Massiver Kampagnenjournalismus bei der Hamburg-Wahlberichterstattung des ZDF.

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24-02-20 03:31:00,

Wer gestern Abend ab kurz vor 18:00 Uhr die Wahlberichterstattung des ZDF, dann „Heute“ und „Heutejournal“ verfolgt hat, wurde fortwährend mit eindeutigen Absichten der Meinungsindoktrination konfrontiert. Es ging wie immer gegen alles Linke. Gegen die nach Meinung der ZDF-Wahlbeobachterinnen zu linke Bundes-SPD-Führung, für Scholz und für die SPD der Hamburger Art. Das Ganze wurde gewürzt von voreiligen Kommentierungen zum angeblichen Misserfolg der AfD. Albrecht Müller.

Hier zunächst das „Vorl. Ergebnis der Vorabauszählung“, wie es amtlich heißt.

Die genaue Auszählung läuft ab 8:00 Uhr. Danach wird das genaue Ergebnis bekanntgegeben. Dieses hier abgebildete Ergebnis ist also immer noch vorläufig.

Ergebnis vorläufige Auszählung mit Verlusten und Gewinnen:

  • SPD 39 Prozent (- 6,6)
  • CDU 11,2 Prozent (- 4,7)
  • Grüne 24,2 Prozent (+ 11,9)
  • Linke 9,1 Prozent (+ 0,6)
  • FDP 5 Prozent (- 2,4)
  • AfD 5,3 Prozent (- 0,8)

Nun zu den besonderen Leistungen des ZDF am Wahlabend:

  1. Die Hamburger SPD wird durchgehend und ohne Fragezeichen zum Sieger erklärt, obwohl sie nach den Hochrechnungen um die 7 % verloren hatte. Explizit wurde diese Interpretation dann mit dem bekannten Trick erreicht: Das Ergebnis mit früheren Umfragen für die SPD verglichen. Umfragen sahen die SPD wohl mal bei rund 30 %. Verglichen damit sind die 38 %, von denen am frühen Wahlabend die Rede war, in der Tat ein beachtlicher Zuwachs. Tatsächlich beträgt der jetzt vorläufig gemessene Verlust 6,6 Prozentpunkte.
  2. Unentwegt wurde von den ZDF-Größen darauf abgehoben, dass die neue SPD-Bundesparteiführung in Hamburg nicht auftrat und auch nicht eingeladen worden war. Die Absicht war klar: Die als links bezeichneten, obwohl tatsächlich moderaten neuen Vorsitzenden Esken und Walter-Borjans und ihre Empfehlung für die sozialdemokratischere Ausrichtung der SPD sollte offensichtlich diskreditiert werden. Besonders sichtbar wurde das im Gespräch zwischen Frau Schausten und dem vom ZDF angeheuerten Experten, Professor Korte. Da war die Rede davon, es sei am Wahlergebnis sichtbar, dass die SPD gewinnen könne, wenn die „Mitte“ gestärkt werde.

    Empfohlen wurde der Typ „Hamburg-SPD“ einschließlich des früheren Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz.

    ZDF-Chefredakteur Peter Frey wörtlich:

    „Natürlich: In Hamburg ging es heute vor allem um Hamburg, um Umwelt, Verkehr, Wohnen, Bildung. Aber die selbstbewusste Nordmetropole hat auch bundespolitische Signale gesetzt.

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