Anti-Spiegel auf der Konferenz über Pressefreiheit in Prag mit über 100 Teilnehmern aus 25 Ländern | Anti-Spiegel

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30-11-19 09:38:00,

Vom 20. bis 22. November fand in Prag eine Medien-Konferenz über Pressefreiheit mit über 100 Teilnehmern aus 25 Ländern statt, zu der ich als Redner eingeladen war.

Das Problem der heutigen Medienlandschaft ist, dass der Mainstream nicht mit seinen Kritikern reden möchte. Es wäre interessant gewesen, wenn auch Journalisten der Mainstream-Medien gekommen wären und an Podiumsdiskussionen teilgenommen hätten. Aber der westliche Mainstream möchte unter sich bleiben und ignoriert solche Veranstaltungen. Mehr noch: In London fand in diesem Jahr eine „Globale Konferenz über Pressefreiheit“ statt, zu der Russia Today nicht einmal als Zuschauer zugelassen wurde. Das sagt schon alles über das Verständnis von Pressefreiheit im angeblich freien Westen.

Bei der Konferenz in Prag waren ca. 110 Teilnehmer aus 25 Ländern dabei und es war eine bunte Mischung aus Universitätsprofessoren, Vertretern internationaler Organisationen, wie der UNO, Journalisten und auch Bloggern.

Ich selbst habe einen Vortrag zum Thema Fake-News gehalten, in dem ich die These aufgestellt habe, dass „Fake-News“ kein neues Thema sind, sondern dass es sie schon immer gab. Früher nannte man das „Zeitungsente“. Aber vor einigen Jahren haben wohl einige Leute aufgrund des sinkenden Vertrauens der Menschen in die Medien ein neues Wort erfinden müssen, um zu suggerieren, dass man es mit einer russischen Desinformationskampagne zu tun hat. Und so wurde das Wort „Fake-News“ geboren und fand seinen Weg in alle Sprachen der Welt und nun sind für den Mainstream alle Meldungen, die ihm nicht gefallen, „Fake-News“, die wahlweise aus Russland oder von „Rechten“ oder „Linken“ in die Welt gesetzt werden.

Dabei soll es doch in einer Demokratie Meinungsvielfalt geben und dazu gehören nun einmal unterschiedliche Meinungen, die man dann hart, aber sachlich diskutieren kann. Dazu haben aber die Medien keine Lust, wie ich bereits am eigenen Leib erfahren durfte. Am 26 November zum Beispiel habe ich den Artikel „Anhörungen gegen Trump – Was die Zeugen ausgesagt und was die deutschen Medien verschwiegen haben“ veröffentlicht, der übrigens am 30. November auch als Podcast bei Ken-FM veröffentlicht wurde, und Elmar Theveßen, seines Zeichens Leiter des ZDF-Studios in Washington, fühlte sich bemüßigt, mir auf Twitter folgenden Kommentar zu schreiben: „ach herrje, falscher geht‘s nimmer. werdet Ihr aus Moskau gesponsert?

ach herrje, falscher geht‘s nimmer.

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Konferenz in Russland: Putin im O-Ton über atomares Wettrüsten und Abrüstungsverträge | Anti-Spiegel

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07-06-19 07:16:00,

In Russland findet ein großer Wirtschaftskongress statt und Putin wurde gestern von einem Journalisten eine Frage zur Abrüstung gestellt. Daraufhin konnte man in Deutschland Schlagzeilen lesen, wie „Vereinbarung zwischen USA und Russland – Putin droht mit Nichtverlängerung von Abrüstungsvertrag„. Aber droht Putin wirklich? Vergleichen wir einmal die deutschen Meldungen mit Putins Originalzitat.

Der Spiegel liebt Überschriften, in denen Putin angeblich dem Westen droht, auch wenn das regelmäßig frei erfunden ist. Diesmal ging es um den letzten noch bestehenden Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland, nachdem die USA in den letzten Jahren einseitig alle anderen Abrüstungsverträge einseitig gekündigt haben.

In Russland sind die Abrüstungsverträge, anders als in Deutschland, ein dauerhaftes Thema in Medien und Politik. Seit Monaten berichtet das russische Fernsehen, im Gegensatz zum deutschen Fernsehen, immer wieder in Reportagen über die Gefahren, die von der Kündigung der Verträge durch die USA ausgeht. Auch das russische Außenministerium weist darauf in offiziellen Erklärungen immer wieder hin. Und auch Putin selbst spricht darüber immer wieder, egal ob im Fernsehen übertragen oder bei öffentlichen Veranstaltungen, wovon ich in meinem Buch über Putin Dutzende Beispiele übersetzt habe.

Trotzdem stellen deutsche Medien es in ihren Überschriften nun so dar, als würde Russland drohen. Es gibt hunderte Beispiele, in denen Russland dazu aufgerufen hat, die bestehenden Verträge einzuhalten, gerade erst am Mittwoch hat es russische Außenministerium wieder getan. Und Putin selbst hat erst gestern wieder vor einem Ende des NEW START-Vertrages, der die Begrenzung der Atomwaffen regelt, gewarnt. Der Vertrag läuft 2021 aus und die USA haben auf Russlands Anfragen, diesen Vertrag endlich neu zu verhandeln, nicht einmal geantwortet.

Wenn Putin dann sagt, dass Russland den Vertrag ja nicht einseitig einhalten kann, während der Vertragspartner USA ihn nicht mehr einhält, ist das für den Spiegel eine „Drohung“ von Putin. Aber was hat Putin wirklich gesagt? Hier übersetze ich Putins vollständige Antwort auf die entsprechende Frage eine Journalisten.

Wie Sie gleich sehen werden, holt Putin immer etwas weiter aus, damit auch Menschen, die sich mit dem Thema nicht auskennen, das Problem und Putins Standpunkt verstehen können. Bemerkenswert an seiner Antwort ist die nur mäßig verdeckte Kritik an den westlichen Medien,

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Konferenz in Russland: Interessante Aussagen von Putin und anderen Präsidenten bei der Podiumsdiskussion | Anti-Spiegel

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07-06-19 07:00:00,

In St. Petersburg findet in diesen Tagen das größte Wirtschaftsforum Russlands statt und derzeit läuft dort eine spannende Podiumsdiskussion mit Präsident Putin, die von einem Nachrichtensender in Russland live übertragen wird.

Zu dem Petersburger Wirtschaftsforum reisen jedes Jahr führende Politiker und Wirtschaftslenker aus der ganzen Welt an, die größte Delegation kommt übrigens oft aus den USA. Es werden jedes Jahr Verträge in Höhe von mehreren Milliarden auf dem Forum abgeschlossen. Der Höhepunkt des Forums ist aber jedes Jahr die Podiumsdiskussion, an der auch Vladimir Putin jedes Jahr teilnimmt und sich den Fragen von Journalisten stellt und mit den Teilnehmern diskutiert.

Heute sind die Teilnehmer der Diskussion neben Putin auch der chinesische Präsident, der Präsident von Bulgarien, die Premierminister von Armenien und der Slowakei, sowie der UNO-Generalsekretär. Interessant ist, dass alle Teilnehmer der Diskussion die US-Politik recht deutlich kritisieren, wobei sie es so gut wie möglich vermeiden, die USA beim Namen zu nennen. Die Ausnahme ist wie üblich Putin selbst, der in seiner Rede die Politik der USA sehr deutlich kritisiert hat und auch keine Angst hatte, die USA unmissverständlich beim Namen zu nennen.

Wer mein Buch über Putin gelesen hat, hat von dem Petersburger Wirtschaftsforum schon gehört, denn ich habe in dem Buch viele Teile aus den Podiumsdiskussionen der letzten Jahre zu den verschiedensten Themen übersetzt und wörtlich zitiert.

Ich bin gespannt, ob und welche Teile von Putins Aussagen die deutschen Medien aufgreifen. Ich werde in den nächsten Tagen, sobald die Wortprotokolle veröffentlicht sind, die Rede Putins und die interessantesten Teile der Podiumsdiskussion übersetzen und veröffentlichen.

Es gab sehr viele interessante Aussagen zu verschiedenen Themen. Putin wiederholte seine Kritik an der Globalisierung und an der Politik der USA. Aber es gab auch Überraschungen, so hat zum Beispiel gerade jetzt der bulgarische Präsident mitgeteilt, dass Bulgarien sehr gerne an dem chinesischen Projekt der neuen Seidenstraße teilnehmen würde, was man in den deutschen Medien noch nicht gehört hat und was in Washington als Kampfansage verstanden werden dürfte.

Der bulgarische Präsident sagte direkt an den chinesischen Präsidenten gewandt, dass er sich über ein Gespräch darüber freuen würde. Man darf erwarten, dass die beiden nach der Diskussion spontan für eine Stunde in einem Konferenzraum verschwinden werden, denn China sucht Partner für das Projekt in Europa.

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Konferenz in Belgrad lässt NATO-Werbung abblitzen (Teil II) | KenFM.de

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18-04-19 10:32:00,

von Rainer Rupp.

Nach dem Ende des NATO-Bombenkriegs im Jahr 1999 kam in einem vom Westen gesteuerten Putsch 2000 eine Marionetten-Regierung in Belgrad an die Macht. Ihre Aufgabe, die Bevölkerung dafür zu gewinnen, „zu vergeben, zu vergessen und nach vorne zu blicken“ in eine gemeinsame Zukunft in der EU und der NATO, konnte sie nicht erfüllen. Bei der Wahl 2012 wurden die West-Marionetten davon gejagt. Seither ist das politische Pendel wieder etwas zurückgeschwungen, wie die Konferenz in Belgrad gezeigt hat.

Wir werden niemals ein Mitglied der NATO werden. Selbst wenn wir das letzte Land in Europa wären, das der NATO noch nicht beigetreten ist, werden wir kein Mitglied werden“. An dieser Stelle wurde die Rede des serbische Verteidigungsminister Aleksandar Vulins von einem lang anhaltenden, stürmischen Applaus im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal im ‚Haus der Armee‘ in Belgrad unterbrochen. Dort hatte gerade der zweite Tag der Internationalen Konferenz „NATO-Aggression – Niemals vergessen – 1999-2019 – Frieden und Fortschritt statt Krieg und Armut“ vom 22. bis 23. März 2019 anlässlich des 20. Jahrestags des NATO-Überfalls auf Jugoslawien begonnen.

Niemals werden wir vergessen, dass die NATO unsere Kinder getötet hat“,

legte Minister Vulin an anderer Stelle seiner Rede nach. Auch beträfen die NATO-Verbrechen nicht nur die ermordeten Kinder und Zivilisten, sondern auch die serbischen Polizisten und Soldaten, die jedes Recht hatten, ihre Heimat gegen den durch nichts provozierten Überfall zu verteidigen.

Minister Vulin gab noch eine weitere Begründung, weshalb er die NATO strikt ablehnte: Denn in diesem Bündnis würden kleinere Länder in die Pflicht genommen, zusammen mit den Großen und Mächtigen andere freiheitsliebende Länder, die nicht nach der Pfeife der NATO tanzen wollten, militärisch zu überfallen oder mit Sanktionen zu destabilisieren. An sowas würde sich Serbien, das selbst die Freiheit als höchstes Gut schätzt, niemals beteiligen.

Wiederholt bedankte sich der Minister bei den zahlreichen, internationalen Gästen. Sie seien die Einzigen gewesen, die vor 20 Jahren das damals von allen Staaten, einschließlich von dem geschwächten Russland, allein gelassene Serbien gegen den NATO-Überfall durch Demonstrationen und Veröffentlichungen unterstützt hätten.

Zum Abschluss seiner Rede ging Vulin auf den diplomatischen und wirtschaftlichen Druck ein, den die EU und die NATO weiterhin auf Belgrad ausüben. Die beiden Brüsseler Organisationen wollen,

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Konferenz in Belgrad lässt NATO-Werbung abblitzen (Teil I) | KenFM.de

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11-04-19 08:53:00,

von Rainer Rupp

Als die jüngste Aussage von Kanzlerin Merkels Außenminister Heiko Maas zum NATO-Überfall auf Jugoslawien letzten Samstag in Belgrad bei der internationalen Konferenz über das NATO-Völkerrechtsverbrechen von vor 20 Jahren bekannt gemacht wurde, löste sie unter den Teilnehmern unglaubliches Staunen und dann Empörung aus. Lediglich die anwesenden Serben schien das kühl zu lassen, waren und sind sie doch dieser Art von krimineller Arroganz aus den Mündern westlicher Politiker seit 20 Jahren ausgesetzt.

Der als Außenpolitiker augenscheinlich zu oft überbewertete und überforderte Heiko Maas (SPD) hatte es tatsächlich fertiggebracht, versuchsweise dem damaligen NATO-Massenmord an serbischen Zivilisten einen Persilschein auszustellen. „Ich glaube nach wie vor, dass die deutsche Beteiligung ein Ausfluss verantwortungsbewussten Handelns gewesen ist“, hatte der „hippe Heiko“ gegenüber den „Stuttgarter Nachrichten“ (Samstagsausgabe) gemeint. Nach all den inzwischen ans Licht gekommenen Lügen zur Rechtfertigung dieses Krieges und nach dem Eingeständnis selbst des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD), dass der Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien völkerrechtswidrig war, hätte man zumindest von deutscher Regierungsseite eine bedächtigere, einfühlsamere Reaktion erwarten können. Aber dafür hätte es eines anderen, eines für das Amt geeigneten Außenministers bedurft.

Derweil zeigte eine aufrüttelnde Foto-Dokumentation in der Halle des „Hauses der Armee“ im Zentrum von Belgrad, wo die Konferenz stattfand, schreckliche Bilder von brennenden serbischen Dörfern, von zerbombten Brücken, Wasserwerken und Industrieanlagen, von zertrümmerten Schulen und Krankenhäusern und vor allem von den menschlichen Opfern des knapp zweieinhalb Monate dauernden, „humanitären“ NATO-Bombenkrieges.

Die erschütternden Fotos konfrontierten den Betrachter mit der grausamen Realität eines Krieges, für den allein auf deutscher Seite Kanzler Schröder (SPD), Außenminister Joschka Fischer (Die Grünen) und Kriegsminister Rudolf Scharping (SPD) verantwortlich waren und sind, ohne bisher zur Verantwortung gezogen worden zu sein. Die Bilder zeigen bis zur Unkenntlichkeit zerrissene Körper von Menschen jedes Alters, so wie sie zwischen Trümmern aufgefunden worden waren. Noch unerträglicher sind die Fotos aus Sanitätsstationen, die überlebende, aber grausam verstümmelte Menschen zeigen. Sie zeigen Kinder, denen Hände, Arme oder Beine, bisweilen beidseitig, abgerissen worden waren. Und deren Blicke machen klar, dass sie noch gar nicht verstanden hatten, was mit ihnen passiert war. Angesichts dieser Eindrücke kam bei nicht wenigen Konferenzteilnehmern ob der gefühlslos-dummen Phrasen des deutschen Außenministers Maas die kalte Wut hoch. Und als Deutscher konnte man sich für seine Regierung nur noch schämen.

Der ehemalige jugoslawische Außenminister Živadin Jovanović,

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