HIStory: Geheimverträge | KenFM.de

27-04-21 09:01:00,

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Der Buchautor und Publizist Hermann Ploppa erläutert in HIStory kurz und sachlich historische Daten und Jahrestage von herausragenden geschichtlichen Ereignissen. Dabei werden in diesem Format Begebenheiten der Gegenwart, die mit einem Blick in die Vergangenheit in ihrer Bedeutung besser einzuordnen sind, künftig alle 14 Tage montags in einen geschichtlichen Kontext gebracht.

Das Thema heute: Geheimverträge

Heute geht es in History um die so genannten Geheimverträge, die im Ersten Weltkrieg abgeschlossen wurden.

Buchstäblich über Nacht hatten die Bolschewiki im frühen Winter 1917 die Macht erobert. Der Sturm auf das Petrograder Winterpalais ging so rasch vor sich, dass die entmachteten Mitglieder der Kerenski-Regierung viele wichtige, nicht für das gemeine Volk bestimmte Dokumente zurücklassen mussten. Unter diesen Dokumenten finden sich eine ganze Anzahl von Geheimverträgen, Abmachungen und Korrespondenzen, deren Veröffentlichung für die Regierungen Großbritanniens, Frankreichs, Japans, Rumäniens, Italiens und für die früheren russischen Regierungen außerordentlich peinlich war (Die Texte der Geheimverträge sind in englischer Sprache sind nachlesbar (1))

Trotzki veranlasst die Veröffentlichung der kitzligen Dokumente in der parteieigenen Zeitung Iswestija, was sich aufgrund der Fülle des Materials über viele Monate erstreckt. Kopien überreicht Trotzki an die internationale Presse und an die Arbeiterparteien der kriegführenden Länder. Auch wenn sich die Übersetzung und Veröffentlichung im westlichen Ausland über Jahre hinzieht, werden die Inhalte der Verträge und Abmachungen per Mundpropaganda in Windeseile in den Rüstungsfabriken und in den matschigen Schützengräben aller Seiten verbreitet.

Die „Kriegsbegeisterung“ erreicht in jenen Monaten einen neuen Tiefpunkt bei Fußsoldaten und Rüstungsarbeitern aller Seiten. Die Veröffentlichung der Geheimverträge haut den letzten Knoten weg. Die Leute draußen im Lande fühlen sich betrogen. Die Regierungen der Entente-Staaten Großbritannien, Frankreich sowie des zaristischen Russland erklärten zuvor immer wieder feierlich, die Achsenmächte Deutschland, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich hätten einen heimtückischen, lange vorher geplanten Angriffskrieg gegen sie angefangen. Die Entente-Staaten, so hieß es, setzten sich lediglich gegen diese gemeine Attacke zur Wehr. Wenn der Angreifer unschädlich gemacht sei, würde man den Krieg sofort beenden.

Nun zeigen jedoch die aufgefundenen Geheimverträge, Abmachungen und Briefwechsel ein deutlich anderes Bild. Munter werden Territorien und Bodenschätze der Achsenmächte als Kriegsbeute verschachert. Staaten, die gar nichts mit dem Kriegsgeschehen zu tun haben,

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HIStory: Haben die Deutschen schon immer eine „Untertanenmentalität“ gehabt? | KenFM.de

12-04-21 07:16:00,

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Der Buchautor und Publizist Hermann Ploppa erläutert in HIStory kurz und sachlich historische Daten und Jahrestage von herausragenden geschichtlichen Ereignissen. Dabei werden in diesem Format Begebenheiten der Gegenwart, die mit einem Blick in die Vergangenheit in ihrer Bedeutung besser einzuordnen sind, künftig alle 14 Tage montags in einen geschichtlichen Kontext gebracht.

Das Thema heute: Haben die Deutschen schon immer eine „Untertanen-Mentalität“ gehabt?

Wenn man sich so umschaut in diesen bizarren Corona-Zeiten, dann kann man schier verzweifeln. Viele unserer Mitmenschen kleben an den Lippen unserer geliebten Kanzlerin und setzen gewissenhaft jede noch so irrwitzige Vorschrift unserer Obrigkeit bis in kleinste Detail um.

Und das, ohne auch nur eine Sekunde nach der Sinnhaftigkeit der aktuellen Verordnungen zu fragen. Oder auch nur eine Sekunde unter der Demütigung durch sinnlose Mund- und Nasenmasken zu leiden. Ist „den Deutschen“ die Untertanenmentalität zur DNA geworden?

Da ist die Zeit gekommen, in der schon wieder einige Leute darüber spekulieren, dass „die Deutschen“ schon immer eine unterwürfige Mentalität gehabt hätten. Die sie dann anfällig machen würde für totalitäre Ideologien.

Ich denke, das entspricht nicht den Tatsachen. Wären die Deutschen schon immer ein Volk von begeisterten Untertanen gewesen, dann hätten die Nazis im Jahre 1933 nicht ein Millionenheer von SA, SS und Gestapo unterhalten müssen, um die Deutschen zu unterwerfen.

Und im deutschen Kaiserreich? In den Jahren zwischen 1871 und 1918? Wie war das in jenen fernen Zeiten? Auch hier gibt es jede Menge Literaten und Historiker, die uns erzählen, Kaiser Wilhelms Reich sei eine Art von hochmotiviertem Exerzierhof gewesen.

Stimmt das? Dieser Frage gehen wir in unserer heutigen Sendung History nach.

Da ist zum Beispiel der amerikanische Publizist William Shirer. Shirer war in der Hitlerzeit in Berlin als Korrespondent amerikanischer Zeitungen unterwegs. Nach seiner aktiven Zeit hatte er in den 1960er Jahren das Buch „Aufstieg und Fall des Dritten Reiches“ geschrieben. In diesem Buch prägte Shirer viele Stereotypen, die bis heute das Bild „der Deutschen“ ausmachen.

Das wilhelminische Kaiserreich sei „in Wirklichkeit eine Militärautokratie“ gewesen.

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HIStory: Wettermanipulation? Geoengineering? Gibt es schon lange | KenFM.de

29-03-21 03:18:00,

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Der Buchautor und Publizist Hermann Ploppa erläutert in HIStory kurz und sachlich historische Daten und Jahrestage von herausragenden geschichtlichen Ereignissen. Dabei werden in diesem Format Begebenheiten der Gegenwart, die mit einem Blick in die Vergangenheit in ihrer Bedeutung besser einzuordnen sind, künftig alle 14 Tage montags in einen geschichtlichen Kontext gebracht.

Das Thema heute: Wettermanipulation? Geoengineering? Gibt es schon lange.

In der heutigen Folge von History wollen wir uns mit der Geschichte der Wettermanipulation beschäftigen. Sie haben richtig gehört: Schon seit vielen Jahrzehnten wird unser Wetter auf Veranlassung von Politikern, Militärs, Landwirten und cleveren Geschäftsleuten auf technischem und chemischem Wege massiv beeinflusst.

Schauen wir aber zuerst nach China.

Die Sommerolympiade 2008 in Peking begann am 8.8.2008 um acht Uhr abends. Die magische Zahl 8 verheißt den Chinesen Wohlstand und Zuversicht. Die vierstündige Eröffnungsfeier ließ an Wohlstand und Zuversicht nichts zu wünschen übrig. 91.000 Zuschauer sahen 14.000 Akteuren zu. Astronauten und niedliche kleine Mädchen flogen elegant durch die Arena. China ist wieder wer: Heerscharen zeigten, was kluge Chinesen alles erfunden haben: das Papier, die Raketen, und, nicht zu vergessen: das Feuerwerk. Eine besondere Freude für jeden Chinesen, wenn es in der Luft ordentlich böllert und blitzt. Die Pyrotechniker in Peking haben unvergessliche Feuerwerksformationen gezaubert.

Man stelle sich einmal vor, es hätte in Strömen geregnet, und statt feurigen Strahlenzaubers hätte nur der Schwefel vor sich hin gekokelt. Wenn hunderte von Millionen Dollar Produktionskosten im himmlischen Wasserschwall verdampft wären.

Doch keine Sorge! Die Planer des chinesischen Mega-Sport-Ereignisses überließen nichts dem Zufall. Auch das launische Wetter hatte sich den chinesischen Technokraten zu fügen. Um dem Schietwetter die rote Karte zu zeigen, haben die Chinesen schon vor längerer Zeit eigene regionale Wetterbehörden eingerichtet. Man begnügt sich nicht mit möglichst akkuraten Wettervorhersagen. Allein im Bezirk Peking sollen laut Wikipedia 35.000 Beamte damit beauftragt sein, Regen auf Wunsch an einem bestimmten Ort zu einer genau bestimmten Zeit fallen zu lassen.

Die Chinesen können zwar aus strahlend blauem Himmel keine tobenden grauen Regenwolken zaubern. Aber sie können eine dunkle Regenfront, die auf Peking zusteuert, bereits vor der ehrwürdigen Hauptstadt zum Abregnen bringen.

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The History of the Pharma Cartel

21-03-21 06:40:00, 1911, May 15

The Supreme Court of the U.S. finds John Rockefeller and his Trust guilty of corruption, illegal business practices and racketeering. As a result of this decision, the entire Rockefeller Standard Oil-Trust, the world’s largest corporation of its time, was sentenced to be dismantled. But Rockefeller was already above the Supreme Court and did not care about this decision.

1913

In order to disperse public and political pressure on him and other robber-barons, Rockefeller uses a trick called “philanthropy”, whereby the illegal gains from his robber-practices in the oil business are used to launch the Rockefeller Foundation. This tax haven was used to strategically take over the health care sector in the U.S..

The Rockefeller Foundation was the front organization for a new global business venture of Rockefeller and his accomplices. This new venture was called the pharmaceutical investment business. Donations from the Rockefeller Foundation went only to medical schools and hospitals. These institutions had become missionaries of a new breed of companies: the manufacturers of patented, synthetic drugs.

This was also the time when the first vitamins were discovered. It soon became clear however that these natural molecules had live-saving health benefits and that they were able to prevent many chronic health conditions. The first books appeared with research, subsequently abandoned, about the health benefits of vitamins. These newly discovered molecules had only one disadvantage: they were non-patentable.

Thus, in its first years of existence, the pharmaceutical investment business already faced a mortal threat: vitamins and other micronutrients promoted as public health programs would prohibit the development of any sizable investment business based on patented drugs. The elimination of this unwanted competition from natural micronutrients therefore became a question of life and death for the pharmaceutical business.

1918

The Rockefeller Foundation uses the Spanish flu epidemic – and the media (that it already controlled by this time) – to start a witch-hunt on all forms of medicine that were not covered by its patents.

Within the next 15 years, all medical schools in the U.S., most hospitals and the American Medical Association all essentially became pawns on the chessboard of Rockefeller’s strategy to subjugate the entire health care sector under the monopoly of his pharmaceutical investment business.

Disguised as a “Mother Theresa”, the Rockefeller Foundation was also used to conquer foreign countries and entire continents for the pharmaceutical investment business – just as Rockefeller himself had done a few decades previously with his petrochemical investment business.

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HIStory: Bismarck oder Wilhelm II. – Wer hat Schuld am Niedergang Deutschlands? | KenFM.de

15-03-21 09:32:00,

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Der Buchautor und Publizist Hermann Ploppa erläutert in HIStory kurz und sachlich historische Daten und Jahrestage von herausragenden geschichtlichen Ereignissen. Dabei werden in diesem Format Begebenheiten der Gegenwart, die mit einem Blick in die Vergangenheit in ihrer Bedeutung besser einzuordnen sind, künftig alle 14 Tage montags in einen geschichtlichen Kontext gebracht.

Das Thema heute: Bismarck oder Wilhelm II. – Wer hat Schuld am Niedergang Deutschlands?

Jeder sieht vor seinem geistigen Auge jene Karikatur aus der englischen Zeitschrift Punch: Bismarck steigt die Gangway von einem großen Dampfer herunter, um auf ein kleines Lotsenschiff umzusteigen. Oben steht der jugendliche Kaiser Wilhelm und schaut ihm versonnen nach. Deutsche Titelübersetzung „Der Lotse geht von Bord“. Englischer Originaltitel: „Dropping the Pilot“. Also etwa: „Man entledigt sich des Steuermanns“.

Tatsächlich nahmen dem jungen Kaiser einflussreiche Kreise in England, Frankreich oder den USA jene Entlassung des „Eisernen Kanzlers“ sehr übel. Was immer Wilhelm II. tat: er hatte in jenen Ländern nach diesem Vorfall fast immer eine außerordentlich schlechte Presse. Und die Bewunderung und Liebe für den Kanzler aus Blut und Eisen ist in den anglo-amerikanischen Eliten bis heute lebendig.

Als zum Beispiel Maggie Thatcher mit brutalen Mitteln die mageren Eckpfeiler der englischen Sozialpartnerschaft einriss, nannte die britische Presse die rüde Kämpferin in treffender Anspielung auf den eisernen Kanzler Bismarck the iron lady – die Eiserne Dame.

Otto von Bismarck hatte seine Karriere und sein Reich vornehmlich durch kriegerische Gewalt zusammengeschustert; durch „Blut und Eisen“, wie er selbst bereits bei seinem Regierungsantritt 1862 knorzig angedroht hatte. 1864 hatte Bismarck zunächst die Dänen mit Hilfe der Österreicher aus Schleswig-Holstein verjagt. Um als nächstes im Jahre 1866 die Österreicher aus dem gemeinsamen deutschen Staatenbund zu verjagen.

Um die süddeutschen Staaten den Österreichern auszuspannen und sie sodann der eigenen protestantisch-norddeutschen Allianz zu unterwerfen, lockte er die Fürsten nicht nur mit genau jenen Geldschätzen, die er den unterworfenen Welfen in Hannover sowie der freien Reichsstadt Frankfurt in mittelalterlicher Raubrittermanier gestohlen hatte. Sondern Bismarck ließ sie auch teilhaben an dem Beutegut aus dem Krieg gegen Frankreich.

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