Die Gegner der kritischen Medien arbeiten mit vielen verschiedenen und mit üblen Methoden. Hier mit einem gefälschten Flugblatt.

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26-08-20 03:07:00,

Über eine dieser Methoden muss ich berichten, weil es unter Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten und außerhalb unseres Bereichs Irritationen gab und gibt. Auf einem Flugblatt mit dem Absender „vereinigt-euch.de“ und ohne Impressum wurden die NachDenkSeiten mit anderen Internetseiten vermischt, auch mit solchen, mit denen wir nicht vermischt werden wollen. Albrecht Müller.

Jens Berger hatte dies schon in den Hinweisen des Tages vom 13. Juli 2020 richtiggestellt. Siehe hier. Dort heißt es:

In eigener Sache: Ein seltsamer Flyer mit dem Namen der NachDenkSeiten

Offenbar werden zur Zeit dubiose Flyer verteilt, die für eine Demonstration im August werben und dabei auch die NachDenkSeiten namentlich nennen. Der Flyer wurde auch auf Twitter veröffentlicht. Dazu erreichten uns am Wochenende mehrere Nachfragen von irritierten Lesern. Wir stellen dazu fest, dass wir nicht wissen, wer hinter dieser Aktion steht und zu keinem Zeitpunkt darüber informiert oder gefragt wurden. Wir prüfen noch, was wir gegen diesen Flyer tun können und ob dieser Flyer unter Umständen in einer Reihe von Kampagnen steht, die die NachDenkSeiten böswillig diskreditieren (Stichwort: Querfrontkampagne) wollen.

Da es sich hier um eine absichtliche Kampagne und nicht um einen Fehlgriff handelt, läuft der Versuch der Diskreditierung weiter. Es ist immer wieder der Versuch, die NachDenkSeiten in eine Querfront einzureihen und zu diskreditieren.

Zwei aktuelle Beispiele für diesen Versuch:

  1. Gestern wurde ich von einem Mitglied des Vorstands der Linkspartei auf dieses Flugblatt aufmerksam gemacht und nach den Hintergründen gefragt. Offenbar wird der Flyer in diesen Kreisen eingesetzt. Nicht nur dort.
  2. Auf der NachDenkSeiten-Facebook-Seite wird ebenfalls mit diesem Flugblatt gearbeitet.

Ich habe zur Dokumentation dieses Treibens auf Facebook eine Serie von meinungsmachenden Kommentaren herausgeschnitten und gebe sie hier wieder. Es gab auf Facebook viele andere Kommentare. Das Folgende ist ein Ausschnitt. Man kann viel daran lernen:

  1. Es beginnt mit dem Flugblatt, das unter dem Namen Sascha J. Reitz eingestellt wird. Daran schließen sich sofort einige andere mit dem gleichen Tenor an. Sie sollen offensichtlich die Botschaft verstärken. Aus meiner Sicht ganz klar: Trolle.
  2. Dann kommt offenbar eine Leserin der NachDenkSeiten, Anne Katharina, zu Wort. Sie macht darauf aufmerksam, dass der „Zettel schon ewig als Fälschung bekannt“ sei.

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Der Zerfall des kritischen Potenzials

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14-02-20 04:33:00,

Leider ist schon seit längerem zu beobachten, dass kritische Geister und kritische Medien, die eigentlich zur Zusammenarbeit und gegenseitigen Förderung verdammt wären, gegeneinander arbeiten, oder in der milderen Form, keine Notiz voneinander nehmen. Diese Fehlentwicklung hat damit zu tun, dass die etablierten Medien und damit verbundene Personen eine angeborene Abneigung gegen die kritischen Medien im Internet haben oder sich sogar ökonomisch bedroht fühlen. Oder es gilt, wie wir schon des Öfteren notiert haben, dass diese ehedem kritischen Geister zur mächtigen allgemeinen Öffentlichkeit gehören wollen, dass sie dazugehören wollen, statt kritisch aufzuklären. Ich will an zwei konkreten Beispielen sichtbar machen, was ich meine. Albrecht Müller.

Erstes Beispiel:

Der Öffentlich-rechtliche Rundfunk und insbesondere die dort als eher zeitkritische Formate installierten Medienprodukte wie Monitor, Panorama, ZAPP und ähnliche Sendungen im Hörfunk scheuen die Zusammenarbeit mit Internet-Medien und damit auch die gegenseitige Befruchtung und Förderung. Das Verhältnis ist eher feindselig als kooperativ. Allein mit verschiedenen Kabarett-Sendungen gibt es eine meist stille Kooperation. Man lernt voneinander, man informiert und fördert sich gegenseitig.

Zweites Beispiel: Günter Wallraff und Klaus Staeck u.a.m.

Beide haben sich lange Zeit auf dem Feld der Aufklärung ungemein verdient gemacht.. Klaus Staecks Plakate und Postkarten waren in den sechziger bis neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts wegweisend. Junge Menschen und politisch engagierte Menschen aller Altersgruppen hatten Spaß an seinen Sprüchen und Grafiken. Hieran zum Beispiel:

oder hieran:

Dieses Plakat war ein treffender Beitrag zur Steuer- und Reformdiskussion der sechziger und siebziger Jahre.

Ich habe damals als Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit der SPD und dann später bis zu Beginn von Schröders Reformpolitik und der Agenda 2010 eng mit Klaus Staeck zusammengearbeitet. Dann kam mit der Veröffentlichung meiner beiden kritischen Bücher „Die Reformlüge“ und „Machtwahn“ und vor allem mit der Gründung der NachDenkSeiten der Bruch. Klaus Staeck wollte, obwohl er mit dem Hinweis auf die Gründung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft indirekt den Anstoß für die Erfindung der NachDenkSeiten gab, die Kritik an der SPD und an einigen der etablierten Medien nicht teilen. Das galt auch für einige andere Personen des damaligen kritischen Milieus – für Günter Grass, Manfred Bissinger, Johano Strasser zum Beispiel. Kosovo Krieg und Agenda 2010 fanden die Unterstützung dieser ehedem kritischen Zeitgenossen.

Klaus Staeck wie übrigens auch die Otto Brenner Stiftung wandten sich dann einige Zeit später mit einer der übelsten Attacken gegen die früheren Partner – mit dem Vorwurf: Querfront!

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