STANDPUNKTE • Krieg gegen einen Joker | KenFM.de

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11-05-20 09:28:00,

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Die Pharmaindustrie und ihre Virologen versuchen derzeit, den Erreger SARS-CoV-2 als stabilen Feind zu definieren. Für den „Krieg gegen das Virus“ braucht man die Gefahr in Form einer Stachelkugel. Eine „coronafreie Welt“ ist das erklärte Ziel von Bill Gates und seinen politischen Freunden. Auch im Hinblick auf eine mögliche Impfung wird versucht, der Öffentlichkeit die Illusion eines klar definierbaren Gegners in der Welt der Viren einzureden. Aus wissenschaftlicher Sicht handelt es sich bei all diesen Bemühungen – schonend ausgedrückt – um gefährliche Irrwege.

Ein Standpunkt von Wolfgang Wodarg.

Es ist völlig sicher, dass sich auch das SARS-Virus laufend und in großer Geschwindigkeit ändert. Und was nützt eine Impfung gegen etwas, das sich längst unkalkulierbar geändert hat? Auch unser Immunsystem reagiert unvorhersehbar. Kreuzimmunitäten? Immungedächtnis? Die Spezifität und Aussagekraft von Tests ist schnell vergänglich, ebenso die Wirkung eines Impfstoffes. Deshalb sind Immunitätsnachweise eine Farce und wenn sie Gesetz werden sollten, eine gesundheitlich nicht begründbare Schikane.

Aus dem gleichen Grund sind Massenimpfungen gegen respiratorische Viren ein riskanter Nonsens und gegebenenfalls Körperververletzung. Bei sich rasch wandelnden Erregern ist – wie bei der Influenza-Impfung – der Impferfolg Glückssache. Erst hinterher kann festgestellt werden, ob die Geimpften besser dran waren als die Nichtgeimpften. Das bleibt ein gutes Geschäft, da eine evidenzbasierte vorherige Nutzenprüfung natürlich nie möglich sein wird. Bisher war es außerdem so, dass sich andere Viren ausbreiten, wenn einer Virusart durch Impfung das Leben schwerer gemacht wurde.

Die Wuhan-Viren sind längst Schnee von gestern

Entscheidend ist die extrem hohe Mutationsrate von RNA-Viren, zu denen auch SARS-CoV-2 gehört. Die Rate wird eindrucksvoll von Forschern der Universität Glasgow demonstriert, die für das Virus schon in einem sehr kurzen Zeitraum von circa 4 Monaten folgende Mutationen beschreiben:

  • 7237 nicht-synonyme, das heißt, Aminosäure verändernde Mutationen (replacements)
  • 6 Einfügungen von zusätzlichen Basen (insertions)
  • 87 Wegfälle von Basen in der Gensequenz (deletions)

Das ist für ein Genom, das selbst nur aus etwa 30.000 Basen besteht, eine enorme Anzahl von Mutationen,

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Krieg gegen einen Joker

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11-05-20 07:56:00,

Die Pharmaindustrie und ihre Virologen versuchen derzeit, den Erreger SARS-CoV-2 als stabilen Feind zu definieren. Für den “Krieg gegen das Virus” braucht man die Gefahr in Form einer Stachelkugel. Eine “coronafreie Welt” ist das erklärte Ziel von Bill Gates und seinen politischen Freunden. Auch im Hinblick auf eine mögliche Impfung wird versucht, der Öffentlichkeit die Illusion eines klar definierbaren Gegners in der Welt der Viren einzureden. Aus wissenschaftlicher Sicht handelt es sich bei all diesen Bemühungen – schonend ausgedrückt – um gefährliche Irrwege.

WOLFGANG WODARG, 10. Mai 2020, 0 Kommentare

Es ist völlig sicher, dass sich auch das SARS-Virus laufend und in großer Geschwindigkeit ändert. Und was nützt eine Impfung gegen etwas, das sich längst unkalkulierbar geändert hat? Auch unser Immunsystem reagiert unvorhersehbar. Kreuzimmunitäten? Immungedächtnis? Die Spezifität und Aussagekraft von Tests ist schnell vergänglich, ebenso die Wirkung eines Impfstoffes. Deshalb sind Immunitätsnachweise eine Farce und wenn sie Gesetz werden sollten, eine gesundheitlich nicht begründbare Schikane.

Aus dem gleichen Grund sind Massenimpfungen gegen respiratorische Viren ein riskanter Nonsens und gegebenenfalls Körperververletzung. Bei sich rasch wandelnden Erregern ist – wie bei der Influenza-Impfung – der Impferfolg Glückssache. Erst hinterher kann festgestellt werden, ob die Geimpften besser dran waren als die Nichtgeimpften. Das bleibt ein gutes Geschäft, da eine evidenzbasierte vorherige Nutzenprüfung natürlich nie möglich sein wird. Bisher war es außerdem so, dass sich andere Viren ausbreiten, wenn einer Virusart durch Impfung das Leben schwerer gemacht wurde.

Die Wuhan-Viren sind längst Schnee von gestern

Entscheidend ist die extrem hohe Mutationsrate von RNA-Viren, zu denen auch SARS-CoV-2 gehört. Die Rate wird eindrucksvoll von Forschern der Universität Glasgow demonstriert, die für das Virus schon in einem sehr kurzen Zeitraum von circa 4 Monaten folgende Mutationen beschreiben:

  • 7237 nicht-synonyme, das heißt, Aminosäure verändernde Mutationen (replacements)
  • 6 Einfügungen von zusätzlichen Basen (insertions)
  • 87 Wegfälle von Basen in der Gensequenz (deletions)

Das ist für ein Genom, das selbst nur aus etwa 30.000 Basen besteht, eine enorme Anzahl von Mutationen, Insertionen und Deletionen in kürzester Zeit. Und das sind nur die Daten von ein paar Tausend SARS-CoV-2 Viren, die man sequenziert hat. Die Natur kennt viele, viele weitere.

Nicht-synonyme Mutationen führen dazu, dass andere Aminosäuren in die Proteine des Virus eingebaut werden.

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Krieg gegen den Joker

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09-05-20 01:20:00,

Es ist völlig sicher, dass sich auch das SARS-Virus laufend und in großer Geschwindigkeit ändert. Und was nützt eine Impfung gegen etwas, das sich längst unkalkulierbar geändert hat?

Auch unser Immunsystem reagiert unvorhersehbar. Kreuzimmunitäten? Immungedächtnis? Die Spezifität und Aussagekraft von Tests sind schnell vergänglich. Ebenso die Wirkung eines Impfstoffes.

Deshalb sind Immunitätsnachweise eine Farce und wenn sie Gesetz werden sollten, eine gesundheitlich nicht begründbare Schikane.

Aus dem gleichen Grund sind Massenimpfungen gegen respiratorische Viren ein riskanter Nonsens und gegebenenfalls Körperverletzung. Bei sich rasch wandelnden Erregern ist — wie bei der Influenza-Impfung — der Impferfolg Glückssache. Erst hinterher kann festgestellt werden, ob die Geimpften besser dran waren als die Nichtgeimpften. Das bleibt ein gutes Geschäft, da eine evidenzbasierte vorherige Nutzenprüfung natürlich nie möglich sein wird. Bisher war es außerdem so, dass sich andere Viren freuen und ausbreiten, wo einer Virusart durch Impfung das Leben schwerer gemacht wurde.

Es geht um die extrem hohe Mutationsrate von RNA-Viren, zu denen auch SARS-CoV2 gehört. Die Rate wird eindrucksvoll von der Webseite CoV-Glue „Amino acid analysis for the SARS-CoV-2 pandemic“ demonstriert — sie beschreibt für SARS-CoV2 in einem sehr kurzen Zeitraum von ca. 4 Monaten:

  • 7.237 nicht-synonyme, das heißt Aminosäure verändernde Mutationen (replacements),
  • 6 Insertions (Einfügen von zusätzlichen Basen) und
  • 87 Deletions (Wegfall von Basen in der Gensequenz) in gefundenen Gen-Sequenzen.

Das ist für ein Genom, das selbst nur aus ca. 30.000 Basen besteht, eine enorme Anzahl von Mutationen, Insertionen und Deletionen in kürzester Zeit. Und das sind nur die Daten von ein paar Tausend SARS-CoV2-Viren, die man sequenziert hat. Die Natur kennt viele, viele weitere.

Nicht-synonyme Mutationen führen dazu, dass andere Aminosäuren in die Proteine des Virus eingebaut werden. Diese verändern so die chemischen Eigenschaften dieser Proteine. Diese Mutationen akkumulieren innerhalb von Wochen(!), wie die Daten zeigen.

Insertions und Deletions sind von besonderer Bedeutung, da sie unter anderem zu einem Frameshift führen können, bei dem die gesamte nachfolgende Kette anders gelesen wird. Es kommen synonyme Mutationen hinzu, die zwar die Primärstruktur der SARS-CoV2-Proteine nicht ändern, aber dennoch eine Rolle in der Diagnostik spielen können. Es gibt außerdem noch viele offene Fragen zu weiteren Effekten von synonymen Mutationen.

Zweifel am PCR-Test bestanden von Anfang an (1).

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Nie wieder Krieg! Gibt es heute noch eine Mehrheit für diese selbstverständliche Forderung?

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09-05-20 12:56:00,

Unter Menschen, die keinen Krieg wollen, gab es in den letzten Jahren trotz des Frustes über die Kriege des Westens, über Aufrüstung statt Abrüstung und russenfeindliche Äußerungen der Röttgens, Ischingers, Stoltenbergs, von der Leyens usw. immer noch einen Trost: Es herrschte die Gewissheit, dass die Mehrheit der Deutschen für Frieden und Zusammenarbeit mit Russland eintrete. So unser Eindruck. Gilt das noch? Nach Beobachtung der politischen Ziele und nach vielen Gesprächen zum Thema fürchte ich: Die Feindseligkeit ist wieder da. Sie ist systematisch aufgebaut worden. Was ist Ihr Eindruck? Albrecht Müller

Gestern jährte sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal. Auch deshalb komme ich auf diese kritische Entwicklung zu sprechen. Zunächst in Stichworten ein Rückblick und dann zu den aktuellen Beobachtungen:

  1. Ein kurzer historischer Rückblick, eine persönliche Beobachtung

    Kurz nach dem 8. Mai 1945 wurde ich 7 Jahre alt. Ich hatte den Krieg vielfach mitbekommen: brennende Städte, Familien ohne Väter, Flüchtlinge, Ausgebombte und viele Gespräche Erwachsener am Küchentisch. Nie wieder Krieg! – das konnte man damals aus dem Mund von Kommunisten, Sozialdemokraten und von Nationalsozialisten hören. Auf jeden Fall von heimkehrenden Kriegsgefangenen.

    Deshalb hatten viele damals die Hoffnung, die Zeit des Militärs sei jedenfalls in Deutschland vorbei. Das war eine Täuschung. Beginnend mit der Berlin-Blockade setzte eine massive antisowjetische Agitation ein – betrieben von Seiten der Alliierten im Westen und von deutschen Politikern und Parteien. Der Russe ist der Böse, wir sind die Guten. Darauf konnte man sich im Wirtschaftswunder-West-Deutschland der fünfziger und beginnenden Sechzigerjahre gut ausruhen.

    Die Auseinandersetzungen zwischen dem Häuflein jener unter uns jungen Leuten, die das „Nie wieder Krieg“ ernst genommen hatten, und den Kalten Kriegern in unseren Schulen und Universitäten waren ziemlich hart. Bemerkenswert: Es gab damals, am Ende der Fünfzigerjahre und zu Beginn der Sechzigerjahre unter Studenten, unter Arbeitern, unter Kirchenleuten, unter Journalisten und Politikern eine wachsende Zahl von Menschen, die dem Kalten Krieg trotzten. Der RCDS und die Junge Union hatten zunehmend nicht mehr selbstverständlich die meinungsbestimmende Mehrheit in der jungen Generation. Daran zu erinnern ist wichtig im Blick auf heute.

    Jedenfalls konnten es Willy Brandt und andere 1963 wagen, in einer breiten Öffentlichkeit den Abbau der Konfrontation mit dem Osten zu fordern und die Entspannungspolitik einzuleiten. Die 68er-Bewegung hat mit ihrer Kritik am Vietnamkrieg – unabgesprochen – ihren Teil dazu beigetragen,

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Der Krieg gegen abweichende Meinungen

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15-04-20 09:15:00,

Event 201 war eine von der Bill & Melinda Gates Stiftung, dem Weltwirtschaftsforum und der Johns Hopkins University im Oktober 2019 durchgeführte Simulation einer Corona-Pandemie. Die Teilnehmer aus dem privaten und öffentlichen Sektor bekamen das Szenario präsentiert und diskutierten, was zu tun sei. Es gibt ein offizielles Video davon, mit einem Zusammenschnitt aus Szenariovorstellung und der Diskussion der Teilnehmer, die im Rollenspiel Mitglieder eines Pandemie-Kontrollrats sind.

Die beschriebenen Krankheitssymptome und die Ausbreitung in dem Szenario ähneln stark dem, was wir derzeit mit Covid-19 erleben.

Martin Knuchel , Chef des Crisis, Emergency & Business Continuity Managements der Lufthansa, war auch dabei. Die Lufthansa dürfte also ziemlich schnell gewusst haben, was ihr blüht, als es zwei Monate später in China losging mit Covid-19.

Ab Minute acht geht es darum, dass Falschinformationen die Anstrengungen untergraben, die Pandemie zu kontrollieren. Das ist interessant, um einzuordnen, was wir an Informationsmanagement derzeit wahrnehmen: eine Überflutung mit detaillierten, aber oft nicht aussagekräftigen und nicht untereinander vergleichbaren Daten, Medien, die sich vor allem als Multiplikatoren der Regierungsstrategie zu verstehen scheinen, und eine immer härtere Gangart gegen kritische Stimmen, bis hin zu Zensur in den sozialen Medien oder gar dem Abschalten von kritischen Webseiten.

Immerhin ist ja die mitorganisierende Johns Hopkins Universität derzeit die meistgenannte Quelle für die Corona-Hitlisten, die derzeit die Medien fluten, und Bill Gates und das Weltwirtschaftsforum sind auch keine ganz unwichtigen Spieler.

Tom Inglesby von der Johns Hopkins Universität fragt im Video:

„Wie viel Kontrolle von Information sollte es geben, und von wem, und wie kann Falschinformation effektiv angegangen werden? Und was, wenn diese Falschinformationen von Unternehmen oder Regierungen kommen?”

Matthew Harrington , Global Chief Operating Officer der weltweit tätigen Kommunikationsberatungsfirma Edelman sagt dazu:

„Wir haben den Punkt erreicht, wo Soziale Medienplattformen erkennen müssen, dass die Zeit, in der sie behaupten konnten, ‚Wir sind eine Technologieplattform und keine Medienplattform’ vorbei ist. Sie müssen sich aktiv daran beteiligen, korrekte Informationen zu verbreiten und in Partnerschaft mit den Wissenschafts- und Gesundheitscommunities (-Gemeinschaften) die Zone der korrekten Information fluten. Denn den Geist der Falschinformation wieder in die Flasche zu stecken, ist unmöglich.”

Lavan Thiru von der Monetary Authority of Singapore betont,

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Unbezahlbarer Krieg: Warum Saudi-Arabien einen Weg sucht, den Jemen zu verlassen | Anti-Spiegel

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14-04-20 03:47:00,

Im Jemen hat Saudi-Arabien eine einseitige Waffenruhe verkündet und dies mit humanitären Gründen wegen der Corona-Pandemie erklärt. Humanitäre Fragen haben für die Saudis in dem Krieg aber nie eine Rolle gespielt. Was also sind die wahren Gründe für den einseitigen Waffenstillstand?

Die Verkündung des einseitigen Waffenstillstandes im Jemen war den deutschen Medien nur kurze Meldungen wert und auch ich habe darüber bisher nicht geschrieben, weil ich mir keinen wirklichen Reim darauf machen konnte, warum Saudi-Arabien sich in dem Krieg nun plötzlich auf humanitäre Gründe beruft. Dabei ist es gar nicht so schwer, die Antwort zu finden und es ärgert mich ein wenig, dass ich nicht selbst darauf gekommen bin.

Gefunden habe ich die wahrscheinliche Erklärung für den Kurswechsel der Saudis in einer Analyse der russischen Nachrichtenagentur TASS. Da ich mich nicht mit fremden Federn schmücken möchte, habe ich die Analyse übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Das Coronavirus und niedrige Ölpreise könnten Riad zwingen, seine Politik in der Region zu ändern.

Während seiner fünfjährigen Beteiligung am Jemen-Konflikt hat Saudi-Arabien wiederholt vorübergehende Waffenstillstände angekündigt. Aber die aktuelle Situation könnte der Versuch von Riad sein, seine Streitkräfte im Jemen zu reduzieren oder sogar zu versuchen, den verlustreichen Krieg zu verlassen.

Vergangene Woche verkündeten Saudi-Arabien und seine Verbündeten der arabischen Koalition eine zweiwöchige Waffenruhe im Jemen. Laut Riad steht diese Entscheidung im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuen Coronavirus. Im Jemen wurde kürzlich der erste Fall einer COVID-19-Infektion gemeldet. Experten und Vertreter internationaler Organisationen haben wiederholt davor gewarnt, dass der Ausbruch der Epidemie in diesem Land in einer Katastrophe enden könnte.

Die Koalition erklärte auch, dass die vorübergehende Waffenruhe der Beginn von Verhandlungen zwischen der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung und den Rebellen der Bewegung „Ansar Allah“ sein könnten, die in Jemens Hauptstadt Sanaa sitzen. Der Waffenstillstand kann verlängert werden, damit die Konfliktparteien die Vorschläge der Vereinten Nationen für eine politische Lösung im Land erörtern können. Auf den ersten Blick sieht Riads Entscheidung wie eine humane Geste aus, die zeigt, dass das Königreich auf die Aufrufe der UN reagiert. Der Leiter der Organisation, Antonio Guterres, forderte kürzlich die Einstellung der militärischen Feindseligkeiten auf der ganzen Welt, um gemeinsam gegen die Pandemie zu kämpfen.

Der Jemen leidet seit Jahren unter Hungersnot,

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Wie der Krieg des Imperiums Hikmatullah „den Glücklichen“ reich machte

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12-04-20 10:01:00,

In Afghanistan ist weiterhin vieles nicht gut. Doch gerade in diesen Tagen lohnt sich ein Blick in ältere Berichte und Recherchen. Diese offenbaren nämlich nur allzu deutlich, was am Hindukusch alles schiefgelaufen ist. Ein gutes Beispiel hierfür ist etwa die amerikanische Kriegsindustrie, die dazu geführt hat, dass viele Hampelmänner plötzlich zu Millionären wurden, während die absolute Mehrheit der Afghanen am Hungertuch nagte. Von Emran Feroz.

Vor rund einem Monat unterzeichnete die US-Regierung mit den afghanischen Taliban einen Abzugsdeal im Golfemirat Katar. Seitdem steht ein vollständiger Abzug der US-Truppen tatsächlich im Raum. Wie die Situation nach einer möglichen Wiederwahl Trumps oder mit einem Präsident Joe Biden aussehen wird, ist unklar. Doch gegenwärtig wird am Hindukusch abgebaut. Troops are coming home. Nach der Unterzeichnung des Abkommens verkündete das US-Militär in Afghanistan, innerhalb von 135 Tagen das Truppenkontingent auf insgesamt 8.600 Soldaten verringern zu wollen.

Dies ist vor allem beachtenswert, wenn man in Betracht zieht, was einst im Land los war. Als die USA und ihre Verbündeten Ende 2001 in Afghanistan einmarschierten, errichteten sie eine gigantische Kriegsindustrie, die alle möglichen Sektoren einschloss. Milliarden von Dollar wurden in verschiedensten Formen ins Land gepumpt. Man verteilte das Geld an korrupte Warlords, Politiker und Drogenbaronen oder an NGOs, vermeintlichen Menschen- und Frauenrechtlern oder anderweitigen Akteuren, die angereist waren, um vom Krieg – oder wie es damals hieß: von der „Demokratie“ – zu profitieren. Währenddessen wurde der plötzliche Geldfluss von vielen kriegsmüden Afghanen fälschlicherweise als gesunder Wirtschaftsaufschwung betrachtet. In gewissen Kreisen galt schnell folgendes: Wer in diesen Tagen kein Geld macht, ist dumm – vor allem wenn er der englischen Sprache mächtig ist. Schnell entwickelte sich eine Raubtiermentalität, und das meiste Geld lag natürlich beim US-Militär.

In vielen Regionen entwickelten sich regelrecht kleine Städte, die sich um die Militärbasen entwickelten und die von den Amerikanern betrieben wurden. Es gab Krankenhäuser, Freizeitzentren und Fastfoodrestaurants. Hinzu kamen Duschen mit Warmwasser, Klimaanlagen und Internetcafés. Der Energieverbrauch war enorm, und dementsprechend war man auf zahlreiche Güter und Rohstoffe angewiesen.

Doch gleichzeitig herrschte weiterhin Krieg. Die USA hatten den Feind, sprich, die Taliban, nur aus den Städten vertrieben oder in Foltergefängnisse in Bagram oder Guantanamo verfrachtet. In den ländlichen Regionen – oft Schauplätze westlicher Kriegsverbrechen – gedieh Extremismus und Militanz. Der Aufstand wuchs, und US-Soldaten wurden zum Ziel.

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Totaler Krieg gegen das Virus

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03-04-20 05:02:00,

Als Historiker und Kindheitsforscher bin ich schlicht entsetzt, was nun schon seit Wochen weltweit, speziell in Europa, im Zusammenhang mit einem neuartigen Virus — SARS-CoV-2 — an Irrationalem und Surrealem geschieht. Und dabei ist dieses Virus mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit — nach vorliegenden amtlichen internationalen Daten — nicht gefährlicher als die vielen Grippe- und sonstigen Viren, denen jährlich im Winter in Deutschland mehrere Hundert und im Höchstfall bis zu 25.000 Menschen (2017/2018) zum Opfer fallen. Beim Coronavirus ist die Sterblichkeitsrate definitiv und deutlich geringer; für Kinder und Jugendliche ist es unbedeutend.

Als Historiker — und dreifacher Vater — muss ich dringlich vor allem eines äußern: Gegenwärtig wird ein Virus in beispiellosem historischem Ausmaß politisch missbraucht. In einem Ausmaß, dass man nicht nur als grob fahrlässig bezeichnen kann, sondern als gefährlich. Wofür dieses Virus politisch missbraucht wurde und wird, werden wir in ein paar Monaten oder ein bis zwei Jahren wissen.

Speziell in Europa gibt es über Jahrhunderte eine lange Tradition, Krankheiten, Seuchen et cetera politisch zu missbrauchen. Ebenso gibt es in der jüngeren Geschichte Europas deutliche Spuren davon, dass einzelne Wissenschaftler beziehungsweise Experten einer bestimmten Disziplin mit ihren Expertisen sich dazu missbrauchen haben lassen, dem politischen Establishment jenes geistige Material zu liefern, mit dem sie ihr fragwürdiges Menschen- und Weltbild flächendeckend durchsetzen können oder/und vor allem, um demokratische in totalitäre Gesellschaften zu wandeln.

Bauten beispielsweise — nicht nur — die Nationalsozialisten auf Psychologen und vereinzelt auch schon auf Mediziner, schlägt seit einigen Jahren — und mit Corona nun endgültig — die Stunde der Virologen und in Folge mit Sicherheit die der Verfechter von Zwangsimpfungen.

Der Historiker und Weltbestsellerautor Yuval Noah Harari hat schon vor Jahren darauf mahnend hingewiesen: Die Kriege des 21. Jahrhunderts werden nicht nur mit Computerviren geführt werden. So hat der französische Präsident Emmanuel Macron am 16. März 2020 in seiner Rede zur Lage der Nation hinsichtlich der Corona-Krise gleich siebenmal von Krieg gesprochen:

„Wir befinden uns im Krieg, einem Gesundheitskrieg, ganz sicher. Wir kämpfen weder gegen eine Armee noch gegen eine andere Nation, aber der Feind ist da, unsicher, flüchtig und auf dem Vormarsch. (…) Wir befinden uns im Krieg.“

Voila! Europa hat „sein 9/11“ gefunden. Dazu braucht es keine in Wolkenkratzer krachenden Flugzeuge. Zum nachhaltigen Umbau der gesamten Gesellschaft reicht ein Virus namens SARS CoV-2,

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Sind wir im Krieg gegen ein Virus?

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23-03-20 10:54:00,

Beim letzten großen Cholera-Ausbruch in Haiti 2010 versuchten einige die Bakterien mit Antibiotika bekämpfen und verschlimmerten damit den Verlauf. Die Schluckimpfung war nur sehr begrenzt wirksam. Eine Lösung des Problems bahnte sich erst an, als man für saubere Trink- und Abwasser Verhältnisse und für soziale Stabilität sorgte.

Ist der effektivste Umgang mit gefährlichen Viren wie Lassa, Ebola, Tollwut tatsächlich ihre „Bekämpfung“? Oder gibt es auch andere, intelligentere, klügere, friedliche Strategien, wie wir mit ihnen umgehen könnten? Klingen diese Frage naiv oder zynisch angesichts des Ernstes der Lage?

Im Folgenden möchte ich zunächst darlegen warum — selbst in ernsten Krisen — Krieg nie die beste Lösung ist. Und schon gar nicht bei Infektionskrankheiten. Dazu werde ich auf historische Aspekte hinweisen, die meines Erachtens in pandemischen Nachrichtenüberflutung zu kurz kommen, und schließlich — nach einer kurzen Betrachtung der Besonderheit der jetzigen Pandemie — Fragen stellen, zu denen ich (noch) keine Antwort weiß, obwohl ich neugierig suche.

1987 versuchten wir in einem internationalen Forschungsprojekt — am Beginn einer anderen großen Pandemie — herauszufinden, ob man HIV/AIDS bekriegen könne. Nach relativ kurzer Überlegung wurde diese Idee als Blödsinn verworfen. Denn Kriege werden bestimmt durch tunnelartiges Handeln — Angriff oder Flucht — oder, wenn alles verloren zu sein scheint, durch Erstarrung oder Kollaps. Und beides ist ungünstig, wenn man Menschen dabei unterstützen will, durch Einsicht ihr Verhalten gesundheitsförderlich zu ändern. Stattdessen versuchten wir, die Dynamiken der Übertragung zu verstehen, die wesentlichen Kofaktoren und die beteiligten Wechselwirkungen zu entdecken. Wir waren dabei gezwungen zu erkennen, dass „die Welt“, die wir betrachteten, nicht monokausal strukturiert war („das Killervirus!“), sondern sich komplex veränderte. Und dass Schnellschüsse in dynamische Systeme — die wir ungenügend durchschauten — mehr Schaden anrichten, als nutzten. Und, dass voreilige Problemlösungsversuche manchmal völlig ungeahnte Probleme erzeugten, die sich dann als sehr hartnäckig erwiesen.

Ein kleiner historischer Rückblick zeigt, wie sich das Verständnis der Kleinlebewesen, die uns umgeben, und in uns leben gewandelt hat: Vor 170 Jahren vermutete Rudolf Virchow, Krankheiten seien die Folge intrazellulärer Störungen. Kurz darauf beschrieb Antoine Béchamp Minilebewesen auf den Oberflächen kranker Pflanzen (1). Er hielt diese „Mikrozymen“ für natürliche Bestandteile lebender Organismen, die im Falle eines inneren Ungleichgewichtes nach außen gelangten, und sich dort weiter vermehrten. Ein Jahrzehnt später übernahm auch Louis Pasteur Béchamps Theorie. Allerdings hielten Pasteur, Ferdinand Cohn und Robert Koch die Bazillen oder „kleinen Stäbchen“ (altgriechisch baktērion) für Feinde gesunder Lebensformen (2).

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Krieg statt Corona spielen

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20-03-20 08:12:00,

Während Pandemie-Simulationen aus dem App Store entfernt werden, floriert im Home Office und in Quarantänen das Kriegsspielen. Online

Nennen wir es eine “monothematische Medienlandschaft”. Corona, COVID-19 und Pandemie sind die einzigen Wörter, die es garantiert derzeit in eine Headline schaffen. So gut wie kein anderes Thema steht ganz oben auf den Websites, in Tageszeitungen. Die Welt besteht derzeit nur noch aus Social Distancing und Quarantänen, aus Verdoppelungsraten und Infektionsgefahren. So ist das nun einmal in diesem März 2020. So wird es noch eine Weile bleiben.

Ach ja, dass Prinz Harry wirklich Ärger mit Prinz William hat, schafft es auch in eine Headline. Aber das interessiert uns jetzt so viel, als ob im Buckingham Palace ein hamstergekaufter Sack Reis umfällt, oder? Hat es ja auch nie wirklich.

Die digitale Welt reagiert mit Content-Quarantäne. Und das macht nun ja auch Sinn. So blockt zum Beispiel Pinterest Corona Searches, damit User nicht auf einer “Wie nagel ich ein Bild an die Wand”-Plattform medizinische Ratschläge suchen. Das kann man nachvollziehen, ich geh ja auch nicht auf youporn.com und suche mir dort einen Proktologen. Zudem haben die App Stores auch die Zügel angezogen und nehmen alle Games und jegliches Entertainment herunter, das sich rund um die Pandemie dreht. Aber bitteschön, man könnte das ja schnell als sehr geschmacklos verstehen, eine Virendurchseuchung als Spielelevel zu sehen. Ich muss nicht “Coronanite” oder “Corona of Duty” gamen.

Wo wir gerade beim Thema sind. Call of Duty, die kleine, unsympathische Weltkriegssimulation von nebenan, hat es nun tatsächlich geschafft, in diesen Tagen (also, insgesamt an vier Tagen in Folge) 15 Millionen Spieler als Soldaten über die Bildschirme hüpfen zu lassen. Im Battle Royal Mode. Nur mal so als kleinen Vergleich dagegengesetzt: Im gesamten Ersten Weltkrieg starben zirka 19.7 Millionen Soldaten und Zivilisten. Da bin ich mir sicher, dass die Zahl leicht in 5 Tagen gemacht wurde.

Je mehr Social Distancing zum neuen Livestyle werden muss und man zu Hause vor der Kiste herumsitzt, desto eher werden solche in der Konsequenz eindeutigsten Simulationen von radikalem Social Distancing der Hit. Krieg zu spielen als Ablenkung von weltweiten Pandemien, hat nun doch einen faden Beigeschmack. Aber da wird wohl so schnell nichts aus den App Stores verschwinden.

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“Die Kinder müssen wissen, was Krieg bedeutet und warum Krieg schlecht ist”

“die-kinder-mussen-wissen,-was-krieg-bedeutet-und-warum-krieg-schlecht-ist”

14-03-20 08:32:00,

Ein Schüler der Schule Nr 13 trägt ein Gedicht in ukrainischer Sprache vor. Bild Ulrich Heyden

Besuch einer Schule in der “Volksrepublik Lugansk”, Ukrainisch sei “keine Sprache des Feindes”, erklärt die stellvertretende Leiterin – Telepolis berichtet aus dem Donbass, Teil 4

Zu den Orten, die ich in Lugansk besuchte, gehörten auch ein Park für Kinder und eine Schule. Der Park heißt Schors-Park. Im Juli 2014 schlugen in dem Rasen des Parks ukrainische Geschosse ein.

Seit Juni 2017 steht in diesem Park ein Denkmal für im Krieg getötete Kinder. Man sieht stilisierte weiße Engel, die in den Himmel zu fliegen scheinen. So ein Denkmal habe ich noch nie gesehen und ich bleibe ungläubig davor stehen.

Was ist falsch, was ist richtig?

Mein Begleiter vom Lugansker Außenministerium erklärt, dass zu diesem Denkmal auch Schulklassen kommen. Ich frage, ob denn für Kinder so ein Denkmal nicht zu schrecklich ist? Die Antwort lautet: “Die Kinder müssen wissen, was Krieg bedeutet und warum Krieg schlecht ist.”

So richtig überzeugt mich die Antwort nicht. Ich bin in Deutschland aufgewachsen und habe gelernt, dass Kinder vom Krieg ferngehalten werden müssen. Jetzt aber bin ich in Lugansk und erlebe, dass Krieg hier etwas Alltägliches ist, und das schon seit sechs Jahren. Was ist nun richtig und was falsch?

Besuch einer Schule in der “Volksrepublik Lugansk” (9 Bilder)

Blick in den Luftschutzkeller der Schule Nr 13 in Lugansk. Bild Ulrich Heyden

Für Deutsche ungewöhnlich ist auch, dass der 1936 eingerichtete Park den Namen eines Revolutionärs trägt. Nikolai Schors war Offizier der zaristischen Armee. 1919, im russischen Bürgerkrieg, kämpfte er auf der Seite der Roten. In der Sowjetunion wurde Schors, der im Alter von 24 Jahren fiel, wegen seines Mutes verehrt.

Allmählich begreife ich. Revolution und Krieg sind im Gebiet Lugansk Teil der örtlichen Geschichte und gehörten immer zum Schulunterricht. Und heute sind die Kinder in der “Volksrepublik Lugansk” gezwungen, im Krieg zu überleben. Die Kinder lernen schnell. Sie wissen bei Beschießungen schon, von wo geschossen wird und welche Geschosse fliegen.

Schulleiterin: “Für die Kleinen ist es schrecklich”

Als ich die Schule Nr. 13 in der Altstadt von Lugansk besuche, frage ich die stellvertretende Schulleiterin Veronika Anatoljewna nach dem Denkmal im Schors-Park.

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Der 3. Krieg gegen den Irak beginnt | KenFM.de

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13-03-20 09:22:00,

Wenn Soldaten unaufgefordert im Land sind, ist das eine Besatzungsarmee

Von Jochen Mitschka.

Wir sehen im Moment den möglichen Beginn eines dritten Krieges der USA gegen den Irak. Die USA bombardierten am 12. März eine Position des irakischen Arms der Hisbollah in Jurf al-Sakher, 60 km südwestlich von Bagdad. Dabei wurden der zivile Flughafen, die irakische Armee und Einheiten der Katastrophenhilfe getroffen und mehrere Iraker getötet. Die USA behaupten, dass von dort die US-Basis al-Taji mit Raketen beschossen worden wäre, wobei zwei US-Soldaten getötet und ein britischer Soldat verwundet und zwölf andere verletzt wurden. Daraufhin erklärte der Militärkommandeur der Hisbollah, dass sich nun die Einsatzregeln ändern würden, und dass nun ernsthaftere Waffen gegen die USA im Irak eingesetzt werden würden.

Damit beginnt möglicherweise der dritte Krieg der USA gegen den Irak, denn längst sind die US-Soldaten wieder eine illegale Besatzungsmacht, nachdem sie vom Parlament und der Regierung aufgefordert worden waren, das Land zu verlassen, aber der Aufforderung nicht nachkamen.

Irakische Sicherheitskräfte kämpfen viele Jahre gegen die von den USA erst möglich gemachte Invasion des IS und erlitten eine große Zahl an Opfern in diesem Kampf, der von den USA im Wesentlichen durch Bombardierungen unterstützt wurde. Diese Hilfe war jedoch erst angeboten, als klar geworden war, dass der Iran es geschafft hatte, den irakischen Widerstand gegen den IS so zu stärken, dass die Hauptstadt Bagdad, vor der der IS bereits stand, nicht fallen würde.

Die meisten westlichen Analysten und unsere Medien nennen die „Iraqi Popular Mobilisation Forces“ also die „Volksmobilmachungskräfte“ welche maßgeblich durch den Iran und die Hisbollah zusammen geschweißt, ausgebildet und bewaffnet worden waren, und für den Sieg gegen den IS den größten Blutzoll entrichteten, als eine „pro-iranische“ Miliz. Damit soll der Eindruck erzeugt werden, dass die USA nicht den Irak, sondern eigentlich den Iran bombardieren. Obwohl es sich natürlich um Iraker handelt, die getötet werden, und das auf irakischem Gebiet, auf dem sich die USA nun völkerrechtswidrig aufhalten.

Dank der Hilfe aus dem Iran ist der Irak nicht so hilflos wie der Jemen. Und dieser Krieg wird eine noch deutlichere Niederlage der USA zeigen, wie man nun in Afghanistan sieht. Aber dieser Krieg wird auch ein Land,

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Der Krieg gegen Flüchtlinge

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11-03-20 08:47:00,

Liebe sozial engagierte Demonstrantinnen und Demonstranten!

Wir fordern ein Ende des Krieges gegen Flüchtlinge und der Fluchtursachen Waffenexport und Krieg! Nach den faschistisch motivierten Mordanschlägen von Kassel, Halle, Hanau und weiteren Gewaltverbrechen gegen das friedliche Zusammenleben fordern wir ein Ende der Verharmlosung und Begünstigung rechter Gewalt.

Die Menschenrechte, die nach dem Zivilisationsbruch, den der Terror des NS-Staates darstellte, vor 72 Jahren in der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ beschlossen wurden, lassen sich nur dann umsetzen, wenn Bewegungen wie die Seebrücke, die Friedensbewegung und andere alternative Kräfte gemeinsam den Druck gegen die alltägliche strukturelle und direkte Gewalt aufbauen und auf die Einhaltung der Menschenrechte, der Genfer Flüchtlingskonvention, der Haager Landkriegsordnung und der UNO-Charta drängen.

Flüchtlinge haben das Recht auf freien Zugang zu den Gerichten in ihrem Aufenthaltsgebiet, auch um Asyl zu beantragen. Und Staaten sind selbst im Kriegsfall gezwungen, keine Gewalt gegen Zivilisten zu wenden. Das Völkerrecht verbietet Angriffe gegen fremdes Territorium. Der NATO-Staat Türkei bricht mit seiner Aggression in Nordsyrien das Gewaltverbot der UNO-Charta. Nach einem syrischen Angriff auf den Aggressor erklärte sich die NATO mit der Türkei solidarisch (1). Damit ist sie mit in einen Bruch des Völkerrechts verwickelt.

Die Türkei hat in der Folge des Krieges gegen die Kurden in Nordsyrien den Flüchtlingen im eigenen Land den Weg an die griechische EU-Grenze freigegeben. Es kam dann zu Tod durch Ertrinken im ägäischen Meer und zu Schüssen auf Flüchtlinge an der griechisch-türkischen Grenze am Fluss Evros (2).

Die EU erklärt ihre Solidarität nicht mit den gestrandeten und traumatisierten Männern, Frauen und Kindern, die durch den Krieg alles verloren haben und auf der Suche nach Zuflucht sind.

Die EU ist solidarisch mit griechischen bewaffneten Kräften, die erklären, sie schützen die EU-Außengrenze, und sie tun das mit Tränengas und Blendgranaten gegen Kriegsflüchtlinge. Mehr noch: Griechenland setzt das Asylrecht außer Kraft. Das ist ein erneuter Völkerrechtsbruch.

Wer damit solidarisch ist, der hat jede Glaubwürdigkeit aufgegeben, sich in anderen Bezügen auf die Menschenrechte und auf die Werte der UNO-Charta zu berufen. Die EU erklärt Flucht zum illegalen Grenzübertritt. Damit kriminalisiert sie die Opfer der Kriege! Und der baden-württembergische Innenminister Strobl bot zu allem Überfluss Mitte dieser Woche sogar an, Griechenland mit deutschen Polizisten beim so genannten Schutz der EU-Außengrenze zu unterstützen (3).

Die Tatsache,

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Menschenjagd, Krieg und die richtigen Forderungen

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03-03-20 10:55:00,

Die aktuellen Fluchtbewegungen sind Ergebnis des westlichen Einsatzes für Regime-Change und „Menschenrechte“. Um angesichts der Flüchtlinge Spaltungen innerhalb der kritischen Öffentlichkeit zu vermeiden, müssen die Verantwortlichen für die Zerstörungen im Nahen Osten deutlich benannt werden – diese müssen endlich öffentlich zu ihren geopolitischen Intrigen stehen. Gleichzeitig sind die Sanktionen gegen Syrien zu beenden. Bis diese Maßnahmen greifen, müssen Flüchtlinge aufgenommen werden. Das schreibt unser Leser Bertram Burian, dessen Beitrag wir hier wiedergeben. Von Redaktion.

Am Montag hat der Sender Ö1 des österreichischen Rundfunks berichtet [1], dass – wenn die Politik so weiter geht wie bisher – es wohl nicht lange dauern wird, bis auf Flüchtlinge geschossen werden wird. [2]

Das lernen wir daraus: Das Ergebnis des „bedingungslosen Einsatzes für Menschenrechte“ und folglich für Regime-Change ist letztlich, dass ganz im Sinne dieser „Menschenrechte“ auf Flüchtlinge geschossen wird oder sie sonst wie krepieren mögen. Dieser Zynismus kann kaum übertroffen werden.

Der Flüchtlingsstrom wird wieder zunehmen. Lasst uns innerhalb der „alternativ Denkenden“ nicht erneut mit innerer Spaltung reagieren. Das lässt sich vermeiden, wenn wir die richtigen Forderungen ins Zentrum stellen und darum kämpfen, dass diese Forderungen von den Regierenden auch umgesetzt werden.

Ende der Sanktionen und ein westliches Schuldeingeständnis

Die Forderungen sollten sein:

  1. Ende der Sanktionen gegen Syrien [3]
  2. Bedingungslose Anerkennung des souveränen [4] syrischen Staates.[5]
  3. Massive Unterstützung für Syrien, damit möglichst viele Menschen dorthin zurückkehren können. [6]

Es geht um ein Eingeständnis des historischen Fehlers der massiven Einmischung des Westens. Europa soll endlich einen eigenen Weg einschlagen. Spätestens jetzt sollte jedem klar werden, dass es nie um Menschenrechte gegangen ist.

Es hat begonnen – wenn man einen Beginn festlegen will – mit dem Verbrechen, den Irak 2003 zu überfallen. Ein Verbrechen, das von den US-„NeoCons“ [7] geplant war [8] und vordringlich von „Sozialdemokraten” á la Tony Blair [9] unterstützt wurde. Nebst 1,46 Millionen Toten [10] wurde nach der Besatzung eine US-Willkürherrschaft etabliert, die hunderttausende Iraker in den Untergrund trieb [11].

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Tagesdosis 20.1.2020 – 1920: Vertrag von Versailles – Nach dem Krieg ist vor dem Krieg | KenFM.de

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20-01-20 01:03:00,

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Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Es ist nun über hundert Jahre her, dass am 10. Januar 1920 der „Friedensvertrag“ von Versailles in Kraft trat. Auch nach hundert Jahren können dieser Vertrag und seine Folgen die Gemüter der Nachgeborenen noch erhitzen. Der Versailler Vertrag besagte, dass Deutschland als allein schuldiger Verursacher des Ersten Weltkriegs festgestellt wurde. Aus diesem Grund sollte Deutschland über viele Jahrzehnte hinweg eine astronomische Summe an Geld sowie immense Sachleistungen an Großbritannien und Frankreich abliefern. Zudem sollte Deutschland Abschnitte seines Staatsterritoriums an seine Nachbarländer abtreten.

Das alles wurde in dem Vertrag von Versailles geregelt, der am 28. Juni 1919 unterzeichnet wurde.

War denn die Übereinkunft von Versailles überhaupt ein richtiger Vertrag?

Das kann man verneinen. Denn ein Vertrag wird zwischen zwei gleichberechtigten Parteien nach freien Verhandlungen abgeschlossen. So wurde nach der Niederlage des napoleonischen Frankreichs bei der Wiener Konferenz im Jahre 1815 der Vertreter der Verlierernation, Talleyrand, als gleichberechtigter Verhandlungspartner zugelassen. Talleyrand konnte am Verhandlungstisch für Frankreich vorteilhafte Regelungen aushandeln.

Als nun der Präsident der USA, Woodrow Wilson, in der Endphase des Ersten Weltkrieges nach Europa signalisierte, dass im Falle eines Waffenstillstands Deutschland faire Verhandlungen erwarten konnte, wurde ihm Glauben geschenkt. So schloss am 11. November 1918 eine deutsche Delegation mit den Vertretern Großbritanniens und Frankreichs einen Waffenstillstandsvertrag ab. Die Deutschen erwarteten nun eine Einladung zu den Friedensverhandlungen, die in Paris stattfinden sollten. Als allerdings die Staatsoberhäupter der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Italiens in Paris die Verhandlungen eröffneten, wurde die deutsche Delegation in einem Pariser Hotel unter Hausarrest gestellt. An einen Zugang zu den Verhandlungsräumen war überhaupt nicht zu denken. Was dort verhandelt wurde, erfuhr die deutsche Delegation nur sehr lückenhaft. Die Deutschen konnten sich überhaupt nur durch schriftliche Eingaben zur Sache äußern. Als Angeklagte wurden die deutschen Zivilpolitiker durch ein Spalier von Kriegsversehrten nach vorne geführt, um dann das Urteil anzuhören. Gedemütigt wurden hier die zivilen deutschen Politiker, die jetzt aus Pflichtgefühl die politische Verantwortung übernehmen  mussten für eine Niederlage, die sie gar nicht zu verantworten hatten.

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Krieg gegen die Wahrheit

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17-01-20 12:53:00,

„Kritik (ist) keine Leidenschaft des Kopfes, sie ist der Kopf der Leidenschaft“, wusste Karl Marx (1) und mit ihm die intellektuellen Frühantideutschen, die sich aus der Freiburger „Initiative Sozialistisches Forum“ (ISF), eine politische Gruppe rund um den Verlag Ça Ira, und die Berliner Bahamas, eine Zeitschrift, die sich aus der „Gruppe K“ des Kommunistischen Bundes bildete, rekrutierten.

Welche Art von Leidenschaft in den antideutschen Kopf vorgedrungen ist, für den Bahamas und ISF so paradigmatisch stehen sollen, ist mittlerweile kaum noch nachzuzeichnen. So hat sich die ISF mittlerweile mit ihrem Verlag auf das Feld unverfänglicher älterer marxistischer Theorieproduktion zurückgezogen, wogegen die Bahamas praktisch zuweilen mit AfD-Mitgliedern Stimmung gegen den Islam macht und in einer ihrer letzten Ausgaben affirmativ — gemeint eine Rede des rechtsnationalistischen, anti-migrantischen und anti-muslimischen sowie pro-israelischen US-Präsidenten Trump abdruckte.

Zwischenzeitlich trommelten beide ehemals linke und sich als kritisch verstehende Intellektuellenzirkel in ihren publizistischen Organen für den „War on Terror“ 2001 und den Irakkrieg 2003 (vergleiche beispielsweise 2, 3). Damit stehen sie für eine Wendung einiger publizistisch wirkungsvoller Einzelpersonen und Gruppen hin zum Bellizismus und der Bejahung imperialistischer Kriegsführung im 21. Jahrhundert. Der Auftakt zu dieser Selbstpositionierung erfolgte in der Zeit des Zusammenbruchs der Sowjetunion und des ganzen sozialistischen Lagers, nämlich während des Golfkriegs 1991.

Viele behaupten, diese Wendung könne sich nur mit pekuniärer oder intellektueller Bestechlichkeit erklären lassen. Der ein oder andere, der der Logik der „Cui bono?“-Frage folgt, vermutet gar finanzielle Zuwendung der USA oder des Mossad; andere sehen in diesen sogenannten „Antideutschen“ lediglich Rechte, die sich als Linke kostümiert haben. Das greift zu kurz und ist unwahrscheinlich. Vielmehr müssen bei diesen Entwicklungen intellektueller Rechtswendungen weltpolitische Umbrüche, politische Frustrationserfahrungen, soziale Heimatlosigkeit und auch autoritäre charakterliche Dispositionen in Rechnung gestellt werden, so eine Vermutung.

Fangen wir beim Kopf an, denn schließlich sprechen wir über Intellektuellenzirkel, wenn wir über die Anfänge der Antideutschen und ihre Hinwendung zum Bellizismus reflektieren: Es begann mit der Hypostasierung von Kritik, ganz so als hätte es die Debatten rund um die linken Junghegelianer nicht gegeben. Der ideologiekritische Kopf, der sich so stolz von der praktischen Linken abwenden wollte, wusste sich bislang kokett gegen all diejenigen, die das bloße Kritisieren überschreiten wollten und linke Praxis einforderten, damit zu wehren, dass hier ja wohl jemand den wurzellosen Intellektuellen ausgemacht habe und sich damit typisch deutsch-antisemitischer Geistfeindlichkeit schuldig machen würde.

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Krieg, Bürgerkrieg oder Militärdiktatur

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16-01-20 02:46:00,

Die Entwicklung des US-Iran-Konflikts nach der Ermordung von Ghassem Soleimani. Die Ermordung von Ghassem Soleimani auf Befehl von Donald Trump war eine offene Kriegserklärung der USA an Iran. Diesen von vielen Kommentatoren geteilten Einschätzung kann man ohne Wenn und Aber zustimmen. Mit der Ermordung des hochrangigen iranischen Generals verfolgen Kriegstreiber und Hegemonialkräfte der USA weiterhin, ihr Projekt des amerikanischen Jahrhunderts voranzubringen. Dazu gehört das Ziel, die vollständige Kontrolle über den Mittleren Osten und dessen für die US-Hegemonie existenzielle Ölressourcen niemals aus der Hand geben zu wollen. Dass die Ermordung des iranischen Generals eine völkerrechtswidrige und menschenrechtsverletzende Handlung war, steht außer Zweifel. Von Mohssen Massarrat.

Seit der Machtübernahme der US-Neokonservativen mit George W. Bush sind wirkungsmächtige Kräfte aus dem Umfeld des militärisch- hegemonialen Komplexes der USA sehr zielstrebig dabei, die großen ölreichen Zentralstaaten im Mittleren und Nahen Osten, ohne Rücksicht auf die Folgen für die Völker der Region und den Weltfrieden, – wie unten näher dargelegt – buchstäblich zu zerschlagen. In diesem Kontext erscheint mir die Annahme von Thomas Röper plausibel, dass der US-Außenminister Mike Pompeo Donald Trump zur Ermordung von Ghassem Soleimani gedrängt und diesen gar aufs Glatteis geführt hat. Röper zeichnet überzeugend nach, wie seit Oktober 2019 auf Putins Initiative hin ein Erfolg versprechender Entspannungsprozess zwischen Saudi Arabien und Iran in Gang gekommen war, in dem Soleimani wie der irakische Ministerpräsident Abid Abd Al Mahdi eine zentrale Vermittlungsrolle übernehmen sollten[1]. Dass nach Darstellung des FR-Journalisten Karl Doemens selbst das Pentagon über Trumps plötzliche Kehrtwendung nach offensichtlich anfänglicher Ablehnung der Ermordung Soleimanies „perplex war“[2], unterstützt Röpers These. Es ist tatsächlich kein Geheimnis mehr, dass auch Mike Pompeo – außer dem geschassten ebenso Trump zu einem Iran-Krieg permanent drängenden John Bolton – den mächtigen Kräften des militärisch-hegemonialen Komplexes sehr nahe steht. Dass gerade John Bolton zu den ersten gehörte, der dem Präsidenten zu seiner Tat beglückwünschte, spricht Bände. Offensichtlich haben die ganz persönlichen Motive Trumps, vor allem Ablenkung von seinem Amtsenthebungsverfahren und auch der Verbesserung seiner Chancen zur Wiederwahl, bei seiner Entscheidung eine wichtige Rolle gespielt. Für diese Vermutung spricht m. E., dass der US-Präsident an beiden US-Kammern vorbei gehandelt hat, um einer sehr wahrscheinlichen Blockade seiner Entscheidung vorzubeugen. Trumps Handlung wirft angesichts seiner unübersehbaren Folgen für den Weltfrieden übrigens ein Licht auf das politische System eines die Welt beherrschenden Staates,

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Krieg und Kriegsvorbereitung lohnen sich. Das zeigt ein interessanter Vergleich der Kursentwicklung von Rüstungsfirmen mit DAX, Dow Jones und Sparbuch

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15-01-20 11:32:00,

Ein NachDenkSeiten-Leser, von Beruf Finanzfachmann, hat sich die Mühe gemacht, die Entwicklung der Kurse der US-Rüstungsaktien in den letzten zehn Jahren mit der Entwicklung von DAX, Dow Jones und einem Sparbuch zu vergleichen. Das nüchterne Fazit: Kriege und Rüstung lohnen sich, auch Kriegsvorbereitung und die dadurch inspirierte Rüstungsspirale lohnen sich. Zumindest für die Anleger in diesen Werten. Die Renditen der Rüstungsunternehmen sind nicht nur schneller gestiegen, sie sind explodiert. Die beste Rüstungsaktie wuchs um 2650 %, von 100 % auf 2750 %, die schlechteste immerhin noch um 250 %. Unvorstellbar. Und doch erklären diese Zuwächse die aktuelle Propaganda und Politik: es fehlt nicht an Geld und die Investitionen in Propaganda und Politik lohnen sich. Albrecht Müller.

Hier folgen die Diagramme mit kurzen Kommentaren des Autors der Untersuchung.

Lassen Sie sich bitte nicht von den Abbildungen und Zahlen verwirren. Es folgen auch einfache Beschreibungen und Tabellen mit den Ergebnissen der Kursentwicklung:

DAX und DOW JONES haben in den letzten 10 Jahren eine beeindruckende Rendite hinterlassen.

Dow Jones 30 Industrial
10 Jahre +174,59%

DAX Index
10 Jahre +121,89%

Dow Jones und der DAX

Hier zwischendurch noch eine Information darüber, welche Unternehmen und Kursentwicklungen in den folgenden Diagrammen verglichen werden und welche Farben zu welchen Kursentwicklungen gehören:

Tabelle Rüstungsaktien, ISIN Nr. / WKN und Farbe in den Charts

Rüstungsaktien USA:

Rüstungsaktien haben die Renditen von DAX und DOW JONES geschlagen!

Rüstungsaktien gegen den DOW JONES

Rüstungsaktien gegen den DAX

Rüstungsaktien gegen SPARBUCH und DAX

Dass das Sparbuch eine Anlage zum Ausnehmen des deutschen Michels ist, hat der eine oder andere schon verstanden. Dementsprechend sehen die Ergebnisse aus.

Hier noch die Ergebnisse und Renditeberechnungen im Einzelnen:

Performance Sparbuch
10 Jahre +21,8%

Rendite 2 % pro Jahr (angenommene Rendite)

DAX Index
10 Jahre +121,89%

Rendite 8,29% pro Jahr

Dow Jones 30 Industrial
10 Jahre +174,59%

Rendite 10,62% pro Jahr

Rüstungsaktie,

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Trump will Krieg

trump-will-krieg

03-01-20 03:30:00,

Wer gehofft hat, dass 2020 ein friedliches Jahr werden würde, muss diese Hoffnung leider bereits kurz nach Jahresbeginn beerdigen. Mit dem von Präsident Trump befohlenen Attentat auf den berühmtesten iranischen General und mehrere ranghohe irakische Militärs nahe dem Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad haben die USA eine rote Linie überschritten. Beobachter werten den Anschlag als Kriegserklärung gegen Iran. Was muss noch passieren, bis Europa aufwacht und sich von der kriegerischen US-Politik distanziert? Von Jens Berger

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Stellen Sie sich einmal folgendes Szenario vor: Der Chef des US-Generalstabs Mike Milley trifft zu einem informellen Besuch in Kiew ein und Wladimir Putin befiehlt den russischen Streitkräften, die Wagenkolonne, in der Milley von ranghohen ukrainischen Militärs vom Flughafen der Stadt abgeholt wird, mit einem Luftangriff zu vernichten. Wenige Minuten später postet Putin dann auf Twitter die russische Flagge … ohne weiteren Kommentar. Was würde in einem solchen Fall passieren? Im Morgenmagazin würden sich deutsche Sicherheitspolitiker gegenseitig mit Anschuldigungen an die russische Seite übertreffen und diesen offenen Bruch des Völkerrechts vollkommen zu Recht verurteilen. Wie die USA diese „Kriegserklärung“ aufnehmen würden, ist der Phantasie der Leser überlassen. Zum Glück handelt es sich hierbei ja nur um ein hypothetisches Szenario.

Der Raketenanschlag, mit dem die US-Streitkräfte auf Befehl ihres obersten Befehlshabers heute Nacht den iranischen General Ghassem Soleimani zusammen mit hochrangigen irakischen Befehlshabern in einer Fahrzeugkolonne in Bagdad töteten, ist hingegen leider sehr real. Um die Bedeutung dieses Angriffs zu verstehen, lohnt es, sich zu vergegenwärtigen, wer dieser General Soleimani eigentlich war.

Ein Engel war der General mit Sicherheit nicht. Formell betrachtet war Soleimani der oberste Befehlshaber der „Quds-Brigaden“, einer von den Medien meist als „Elite“ der iranischen Revolutionsgarden bezeichneten Einheit. Präziser sind die „Quds-Brigaden“ eine sehr umstrittene Auslandseinheit des iranischen Militärs, die unter anderem in den Kriegen im Libanon, in Syrien und zuletzt auch im Irak aktiv war – in den beiden letzten Konflikten kämpften sie hauptsächlich gegen die radikalen sunnitischen Streitkräfte des IS.

Ein Portrait der Asia Times beschreibt Soleimani als einen Mann, der von seinen Anhängern dafür gefeiert wurde, den (sunnitischen) Islamisten im Irak und Syrien die Stirn zu bieten und Irans Einfluss als Hegemonialmacht in der Region zu verteidigen.

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Krieg und Frieden: Ursula von der Leyen & Sevim Dağdelen

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30-12-19 09:08:00,

Krieg & Frieden: Ursula von der Leyen & Sevim Dağdelen

Jüngst trafen sie sich auf der Website der Tagesschau: Die Bundespolitikerinnen Sevim Dağdelen und Ursula von der Leyen. Die Bundestagsabgeordnete der LINKEN Dağdelen musste mit zusammengebissenen Zähnen von der Tagesschau zitiert werden, denn sie hatte eine platte, antirussische Lüge der Bundesregierung entlarvt, an deren Verbreitung die ARD gütig beteiligt war. Die Regierung hatte russische Diplomaten mit der Begründung ausgewiesen, dass deren Regierung die Zusammenarbeit in einem Berliner Mordfall verweigert habe. Sevim Dağdelen hatte enthüllt, dass deutsche Behörden erst Monate nach dem Mord und sogar auch noch nach der Ausweisung der russischen Diplomaten offizielle Rechtshilfeersuchen an die russische Seite stellten.

Ursula-von-der-Leyen-Russiagate-Russophobie-Kommissionspraesidentin-EU-Kommission-Kritisches-Netzwerk-Handydaten-Loeschung-Berateraffaere-Klimaneutralitaet-Uschi

Ursula von der Leyen wurde mit dieser Schlagzeile bedacht: “Von der Leyen weiß von nichts – Löschung von Handy-Daten“. Die CDU-Funktionärin und Präsidentin der Europäischen Kommission hatte die Löschung ihrer Handydaten ausgerechnet zu dem Zeitpunkt veranlasst, an dem ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss in der Leyen-Berateraffäre diese Daten dringend zur Aufklärung des Korruptionsfalles brauchte.

Die Familien-Ähnlichkeit ist unverkennbar: Das festgefrorene Lächeln hat Ursula von ihrem Vater Ernst Albrecht geerbt. Albrecht war vierzehn lange Jahre CDU-Ministerpräsident von Niedersachsen, in seiner Amtszeit flog das „Celler Loch“ auf, jener vom Geheimdienst fingierte Sprengstoffanschlag auf das Hochsicherheitsgefängnis Celle zur Einschleusung von V-Personen in die Szene rund um die Rote Armee Fraktion.

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Auch den unbedingten Willen zur Macht, gleichgültig mit welchen Methoden sie anzustreben und zu sichern ist, hat die zeitweilige Kriegsministerin von ihrem Vater. Gern führte sie die Bundeswehr nach Mali, dort wo es Uran und Gold gibt. Den Begriff Profit wird die kleine Ursula schon am Mittagstisch des damaligen Bahlsen-Geschäftsführers Albrecht gehört haben, spätestens als der sich für den symbolischen Kaufpreis von einer D-Mark den DDR-Betrieb VEB Eisen- und Hüttenwerke Thale übereignet hatte.

Die kleine Sevim wurde in Duisburg-Bruckhausen geboren. Ein Ort, den der Tatort-Kommissar Horst Schimanski als Schmuddel-Kulisse für seine TV-Folgen nutzte und in dem der Autor Günter Wallraff sein Buch „Ganz unten“ schrieb. Der Tochter einer Einwanderer-Familie aus der Türkei wurden politische Lehren durch ein Leben der Entbehrungen erteilt. Erfahrungen in der demokratischen Auseinandersetzung sammelte sie in der LandesschülerInnenvertretung Nordrhein Westfalen und als Mitglied im Bundesausschuß der BundesschülerInnenvertretung.

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18 Jahre Krieg, 18 Jahre Lügen

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12-12-19 02:38:00,

Der Afghanistan-Krieg gerät nun zum Glück mehr in die Schlagzeilen. Grund hierfür sind die sogenannten Afghanistan Papers, die vor wenigen Tagen von der Washington Post veröffentlicht wurden. Die geheimen Dokumente sagen uns im Grunde nur, was viele schon längst wussten: Die Öffentlichkeit wurde belogen, und zwar immer und immer wieder. Von Emran Feroz aus Kabul.

Sobald ich in Kabul jemanden fragen würde, was er von der Veröffentlichung der Afghanistan Papers hält, würde er mich wohl nur ratlos anschauen und wahrscheinlich mit dem Kopf schütteln. Vor drei Tagen veröffentlichte die Washington Post ihre „huge story“ und veröffentlichte die geheimen Dokumente – einen 2.000-Seiten-Bericht, der deutlich macht, dass nichts, und zwar absolut gar nichts, gut ist am Hindukusch. Und zwar schon seit Beginn der NATO-Intervention im Jahr 2001.

„Uns fehlte ein grundlegendes Verständnis für Afghanistan. Wir wussten nicht, was wir taten. Wir hatten einfach nicht den blassesten Schimmer“, sind etwa die Worte von Douglas Lute, einem der wichtigsten Berater der Bush- und Obama-Administrationen, und er ist nicht der einzige, der im Bericht zitiert wird. Insgesamt wurden mehr als 400 Insider, darunter führende Militärs und Politiker, von John Sopko interviewt. Sie alle geben mehr oder weniger zu, dass der US-Krieg in Afghanistan ein einziges Chaos sei. Niemand scheint zu wissen, wie sich das Dilemma lösen lässt. Hier einige Beispiele, die das gesamte Ausmaß der Täuschung deutlich machen und deshalb einen genaueren Blick wert sind.

  • Laut mehreren Interviewpartnern war es in der US-Militärzentrale in Kabul gängige Praxis, den Krieg reinzuwaschen und der Öffentlichkeit einen baldigen Sieg vorzutäuschen. Man bestand stets darauf, sogar wenn Gegenteiliges der Fall war. Laut Bob Crowley, einem Oberst der US-Army, wurden jegliche Daten in einer Art und Weise manipuliert, um ein möglichst gutes Bild abzuliefern.
  • Klare (und dennoch fragwürdige) Worte fand auch der US-Diplomat James Dobbins: „Wir marschieren nicht in arme Länder ein, um sie reich zu machen. Wir marschieren nicht in autokratische Länder ein, um sie zu demokratisieren. Wir marschieren in gewalttätige Länder ein, um sie zu befrieden, und im Fall von Afghanistan haben wir eindeutig versagt“.
  • Auch Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der den Krieg damals begann, wusste mehr oder weniger, was auf die USA zukommen wird. In einem Memo aus dem Jahr 2002 sagt er unter anderem, dass man das US-Militär „niemals aus Afghanistan rausbekomme“,

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Wer CDU/CSU und SPD wählt, wählt den Krieg | KenFM.de

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28-10-19 09:02:00,

Deutschland wird von Völkerrechtsbrechern und Kriegstreibern geführt.

Ein Beitrag von Peter Frey.

Der Bundestag hat am Donnerstag, den 24. Oktober 2019, in namentlicher Abstimmung mit 343 Stimmen bei 275 Gegenstimmen und drei Enthaltungen für einen längeren Einsatz der Bundeswehr in Syrien und dem Irak gestimmt. Man muss die Lügen und Verdrehungen nicht unbedingt in den Medien suchen. Die offiziellen Plattformen der deutschen Bundesregierung und ihrer Ministerien sowie des deutschen Parlaments bieten den Sud an Propaganda im Original. Die Leitmedien kauen es dann in ihrer Rolle als Hofberichterstatter nur noch nach.

Deutschland tritt zunehmend in die Fußstapfen des deutschen Kaiserreiches und – ja, auch wenn es hart klingt – in die des Dritten Reiches. Die genannten Vorgänger konnten auf eine Bevölkerung bauen, die zustimmend bis lethargisch, ja bis zur Sedierung, den Weg in den Krieg zuließen. Heute erleben wir das wieder. Derzeit erfahren wir das Wiedererwachen deutscher Größe in einer Mischung aus Hacken zusammen schlagen gegenüber dem Hegemon, um Vasallendienste für dessen Kriege zu leisten sowie der Witterung neuer Möglichkeiten, “Verantwortung weltweit” (a1) wahrzunehmen.

Allerdings muss auch gesagt werden, dass die Methoden der Propaganda in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter verfeinert wurden. So glauben heute die meisten Menschen in Deutschland tatsächlich, dass deutsche Soldaten im Ausland einen “Beitrag zur Stabilisierung und zum Wiederaufbau” leisten, sowie “Fähigkeitsaufbau” (1) betreiben.

Vor allem glauben die Menschen aktuell, dass deutsche Soldaten dafür beauftragt wurden, in fremde Staaten zu gehen, um den Islamischen Staat zu bekämpfen. Es gilt, dass keine Lüge monströs genug ist, nicht geglaubt zu werden, wenn man die Menschen nur intensiv genug bearbeitet beziehungsweise ihnen jeden Willen nimmt, kritisch die vorgesetzten Behauptungen zu prüfen. Wer sich aus der Blase der massiven und dauerhaften Manipulation seitens der Meinungsführer befreien kann, erkennt sehr rasch, wie die Kriege im Irak und Syrien begannen.

Mit der Absegnung durch den Bundestag setzt Deutschland seinen Krieg gegen Syrien und auch den Irak fort.

Otto Normalverbraucher wendet sich an dieser Stelle ab, denn die Dissonanz, die sich im vorhergehenden Satz aufbaut, erträgt er nicht. Da kehrt er lieber – voller Abscheu gegenüber dem Abtrünnigen, der die allgemein anerkannte Wahrheit in Frage stellt – zurück in die sichere Matrix.

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Schluss mit dem Krieg | KenFM.de

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23-10-19 08:31:00,

DER BUNDESTAG MUSS AUFHÖREN, DIE BUNDESWEHR IN VERFASSUNGSWIDRIGE KRIEGE ZU SCHICKEN.

APPELL des früheren verteidigungspolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Willy Wimmer (1) und des früheren rüstungskontrollpolitischen Sprechers der CDU/ CSU Jürgen Todenhöfer:

SEHR GEEHRTE FRAU BUNDESKANZLERIN, sehr geehrte Bundestagskollegen, liebe Soldatinnen und Soldaten des betreffenden Aufklärungsgeschwaders, des Lufttransport-Kommandos und der betroffenen AWACS-Einsatzflugzeuge!

Bitte wehren Sie sich bei der Bundestagsdebatte am kommenden Donnerstag und erforderlichenfalls auch danach gegen den weiteren Einsatz der deutschen Bundeswehr in Syrien und im Irak!

DER BUNDESWEHREINSATZ IN SYRIEN UND IM IRAK IST VERFASSUNGSWIDRIG, UNSINNIG UND KONTRAPRODUKTIV.

VERFASSUNGSWIDRIG, weil es für diesen Einsatz kein Mandat des UN-Sicherheitsrats gibt. Das bestätigen nicht nur namhafte Völkerrechtler, sondern auch der Ex-Chef der Rechtsabteilung des BMVg Dieter Weingärtner (2).

UNSINNIG UND KONTRAPRODUKTIV

Die Behauptung, man könne untergetauchte IS-Terroristen im Irak oder Syrien mit Flugzeugen finden, ist eine intellektuelle Beleidigung der deutschen Bevölkerung einschließlich unserer Soldaten. Viel wahrscheinlicher ist, dass es dem Westen – auch im Blick auf den Irankonflikt – darum geht, seine militärische Präsenz in Syrien und im Irak aufrecht zu erhalten.

Die Städte-Bombardements der Anti-IS-Koalition, für die die Bundeswehr die Aufklärung liefert, haben in der Vergangenheit bereits zigtausenden unschuldigen irakischen und syrischen Zivilisten das Leben gekostet. Etwa im irakischen Mossul, wo 20.000 Zivilisten getötet wurden, oder im syrischen Raqqa.

Noch Ende August 2019 wurden in der Provinz Idlib (!) bei einem US- Raketenangriff auf „Terroristen“ Zivilisten getötet. Deutschland trägt durch sein Mandat Mitverantwortung für jede dieser menschlichen Katastrophen.

KONTRAPRODUKTIV: DER EINSATZ IST EIN TERROR-ZUCHTPROGRAMM.

Bomben auf Städte sind keine sinnvolle Terror-Bekämpfung. Viel wirkungsvoller wären die klassischen Strategien zur Terrorbekämpfung wie Unterwanderung, Geld oder Unterbindung der Waffenströme in Zusammenarbeit mit lokalen Antiterror-Einheiten.

UNSER APPELL AN DIE KANZLERIN UND AN DEN DEUTSCHEN BUNDESTAG:

Wir fordern die deutsche Bundeskanzlerin und die deutschen Abgeordneten auf, das verfassungswidrige Mandat nicht zu verlängern. Der Bundestag muss aufhören, sich bei Auslandseinsätzen das Grundgesetz „ZURECHT ZU BIEGEN“, wie der langjährige Leiter der Rechtsabteilung des BMVg, Dieter Weingärtner, das bitter genannt hat.

APPELL AN UNSERE SOLDATINNEN UND SOLDATEN:

Für den Fall, dass der Bundestag das verfassungswidrige Mandat dennoch verlängert, bitten wir alle betroffenen Soldaten, ihr Gewissen sorgfältig zu überprüfen. Es kann nicht Aufgabe unserer Soldaten sein,

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Der Krieg in den Redaktionsstuben

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22-10-19 11:02:00,

Unsere Spitzenleute aus Hamburg stellen nicht mal die nächstliegenden Fragen: Was wird jetzt aus dem Einsatz der Bundeswehr in Syrien? Was folgt aus der Pleite der deutschen Außenpolitik im Hinblick auf Syrien? Nein, von dieser Redaktion mit dem schönen Titel „ARD-aktuell“ ist keine umfassende Information zu erwarten. Sie machte tagelang nicht mal aufs Offensichtliche aufmerksam: Die Präsidenten Erdoğan, Trump, Putin und Assad schert das hilflose deutsche und europäische Gesabbel einen feuchten Staub.

ARD-Spitzenjournalisten versuchen aus ihrer Kenntnisarmut bezüglich Kriegsmotiven und -zielen eine Tugend zu machen; sie geben als Ouvertüre ihrer Berichterstattung schon mal die Kurden in Nordsyrien als jüngstes Opfer der Geopolitik aus, als von den USA Verratene; deren „Autonomie“-Projekt Rojava sei am Ende (1).

Ein Blick in die eigenen Archive hätte sie daran erinnert, dass sie selbst vor gut sechs Jahren die Behauptung verbreitet hatten, die USA wollten nur zeitlich begrenzt in Nordsyrien „eingreifen“. Ein weiterer Blick ins Lexikon hätte ihnen klargemacht, dass „Autonomie“ lediglich selbständige Verwaltung nach innen, jedoch im Übrigen die Unterordnung unter die Außen-, Verteidigungs- und Finanzpolitik sowie unter das Rechtssystem des Zentralstaates bedeutet.

Autonomie hatte Syriens Präsident Assad den Kurden wiederholt angeboten (2). Sie hatten stattdessen wechselnde Bündnisse mit Gegnern Syriens vorgezogen, die syrischen Ölquellen auf eigene Rechnung bewirtschaftet und sich dem Zentralstaat in jeder Hinsicht verweigert. Kurdischer Separatismus, nicht Autonomiestreben: Ein Blick ins Geschichtsbuch hätte ARD-aktuell-Redakteure gelehrt, dass die kurdische Historie eine ebenso tragische wie erfolglose, von Betrug und Verrat der Clanführer sowie von tiefer Zerstrittenheit der Stämme geprägte Suche nach Eigenstaatlichkeit ist (3, 4).

Obamas „rote Linie“: auch schon vergessen? Erst wurde sie wegen nie nachgewiesener syrischer Sarin-Nervengasangriffe auf die Rebellen deklariert (5). Als Syriens Präsident Baschar al-Assad überraschend sein Chemiewaffenarsenal unter internationaler Kontrolle vernichten ließ (6), wurde der Kriegsgrund gewechselt wie die schmutzigen Socken: Auf einmal sollte die US-Einmischung der Abwehr der IS-Terroristen dienen. Der „Islamische Staat“ sei eine Gefahr für den gesamten Westen, nicht bloß für Syrien.

Tatsächlich ging es den USA nur darum, den Russen das Feld nicht allein zu überlassen. Eine klare Strategie gegen den IS hatte das Obama-Regime nicht (7). Nur Verbündete für seine abenteuerliche Politik fanden sich schnell, eine Allianz von aggressiven „Willigen“:

Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen, Dänemark, Kanada, Türkei, später zeitweise auch noch die Niederlande und Belgien (8). Und Deutschland?

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Krieg gegen die Welt

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17-10-19 11:26:00,

Über ein Jahrhundert bevor wir am Abgrund einer ökologischen Katastrophe standen, hatte Rabindranath Tagore eine Ahnung, wohin es gehen könnte. Tagore, ein indischer Autor und Kulturreformer, der in der Zeit des britischen Kolonialismus lebte, gehörte zu den Letzten einer Generation, die noch in der Lage war, die industrialisierte Welt als außenstehender Beobachter zu betrachten.

Er sprach eine der frühesten und wortgewaltigsten Warnungen über die problematische Situation einer Welt aus, die, wie unsere heutige auch, auf den Zwillingssäulen des industriellen Konsums und der industriellen Kriegsführung beruht. Auf einer Seereise nach Japan im Jahr 1916 wurde Tagore Zeuge eines unfassbaren Ereignisses, das uns heute fast banal erscheint: einer Ölpest. Für ihn war es ein erschütterndes Bild einer Erde, die durch das hemmungslose Streben der Menschheit nach Macht zerstört wurde und nunmehr mit den Hilfsmitteln der modernen Wissenschaft aufgepeppt wird.

„Bevor diese politische Zivilisation an die Macht gelangte und ihr hungriges Maul weit genug aufriss, um große Kontinente der Erde zu verschlingen“, schrieb Tagore 1917 in seinem Essaybuch „Nationalism“ „hatten wir Kriege, Plünderungen, Veränderungen der Monarchie und daraus resultierendes Elend. Aber niemals solch einen Anblick angstvoller und hoffnungsloser Gefräßigkeit, eine massenhafte Opferung einer Nation nach der anderen, solch riesige Maschinen, um große Teile der Erde in Kleinholz zu verwandeln, niemals solch schreckliche Missgunst mit all ihren hässlichen Zähnen und Krallen, die bereit sind, lebenswichtige Organe aufzureißen.“

Der Klimanotstand, in den wir uns heute hineinbewegen — das Aufreißen unserer gegenseitigen lebenswichtigen Organe — ist ein Ergebnis unserer kollektiven Unfähigkeit, Grenzen einzuhalten. Ein Wirtschaftssystem, das endloses Wachstum und endlosen Konsum verlangt, überfordert damit ständig einen Planeten, dessen Ressourcen endlich sind. Doch, wie Tagore erkannte, würde die gleiche Gier und Verachtung, die uns veranlasste, Krieg gegen die Erde zu führen, uns auch zu katastrophalen, endlosen Kriegen zwischen den Völkern veranlassen.

Als er sein Buch schrieb, war der Erste Weltkrieg bereits im Gange. Tagore betrachtete diesen Konflikt als den ersten der modernen Kriege, der uns das beträchtliche Potential aufzeigte, das wir erlangt hatten, um unsere natürliche Umwelt und unsere Mitmenschen zu zerstören. Die während dieses Konflikts entstandenen massiven Militärindustrien deuteten auf eine möglicherweise noch unmenschlichere Zukunft hin.

„Die gigantischen Organisationen, die dazu dienen, andere zu verletzen und deren Angriffe abzuwehren, die Geld damit verdienen, andere zurückzuwerfen, werden uns nicht helfen“,

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Nie wieder Krieg!

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09-10-19 06:58:00,

Frieden und Zusammenarbeit statt Aufrüstung und Konfrontation!

Deutschland darf sich an einer Politik der Konfrontation, der Sanktionen und der Aufrüstung nicht länger beteiligen, sondern muss sich ihr widersetzen und dafür Partner in Europa und weltweit suchen. Die Nutzung von Militärbasen und anderer Infrastruktur in Deutschland für völkerrechtswidrige Kriege darf nicht gestattet werden. Wir fordern die Bundesregierung, die Parteien und die Medien in Deutschland auf, zu einer Politik des Friedens und der Abrüstung, der Entspannung und Verständigung, der Achtung des Völkerrechts, der gemeinsamen Sicherheit in Europa und weltweit zurückzukehren, wie sie der Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt betrieben hat.

 

Erläuterung (die Links verweisen auf Belege und weitergehende Informationen):

Die Kriegsgefahr steigt weltweit. Der Iran wird unmittelbar mit Krieg bedroht. Die USA und anschließend auch Russland kündigten den INF-Vertrag über Mittelstreckenraketen, der START-Vertrag über die Reduzierung der Langstreckenraketen läuft 2021 aus. Das Ende des Rüstungskontrollsystems droht.  Auch der Weltraum und das Internet werden militarisiert. Neue Technologien wie superschnelle Raketen, Laserwaffen und autonome Killer-Roboter erhöhen die Kriegsgefahr. Zur Gefahr der Klimakatastrophe tritt die eines nuklearen Winters.

Am 1. September 2019 jährt sich zum achtzigsten Mal der Überfall des faschistischen Deutschland auf Polen, der Beginn des zweiten Weltkriegs. Fast 80 Millionen Menschen wurden getötet, die Mehrzahl davon Zivilpersonen. Die mit Abstand meisten Opfer hatten die Sowjetunion und China zu beklagen. Die Vereinten Nationen zogen 1945 in ihrer Charta die bis heute gültigen Lehren aus den Weltkriegen: “Die Organisation beruht auf dem Grundsatz der souveränen Gleichheit aller ihrer Mitglieder. (…) Jeder Staat hat das Recht, seine politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Ordnung frei zu wählen und zu entwickeln. (…) Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.” 

Heute herrschen in vielen Ländern erneut Krieg oder Bürgerkrieg, weltweit wächst die Gefahr neuer Kriege. Krieg ist Hauptursache für Flucht und Vertreibung. Die Grundnormen des Völkerrechts werden immer wieder und von vielen Staaten verletzt. Deutschland und andere EU-Staaten waren und sind an Kriegen beteiligt,

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Krieg als Klimakiller

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08-10-19 01:47:00,

Aus der Friedensbewegung kommt immer wieder Kritik an den Fridays-for-Future-Protestierern. Sie übergingen ein entscheidendes Thema: Den Einsatz für den Frieden. Schließlich sei Krieg einer der größten Klimakiller überhaupt. In ihrem Artikel legt Medea Benjamin zehn Beispiele für die Verflechtung und gegenseitige Verstärkung von Klimakrise und Militarismus dar. So wird deutlich: Ein Gegeneinander-Aufwiegen von Klima- und Friedensbelangen ist nicht sinnvoll. Erfolgsversprechend ist nur ein gemeinsamer Kampf für den Klimaschutz und den Frieden. Übersetzung aus dem Englischen von Susanne Hofmann.

Die Verflechtung von Klimakrise und Militarismus in zehn Punkten

Die Umweltgerechtigkeits-Bewegung, die derzeit weltweit aufkommt, ist bewusst intersektional und zeigt, dass die Erderwärmung mit Themen wie Rasse, Armut, Migration und Öffentliche Gesundheitsversorgung zusammenhängt. Ein Bereich, der mit der Klimakrise eng verknüpft ist, jedoch wenig Aufmerksamkeit bekommt, ist der Militarismus. Im Folgenden finden sich einige Punkte, in denen diese Themen – wie auch ihre Lösungen – ineinandergreifen.

  1. Das US-Militär schützt die Erdöl- und Rohstoffindustrie. Das US-Militär wird häufig dafür eingesetzt, sicherzustellen, dass US-Ölfirmen weltweit Zugang zu Rohstoffquellen, insbesondere Öl, haben. Der Irakkrieg 1991 war ein eklatantes Beispiel eines Krieges um Erdöl; heute ist die US-Militärunterstützung für Saudi Arabien verbunden mit der Entschlossenheit der US-amerikanischen fossilen Brennstoffindustrie, den Zugang zu den Erdölvorkommen der Welt zu kontrollieren. Hunderte von US-Militärbasen rund um den Globus befinden sich in ressourcenreichen Regionen und in der Nähe von strategischen Schifffahrtswegen. Wir können der fossilen-Brennstoff-Tretmühle erst entkommen, wenn wir unser Militär davon abbringen, als globale Schutzmacht der Ölindustrie aufzutreten.
  2. Das Pentagon ist die Institution auf der Welt, die mit Abstand am meisten fossile Brennstoffe verbraucht. Wäre das Pentagon ein Staat, würde ihn alleine sein Brennstoffverbrauch zum 47-größten Emittenten von Treibhausgas der Welt machen, größer als ganze Staaten wie Schweden, Norwegen oder Finnland. Die US-amerikanischen Militäremissionen stammen vorwiegend aus dem Betrieb von Waffen und Ausrüstung sowie der Beleuchtung, Heizung und Kühlung von mehr als 560.000 Gebäuden auf der ganzen Welt.
  3. Das Pentagon vereinnahmt die Gelder für sich, die wir brauchen, um die Klimakrise richtig anzugehen. Wir geben heute mehr als die Hälfte des jährlichen Ermessenshaushaltes der US-Bundesregierung für das Militär aus und das, wo die größte Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA nicht der Iran oder China, sondern die Klimakrise ist. Wir könnten das aktuelle Budget des Pentagons halbieren und hätten dann immer noch ein größeres Militärbudget als China,

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KenFM im Gespräch mit: Ulrich Teusch (“Der Krieg vor dem Krieg”) | KenFM.de

kenfm-im-gesprach-mit:-ulrich-teusch-(“der-krieg-vor-dem-krieg”)-|-kenfm.de

06-10-19 07:57:00,

Wir haben Wohlstand, weil wir infolge der Geldschöpfungen der Banken aus dem Nichts viel zu wettbewerbsfähig sind.

Erst die doch sehr bequeme Geldentstehung bei den Banken und dann der unglaubliche Machtkampf weniger großer Akteure um immer mehr wirtschaftliche Macht, wodurch für uns im Moment noch alles sehr günstig zu kaufen ist.

Ebenso sorgt doch auch die Konzentration im Einzelhandel zumindest im Moment noch für unglaublich günstige Einkaufspreise.

Unser Geld sorgt jedenfalls wegen seiner falschen Schuldscheinlogik für immer mehr Schulden für alle bzw. Geldbesitz für wenige und es macht künftige Generationen zu Verlierern.

Außerdem wird unser Geld immer mehr zur Illusion und es verliert immer mehr seinen Bezug zur Realität.

Wir glauben es zudem, dass unsere Regierungen unsere Interessen vertreten, aber in Wirklichkeit können sie sich dies gar nicht leisten.

Wenn wir eine funktionierende Demokratie hätten und wenn es gerecht zuginge, dann wären wir nicht mehr “wettbewerbsfähig”.

Das derzeitige System kennt jedenfalls nur immer schneller ansteigende Schulden als Ausweg, während es für uns immer schwieriger wird ein Einkommen zu erzielen, und das ist letztlich der Grund, weshalb es den Krieg benötigt.

Daher sehe ich das derzeitige Wettrüsten mit Sorge, weil die Art und Weise unserer Politiker nichts Gutes erahnen lässt.

Die Konzerne und Banken, die die vielen Parteispenden, durchaus auch an die AfD, leisten, haben Interessen, die uns zwar im Moment noch Wohlstand liefern, aber dieser Wohlstand steht auf tönernen Füßen.

Jedenfalls scheinen viele CDU’ler, Bündnis 90/ Grüne, große Teile der FDP oder die AfD immer noch sehr an die Kräfte des Marktes zu glauben.

Sven Giegold und Annalena Baerbock wollen mit einer CO2-Bepreisung das Klima retten, aber es kommt mir so vor, als sei dies die fehlerhafte Neoklassik des Fachs VWL, die bei Bündnis 90/ Grüne Anwendung findet.

Etwa bei der CDU merkt man es jetzt aber doch ein wenig, dass Frau K. K. innerhalb ihrer eigenen Partei deutlich an Rückhalt verliert. Ihr wird keine Kanzlerschaft zugetraut.

Friedrich Merz äußerte sich jetzt in einem youTube-Video bezüglich der Marktwirtschaft ein wenig kritischer.

Trotzdem würde ich ihn wegen seiner zu großen Bankennähe erstmal noch nicht wählen wollen.

Vor allem sind die Probleme nicht mehr von den nationalen Regierungen lösbar,

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Ein Krieg mit dem Iran? – „Gewinner stehen fest: Militärindustrie und amerikanische Öl-Konzerne“

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17-09-19 07:09:00,

Nach den Angriffen auf zwei Ölraffinerien in Saudi-Arabien hat US-Präsident Trump mit einem Vergeltungsschlag gedroht. Während Außenminister Maas den Angriff verurteilt, fordert die CDU eine Wiederaufnahme der Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien. Die Linke wirft Maas Zynismus vor. Ein Konfliktforscher warnt vor einem Flächenbrand.

Nach den mutmaßlichen Drohnenangriffen auf wichtige Erdölanlagen in Saudi-Arabien hat US-Präsident Donald Trump mit Vergeltung gedroht und seinen Verbündeten Unterstützung versprochen. Trump machte zwar keine Angaben dazu, wen die USA für den Urheber des Angriffs halten, er schrieb jedoch auf Twitter: „Erinnern wir uns daran, als der Iran eine Drohne abschoss und wissentlich sagte, dass sie sich in ihrem ‚Luftraum‘ befand, obwohl sie tatsächlich nicht mal in der Nähe war. Sie hielten an dieser Geschichte fest und wussten, dass es eine sehr große Lüge war. Jetzt sagen sie, dass sie nichts mit dem Angriff auf Saudi-Arabien zu tun hätten. Wir werden sehen.“

Remember when Iran shot down a drone, saying knowingly that it was in their “airspace” when, in fact, it was nowhere close. They stuck strongly to that story knowing that it was a very big lie. Now they say that they had nothing to do with the attack on Saudi Arabia. We’ll see?

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) September 16, 2019

​Obwohl sich die Huthi-Rebellen im Jemen zu dem Anschlag bekannt haben, hatte US-Außenminister Mike Pompeo den Iran bereits am Samstag für die Angriffe verantwortlich gemacht. Teheran bestreitet dies.

Der einflussreiche US-Senator und Trump-Vertraute Lindsey Graham hatte sogar gefordert, iranische Ölraffinerien anzugreifen. Ein solcher Schritt würde der Führung in Teheran „das Rückgrat brechen“, twitterte Graham.

It is now time for the U.S. to put on the table an attack on Iranian oil refineries if they continue their provocations or increase nuclear enrichment.

— Lindsey Graham (@LindseyGrahamSC) September 14, 2019

​Bundesaußenminister Heiko Maas hat die Bombardierung saudischer Ölanlagen der Deutschen Presse-Agentur zufolge entschieden verurteilt. Zur Frage nach den Angreifern habe er sich jedoch vorsichtig geäußert. Es drohe eine weitere Eskalation, warnte der SPD-Politiker am Montag in Berlin. „Die Huthis haben sich zu dieser Attacke bekannt. Wir sind im Moment mit unseren Partnern dabei zu analysieren, wer für diesen Angriff verantwortlich ist, wie es dazu kommen konnte“, sagte Maas.

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Kalter Krieg 2.0

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07-09-19 09:19:00,

Die NATO ist nicht der Garant des Friedens, sondern das Schutz- und Trutzbündnis, der militärische Gewaltarm der westlichen Fassadendemokratien. Via NATO streben die USA die Weltherrschaft an und die NATO-Mitgliedsstaaten sollen dieses Ansinnen mitfinanzieren. Um nichts anderes geht es bei der Forderung aus dem Pentagon an die NATO-Mitgliedsstaaten, ihre Millitärausgaben auf 2 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes anzuheben.

Sämtliche Kriege, die die USA nach 1945 beziehungsweise ab 1999 führten, waren illegale Angriffskriege, die mit lügenhaften Narrativen propagandistisch vorbereitet wurden.

Allein der Angriff auf einen NATO-Mitgliedsstaat rechtfertigt laut NATO-Statuten die Ausrufung des Bündnisfalls und damit einen „Verteidigungskrieg“. Kein Staat des NATO-Bündnisses wurde jemals von einem anderen staatlichen Akteur angegriffen. Dies gilt auch für 9/11. Anlässlich dieses Ereignisses erfand das Bush-Regime den „war on terror“ und konstruierte einen Bündnisfall, um sofort gegen Afghanistan und später gegen Irak und Libyen Krieg führen zu können.

2002 kündigte das Bush-Regime den ABM-Vertrag mit Russland, den fundamentalen Pfeiler globalstrategischer Stabilität. Sämtliche Pentagon- und NATO-Weltneuordnungspläne beeinflussen über militärische Großprojekte, Rüstungsdynamiken und Budgetplanungen auch ganz massiv die Politik der westlichen Staaten im Innern. Diese Tiefenstrukturen schaffen zumeist erst die Konflikte und Feinde, die sie später bekämpfen. Faktisch führt die 360°-NATO mit ihren „neuen Kriegen“ nicht nur Krieg an allen Fronten nach außen, sondern auch nach innen gegen die Völker der NATO-Staaten, indem sie diese durch „information warfare“ — eine 360°-Propaganda an allen Medienfronten — auf ihre Aggressionskriege einschwört.

Für die gesamte NATO-Entwicklung nach 1990 gilt:

  1. Bei der NATO-Expansion bestimmten und bestimmen die USA die Gangart. Die Aufnahme immer neuer Länder in das Bündnis dient der Ausweitung des eigenen Ideologie- und Machtbereichs bis in die Tiefe des eurasischen Raumes. Die USA definieren die ganze Welt, insbesondere den eurasischen Raum, zu ihrem Sicherheitsinteresse.
  2. Der Expansionsprozess ist noch nicht abgeschlossen.
  3. Die Phasen der NATO-Expansion lassen sich grob unterteilen in
    a) die Orientierungsphase 1990 bis 1993: Neuorientierung des Bündnisses und Suche nach neuen Aufgaben;
    b) die Entscheidungsphase 1994 bis 1998: Revitalisierung des US-Weltführungsanspruchs, Erhaltung und Stärkung dieser Dominanz sowie Festigung der NATO-Expansionsplanungen;
    c) die Aggressionsphase I 1999 bis 2001: Jugoslawienkrieg, PNAC-Studie, 9/11 und der „war on terror“, Krieg gegen Afghanistan, erste NATO-Erweiterungsrunde: Polen, Tschechien, Ungarn 1999;
    d) die Aggressionsphase II 2002 bis 2010: Konsolidierung des US-Weltherrschaftsanspruchs, Kündigung des ABM-Vertrages (2002), Irakkrieg,

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Der Krieg gegen die Wahrheit

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30-08-19 07:25:00,

Von all den Missbräuchen, die den Amerikanern durch die Hände ihrer eigenen Regierung im endlosen Kampf gegen den Terror zugemutet wurden, war der Krieg gegen die Wahrheit womöglich der schlimmste. Einerseits hat die Exekutive ihrem Informationshunger freien Lauf gelassen und die Bandbreite dessen, was sie wissen will, gewaltig ausgeweitet, um ein riesiges Reservoir von vormals privaten Informationen zu horten. Andererseits hat sie das Leben kritischer Menschen ruiniert, um die Öffentlichkeit daran zu hindern, Einblick in ihre dunklen Künste zu gewinnen, und einen Krieg gegen die Wahrheit geführt. All das begann in der NSA.

Es war Anfang Oktober 2001, nur wenige Wochen nach den Anschlägen vom 11. September in New York und Washington D.C. Bill Binney war leitender Forscher des experimentellen Geheimlabors der National Security Agency (NSA) in Fort Meade, Maryland, wo die Besten und Klügsten der NSA nach Wegen zur Bewältigung des digitalen Zeitalters suchten. Binney hatte über dreißig Jahre für die NSA gearbeitet und stand nur einen Monat vor seiner Pensionierung.

Binney war, wie er erzählte, gerade in seinem Labor, als Randy Jacobson, ein externer Mitarbeiter, der mit ihm an einigen der wichtigsten Projekte des Labors arbeitete, auf ihn zukam und ihm leise von den neuen Geheimbefehlen berichtete, die er gerade von der obersten Führungsspitze der NSA erhalten hatte. Jacobson war über die Order entsetzt und musste sich bei Binney Luft machen. (Jacobson reagierte nicht auf die Bitte um Kommentierung.)

Jacobson war angewiesen worden, aus dem experimentellen Überwachungssystem des Labors — eines der mächtigsten Spionageprogramme, das die NSA je entwickelt hatte — die Sicherungen zu entfernen, die dafür sorgen sollten, dass der vierte Zusatz der amerikanischen Verfassung gewahrt blieb, der den Bürgern Schutz vor staatlichen Übergriffen garantiert. Das hoch entwickelte System war noch ein Pilotprojekt, aber die NSA-Führung drängte nun darauf, es sofort einsatzbereit zu machen — und damit die Daten amerikanischer Bürger abzuschöpfen. Zu diesem Zweck hatte Jacobson den Befehl erhalten, die sorgsam kalibrierten Sperren, die das System daran hinderten, im Inland illegal Daten von Amerikanern zu sammeln, zu beseitigen.

Jacobson war zu Binney gekommen, weil dieser das experimentelle Überwachungssystem mit seinem Team entwickelt hatte, von seinen Vorgesetzten bei der Entscheidung über den Start und seine Nutzung gegen amerikanische Staatsbürger jedoch außen vor gelassen worden war. Er berichtete Binney, dass die Überwachungssoftware an das Telefonnetz von AT&T angeschlossen werden würde,

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„Nie wieder Krieg!” – Prominente, Gewerkschaften, Politiker starten dringenden Aufruf

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29-08-19 10:41:00,

„Nie wieder Krieg!” – So lautet ein breit unterstützter Aufruf, der sich für Frieden und Zusammenarbeit statt Aufrüstung und Konfrontation einsetzt. Zu den Erstunterzeichnern gehören über 150 deutsche Prominente, Gewerkschaftler und Politiker. Sie alle kritisieren Bundespolitik wie Massenmedien und warnen vehement vor einem baldigen Krieg.

Deutschland darf sich an einer Politik der Konfrontation, der Sanktionen und der Aufrüstung nicht länger beteiligen, sondern muss sich ihr widersetzen und dafür Partner in Europa und weltweit suchen. Mit dieser Forderung startet der jetzt veröffentlichte Aufruf „Nie wieder Krieg!“. Einer der Initiatoren ist Reiner Braun, Vizepräsident des „International Peace Bureau“. Für ihn ist die weltweite Kriegsgefahr höher denn je:

„Von Frieden sind wir wahrscheinlich weiter entfernt als vorher, wenn ich mir die ganzen zugespitzten oder neu hinzugekommenen Konflikte weltweit anschaue. Beispielsweise in Kaschmir oder auch Taiwan, auch an der Straße von Hormus. Wenn ich mir all das anschaue, dann kann ich nicht von einer internationalen Entspannung sprechen.“

Laut Braun sehe es eher so aus, als dass sich die Konfliktpartner weiter auf Konfrontation zubewegen. Es finde alles auf Messers Schneide eines globalen Krieges statt.

Deutsche Soldaten bei Warschau, 1939 (Archiv)

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AP Photo /

Die Liste der rund 150 Erstunterzeichner zeigt zahlreiche prominente Namen. So unter anderem die Autorin Gabriele Krone-Schmalz, Sänger Konstantin Wecker, Kapitalismuskritiker Jean Ziegler, Armutsforscher Christoph Butterwegge oder Gewerkschaftler Detlef Hensche. Aber auch namhafte Linkepolitiker, wie Sahra Wagenknecht, Dietmar Bartsch, Gregor Gysi, Katja Kipping, Bernd Riexinger oder Oskar Lafontaine gehören zum Unterstützerkreis.

Im Fokus der Kritik stehen neben militärischen Konflikten auch vor allem vom Westen verhängte Wirtschaftssanktionen. Die Journalistin und Islamwissenschaftlerin Wiebke Diehl hat den Aufruf auch deshalb unterschrieben:

„Wirtschaftssanktionen sind das, was seit vielen Jahren diese Kriege flankiert. Gerade in Ländern wie Syrien sieht man, obwohl der Krieg eigentlich seit 2016 mit der Einnahme von Aleppo entschieden ist, dass dieser Wirtschaftskrieg ständig weiter intensiviert und fortgeführt wird. In Syrien kommt noch hinzu, dass sich USA und EU weiterhin weigern, sich am Wiederaufbau des Landes zu beteiligen.“

Diehl erklärt, dass Wirtschaftssanktionen nicht umsonst als Massenvernichtungswaffe des 21. Jahrhunderts bezeichnet würden und zahlreiche viele Opfer forderten.

Die Veröffentlichung des Aufrufs ist nicht willkürlich gewählt. Den Initiatoren war es wichtig, ihre Forderungen kurz vor dem 1. September zu veröffentlichen. Dann jährt sich zum 80.

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Nie wieder Krieg: Auf zum Friedenstreffen in Berlin

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28-08-19 12:57:00,

Eine wichtige Friedensinitiative fordert „Nie wieder Krieg! Frieden und Zusammenarbeit statt Aufrüstung und Konfrontation!“. Am kommenden Samstag mündet das Vorhaben in eine große Veranstaltung in Berlin. Die NachDenkSeiten dokumentieren hier den Aufruf der Initiative. Von Tobias Riegel.

Ein von zahlreichen und teils prominenten UnterzeichnerInnen unterstützter Aufruf fordert in eindeutigen Worten, Deutschland dürfe sich nicht länger an einer Politik der Konfrontation, der Sanktionen und der Aufrüstung beteiligen, sondern müsse sich ihr widersetzen und dafür Partner in Europa und weltweit suchen. Die Organisatoren sparen nicht mit berechtigter Kritik (unter anderem) an den USA, etwa wenn sie schreiben:

„Politik und Massenmedien wird vorgeworfen, mit zweierlei Maß zu messen, wenn sie Russland und China als die ‚Bösen‘ und ‚den Westen‘ als die ‚Guten’ darstellen. Tatsächlich werden Aufrüstung und Konfrontation vor allem vom Westen vorangetrieben und gingen die massivsten Völkerrechtsverstöße immer wieder von den USA aus.“

Begleitet wird der wichtige Aufruf von einem Facebook-Auftritt, der Möglichkeit zu spenden sowie einer informativen Webseite – auf diesem Portal findet sich auch das Programm der geplanten friedenspolitischen Veranstaltung am kommenden Samstag (31. August) in Berlin. Dort werden sich unter vielen anderen Ralf Krämer, Andrej Hunko, Reiner Braun, Uwe Wötzel und Diether Dehm einbringen.

Die NachDenkSeiten dokumentieren hier den Aufruf im Wortlaut:

Nie wieder Krieg!
Frieden und Zusammenarbeit statt Aufrüstung und Konfrontation!

Deutschland darf sich an einer Politik der Konfrontation, der Sanktionen und der Aufrüstung nicht länger beteiligen, sondern muss sich ihr widersetzen und dafür Partner in Europa und weltweit suchen. Die Nutzung von Militärbasen und anderer Infrastruktur in Deutschland für völkerrechtswidrige Kriege darf nicht gestattet werden. Wir fordern die Bundesregierung, die Parteien und die Medien in Deutschland auf, zu einer Politik des Friedens und der Abrüstung, der Entspannung und Verständigung, der Achtung des Völkerrechts, der gemeinsamen Sicherheit in Europa und weltweit zurückzukehren, wie sie der Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt betrieben hat.

 
Erläuterung (die Links verweisen auf Belege und weitergehende Informationen):

Die Kriegsgefahr steigt weltweit. Der Iran wird unmittelbar mit Krieg bedroht. Die USA und anschließend auch Russland kündigten den INF-Vertrag über Mittelstreckenraketen, der START-Vertrag über die Reduzierung der Langstreckenraketen läuft 2021 aus.

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