Fundamentaldaten wie Frachtaufkommen und Produktion weltweit weiter ein. Bis zum Frühjahr hin steigt die Gefahr, dass es zum ökonomischen Absturz kommt, weil parallel dazu – aus meiner Sicht – das Potenzial steigt, dass die Fed ihre Zinssenkungen und ihre Repo-Ankäufe einfrieren wird.

Wer sich an den Dezember letzten Jahres erinnert fühlt, als die Fundamentaldaten endlich ihren Ausfluss in den (Aktien-)Marktpreisen fanden und die Indices massiv gen Süden drehten, darf sich hier gerne einreihen. Wurde der letzte Absturz noch durch billiges Geld aus China und einer Rhetorikblase der Fed gerettet, stellt sich diesmal die Frage, wer kann die Märkte bei einem neuen Einbruch retten?

Es wird sicherlich keine Erholung bei den Fundamentaldaten stattfinden, wie die aktuellen Zahlen zeigen bzw. wie man daraus ableiten kann. Und auch der aktuelle Optimismus über eine “erste Einigungsphase im Handelskrieg mit China” wird wirkungslos verpuffen. Neueste Bemerkungen von Trump und Chinas Führung lassen nämlich den Schluss zu, dass dieser Optimismus nichts weiter wie eine inszenierte Aufführung für die Massen ist.

Die einzige Frage die bleibt, ist: benötigen die Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) Trump noch für eine zweite Amtszeit im Oval Office? Oder hat er seiner Rolle als Sündenbock Genüge getan? Ich denke, dass er sich selbst so sehr mit der “Blase aller Blasen verhaftet” hat, dass er noch eine Zeit lang ein nützliches Werkzeug für die IGE sein kann. Im Frühling wird es leichter sein, eine entsprechende Prognose abzugeben…

Laut Präsident Trump stehen die USA und China kurz vor dem Abschluss eines Mini-Handelsabkommens. Aber er bot keine Garantien dafür an.

In einer Rede vor dem Economic Club of New York am Dienstag hat Trump die Kosten seines Handelskrieges heruntergespielt, was die Exporte von landwirtschaftlichen Erzeugnissen beeinträchtigt und zu einer Verlangsamung des US-amerikanischen verarbeitenden Gewerbes beigetragen hat.

“Die tatsächlichen Kosten wären die, wenn wir nichts tun würden”, sagte er.

Trump gab nur wenige Hinweise auf den Stand der Handelsgespräche, außer dass er sagte: “Wir sind nah dran.”

“Ein bedeutender Phase-1-Deal mit China könnte eintreten – könnte bald passieren”,

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Trumps Handelskrieg gerechtfertigt? – So „fair und offen“ ist deutscher Export

08-10-19 07:30:00,

Die EU habe die Vereinigten Staaten mit Zöllen „sehr gemein“ behandelt, moniert US-Präsident Trump. Nun hat Washington Gegenzölle in Milliardenhöhe angekündigt. Bundesaußenminister Maas reagiert empört und fordert „fairen und offenen“ Handel. Doch wie offen und fair ist der deutsche Export wirklich?

Die USA wollen wegen rechtswidriger EU-Subventionen für den Flugzeugbauer „Airbus“ sogenannte Strafzölle in Milliardenhöhe auf Importe aus der Europäischen Union verhängen. So soll bei der Einfuhr von Flugzeugen ab dem 18. Oktober eine zusätzliche Abgabe von zehn Prozent erhoben werden. Bei vielen anderen Produkten wie Käse, Wein, Butter, Olivenöl und Kaffee soll es ein Strafzoll von 25 Prozent sein. Die Zölle würden demnach vor allem Produkte der Länder treffen, die für die „Airbus“-Subventionen verantwortlich sind. Das sind Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien.

Die EU habe die USA seit vielen Jahren mithilfe von Zöllen und Handelsschranken „sehr gemein“ behandelt, schrieb US-Präsident Donald Trump am Donnerstag im Kurznachrichtendienst Twitter. Die von der Welthandelsorganisation (WTO) gegebene Erlaubnis für die Vergeltung sei „ein hübscher Sieg“.

The U.S. won a $7.5 Billion award from the World Trade Organization against the European Union, who has for many years treated the USA very badly on Trade due to Tariffs, Trade Barriers, and more. This case going on for years, a nice victory!

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) October 3, 2019

Nach den Ankündigungen der US-Seite erwartet Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) eine Zuspitzung des Handelsstreits mit den USA. „Die USA haben das Angebot der EU zu einer einvernehmlichen Lösung ausgeschlagen und gehen stattdessen den Weg der Konfrontation“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“ am Freitag. Die EU werde nun reagieren müssen und nach der Genehmigung durch die WTO wohl ihrerseits Strafzölle erheben.

Europa sei nach wie vor bereit, mit Washington gemeinsame Regeln für Subventionen in der Luftfahrtindustrie auszuhandeln, bemerkte Maas: „Noch besteht die Chance, weiteren Schaden von der Weltwirtschaft zu verhindern. Denn von offenem und fairem Handel profitieren alle.“

Von offenem und fairem Handel profitieren alle. Doch die USA haben das Angebot der EU zu einer einvernehmlichen Lösung ausgeschlagen und gehen den Weg der Konfrontation. Wir halten das für falsch, auf beiden Seiten bezahlen ArbeitnehmerInnen und VerbraucherInnen den Preis. (1/2)

— Heiko Maas ** (@HeikoMaas) October 4, 2019

„Herr Maas hat einfach null Ahnung, 

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