Ausverkauf der UN an die Konzerne? | KenFM.de

06-05-20 01:43:00,

Von Wolfgang Effenberger.

Am 4. Mai 2020 haben die EU und verschiedene europäische Regierungen eine Covid-19-Geberkonferenz abgehalten und 7,4 Milliarden Steuergelder für die globale Impfaktion zugesagt. Zu den Gastgebern der Konferenz zählten neben der EU unter anderem Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und Saudi-Arabien, das den Vorsitz der „G20“ innehat. Als Partner waren die Weltgesundheitsorganisation WHO, die „Bill & Melinda-Gates-Stiftung“, die Impfallianz „Gavi“ und die „Weltbank“ mit dabei. Einen Großteil der Gelder sagten Deutschland und Frankreich zu. Die Tagesschau erwähnte auch die 100 Millionen Euro, die die „Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung“ spendete.

Über die Verteilung der Gelder hörte man in der Tagesschau aber nichts. Wohl aus gutem Grund: Das Geld geht auf intransparente Weise an Organisationen, die von Bill Gates und dem Weltwirtschaftsforum finanziert werden. Keine zwei Wochen vor der Geberkonferenz, am 24. April 2020, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeinsam mit anderen globalen Gesundheitsakteuren und der Bill und Melinda Gates Stiftung die historische “Global Response”-Initiative für den Kampf gegen das Coronavirus gestartet – das sind Reaktionszeiten, wie man sie sonst in westlichen Demokratien nicht kennt. Ein Großteil der gesammelten Gelder wird u.a. an nachfolgende Organisationen gehen:i

Weltgesundheitsorganisation (WHO),

Hauptfinanzier: „Bill&Melinda Gates Stiftung“

Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (Gavi)

Hauptfinanzier: „Bill & Melinda Gates Stiftung“, die Weltbank und die WHO

Koalition für Innovationen in der Epidemievorbeugung (CEPI)

Hauptfinanzier: die multinationalen Konzerne des Weltwirtschaftsforums (DAVOS)

„Die Welt ist vereint gegen das Coronavirus und die Welt wird gewinnen“ii, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Wer ist hier die Welt? Wenn Regierungen Steuermilliarden für Gates und das Weltwirtschaftsforum einsammeln, haben die Konzerne die Weltregierung übernommen – Freiheit und Demokratie sind dann nur noch eine Farce.

Quellen:

i Norbert Häring: Geld und mehr vom 5.mai 2020 unter https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/geberkonferenz-gates-weltwirtschaftsforum/

Veröffentlicht am: 6. Mai 2020

Anzahl Kommentare: 3 Kommentare

 » Lees verder

Konzerne sind Komplizen für Bolsonaros Urwald-Zerstörung

06-08-19 09:06:00,

Umweltorganisation über Cargill-CEO David MacLennan: Schöne Worte, schlechte Taten © cc

Christa Dettwiler / 06. Aug 2019 –

Seit Präsident Bolsonaros «Liberalisierung» wird Brasiliens Urwald noch schneller abgeholzt – mit Hilfe von Konzernen und China.

Einst galt der US-amerikanische Agrarkonzern Cargill als Beispiel für Umweltverantwortung. Etwa als er kein Soja mehr aus dem Amazonas-Regenwald bezog. Jetzt aber bezeichnet ihn die Umweltorganisation Mighty Earth als «das schlimmste Unternehmen der Welt».

Diese Auszeichnung hat sich Cargill mit der Weigerung verdient, ein ähnliches Moratorium für eine bedrohte Region in Brasilien auszusprechen und ganz allgemein die Abholzungs-Ziele zu verfehlen. Mit einem Umsatz von 110 Milliarden Dollar ist Cargill das grösste Privatunternehmen der USA. Es agiert als Mittler zwischen Farmern und grossen Nahrungsmittelkonzernen und ist einer der grössten Exporteure von Soja aus Brasilien (siehe Grafik ganz unten).

2006 hatte sich Cargill, unter anderem auf Druck von Greenpeace, auf ein Moratorium eingelassen, nicht mehr mit Farmern zusammenzuarbeiten, die im Amazonasgebiet Urwald roden, um Soja anzubauen. Das habe viel dazu beigetragen, die Abholzung zu verringern.

Nun hat sich das Blatt gewendet. Kurz bevor Mighty Earth seinen vernichtenden Report über Cargill veröffentlichte, zog auch Greenpeace Cargills Bekenntnis zum Beenden der Abholzung in Zweifel. Die Kritik richtet sich vor allem an die Abholzung in den Cerrados, dem riesigen brasilianischen Savannengebiet, wo das Unternehmen grosse Mengen Soja von lokalen Bauern aufkauft. Die Cerrados liefern rund 60% der brasilianischen Sojaproduktion, etwa 20-mal soviel wie das Amazonasgebiet.

Das Tempo der Zerstörung des Urwalds in Brasilien hat seit dem Amtsantritt von Präsident Bolsanero wieder zugenommen. Bild: Mighty Earth.

Cargills Verhalten widerspiegelt auch die neuen politischen Verhältnisse unter dem populistischen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, der die Umweltregulierungen zurückfährt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Seit seinem Amtsantritt im Januar hat die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet stark zugenommen. Auch deshalb fordern Umweltorganisationen von Cargill ein Sojamoratorium in den Cerrados, aus denen mehr als die Hälfte der einheimischen Pflanzenwelt verschwunden ist. Lokale Wassersysteme sind zerstört, was wiederum dem Klimawandel Vorschub leistet.

Cargill weigert sich, ein Cerrado-Moratorium einzugehen, obwohl das Unternehmen letzten Monat eingestehen musste,

 » Lees verder

Der Griff der Großkonzerne nach der Weltherrschaft | Anti-Spiegel

18-07-19 04:24:00,

Es gibt sehr alarmierende Nachrichten, über die die Medien überhaupt nicht berichten. Die Großkonzerne greifen nach der Macht und wollen die UNO entmachten. Und die UNO spielt mit.

Ein Leser hat mir einen Artikel geschickt, der so abstrus war, dass ich es erst nicht glauben konnte. Aber bei der Recherche habe ich festgestellt, dass alles so ist, wie es der Autor beschrieben hat: Die Vertretung der 100 größten weltweiten Konzerne, das Wirtschaftsforum in Davos, hat dazu eine Absichtserklärung mit der UNO beschlossen. Der Inhalt ist mehr als besorgniserregend.

Da ich dem, was der Autor dazu geschrieben hat, nichts hinzuzufügen habe, will ich mich nicht mit falschen Federn schmücken und veröffentliche seinen Artikel hier mit seiner freundlichen Genehmigung.

Beginn des Artikels:

Der Griff der Großkonzerne nach der Weltherrschaft

Das Weltwirtschaftsforum und die Vereinten Nationen (UN) haben ein Memorandum of Understanding zur Intensivierung ihrer Zusammenarbeit unterzeichnet. Es ist der UN erkennbar peinlich – aus gutem Grund. Es ist ein weiterer Schritt der Selbstentmachtung der UN und ein weiterer Meilenstein für den Club der Multis auf dem Weg zu seinem erklärten Ziel – der Weltherrschaft. Zu starker Tobak? Lesen Sie selbst, was das Weltwirtschaftsforum zu dem Thema schreibt.

Um die jüngste Kooperationserklärung zwischen dem Weltwirtschaftsforum und den Vereinten Nationen einordnen zu können, muss man 10 Jahre zurückgehen, ins Jahr 2009. Damals hat eine „Global Redesign Initiative“ (GRI) des Weltwirtschaftsforums nach 18 Monaten Arbeit vieler Arbeits- und Beratergruppen einen Bericht veröffentlicht, wie sie sich die künftige Weltregierung (Global Governance) vorstellt.

Das Weltwirtschaftsforum ist eine Lobby der 1000 größten multinationalen Konzerne, die sich „DIE internationale Organsiation für öffentlich-private Kooperation“ nennt. Das Forum zieht nach eigener Darstellung „die wichtigsten politischen Wirtschafs- und sonstigen Führer der Gesellschaft hinzu, um globale, regionale und Branchen-Agenden zu bestimmen“. Die Richtung geben die 100 größten und einflussreichsten vor, die das meiste Geld beisteuern. In allen wichtigen Ländern hat das Forum in den größten Städten „Hubs“, in denen die „Global Shapers“ miteinander vernetzt werden. Das sind vom Forum ausgesuchte, einflussreiche oder aufstrebende Menschen aus Unternehmen, Kulturszene und Bürgerbewegungen. Die jährlichen Treffen des Forums in Davos, bei denen das Who is Who der internationalen Regierungschefs den Konzernmächtigen ihre Aufwartung macht, ist also nur die Spitze eines Eisbergs an Einflussnahme.

Der GRI-Abschlussbericht hörte auf den Namen „Everybody‘s Business: Strengthening International Cooperation in a More Interdependent World“ und war 600 Seiten… (Zum Weiterlesen hier klicken)

Teile diesen Beitrag

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper,

 » Lees verder

Online-Handel und Großkonzerne treiben kleine Läden in den Ruin

24-04-19 04:32:00,

Stuttgart: Ein Bäcker bearbeitet schwäbische Brezeln vor dem Backen. (Foto: dpa)

Stuttgart: Ein Bäcker bearbeitet schwäbische Brezeln vor dem Backen. (Foto: dpa)

 » Lees verder

Sonderklagerechte für Konzerne erneut im EU-Parlament

12-02-19 07:49:00,

Abgeordnete müssen beide EU-Singapur-Abkommen ablehnen

11.02.2019

Am Mittwoch stimmt das Europäische Parlament über zwei Abkommen mit Singapur ab: Über das Handelsabkommen EUSFTA und über das Investitionsabkommen EUSIPA. Letzteres enthält die umstrittenen Sonderklagerechte für Konzerne, ISDS (Investor-state dispute settlement).

Attac fordert die EU-Abgeordneten auf, beide Abkommen abzulehnen: „Mit EUSIPA würde die Paralleljustiz für Konzerne ausgeweitet, denn Singapur ist der wichtigste Handelspartner der EU in Südostasien. Die meisten in der Region tätigen europäischen Konzerne haben dort wichtige Niederlassungen. Nicht nur singapurische Firmen, sondern alle dort tätigen internationalen Konzerne könnten EU-Staaten auf Schadensersatz verklagen – für Gesetze, die unsere Gesundheit, unsere Arbeitsrechte und unsere Umwelt schützen“, warnt Attac-Handelsexperte Roland Süß.

Abstimmung als wichtige Weichenstellung über ISDSEUSIPA soll als Modell für künftige EU-Abkommen mit China, Mexiko und anderen Ländern dienen. Die Trennung von Handel- und Investitionsabkommen gibt den EU-Abgeordneten erstmals die Möglichkeit, ein starkes politisches Signal gegen Sonderrechte für Konzerne zu setzen. “Es ist Zeit, diese Paralleljustiz grundsätzlich abzuschaffen. Ein Nein zu EUSIPA wäre ein wichtiger Schritt dorthin“, sagt Roland Süß.

ISDS bröckelt weltweit / EU-weit bereits 430.000 Unterschriften Sonderklagerechte für Konzerne geraten weltweit immer mehr unter Druck. Länder wie Indien, Ecuador, Südafrika, Indonesien, Tansania und Bolivien haben entsprechende Abkommen bereits gekündigt. Mehr als 430.000 Menschen haben innerhalb von drei Wochen eine EU-weite Petition gegen ISDS unterzeichnet. Zahlreiche Organisationen aus den Philippinen, Indonesien und Malaysia erklären sich mit der EU-weiten Kampagne und dem Widerstand gegen EUSIPA in Europa solidarisch. Sie kennen die Auswirkungen von ISDS und fürchten, dass EUSIPA eine Vorlage für EU-Abkommen mit ihren Ländern sein wird.

Auch der Handelsteil ist problematisch

Während EUSIPA auch noch der Zustimmung aller nationalen Parlamente bedarf, muss das Handelsabkommen EUSFTA nur vom EU-Parlament abgestimmt werden. Auch EUSFTA ist höchst problematisch. Es enthält zwar Vorgaben zur Nachhaltigkeit, aber keine wirksamen Mechanismen, um den Schutz der Umwelt oder Rechte von Beschäftigten durchzusetzen. Singapur hat zwei der acht ILO-Kernarbeitsnormen nicht ratifiziert. Hanni Gramann vom Attac-Rat: „Wir brauchen endlich Handelsabkommen, die Mensch und Umwelt ins Zentrum stellen, und verbindliche Regeln für Konzerne, mit denen diese im Falle der Verletzung von Menschenrechten zur Verantwortung gezogen werden können.“

Zur Übersicht

 » Lees verder