Hunderte Delfine an Frankreichs Küste tot angespült – Viele mit Fangspuren

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26-02-20 10:00:00,

Panorama

09:58 26.02.2020(aktualisiert 11:15 26.02.2020)

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Hunderte verendete Delfine sind seit Jahresbeginn an Frankreichs Atlantikküste angespült worden. Da viele der Kadaver Spuren von Fanggeräten aufweisen, machen Tierschützer Netze von Fischern für den Tod der Delfine verantwortlich und verweisen darauf, dass die Mehrheit der im Meer getöteten Tiere gar nicht an Land gespült wird.

Die Beobachtungsstelle Pelagis zählte bis zum vergangenen Wochenende rund 670 tote Tiere an den französischen Atlantik-Stränden. Das seien mehr als im gleichen Zeitraum im Vorjahr, hieß es.

Bereits im vergangenen Winter hatte die Zahl der angespülten verendeten Delfine Rekordwerte erreicht und für Bestürzung gesorgt. Am stärksten betroffen seien in diesem Jahr die Küsten des Golfs von Biskaya – insbesondere die Departements Vendée und Bretagne, so der Wissenschaftler Matthieu Authier von der Universität La Rochelle, der auch für Pelagis tätig ist.

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AP Photo / NOAA Fisheries / Vancouver Aquarium

An vielen der Tiere seien Spuren von Fanggeräten sichtbar, sie seien höchstwahrscheinlich Beifang von Fischern gewesen, so Pelagis. Die Wissenschaftler geben zu bedenken, dass ein Großteil der getöteten Tiere gar nicht an Land gespült wird, sondern auf den Meeresgrund sinkt – die Zahl der toten Delfine also noch weitaus größer sein dürfte.

Fischer-Netze schuld?

Schätzungen zufolge sind im Jahr 2019 mehr als 11.000 Delfine vor Frankreichs Küsten gestorben. Wissenschaftler und Tierschutzverbände machen zu engmaschige Netze von Fischern für den Tod der Delfine verantwortlich.

Die Tierschützer der Organisation Sea Shepherd werfen den Fischereiverbänden eine „skandalöse Haltung“ vor, die den gesamten Berufsstand beflecke, wie es etwa in einer Mitteilung heißt.

Gegenkritik der Fischer

Der Präsident des Fischereiausschusses der Bretagne kritisiert hingegen die Tierschützer. Diese würden nachts stundenlang die Fischer bei der Arbeit filmen, sagte Olivier le Nezet jüngst dem Sender France Bleu. Das sei „Schikane“.

Frankreichs Regierung hatte zuletzt einen Plan zum Schutz der Delfine verabschiedet. Seit 2020 sind sogenannte Pinger während der Hauptsaison im Winter für bestimmte Fischdampfer Pflicht.

Diese kleinen Geräte geben akustische Signale ab und sollen Delfine von den Netzen vertreiben. Frankreich verhandelt mit Brüssel, um sicherzustellen, dass die Maßnahme für alle Schiffe gilt,

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Hunderte Journalisten aus der ganzen Welt unterzeichnen offenen Brief für Assanges Freilassung

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11-12-19 09:26:00,

Von
Oscar Grenfell

10. Dezember 2019

Hunderte von Journalisten und Medienbeschäftigte aus der ganzen Welt haben einen leidenschaftlichen offenen Brief unterzeichnet, in dem die bedingungslose Freilassung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange gefordert wird sowie das sofortige „Ende der juristischen Kampagne gegen ihn wegen des Verbrechens, Kriegsverbrechen aufgedeckt zu haben“.

Zu den bisher 509 Unterzeichnern gehören der WikiLeaks-Chefredakteur Kristinn Hrafnsson, der weltweit renommierte investigative Journalist John Pilger und der Whistleblower Daniel Ellsberg, der mit den Pentagon Papers die Kriminalität des Vietnamkriegs in ihrem ganzen Umfang enthüllt hat.

Der Chefredakteur der internationalen Redaktion der World Socialist Web Site, David North, und andere führende Reporter der WSWS haben den Brief im Namen der WSWS unterzeichnet.

Der eindringliche Appell verdeutlicht den verbrecherischen und gesetzlosen Charakter von Assanges Inhaftierung im britischen Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh. Er macht deutlich, dass der Versuch der US-Regierung von Präsident Donald Trump, ihn in 17 Fällen wegen Spionage anzuklagen und lebenslang einzusperren, von integren Journalisten als Frontalangriff auf die Pressefreiheit und als schwere Bedrohung ihrer eigenen Rechte angesehen wird.

WikiLeaks-Gründer Julian Assange grüßt seine Anhänger von einem Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London [Quelle: AP Photo/Frank Augstein, File)

Vor den Journalisten hatten letzten Monat bereits mehr als 65 angesehene Ärzte einen Brief an die britische Innenministerin verfasst, indem sie die Verweigerung angemessener medizinischer Behandlung für Assange verurteilten und warnten, er könne im Gefängnis sterben. Parallel dazu gab es eine Erklärung internationaler Anwälte, die die Rechtswidrigkeit der Verfolgung von Assange durch die USA dokumentiert haben und seine sofortige Freilassung fordern.

Diese Initiativen zeigen, dass außerhalb der exklusiven Kreise aus Regierungen, Geheimdiensten und Medienkonzernen, die seit neun Jahren die Kampagne gegen Assange anführen, die internationale öffentliche Meinung auf der Seite des WikiLeaks-Gründers und gegen seine Verfolger steht.

In dem Brief der Journalisten heißt es: „Im Mittelpunkt des Falls steht das Prinzip der freien Meinungsäußerung. Wenn die US-Regierung Assange anklagen kann, weil er geheime Dokumente veröffentlicht hat, könnten andere Regierungen das als Präzedenzfall benutzen, um Journalisten überall zu verfolgen. Es wäre ein alarmierender Präzedenzfall für die weltweite Pressefreiheit.“

Der Brief erklärt ganz offen: „In einer Demokratie können Journalisten Kriegsverbrechen und Fälle von Folter und Missbrauch enthüllen, ohne dafür ins Gefängnis zu kommen. Genau das ist die Aufgabe der Presse in einer Demokratie.“

Er geht auf die wiederholten Befunde der UN-Arbeitsgruppe gegen willkürliche Inhaftierungen ein,

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BAG: Hunderte Millionen für Cholesterinsenker verschleudert

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26-02-19 11:13:00,

Jahrelange Werbung für den teuren Cholesterinsenker Ezetrol in den USA
© cc

Jahrelange Werbung für den teuren Cholesterinsenker Ezetrol in den USA

Urs P. Gasche / 26. Feb 2019 –

Die ezetimib-haltigen Ezetrol, Atozet und andern Ezetimib-Generika haben keinen Zusatznutzen – ausser Milliarden für Pharmafirmen.

«Millionen für Flop-Arzneien» titelte der Beobachter schon vor acht Jahren; fünf Jahre später berichtete Infosperber «Die teuren Cholesterin-Senker Ezetrol und Inegy bescherten dem Pharmakonzern MSD Milliarden, ohne einen Todesfall zu verhindern.» Ende Januar 2019 titelte «Saldo» «Prämiengelder für nutzlose Cholesterinsenker».

Doch das Bundesamt für Gesundheit BAG verdonnert die Krankenkassen bis heute dazu, ezetimib-haltige Arzneimittel den Pharmafirmen zu vergüten. Seit das Patent abgelaufen ist, beteiligen sich auch die Generika-Hersteller Sandoz (Novartis), Mepha Pharma, Spirig HealthCare und Helvepharm am Geschäft. Die Schweizer Krankenkassen haben schon mehrere hundert Millionen Franken für diesen unzweckmässigen Cholesterinsenker ausgegeben.

Auf grosse Versprechen…

Anders als die Medikamentengruppe der Statine senkt der Wirkstoff Ezetimib den Cholesterinspiegel nicht über die Leber, sondern über den Verdauungstrakt. Es schont deshalb die Leber. Und Ezetimib senkt den Cholesterinspiegel erst noch stärker. Wegen dieser Vorteile hatte das BAG die Ezetimib-Präparate in die Kassenpflicht aufgenommen und einen Verkaufspreis bewilligt, der ursprünglich 2,5-mal so hoch war wie die gängige Behandlung mit Statinen. Die Pharmafirmen Merck und Schering erzielten mit Ezetimib weltweit Jahresumsätze von über sechs Milliarden Franken.

…folgte die Ernüchterung

Auf politischen Druck in den USA hin mussten Merck und Schering im Jahr 2008 ihre eigene Studie «Enhance» veröffentlichen. Die ernüchternden Resultate waren den Firmen laut «New York Times» schon zwei Jahre vorher bekannt: Obwohl Ezetimib-Präparate den Cholesterinwert tatsächlich stärker senken als Statine allein, verhindern sie die Arterienverkalkung nicht.

Diese Ergebnisse seien «schockierend», befand Chefkardiologe Steven E. Nissen von der Herzklinik in Cleveland. Ablagerungen in den Arterien sind für das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen entscheidender als der Cholesterinspiegel.

Herzspezialist Harlan M. Krumholz, Professor an der Yale-Universität, kam zum Schluss: «Mit dem heutigen Wissen ist das Verschreiben von Ezetrol anstelle von Stati­nen ein Arztfehler.» Das unabhängige deut­sche «Arznei-Telegramm» rief dazu auf, «den überteuerten Cholesterinsenker nicht zu verordnen und einzunehmen». Doch das Schweizer Bundesamt für Gesundheit stufte Ezetimib-Präparate weiter als zweckmässig und wirtschaftlich ein.

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Brasilien will hunderte Unternehmen privatisieren

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12-01-19 05:18:00,

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Bundesregierung gibt hunderte Millionen für externe Berater aus

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30-12-18 06:39:00,

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