KenFM-Spotlight: Prof. Christian Kreiß über die Notwendigkeit einer Vermögensabgabe | KenFM.de

28-02-21 08:02:00,

Ausschnitt aus dem Gespräch mit Prof. Christian Kreiß – in voller Länge hier zu sehen: https://kenfm.de/im-gespraech-christian-kreiss/

„Es war die Art zu allen Zeiten, (…) Irrtum statt Wahrheit zu verbreiten.“ (Mephistopheles; aus: Goethes Faust)

Wahrheit, Klarheit und lösungsorientierte Gedankengänge erhalten wir von Professor Christian Kreiß. Er doziert an der Hochschule Aalen und vermittelt nicht etwa die banalen Glaubensgrundsätze des neoliberalen Kapitalismus, wie man es von einem ehemaligen Banker erwarten könnte – Professor Kreiß legt den Fokus auf das große Ganze.

Zum Beispiel erfahren wir, dass „die unsichtbare Hand des Marktes“, wie Adam Smith das so schön formulierte, nicht etwa ein großartiger Geist ist, der alles regelt und soziale Ungleichheit von alleine ausgleicht. Es ist laut Kreiß eher der mephistophelische „Geist, der stets verneint“ und zu allem Unglück auch noch eine Kraft besitzt, die im Gegensatz zu Goethes Zeilen, stets das Gute will, jedoch das Böse schafft.

Auch wenn sich diese Art von kunstvoller Lyrik noch so schön anhört, im Gespräch wird Klartext gesprochen. Die Situation heute: wahrscheinlich stehen wir kurz vor einem großen Crash, wenige multinationale Konzerne entscheiden, was wir essen, trinken oder kaufen können. Viel zu ernst also, um all das ausschließlich in Metaphern zu packen.

Auf diesem 90-minütigen Streifzug durch die Geschichte und die Entwicklungsstufen des Finanzmarktes, kommen wir vorbei am „Erfolgskonzept“ Krieg, landen aber letztendlich bei alternativen Denkweisen und einem spannenden Ausgleichsmechanismus, der Reichen wie Armen gleichermaßen nützt.

Ist die „unsichtbare Hand“ nämlich nicht auffindbar, müssen wir eben selbst Hand anlegen. Ein erster Schritt auf diesem Weg das Buch von Christian Kreiß „Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft“ – völlig antikapitalistisch, nämlich kostenlos.

Hier der Link zur Website „Menschengerechte Wirtschaft“: https://menschengerechtewirtschaft.de/

Klicken. Lesen. Anders machen. Und ab geht es in eine lebenswerte Zukunft für uns alle.

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KenFM-Spotlight: Dr. Daniele Ganser über die Kuba-Krise | KenFM.de

29-01-21 10:21:00,

Ausschnitt aus der POSITIONEN-Sendung 15: „Der Tiefe Staat – Mythos oder Wirklichkeit?“ – in voller Länge hier zu sehen: https://kenfm.de/positionen-15/

Der Tiefe Staat. Eine Begrifflichkeit, die im öffentlichen Diskurs nur selten Verwendung findet. Man könnte fast meinen, dass es sich hierbei bloß um einen Mythos handelt. Die 15. Ausgabe von „Positionen – Politik verstehen“ möchte Licht ins Dunkel des Tiefen Staates bringen und fragt: „Der Tiefe Staat: Mythos oder Wirklichkeit?“.

Ist der Tiefe Staat real? Und wenn ja, wie konnte es ihm gelingen, so lange nicht von den Menschen wahrgenommen zu werden, obwohl sie von seinem Handeln direkt betroffen sind? Die Öffentlichkeit, die Gesellschaft, wir alle?

Uwe Soukup, Patrik Baab, Ullrich Mies und Dr. Daniele Ganser haben sich in ihrer beruflichen Laufbahn eingehend mit staatlichen Strukturen beschäftigt, die außerhalb des Rampenlichts manifest sind. Anhand zahlreicher Beispiele versuchen die Gäste, dem Tiefen Staat seinen Tarnumhang vom Leibe zu reissen.

Sie sind sich einig: Wer das Versteckspiel zwischen offiziellem und „inoffiziellem“ Staat beenden möchte, muss zu allererst für Transparenz sorgen. Dem Zuschauer wird schnell klar, dass der Tiefe Staat weit mehr als eine geheime Untergrundorganisation ist, die im Verborgenen die Fäden zieht. Ganz im Gegenteil: So spielen etwa der Tiefe Staat und repräsentative Demokratie in derselben Mannschaft. Ihre neoliberalen Mitspieler – u.a. die Geheimdienste oder Corporate Media – passen sich gekonnt die Bälle zu und bilden zusammen ein „Erfolgsteam“, neben dem selbst der FC Bayern nur wie ein Kreisliga-Team daher kommt.

Geschickt hat diese Mannschaft des Tiefen Staates, unter dem Einsatz von positiv klingenden Parolen wie „Liberalisierung der Arbeitswelt“ dafür gesorgt, die Lohnabhängigen so sehr mit sich selbst zu beschäftigen, dass den meisten die Zeit und die Kraft fehlt, das falsche Spiel dieser Mannschaft zu durchschauen, obwohl es sich tagtäglich vor ihren Augen abspielt. Es ist – um mit einer Metapher von Daniele Ganser zu sprechen – wie beim Fußball: als ob FC-Bayern-Spieler Thomas Müller in das Trikot von Borussia Dortmund schlüpfen würde, um sich dann in deren Strafraum zu schleichen, Eigentore zu schießen und so der eigenen Mannschaft zum Sieg zu verhelfen.

Doch genau hier liegt auch die Hoffnung versteckt: Denn wir als Zuschauer am Spielfeldrand haben die Chance, dieses Tarnmanöver zu durchschauen,

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KenFM-Spotlight: Rainer Nowotny über Genossenschaften und Ethik in der Wirtschaft | KenFM.de

24-01-21 04:11:00,

Ausschnitt aus dem Gespräch mit Rainer Nowotny – in voller Länge hier zu sehen: https://kenfm.de/die-macher-hanf-uckermark/

Hanf ist eine der ältesten Kulturpflanzen des Menschen überhaupt und wurde über Jahrhunderte ähnlich hoch geschätzt und eingesetzt wie der Hund.

Hanf wächst extrem schnell, fast überall. Er ist robust und kann universell eingesetzt werden. Aus Hanf lässt sich z. B. Kleidung herstellen, er eignet sich als natürlicher Dämmstoff im Hausbau, ihm wurden pharmazeutische Eigenschaften nachgewiesen.

Hanf ist aber eben auch lokal nachwachsenden Energieträger. Er kommt ohne Spezialdünger aus und entlastet so nicht nur die Böden, sondern auch das Bankkonto der Landwirte, anstatt die Bauern in die Schuldenfalle der Agrar-Mafia zu treiben.

Wen wundert es, dass sich Hanf dank seiner Fähigkeiten über die Jahrzehnte auch eine Menge Feinde gemacht hat und später vom Gesetzgeber verboten wurde. Zur Begründung hieß es, es gäbe Hanfsorten, aus denen man Stoffe gewinnen könne, die gegen das Betäubungsmittelgesetz verstießen. Es gibt auch Waffen, die speziell für den Kriegseinsatz produziert werden, dennoch ist Polizisten, Jägern und Personenschützern das Tragen von Pistolen erlaubt.

Wir ahnen es, der Hanf wurde in diversen Industriebranchen als lästiger Universal-Konkurrent empfunden. Man tat alles, um ihn loszuwerden. Doch das Blatt wendet sich. Langsam. Der Hanfanbau und seine Einsatzmöglichkeiten feiern in Deutschland, zumindest in Brandenburg, ein stilles Comeback und das ist schon aus ökologischer Sicht dringend geboten.

KenFM traf im Rahmen seiner Serie „Die Macher“ Rainer Nowotny. Als Vorstand der Hanffaser Uckermark eG steht dieser Mann und sein Team für echten Pioniergeist, der sich ganz der Hanfpflanze verschrieben hat. Natürlich wurden die Fähigkeiten der Pflanze inmitten eines Hanffeldes erörtert und natürlich besuchten wir im Anschluss das Hanfwerk, um uns vor Ort zeigen zu lassen, wie und zu was man diese großartige Kulturpflanze verarbeiten kann. Ein Rausch der Eindrücke.

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KenFM-Spotlight: Julia Szarvasy über Eva Herman und Feminismus | KenFM.de

18-01-21 01:41:00,

Ausschnitt aus dem Gespräch mit Julia Szarvasy – in voller Länge hier zu sehen: https://kenfm.de/julia-szarvasy/

Die DDR war ein Unrechtsstaat. So steht es zumindest in den meisten Schul- und Geschichtsbüchern geschrieben. Verfasst wurden diese zumeist von Menschen, die in Westdeutschland sozialisiert wurden. Denn: Die Gewinner schreiben die Geschichte. Sie sind es, die der Nachwelt vorschreiben, wie man die Vergangenheit zu interpretieren hat, während das Gewinnersystem – der Neoliberalismus – auf seinem Weg des unendlichen Wachstums auch die Zukunft eben dieser Nachwelt schon heute nachhaltig prägt.

Menschen, die zu einem etwas differenzierteren Blick der Geschichte anmahnen, haben es in diesem System nicht leicht. Massive Diffamierungskampagnen sind oftmals nur das geringste Übel, welches sie über sich übergehen lassen müssen. So geschehen auch bei Julia Szarvasy. Als junge Lehramtsstudentin des Fachs Geschichte musste sie feststellen, wie unpopulär sie sich in Fachkreisen machen konnte, sollte sie es wagen, die offizielle Geschichtsschreibung der DDR auch nur ansatzweise in Frage zu stellen. Dabei ging es Szarvasy nie darum, ein besonders farbenfrohes Bild der DDR zu malen. Es war und ist ihr vielmehr ein Anliegen zu zeigen, dass eine einseitig graue Darstellung des Lebens in der DDR ebenso verfehlt ist, wie nostalgische Schönfärberei. Und es geht ihr darum zu zeigen, dass sich in der heutigen BRD – Stichwort: Überwachung und mediale Propaganda – weitaus mehr dunkle, (DDR-)graue Anteile verbergen, als sich die meisten Menschen einzugestehen bereit sind.

Im Interview mit KenFM spricht Szarvasy über ihre persönliche Biographie, über ihren langen Weg der Politisierung in einer ostdeutsch geprägten Familie sowie über ihre Hoffnungen und Sehnsüchte für die Zukunft. Es ist ein Gespräch mit einer mutigen Frau, dies vor allem aber nicht nur für Westdeutsche einen hohen Aufklärungscharakter besitzt.

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KenFM-Spotlight: Manfred Spitzer über die gesundheitlichen Gefahren der Smartphone-Nutzung | KenFM.de

14-01-21 10:13:00,

Ausschnitt aus dem Gespräch mit Manfred Spitzer – in voller Länge hier zu sehen: https://kenfm.de/manfred-spitzer/

Erkennen Sie sich wieder?

Sie sitzen in einem Flieger, der nach gut zwei Stunden zur Landung angesetzt hat und jetzt auf dem Rollfeld Richtung finaler Parkposition schleicht. Noch ist das Betätigen des Mobiltelefons nicht gestattet, aber das hindert Sie nicht daran, jetzt und sofort Ihre Mails zu checken und über soziale Netzwerke der Restwelt klar zu machen, dass Sie wieder online sind.

Sie sind in einem Restaurant verabredet. Ihr Date hat sich verspätetet. Sie stört das nicht, denn die Zeit verbringen Sie online mit ihrem Smartphone. Als Ihre Verabredung endlich erscheint, Sie essen, liegt Ihr Endgerät permanent auf dem Tisch und wird auch permanent von Ihnen bedient.

Wo immer heute Menschen sich im öffentlichen Raum treffen, sind die, die nicht vor Ort sind, wichtiger. Statt das zu tun, weshalb man sich ursprünglich verabredet hatte, eine echte Unterhaltung zu führen, befinden sich sämtliche Mitglieder der Gruppe in Solo-Gesprächen, die sie online führen. Wer kein Mobiltelefon dabei hat oder dessen Akku alle ist, hat in dieser Runde eine völlig isolierte Position.

Digitale Kommunikation ist Fluch und Segen zugleich!

Obwohl das Smartphone gerade mal zehn Jahre auf dem Markt ist, hat es die gesellschaftliche Kommunikation grundlegend verändert. Am massivsten betroffen ist jene Generation, die nie ohne Smartphone leben musste, die rund um die Uhr in Chats festhängt, Selfies postet und das Gefühl hat, 24 Stunden am Tag auf die Community reagieren zu müssen.

Diese Teenager und jungen Erwachsenen sind regelrecht süchtig nach dem digitalen Kick. Die Folgen dieser Sucht sind mit denen von Kokain vergleichbar. In beiden Fällen wird das identische Belohnungszentrum im menschlichen Gehirn aktiviert.

Nebenwirkungen?

Nach dem Bestseller „Digitale Demenz“ hat sich der renommierte Hirnforscher Manfred Spitzer erneut mit dem Thema Online-Sucht auseinandergesetzt. „Cyberkrank – Wie das digitale Leben unsere Gesundheit ruiniert“ ist ein Buch, das nachdenklich macht, denn hier werden die Ergebnisse internationaler Studien ausgewertet. Sie bestätigen, dass das chronische Online-sein-müssen einen verheerenden Einfluss auf das menschliche Gehirn hat.

Dass diese Fakten in unseren Konzern-Medien kaum Thema sind oder bestritten werden, hat mit der Macht der Telekommunikations-Branche zu tun.

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