HIStory: Die Bombardierung Dresdens im Februar 1945 | KenFM.de

12-07-21 04:50:00,

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Der Buchautor und Publizist Hermann Ploppa erläutert in HIStory kurz und sachlich historische Daten und Jahrestage von herausragenden geschichtlichen Ereignissen. Dabei werden in diesem Format Begebenheiten der Gegenwart, die mit einem Blick in die Vergangenheit in ihrer Bedeutung besser einzuordnen sind, künftig alle 14 Tage montags in einen geschichtlichen Kontext gebracht.

Das Thema heute: Die Bombardierung Dresdens im Februar 1945

In unserer heutigen Folge von History fragen wir, ob die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg gegen deutsche Städte legitime Kriegshandlungen im Sinne des Völker- und Kriegsrechtes sind. Oder ob es sich hier nicht doch um einen illegitimen Akt von Völkermord handelt. Das lässt sich am besten im Einzelfall untersuchen. Schauen wir uns also heute die Bombardierung von Dresden an, die in der Endphase des Zweiten Weltkrieges stattfand. Über die militärstrategische Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme wurde immer wieder diskutiert. Begeben wir uns also mitten hinein in das Thema:

Der 13. Februar 1945 war ein Dienstag. Also Karnevalszeit in Deutschland. Karneval auch in Dresden. Ein Tagebucheintrag, der uns erhalten geblieben ist: „Am Fastnachtsdienstag kramten die Kinder allerlei Maskerade aus den Kästen des alten, bunten Bauernschrankes und zogen lärmend in den Straßen herum.“ (1)

Zur gleichen Zeit ist Victor Klemperer dazu verdonnert, Briefe an jüdische Mitbürger zu verteilen, die sich an einem unheimlichen Ort einzufinden haben (2). Das bedeutet nichts Gutes. Klemperer war früher Professor für Romanistik an der Dresdner Universität. Da er eine „Arierin“ geheiratet hat, wird er nicht in die Brennkammern von Auschwitz geschickt. Aber er kann seinen Beruf nicht ausüben und muss zudem seit einigen Jahren einen gelben Judenstern tragen.

Währenddessen spielen sich am Dresdner Bahnhof entsetzliche Szenen ab, wie Gisela Neuhaus in ihr Tagebuch einträgt: „Nur mühsam konnte ich mir einen Weg durch die dicht gedrängte Menge vor dem Bahnhof bahnen. Im Bahnhof selbst lagen Flüchtlinge Schulter an Schulter auf dem Fußboden. In Decken gehüllt oder mit Mänteln zugedeckt. Säuglinge und kleine Kinder schrien. Die Mütter waren verzweifelt, viele weinten, einige schliefen mit angezogenen Knien auf der Seite liegend. Ein Bild des Elends! Es waren Flüchtlinge aus Schlesien. Viele Familien waren getrennt worden.

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HIStory: Konrad von Marburg und die kurzlebige Inquisition in Deutschland | KenFM.de

28-06-21 08:49:00,

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Der Buchautor und Publizist Hermann Ploppa erläutert in HIStory kurz und sachlich historische Daten und Jahrestage von herausragenden geschichtlichen Ereignissen. Dabei werden in diesem Format Begebenheiten der Gegenwart, die mit einem Blick in die Vergangenheit in ihrer Bedeutung besser einzuordnen sind, künftig alle 14 Tage montags in einen geschichtlichen Kontext gebracht.

Das Thema heute: Konrad von Marburg und die kurzlebige Inquisition in Deutschland

In unserer heutigen Folge von History befassen wir uns mit der kurzen Episode der katholischen Inquisition in Deutschland.

Inquisition in Deutschland?! Wir haben vielleicht ein bisschen gehört von der furchtbaren Inquisition in Spanien. Aber in Deutschland? In der Tat. Es gab immerhin eine kurze aber heftige Episode der Inquisition in Deutschland. Sie dauerte nur etwa dreißig Jahre, und war eng verbunden mit der Person des Ketzer-Verfolgers Konrad von Marburg. Mit dem physischen Ende von Konrad war auch das Ende der Inquisition in Deutschland verbunden.

Inquisition heißt ja: Befragung. Auch: Peinliche Befragung – denn die Befragten erlitten viele Peinigungen, bis sie dann lieber eine Untat gestanden, die sie gar nicht begangen hatten, als dass sie die Schmerzen weiter erleiden wollten. Dann folgte in den meisten Fällen die Überstellung des Gefolterten an die brutalen Henkersknechte. Die Katholische Heilige Inquisition sollte die Öffentlichkeit einschüchtern. Die Eingeschüchterten sollten ohne weitere Rückfragen und ohne weitere kritische Überprüfungen die Glaubenssätze der Sancta Ecclesia Catholica verinnerlichen. Kommt uns irgendwie bekannt vor.

Dass die katholische Kirche zu solchen brachialen Mitteln greifen musste, war Indikator einer tiefen inneren Krise. Die politischen Verhältnisse hatten sich massiv gewandelt im ausgehenden Mittelalter. Wir sprechen von der Zeitspanne zwischen dem zwölften und dem dreizehnten Jahrhundert nach Christus. Zwei große Entwicklungen machten der Katholischen Kirche zu schaffen: zum einen die massive Erderwärmung, die zwischen dem neunten und dem vierzehnten Jahrhundert stattfand. Zum anderen der Machtkampf um die Vorherrschaft in Europa zwischen der katholischen Kirche und den Kaisern des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Beide Entwicklungen bedingen einander.

Die Bevölkerung vermehrte sich in den genannten fünfhundert Jahren um den Faktor vier. Die Erderwärmung führte dazu, dass unter anderem Weinanbau bis nach Schleswig hinauf möglich wurde und die Ernten üppiger ausfielen.

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Forgotten Moments From the History of Vaccines – Yes, History Matters

15-06-21 08:46:00, Forgotten Moments From the History of Vaccines – Yes, History MattersJune 9, 2021http://www.wakingtimes.com/

Jon Rappoport, Guest
Waking Times

Scientific propaganda about vaccines has reached dizzying heights, as officials point the uninformed public toward the Day of Liberation, when a COVID shot, otherwise known as God, will rescue Earth.

Here, from a chapter in my 1988 book, AIDS INC., is an excerpt exposing some of the infamous moments in vaccination history—hidden by the press, or simply forgotten.

For those denialists who cling to the notion that vaccines are remarkably safe and effective, this article is a pill you can swallow, bitter to be sure, but immunizing against the effects of bald lies from the bent medical establishment.

Understand: this is only a partial history of disasters and revelations, and it stops at 1988.

“The combined death rate from scarlet fever, diphtheria, whooping cough and measles among children up to fifteen shows that nearly 90 percent of the total decline in mortality between 1860 and 1965 had occurred before the introduction of antibiotics and widespread immunization. In part, this recession may be attributed to improved housing and to a decrease in the virulence of micro-organisms, but by far the most important factor was a higher host-resistance due to better nutrition.” Ivan Illich, Medical Nemesis, Bantam Books, 1977

“In a recent British outbreak of whooping cough, for example, even fully immunized children contracted the disease in fairly large numbers; and the rates of serious complications and death were reduced only slightly. In another recent outbreak of pertussis, 46 of the 85 fully immunized children studied eventually contracted the disease.”

“In 1977, 34 new cases of measles were reported on the campus of UCLA, in a population that was supposedly 91% immune, according to careful serological testing. Another 20 cases of measles were reported in the Pecos, New Mexico, area within a period of a few months in 1981, and 75% of them had been fully immunized, some of them quite recently. A survey of sixth-graders in a well-immunized urban community revealed that about 15% of this age group are still susceptible to rubella,

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HIStory: Die Deutschen und der Antisemitismus | KenFM.de

14-06-21 06:50:00,

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Der Buchautor und Publizist Hermann Ploppa erläutert in HIStory kurz und sachlich historische Daten und Jahrestage von herausragenden geschichtlichen Ereignissen. Dabei werden in diesem Format Begebenheiten der Gegenwart, die mit einem Blick in die Vergangenheit in ihrer Bedeutung besser einzuordnen sind, künftig alle 14 Tage montags in einen geschichtlichen Kontext gebracht.

Das Thema heute: Die Deutschen und der Antisemitismus

In der heutigen Folge von History befassen wir uns mit der Frage, wie der Antisemitismus in Deutschland Fuß fassen konnte. Wie er zu einem derart dominanten Faktor werden konnte. Ein empfindliches Thema, wir wissen es. Denn die grauenhafteste antisemitische Schandtat in der bisherigen Menschheitsgeschichte vollzog sich auf einem Territorium, das von der deutschen Wehrmacht besetzt gehalten wurde. Die Radikalität, mit der respektierte Mitbürger aus ganz Europa zunächst ihrer Menschenwürde und dann zum bitteren Schluss auch textil entkleidet wurden, ist ohne Beispiel. Die systematische und sadistische industriell geprägte Auslöschung von Menschenleben in den Vernichtungslagern von Auschwitz, Sobibor oder Belzec ist mit dem menschlichen Geist nur noch schwer zu fassen.

Die Frage, wie es dazu kommen konnte, muss immer in dezenter und respektvoller Weise gegenüber den Opfern geschehen. Die Frage ist also: welches könnte der Humus sein, auf dem solche Dinge wachsen können? Die älteste Bruchstelle für antijüdische Ressentiments gründet bereits im biblischen Übergang vom Alten zum Neuen Testament. Die friedfertige und andererseits sozialrevolutionäre Weltanschauung des Lehrers und Geistheilers Jesus von Nazareth wurde in den biblischen Schriften, überliefert Jahrzehnte nach dem Kreuzigungstod von gewieften Strategen wie dem Apostel Paulus, komplett umgedreht. Besonders die Offenbarung des Johannes und andere kanonische Bibeltexte strotzen vor Hass und Rachedurst. Ein Hass, der die nachvollziehbare Antwort auf den unvorstellbar grausamen Imperialismus des Römischen Reiches darstellte. Das Neue Testament enthält dabei allerdings auch jede Menge Hass-Botschaften gegen die Juden, die als „Christusmörder“ gebrandmarkt werden (1).

Und immer wieder ist genau diese Beschuldigung jene Blaupause, aufgrund der die Juden in der Spätantike und im Mittelalter immer wieder gebrandschatzt, ermordet oder vertrieben wurden. Da rief zum Beispiel Papst Urban der Zweite im Jahre 1095 zum Kreuzzug der Christen nach Jerusalem auf. Die dort lebenden Muslime und Juden sollten verjagt werden.

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HIStory: Der rätselhafte Tod des Präsidenten Harding (Podcast) | KenFM.de

10-05-21 05:34:00,

Der Buchautor und Publizist Hermann Ploppa erläutert in HIStory kurz und sachlich historische Daten und Jahrestage von herausragenden geschichtlichen Ereignissen. Dabei werden in diesem Format Begebenheiten der Gegenwart, die mit einem Blick in die Vergangenheit in ihrer Bedeutung besser einzuordnen sind, künftig alle 14 Tage montags in einen geschichtlichen Kontext gebracht.

Das Thema heute: Der plötzliche und rätselhafte Tod des vergessenen Präsidenten Warren Gamaliel Harding.

Sicher haben Sie noch nie etwas vom 29. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gehört. Sein Name: Warren Gamaliel Harding.

Er löste Woodrow Wilson im Präsidentenamt ab. Sein Nachfolger war der ebenso farblose wie ebenfalls komplett vergessene Calvin Coolidge. Die Geschichte des Präsidenten Harding ist allerdings ebenso spannend wie aufschlussreich. Wir verstehen dann die Geschichte des Erdöls und der Sowjetunion um einiges besser. Gehen wir also mitten hinein:

Das Präsidentenehepaar macht Station in Vancouver. Die Hardings befinden sich auf der  Rückreise von einem Sommerurlaub in Alaska. Beim Mittagessen wird es dem Präsidenten  plötzlich sehr übel. Die Sommerfrischler reisen dennoch weiter nach San Franzisco, wo das Staatsoberhaupt am 2. August 1923 im Alter von 57 Jahren verstirbt.

Die Amerikaner sind traurig und erschüttert. Harding erfreut sich außerordentlicher Beliebtheit. Die Presse ehrt ihn als „größten Bürgerpräsidenten seit Lincoln“, gar als „idealen Amerikaner“. Der rasche Tod in der Blüte seines Lebens erregt Verdacht. Bösartige Zungen in Washington wispern, die First Lady Florence „Flossie“ Harding hätte ihren Gemahl mit einem weißen Pulver im Mittagsmenue meuchlings dahingemordet. Denn Harding sollte nicht nur ein Verhältnis mit einer Dame namens Nan Britton unterhalten haben, sondern es soll auch eine uneheliche Tochter Elizabeth aus dieser Liaison hervorgegangen sein.

Der Präsidentenbiograph Robert Ferrell erteilt diesen Yellow-Press-Geschichten in einem 1998 erschienenen Buch eine klare Absage: bislang unveröffentlichte Dokumente des Harding-Arztes Joel T. Boone belegen, dass sein Patient schon viele Jahre vor dem Ableben unter Bluthochdruck und Herzschwäche litt. Zudem absolvierte Harding mit 24 Jahren nach Nervenzusammenbrüchen einen mehrmonatigen Sanatoriumsaufenthalt.

Konstitutionelle Anfälligkeit und eine geringe Stresstoleranz waren nicht die einzigen Ursachen seines Herzinfarkts. Es stellte sich bald heraus, dass Harding einer Regierungsmannschaft vorstand, die in puncto hemmungsloser Selbstbereicherung und Verantwortungslosigkeit gegenüber öffentlichem Eigentum bislang ohne Beispiel gewesen ist. Harding sank schnell im allgemeinen Ansehen herab zu einem inkompetenten,

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