Hannes Hofbauer: „Die großen Medien bilden eine Brandmauer zum Schutz der autoritär verfügten Maßnahmen“

19-10-20 08:15:00,

Die kritischen Stimmen zu den Einschränkungen der Grundrechte im Zuge der Corona-Krise mehren sich. Aus Österreich kommt jetzt ein Buch, in dem zahlreiche Autoren den „Lockdown 2020“ grundlegend hinterfragen. Mit deutlichen Worten äußert sich Hannes Hofbauer, Mitherausgeber des Buches, im NachDenkSeiten-Interview zum Agieren von Politik und Medien. Angst werde geschürt, notwendige Differenzierungen wie etwa, dass neben den 9500 „Corona-Toten“ in Deutschland im selben Zeitraum 580.000 Menschen an anderen Ursachen verstorben seien, fehlten in der Berichterstattung. Ein Interview über Panikmache, das Milliardengeschäft Impfstoff und die Tabuisierung des Todes. Von Marcus Klöckner.

Herr Hofbauer, wir erleben seit Monaten schwere Einschränkungen und Grundrechtseingriffe. Der Grund: Das Coronavirus. Sie haben gerade ein Buch mit dem Titel „Lockdown 2020 – Wie ein Virus dazu benutzt wird, die Gesellschaft zu verändern“, veröffentlicht. Warum dieses Buch?

Der Ausnahmezustand, auch wenn er in Deutschland oder Österreich nicht so genannt wird, ist von Menschen, von Regierungen gemacht. Insofern sind es die Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus, die unsere Grundrechte extrem einschränken. Das Virus selbst wird dazu benutzt, wie es im Untertitel unseres Buches heißt. Dieser Hinweis auf die Instrumentalisierbarkeit einer Gefahr erklärt schon zum Teil, warum sich mein Kollege Stefan Kraft und ich als die zwei Verleger des Promedia Verlages entschlossen haben, ein Buch zum Lockdown 2020 herauszugeben. Nachdem bald klar war, dass es sich bei Sars-CoV-2 nicht um ein Killervirus handelt, sondern um einen für bestimmte Gruppen von Menschen sehr gefährlichen Erreger, wollten wir kritische Stimmen versammeln, die sich mit den sozialen, wirtschaftlichen, rechtlichen, psychologischen und – ja – auch medizinischen „Kollateralschäden“ der Maßnahmen auseinandersetzen. Ich denke, es ist uns eine gute Mischung gelungen.

Politik und Medien sind sich weitestgehend darin einig, dass die ergriffenen Maßnahmen richtig waren, aber auch die Aufrechterhaltung dieser Maßnahmen unbedingt notwendig ist.

Abgesehen davon, dass Anfang des Jahres noch jene als Verschwörungstheoretiker galten, die von einer aus China kommenden großen Virus-Gefahr sprachen, drehte sich die offizielle Meinung rasch. Stimmen, die davor warnten, dass der Lockdown und die danach fortgesetzten restriktiven Maßnahmen unverhältnismäßig sind und sogar schlimmere Auswirkungen haben als die Viruserkrankungen selbst, wurden systematisch diffamiert und/oder verschwiegen. Schon die Einforderung von Relationen in der Berichterstattung galt als erster Schritt hin zur Leugnung der Virusgefahr.

Differenziert wurde nur sehr wenig.

Richtig. Dabei würde es doch ein viel entspannteres Bild geben,

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Hannes Hofbauer: „Kriege stoppen! Das wäre das oberste Gebot“ – www.NachDenkSeiten.de

01-11-18 01:46:00,

1. November 2018 um 11:45 Uhr | Verantwortlich:

Hannes Hofbauer: „Kriege stoppen! Das wäre das oberste Gebot“

Veröffentlicht in: Interviews

Medien berichten viel über Migration, aber die Auswirkungen der Migration auf die Herkunftsländer übersehen sie oft. Das sagt der Wiener Verleger Hannes Hofbauer im Interview mit den NachDenkSeiten. Hofbauer, der sich seit Jahren mit dem Thema Migration beschäftigt, betont im Interview, welche weitreichenden Auswirkungen die Abwanderung vieler Menschen aus ihrer Heimat für diese Herkunftsländer hat und warnt davor, die politischen Ursachen und Hintergründe von Migration auszublenden. Von Marcus Klöckner.

Herr Hofbauer, warum bedarf es einer Kritik der Migration?

Migration ist Zeichen von Ungleichheit auf der Welt. Diese Ungleichheit wächst. Deshalb müssen wir uns kritisch, und nicht verschleiernd oder mit einer rosaroten Brille mit Migration und ihren tatsächlichen Ursachen auseinandersetzen. Regional, aber auch weltweit, ist zu beobachten, dass unterschiedliche Gegebenheiten, die in den jeweiligen Ländern vorherrschen, aufeinanderprallen. Sie führen zu schweren Verwerfungen. Die Herkunftsländer der Menschen, die ihre Heimat aufgrund der Hoffnung auf ein besseres Leben verlassen, werden regelrecht ausgesaugt, weil sie die jungen, flexiblen Arbeitskräfte an andere Länder verlieren. Und auch in den Zielländern, die in mancherlei Hinsicht von Migration profitieren oder profitieren können, nehmen die Probleme, die sich aus der Migration ergeben, zu.

Erfasst die Medienberichterstattung Migration ausreichend?

Zugespitzt lautet der vorherrschende Tenor in den Medien: Migration ist gut für die Gesellschaften, die Migranten in großer Zahl aufnehmen. Eine vorherrschende Sicht ist, dass notwendige Arbeiten, die schwer und schmutzig sind, von Einheimischen nicht gerne verrichtet werden. Also könne die reiche Gesellschaft dankbar sein, dass Migranten diese Arbeiten übernehmen. Die Frage ist jedoch: warum werden die wenig attraktiven, schmutzigen Arbeiten so schlecht bezahlt. Dabei geht es letztlich um das Verhältnis von Arbeit und Kapital, auf unsere Frage heruntergebrochen: um die Lohnhöhe. Dass es auch anders geht, zeigt ein Beispiel aus Wien. Dort ist die Müllabfuhr in Gemeindehand. Als Müllmann tätig zu sein, hört sich vielleicht nicht besonders schön an, aber die Wiener Müllmänner werden sehr gut bezahlt und sind hochangesehene Leute. Ist also der politische Wille da, kann für dreckige Arbeiten ein guter Lohn bezahlt werden. Dann sind auch Einheimische bereit, sie zu verrichten. Wenn Migranten aber in solche Jobs gepresst werden, weil sie eher schlechte Bedingungen und schlechte Bezahlung in privatisierten Unternehmen wie zum Beispiel den Paketdiensten akzeptieren,

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