Es naht ein weiteres Hiroshima – es sei denn, wir halten es jetzt auf

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06-08-20 09:37:00,

Die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki sind für die meisten Menschen hier und heute weit weg, Geschichten aus einer anderen Zeit und vom anderen Ende der Welt. Der australische Journalist und Dokumentarfilmer John Pilger, einer der profiliertesten englisch-sprachigen Journalisten, wandelt seit Jahrzehnten entlang der Schneise der Verwüstung, die die Militärgroßmacht Amerika weltweit geschlagen hat. Und er hat viele Indizien gefunden, die beklemmend deutlich machen: Atomare Szenarien sind für Militärstrategen und führende politische Köpfe in den Vereinigten Staaten auch heute noch denkbar – ja sogar planbar. Im Fokus US-amerikanischer Aggressionen steht, nicht erst seit Trump, China. Wann immer es um China geht, ist das mediale Begleitfeuer entsprechend giftig und diffamierend. Das hält Pilger für brandgefährlich. Übersetzung von Susanne Hofmann.

Es naht ein weiteres Hiroshima – es sei denn, wir halten es jetzt auf
Von John Pilger

Als ich 1967 das erste Mal nach Hiroshima kam, war der Schatten auf den Stufen noch da. Ein nahezu vollkommener Abdruck eines entspannten Menschen: die Beine gespreizt, der Rücken gebeugt, eine Hand neben sich, während sie dasaß und darauf wartete, dass eine Bank öffnete. 

Um viertel nach acht Uhr am Morgen des 6. August 1945 wurden sie und ihre Silhouette in den Granit gebrannt.  

Ich starrte den Schatten eine Stunde oder länger an, dann ging ich runter an den Fluss, wo die Überlebenden noch immer in Baracken lebten.

Ich traf einen Mann namens Yukio, in dessen Brust das Muster des Hemdes geätzt war, das er trug, als die Atombombe abgeworfen wurde.

Er beschrieb einen riesigen Blitz über der Stadt, „ein bläuliches Licht, wie ein Kurzschluss”, danach kam ein Wind auf, der wie ein Wirbelsturm dahinfegte, und es fiel schwarzer Regen. „Ich wurde zu Boden geworfen und bemerkte, dass von meinen Blumen nur noch die Stiele übrig waren. Alles war ganz still, und als ich aufstand, begegneten mir nackte Menschen, die kein Wort sagten. Manche von ihnen hatten keine Haut, keine Haare. Ich war überzeugt davon, tot zu sein.”

Neun Jahre später kehrte ich zurück, um ihn zu suchen, da war er bereits an Leukämie verstorben. 

„Keine Radioaktivität in den Ruinen von Hiroshima”, schrieb die New York Times am 13. September 1945 auf ihrer Titelseite, eine klassische Desinformation.

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Another Hiroshima Is Coming — Unless We Stop It Now – Global Research

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03-08-20 07:46:00,

When I first went to Hiroshima in 1967, the shadow on the steps was still there. It was an almost perfect impression of a human being at ease: legs splayed, back bent, one hand by her side as she sat waiting for a bank to open.

At a quarter past eight on the morning of August 6, 1945, she and her silhouette were burned into the granite.

I stared at the shadow for an hour or more, then I walked down to the river where the survivors still lived in shanties.

I met a man called Yukio, whose chest was etched with the pattern of the shirt he was wearing when the atomic bomb was dropped.

He described a huge flash over the city, “a bluish light, something like an electrical short”, after which wind blew like a tornado and black rain fell.

“I was thrown on the ground and noticed only the stalks of my flowers were left. Everything was still and quiet, and when I got up, there were people naked, not saying anything. Some of them had no skin or hair. I was certain I was dead.”

Nine years later, I returned to look for him and he was dead from leukaemia.

“No radioactivity in Hiroshima ruin” said The New York Times front page on 13 September, 1945, a classic of planted disinformation. “General Farrell,” reported William L. Lawrence, “denied categorically that [the atomic bomb] produced a dangerous, lingering radioactivity.” Lawrence  received the Pulitzer Prize.

Only one reporter, Wilfred Burchett, an Australian, had braved the perilous journey to Hiroshima in the immediate aftermath of the atomic bombing, in defiance of the Allied occupation authorities, which controlled the “press pack”.

“I write this as a warning to the world,” reported Burchett in the London Daily Express  of September 5,1945. Sitting in the rubble with his Baby Hermes typewriter, he described hospital wards filled with people with no visible injuries who were dying from what he called “an atomic plague”.

For this, his press accreditation was withdrawn, he was pilloried and smeared. His witness to the truth was never forgiven.

The atomic bombing of Hiroshima and Nagasaki was an act of premeditated mass murder that unleashed a weapon of intrinsic criminality.

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Hiroshima en Nagasaki een oorlogsmisdaad | Uitpers

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03-08-19 03:18:00,

(commons-wikimedia.org)

De USA bracht op 6 augustus 1945 een atoombom tot ontploffing boven de Japanse stad Hiroshima. Drie dagen later, op 9 augustus, ontplofte een tweede kernbom, nu was Nagasaki aan de beurt. De eerste was een uraniumbom (het uranium kwam voornamelijk uit Belgisch Congo, geleverd door Union Minière). Het tweede exemplaar was een plutonium bom.

De twee meest aangehaalde redenen voor de controversiële beslissing van president Truman waren enerzijds de oorlog te verkorten en anderzijds Amerikaanse levens te redden. Men sprak van 250.000 tot 500.000 duizend Amerikaanse soldaten, die mogelijk in de strijd zouden omkomen als het Amerikaanse leger de eilanden van Japan had moeten binnenvallen. President Truman beweerde naar verluidt: “Ik kon deze gedachte niet verdragen en dat leidde tot mijn beslissing om de atoombom te gebruiken.

oorlogsmisdaad

Betreft de vernieling van steden met enorme aantallen burgerslachtoffers een oorlogsmisdaad?

Dr. Anscombe, een vooraanstaande filosofe van Oxford en Cambridge, noemde Truman openlijk een oorlogsmisdadiger vanwege zijn beslissing om met een atoombom de Japanse steden Hiroshima en Nagasaki plat te leggen. Volgens de overleden Amerikaanse historicus Howard Zinn, werden tenminste 140.000 Japanse burgers door een vuurzee ‘verast’ in Hiroshima. Meer dan 70.000 burgers werden gedood door verbranding in Nagasaki. En nog eens 130.000 inwoners van de twee steden stierven in de daaropvolgende jaren aan stralingsziekte.

Voor Dr. Gertrude Anscombe waren morele regels absoluut. “Wie kiest om onschuldigen te doden als middel om z’n doel te bereiken, begaat moord”. In 1956 protesteerden professor Anscombe en andere prominenten van de universiteit van Oxford openlijk tegen het besluit van het universiteitsbestuur om ex-president Truman een eredoctoraat te verlenen als dank voor Amerika’s oorlogshulp. Ze schreef zelf een pamflet waarin ze uitlegde dat de voormalige VS-president ‘een moordenaar’ en ‘oorlogsmisdadiger was.

Voormalig president Herbert Hoover was een andere vroege criticus en verklaarde openlijk: “Het gebruik van de atoombom met zijn willekeurige moord op burgers, vrouwen en kinderen doet me in opstand komen”. Zelf de eigen stafchef van president Truman, de vijf sterren admiraal, William D. Ledy (de hoogste Amerikaanse militaire officier tijdens de oorlog) maakte geen geheim van zijn sterke afkeuring van de atoombom. Naar zijn mening was het gebruik van dit barbaars wapen in Hiroshima en Nagasaki “geen materiële hulp in onze oorlog tegen Japan”.

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Der Fluch von Hiroshima

Der Fluch von Hiroshima

28-08-18 09:07:00,

Als Daniele Ganser meinen ersten Vortrag über Hiroshima und Nagasaki auf seiner Facebookseite ankündigte, gab es Leserkommentare, die kritisch anmerkten, wie sehr diese Ereignisse doch Vergangenheit seien, dass es heute wichtigere Themen gäbe, salopp gesagt, warum ich mich mit altem Kram beschäftigen würde um daraus Geld zu schlagen.

Tatsächlich ist Hiroshima ein Thema, dass so relevant ist wie Auschwitz. Aber es wird völlig anders behandelt. Nur wenige Menschen kämen z.B. auf den Gedanken, Auschwitz als alten Kram zu bezeichnen, und wer das in der Öffentlichkeit täte, wäre bald arbeitslos und gesellschaftlich isoliert. Diskussionen über Hiroshima aber finden in einem völlig anderen Gedankenumfeld statt.

Die Tatsache, dass Hiroshima und Nagasaki nicht mit der gleichen Aufmerksamkeit und moralischen Intensität behandelt werden, ist bei nüchterner Betrachtung ein Beweis für ein Versagen der Öffentlichkeit. Das Versagen hat Ursachen. Die müssen ebenso dringend wie hartnäckig bekämpft werden. Aus rationalen, pragmatischen und moralischen Gründen. Hiroshima ist ein Zukunftsthema.

Ich möchte diese These begründen, die nach Provokation klingt, aber Realitätsbewältigung ist.

Die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki mit ihren etwa 100.000 Toten unmittelbar nach Abwurf und weiteren 130.000 Menschen, die bis Ende 1945 elend starben, so die landläufige Meinung, seien zwar furchtbar gewesen, aber notwendig, um den 2. Weltkrieg zu beenden. Eine Invasion der Amerikaner in Japan hätte bis zu 1 Million US Soldaten sowie unzählige japanische Soldaten und Zivilisten das Leben gekostet, weil die Japaner bis zum bitteren Ende notfalls mit Stöcken und Steinen gekämpft hätten, wie die Kamikaze Angriffen bewiesen. Erst der Schock des Atomwaffeneinsatzes habe die japanische Führung zur Kapitulation bewogen. Die grausamen Atomwaffen gelten seitdem als Friedensgaranten, ihre Existenz verhinderte bisher einen Atomkrieg.

Diese Argumente bilden den Hiroshima Mythos. Sie sind ausnahmslos falsch.

In der akademischen Welt gibt es seit langem eine Diskussion, ob die Japaner auch ohne Atomwaffeneinsätze kapituliert hätten und ob die Atomwaffeneinsätze die Ursache der Kapitulation waren. Diese Diskussion ist wie kaum ein anderes Thema, vergleichbar nur mit der Sklaverei und dem Mord an den amerikanischen Ureinwohnern, in den USA „patriotisch“ aufgeladen. Es geht um mehr als Geschichte, es geht um das Selbstverständnis der USA.

Die US Historiker Gar Alperovitz und Tsuyoshi Hasegawa, der japanische Wurzeln hat und japanisch, russisch und englisch spricht und damit alle wesentlichen Dokumente im Original lesen kann,

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