Heiko Goes To Hollywood: Die Show-Politik des deutschen Außenministers

heiko-goes-to-hollywood-die-show-politik-des-deutschen-ausenministers

25-04-19 10:52:00,

Die aktuelle Initiative von Heiko Maas zum Schutz von Frauen in Kriegsgebieten ist rundum zu begrüßen. Gleichzeitig erscheint der Vorstoß heuchlerisch: Durch sein Wirken als Minister trägt Maas mutmaßlich zur Entstehung von Kriegsgebieten bei. Einen zusätzlichen Makel erhält die Initiative durch die „glamouröse“ Inszenierung. Von Tobias Riegel.

Außenminister Heiko Maas (SPD) muss an dieser Stelle zunächst gelobt werden: Die aktuell vor einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats eingebrachte Initiative für den Kampf gegen sexuellen Missbrauch in Kriegsgebieten ist ohne Abstriche zu begrüßen. “Vergewaltigung und andere Formen von sexueller Gewalt werden weltweit als Kriegs- und Terrortaktiken in Konflikten genutzt“, schreiben Maas und die US-Schauspielerin Angelina Jolie zutreffend in einem Gastbeitrag in der US-Zeitung „Washington Post“. Dieser schlimmen Praxis muss die UNO auch in Form von internationaler Strafverfolgung scharf entgegentreten.

Zwei wesentliche Resolutionen haben die UN laut Medien bisher zum Thema verabschiedet: Die im Jahr 2000 beschlossene Resolution 1325 ruft dazu auf, Frauen zu schützen und sie gleichberechtigt in Friedensverhandlungen und Wiederaufbau einzubeziehen. Im Jahr 2008 forderte die Resolution 1820 dann den sofortigen Stopp jeglicher sexueller Gewalt als Methode der Kriegsführung. Diese Bemühungen zum Schutze der betroffenen Frauen sind unverzichtbar und es ist zu begrüßen, dass sie nun verstärkt werden.

Eine wichtige UN-Initiative – Und eine große Heuchelei

Doch im gleichen Moment muss man Heiko Maas Heuchelei vorwerfen – angesichts des alltäglichen Wirkens des deutschen Außenministers, das Kriege mutmaßlich erst möglich macht oder verlängert. Das „glamouröse“ Beiwerk zu seinem (grundsätzlich guten) Vorhaben – in Form der Flankierung durch Hollywood-Star Jolie und Amal Clooney – verstärkt noch den Eindruck einer symbolhaften Show-Politik.

Der Eindruck der Heuchelei wird unübersehbar, wenn man die in der Uno-Initiative geäußerten Argumente und Ziele mit der tatsächlichen Außenpolitik Deutschlands vergleicht. Diese Diskrepanz bringt etwa Heike Hänsel von der Linkspartei auf den Punkt, die betont, dass die Initiative glaubwürdiger wäre, „wenn sich die deutsche Außenpolitik für eine aktive Friedenspolitik einsetzen würde, statt sich an Kriegen zu beteiligen“. Hänsel fährt fort:

„Das Erstarken islamistischer Terrorgruppen wie des IS sowie weitere islamistische Milizen in Syrien wie die sogenannte Freie Syrische Armee sind nach UN-Angaben für sexuelle Gewalt ebenso verantwortlich wie pro-saudische Milizen im Jemen. (…) Gleichzeitig liefert die Bundesregierung bis heute Waffen und Kriegsgüter an die Golfstaaten,

 » Lees verder

TREE.TV 2 mit Heiko Schöning | KenFM.de

treetv-2-mit-heiko-schoning-kenfm.de

10-02-19 06:43:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Der Diesel ist heute ziemlich stark in Verruf geraten. Abgasskandal, Stickoxide und Fahrverbote sind nur drei derjenigen Assoziationen, die uns wahrscheinlich derzeit als erstes einfallen, wenn wir das Wort „Diesel“ hören. Woran vermutlich kaum einer denken würde, ist die soziale Frage. Warum auch?

Dafür gäbe es aber eigentlich einen sehr guten Grund. Von Rudolph Diesel, dem Erfinder des Diesel-Motors, ist folgendes Zitat überliefert: „Dass ich den Diesel-Motor erfunden habe, ist schön und gut. Aber meine Hauptleistung ist, dass ich die soziale Frage gelöst habe.“ Was genau er damit meint, beschreibt Diesel in seinem weitgehend in Vergessenheit geratenen Werk „Solidarismus: Die natürliche wirtschaftliche Erlösung des Menschen“.

Mehr als 100 Jahre später stößt der Hamburger Arzt Heiko Schöning durch einen Zufall auf Diesels Schriften. Er arbeitet sich in die Materie ein und versucht, das Buch aus der damaligen Perspektive zu verstehen. Es dauert nicht lange, bis er zu der Ansicht kommt: Der Mann hat Recht!

In der Konsequenz entwickelt Schöning das Spiel „WIRKRAFT“, mit dem er für seine Mitmenschen die Idee von Diesel spielerisch erfahrbar machen möchte. Doch damit nicht genug. Schöning möchte den Geist von Rudolph Diesel jetzt als unabhängiger und parteiloser Kandidat ins Europaparlament tragen.

KenFM hat sich im Rahmen des Formates TREE.TV mit Schöning getroffen, um einen Menschen abzubilden, der vor einiger Zeit einen politischen Aufwachprozess durchlebt hat und sich seither auf einem Weg des Wandels befindet. In sein altes Leben kann und möchte er nicht mehr zurück. Damit ergeht es ihm wie so vielen da draußen, die beginnen, sich ihre eigenen Gedanken zu machen und das so lange als alternativlos Hingenommene zu hinterfragen.

Herausgekommen ist ein mitreißendes Gespräch vor einer traumhaften österreichischen Winterkulisse.

Inhaltsübersicht:

0:02:01 Heiko Schöning – Vom Bundeswehroffizier zum Friedensaktivisten

0:27:51 Der Fall von Anna Bågenholm und die Gehirnkühlung

0:47:02 Rudolph Diesel und der Solidarismus

0:53:54 Das Spiel „WIRKRAFT“

1:10:37 Kandidatur für das Europaparlament

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar!

 » Lees verder

Heiko Flottau über die Versuche, Veranstaltungen zum Leiden der Palästinenser zu behindern – www.NachDenkSeiten.de

heiko-flottau-uber-die-versuche-veranstaltungen-zum-leiden-der-palastinenser-zu-behindern-8211-wwwnachdenkseiten.de

22-11-18 01:17:00,

22. November 2018 um 13:30 Uhr | Verantwortlich:

Heiko Flottau über die Versuche, Veranstaltungen zum Leiden der Palästinenser zu behindern

Veröffentlicht in: Das kritische Tagebuch

Heiko Flottau war von 1985 bis 1992 und von 1996 bis 2004 Nahostkorrespondent der Süddeutschen Zeitung, mit Sitz in Kairo, von 2005 bis 2009 freier Journalist in Kairo. Er beobachtet das Geschehen im Nahen Osten mit Sachverstand und mit Sorge. Albrecht Müller.

Immer häufiger versucht die israelische Lobby, Veranstaltungen zu verhindern, in denen die Unterdrückung der Palästinenser diskutiert werden soll.

Kürzlich verschickte Christoph Rinneberg vom Kairos-Palästina-Solidaritätsnetz (KPS) im Internet eine Liste, auf der exakt nachgewiesen wird, wie viele Veranstaltungen von der israelischen Lobby verhindert bzw. behindert wurden, die sich kritisch mit der israelischen Besatzungspolitik im Westjordanland auseinandersetzen. Im Zeittraum vom Jahr 2005 bis in die zweite Hälfte des Jahres 2018 kam er auf insgesamt mindestens 90 solcher Treffen, die entweder ganz verhindert oder massiv gestört wurden. Dabei erhöhte sich die Frequenz der Störungen in den letzten Jahren erheblich. 2016 wurden 25, 2017 24 und im Jahr 2018 bis jetzt etwa sechs Diskussionsveranstaltungen behindert oder verhindert – wobei natürlich zu berücksichtigen ist, daß nicht in jedem Jahr eine ähnlich große Zahl von solchen Treffen geplant ist.

Hier zunächst der Link zur Liste.

Das letzte erschreckende Beispiel war der Versuch, einen Vortrag des Publizisten Andreas Zumach an der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) zu behindern. Hier der Link zum Vortrag von Andreas Zumach.

Zumach berichtet als Korrespondent für verschiedene Zeitungen, u.a. für die Berliner TAZ, von den Vereinten Nationen in Genf. Auch tritt er als Referent bei vielen Veranstaltungen auf, die sich mit dem Nahostkonflikt und mit der israelischen Besatzungspolitik befassen. Zumachs Münchner Vortrag zum Thema „Israel, Palästina und die Grenzen des Sagbaren“ fand trotz mancher Proteste statt – aber nicht ohne die Auflage, daß der verantwortliche Veranstalter, Professor Michael Meyen, zuvor die Haltung der Stadt München darlegen mußte. Diese hatte am 7.August 2018 einen Beschluß gefaßt, wonach sich, wie SZ-Online schrieb, der Stadtrat gegen die als antisemitisch bezeichnete BDS-Kampagne wendet: niemand, so lautete der Beschluß, der sich mit der BDS-Kampagne befasse oder sie unterstütze, dürfe dafür städtische Zuschüsse erhalten oder einen kommunalen Raum nutzen. BDS bedeutet „Boykott,

 » Lees verder

Heiko Maas fordert Härte gegenüber den USA – Anbiederung, Akt der Befreiung oder Finte für mehr europäische Rüstung? – www.NachDenkSeiten.de

Heiko Maas fordert Härte gegenüber den USA – Anbiederung, Akt der Befreiung oder Finte für mehr europäische Rüstung? – www.NachDenkSeiten.de

22-08-18 10:41:00,

22. August 2018 um 12:10 Uhr | Verantwortlich:

Heiko Maas fordert Härte gegenüber den USA – Anbiederung, Akt der Befreiung oder Finte für mehr europäische Rüstung?

Veröffentlicht in: Das kritische Tagebuch

In einem Medien-Kommentar hat sich Außenminister Heiko Maas (SPD) deutlich zum deutsch-amerikanischen Verhältnis geäußert: Europa müsse sich gegen US-Willkür wehren und ein „Gegengewicht“ werden, das Überschreiten „roter Linien“ durch die USA müsse Konsequenzen haben, Europa brauche gar einen eigenen Währungsfonds. Erkennt Maas hier die Realitäten einer multipolaren Welt an – oder ist der Text eine Finte, um für europäische Aufrüstung zu trommeln? Von Tobias Riegel.

Außenminister Heiko Maas hat eine verbale Kehrtwende vollzogen: Nachdem er in den letzten Monaten vor allem eine scharfe antirussische Rhetorik gepflegt hatte, die selbst der eigenen Partei zu viel wurde, hat er nun in einem Kommentar für das „Handelsblatt“ eine radikale Neubewertung der transatlantischen „Freundschaft“ gefordert: „Wir lassen nicht zu, dass die USA über unsere Köpfe hinweg handeln“, schreibt Maas bereits forsch in der Überschrift, und fährt fort: „Es ist höchste Zeit, die Partnerschaft zwischen den USA und Europa neu zu vermessen.“ Die US-Dominanz sollte der „Idee einer balancierten Partnerschaft“ weichen. Ist dies Heiko Maas’ späte Ankunft in der multipolaren Welt? Oder werden wir nur Zeuge einer folgenlosen Anbiederung an einen zunehmend US-kritischen Zeitgeist?

Die Analyse des deutsch-amerikanischen Verhältnisses ist angemessen pessimistisch: „Die USA und Europa driften seit Jahren auseinander“, schreibt Maas. Das liege keineswegs nur an US-Präsident Donald Trump. Die Überschneidung von Werten und Interessen nehme ab, die Konflikte würden Trumps Präsidentschaft absehbar überdauern. “Deshalb bin ich skeptisch, wenn manch eingefleischter Transatlantiker uns rät, diese Präsidentschaft auszusitzen“, so der Außenminister.

Maas: Europäer sollen US-Dominanz des Zahlungsverkehrs konkret angreifen

Maas spricht von einem „neu zu vermessenden“ Verhältnis, in dem „wir ein Gegengewicht bilden, wo die USA rote Linien überschreiten“. Europa könne es nicht zulassen, dass die USA „über unsere Köpfe hinweg zu unseren Lasten handeln. Deshalb war es richtig, europäische Unternehmen rechtlich vor Sanktionen zu schützen.“ Zudem müssten die US-Internet-Konzerne angemessen besteuert werden. Geradezu radikal sind einige finanzpolitische Maßnahmen, die der Außenminister zusätzlich fordert: „Deshalb ist es unverzichtbar, dass wir europäische Autonomie stärken, indem wir von den USA unabhängige Zahlungskanäle einrichten,

 » Lees verder