Kleinwasserkraftwerke – “Ö K O L O G I S C H G A R N I C H T W Ü N S C H E N S W E R T “

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21-08-20 02:49:00,

Gegenwärtig konzentrieren politische “Eliten” und “Qualitätsmedien” die öffentliche Aufmerksamkeit auf ein Virus. Im Schatten dieser PR-Kampagne führen “politisch Entscheidende” so manches aus, was erkennbar nicht die Zustimmung der Bevölkerung erfährt. Ein Beitrag von Julian Aicher[*]. – Diesen Beitrag veröffentlichen wir gerne, obwohl er thematisch weit weg ist von dem, was in aller Munde ist.

Behörden wollen Kleinwasserkraftwerke zerstören. Das schadet der Gewässerökologie.

Görwihl, Löffingen, Leutkirch-Rotismühle. jai. “Energiewende”. Davon lässt sich in Deutschland fast täglich lesen. Doch: Wie fühlen sich diejenigen, die Strom gewinnen, ohne das Klimagas Kohlendioxid (CO 2) in die Luft zu blasen? Wie geht’s zum Beispiel Kleinwasserkraftanlagen? Baden-Württembergische Behörden wollen jetzt zwei davon zerstören. Im Südschwarzwald. Angeblich zum Fischschutz. Doch Gewässerökologen finden das falsch.

Gemütliches Wasser-Plätschern. Fichten-Duft. Orte zum tief Durchatmen. Die Stauwehre der “Schattenmühle”-Säge Löffingen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) und “Schwarze Säge” (Kreis Waldshut-Tiengen) im Südschwarzwald gelten bei Wanderfreudigen als beliebte Ziele.

An beiden Wassertriebwerken entfaltet sich seit Jahrhunderten jene Energie, die sich freisetzt, wenn Tropfen vom Himmel fallen. Immer wieder. Regenerativ. Dort aus himmlischer Höhe, nachdem die Sonne beim Verdunsten Wasser in Wolken “gesogen” hat. Das alles also wirksam als erneuerbare Energie – ohne dabei auch nur ein Gramm Kohlendioxid (CO 2) in die Luft zu blasen.

Doch dieser uralten Kultur – ortsnah, bewährt und bei der Bevölkerung beliebt – Kraft zu verwenden, droht bald ein jähes Ende. Behörden wollen die beiden beschaulichen Stauwehre abbrechen lassen. Jetzt, Sommer 2020. Die bürokratische Zerstörungswut lässt damit eine eigentlich eingeschlafene Tradition atom- und kohlestromfreundlicher Politik wieder aufleben. Sie vernichtete bürger- und ortsnahe Stromerzeugung aus Wasserkraft. Arbeiteten auf dem Gebiet des heutigen Baden-Württemberg um 1945 noch rund 5.000 Wassertriebwerke, so sind es heute etwa 1.700. Deutschlandweit ratterten und surrten um 1900 noch circa 80.000 Wasserkraftanlagen. Heute rund 8.000. Also ein Zehntel.

Überfall am helllichten Morgen

Eine Fahrt zum Tatort. Dienstagvormittag, 4. August 2020. Der 68-jährige Elektromeister Richard Eschbach fährt von seinem Wohnort Görwihl-Rüßwihl zur nahen “Schwarzen Säge”. Fast versteckt am Waldrand – ohne Netz-Strom-Anschluss. Die Eheleute Eschbach haben 2014 dieses Anwesen gekauft, um es zu renovieren und Turbine und Generator weiterzubetreiben. Zur klimafreundlichen Stromerzeugung. Doch an diesem Morgen staunt Eschbach nicht schlecht: Auf seinem Grundstück am Triebwerks-Kanal stehen zehn Personen. Eschbach verlässt sein Auto, geht langsam auf die Eindringlinge zu und fragt sie freundlich: “‘Tschuldigung – darf ich erfahren,

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