Heimat der Tapferen

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23-07-19 08:42:00,

von Karim Sharara

Wenn man etwas aus der modernen Geschichte Irans lernen kann, dann Folgendes: Die Iraner haben gelernt, sich auf sich selbst zu verlassen — und nicht auf die Unterstützung der Großmächte. Zudem hat sich im iranischen Bewusstsein eingeprägt, dass diese Großmächte den Iran jederzeit — wie tatsächlich bereits passiert — verraten werden, um ihre eigenen Interessen zu verfolgen.

Der Iran hat seinen Anteil an dem Schaden, den der Imperialismus der Welt zugefügt hat, abbekommen — die russisch-britische Kontrolle über den Iran in der Qajar-Ära, dann der Hungertod eines Fünftels der iranischen Bevölkerung in den Jahren 1917 bis 1919 durch die Beschlagnahmung von Nahrungsmitteln durch die britische Besatzungsmacht, die Irans Neutralität im Ersten Weltkrieg verletzt hatte, wie Barry Rubin in seinem „The Middle East: A Guide to Politics, Economics, Society and Culture“ auf Seite 508 dokumentiert.

Während des Zweiten Weltkriegs — ebenfalls zu einer Zeit, als Iran seine Neutralität erklärt hatte — folgte ein britischer Putsch, der den damaligen König Irans, Reza Schah, stürzte und dessen Sohn Mohammad Reza Schah auf den Throns setzte. Nicht erwähnt werden muss wohl der US-amerikanisch-britische Putsch, bei dem Hunderte getötet wurden und der den beliebten Mossadegh zu Fall brachte, weil er die iranische Erdölindustrie nationalisiert hatte — was die US-amerikanischen und britischen Interessen bezüglich des iranischen Erdöls geschädigt hätte.

Einzig während der Islamischen Revolution 1979 erlebte der Iran, wie eine tatsächliche demokratische Bewegung es bewerkstelligte, das Volk zu ermächtigen, ohne dass ausländische Mächte dies zum Scheitern bringen konnten. Und selbst danach halfen die US-Amerikaner, Europäer und sogar die arabischen Länder des Persischen Golfes (nicht mehr aufrufbar, Anmerkung der Übersetzerin) Saddam Hussein mit konventionellen und Chemiewaffen sowie mit Geheimdienstinformationen in einem Krieg, den er gegen den Iran entfacht hatte.

Berücksichtigt man diese geschichtlichen Ereignisse und zahlreiche weitere Beispiele, ist es nicht verwunderlich, dass der Iran jedem Schritt der USA oder anderer globaler Mächte, vor allem jener mit einer Kolonialherren-Vergangenheit, Misstrauen entgegenbringt. Der JCPOA (Gemeinsamer umfassender Aktionsplan, das Atomabkommen mit dem Iran) hätte wohl einen Wandel in den Beziehungen zum Iran bedeuten können — stattdessen haben sich die Europäer nicht an ihre Abmachungen gehalten und die US-Amerikaner einfach mir nichts, dir nichts das Abkommen aufgekündigt,

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Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen | KenFM.de

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30-03-19 12:50:00,

Roman von Wolfgang Bittner, erschienen am 25. März 2019 im zeitgeist Verlag.

1943 ist der Krieg in Oberschlesien, dem Industriegebiet Ostdeutschlands, noch weit weg. Die Mutter fährt mit dem Kind aufs Land, wo es Hirschbraten, Kaffee und Kuchen gibt. Im Volksempfänger spricht Adolf Hitler von Siegen. Doch immer öfter heißt es: „… für Führer, Volk und Vaterland gefallen.“ In der Nachbarschaft werden die jüdischen Familien abgeholt, man muss sich vorsehen, es soll Konzentrationslager geben. Dann werden aus Siegen Niederlagen, und im Westen versinken die Städte im Bombenhagel. Vor der Gastwirtschaft des Großvaters schlagen sich Grubenarbeiter mit SA-Männern. Die Front rückt immer näher, und mit ihr kommt die Hölle des Krieges. Im März 1945 übernimmt Polen die Verwaltung der deutschen Ostgebiete, und es folgt ein Exodus von Millionen, darunter die Mutter und das Kind. Als sie halb verhungert in einer Kleinstadt in Norddeutschland ankommen, liegt der Vater schwer verwundet in einem Lazarett. Hunger und die furchtbare Kälte im Steckrübenwinter 1946, danach ein jahrelanger Aufenthalt im Barackenlager. Aber die Mutter gibt nicht auf. In der provisorischen Wohnküche arrangiert sie einen „Salon“, in dem kontrovers debattiert wird. Es ist die Zeit der Währungsreform mit der Teilung Deutschlands. Konrad Adenauer – von den Alliierten unterstützt – wird mit einer Stimme Mehrheit Bundeskanzler. Der Kalte Krieg beginnt, und die Weichen werden für das gestellt, was bis heute wirksam ist. Der Familie gelingt in den 1950er-Jahren, im „deutschen Wirtschaftswunder“, allmählich der Neuanfang.

Ein Auszug (1)

Von nichts bin ich mehr überzeugt,

als dass ich mein Leben nichtnach euren Meinungen einrichten darf. – Sokrates

Der „Fall Blau“: eine Offensive der deutschen Kriegsführung im Sommer 1942, nachdem das Deutsche Reich im Juni 1941 den Krieg gegen die Sowjetunion begonnen hatte. Jetzt soll die an der Wolga gelegene Industriestadt Stalingrad eingenommen werden, um von dort aus weiter zu den Ölfeldern im Kaukasus vordringen zu können. Die Kriegsmaschinerie Nazideutschlands braucht Kraftstoff.

In der Deutschen Wochenschau, die als Vorprogramm im Kino läuft, winken lachende Soldaten von ihren Panzern, junge Männer, die Abenteuer erleben wollen. Eine markige Stimme: „Die siegreichen Verbände stoßen tief in das wirtschaftliche Zentrum der Sowjetunion an der unteren Wolga vor. Bis Moskau sind es noch 900 Kilometer.“ In einer Erdstellung richtet der Kanonier seine Acht-Acht-Flak auf ein russisches Dorf,

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Die Heimat hoch, die Grenzen dicht geschlossen | KenFM.de

Die Heimat hoch, die Grenzen dicht geschlossen | KenFM.de

02-07-18 05:51:00,

Die Heimat hoch, die Grenzen dicht geschlossen | KenFM.de

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Die Heimat hoch, die Grenzen dicht geschlossen

02-07-18 05:38:00,

Der Horst marschiert, mit rechtem Schritt und Tritt

Autor: U. Gellermann
Datum: 02. Juli 2018

Es schmerzt wenn man in diesen Tagen Angela Merkel gegen Horst Seehofer verteidigen muss. Jene Frau, die auf´s engste mit der deutschen Wirtschaft verbunden ist, einer Wirtschaft, die in gnadenloser Ausbeutung in fernen Ländern Hungerlöhne drückt, und so tut, als hätte sie mit der Massen-Migration der Armen aus den „Drecksloch-Ländern“ nichts zu tun. Jene Frau, die als US- und NATO-Komplizin kaltblütig die deutsche Armee in anderen Ländern morden lässt. Jene Merkel, die ohne Plan und Perspektive die Lohndrücker-Kolonnen aus aller Herren Länder nach Deutschland geholt hat. Zwar könnte man die Migration auch als Ausgleich für deutsche Ausbeutung und deutsche Kriegsbeteiligung in Asien oder Afrika begreifen, aber solch edle Motive wollen wir der Merkel doch nicht unterschieben. Sie hatte nur mal wieder aus Umfragen erfahren es käme gut an, wenn sie die Madonna der Flüchtlinge geben würde. Spätestens als sie im wesentlichen Schlangen organisiert hatte – vor Asylämtern, vor Arbeitsämtern, vor Wohnungsämtern, vor Essens-Reste-Verwertungs-Initiativen und noch mehr Obdachlosigkeit – wurden die Flüchtlinge reif für ihre neue Rolle: Als Hassobjekte für sozial benachteiligte Deutsche und als Manövrier-Masse jener Jahrmarkt-Politiker, die aus dem Elend anderer Wählerstimmen machen wollen.

Von der AfD und ihrem Gauland, dem Mann mit dem Vogelschiss im Kopf, war nichts anderes zu erwarten gewesen. Aber auch im Mutter-Schoss der AfD, der CDU-CSU, rührten sich die Fremden-Hasser und Wähler-Betrüger: Ihr Slogan “Der Fremde ist an allem Schuld und Merkel irgendwie auch” soll Wahlen gewinnen und Posten sichern. Das ist der klassische Job bürgerlicher Parteien und so weit üblich und bekannt. Aber Horst Seehofer, getrieben von Markus Söder, treibt Angela Merkel in einer Art vor sich her, die den seriösen Anstrich der bürgerlichen Partei abplatzen lässt. Seehofers Wort vom “Asyltourismus” offenbart den ganzen miesen Zynismus des Politikers, der mit Vorliebe auf anderen rumtrampelt, um sie klein zu machen damit er größer wirkt. Als sei die tödliche Flucht über das Meer eine Traumschiff-Reise. Als seien ertrinkende Kinder Teil eines Animateur-Programms im Club Méditerranée. Mit dem Wort “Systemversagen” knüpft der gelernte Beamte und “Erfahrungsjurist” bewußt an die Formel der Nazis von den “Systemparteien” an, die mit solchen Begriffen ihren Kampf gegen die Weimarer Republik geführt haben, um den letzten deutschen Krieg anzufangen und ein organisiertes Schlachten für den Profit einer dünnen Schicht von Eigentümern zu beginnen.

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