Tagesdosis 12.6.2019 – Ich will eure Hoffnung nicht! | KenFM.de

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12-06-19 01:03:00,

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Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Papst Franziskus, Alexis Tsipras, Zoran Zaev, Reporter ohne Grenzen, das UNHCR, Jacinda Ardern und Greta Thunberg. Was haben diese Personen miteinander zu tun? Sie alle stehen hoch im Kurs, was den diesjährigen Friedensnobelpreis(1) angeht. Greta Thunberg, die vor gar nicht all zu langer Zeit ein Schildchen malte, die Schule schwänzte und sich gegen den Klimawandel aufstellte, ist heute eine der populärsten Schülerinnen, die die Menschheit je hervorgebracht hat. Sie wird, glaubt man den Buchmachern in England, den Preis bekommen. Greta Thunberg erhielt erst kürzlich die Goldene Kamera und wird im Oktober eine Ehrendoktorwürde(2) in Belgien bekommen. Hunderttausende Schüler streikten den Schulunterricht, weltweit, so schreiben die Medien. Sie verschweigen dabei natürlich, dass nur die Medien der westlichen Hemisphäre darüber berichten.

Zufälle gibts

Erinnern wir uns- trotz des Frames, in dem viele die Klimaheilsgöttin verehren und für ihre eigenen, ganz privaten Ideologien zurechtbiegen- an folgende Realität: Greta Thunberg sitzt mit einem Schild an einer schwedischen Hauswand auf dem Boden. Dort trifft Ingmar Rentzhog sie und macht so ganz nebenbei ein paar Fotos von einer bis dato unbekannten Schulschwänzerin. Diese werden plötzlich überall gedruckt, weil Ingmar Rentzhog nicht nur exzellente Kontakte zu der Denkfabrik global Challenger besitzt, dessen Vorsitzender er zufällig auch ist. Ein paar Tage später bringt Gretas Mutter, Malena Ernman, ein Buch über die Familiengeschichte und ganz besonders über die Klimavisionen ihrer Tochter heraus. Das Buch liest sich wie ein Psychogramm der Familie, in der der Stellvertreterkampf Klimawandel für die Liebesarmut in der Familie steht. Aber egal, alles Spekulationen. Zur gleichen Zeit werden zahlreiche Bilder von Greta Thunberg überall in den Medien gedruckt und gepostet. Spendengelder gehen ein und Greta hält eine furiose Rede im schwedischen Fernsehen. Einen Tag später kommen Fotos ins Internet, die zeigen, dass dort nur ein klitzekleines Grüppchen in einem quasi leeren Raum saß. Dann gehen die Aktien der schwedischen Firmen Ernman Produktion AG und Northern Grace AG durch die Decke. In beiden ist Svante Thunberg, Gretas Vater, Geschäftsführer. Die Kaskade weiterer Zufälle in Greta Thunbergs Umfeld und Schaffen reißen nicht ab.

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Die Farbe der Hoffnung

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15-12-18 05:01:00,

Frankreich brennt! Es brennen die rauchverhangenen Pariser Straßen, die Autos in den Vororten und die Herzen der Franzosen. Die gelben Warnwesten sind überall, nur nicht mehr an dem Ort, der eigentlich für sie vorgesehen ist: die Armaturenbretter französischer PKWs. Hängen die gelben Westen nicht an Brücken, Balkonen oder an Verkehrsschildern, zieren sie die Oberkörper aufgebrachter Franzosen. Franzosen, denen der Kragen geplatzt ist. Nein! Nicht die Wohlhabenden, die auf den Champs-Elysées den Hals nicht voll kriegen, sondern die Mehrheit der arbeitenden, lohnabhängigen Franzosen. Die Franzosen, die durch den Jahre – wenn nicht Jahrzehnte – andauernden Sozialabbau schwer gebeutelt wurden.

Wir haben es hier mit einem sozialen Vulkanausbruch zu tun! In den Aschewolken können Macron und der Rest der französischen Finanzelite die Konturen der Geister sehen, die sie riefen. Doch bevor wir der Frage nachgehen, ob es dieser Vulkanausbruch auch vermag, einen Ascheregen auf die anderen europäischen Ländern niedergehen zu lassen, sollten wir uns Gedanken darüber machen, wer die treibende Kraft hinter den gelben Westen sein könnte.

Spekulationen, so wild wie die Bewegung selber, machten in den Medien die Runde: Wer könnte dahinterstecken? Manche Medien vermuten wieder den bösen Putin als Drahtzieher. Und als wenn das nicht schon absurd genug wäre, verdächtige so mancher Spekulant gar die Rapper Jay-Z und Kanye West, diese Bewegung von langer Hand angekündigt zu haben.

Zu Ersterem: Es ist anzunehmen, dass mittlerweile in den Pausenräumen aller großen Medienkonzerne kein Marmeladenbrot mehr mit der bestrichenen Seite zu Boden gehen kann, ohne dass man – statt der Schwerkraft oder der eigenen Schusseligkeit – den allmächtigen Putin dafür verantwortlich macht. Egal, was im Westen nicht nach Plan verläuft, als Schuldigen hat man ganz schnell Russland mitsamt seiner Staatsmedien sowie die angeblich hundert Mann starke „Trollfabrik“ ausgemacht.

Ist ja auch völlig plausibel! Welcher Franzose kommt schließlich nicht auf die Idee, sich bei Minustemperaturen eine gelbe Weste überzuziehen, um lautstark und mit vollem Körpereinsatz auf den Straßen Frankreichs Luft abzulassen, weil er auf Twitter von einem russischen Tweet vereinnahmt wurde?

Die zweite These, dass die Rapper Kanye West und Jay-Z im Rahmen einer okkulten Ankündigung diese Ereignisse im Jahre 2012 mit ihrem Musikvideo „No Church in the wild“ vorhersagten, ist zweifelsfrei abenteuerlich, um nicht zu sagen haarsträubend. Doch zumindest einen interessanten Denkansatz birgt dieser Gedankengang.

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Neue Hoffnung und alte Muster

Neue Hoffnung und alte Muster

27-07-18 10:02:00,

Dichter Regen prasselt in der bayerischen „Gotham City“ auf bunte Regenschirme und -kleidung hernieder, mit denen abertausende Menschen aus München und außerhalb das Kapitol Bayerns fluten. Die Aversion der Menschen gegenüber der CSU konnte auch der Regenschauer des düsteren Sommertages nicht aufhalten. Zu viel ist in den vergangenen Monaten geschehen.

Das zu Recht skandalumwitterte Polizeiaufgabengesetz PAG wurde trotz des fast genauso großen Protests mit über 40.000 Teilnehmern von der Sturkopf-Regierung Söders, Hermanns und Seehofers ratifiziert. Im Vorfeld wurde das Bündnis gegen das PAG von Antideutschen und Grünen – angeführt von Münchens prominentestem Grünen-Agitator Dominik Krause – gekapert und „bösartige“ Organisationen wie der Rubikon aus dem Bündnis geworfen. Auch das Psychisch-Kranken-Hilfegesetz (PsychKHG), nach dem psychisch Erkrankte wie potenzielle Verbrecher behandelt werden sollten, wurde nun in abgeschwächter Form und mit Unterstützung der „Wer hat uns verraten? Dreimal dürft ihr raten“-Partei durch den Landtag gewunken. Man kann sicher sein, dass die entschärften Inhalte im Laufe der nächsten Jahre durch die Hintertür und in voller Abscheulichkeit das Licht der Gesetzestexte erblicken werden.

69 ist eine Zahl, die in Bayern eine bedeutsame Rolle eingenommen hat. Sie ist die Stellung, in der sich in diesem Bundesland die Bürger- und Freiheitsrechte befinden. 69 ist auch das Alter des Heimat-Horsts, der sich an seinem 69. Geburtstag sichtlich darüber amüsierte, dass genau an jenem Tag, also seinem 69. Geburtstag, genau 69 Menschen abgeschoben wurden.

Bayern hat sich binnen weniger Monate zum Schandfleck der Bundesrepublik entwickelt, dem man allenthalben zugutehalten muss, dass er die wahre Fratze unserer Politik offenlegt und damit unfreiwillig einen aufklärerischen Zweck erfüllt. So verkündete das Bündnis von #ausgehetzt:

„Wir wehren uns gegen die verantwortungslose Politik der Spaltung von Seehofer, Söder, Dobrindt und Co. Wir setzen ein Zeichen gegen den massiven Rechtsruck in der Gesellschaft, den Überwachungsstaat, die Einschränkung unserer Freiheit und Angriffe auf die Menschenrechte.“

Die Demonstration war wie aus dem Bilderbuch! Friedlich, organisiert und so gut besucht, wie in München seit dem Irakkrieg keine Demo mehr besucht wurde. Man musste zwar darauf achten, bei der schrill-bunten Vielfalt der Besucher keine Reizüberflutung zu bekommen, doch wusste der Regen, das Farbenmeer auszubalancieren.

Die Musiker waren geübt darin, die Menge bei Laune zu halten. Die Redner, insbesondere Claus von Wagner und Max Uthoff,

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Das Prinzip Hoffnung

Das Prinzip Hoffnung

21-07-18 01:12:00,

Der Platz, an dem sich die Moderatorin und Friedensaktivistin Julia Szarvasy (32) und der Schriftsteller und Rubikon-Autor Dirk C. Fleck (75) zum Sommergespräch trafen, hätte idyllischer nicht sein können. Die prächtigen Bäume, der plätschernde Fluss, das Vogelgezwitscher bilden einen merkwürdigen Kontrast zum Inhalt des Gesprächs, in dem es darum geht, wie man dem von den Menschen längst eingeleiteten Ökozid, der irgendwann an den Nerv allen Lebens geht, als Mahn-Wesen noch begegnen kann.

Wer den selbstmörderischen Charakter eines giergesteuerten Wirtschaftssystems, dem die Politik weltweit den roten Teppich ausrollt, einmal durchschaut hat, wer die ungeheuerliche Tatsache erkannt hat, dass die Schraube der Vernichtung bis zum Anschlag gedreht wird, für den gibt es kein Zurück mehr – auch wenn den meisten klar ist, dass sie in ihrer Verzweiflung lediglich als Rufer in der Wüste agieren.

Das vorliegende Video ist deshalb so interessant, weil es zwei sehr unterschiedliche Standpunkte offenbart, die wohl dem Altersunterschied der beiden Diskutanten geschuldet sind. Da die Menschen offensichtlich nicht begreifen, dass wir mit dem gigantischen Ressourcenverbrauch, mit der Luft- und Wasserverschmutzung, mit den „Segnungen“ der Gentechnologie, mit der Hypothek des Atommülls, den vom Zaun gebrochenen Kriegen und den von uns verursachten Veränderungen der klimatischen Bedingungen sehr bald auch ein anderes gesellschaftliches Klima in Kauf zu nehmen haben, fühlt sich Julia in ihrer Aufklärungsarbeit eher noch mehr gefordert, während Dirk ganz offen gesteht, dass er nicht mehr die Kraft hat, sich der Walze aus Dummheit und Ignoranz entgegenzustellen.

Er plädiert dafür, sich die Folie eines zu nichts führendem gesellschaftspolitischen Kampfes von der Seele zu reißen, um wieder in Verbindung mit dem Mysterium der Schöpfung zu kommen – dem wahren Leben, wie er es nennt. Ein Mensch, der auf diese Weise zur Ruhe gekommen ist und seinen inneren Frieden zurückgewonnen hat, besitzt aufgrund seiner Aura mehr Überzeugungskraft als jede politische Predigt und ist daher politischer als jeder moralisch noch so hochgerüstete Agitator.

Dirk C. Fleck

Dirk C. Fleck, Jahrgang 1943, studierte an der Deutschen Journalistenschule in München, volontierte beim Spandauer Volksblatt in Berlin, kreierte dort mit dem „Magazin“ die erste Wochenendbeilage einer deutschen Tageszeitung, war Lokalchef der Hamburger Morgenpost, sowie Redakteur bei Tempo, Merian und Die Woche. Er arbeitete als regelmäßiger Kolumnist für Die Welt und die Berliner Morgenpost und war für den Stern,

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Neue Hoffnung bei Krebs

Neue Hoffnung bei Krebs

13-07-18 07:22:00,

Wie gesund eine Gesellschaft ist, lässt sich an den Krankheiten erkennen, die sie entwickelt.

In unserer Gesellschaft gibt es viele: Diabetes, Multiple Sklerose, Autismus, Morbus Crohn, Alzheimer, Parkinson und Krebs sind nur einige wenige der Erkrankungen, die es bis vor 50 Jahren so gut wie nicht gab, oder die, wie Krebs, nur in seltenen Ausnahmefällen auftraten. Diese „Zivilisationskrankheiten“, das sagt ihr Name, sind eine direkte Folge unserer Lebensweise.

Unsere Medizin kann diese Krankheiten in aller Regel nur behandeln, aber nicht heilen. Viele von uns sind ein Leben lang abhängig von Medikamenten und Behandlungen und nähren damit ungewollt einen ganzen Industriezweig.

Es ist im Interesse dieser Industrie, dass Krankheiten so früh wie möglich diagnostiziert werden und dass wir so lange wie möglich krank sind. Denn mit gesunden Menschen lässt sich kein Geld verdienen.

So fordert es die Logik eines Systems, das sich vor allem an Wirtschaftswachstum und Profitmaximierung orientiert. Mit allen Mitteln wird versucht, sich eine möglichst große und möglichst treue Kundschaft zu sichern. Das geht inzwischen so weit, dass Krankheiten erfunden werden, wie etwa das Sissi-Syndrom, Potenzschwächen oder bestimmte Verhaltensstörungen. Wo früher gegen jedes Übel ein Kraut gewachsen war, gibt es heute für jedes Medikament ein passendes Übel.

Auch die Medizin, die nobelste aller Wissenschaften, unterliegt heute vor allem wirtschaftlichen Interessen. Krankenhäuser werden inzwischen wie Wirtschaftsunternehmen geführt und müssen in erster Linie Gewinn abwerfen. Entsprechend aufwändig sind die Leistungen. 100.000 Euro kostet heute eine Krebsbehandlung im Schnitt. Pro Jahr. In den 90er Jahren waren es noch umgerechnet ein paar Tausend Euro.

Wenn wir unsere Körper dennoch weiterhin der industrialisierten und marktwirtschaftlich ausgerichteten Medizin anvertrauen, dann liegt das daran, dass wir entweder keine Alternativen kennen oder glauben, es sei eben nur ein „Zuviel des Guten“ und würde uns doch letztlich nützen. Doch wer so denkt, der vergisst, dass jedes Medikament und jeder Eingriff dem Körper auch Schaden zufügen.

Die Kosten für ein inzwischen hoffnungslos überteuertes Gesundheitswesen trägt die Allgemeinheit. Von diesem Missstand fühlt sich der Einzelne wenig betroffen, denn die kostspieligen Behandlungen müssen wir zumeist nicht aus der eigenen Tasche bezahlen. Und da man einem vermeintlich geschenkten Gaul eben nicht ins Maul guckt, wird davon ausgegangen, dass alles schon seine Richtigkeit hat.

Nur wenige stellen sich die Frage, ob in einem Gesamtsystem,

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