M-PATHIE – Zu Gast heute: Andreas Schmidt-Hartmann | KenFM.de

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11-01-19 07:20:00,

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Andreas Schmidt-Hartmann ist Musiker, Komponist und Friedensaktivist. Er schrieb eine Sinn-Phonie über die Menschenrechte. Diese Sinn-Phonie untermalte er mit Texten aus der Menschen-rechtskonvention, einer Rede des Häuptlings Seattle und des Bürgerrechtlers Martin Luther King.

Als wir Andreas Schmidt-Hartmann kennenlernten, waren wir verblüfft darüber, dass wir und fast alle Teile der Friedensbewegung, diesen Mann nicht kannten. Andreas Schmidt-Hartmann fühlt die Welt und alles, was er macht, ist von tiefer Empathie gestaltet.

Selten trifft man einen Menschen, hier einen Mann, der derart tief mit sich selbst verbunden ist und dies nicht nur in Musik verwandelt. „Wir leben in einer Welt, ich würde es als Hypnose beschreiben, wo wir hypnotisiert werden von Gedanken und Wortbildern, Metaphern, die der Spaltung dienen. Wo gegenseitig ausgegrenzt wird.“

Andreas Schmidt-Hartmann geht es um die persönlichen Begegnungen der Menschen untereinander, dort, wo wir uns wirklich begegnen, wo wir nicht in unseren hypnotischen Bildern vom anderen befangen sind. „Wir sind in uns getrennt, oftmals auch von uns gespalten und das spiegelt sich in der äußeren Welt wider.“ Unsere innere Spaltung projizieren wir in die Außenwelt. Daher ist sie auch so kaputt.

In diesem Gespräch wird sehr deutlich, wie wichtig unsere Gefühle für unser Einwirkung auf die Welt sein können, wie achtsam wir uns mit uns selbst beschäftigen sollten und wie sehr das Verdrängen der eigenen Gefühlswelt Projektionen in der Außenwelt erschafft, die unsere Weltbilder beeinflussen.

Andreas Schmidt-Hartmann ist ein Meister der Empathie. Sie ist sein Navigationssystem. Für einen Künstler sicher nichts Außergewöhnliches. Wenn man ihn als Musiker erlebt, ist man fast an den legendären Leonard Bernstein erinnert, der auch nicht anders konnte, als seine Gefühle direkt und unverblümt mitzuteilen.

Wer hier zuhört, wird vieles in sich bestätigt sehen oder bei so manchem, was Andreas Schmidt-Hartmann ausspricht, zu sich sagen: „Ja, das stimmt.“ Ein Musiker, dem es ganz sicher an klugen Einsichten auf sich und die Welt nicht mangelt. Und ein klein wenig hat man den Eindruck, dass in diesem Mann auch ein guter Psychologe schlummert.

Hier nun noch die Daten der nahenden Aufführungen der SINN-Phonie:

  • So,

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M-PATHIE – Zu Gast heute: Dirk C. Fleck | KenFM.de

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28-12-18 08:32:00,

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Dirk C. Fleck, den meisten hier auf KenFM und darüber hinaus bekannt, ist nicht nur ein außergewöhnlicher Autor von Ökothrillern und Texten rund um das Thema der Ökokatastrophe. Wer ihn persönlich kennt, der weiß, dass er auch ein außergewöhnlicher Mensch ist.

In diesem Interview kommt ein anderer Dirk C. Fleck zum Vorschein. Ein Mensch, der seinen Erfahrungen nie widerstanden ist. Ein Mensch, der sich nicht einfügt, der wider dem Gehorsam lebt und sich nur einer einzigen wichtigen Erfahrung beugt: der Liebe. Sie ist, wenn man Fleck folgt, einziger Sinn und Zweck des Lebens, ja des ganzen Daseins hier auf dieser Erde.

Rüdiger Lenz lässt in diesem Interview keine Autobiographie dieses interessanten Mannes Revue passieren. Viel wichtiger erschien dem Moderator, den inneren Kern dieses wichtigen Zeitzeugen bloß zu legen. Dabei entstand ein Interview, das nicht nur kluge Antworten dieses Romanciers lieferte. Fleck entsendete auch weise Hoffnungen, für die sich ein Leben in unserer Zeit und darüber hinaus noch immer lohnt.

„Jeder Einzelne ist ein Medium, um die Umwelt zu begreifen. Deine Sinne sind es, die dir die Welt präsentieren. Wenn dir das bewusst wird und du deine Sinne schärfst, nimmst du das Leben anders wahr. Das System zwingt jeden in eine Solidargemeinschaft, die manipuliert ist und auf Gehorchen dressiert ist. Daraus muss man sich befreien und ich kann nur jedem raten, es zu versuchen“, sagt Dirk C. Fleck.

Alles, was das Leben im Inneren zusammenhält, ist Liebe. Nichts anderes! Menschen können sich all den Ankern der Liebe zuwenden, die sich aus dem Leben ergeben. Das könnte die Probleme der Menschen auf lange Sicht bereinigen. Es ist schwer, dies im Einzelnen zu versuchen, da jeder von uns derart manipuliert ist, die Liebe im vollen Umfang nicht zuzulassen. Liebe zu sich selbst, zu den anderen und zur Natur, zur Erde, ist die Heilung, der es bedarf, damit wir wieder auf eine Weise wirken können, die uns die Liebe spüren lässt. Liebe ist die Heilpflanze der Natur und letztlich die des Menschen.

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M-PATHIE – Zu Gast heute: Birgit Assel | KenFM.de

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14-12-18 07:28:00,

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Birgit Assel ist Sozialpädagogin und Trauma-Expertin. In Hannover organisiert sie Veranstaltungen für Daniele Ganser. Schon früh kehrte sie ihrem Hauptberuf, die Sozialpädagogik, den Rücken und fühlte sich intensiv in ihre Klienten ein. So bemerkte sie, dass die Probleme der Menschen, die zu ihr kamen und kommen, fast immer eine viel tiefere Ursache haben, als es die sozialpädagogischen Ansätze von ihr erwarteten.

Sie traf vor Jahren auf den renommierten Trauma-Psychologen Professor Franz Ruppert, der eine völlig neue Methode mit Menschen entwickelte, an ihre wirklichen Probleme gelangen und individuelle Lösungen zu entwickeln. Das faszinierte Birgit Assel so sehr, dass sie bei ihm eine Ausbildung begann und sich seiner Lehre, der Trauma-Forschung und Trauma-Therapie, anschloss.

In diesem Interview berichtet Birgit Assel von ihren Erfahrungen der Entbindung, dass zu ihrem Spezialthema geworden ist. Es folgten zahlreiche Publikationen dazu. Auch beim Rubikon schreibt sie des öfteren über frühkindliche Trauma-Erfahrungen und engagiert sich in der Öffentlichkeit für eine breite Sensibilisierung zu diesem Thema.

Die Ausführungen von Birgit Assel in diesem Gespräch schockieren den Moderator immer wieder. Denn der Themenbereich des Entbindungstraumas bei Müttern und Kindern pflegt nicht nur in der Psychologie ein stiefmütterliches Dasein. Auch in der Gesellschaft ist dieses zentrale seelische Schmerzthema noch gar nicht angekommen.

Wie werden in westlichen Gesellschaften Kinder entbunden? Entstehen dort bei Kindern und Müttern Traumen, die die Beziehung beider fortan prägen? Werden Kinder schon beim Entbindungsprozess traumatisiert? Wie geht es dann mit der Erziehung weiter? Und wie in Kindergärten und Schulen? Sind wir fast alle durch die Anpassungen an unsere Gesellschaft traumatisierte Menschen?

Dieses Gespräch ist nicht nur für Frauen, die Mütter werden wollen oder es schon sind, emotional hochinteressant. Auch Männer und Väter werden hier von der Trauma-Expertin Birgit Assel viel Neues erfahren, von dem sie bisher noch gar nichts gewusst haben. Beziehung statt Erziehung, ein Slogan der Neurobiologie wird hier fassbar und seine Bedeutung einem größeren Publikum nahegebracht. Werden wir alle zu Objekten der Gesellschaft erzogen und werden wir dadurch erst unserer Eigenständigkeit beraubt? Ist Empathie mit sich und den anderen der Schlüssel für eine gesunde Menschheitsfamilie?

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M-PATHIE – Zu Gast heute: Julia Szarvasy | KenFM.de

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30-11-18 06:15:00,

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M-PATHIE – Neues Format mit Rüdiger Lenz!

Spätestens seit Ingangsetzen der Friedensbewegung 2.0 haben viele Menschen verstanden, dass es um unsere Gesellschaftsordnung nicht gerade gut bestellt ist. Menschen klären sich über politisch-gesellschaftliche Umstände viel intensiver auf und werden immer mehr und mehr.

Doch hat die Friedensbewegung 2.0 auch für eine Menge Unruhe unter den Aktivisten gesorgt. Zunehmend haben linke und grüne politische Kräfte in Deutschland die Friedensbewegung mit rechten Parolen untermalt und für sich festgestellt, dass diese Friedensbewegung rechts und von Nazis nur so untersetzt sei. Was aber überhaupt nicht stimmt!

Was bedeutet es für eine ehemalige linke Aktivistin wie Julia Szarvasy, die sogar aktiv bei der Antifa gegen Nazis vorgegangen ist, nun selbst diffamiert zu werden – als Rechte? Was stimmt in diesem Land mit der Bildung nicht? Wie kann es angehen, dass Menschen, die sich für den Frieden stark machen, als Rechte, als Nazis und sogar als Antisemiten diffamiert werden? Brauchen wir als Ersatz für politisches Denken in rechts und links eine an den Potenzialen orientierte Bildung, damit jeder junge Mensch sich anhand seiner inneren Potenziale entwickeln kann?

Schlüssel zu einem echten Frieden ist die Ausrichtung der Emotionen sowie dessen Heranbildung in einem freien System, das für den Menschen, nicht für die Industrie, ausgerichtet wird. „Die Menschen müssten wieder bereit sein, miteinander zu leben. Nicht jeder für sich“, meint Julia Szarvasy. Empathie zu sich und den anderen ist der Schlüssel für einer am Menschen orientierten Gesellschaft, die die Menschen aus ihren maschinell geprägten Strukturen abholt und sie hinführen kann zu einer am Menschen orientierten Lebensweise.

„Jemanden zu akzeptieren und zu tolerieren fiel mir auch noch schwer vor einigen Jahren. Mittlerweile aber finde ich das gut, wenn jemand eine vollkommen andere Sichtweise hat, weil es meinen Debattenraum vergrößert. Und auf einmal kommen ganz spannende neue Impulse rein“, sagt Julia Szarvasy.

Mit dem Format „M-PATHIE“ ist eine Plattform geschaffen worden, auf der sich Menschen aller Couleur und aus allen Bereichen des Lebens zusammen mit Rüdiger Lenz über prägende und emotionale Ereignisse ihres Lebens, sowie die daraus gezogenen Lehren,

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Von 1945 bis heute – 20 bis 30 Millionen Menschen von den USA getötet, von Manlio Dinucci

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21-11-18 10:38:00,

Es ist eine Tatsache, keine Analyse, nicht einmal eine Meinung – die seit 1945 von den Vereinigten Staaten vorangetriebene “freie und offene internationale Ordnung” hat weltweit 20 bis 30 Millionen Menschen das Leben gekostet. Kein Präsident, welcher auch immer, hat es geschafft, den Rhythmus dieser Tötungsmaschine zu verlangsamen.

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In der Zusammenfassung seines letzten strategischen Dokuments – 2018 National Defense Strategy of the United States of America (dessen gesamter Text geheim ist) – behauptet das Pentagon, dass “die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten nach dem Zweiten Weltkrieg eine freie und offene internationale Ordnung geschaffen haben, um die Freiheit des Volkes vor Aggression und Zwang zu schützen”, aber dass “diese Ordnung derzeit von Russland und China untergraben wird, die gegen die Grundsätze und Regeln der internationalen Beziehungen verstoßen”. Dies ist eine völlige Umkehrung der historischen Realität.

Professor Michel Chossudovsky, Direktor des Zentrums für Globalisierungsforschung, erinnert uns daran, dass diese beiden Länder, die heute als Feinde aufgelistet sind, diejenigen sind, die, als sie im Zweiten Weltkrieg mit den Vereinigten Staaten verbündet waren, den Sieg über die nationalsozialistische faschistische Achse Berlin-Rom-Tokio mit dem höchsten Preis an menschlichen Leben bezahlt haben – etwa 26 Millionen aus der Sowjetunion und 20 Millionen aus China, verglichen mit etwas mehr als 400.000 aus den Vereinigten Staaten.

Mit dieser Einleitung stellt Chossudovsky der Global Research eine dokumentierte Studie von James A. Lucas über die Zahl der Toten vor, die durch die ununterbrochene Serie von Kriegen, Staatsstreichen und anderen subversiven Operationen der Vereinigten Staaten seit dem Ende des Krieges 1945 bis heute getötet wurden – eine Zahl, die auf 20 bis 30 Millionen Opfer geschätzt wird [1]. Etwa doppelt so viele Todesopfer wie im Ersten Weltkrieg, dessen hundertjähriges Ende gerade in Paris mit einem Friedensforum begangen wurde.

Abgesehen von den Toten gibt es die Verwundeten, die sehr oft lebenslang verkrüppelt sind – einige Experten gehen davon aus, dass auf jeden Kriegstoten zehn weitere Versetzte kommen. Das bedeutet, dass die Zahl der durch US-Kriege verwundeten Menschen in die Hunderte von Millionen gehen muss.

Zu dieser Schätzung in der Studie müssen wir eine nicht quantifizierte Zahl von Toten, wahrscheinlich Hunderte von Millionen, hinzufügen, die von 1945 bis heute durch die indirekten Auswirkungen von Kriegen verursacht wurden – Hungersnot, Epidemien, Zwangsmigrationen, Sklaverei und Ausbeutung,

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Macht es heute noch Sinn, die Kriegsschuldfrage 1914-1918 zu behandeln? – www.NachDenkSeiten.de

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13-11-18 08:33:00,

Willy Wimmer:

Die Bilder aus London am Waffenstillstandstag des 11. November 2018 suchte man in den Hauptnachrichten von ARD und ZDF vergebens. Auch BBC rückte erst spät damit heraus. Bilder, die den deutschen Bundespräsidenten Steinmeier bei einer Kranzniederlegung in London zeigten. Hielt man diese Bilder deshalb zurück, weil weder der deutsche Bundespräsident Steinmeier noch die noch im Amt befindliche Bundeskanzlerin Merkel es an diesem denkwürdigen Wochenende für nötig gehalten haben, der deutschen Soldaten und Opfer des Ersten Weltkrieges in angemessener Weise dort zu gedenken, wo diese Toten ihre letzte Ruhe finden mußten. Damit macht die deutsche Staatsspitze deutlich, welchem Geschichtsbild sie anhängt. Vor allem im Vorfeld von Versailles 1919, an dem man sich im Sommer 2019 in besonderer Weise erinnern wird.

Der Commonwealth-Historiker Christopher Clark hat es deutlich gemacht. Nichts hat Versailles und das Verdikt der Entente-Staaten über das Deutsche Reich gerechtfertigt. Clark hat sogar mit dem Segen der deutschen Öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten dekretiert, daß es für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges keine Sonderverantwortung von irgendeinem Staat gebe, obwohl der deutsche Historiker Wolfgang Effenberger und andere auf die über ein Jahrzehnt laufende Vorbereitung des Ersten Weltkrieges durch britische und französische Zirkel, einschließlich der über das Deutsche Reich zu verhängenden Hungerblockade, hingewiesen haben. Eine Hungerblockade wohlgemerkt, die bis weit nach dem Waffenstillstand in den Sommer 1919 Millionen deutsche Opfer und den Verlust einer ganzen Generation von Kindern zur Folge haben sollte. Wenn es selbst nach Christopher Clark keine deutsche Sonderverantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges gegeben hatte, ist die in Versailles von den Alliierten dekretierte “deutsche Alleinschuld” nicht aufrecht zu erhalten.

Die Vernichtung Deutschlands war das Ziel von Versailles und mittels Hitler und dem Zweiten Weltkrieg sollte es gelingen. Steinmeier und Merkel laufen Gefahr, Versailles und die gegen Deutschland gerichtete Vernichtungspolitik auf Dauer zu legitimieren.

Das könnte man der Geschichte überantworten, wenn dies nicht ins nächste Verhängnis führen würde.

Zunächst einmal in grundsätzlicher Hinsicht. Wer heute Versailles legitimiert, beantwortet eine Frage nicht: Wer kann Frieden? Darauf hat es in der Geschichte Antworten gegeben, wie der Friedensschluß 1648 von Münster und Osnabrück sowie der Wiener Kongreß nach Ende der napoleonischen Kriege zeigen konnte. Man ließ dem besiegten Land sein Gesicht und schuf das “Recht auf Vergessen”.

Es war der russische Zar Alexander I, gemeinsam mit dem österreichischen Kanzler Metternich,

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„Heute erntet die AfD, was die die rot-grüne Koalition mit ihrer ‚Agenda‘-Politik und den Hartz-Gesetzen gesät hat“ – www.NachDenkSeiten.de

„Heute erntet die AfD, was die die rot-grüne Koalition mit ihrer ‚Agenda‘-Politik und den Hartz-Gesetzen gesät hat“ – www.NachDenkSeiten.de

28-10-18 03:18:00,

28. Oktober 2018 um 11:45 Uhr | Verantwortlich:

„Heute erntet die AfD, was die die rot-grüne Koalition mit ihrer ‚Agenda‘-Politik und den Hartz-Gesetzen gesät hat“

Veröffentlicht in: AfD, Interviews, Rechte Gefahr, Soziale Gerechtigkeit

Seit einem Jahr ist die AfD nun im Bundestag vertreten. Der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge stellt im Interview mit den NachDenkSeiten fest, dass viele Millionen Bürger in Deutschland eine Kursänderung der „enttäuschenden Regierungspolitik“ nur noch von rechts und nicht mehr von links erwarten. Die im Land existierende soziale Spaltung habe auch zu einer politischen Spaltung geführt. „Aber gerade CDU und CSU interessieren sich nicht für die soziale Gerechtigkeit, betreiben Reichtumsförderung statt Armutsbekämpfung und machen Lobbypolitik für kapitalkräftige Interessengruppen“, so Butterwegge. Ein Interview über die AfD, ihr Verhalten in den Parlamenten und die Frage, wie ein weiterer Rechtsruck verhindert werden kann. Von Marcus Klöckner.

Herr Butterwegge, nun ist die AfD auch in Bayern im Parlament. Was geht im Land vor, dass eine Partei wie die AfD immer präsenter wird?

Offenbar hat eine Rechtsentwicklung in ganz Deutschland – wohlgemerkt: kein Rechtsruck, dazu sind die Gegenkräfte momentan (noch?) zu stark – stattgefunden, verbunden mit einer Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas und einer Beschädigung der politischen Kultur. Mit der AfD wird – im europäischen Vergleich mit einer gewissen Zeitverzögerung, die sich auf den Wohlstand des Landes, die Fünfprozent-Hürde und die Hemmschwelle aufgrund der NS-Vergangenheit zurückführen lässt – eine ultrarechte Partei zum festen Bestandteil des politischen Systems. Seit knapp fünf Jahren eilt die AfD von einem Wahlerfolg zum nächsten, weil sie von einem Stimmungsumschwung in der Bevölkerung profitiert: Kursänderungen der Millionen Menschen enttäuschenden Regierungspolitik erhoffen diese nicht mehr von links, sondern offenbar eher von rechts, zumal der Parteiname „Alternative für Deutschland“ verheißungsvoll klingt und suggeriert, endlich komme es zu einem Politikwechsel, nachdem die von Neoliberalen jahrzehntelang als alternativlos dargestellten Reformen das Land nicht befriedet haben.

Wo liegen aus Ihrer Sicht die Hauptursachen für das Erstarken der Rechten in Deutschland?

An erster Stelle nenne ich die soziale Spaltung. Sie hat maßgeblich zur politischen Spaltung der Gesellschaft beigetragen und verhindert, dass alle Bevölkerungsschichten vom wachsenden Wohlstand profitieren. Da sich die Kluft zwischen Arm und Reich immer mehr vertieft,

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NSA-Leak: Heute hartes Urteil gegen Whistleblowerin Reality Winner erwartet

NSA-Leak: Heute hartes Urteil gegen Whistleblowerin Reality Winner erwartet

22-08-18 01:48:00,

Sie hat sich schuldig bekannt, geheime Dokumente weitergegeben zu haben. Die Whistleblowerin Reality Winner wird dafür am Donnerstag von einem Gericht in Augusta, Georgia, verurteilt werden. Mit ihrem Verteidiger hat sie einer Strafe von 63 Monaten Haft zugestimmt. Die ehemals bei der NSA unter Vertrag stehende Winner würde damit in den Vereinigten Staaten die höchste Strafe erhalten, die für einen Leak von Dokumenten an die Medien je verhängt wurde.

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Winner arbeitete bis zu ihrer Festnahme im Juni 2017 bei einer NSA-Vertragsfirma. Ihr wird ein Verstoß gegen den Espionage Act vorgeworfen, weil sie Dokumente an die Presse weitergab. Nachdem Winner bereits ein Jahr ohne Kaution im Gefängnis gesessen hatte, war im Juni bekanntgeworden, dass sie ein Schuldgeständnis abgeben würde und damit eine Bestrafung akzeptiert. Das Gericht kann aber von dem Strafmaß noch abweichen.

Der Verteidiger von Winner, aber auch die Staatsanwälte betonen gegenüber dem Gericht, dass die Strafe von 63 Monaten, der die Beschuldigte zugestimmt hat, härter ausfällt als in vergleichbaren und sogar einigen schwereren Fällen von staatlichen Angestellten, die geheime Informationen weitergereicht haben. Die hohe Strafe von 35 Jahren gegen Chelsea Manning ist nicht mit dem erwarteten Urteil gegen Winner vergleichbar, da hier Militärrecht betroffen war und auch ein Militärgericht die Strafe ausgesprochen hatte.

Dass ein harsches Urteil die gewünschte abschreckende Wirkung haben wird, ist allerdings zweifelhaft. Nach Angaben des Justizministers Jeff Sessions laufen 27 aktive Ermittlungen wegen Weitergabe geheimer Informationen. Diese Angaben machte der Minister gegenüber dem zuständigen Aufsichtsgremium des US-Kongresses (House Oversight Committee) Ende letzten Jahres. Das Leaken ist also nicht eben selten und nimmt auch zu: In den drei vorhergehenden Jahren gab es nach der Auskunft von Sessions insgesamt nur neun Ermittlungen.

Heldin oder Verräterin?

Inhaltlich ging es bei den geleakten Papieren um eine wichtige, zuvor öffentlich nicht bekannte Information über Versuche, vor den US-Präsidentschaftswahlen amerikanische Softwaresysteme zur Wählerregistrierung anzugreifen. Die amerikanischen Geheimdienste hatten die russische Seite als Urheber dafür ausgemacht. Die damals bei dem NSA-Partner Pluribus International als Übersetzerin angestellte Winner soll den als „top secret“ eingestuften Bericht an The Intercept weitergeleitet haben, wo Details daraus veröffentlicht wurden.

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Heute vor 73 Jahren war der zweite Weltkrieg zu Ende. Dessen gedenken wir mit dem Text einer 96-jährigen NachDenkSeiten-Leserin. – www.NachDenkSeiten.de

Heute vor 73 Jahren war der zweite Weltkrieg zu Ende. Dessen gedenken wir mit dem Text einer 96-jährigen NachDenkSeiten-Leserin. – www.NachDenkSeiten.de

08-05-18 07:53:00,

8. Mai 2018 um 8:45 Uhr | Verantwortlich:

Heute vor 73 Jahren war der Zweite Weltkrieg zu Ende. Dessen gedenken wir mit dem Text einer 96-jährigen NachDenkSeiten-Leserin.

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Gedenktage/Jahrestage, Militäreinsätze/Kriege

Sie schreibt großartig, und sie teilt die Sorgen um die neuen Konflikte, die noch mal zum großen Krieg führen könnten. Sie hat als junge Frau während des Zweiten Weltkriegs in einem Frankfurter Betrieb gearbeitet. Dort waren auch russische und französische Kriegsgefangene und Deportierte beschäftigt. Gemeinsam erlebten sie die Bombennächte. Hiervon handelt der folgende Text „Über die Kriegsjahre im Büro“. Albrecht Müller.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Unsere Autorin will nicht mit ihrem Namen auftreten. Wir akzeptieren das. Anette Sorg und ich haben sie am vergangenen Sonntag besucht und sind tief beeindruckt. Wir freuen uns darüber, den NachDenkSeiten-Leserinnen und -Lesern die Texte einer Frau bieten zu können, die 1922 geboren wurde und das Geschehen von Jugend an und bis heute hellwach begleitet, beobachtet, kritisiert. Heute macht sie sich zum Beispiel große Sorgen darüber, was Cambridge Analytica und ähnliche Firmen mit uns anstellen. Davon vielleicht später mehr. Heute statt einer Politiker-Rede zum 8. Mai dieser Bericht:

Louise Demangeon, André Sergeff

(Über die letzten Kriegsjahre im Büro)

Meine Geschichte beginnt im Herbst 1943. In der Lampenfabrik war ich von der „Auslands-korrespondentin“ zur „Werbeleiterin“ avanciert. Meine Vorgänger, wiewohl nicht mehr die Jüngsten, waren zum Kriegsdienst eingezogen worden. Darunter litt die Firma allerdings kaum. Der Bedarf an Auslandskorrespondenz und Werbung tendierte gegen null. Die Leuchtenfabrikation war auf kriegswichtige Güter reduziert worden und nur für solche gab es Zuteilung von Rohstoffen. Lampen mit Lichtkurven für die diffuse Beleuchtung des trauten Heims waren passé. Statt dessen mussten Leuchten für Landebahnen der Luftwaffe und schlagwettergeschützte Grubenleuchten produziert werden. Dass ich mit Mittelschulreife und Lehre zur Kaufmannsgehilfin vom Berufsbild „Werbeleiter“ keine Ahnung hatte, war unter solchen Umständen irrelevant.

Das letzte Aufgebot waren meine eingezogenen Vorgänger leider noch lange nicht. Die deutschen Heere Ost hatten nach der verlorenen Schlacht um Stalingrad ein halbes Jahr zuvor die Zeit ihrer größten Ausdehnung in Europa bereits überschritten.

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