Die Macht um Acht (15) | KenFM.de

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05-12-18 07:13:00,

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Die Russland-Fanfare

Die Tagesschau und ihr Russlandfeldzug

Als Russland-Fanfare wurde das Instrumental-Signal bezeichnet, das im Zweiten Weltkrieg seit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 die Sondermeldungen des Oberkommandos der Wehrmacht im deutschen Radio einleitete. Mit Bedacht zitiert Uli Gellermann in seinem neuesten Video-Beitrag zur MACHT UM ACHT genau dieses Fanfaren-Signal. Denn folgt man der Berichterstattung der deutschen Medien nach dem jüngsten Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, dann befindet sich der Westen und mit ihm auch Deutschland in einer Vorkriegszeit-Situation. Eine publizistische Lage, in der die Propaganda den Journalismus verdrängt. Und an der Spitze dieser Verdrängung ist mal wieder die „Tagesschau“ zu beobachten.

Schonungslos deckt Gellermann auf, wen die „Tagesschau“ als sogenannte Expertin zum neuen Krim-Konflikt zitiert. Die Redaktion führt ihr Interview mit Sabine Fischer: Sie leitet die Forschungsgruppe Osteuropa und Eurasien in der „Stiftung Wissenschaft und Politik.“ Präsident des Stiftungsrats der SWP ist Nikolaus von Bomhard, bis 2017 Vorsitzender des Vorstands der Munich Re (Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft). Der größte Einzelaktionär der Munich Re ist der US-Finanz-Gigant BlackRock. Einer der stellvertretenden Präsidenten ist der Bundesminister Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramtes. Also muss Gellermann feststellen, dass die Tagesschau sich ihre Ukraine-Russland-Analyse von der Bundesregierung und den ihr nahestehenden Finanzspekulanten machen lässt. Solche „Analysten“ dienen ihren politischen und wirtschaftlichen Interessen und keineswegs dem Bedürfnis der Zuschauer nach sachlicher Information.

Mit einer weiteren Meldung der „Tagesschau“ – zur „Chronik der Krimkrise – Die Wurzel des Schwarzmeer-Konflikts“ – bemerkt Gellermann eine beachtliche Nachrichten-Fälschung der Redaktion durch Weglassen: Unerwähnt bleibt die Ausdehnung der NATO-Grenzen bis kurz vor Moskau. Verschwunden ist der Versuch, die Ukraine auch militärisch in die EU einzugliedern. Als Ersatz für die historische Wahrheit eine Tagesschau-Weisheit: Russland habe die Krim-Halbinsel unter seine Kontrolle gebracht und verleibte sie sich schließlich endgültig ein. Kein Wort dazu, dass die Krim nur in einer Wodka-Laune von Nikita Chruschtschow zur Ukraine verschoben wurde. Kein Satz über die Unterdrückung der russischen Sprache, die immerhin von einer erheblichen Minderheit in der Ukraine gesprochen wurde und wird. Keine Erinnerung an die Wiederbelebung des faschistischen Bandera-Kultes in der alten sowjetischen Teilrepublik.

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NATO-Raketen-Schlussstein | KenFM.de

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05-12-18 01:48:00,

von Willy Wimmer.

Das muss man dem ehemaligen deutschen Bundeskanzler Willy Brandt lassen. In seinem politischen Leben hat er Deutschland zwei Eckpfeiler hinterlassen, an denen Deutschland in Zukunft gemessen werden wird, auch wenn die Verhältnisse immer schwerer werden, sich daran zu erinnern oder gar politische Konsequenzen zu ziehen. „Mehr Demokratie wagen“, so lautete der innenpolitische „Meistersatz“. In einer Zeit, in der die politischen und medialen Blockwarte unterwegs und die rechtsstaatlichen Strukturen Deutschlands unter die groß-und kleinkoalitionäre Abrissbirne geraten sind, fällt es zunehmend schwer, sich zu diesem „Leitstern-Satz“ zu bekennen.

Die Faschisten machen sich mit staatseigener Unterstützung und mit gewaltigen Finanzmitteln wieder breit, um unter dem vorgeblichen Deckmantel des „Anti-Faschismus“ die freiheitlichen Strukturen des Staates einzureißen. Die Globalisten, die in den letzten Jahrzehnten die politische Macht über noch freie Wahlen an sich gerissen haben, werden diese Macht nicht mehr hergeben. Die Art und Weise, wie in Frankfurt die Wahlen zum künftigen Landtag ausgezählt und „geschätzt“ worden sind, macht diesen Weg deutlich. Es fehlt nur noch, die Gedanken aus den letzten zehn Jahren aufzugreifen und amerikanische Wahlautomaten für deutsche Wahlen anzuschaffen. Dann kann man gleich bei bestimmten Agencies vorher anrufen, was bei einer Wahl rauskommen dürfte.

Bei der politischen Entwicklung, die Deutschland nimmt, dürfte der Name „Willy Brandt“ demnächst nur noch geflüstert und in Untergrundkapellen ausgesprochen werden.

Das politische Vermächtnis von Willy Brandt weist aber noch ein anderes und dabei außenpolitisches Leuchtfeuer auf. „Wandel durch Annäherung“ lauteten die verheißungsvollen Überlegungen seit Ende der fünfziger Jahre, vorgedacht im geteilten Berlin, mit der durch den Zweiten Weltkrieg geschaffenen Lage fertig zu werden.

Der Gedanke hatte Erfolg und das aus zwei Gründen. Unbeschadet einer zugrundeliegenden Bewertung der Ausgangslage führte dieses Gedankenkonzept zum Ende des Kalten Krieges und zur Wiedervereinigung Deutschlands, weil durch Helmut Schmidt und Helmut Kohl ihrereseits konsequent Folgeentscheidungen getroffen werden konnte, die im Lichte des gesamten weltpolitischen Entwicklung gesehen werden müssen. Die Umstände, die letztlich zu diesem Ergebnis führten, müssen allerdings auch vor dem Hintergrund der frühzeitigen Überlegungen gesehen werden, die mit dem Namen des damaligen polnischen Außenministers Rapazcki ebenso verbunden sind wie mit dem Namen von Josef Stalin oder der grundsätzlichen russischen Haltung zu Europa seit dem „Wiener Kongreß“. Die Konsequenz aus „Napoleon, Hitler und dem britischen Interventionstruppen-Befehlshaber in Russland in Zusammenhang mit der bolschewistischen Oktober-Revolution,

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KenFM im Gespräch mit: Daniel Harrich (“Pharma-Crime”) | KenFM.de

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03-12-18 01:20:00,

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Wie sicher sind unsere Medikamente?

Dieser Frage ist der investigative Journalist Daniel Harrich in seinem neuen Buch „Pharma-Crime – Kopiert, gepanscht, verfälscht – Warum unsere Medikamente nicht mehr sicher sind“ auf den Grund gegangen.

Seine Rechercheergebnisse zeichnen ein erschreckendes Bild: Kaum einer weiß, was in all den Pillen, Tabletten und sonstigen Arzneimitteln, die uns der vertrauenserweckende Mann im weißen Kittel zu unserem Wohle verschreibt, eigentlich drin ist – erst recht nicht die Apotheker. Wie könnten sie auch, stehen sie doch am Ende einer globalisierten Produktionskette, die vielfach vollkommen intransparent ist. Wirklich nachzuvollziehen, wo denn nun welcher Wirkstoff eigentlich herkommt, ist heute nahezu ein Ding der Unmöglichkeit.

Und die Pharmaindustrie? Schweigt und sitzt Skandale – von Contergan bis Heparin – lieber aus, anstatt dem teilweise tödlichen Treiben ein Ende zu setzen. Man möchte sich sein milliardenschweres Geschäftsmodell eben nicht verbauen. Verantwortungsbewusstsein? Fehlanzeige. Wer denkt, die Profitgier würde zumindest vor dem Handel mit der Gesundheit von Menschen haltmachen, der denkt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Hier den Finger in die Wunde zu legen, war längst überfällig. Harrichs Aufklärungsarbeit ist daher von unschätzbarem Wert für all jene, denen das Wohlergehen der eigenen Mitmenschen am Herzen liegt.

Und wie so häufig bleibt am Schluss die Erkenntnis: Wenn sich wirklich etwas verändern soll, müssen wir selber aktiv werden. Auf die moralische Läuterung einer geldgetriebenen Industrie zu warten, wäre vergebens.

Inhaltsübersicht:

0:00:25 Contergan & Co. – Wie sicher sind unsere Medikamente?

0:14:38 Organisationsstrukturen der Pharma-Kriminalität

0:36:14 Der halbherzige Kampf gegen gefälschte Medikamente

1:00:08 Bewusstes Wegsehen – Parallelen und Verbindungen zwischen Pharmaindustrie und Profisport

1:28:39 Mögliche Wege zu mehr Transparenz im Pharmabereich

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Veröffentlicht am: 2.

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KenFM am Telefon: Gaby Weber zum G20-Gipfel 2018 in Buenos Aires | KenFM.de

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01-12-18 07:56:00,

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Was passiert, wenn sich die Köpfe der mächtigsten zwanzig Nationen in Argentinien auf dem G20-Gipfel treffen, um über elementare Probleme dieses Planeten zu sprechen? Nichts.

Die politischen Eliten haben sich endgültig in den Elfenbeinturm ihrer wahren Auftraggeber verabschiedet. Sie repräsentieren den immer kleiner werdenden Club der obszön Reichen und können sich an den ursprünglichen Auftrag in der Demokratie, Verantwortung für die Völker zu übernehmen, einfach nicht mehr erinnern. Gier frisst Hirn.

Der G20-Gipfel in Argentinien gleicht der Titanic, eine Stunde nach dem Vollkontakt mit dem Eisberg. Man lässt die Champagnerkorken knallen und macht sich höchstens Sorgen, ob das Eis für die Drinks bis zum Zielhafen reicht. In wenigen Stunden wird es reichlich Eis für alle geben. Es scheint, der Mensch ist schlicht zu dumm, um aus der Geschichte zu lernen.

Ken Jebsen spricht mit der Südamerika-Korrespondentin Gaby Weber, die in Argentinien lebt und den G20-Gipfel vor Ort verfolgt.

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Veröffentlicht am: 1. Dezember 2018

Anzahl Kommentare: 2 Kommentare

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KenFM im Gespräch mit: Fritz Glunk (“Schattenmächte”) | KenFM.de

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28-11-18 09:08:00,

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In der Schule haben wir gelernt, dass neue Gesetze in einer Zusammenarbeit von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat auf den Weg gebracht werden. Die zahlreichen Stationen, die ein Gesetzesentwurf bis zu seiner Verabschiedung zu durchlaufen hat, lassen den Prozess vertrauenserweckend erscheinen. Neue Gesetze, so der Eindruck nach der ersten Theorielektion, werden zum Wohle der Bevölkerung abgeschlossen, quasi als technisches Update einer veralteten Systemversion.

Diese Betrachtung mag zwar oftmals berechtigt sein, kann jedoch in manchen Fällen beim Ablegen der rosaroten Brille zu einer erheblichen Ernüchterung und Enttäuschung führen. Gerade dann, wenn die PR-Trommel am lautesten gerührt wird, wenn die vielen Vorteile eines neuen Abkommens oder Gesetzes gar nicht mehr alle aufzuzählen sind, wenn Politik und Wirtschaft von einer „Win-Win-Situation“ sprechen, ja gerade dann sollte unsereins besonders aufhorchen.

Immer öfter kommt es bei den Volksvertretern zu Verwechslungserscheinungen zwischen Volk und Wirtschaft, zwei Parteien mit oftmals diametralen Interessen. Welche Mechanismen hierbei wirken, beschreibt Fritz Glunk in seinem Buch „Schattenmächte: Wie transnationale Netzwerke die Regeln unserer Welt bestimmen“. Dort legt er dar, wie diese, oftmals Nichtregierungsorganisationen, so beharrlich die Politik umgarnen, bis sie ihnen das Wort reden und den Gesetzgebungsprozess nach ihren Wünschen ausrichtet. Gesetze mit vermeintlich unpopulären Inhalten werden dann auch noch kurz vor Feiertagen oder in Zeiten von Olympiaden und Weltmeisterschaften von den Volksvertretern durchgewunken.

Das sind nicht wirklich gute Neuigkeiten für den Bürger, der sich womöglich auch noch anhören muss, er habe diese Politiker ja gewählt. Doch Glunk belässt es in seinem Buch nicht bei einer Zustandsbeschreibung. Er benennt durchaus Möglichkeiten einer Neukalibrierung der Politik. Hierbei sieht er aber die Betroffenen selbst in der Verantwortung, die das Diktat des großen Geldes viel zu oft widerstandslos hinnehmen.

KenFM hat ihn eingeladen und mit ihm einen Mann kennengelernt, dessen Optimismus unter einer dicken Schicht Realismus immer wieder durchscheint.

Inhaltsübersicht:

0:00:24 Geheime Gesprächsforen und ihr Einfluss auf die Demokratie

0:13:02 Armut in Deutschland und mangelnde Empörung

0:27:07 Die Untergrabung staatlicher Souveränität

0:47:00 Global Governance – Wer herrscht hier wie?

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Die Macht um Acht (14) | KenFM.de

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21-11-18 07:45:00,

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Tätä, Tätä, Tätä!

Ein Maskenball der Tagesschau

Kaum hat mit dem 11.11. die Karnevalssaison begonnen, macht die Tagesschau mit: Da wird der Rüstungshaushalt mit dem Wort „Sicherheitsetat“ maskiert und im gleichen Atemzug mit den „Ausgaben für Soziales“ genannt: das klingt besser. Die Profis von der Tagesschau nennen es „Wording“ und meinen „Sprachregelung“.

Und sie regeln auch die Sprache, wenn sie von „US-Sanktionen gegen Russland“ berichten. Wie üblich behaupten sie eine „Annexion“ der Krim, während Völkerrechtler durchaus eine „Sezession“ sehen. Aber die Tagesschau-Redaktion übernimmt einfach die Sprachgestaltung der USA, ohne nachzudenken, ohne die gebotene Objektivität; man hat die Maske der USA aufgesetzt, und dazu gehört offenkundig auch deren Brille und Sicht.

Eindeutig auf der Seite der Auto-Industrie setzt die Hamburger Redaktion bedenkenlos folgende Überschrift in die Welt: „Hardware-Nachrüstung 945.000 Handwerker-Diesel profitieren“. Schon mit dem Wort “profitieren“ wird der Diesel-Betrugsindustrie nur das Beste unterstellt und zugleich auch dem Kraftfahrt-Bundesamt, das mit einem Brief an die Besitzer älterer Diesel Werbung für die Auto-Industrie macht. Sowohl die Verbraucherzentralen als auch der ADAC hatten kritisiert, das Amt habe mit seinen Hinweisen auf „Umtauschaktionen“ von BMW, Daimler und VW die „nötige Distanz zur Industrie vermissen“ lassen. Das war in vielen deutschen Blättern zu lesen. Nur eben nicht in der „Tagesschau“ zu hören.

Das nennt der Journalist Uli Gellermann in seinem neuesten Beitrag für „Die Macht um Acht“ schlicht maskierten Unsinn. Und er empfiehlt der Hamburger Nachrichten-Reaktion dringend, solche Beiträge demnächst mit einer Karnevalströte anzukündigen: Tätä, Tätä, Tätä!

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

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KenFM im Gespräch mit: Stefan Mekiffer (“Warum eigentlich genug Geld für alle da ist”) | KenFM.de

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14-11-18 11:35:00,

Geld ist genug da. Das wissen wir. Gerade wir, die im vermeintlich reichen Deutschland in einer Überflussgesellschaft leben. Dennoch stellt sich selbst hierzulande die Frage, wo es denn verblieben ist, das viele Geld und ob es vielleicht nicht doch zu wenig davon gibt, wenn das Straßenbild einer jeden Großstadt sichtbare Manifestation offenkundigen Mangels ist.

Ein möglicher Erklärungsansatz für diesen scheinbar systemimmanenten Mangel ist es, ihn zur Grundlage unserer modernen Kultur zu erheben, ohne den der Mensch fernab jeglichen Fortschrittes noch heute mit Speer und Bogen durch die Wälder streifen würde. Nach dieser Vorstellung sind die negativen Folgen unseres Geldsystems, wie Anonymität oder die Zwänge, die es auf uns auszuüben vermag, der Preis für die Prosperität der menschlichen Spezies.

In den Augen von Stefan Mekiffer ist eine andere Erklärung weitaus schlüssiger: Das System ist fehlerhaft konstruiert. Die durch den Zinsmechanismus erzeugte künstliche Verknappung des Geldes mag den Menschen zwar zu so mancher Großtat antreiben, doch ist sie es auch, die ihn von einem sozialen Wesen zu einem ichbezogenen Homo Oeconomicus heranzieht.

Da die Ökonomie jedoch keine Naturwissenschaft ist, liegt es am Menschen selbst, fehlerhafte und sogar lebensfeindliche Programmierfehler mit einem Systemupdate zu beheben. Im Gespräch mit KenFM legt Mekiffer dar, an welchen Stellschrauben er hierbei ansetzen würde.

Inhaltsübersicht:

0:09:59 Entstehung, Funktion und Wert von Geld

0:23:25 Macht Reichtum glücklich?

0:38:06 Geld ist ein Versprechen

0:44:17 Ein neues System – ohne Verknappung, ohne Überfluss

0:59:18 Egoismus in unserem Geldsystem

1:15:42 Inseln der Nachhaltigkeit – langsam aussteigen

1:27:24 Eine Griechenland-Hilfe, die keine war

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Die Macht um Acht (13) | KenFM.de

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07-11-18 07:16:00,

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Don’t worry, be happy

Die TAGESSCHAU macht glücklich.

Die Tage werden kürzer, die TAGESSCHAU will uns die dunkle Zeit versüßen. Darüber redet Uli Gellermann diesmal in der MACHT UM ACHT, der Gebrauchsanweisung für die TAGESSCHAU. Mit Meldungen wie „So viele Milliardäre wie nie zuvor“ lässt die Hamburger Nachrichtensendung den Sonnenschein der Reichen in die Wohnzimmer der TV-Konsumenten, ohne ein Wort darüber zu verlieren, wie zum Beispiel der Milliardär Karl Albrecht (ALDI) an seine 25,5 Milliarden Dollar gekommen sein könnte. Kein Wort von der brutalen Ausbeutung der Verkäuferinnen. Be happy!

Auch wenn das Flaggschiff der ARD diese Schlagzeile verzapft: “Goldener Oktober auf dem Arbeitsmarkt“ – wird die Wirklichkeit ausgeblendet. Kein Wort über die Fälschung der Arbeitslosenzahlen. Kein Wort darüber, dass es noch im August 2018 ungefähr 6,73 Millionen „Leistungsempfänger“ gab. Das heißt, dass die Agentur einfach rund 6,73 Millionen Menschen unterschlägt, die von Arbeitslosengeld und/oder Hartz-IV-Leistungen leben. So wird dem TV-Zuschauer ein Glückskeks zugeworfen: Don’t worry, mach Dir keinen Sorgen, be happy, sei einfach glücklich!

Anscheinend soll man auch über die Kandidatur von Friedrich Merz für den CDU-Vorsitz glücklich sein. Denn, so die Tagesschau: „Merz will Aufbruch – keinen Umsturz“. So macht eine Nachrichtensendung Reklame für einen Kandidaten im innerparteilichen Wahlkampf. Und lässt ihn auch noch schnell was zu seiner Tätigkeit bei „BlackRock“ sagen: „Merz wies die Kritik an seiner Tätigkeit für BlackRock zurück. BlackRock sei keine Heuschrecke, sondern verwalte treuhänderisch Einlagen von hunderttausenden privaten Kunden, sagte er. Er sehe keinerlei Konfliktlage“. Na, wenn Merz, der größte Lobbyist aller Zeiten, keine Konfliktlage sieht, dann muss eine NACHRICHTEN-Sendung diese MEINUNG natürlich als Reklame weitergeben. Zahlt man Gebühren für Promotion?

Auch die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge! Statt Nachrichten verbreitet die TAGESSCHAU lieber gute Laune. Oder, wie Bobby McFerrin in den 80ern gesungen hat: „Don’t Worry, Be Happy“.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau.

Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

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KenFM am Telefon: Gaby Weber zur Präsidentschaftswahl in Brasilien | KenFM.de

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07-11-18 01:32:00,

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Brasilien, das größte Land Lateinamerikas, hat einen neuen Präsidenten, Jair Bolsonaro.

Der größte Teil der westlichen Presse hält den Mann, der seit 30 Jahren als Hinterbänkler im Parlament saß, durchweg für einen politischen Super-GAU und vergleicht ihn mit Donald Trump.

Warum aber haben ihn dennoch 55 % der rund 145 Millionen Wahlberechtigten in Brasilien gewählt?

Dass zu verstehen, fällt einem Europäer nicht leicht, denn in Brasilien sind politische Ansichten in einer Kombination „normal“, die sich für die meisten von uns widersprechen oder ausschließen: Ein Militär, das anti-neoliberal eingestellt ist, oder z. B. die Privatisierung des staatlichen Ölkonzerns ablehnt. Das einen starken Staat möchte, aber nur, wenn dieser sozial ausgerichtet ist, während es auf eine lange Militärdiktatur zurückblickt.

Auch „national“ zu denken bedeutet in Brasilien eher die Verteilung des Wohlstandes zu organisieren und das Land nicht chronisch von Dritten als Rohstofflager ausbeuten zu lassen.

Jair Bolsonaro hat es auch dank radikaler Evangelikalen an die Spitze des Landes geschafft und das, obwohl rund 70 % der Bevölkerung der römisch-katholischen Kirche angehören. Wie gesagt, in Brasilien sind politische Kombinationen möglich, die sich in Europa keiner vorstellen kann.

Die größte Unterstützung für den Ex-Militär Jair Bolsonaro kam dann aber von der PT, der brasilianischen Arbeiterpartei. Die PT hat das Land 14 Jahre regiert und die arbeitende Bevölkerung dabei maximal enttäuscht.

KenFM sprach mit seiner Lateinamerika-Korrespondentin Gaby Weber über die aktuelle Gemengelage in Brasilien, einem Land, das als Mitglied der BRICS-Staaten eine ganz eigene politische Kultur lebt, die mit unserer Logik schlicht nicht zu begreifen ist. Fangen wir an, uns dieser Herausforderung zu stellen.

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Veröffentlicht am: 7. November 2018

Anzahl Kommentare: 1 Kommentar

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KenFM im Gespräch mit: Andrea Komlosy (“Grenzen: Räumliche und soziale Trennlinien im Zeitenlauf”) | KenFM.de

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02-11-18 09:07:00,

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Spätestens seit der eigenmächtigen Grenzöffnung durch Angela Merkel auf dem vorläufigen Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Sommer 2015, ist die Debatte über Grenzen, über „No Borders“ und „Closed Borders“, zu einem medialen Dauerbrenner mutiert. Plötzlich flammte ein Thema auf, welches man in Zeiten von Globalisierung, supranationalen Währungsräumen und transkontinentalen Wirtschaftsabkommen, auf dem Wege der Selbstauflösung wähnte.

Die infolgedessen unternommenen Versuche der Problemanalyse beschränken sich in ihrer Mehrheit auf nationalstaatliche, respektive kontinentale Außengrenzen. Das Phänomen der Grenze im Allgemeinen wird in Zeiten „grenzenloser Möglichkeiten“ jedoch nur selten in all seiner Komplexität ausgeleuchtet. Eine Wissenslücke, die die ohnehin aufgeladene Debatte nur weiter befeuert.

Höchste Zeit also, etwas Druck vom Kessel zu nehmen und sich dem Thema mit mehr Gelassenheit zu nähern. In ihrem Buch „Grenzen: Räumliche und soziale Trennlinien im Zeitenlauf“ beschreitet die österreichische Sozialhistorikerin Andrea Komlosy genau diesen Weg. Nichts wird beschönigt und nichts verteufelt. Grenzen werden schlicht als das beschrieben, was sie sind: Ein natürlicher Bestandteil menschlicher Existenz.

Auch wenn Grenzen zwangsläufig etwas inhärent Trennendes haben, ist dies zunächst einmal weder positiv noch negativ. Erst das gewollte Hinwegsehen über offenkundig vorhandene Grenzen, bereitet den fruchtbaren Nährboden für Konflikte entlang ihrer Verläufe.

Ein angemessener Weg wäre also, sich der existierenden Grenzen, welcher Beschaffenheit auch immer sie sein mögen, bewusst zu werden und sich ihnen vorbehaltlos zu nähern. So werden aus ihnen Räume der Begegnung und des gegenseitigen Verständnisses.

Inhaltsübersicht:

0:04:15 Das Wort „Grenze“ – eine etymologische Herleitung

0:11:50 Natürliche und staatliche Grenzen

0:21:25 Nationalstaat, Kolonie und deren Gemeinsamkeiten

0:32:35 Feindbilder, künstlich erzeugte und durchlässige Grenzen

0:55:20 Die Deutungshoheit der Presse in Österreich und Deutschland

1:02:20 Das Helfersyndrom und die Grenzen im Kopf

1:12:40 Digitalisierung – die virtuelle Grenzenlosigkeit

1:26:40 In Zeiten, als Grenzen erträglich waren

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Tagesdosis 1.11.2018 – Herz, Merz und dies und das | KenFM.de

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01-11-18 01:50:00,

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Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Nein, in konservativen Parteien wird selten nachgetreten. Bei personellen Rücktritten und Abgängen wird meistens gelobt und geherzt bis es unangenehm wird. So widerfährt es nun natürlich auch Angela Merkel. Medien, Weggefährten, sie alle voll des Lobes und  schon jetzt wird selig zurückgeblickt. Wollen Sie auch nochmal in Erinnerungen schwelgen? Nehmen wir das Jahr 2015. Das Schicksals Wendejahr für Frau Merkels politische Zukunft in Deutschland. Das Magazin Der Stern konnte jedoch damals noch stolz vermelden:

Was für eine Auszeichnung für die Kanzlerin: Das US-amerikanische Time Magazine hat Angela Merkel zur „Person Of The Year“ ernannt. Damit steht Merkel in einer Reihe mit Persönlichkeiten wie Mahatma Ghandi, Martin Luther King und Willy Brandt, der 1970 als bislang letzter Deutscher zur Person des Jahres ernannt worden ist. Merkel ist die erst vierte Frau an der Spitze des seit 1927 veröffentlichten Rankings. (1) Nein, bescheidener ging es damals nicht.

Ein Teil der Deutschen wollte trotzdem partout ihre Qualitäten nicht erkennen, bzw. huldigen und aus der Person des Jahres 2015 wurde die Unperson des Landes. Merkel muss weg schallte es fortan vermehrt auf deutschen Straßen.

Nun die persönliche Entscheidung der Kanzlerin zu gehen. Beschlossen laut Merkel schon vor der diesjährigen Sommerpause.(2) Welche Kräfte in der CDU sind jedoch verantwortlich für die Wiederkehr des Friedrich Merz? Wer ist Friedrich Merz?

Nachdem die CDU bei den Bundestagswahlen 2017, bei höherer Wahlbeteiligung gegenüber 2013, schon über 2 Millionen Stimmen verloren hatte (3), folgte der fortlaufende Niedergang einer ehemaligen Volkspartei. Erst in Bayern die sog. Schwesterpartei, nun auch in Hessen hohe Verluste von knapp 9%.

Natürlich wurde und wird diese Entwicklung genauestens im Kanzleramt verfolgt und analysiert. Das politische Berlin überlässt nichts dem Zufall. Ein kleiner Vorbote aus dem Merkel Team erfolgte schon im Februar diesen Jahres mit der Personalie Annegret Kramp-Karrenbauer. Eine Merkel Wunschkandidatin wurde installiert. Die geplante Ablöse Kandidatin für den Dezember 2018?

Diese Entscheidung muss wiederum in den berühmten Hinterzimmern der Politik auf Missfallen gestoßen sein,

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Der Verrat | KenFM.de

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31-10-18 04:18:00,

Wir haben die Bilder vor uns, wie 1945 die deutschen Konzentrationslager von Soldaten der Alliierten befreit werden. Wie GIs entsetzt durch Gruppen von ausgemergelten, noch lebenden Skeletten gehen. Wie ein US-Soldat wütend auf einen deutschen KZ-Aufseher eintritt, der sich lethargisch windet wie eine Made. Und bei Knopp sehen wir KZ-Kinder, die an der Hand von Rotkreuzschwestern durch die Auschwitz-Pforte tapsen. Aber der Film findet seltsamerweise nie eine Fortsetzung. Was geschah denn eigentlich, als die Kameraleute weg waren?

Die Holocaust-Überlebenden brauchten doch dringend ärztliche Hilfe (1). Sie sind chronisch unterernährt. Viele können keine normale Nahrung mehr zu sich nehmen, sind extrem traumatisiert. Das vegetative System ist durcheinander. Schlaflosigkeit, Herzrhythmusstörungen, Diarrhoe. Das Immunsystem geschwächt.

Es lebt sich besser, wenn wir uns vorstellen, diese gequälten Menschen seien erst einmal medizinisch untersucht und mit geeigneten Medikamenten sowie durch Diät ganz vorsichtig wieder gesundgemacht worden. Diese Behandlung ist doch wohl der Würde jener wenigen Überlebenden dieses einzigartigen industriellen Völkermordes angemessen. Denken wir.

Im Juni 1945 beauftragt US-Präsident Truman den Dekan der juristischen Fakultät der Universität von Pennsylvania, Earl Harrison, mit der Erstellung eines Gutachtens über die Situation jener Juden in der amerikanischen Besatzungszone, die die Konzentrationslager überlebt haben (2). Harrison reist mehrmals nach Europa und inspiziert die Unterbringung der Holocaust-Überlebenden. Sein Befund:

„So wie die Dinge jetzt stehen, behandeln wir die Juden offenkundig genauso wie die Nazis (es getan haben), mit der kleinen Ausnahme, dass wir sie nicht vernichten. Sehr viele befinden sich in den Konzentrationslagern unter unserer militärischen Aufsicht statt unter der Bewachung der SS-Truppen. Man ist geneigt zu fragen, ob die Deutschen, wenn sie das sehen, nicht annehmen müssen, dass auch wir der Nazi-Linie folgen, oder sie zumindest stillschweigend billigen.“

In dem Bericht erinnert Harrison den Präsidenten an die Beschlüsse der Konferenz von Potsdam. Den Deutschen soll unmissverständlich vor Augen geführt werden, so heißt es da, dass sie nach so vielen beispiellosen Verbrechen den Krieg eindeutig verloren haben. Das sollen sie unter anderem daran merken, dass in ihren Häusern die Opfer des Nazi-Regimes einquartiert werden. Wenn dem so ist, Mr. President, „(…) dann ist nur schwer zu begreifen, warum so viele entwurzelte Personen, besonders jene, die so lange verfolgt wurden und deren Wiedereinbürgerung oder Umsiedlung sich wahrscheinlich noch hinauszögert, gezwungenermaßen in grauenhaft überbelegten Lagern vegetieren müssen, während die Deutschen in ländlichen Regionen nach wie vor unbehelligt in ihren Häusern sitzen.“

Tatsächlich hausten die jüdischen KZ-Häftlinge im Sommer und Herbst 1945 immer noch in denselben Baracken wie zu Zeiten der SS-Herrschaft.

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KenFM im Gespräch mit: Jean Feyder (“Leistet Widerstand!”) | KenFM.de

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30-10-18 07:16:00,

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Jean Feyder ist gebürtiger Luxemburger. In seinem Heimatland, sowohl von der Fläche als auch von den Einwohnern her, eines der kleinsten in ganz Europa, gibt es eine McDonalds Filiale, der es gelingt mit 13 Mitarbeitern 13,7 Milliarden Euro zu erwirtschaften. Welch bemerkenswerte Konzentration an fleißigen Arbeiterbienen!

Die Einsicht, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zugehen kann, hat sich jedoch spätestens seit den LuxLeaks auch über die Landesgrenzen des Zwergstaates hinaus verbreitet. Luxemburg ist ein Land der Briefkastenfirmen. Ganze 27 % des dortigen Bruttoinlandsproduktes entfallen auf den Finanzsektor. Dieser bietet den großen multinationalen Unternehmen wie Apple, Amazon, Ikea und Co. eine bunte Palette an „Steueroptimierungsmöglichkeiten“, die deren Gewinne in ungeahnte Höhen wachsen lassen.

Feyder legt sich mit genau diesem Finanzsektor an. Er kritisiert das neoliberale Dogma der „offenen Märkte“, die nur dann offen sind, wenn sich die finanzkräftigen Strippenzieher dadurch ein gutes Geschäft erhoffen. Da er es nicht nur bei Kritik belassen möchte, widmet er sich in seinem Buch „Leistet Widerstand! Eine andere Welt ist möglich“ der Frage, inwieweit der Einzelne gegen diese zum Himmel schreienden Ungerechtigkeiten selber aktiv werden kann. Eine längst überfällige Beleuchtung des Weges von der Erkenntnis hin zur konkreten Handlung.

Inhaltsübersicht:

0:05:01 Die Botschaft des Buches – zusammengefasst von Ken Jebsen

0:09:04 McDonald’s Kapitalismus im Steuerparadies Luxemburg

0:16:18 Public Private Partnerships – Staatsmissbrauch in Perversion

0:27:39 Freihandel schafft Wirtschaftsflüchtlinge

0:39:50 Eigenproduktion statt Import

0:49:21 Entwicklungshilfe mit Bedingungen und Steuerparadiese

1:03:48 Solidarität in Europa

1:09:16 Palästina

1:20:16 Kubas Weg in die Unabhängigkeit

1:27:55 Papst Franziskus: „Diese Wirtschaft tötet.“

1:30:14 EU-Politik und EU-Krisen aktuell

1:35:58 Widerstand lokal leisten

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Wer sind die Guten? Wer die Bösen? | KenFM.de

wer-sind-die-guten-wer-die-bosen-kenfm.de

29-10-18 07:51:00,

Von Alf Ator.

Wenn du ein guter Mensch sein willst, musst du gut zu den Menschen sein. Ganz einfach. Und wer schlecht zu anderen ist, ist ein schlechter Mensch. Das klingt logisch. Aber stimmt das auch immer? Das ist die große Frage. Zu schlechten Menschen darfst du nämlich nicht gut sein. Wer das tut, unterstützt damit ihre schlechten Taten, wird sozusagen zum Mittäter und ist folglich auch ein schlechter Mensch. Also: Nur wer zu guten Menschen gut und zu schlechten Menschen schlecht ist, darf sich tatsächlich gut nennen. Das ist genauso wie in der Mathematik. Plus mal Plus ist Plus, Minus mal Minus ist auch Plus. Plus mal Minus dagegen ist Minus, genau wie Minus mal Plus.

Und wenn einer zu beiden Menschensorten gut ist? Oder zu beiden schlecht? Ist er dann quasi neutral? Hier wird es kniffelig. Traditionell wiegt das Verhalten guten Menschen gegenüber mehr als die Art, wie du schlechten Menschen gegenübertrittst. Siehe Jesus. Aber in der Praxis kann es leicht passieren, dass du – egal wie gut du dich sonst verhältst – sobald du schlechten Menschen gegenüber zu nachsichtig bist, schnell mal deinen Status als guter Mensch verlieren kannst. Das wird vor allem dann nachvollziehbar, wenn es sich um ganz besonders schlechte Menschen handelt. Wenn du beispielsweise einem Massenmörder zur Flucht verhilfst, oder einem Tyrannen und Kriegsverbrecher eine großzügige Spende zukommen lässt, kannst du noch so vielen lieben Omas über die Straße helfen – du bist ein schlechter Mensch.

Doch das eigentliche Problem ergibt sich aus der Tatsache, dass man einfach nicht jeden Menschen kennt, folglich auch nicht immer wissen kann, ob derjenige nun tatsächlich gut oder schlecht ist. Hier die Unschuldsvermutung anzuwenden und solange zu jemandem gut zu sein, bis seine Schlechtheit bewiesen ist, wäre naheliegend, kann aber auch in die Hose gehen. Denn jemand, der bereits um die moralischen Mängel der betreffenden Person weiß, nicht aber, dass du es noch nicht weißt, wird dich eventuell ebenfalls für schlecht halten, wenn er sieht, wie gut du zu ihm bist. Und wenn du nicht die Gelegenheit bekommst, die Sache richtig zu stellen, bist du – schwuppdiwupp! – in den Augen vieler Anderer ein schlechter Mensch und sie werden dich alle schlecht behandeln,

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KenFM im Gespräch mit: Jochen Mitschka (“Schattenkriege des Imperiums”) | KenFM.de

KenFM im Gespräch mit: Jochen Mitschka (“Schattenkriege des Imperiums”) | KenFM.de

26-10-18 10:01:00,

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Der Iran ist ein gebeuteltes Land. Seit nunmehr über 60 Jahren ist der Staat in Vorderasien auf dem Radar (neo-)kolonialer Kräfte, denen von illegalen Regime-Changes bis zu strangulierenden Sanktionsmaßnahmen kein Mittel zu schade ist, um das Land zu schwächen und politisch auf Kurs zu bringen.

Dass der Iran trotz alldem kein „Failed State“, sondern sich als besonders zäh und krisenresistent erwiesen hat, macht ihn in den Augen einiger Geostrategen besonders gefährlich und schürt deren imperiale Kriegsgelüste. Die geostrategische Lage und die großen Erdölvorkommen des Iran wecken dabei besondere Begehrlichkeiten.

Die gezielte Strategie der Spannung im nahen und mittleren Osten hat Jochen Mitschka in seinem neuen Buch „Schattenkriege des Imperiums: Der Krieg gegen den Iran“ eingehend analysiert. Die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran ist dabei nur ein Beispiel für die beabsichtigte Destabilisierung der Region.

Im Gespräch mit KenFM zeigt er sich besorgt über die ständigen Zündeleien, die sich leicht zu einem unkontrollierbaren Flächenbrand ausbreiten könnten, wenn nicht bald etwas Vernunft im Umgang mit dem regionalen Schwergewicht Iran einkehrt.

Dabei gäbe es für eine diplomatischere Herangehensweise allen Grund: So könnte der Iran, was eine tatsächliche „Demokratisierung“ der Region angeht, sogar eine Vorreiterrolle spielen.

Schwer zu glauben? Jochen Mitschka zeichnet ein Bild von dem Iran, wie man es in den Mainstream-Medien hierzulande nicht gezeigt bekommt.

Inhaltsübersicht:

0:06:05 Der Vertragsbruch der USA mit dem Iran

0:16:42 Revolutionen im Iran – Atombomben für den Irak

0:24:05 „Politik der konstruktiven Zerstörung“

0:29:56 Wie demokratisch ist die Republik Iran?

0:44:09 Das Kopftuch: Feminismus im Iran

0:56:59 Der Krieg ist beschlossene Sache

1:18:31 Hamas, Hisbollah und der Terror im Jemen

1:32:55 Deutschlands Position und deutsches Machtstreben

1:36:53 Wie lässt sich ein angekündigter Krieg verhindern?

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Die Macht um Acht (12) | KenFM.de

Die Macht um Acht (12) | KenFM.de

24-10-18 06:09:00,

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Eine Zensur findet nicht statt?

Verantwortung und Journalismus

In dieser Folge der MACHT UM ACHT erinnert Uli Gellermann an den Artikel 5 des Grundgesetzes zur Pressefreiheit in Deutschland. Dort, so Gellermann, birgt der Zusatz „Eine Zensur findet nicht statt“ eine besondere Verantwortung für die Journalisten. Denn wer so frei, ohne Zensur und staatliche Bevormundung schreiben kann, der sollte auch wahrheitsgetreu schreiben: Sauber recherchieren und Zusammenhänge aufzeigen, damit der Zuschauer der „Tagesschau“ die Nachrichten einordnen kann. 

Gellermann weist bei einer Reihe von Nachrichten der ARD-aktuell-Redaktion nach, dass die zum Verständnis nötigen Fakten den Zuschauern verschwiegen werden. Ein typisches Beispiel ist eine Meldung über Waffenlieferungen an das im Jemen Krieg führende Saudi Arabien: Von der Tagesschau kein Wort über die Lieferanten der Waffen, kein Wort über deren Gewinne. Statt dessen der lapidare Satz „Den Wert der Exporte gibt das Wirtschaftsministerium in dem Schreiben an die (Bundestags-) Abgeordneten nicht an.“ Keine eigene Recherche der Redaktion, statt dessen eine schlichte Weitergabe einer Agentur-Meldung. Gellermann nennt das „verantwortungslos“.

Völlig aus heiterem Himmel referiert die Redaktion eine Meldung über einen CDU-Mann, der verbreitet, dass ausgerechnet Generalfeldmarschall Erwin Rommel im Widerstand gegen Hitler gewesen sein könnte. Hitlers Lieblings-General im Widerstand? Quatsch. Warum dann diese Meldung? Gellermann sieht hier einen Zusammenhang zwischen den Waffenexporten und einer sonderbaren Sorte von Marketing: Rommel als Export-Pate. Noch deutlicher sieht der Medien-Kritiker einen Zusammenhang zur nächsten Meldung: „Bundeswehr in Afghanistan – Mit dem Hubschrauber zur Arbeit“, erzählt uns die Tagesschau, als sei der Weg zum Krieg ein normaler Weg zu normaler Beschäftigung.  Daher fragt Gellermann logisch, ob denn dem Bundeswehr-Soldaten auch Butterbrote für die „Arbeit“ in den Hubschrauber gelegt wurden. 

Schließlich wendet sich der Medien-Kritiker der Meldung zum Steuer-Betrug über „CumEx-Files“ zu. Dieser Betrug und ähnliche Steuerbetrügereien sind nicht neu. Gellermann erinnert an die „Panama Papers“ zum Beispiel. Da fragt die Tagesschau-Redaktion keineswegs nach, welche strafrechtlichen Konsequenzen solche Enthüllungen bisher hatten. Auch hier stellt Gellermann fest: Oberflächlich gesehen handelt es sich um eine echte Nachricht. Wer aber nicht nachfasst, der tut nur so, als verbreite er Nachrichten. Das nennt Uli Gellermann eine subtile Form von Zensur und eben VERANTWORTUNGSLOS!

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KenFM präsentiert: Die parallele Verwaltung … und die Stiftungen 6 + 1 | KenFM.de

KenFM präsentiert: Die parallele Verwaltung … und die Stiftungen 6 + 1 | KenFM.de

18-10-18 11:54:00,

Ein Film von Gaby Weber.

Bis heute werden amtliche Unterlagen in parteinahen Stiftungen gelagert, und die lassen nur die hinein, die sie reinlassen wollen. So werden die Gesetze zur Presse- und Informationsfreiheit umgangen und Historiker ausgetrickst. Es entsteht, finanziert mit Steuergeldern, eine parallele Verwaltung. Die Rede ist von „Diebstahl von Bundes-Eigentum“ und „Komplizenschaft von Bundesregierung und Parteien“.

Zwei Fronten stehen sich gegenüber. Auf der einen Seite die Politik, und zwar ALLE im Bundestag vertretenen Parteien. Auch die Stiftungen der Grünen und der Linken machen mit der Adenauer-Stiftung gemeinsame Sache, wenn es um das Verstecken von Nazi-Akten und den Aufbau einer parallelen Verwaltung geht. Sie wollen ihr Gewohnheitsrecht durchsetzen und ihre Pfründe sichern. Auf der anderen Seite der Barrikade stehen das Bundesarchiv, die Wissenschaft, wie die Archivschule in Marburg, die Historiker und Journalisten, und sogar der Bundesrechnungshof hat das Aktenverstecken als „unzulässig“ kritisiert. Das Bundeskanzleramt ignoriert die Rechtslage.

Die AfD hatte im Wahlkampf angekündigt, mit der verdeckten Parteienfinanzierung und den Globalzuschüssen für die Stiftungen Schluss zu machen. Doch jetzt will sie selbst an die Fleischtöpfe, so schnell wie möglich. Schließlich locken dreistellige Millionenbeträge, spätestens in der nächsten Legislaturperiode wird ihre neue Stiftung aus dem Staatssäckel finanziert werden. Das sagt kein Gesetz sondern das Modell, das die anderen sechs Parteistiftungen gezimmert haben. Das Modell Stiftung 6, in Zukunft 6 + 1.

Die AfD wird aus dem Vollen schöpfen, Denkfabriken und Trainingszentren aufbauen und lukrative Aufträge vergeben, um Themen wie „Umvolkung“ und „Genozid an den Deutschen“ intellektuell auszuschmücken.

Hier ist der Audio-Podcast zum Film:

https://www.gabyweber.com/dwnld/Stiftungen.mp3

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Veröffentlicht am: 18. Oktober 2018

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KenFM im Gespräch mit: Timm Koch (“Herr Bien und seine Feinde”) | KenFM.de

KenFM im Gespräch mit: Timm Koch (“Herr Bien und seine Feinde”) | KenFM.de

17-10-18 07:17:00,

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Von Albert Einstein soll der Satz stammen: „Wenn die Biene stirbt, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben“. Die Erfolgsdoku „More Than Honey“ ist seine moderne Überlieferung. So hat inzwischen nun fast jeder mitbekommen, dass es mit den Bienen mehr auf sich hat, als nur schmackhafter Honig und schmerzhafte Stiche. Doch was ist es, das die Biene so unverzichtbar macht? Und wie funktioniert der hochkomplexe Organismus Bienenvolk eigentlich genau?

Timm Koch setzt sich nun schon seit vielen Jahren mit eben diesen Fragen auseinander. In seinem Buch „Herr Bien und seine Feinde“ liefert der begeisterte Hobbyimker Antworten auf die Fragen, die der Biene in der heutigen Berichterstattung zu unverhoffter Popularität verholfen haben. Antworten, die weit über die Insektengruppe der Biene hinausgehen und die die Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt in ein völlig neues Licht rücken.

Inhaltsübersicht:

0:04:38 Die Varroamilbe – ein relativ neuer Bienenfeind

0:07:49 Bestäubung

0:15:56 Synthetische Pfanzenschutzmittel

0:19:19 Das Leben einer Biene im Bienenstock

0:27:20 Die Aufgabenverteilung im Bienenstock

0:35:07 Die Biene und der Mensch

0:41:41 Menschliche Hybris und die Gier nach Göttlichkeit

0:46:06 Die natürlichen Feinde der Biene

1:01:48 Bienenbrot, Bienengift & Gelée royale.

1:08:38 Bienen haben Charakter

1:23:49 Wenn Bienen volltanken

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Veröffentlicht am: 17. Oktober 2018

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Der falsche Boom | KenFM.de

Der falsche Boom | KenFM.de

15-10-18 01:15:00,

In Trumps Amerika boomen Not und Elend.

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der nachfolgende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Präsident Trump wirbt damit, dass es den USA unter seiner Ägide wirtschaftlich besser geht als je zuvor. Doch in der Lebenswirklichkeit vieler Amerikaner ist der angebliche Aufschwung nicht angekommen. Zwei Studien zum Jahr 2017, ausgeführt von der US-Notenbank sowie dem Meinungsforschungsinstitut Gallup-Sharecare, belegen gar einen Rückgang des Wohlbefindens. Betroffen sind wieder einmal die Schwächsten der Gesellschaft.

Ein Beitrag von David Rosen.

Es ist nun beinahe ein Jahrzehnt vergangen seit der letzten Finanzkrise, die eingeläutet hat, was als die „Große Rezession“ bezeichnet wird. Sie wirkte sich verheerend auf das US-Bankensystem und den Wohnungsmarkt aus und stürzte Millionen Amerikaner in abgrundtiefe Verzweiflung. Obwohl viele gebräuchliche Konjunkturindikatoren den Aufschwung der Wirtschaft suggerieren, befindet sich ein erheblicher Teil der amerikanischen Bevölkerung dem Gefühl nach in einer festgefahrenen Situation mit düsteren Zukunftsaussichten.

Am 6. August twitterte Präsident Trump: „Großartige Geschäftszahlen werden fast täglich verkündet. Die Wirtschaft war nie besser, das Jobangebot ist auf einem historischen Höhepunkt.“ Warum also fühlt sich eine zunehmende Zahl von Amerikanern trotz solcher guten Nachrichten unwohl?

Zwei kürzlich veröffentlichte Studien zeigen die wachsende Verzweiflung vieler Amerikaner, die sowohl von Trump als auch den Massenmedien unbeachtet bleibt. Eine Studie der US-Notenbank mit dem Titel „Bericht über das wirtschaftliche Wohlergehen der US-Haushalte im Jahr 2017“ und der „Wohlbefindens-Index“ des Meinungsforschungsinstituts Gallup-Sharecare schlüsseln ergänzende Details dieser Verzweiflung auf. Zusammengenommen zeichnen diese Studien ein beunruhigendes Bild des Leids der Amerikaner, insbesondere der schutzbedürftigsten Bevölkerungsgruppen des Landes.

Das Ende des American Dream

Während Trump versucht, jegliche Infragestellung seiner hohlen Prahlereien als „Fake News“ zurückzuweisen, wächst unter den Amerikanern der Eindruck, dass der einst stolz verkündete „American Dream“ ausgeträumt ist. Diesen Eindruck teilen Kapitalismuskritiker und einige Experten des Mainstreams ebenso wie (auf inkohärente Weise) jene,

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Die Macht um Acht (11) | KenFM.de

Die Macht um Acht (11) | KenFM.de

10-10-18 07:14:00,

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Beerdigung des Journalismus

Comedy statt Nachricht: Ha, ha, said the Clown

Wie, Sie haben nichts zu lachen? Die Welt ist nicht danach? Das sieht die Tagesschau anders: Manche ihrer Meldungen kommen geradezu lustig daher. Diesel-Betrug? Der ist „kompliziert“. Zu kompliziert, als dass sich die Tagesschau näher damit befassen möchte. Aufklärung? Juristische Folgen für die Industrie? Kein Thema für die Tagesschau. Obwohl der Skandal Millionen ihrer Zuschauer betrifft.

Neue Strukturen beim Verfassungsschutz? Welche auch immer: Über die alten Strukturen – die Gründung des „Schutz“ durch die Nazis, die schützende Hand des „Schutzes“ für die Nazi-Terroristen des NSU – darüber kein Wort. Und wer sich den Mann anschaut, der die Nachricht über den Verfassungsschutz aus dem Trüben gefischt hat, der findet Michael Stempfle, den Terrorismus-Experten der ARD. Der kennt Terror nur von Muslimen. Den Terror der Bundeswehr-Einsätze in fremden Ländern kennt er ebensowenig, wie den Terror des NSU.

Durch leichte Kost, durch Weglassen von wesentlichen Teilen von Informationen, versucht die ARD-Nachrichten-Sendung gute Laune zu verbreiten.

In dieser Folge der „Macht um Acht“ erinnert Uli Gellermann mit dem Lied „Ha, ha, said the Clown“ daran, dass Clowns auf Beerdigungen nicht lustig, sondern grausig sind. Sein Fazit: Ohne ordentlichen Journalismus, ohne Aufklärung keine ordentliche Demokratie. Wer statt Fakten lieber Stimmungen verbreitet, der wird auf Dauer zum Totengräber der Demokratie.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau.

Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

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Veröffentlicht am: 10.

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KenFM am Set: Demonstration am Hambacher Forst “Wald retten – Kohle stoppen!” | KenFM.de

KenFM am Set: Demonstration am Hambacher Forst “Wald retten – Kohle stoppen!” | KenFM.de

08-10-18 03:45:00,

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Am vergangenen Samstag, den 6. Oktober 2018, fand auf einem Feld neben dem Hambacher Forst eine Großdemonstration gegen dessen geplante Rodung statt. Die Veranstalter sprechen von über 50.000 Menschen, die sich an diesem Tag zusammengefunden haben, um gegen die Pläne des Energiekonzerns RWE zu demonstrieren.

KenFM war vor Ort, um Stimmen von Demonstranten und Anwohnern einzusammeln.

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Veröffentlicht am: 8. Oktober 2018

Anzahl Kommentare: 9 Kommentare

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KenFM im Gespräch mit: Florian Schwiecker (“Verraten”) | KenFM.de

KenFM im Gespräch mit: Florian Schwiecker (“Verraten”) | KenFM.de

07-10-18 06:11:00,

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Viele von uns haben sich schon einmal die Frage gestellt, wie es wäre, einen Schwerverbrecher vor Gericht vertreten zu müssen. Florian Schwiecker hat dies jahrelang hauptberuflich gemacht. Als Strafverteidiger musste er ein Meister im Umgang mit den „schlimmen Jungs“ werden, um seine Aufgabe – die Findung eines für seinen Mandanten angemessenen Strafmaßes – zur allgemeinen Zufriedenheit zu erfüllen.

Seine Laufbahn verschlug ihn in die USA, wo ihm schließlich auf einem Flug von Atlanta in das kanadische Toronto die Idee kam, einen Roman zu verfassen. Er hatte neben einem Armeesoldaten gesessen, dessen Schilderungen über seine Erfahrungen bei Auslandseinsätzen einen solch nachhaltigen Eindruck bei ihm hinterließen, dass er sich umgehend an die Arbeit machte.

Herausgekommen ist „Verraten“ – Ein mitreißender Thriller über Terror und Terrorbekämpfung, in den der Autor persönliche Erfahrungen aus seiner Zeit als Strafverteidiger mit einfließen lässt. Dass ihm sein Buch inzwischen sogar in Zeitschriftengeschäften am Bahnhof in die Hände fällt, war wohl anfangs selbst für ihn kaum abzusehen.

Doch wer Schwiecker zuhört, merkt schnell: Der Mann ist ein Tausendsassa. Denn während er seine Juristenkarriere an den Nagel gehängt hat, um einen Posten als Geschäftsführer bei einem internationalen Konzern anzunehmen, steht ihm nun plötzlich die Tür zu einem völlig neuen Berufsfeld offen: Schriftsteller. Eine Option, die angesichts des Erfolges von „Verraten“ alles andere als abwegig erscheint. So oder so, die Leser wird es freuen zu hören, dass ein Folgewerk bereits in Arbeit ist.

Inhaltsübersicht:

0:00:22 Florian Schwiecker – Verantwortungsbewusste Strafverteidigung

0:22:12 Special Forces und weitere Täter in Uniform

0:47:50 Der G20 Gipfel in Hamburg aus der Sicht eines Juristen

1:06:13 Der Entstehungsprozess und die Reaktionen auf das Buch

1:18:30 Wirtschaftspolitik und der Kampf gegen den Terror

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Für eine neue Friedenspolitik | KenFM.de

Für eine neue Friedenspolitik | KenFM.de

02-10-18 02:47:00,

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Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Als Egon Bahr im August 2015 93-jährig gestorben war, wurde in den Nachrufen und Würdigungen oft darauf hingewiesen, dass es ohne die Entspannungspolitik Richtung Ostblock, die er seit Mitte der 60er Jahre mit seinem Chef Willy Brandt betrieben hatte, eine deutsche Wiedervereinigung so wohl nicht gegeben hätte. In meiner  CDU-dominierten Provinzheimat wurden Brandt und Bahr damals als “Vaterlandsverräter” beschimpft und ich wählte bei meiner ersten Bundestagswahl 1972 Willy Brandt und war vorher sogar in die SPD eingetreten. Um nach ein paar Monaten mein Parteibuch aber unter Protest wieder zurück zu schicken, nachdem die neue SPD-Regierung verkündet hatte, die vor der Wahl versprochene Abschaffung der “Gewissensprüfung” für Kriegsdienstverweigerer doch noch beizubehalten. Die alte Kommunisten-Parole “Wer hat uns verraten – Sozialdemokraten!” kannte ich damals zwar nicht, fühlte mich aber persönlich verarscht, weshalb es mit  meiner SPD-Liebe nichts mehr wurde. Die Ostpolitik von Brandt und Bahr fand ich aber nach wie vor absolut richtig, zumal sie mir als Student in Westberlin dank Transit,-und Passierscheinabkommen konkrete Reiseerleichterungen brachte. Dass die deutsche Wiedervereinigung 1989 so nicht stattgefunden hätte ohne diese frühe Ostpolitik, für die Egon Bahr das Motto “Wandel durch Annäherung” geprägt hatte, wurde in den Nachrufen auf das sozialdemokratische “Urgestein” zwar überall vermerkt. Weniger aber wurde die Frage gestellt, warum auf diesen visionären ”Architekten”, “Baumeister” und “Wegbereiter” einer friedensfördernden und  erfolgreichen Politik in der SPD niemand mehr wirklich hörte. Denn nötig schien das angesichts der fatalen Russland,- und Ukrainepolitik allemal.

Aus diesem Grund hatte ich in  “Wir sind die Guten – Ansichten eines Putinverstehers”, dem Buch das ich mit Paul Schreyer Ende 2014 veröffentlicht hatte, Egon Bahr zweimal zitiert und ihm ein Exemplar in sein Büro geschickt.  Und fiel fast vom Hocker als er mich Anfang März anrief und sagte: “Ich habe ihr Buch gelesen und finde es großartig. Habe viel darin gelernt.” – “Herr Bahr, ich werde rot”, antwortete ich, “dass ein junger Spund einem alten Meister wie ihnen…” – “Wie alt sind Sie denn ?”  – “60” – „Na dann sind Sie ja wirklich ein junger Spund. Aber alt genug. Als Brandt mich zum ersten Mal mit nach Bonn zu Adenauer nahm,

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KenFM im Gespräch mit: Prof. Rainer Mausfeld (“Warum schweigen die Lämmer?”) | KenFM.de

KenFM im Gespräch mit: Prof. Rainer Mausfeld (“Warum schweigen die Lämmer?”) | KenFM.de

02-10-18 02:41:00,

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Dass Professor Rainer Mausfeld es im Alter von 68 Jahren mit seinen Vorträgen noch zu einem Millionenpublikum bringen würde, hätte er selbst vermutlich als Letzter vermutet. Doch ganz offensichtlich trifft er mit seinen Inhalten, verbildlicht durch die inzwischen weitläufig bekannte politische Metapher der „schweigenden Lämmer“, den Nerv der Zeit. Es ist, als hätten wir jahrelang eine dunkle Vermutung gehegt und endlich spricht sie einmal jemand aus – Unsere Demokratie ist bei weitem nicht so demokratisch, wie sie uns verkauft wird.

Nun ist der Kaiser also nackt. Dennoch hält sich die gesellschaftliche Empörung in Grenzen. Wie lässt sich das erklären? Professor Mausfeld ist überzeugt: Es liegt an der Beschaffenheit des Kaisers, der nicht mehr in schicker, feudaler Tenue, sondern in Form unpersönlicher, intransparenter und abstrakter Machtstrukturen daherkommt. Genannte Strukturen, man kann sie auch als Elitenetzwerke bezeichnen, bedienen sich des Begriffes der Demokratie, weil er sich für sie als ideale Revolutionsprophylaxe in Zeiten zunehmend feudal anmutender sozialer Ungleichheit herausgestellt hat. Da diese Verschleierungstaktik, bei der ideologisch aufgeladene Begriffe inhaltlich in ihr Gegenteil verkehrt werden, sich zu Indoktrinationszwecken als besonders effektiv erwiesen hat, kommt sie auch in aller Regelmäßigkeit zur Anwendung. So z.B. bei Wörtern wie „Globalisierung“ oder „freie Märkte“, welche der desorientierten Bevölkerung als naturgegebene Phänomene verkauft werden, um über das in ihrer neoliberalen Interpretation verankerte Recht des Stärkeren hinwegzutäuschen.

Hieraus ergibt sich die Aufgabe, die Kluft zwischen dem vorgegaukeltem und dem eigentlichen Wortsinn, zwischen PR und Realität, zu überwinden, mit dem Ziel sich dabei Schritt für Schritt an das Ideal demokratischer Verhältnisse im Sinne der Aufklärung anzunähern. Dafür bedarf es nicht nur der intellektuellen Bewaffnung und Bewusstwerdung über die subtilen Techniken der Meinungskontrolle des Einzelnen, sondern vor allem auch des Eingeständnisses, dass man einem gigantischen Betrug aufgesessen ist.

Professor Mausfelds Buch „Warum schweigen die Lämmer?“, welches die Inhalte des beliebten gleichnamigen Vortrages weiter vertieft, kann diesen kollektiven Aufwachprozess mit anschieben. Ins Handeln kommen müssen wir dann aber schon selber.

Inhaltsübersicht:

0:04:56 Der Kaiser ist nackt – wir wissen es alle

0:13:15 Der „Feind“ ist abstrakt

0:21:50 Aber wir haben doch eine Demokratie…

0:31:16 Wie wichtig ist Repräsentation in einer Demokratie?

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Mein Katalonien | KenFM.de

Mein Katalonien | KenFM.de

01-10-18 08:00:00,

Eine Chronik der Ereignisse zum ersten Jahrestag des Unabhängigkeitsreferendums.

von Laurent Stein.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ja, der Titel ist zu hoch gegriffen. Weder habe ich auf der Seite einer marxistischen Miliz Bürgerkriegsgefechte ausgetragen, noch habe ich ein Jahr Erasmus in Barcelona verbracht. Schlimmer noch: In meinem Kleiderschrank befindet sich ein sorgfältig gefaltetes Trikot von Real Madrid. Nummer 7. Raúl. Kosten: 7€ auf einem italienischen Sonntagsmarkt. Spätestens jetzt wird mir wohl kaum ein Katalane meine Unbefangenheit bei diesem Thema mehr abkaufen.

Das ist aber noch nicht das Ende der Geschichte. Meine Beziehung zu Katalonien beruht auf zweierlei Elementen: Mehrfache Sommerurlaube in der Hauptstadt und eine stolze katalanische Tante. Vor allem aufgrund dieser familiären Verbindung war Katalonien schon immer ein emotional aufgeladenes Thema bei uns zuhause am Essenstisch. Während der Diskussionen, die oftmals eine Lautstärke annehmen, bei der meiner Meinung nach kein vernünftiger Meinungsaustausch mehr möglich ist, bin ich seit jeher die selbe Politik gefahren: Schnauze halten. Das Thema erschien mir einfach viel zu groß und erinnerte mich von der Gesprächsführung her stark an Debatten über den Nahostkonflikt. Marc-Uwe Kling hat das in seinem „Känguru Manifest“ einmal genial mit der Metapher des Vorwurfskarussells beschrieben. Die Diskussionsteilnehmer steigen ein und mit jeder Kritik, die sie sich um die Ohren schlagen, dreht sich das Karussell schneller. Am Ende steigen alle am selben Punkt aus, an dem sie eingestiegen sind, nur dass ihnen zusätzlich noch schlecht geworden ist.

Vielleicht ist es aber auch gerade dieser raue Ton, der dafür gesorgt hat, dass seit Jahren in meinem Hinterkopf die Frage danach schwebte, woher die Schärfe in der Kataloniendebatte eigentlich rührt. Wie kommt es, dass bei uns in Bayern selbst alteingesessene Urgesteine, die in ihrem Leben gefühlt nie jenseits des Weißwurstäquators gewesen sind, über die Abspaltungspläne der Bayernpartei nur schmunzeln können, während sich in Katalonien breite Teile der Bevölkerung mit Herzblut für eine Unabhängigkeit stark machen? Spätestens seitdem der Fall Katalonien mit der Inhaftierung Puigdemonts eine deutsche Komponente dazu gewonnen hat, war mir klar, dass es höchste Zeit ist, sich ein möglichst umfassendes Bild von dieser Angelegenheit zu verschaffen. Die folgenden Textzeilen sind mein Versuch eine möglichst ungefärbte Zusammenfassung der gesamten „Causa Catalana“ zu Papier zu bringen. Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird selbstverständlich nicht erhoben.

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„Häuser wie der Baum, Städte wie der Wald“ | KenFM.de

„Häuser wie der Baum, Städte wie der Wald“ | KenFM.de

18-09-18 06:41:00,

Ökologisch Bauen nach Erwin Thoma.

Ein harmonisches Leben im Privatbereich und mit der Familie braucht eine rasche Erholung vom beruflichen Stress. Inzwischen gibt es unzählige Informationen und Ratgeber, mit welchen Strategien das Regenerieren bestmöglichst gelingt. Altes Wissen – wissenschaftlich bestätigt – um die gesundheitsfördernde Beschaffenheit von Lebensräumen gibt hier eine verblüffend einfache Antwort: Wohnen im und mit Holz. Der Baum und sein Holz sind seit Urzeiten positiv für uns Menschen besetzt. Dass dies nicht nur ein subjektives Gefühl ist, sondern Holz real und wissenschaftlich erforscht gesundheitsfördernde Wirkung auf unseren Körper ausstrahlt, kann nicht mehr bezweifelt werden. Wer beispielsweise in einem Zimmer aus massivem Holz schläft, erspart sich einer Studie der Medizinischen Universität Graz zufolge in einer Nacht die Herzarbeit von einer Stunde. Denn: Puls und Herzschlag werden ruhiger und der Körper entspannter. Die erholsamen Tiefschlafphasen werden länger, das Immunsystem messbar gestärkt und das vegetative Nervensystem vitaler. Und diese Wirkung setzt nicht erst nach Monaten oder Jahren ein, sondern sofort. Unmittelbar, sobald man sich in einen hölzernen Raum begibt oder in einem Vollholzbett schläft, beginnt die Kraft des Holzes auf den Menschen einzuwirken.

Entscheidend ist jedoch folgende Tatsache: Holzhaus ist nicht gleich Holzhaus. Einen echten Gesundbrunnen kann nur ein Holzhaus bieten, das frei von jeglichen schädlichen Stoffen ist – wenn also wirklich nur Holz in seiner natürlichen Form verarbeitet wird. Konkret bedeutet dies auf Holzwerkstoffe zu verzichten, die durch Kleber / Leime, Holzschutzmittel sowie Lacke mit Lösungsmitteln oder Härtern zusammengesetzt sind.

Der Pionierbetrieb, welcher diese natürliche Holzverarbeitung nun seit gut zwanzig Jahren umsetzt, ist die Salzburger Firma Thoma mit ihrem Bausystem Holz100. Holz100, das steht für massive Wände, Decken und Böden aus 100% natürlichem Holz ohne Chemie. Mit einer Massivholzbauweise, bei der Kanthölzer und Bretter stehend, liegend und diagonal zu kompakten Bauelementen geschichtet werden und mit staubtrockenen Buchendübeln, ganz ohne Leim und Metallteile, unlösbar verbunden werden, ist es Thoma gelungen, eine natürliche Umgebung ohne ausdünstende Materialien zu schaffen, die unmittelbaren Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Die erwähnten Studien der Medizinischen Universität Graz sowie Studien des Johanneum Research, Institut für Nichtinvasive Diagnostik, welche die Verringerung der kardialen Beanspruchung von Schülerinnen und Schülern in Räumen und Mobiliar aus Massivholz nachgewiesen haben, belegen dies eindrucksvoll.

Neben der direkten, positiven Beeinflussung des Körpers hat ein Vollholzhaus auch auf die Psyche seiner BewohnerInnen Auswirkung.

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KenFM lädt ein – Ticketverlosung ! | KenFM.de

KenFM lädt ein – Ticketverlosung ! | KenFM.de

16-09-18 08:47:00,

Die Welt, die Gesellschaft, die Menschen kommen nicht zur Ruhe. Es gilt weiterhin zu erklären, zu informieren, miteinander zu diskutieren. Nur so können Zusammenhänge verstanden und Lösungsansätze erarbeitet werden.

KenFM möchte mit einem neuen Sendeformat dazu beitragen:

KenFM – Zur Sache

Das Thema der ersten Sendung lautet: „Die Bedeutung Chinas für die Weltwirtschaft“

Als diskutierende Gäste dürfen wir begrüßen:

  • Claudio Grass (unabhängiger Edelmetallberater)
  • Ernst Wolff (Autor und Wirtschaftsjournalist)
  • Florian Kirner (Historiker)

Es moderiert Ken Jebsen.

Zur Aufzeichnung in Berlin laden wir Euch herzlich ein dabei zu sein:

Am: Freitag, den 21.09.2018

Um: 14:15 Uhr

Interessenten können sich unter folgender Adresse für die Tickets bewerben: bernd.leyon@kenfm.de (Betreff: Zur Sache)

Wir freuen uns auf Euch!

Veröffentlicht am: 15. September 2018

Anzahl Kommentare: noch keine

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KenFM im Gespräch mit: Peter Frey (peds-ansichten.de) | KenFM.de

KenFM im Gespräch mit: Peter Frey (peds-ansichten.de) | KenFM.de

15-09-18 07:05:00,

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Blogs gibt es viele. Es gibt Beautyblogs, Foodblogs, Fashionblogs und unzählige weitere Formen des Internet-Journals. Unter ihnen ist nur selten ist mal ein Blog, der dem Leser sorgfältig recherchierte, scharfe politische Analysen liefert, die ihn zu einem Blick über den Tellerrand hinaus animieren.

Peter Frey – besser gesagt sein Blog „Peds Ansichten“ – ist eine dieser erfrischenden Ausnahmen. Es ist ein Ort, an dem der Leser möglicherweise völlig neue Analysen und Sichtweisen über geopolitisches Zeitgeschehen dargelegt bekommt und der ihm Wege des alternativen Denkens aufzeigt, die ihm vermutlich durch das alleinige Studium der Massenmedien verborgen geblieben wären.

Es sind Leute wie Frey, die mit ihrem unermüdlichen ehrenamtlichen Engagement dafür sorgen, dass die von den Mainstream-Medien bewusst kreierte Informationslücke, im Internet ein Stück weit geschlossen wird.

Die intensive Arbeit an seinem Blog ließ in Frey die Erkenntnis heranwachsen, dass es die Angst ist, die dafür sorgt, dass der Mensch, trotz all seiner friedfertigen Anlagen, noch immer ein konfliktgeplagtes Wesen ist. Gegen Angst existiert jedoch ein wirksames Gegenrezept: Mut!

Mut, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, um sich so neue Gestaltungsräume zu schaffen, anstatt sich durch angstgetriebene Selbstkonditionierung in die Gefangenschaft einer Opferrolle zu manövrieren.

Peter Freys Lebenslauf macht Mut. Er war Autoschlosser, Taxifahrer und nach der Insolvenz als IT-Berater sogar Sozialhilfeempfänger. Sein Weg aus der Hartz-IV-Falle, hin zu dem Punkt, an dem er heute steht, zeigt wie Beharrlichkeit und Begeisterung für das eigene Tun Berge versetzen können. Krisen können Chancen sein. Wie in der Geopolitik hängt alles von der Betrachtungsperspektive ab.

Inhaltsübersicht:

0:00:28 Peter Frey – Vom Taxifahrer zum Blogger

0:10:33 Der Blog Peds Ansichten

0:39:14 Einblick in die Geschichte der NATO

0:57:23 Der Greater Area Plan (GAP) – War/Ist die NATO ein US-Projekt?

1:01:31 Anwendung von Atombombentechnologie – Pläne und Wirklichkeit

1:27:02 Ängste als Kriegsbereiter

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Es geht uns um das Leben | KenFM.de

Es geht uns um das Leben | KenFM.de

14-09-18 02:30:00,

Zuspitzung der Lage im Hambacher Forst

Eine Redebeitrag [vom 8.9.2018] von Bernhard Trautvetter.

Unser Protest gegen die profitorientierte und von der Stadt Essen finanziell mitverantwortete Naturzerstörung richtet sich nicht alleine dagegen, dass in den letzten 40 Jahren ein einzigartiges Waldgebiet mit teils über tausend Jahre alten Bäumen weiter dahingerafft wird. Der Hambacher Forst mit seinen einzigartigen  Hainbuchen ist von 4100 HA auf jetzt wenige hundert zusammen gestutzt.

Es geht nicht nur um die circa einhundert Hektar, die RWE als Besitzer des Gebietes abholzen will, in dem einige Dutzend Baumhäuser von Umweltschützern den Wald gegen die von RWE betriebene Rodung verteidigen wollen. Es geht auch nicht nur um Nachrichten und Ministeräußerungen, die die Naturschützer als gewaltbereit kriminalisieren, um damit ihr Vorgehen gegen sie zu legitimieren. Die ungefähr 200 meist jungen Aktivisten setzen ihre Körper für den zivilen und friedlichen Ungehorsam ein, um das Leben der Natur vor der Rendite-Fixiertheit des Großkonzerns RWE zu schützen. RWE will dort insgesamt zwei Mrd. Tonnen Braunkohle abbauen. Das ist in der Tat hilfreich für die Gewinnerwartung. Dabei stört die Kohlekommission. Deshalb erhöht RWE den Druck, bevor deren Beschlüsse ihre Profitaussichten schmälern könnten. Nicht einmal das Argument des Konzerns, Arbeitsplätze mit der Rodung schützen zu wollen, ist haltbar, denn in den bisher gerodeten Bereichen des Tagebaugebietes gibt es noch andere Bereiche für die Förderung.

Mit unserem Widerstand gegen die Braunkohle und den RWE-Konzern leisten wir zudem auch einen Beitrag zum Versuch, das Überleben der Menschheit wahrscheinlicher zu machen.

Wir wollen die Menschen aufwecken, dass das Schlafwandeln in den Abgrund des Weiter-So aufhört. Der Strom kommt nicht einfach aus der Steckdose, RWE-Kraftwerke erbringen Strommengen, die über dem Verbrauch vieler Staaten liegen. Wir handeln aus Verantwortung für unser Leben und das der Menschheit.

Wenn die Weltgemeinschaft die Zukunftsgefährdungen abwenden kann, dann muss eine sehr rasche Transformation der Energienutzung erfolgen, weg von der Verbrennung fossiler Stoffe, hin zu nachhaltigen Energieformen.

Die Stadt Essen beispielsweise darf nicht länger Anteil an der Zukunftsgefährdung durch RWE haben. Sie hat die Verantwortung, Schlimmeres im Interesse von uns Lebenden und erst recht im Interesse unserer Kinder und deren Kindeskindern, von denen wir die Welt nur geborgt haben, zu verhindern.

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Die Macht um Acht (9) | KenFM.de

Die Macht um Acht (9) | KenFM.de

12-09-18 09:19:00,

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Tagesschau kann nicht Frieden!

Der Journalist Uli Gellermann befragt in dieser Fortsetzung der „Macht um Acht“ die Tagesschau danach, wie sie denn das Friedensgebot des Grundgesetzes einhält. Und er stellt anhand von Meldungen – von Chemnitz bis Syrien – fest: Die Tagesschau kann oder will keinen Frieden stiften.

Gellermann fragt auch, warum der Chefredakteur der Tagesschau, Doktor Gniffke, nicht mal bei Frau von der Leyen anruft, die zu gerne im nächsten Syrien-Krieg dabei wäre, warum sie darüber nicht mit dem Parlament reden will.

Erneut versucht Gellermann, der Tagesschau anständigen Journalismus beizubringen. Und er appelliert an die Zuschauer: Reden Sie mit ihren Nachbarn, mit ihren Verwandten und Bekannten, sagen Sie auch denen, dass die Tagesschau sich weder an den Staatsvertrag, noch an das Grundgesetz, geschweige denn an journalistischen Ethos, hält.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau.

Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

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Veröffentlicht am: 12. September 2018

Anzahl Kommentare: 4 Kommentare

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Tagesdosis 10.9.2018 – Wem nützt es? | KenFM.de

Tagesdosis 10.9.2018 – Wem nützt es? | KenFM.de

10-09-18 10:43:00,

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Ein Kommentar von Susan Bonath.

In Chemnitz instrumentalisieren bekannte Neofaschisten, NPD- und AfD-Politiker einen brutalen Mord an einem Halb-Kubaner für gewalttätige Aufmärsche. Tausende laufen ihnen hinterher. In Köthen passiert am gestrigen Sonntag selbiges. Hintergrund: Auf einem Spielplatz streiten sich zwei Afghanen offenbar darüber, wer der Vater eines ungeborenen Kindes ist. Zwei Deutsche mischen sich ein. Es kommt zu einer Prügelei. Ein 22jähriger Deutscher kippt um, läuft blau an und stirbt später im Krankenhaus- an Herzversagen, wegen einer Vorerkrankung. Sein Bruder und Mitbeteiligter ist ein der Polizei bekannter Intensivstrafttäter aus dem rechtsextremen Milieu. Was konkret geschah, weiß man nicht. Trotzdem trommeln Rechtsradikale in nullkommanichts 750 Demonstranten zusammen, reden ein zweites Chemnitz herbei.

Da wird man doch wohl fragen dürfen: Wo blieben die Demonstranten vergangene Woche in Bielefeld, als der Prozess gegen zwei Deutsche, 51 und 24 Jahre alt, wegen Dreifachmordes an zwei Deutschen und einem Libanesen begann? Wo bleiben die Demonstranten in Dresden, wo das Landgericht aktuell gegen einen 36jährigen Deutschen verhandelt, der seine dreijährige Tochter im Januar erstickt hatte? Wo bleiben die Besorgten in Hamburg, wo am Freitag ein 57jähriger Deutscher auf seine Ehefrau eingestochen und diese lebensgefährlich verletzt hatte? Warum marschieren sie nicht in Staufen, wo ein heute zehnjähriger Junge über zwei Jahre lang von seiner deutschen Mutter und ihrem deutschen Freund vergewaltigt und an Männer für sexuellen Missbrauch verkauft wurde? Wo waren sie an diesem Wochenende in Salzwedel, als in der Nacht zum Samstag vermummte Rechtsradikale mit Baseballschlägern und Äxten einen linken Club stürmten, die Einrichtung zertrümmerten und einen 17jährigen verprügelten?

Und überhaupt, Chemnitz: Da tun sich Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen, Innenminister Horst Seehofer von der CSU und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, CDU, zusammen und verordnen quasi, man dürfe die dokumentierten Angriffe auf und Beleidigungen gegen Ausländer nicht als Hetzjagd bezeichnen. Wie viele Meter muss dafür ein Mensch durch die Stadt getrieben werden? Aber Seehofer findet ja Straftaten ohnehin völlig okay. »Ich bin froh über jeden, der bei uns in Deutschland straftätig wird und aus dem Ausland stammt«, posaunte er schon am 2. August auf einer Wahlkampfveranstaltung in Töging ins Mikrofon, wie jetzt bekannt wurde.

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KenFM im Gespräch mit: Roberto De Lapuente (“Rechts gewinnt, weil Links versagt”) | KenFM.de

KenFM im Gespräch mit: Roberto De Lapuente (“Rechts gewinnt, weil Links versagt”) | KenFM.de

10-09-18 07:15:00,

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9,2 Prozent der Stimmen erhielt die Linkspartei bei der letzten Bundestagswahl in 2017. Kann dieses Ergebnis zufriedenstellen? In Anbetracht der angespannten sozialen Lage, in der sich große Teile der Menschen in diesem Lande befinden, erscheint das Ergebnis doch eher bemerkenswert bescheiden. Man sollte meinen, dass Missstände wie Hartz IV, der größte Niedriglohnsektor Europas oder auch Alters- und Kinderarmut, dem linken politischen Spektrum einen idealen Nährboden liefern müssten. Stattdessen erleben wir jedoch in ganz Europa ein Erstarken rechter Bewegungen und Parteien. Lega Nord in Italien, Le Pen in Frankreich, AfD in Deutschland, um nur einige zu nennen. Wie lässt sich dieses Paradoxon erklären?

Der Autor und Blogger Roberto De Lapuente hat sich in seinem Buch „Rechts gewinnt, weil Links versagt“ eingehend mit dieser Frage beschäftigt. Im Gespräch mit KenFM legt er zahlreiche Gründe dar, die seiner Ansicht nach für die heutige Schwäche der Linken mitverantwortlich sind.

Da wären beispielsweise die ständigen Grabenkämpfe über die Frage nach den „wahren“ linken Werten. Diese haben dafür gesorgt, dass das linke Lager in unzählige Splittergruppen zerfallen ist, welche politisch jedoch so diffus positioniert sind, dass es von außen betrachtet kaum noch nachvollziehbar ist, wer oder was Links eigentlich ist.

Oder der endgültige Abschied der SPD in den Neoliberalismus, mit dem, um es mit den Worten De Lapuentes auszudrücken: „…die SPD aufgehört hat, eine Alternative für Deutschland zu sein“. Wo auch immer die Fehler liegen, eines ist sicher: Wenn linke Bewegungen in Zukunft mehr sein wollen, als nur eine Randerscheinung, führt kein Weg daran vorbei, die Lager der „rechten Linken“ und der „linken Linken“ zu versöhnen. Dabei müssten sich zwar beide Seiten von einigen ihrer Ideale verabschieden, doch gleichzeitig könnten sie voneinander lernen, um mit vereinten Kräften zu neuer Stärke zu finden.

Politik ist Konsensbildung und Konsensbildung beginnt nicht erst außerhalb der eigenen Partei. Wenn es den Linken also gelingt, die eigenen inneren Fronten aufzuweichen, könnten sie tatsächlich ein kleiner Hoffnungsschimmer am Parteienhimmel werden.

Inhaltsübersicht:

0:03:57 Warum Europa rechts wählt

0:09:23 Ist die Linke unterwandert?

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“Zusammenrottungen” | KenFM.de

“Zusammenrottungen” | KenFM.de

09-09-18 07:31:00,

Von Willy Wimmer.

Man gewöhnt sich in Deutschland an alles. Wen hat es eigentlich vom Hocker gerissen, als wegen der Entscheidung am 4./5. September 2015 seitens der Bundeskanzlerin diese anfing, die rechtsstaatliche Ordnung und die Grundsätze des deutschen Staates gegen eine vorgebliche Humanität auszuspielen.

Darüber hat sie der rechtlichen und politischen Ordnung Deutschlands einen irreparablen Schaden zugefügt. Alle diejenigen, die mittels der Migration die Substanz einer freiheitlichen und selbstbestimmten Demokratie in Deutschlands zerstören wollen, jubeln ihr zu. Die übergroße Mehrheit des deutschen Volkes kuscht vor der Machtstruktur, die mit dem Namen Merkel verbunden ist. Am Ende der Amtszeit Merkel wird stehen: mission accomplished, Deutschland ist nicht mehr wieder zuerkennen.

Gut einhundert Jahre nach Versailles ist das Werk mittels Berlin gelungen. Ein Werk, das seitens Englands und Frankreichs damit begann, einen der fortschrittlichsten, sozialsten, friedlichsten und demokratischsten Staaten Europas über den Ersten Weltkrieg und das Diktat von Versailles ins Elend zu stürzen. Mittels der Vereinigten Staaten wurde der bevorstehende deutsche Sieg in der Verteidigung von Österreich-Ungarn und dem Kaiserreich durch den Kriegseintritt 1917, verhindert. Das war wenige Tage nachdem der russische Zar abdanken mußte und ein Sieg der Mittelmächte möglich zu sein schien.

Versailles, das nationalsozialistische Deutschland, der Zweite Weltkrieg, die moralische Wüste in Deutschland und die Teilung unseres Vaterlands waren das Resultat. Die Wiedervereinigung Deutschlands gab uns die Mittel in die Hand, in bester Weise zum Frieden in der Welt beizutragen. Stattdessen fielen wir mit den alliierten Auftraggebern in der besten Manier von Angriffskriegen in Jugoslawien ein und schufen um uns herum Dauerkriege, die menschliches Elend in einer Größenordnung hervorriefen, daß Überlebens-Migration geradezu folgerichtig wurde.

Die amtierende Bundeskanzlerin steht in demonstrierender Weise hinter der amerikanisch, britischen und französischen Kriegspolitik und nimmt dabei sogar Dissonanzen zu dem auf Verständigung ausgerichteten amerikanischen Präsidenten Trump in Kauf. Hauptsache Krieg, das ist die Konsequenz aus dem engen Schulterschluss mit dem Ex-US-Präsidenten Obama und dem unglaublichen Ehrensalut für den verstorbenen Senator John Mc Cain.

Das sollen Überlegungen aus der Vergangenheit sein.? Mitnichten, denn nach den entsprechenden Vorfällen des letzten Jahres geht in wenigen Wochen der französische Staatspräsident Macron erneut hin und läßt die Erinnerung mit gewaltigem Tschingderrassabum in Paris an die beabsichtigte Vernichtung Deutschlands und von Österreich wieder aufleben.

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