Zum Jahrestag des im westlichen Gedächtnisloch entsorgten Odessa-Massakers | Von Rainer Rupp | KenFM.de

07-05-21 01:59:00,

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Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Interessierte Leser und Hörer konnten am 04. Mai auf KenFM (1) nähere Details über die Tatsache erfahren, dass die Medienanstalt Berlin Brandenburg im Februar dieses Jahres von diesem alternativen Medienportal die Einhaltung der journalistischen Sorgfaltspflicht einforderte.

Der folgende Artikel möchte diese Sorgfaltspflicht in der Berichterstattung der etablierten und öffentlich-rechtlichen Medien am Beispiel des breiten Medienversagens hinsichtlich der Ereignisse im Mai 2014 in Odessa exemplarisch durchleuchten.

Mit Totschweigen wollen unsere Politiker und Medien das Massaker der faschistischen Mörderbanden in der ukrainischen Hafenstadt Odessa am 2. Mai 2014 aus unserem Gedächtnis löschen. Damit soll verhindert werden, dass in der deutschen Öffentlichkeit unangenehme Fragen bezüglich der engen Zusammenarbeit der Bundesregierung und Bundeswehr mit den faschistischen Tätern in ukrainischen Regierungspositionen gestellt werden. Dabei geht man nach der Devise vor, wenn man die Augen fest schließt, kann man keine Nazis sehen. Dabei haben unsere Mainstream-Parteien und Medien hierzulande doch so eine feine Nase entwickelt, wenn es um das Aufspüren von angeblich rechten Umtrieben geht.

Die Gesellschaft in unserem Land mag heute in vielen Aspekten gespalten sein, aber im anti-faschistischen Konsens ist sie weiterhin fest vereint. Als „Faschist“ bezeichnet zu werden, bedeutet in der Regel das gesellschaftliche AUS und auch das Ende der beruflichen Karriere. Folgerichtig ist der Vorwurf „Faschist“ zu einem beliebten und zugleich tödlichen Pfeil im Köcher hinterhältiger Machtpolitiker unseres Landes geworden, die ihn entsprechend inflationär benutzen.

Zugleich wollen diese Politiker mit Hilfe ihrer sogenannten „Qualitätsmedien“ uns glauben machen, dass sie eine besonders feine Nase für rechte Umtriebe und faschistische Tendenzen entwickelt haben. Denn mit dem Faschismus-Vorwurf kann man nicht nur andersdenkende Oppositionelle auf elegante Art und Weise ausschalten, sondern man signalisiert zugleich der Öffentlichkeit, wie aufrecht und standhaft man unsere Demokratie „gegen Rechts“ verteidigt.

Dass das alles eine scheinheilige Lüge ist, haben Sie, liebe Leser und Hörer, längst begriffen, denn sonst wären sie nicht bei KenFM abonniert. Dennoch ist es gut, an dem aktuellen Beispiel des Jahrestags des Odessa Massakers einmal mehr die schäbige Doppelbödigkeit unsere Mainstream-Politiker und Medien zu verdeutlichen.

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22. Jahrestag des Jugoslawienkrieges – Chronologie des Sündenfalls der Nato | Anti-Spiegel

24-03-21 02:00:00,

Die Nato hat 1999 ohne Mandat des UNO-Sicherheitsrates Jugoslawien bombardiert. Dabei wurden massive Umweltschäden verursacht, viele Zivilisten getötet und Teile des Landes mit Uranmunition verseucht, was heute zu erhöhten Krebsraten führt. Die Grünen sind bis heute stolz auf ihre Rolle in dem Krieg.

Da dieser Jahrestag in deutschen Medien keine Rolle spielt, habe ich einen Beitrag der russischen Nachrichtenagentur TASS zu dem Thema übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Vor genau 22 Jahren begannen NATO-Truppen, Jugoslawien im Rahmen der Operation Allied Force zu bombardieren. Die Luftangriffe der Allianz dauerten 78 Tage und trafen nicht nur das Militär, sondern auch die zivile Infrastruktur. Die Operation fand ohne Genehmigung des UN-Sicherheitsrates statt, was eine grobe Verletzung des Völkerrechts und de facto ein Akt der Aggression gegen ein souveränes Land darstellte. Diese Ereignisse forderten das Leben von Hunderten unschuldiger Menschen, markierten den Beginn des Endes der Republik Jugoslawien und verursachten enorme Umweltschäden auf dem Gebiet des heutigen Serbien. Wir erinnern daran, wie sich der Konflikt entwickelt hat und wie er angefangen hat.

Warum die NATO-Truppen die Operation starteten

Der formale Grund war die Weigerung Belgrads, „jugoslawische Truppen aus der autonomen Region Kosovo und Metochien abzuziehen“, wo der Konflikt zwischen der serbischen und der albanischen Bevölkerung eskalierte.

Seit Ende der 1980er Jahre fordern die Kosovo-Albaner mehr Autonomie für die Provinz und gründeten in den 1990er Jahren die Kosovo-Befreiungsarmee (UCK), die einen bewaffneten Unabhängigkeitskampf ausrief. 1998 begannen UCK-Kämpfer, die serbische Polizei anzugreifen. Um die Welle von Terroranschlägen zu stoppen, hat Belgrad zunächst Polizeieinheiten und dann reguläre militärische Einheiten in das Gebiet geschickt. De facto hatte in der Region ein Bürgerkrieg begonnen.

Bald kamen Berichte über ethnische Säuberungen aus dem Kosovo. Am bekanntesten war der Vorfall in dem Dorf Racak, wo die serbische Polizei im Januar 1999 45 albanische Zivilisten hingerichtet haben soll. Später stellte sich heraus, dass das eine Falschmeldung gewesen ist.

Aber dadurch ist die Lage in der Provinz in den Fokus der Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft gerückt. Die Nato-Staaten warfen Belgrad Völkermord vor und drohten mit einer Militäroperation. Die Vereinten Nationen, die EU, die OSZE und die Kontaktgruppe unter Beteiligung Russlands suchten nach einem politischen Ausweg aus der Krise. Die Verhandlungen zwischen Vertretern der serbischen Führung und den Kosovo-Albanern begannen im Februar 1999 im Pariser Vorort Rambouyed.

Am 18.

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Kurz vor MH17-Jahrestag inhaftiert der ukrainische Geheimdienst SBU einen angeblichen GRU-Agenten

09-07-20 03:49:00,

Andrei Nikolayevich soll für den russischen Geheimdienst GRU den Geheimdienst der “Volksrepublik Donezk” aufgebaut und ein Agentennetzwerk geleitet haben.

Der Ukrainer soll im Auftrag des russischen Geheimdienstes “freiberuflich” den Geheimdienst der “Volksrepublik Donezk” aufgebaut und gesteuert haben, der wiederum “direkt” am Abschuss von MH17 beteiligt gewesen sein soll

Der ukrainische Geheimdienst SBU hat den ukrainischen Staatsbürger K. in Kiew festgenommen, der angeblich “freiberuflich” für den russischen Geheimdienstes GRU gearbeitet haben soll. Interessant ist, dass Andrei Nikolayevich K., so soll er heißen, ab 2014 mitgeholfen haben soll, den Geheimdienst der “Volksrepublik Donezk” (DNR) aufzubauen und zu steuern. Dabei soll er auch in Kontakt mit zwei der wegen des MH17-Abschusses in Den Haag Angeklagten gestanden sein.

Für den SBU soll K. für GRU einer der Betreuer der “Volksrepublik Donezk” gewesen sein und insbesondere deren Geheimdienst mit aufgebaut haben. Wie er sich in Kiew erwischen ließ und was er dort machte, teilt der ukrainische Geheimdienst nicht mit, dem wie den Geheimdiensten anderer Ländern kaum Vertrauen entgegengebracht werden kann. So wird daran gezweifelt, ob die Telefonmitschnitte, auf die das JIT die Anklage stützt, authentisch sind. Das Gericht hat nun angeordnet, dies von einem Experten prüfen zu lassen.

Zuletzt hatte ein SBU-Kommando mit Wladimir Zemach2019 einen angeblichen Zeugen für den MH17-Prozess aus der “Volksrepublik” gewaltsam verschleppt, dem für eine entsprechende Aussage Angebote gemacht worden sein sollen. Er kam aber durch einen russisch-ukrainischen Gefangenenaustausch wieder frei, was die niederländische Staatsanwaltschaft allerdings vergeblich verhindern wollte, indem sie ihn schnell zu einem möglichen Mittäter machte.

Eine Großtat des SBU war 2018 die inszenierte Ermordung des Journalisten Arkady Babchenko, angeblich um ein Mordkomplott zu verhindern, Alles in allem eine wilde Geheimdienstgeschichte, bei der nicht nur der Generalstaatsanwalt und der damalige Präsident Poroschenko mitspielte, sondern auch der Rechte Sektor.

Der SBU will einen neuen Zeugen oder Angeklagten für den MH17-Prozess

Jetzt sagt der SBU kurz vor dem Jahrestag des Abschusses von MH17, er sei im Besitz von abgehörten Telefongesprächen, in denen K. über Reibereien zwischen den russischen Geheimdiensten GRU und FSB über die Kontrolle der DNR-Separatistenführer gesprochen habe. Die Telefongespräche stellte der SBU online. Es seien die Namen des FSB-Direktors und etwa der früheren Separatistenführen Alexander Borodai oder Alexander Sachartschenko gefallen.

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Wie Russland den 75. Jahrestag des Kriegsendes feiert

08-05-20 09:47:00,

Der Sieg über Hitler-Deutschland am 9. Mai 1945 ist immer noch einer der wichtigsten russischen Feiertage. Er wird traditionell im Kreis der Familie und in diesem Jahr wegen der Corona-Epidemie auf Wohnungsbalkons und im Fernsehen gefeiert. Von Ulrich Heyden, Moskau.

Wie wird in Russland in Corona-Zeiten der 9. Mai – der Siegestag – gefeiert? Es ist der größte politische Feier- und Gedenktag in Russland. Die traditionelle Militärparade auf dem Roten Platz sagte der russische Präsident Wladimir Putin schon am 16. April wegen der Corona-Epidemie ab. Die Parade soll später stattfinden. Doch am 9. Mai nicht zu feiern, ist für die Russen einfach unmöglich. Und so fand man Auswege.

Am 9. Mai um 10 Uhr morgens – zu der Zeit also, wenn auf dem Roten Platz gewöhnlich die große Siegesparade stattfindet – wird Wladimir Putin – so teilte es sein Sprecher Dmitri Peskow mit – das Grab des Unbekannten Soldaten an der Kreml-Mauer besuchen und dort Blumen niederlegen.

Warum in Russland nicht am 8. Mai gefeiert wird? Weil die Kapitulationsurkunde in Berlin-Karlshorst erst von dem Vertreter des Oberkommandos der Wehrmacht, den Oberkommandierenden der deutschen Teilstreitkräfte und dem sowjetischen Marschall Georgi Schukow unterschrieben wurde, als man in Moskau wegen der Zeitverschiebung schon den 9. Mai schrieb.

Flug-Shows in 47 russischen Städten

Die russischen Streitkräfte werden am 9. Mai – trotz Corona – Präsenz zeigen. Verteidigungsminister Sergej Schojgu kündigte an, dass am 9. Mai 75 Flugzeuge und Hubschrauber über den Roten Platz fliegen werden. Shows der russischen Luftwaffe soll es am 9. Mai in 47 russischen Städten und auf Militärbasen im Ausland geben.

Am 9. Mai abends um 19 Uhr gibt es traditionell eine Schweigeminute, die per Fernsehen übertragen wird. Danach soll es dann auf den Balkons der russischen Wohnhäuser einen großen Flashmob geben. Der 86 Jahre alte, bekannte Schauspieler Wasili Lаnowoi hat seine Mitbürger aufgerufen, am Abend des 9. Mai auf die Wohnungsbalkons zu gehen und das populäre Lied „Tag des Sieges“ zu singen.

Mit der Babuschka zum Grab des Unbekannten Soldaten

Nicht wenige Menschen in Deutschland denken, am 9. Mai in Russland gäbe es nur eine große Militärparade. Doch der Siegestag – wie er in Russland heißt – wurde und wird immer auch in den Familien gefeiert.

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Jahrestag der Volksrepublik China: Die Auslöschung der Geschichte, von Manlio Dinucci

14-10-19 08:49:00,

Die Volksrepublik China ist in keiner Weise eine militärische Bedrohung für den Rest der Welt: Sie versteht sich nicht als Eroberungsmacht, sondern als standhaft. In diesem Sinne müssen die Zeremonien zum 70-jährigen Jubiläum verstanden werden. Sie hat sich politisch und wirtschaftlich von der Aggression erholt, die sie im 19. Jahrhundert erlitten hat, aber ihre Kultur übt heute keine Anziehungskraft auf andere aus.

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Vor siebzig Jahren, am 1. Oktober 1949, verkündete Mao Zedong die Gründung der Volksrepublik China vom Tor des Himmlischen Friedens aus. Das Jubiläum wird heute mit einer Militärparade vor dem historischen Tor in Peking gefeiert. Von Europa bis Japan und die Vereinigten Staaten präsentieren die Mainstream-Medien es als eine Demonstration von Kräften einer bedrohlichen Macht. Praktisch niemand erinnert sich an die dramatischen historischen Ereignisse, die zur Geburt von New China führten.

So verschwand China, reduziert zu einem kolonialen und halbkolonialen Staat, seit Mitte des 19. Jahrhunderts von den europäischen Mächten (Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Belgien, Österreich und Italien), dem zaristischen Russland, Japan und den Vereinigten Staaten unterworfen, ausgebeutet und zerstückelt. So wurde der blutige Staatsstreich, der 1927 von Chiang Kai-shek – später unterstützt von den Anglo-Vereinigten Staaten – durchgeführt wurde, ausradiert, wodurch ein großer Teil der Kommunistischen Partei (entstanden 1921) vernichtet und Hunderttausende von Arbeitern und Bauern getötet wurden. Der “Lange Marsch” der Roten Armee, der 1934 als katastrophaler Rückzug begann und von Mao Zedong in eine der größten politischen und militärischen Errungenschaften der Geschichte verwandelt wurde, wird nicht erwähnt. Wir vergessen den Aggressionskrieg gegen China, der 1937 von Japan ausgelöst wurde: Japanische Truppen besetzen Peking, Shanghai und Nanjing und töten dort mehr als 300.000 Zivilisten, während mehr als zehn Städte mit biologischen Waffen angegriffen werden. Die Geschichte der antijapanischen Vereinigten Front, die die Kommunistische Partei mit den Kuomintang bildet: Die von den Vereinigten Staaten bewaffneten Kuomintang-Truppen bekämpfen einerseits die japanischen Invasoren, andererseits verhängen sie ein Embargo gegen die von der Roten Armee befreiten Gebiete und konzentrieren die japanische Offensive gegen sie; die Kommunistische Partei, die von 40.000 auf 1,2 Millionen Mitglieder anstieg, führt die Volksstreitkräfte von 1937 bis 1945 in einen Krieg, der die japanische Armee zunehmend erschöpft. Es wird nicht verstanden, dass China mit seinem Widerstand, der mehr als 35 Millionen Menschenleben kostete, einen entscheidenden Beitrag zur Niederlage Japans leistet, das im Pazifik von den Vereinigten Staaten und in der Mandschurei von der UdSSR besiegt und 1945,

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