Ideologie anstatt Problemlösung: Warum Frauenquoten ideologisch-populistischer Unsinn sind | Anti-Spiegel

27-05-20 06:12:00,

Der Spiegel berichtet, dass Deutschland bei Frauenquoten Schlusslicht in Europa ist. Das ist eine gute Gelegenheit, mal wieder anhand der nackten Zahlen zu zeigen, warum Frauenquoten kein Problem lösen, sondern populistische Augenwischerei sind.

Zum Thema Gleichberechtigung und Chancengleichheit halten sich in Deutschland viele unwahre Legenden. Das beginnt schon damit, dass man die Begriffe trennen muss. Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist in Deutschland gegeben. Das Problem ist die Chancengleichheit, denn ein Recht im realen Leben auch umsetzen zu können, ist etwas anderes, als das Recht bloß zu haben. Jeder darf in Deutschland arbeiten und Karriere machen, da sind alle gleichberechtigt. Nur die Chancen sind ungleich verteilt, denn eine alleinerziehende Frau zum Beispiel kann dem Beruf nicht die Energie und Zeit widmen, die man für eine erfolgreiche Karriere nun einmal einsetzen muss.

Daran versucht die Politik etwas zu ändern, indem sie Vätern versucht, Erziehungsurlaub aufzuzwingen, aber gegen die Natur wird die Politik nicht ankommen. Es heißt nicht umsonst „Mutterinstinkt“ oder „für sein Kind kämpfen, wie eine Löwin“, denn dieser Instinkt, für sein Kind da zu sein, ist bei Frauen nun einmal evolutionär stärker ausgeprägt, als bei Männern. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber gegen unsere angeborenen Instinkte ist die Politik machtlos, was die Gender-Ideologen allerdings gerne bestreiten. (Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass Gender in Deutschland bereits als „Wissenschaft“ bezeichnet wird)

These: Quoten sind gegen die Natur machtlos

Nehmen wir einmal für den Moment an, dass meine These stimmt. Dass sie stimmt, sehen wir schon daran, dass es eben meistens Frauen sind, die Alleinerziehend sind. Wäre der „Vaterinstinkt“ genauso ausgeprägt, wie der Mutterinstinkt, müsste sich das die Waage halten. Nur relativ wenige Väter klagen darauf, dass die Kinder nach einer Trennung bei ihnen leben, meistens gilt es als abgemacht, dass die Kinder bei der Frau bleiben, gestritten wird vor Gericht dann meistens „nur noch“ über Unterhalt und Umgangsrechte. Und das ist auf der ganzen Welt so, das hat also nichts mit kultureller Prägung zu tun, der Mutterinstinkt ist uns von der Evolution in den genetischen Code geschrieben worden, da hilft alle Gender-motivierte Political Correctness nichts.

Wenn meine These also stimmt, dann wäre die beste Lösung, um Frauen mehr Chancen auf Karriere und Führungspositionen zu geben, Beruf und Familie besser miteinander vereinbar zu machen. Dazu gäbe es eine Reihe von Möglichkeiten,

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Ideologie der Meritokratie als Herrschaftstechnik

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03-07-19 07:46:00,

Die Eliten nutzen traditionell Techniken der Angsterzeugung, um die Kluft zwischen demokratischer Rhetorik und kapitalistischer Realität zu übertünchen

Eine “gute” Regierung, so war man schon in der Antike überzeugt, könne nur eine Regierung der Wenigen und Tüchtigsten sein. Platon wie Aristoteles sahen daher, wenn auch in unterschiedlicher Weise, die Regierungsform der Demokratie als eine Verfallsform guter Regierungsformen an. Eine Demokratie könne nämlich dazu führen, dass die Mehrzahl der Nichtbesitzenden – also “Untüchtigen” – die Eigentumsordnung in Frage stellt, was für die Minderheit der Besitzenden – also Tüchtigen – von Nachteil sei.

Die meritokratische Ideologie geht jedoch über die Vorstellung hinaus, dass politische Herrschaft den Besten und Geeignetsten zukommen solle. Vielmehr sucht sie für soziale Hierarchien einer Gesellschaft insgesamt eine Rechtfertigung zu liefern. In einer meritokratischen Gesellschaft nimmt jedes Mitglied die von ihm verdiente, gesellschaftliche Position ein. Die Reichen haben ihren Reichtum und ihre soziale Position durch ihre Tüchtigkeit verdient, und aus gleichem Grund sind die Armen zu Recht arm. Die meritokratische Ideologie dient gerade dazu zu verschleiern, dass zwischen beiden ein gesellschaftliches Beziehungsverhältnis besteht. Zu Beginn des 5. Jahrhunderts forderte ein unbekannter römischer Autor:

Man beseitige die Reichen und es gibt keinen Armen mehr! Wenn niemand mehr besitzt, als das was nötig ist, so haben alle das, was nötig ist. Denn wenige Reiche sind die Ursache von vielen Armen.

Aus dem Traktat De Divitiis

Wörtlich bedeutet Meritokratie, dass diejenigen zur Ausübung von Macht legitimiert sind, die sich durch Leistungen ein Verdienst erworben haben. Bereits in dieser Bestimmung wird eine charakteristische Zirkularität erkennbar, denn welches Verdienst könnte größer sein als dasjenige, zur besitzenden und herrschenden Klasse zu gehören?

Auch wenn das Wort “Meritokratie” neueren Ursprungs ist, so reichen die Wurzeln meritokratischer Rechtfertigungsbemühungen sozialer Unterschiede weit in die Zivilisationsgeschichte zurück. Sie fanden bei Platon und Aristoteles einen wirkmächtigen Ausdruck, dessen Echo über alle egalitär-demokratischen Bestrebungen hinweg bis in die Gegenwart nachhallt.1 Meritokratie und Kapitalismus sind dabei eine besonders enge Beziehung eingegangen, weil der Kapitalismus über den Kapitalbesitz ein präzisierbares und quantifizierbares Maß zur Bewertung von Verdienst offeriert.2

Es gehört zur Beschaffenheit des Menschen, dass der sich in einer glücklichen sozialen Situation Befindende nicht einfach glücklich sein will, sondern dazu neigt, sich zu vergewissern, dass er auch ein Recht auf dieses Glück besitzt und somit die Not anderer Menschen als ebenfalls gerechtfertigt betrachten kann.

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Brüssel vs. Italien – wenn die Ideologie die Demokratie entmachtet, hat Europa keine Zukunft – www.NachDenkSeiten.de

Brüssel vs. Italien – wenn die Ideologie die Demokratie entmachtet, hat Europa keine Zukunft – www.NachDenkSeiten.de

24-10-18 12:16:00,

24. Oktober 2018 um 13:02 Uhr | Verantwortlich:

Brüssel vs. Italien – wenn die Ideologie die Demokratie entmachtet, hat Europa keine Zukunft

Veröffentlicht in: Erosion der Demokratie, Europäische Union, Finanzpolitik

Wenn das Budgetrecht wirklich das „Königsrecht“ des Parlaments ist, dann zeigt uns der aktuelle Disput über den italienischen Staatshaushalt, wer in der EU tatsächlich „der König“ ist. Abseits der ökonomischen Fragen scheint die EU-Kommission an Italien ein Exempel statuieren zu wollen – Ihr könnt wählen, wen ihr wollt. Am Ende bestimmen wir ohnehin, wo es lang geht. Ein Signal, das vor allem in der aktuellen Phase des internationalen Rechtsrucks fataler nicht sein könnte. Vor allem, weil die EU-Kommission ihre Macht anscheinend gezielt gegen Regierungen einsetzt, die von sogenannten „Protestparteien“ gebildet werden. Doch so wird man den Protest nicht kleinkriegen – ganz im Gegenteil. Von Jens Berger.

2017 war für Frankreich ein außergewöhnliches Jahr. Erstmals innerhalb eines Jahrzehnts schaffte es die französische Regierung, bei der Neuverschuldung innerhalb der Grenzen des EU-Fiskalpakts zu bleiben und sich „nur“ noch mit 2,7% des Bruttoinlandsprodukts zu verschulden. Das ist wohlgemerkt mehr, als die italienische Regierung in ihrem aktuellen Haushaltsentwurf vorsieht. Italien will sich mit 2,4% gemessen am BIP neu verschulden. Premier Conte begründet die Neuverschuldung damit, dass „Wirtschaftswachstum der beste Weg [sei], aus der Schuldenfalle herauszukommen“ und liegt damit auch goldrichtig. Die NachDenkSeiten hatten schon anlässlich der grotesken Debatte während der italienischen Parlamentswahlen festgestellt, dass Italien kein Schulden-, sondern ein Wachstumsproblem hat und eine Investitionspolitik der beste Ausweg aus Italiens Stagnationskrise ist, die zwangsläufig die Schuldenquote nach oben treibt.

Die EU-Kommission hält jedoch wenig von aktiver Wirtschaftspolitik und verlangt von Italien einen Haushalt mit nicht mehr als 0,8% Neuverschuldung. Wie soll die italienische Regierung eigentlich ihren Wählern diese Diskrepanz erklären? Warum ist Italien nicht erlaubt, was Frankreich, aber auch Portugal und Spanien selbstverständlich erlaubt ist? Und warum lehnt die EU-Kommission überhaupt einen Haushaltsplan ab, der eine Neuverschuldung vorsieht, die eindeutig unter der 3-Prozent-Grenze des EU-Fiskalvertrags liegt?

Die Antwort ist oberflächlich erschreckend simpel. Die neue italienische Regierung ist erst seit dem 1. Juni im Amt und die EU-Kommission will Italien nun auf Basis einer Versprechung sanktionieren,

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“Ideologie, keine Wissenschaft”: Ungarn schließt Studiengang für Gender Studies

“Ideologie, keine Wissenschaft”: Ungarn schließt Studiengang für Gender Studies

13-08-18 03:10:00,

Ideologie, keine Wissenschaft: Ungarn schließt Studiengang für Gender Studies (Symbolbild)

Die Regierung Ungarns hat ein Gesetz eingeführt, das Gender-Studies-Programme an Universitäten verbieten soll. Betroffen sind Studierende der Budapester Eötvös Loránd Universität und der von George Soros finanzierten Privatuni Central European University. Diese zwei Bildungseinrichtungen bieten den Studiengang (noch) auf Hochschulniveau in ungarischer Sprache an.

Ein Sprecher des Minsteriums für menschliche Fähigkeiten betonte, dass auf dem ungarischen Arbeitsmarkt absolut “kein Interesse” für die Alumni des Studienganges bestehe. Außerdem sei dieser “wirtschaftlich irrational” und wurde in den Lehrplan vermutlich nicht dafür aufgenommen worden, “um den Studierenden nützliches Wissen anzueignen, sondern um anderen Interessen zu dienen”. Dem Ministerium zufolge entzieht das Studienfach Gender Studies Ressourcen aus anderen Kursen und beeinträchtigt die wirtschaftliche Stabilität der Universitäten. Die Christdemokraten Ungarns haben das Studienfach bereits früher kritisiert und bezeichneten es als Ideologie und keine Wissenschaft.

Genderstudies bzw. Geschlechterforschung ist eine interdisziplinäre Forschungsrichtung, die nach der Bedeutung des Geschlechts für Politik, Kultur, Gesellschaft und Wissenschaften fragt. Untersucht werden die Konstruktion des Begriffes Geschlecht in verschiedenen Zusammenhängen, seine Bedeutung und seine Auswirkungen auf die Verteilung von politischer Macht und auf die sozialen Strukturen.

Mehr zum Thema – Freimaurer erlauben Mitgliedschaft für Transgender – Frauen weiterhin ausgeschlossen

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