Kunst mag nooit zwijgen – Wakker Mens

31-12-20 10:46:00,

Speelt de kunst een rol in maatschappelijke veranderingen? Dan zouden we nu een stroom van nieuwe kunstuitingen moeten zien, want we bevinden ons definitief in een periode van verandering. Of zijn misschien al die mensen die zich nu op internet uiten ook een vorm van kunst?

Een van de stellingen van professor Rainer Mausfeld is, dat de bevolking heel veel creativiteit aan de dag moet leggen om het bestaande stelsel te revolutioneren.(1)Zie de videoclip in De asketische professor zet je aan het denken   Hij noemt het bestaande stelsel de macht-elites. Deze zijn op dit moment ook met een diepgaande omwenteling bezig, namelijk de vierde industriële revolutie of de Great Reset, of wat voor mooie termen men verder nog bedacht heeft.

Terzijde: is het niet opvallend dat als de elites van revoluties spreken, de term een zeer positieve connotatie heeft? In de zin van: verandering is vooruitgang? Wanneer de bevolking daarentegen vreedzaam om veranderingen vraagt, is revolutie plotseling een zeer beladen term en wie hem gebruikt wordt als terrorist, gek of gevaarlijk element afgeschilderd.

blankDutch Guerilla Mask Force

Maar terug naar de creativiteit. Zouden de kunst en de kunstenaars een rol kunnen spelen in een maatschappelijk veranderingsproces? En willen ze dit überhaupt?

Er is op dit moment een protestbeweging gaande die op kunstzinnige manier het hele coronamaatregelen-circus ad absurdum probeert te voeren.

Je zou het verschijnsel van gemaskerde mensen in witte pakken, begeleid door een automatische stem die leuzen verkondigt, als een soort conceptuele kunst kunnen beschouwen. Conceptuele  kunstwerken zijn primair bedoeld als een uitdaging van het intellect, en hoeven niet mooi te zijn. Inmiddels heeft het concept van de witte maskers over heel Europa verspreiding gevonden.

Dezelfde kunstenaarsgroep, die voor het eerst met dit idee voor de dag kwam,  heeft onlangs weer een manifestatie gehouden.

Men kan zich natuurlijk afvragen: is dit wel kunst, heeft het wel enig nut? Maar creatief is het zeker…

Historisch gezien is het wel zo dat maatschappelijke omwentelingen een verandering in de kunstuitingen met zich mee brengen.

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gbs: Die Kunst des produktiven Streitens

08-10-20 07:51:00,

Die Kunst des produktiven Streitens

Band 8 der gbs-Schriftenreihe erklärt, wie rationale Debatten gelingen können

Giordano-Bruno-Stiftung-gbs-michael-schmidt-salomon-kritisches-netzwerk-Cancel-Culture-Debattenkultur-Lagerdenken-Streiten-Streitkultur-Gesellschaftsspaltung-Kontaktschuld

“Die deutsche Diskussionskultur befindet sich in einer Krise. Es wird gegeneinander angeredet, nicht mehr produktiv miteinander gestritten.” Mit dieser Feststellung beginnt der soeben erschienene achte Band der gbs-Schriftenreihe. Die Autoren Tobias Wolfram, Felix Urban, Michael Tezak und Johannes Kurzbuch untersuchen in ihrem prägnant formulierten Text nicht nur die Ursachen für die oft sehr unproduktiven Debatten unserer Tage, sondern zeigen auch Möglichkeiten auf, wie wir diese Misere überwinden können.

Tobias-Wolfram-Felix-Urban-Michael-Tezak-Johannes-Kurzbuch-Kritisches-Netzwerk-Produktives-Streiten-Ausweg-defiztaere-Debattenkultur-Giordano-Bruno-Stiftung-Streitkultur“Es ist das richtige Buch zur richtigen Zeit – ein kluger Gegenentwurf zu dem brandgefährlichen identitären Lagerdenken, das immer stärker um sich greift!”, sagt Michael Schmidt-Salomon, Philosoph und Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung. “Was mich besonders freut, ist, dass sich hier Autoren, die deutlich unter 30 Jahre alt sind, des wichtigen Themas der rationalen Streitkultur angenommen haben. Das macht Hoffnung. Denn es zeigt, dass es auch in der jungen Generation Menschen gibt, die begriffen haben, wie wichtig es ist, rational und faktenbasiert zu argumentieren, statt sich mit moralischem Eifer über die vermeintliche Schlechtigkeit ‘der Anderen’ zu empören!”

Hervorgegangen ist das Buchprojekt aus dem gbs-Sommerforum im letzten Jahr, zu dem die Stiftung gezielt Nachwuchstalente eingeladen hatte. Auf dem Treffen wurde auch das diesjährige gbs-Schwerpunktthema “Die hohe Kunst der Rationalität: Fakten, Fakes und gefühlte Wahrheiten” vereinbart, zu dem die Gruppe um Tobias Wolfram einen Broschürentext formulieren sollte.

“Am Ende ist ihr Manuskript so stark angewachsen, dass wir entschieden, es im Rahmen der gbs-Schriftenreihe herauszubringen”, erklärt der Stiftungssprecher. “Dadurch stehen Tobias Wolfram, Felix Urban, Michael Tezak und Johannes Kurzbuch nun an der Seite solch prominenter Persönlichkeiten wie Prof. Richard Dawkins, Karlheinz Deschner, Peter Singer, Prof. Dr. Volker Sommer, Prof. Dr. Dr. Gerhard Vollmer, Hamed Abdel-Samad und Ensaf Haidar (Ehefrau von Raif Badawi) – was, wie ich hoffe, noch andere junge Autorinnen und Autoren ermutigen wird, sich mit eigenen Beiträgen in die Debatte einzubringen.”

► Engagement für eine rationale Streitkultur

Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des 8. Bandes der gbs-Schriftenreihe wies Schmidt-Salomon auf den “Appell für freie Debattenräume” hin, den die Journalisten Milosz Matuschek und Gunnar Kaiser vor einigen Wochen initiiert haben:

“Mit Hamed Abdel-Samad,

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Die große Kunst der kleinen Schritte | Von Dirk Pohlmann | KenFM.de

29-09-20 02:10:00,

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Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

In Österreich gibt es seit 2019 eine neue Partei, die in diesem Jahr zum ersten mal zur Landtags und Gemeinderatswahl antritt. Sie heißt SÖZ, Soziales Österreich der Zukunft. Söz ist aber auch ein türkischer Begriff, der „Wort“ oder „Versprechen“ bedeutet. Die Doppelbedeutung dürfte kein Zufall sein, denn viele Mitglieder und Kandidaten sind türkischer Herkunft, die meisten sind Österreicher mit migrantischem Hintergrund der 2. oder 3. Generation.

Spitzenkandidaten sind Hakan Gördu, ein 1984 in Wien-Favoriten geborener Sohn einer Gastarbeiterfamilie, der einen Master in Innovations und Technologiemanagement besitzt und jetzt Unternehmer ist, sowie die Energie und Umweltingenieurin Martha Bißmann, achtes von neun Kindern österreichischer Eltern und ehemals Abgeordnete der grünen Liste Pilz im österreichischen Bundesparlament.

Obwohl es nicht dem Selbstbild von SÖZ entspricht und auch nicht den beiden Spitzenkandidaten,  wird sie oft als Migrantenpartei bezeichnet, was durchaus abschätzig gemeint ist. Die Kombination der Wörter Türke und Migrant sorgen für Kaskaden von abrufbaren Denkmustern. So etwa: Wollen die Türken eine eigene Partei in Österreich gründen? Sind die Nicht-Migranten, die mit antreten, nur ein Feigenblatt?

Steckt Erdogan hinter SÖZ? Sind das Islamisten im Schafspelz? Islamische Traditionalisten? Warum haben einige weibliche Kandidaten Kopftücher auf? Andere nicht? Das passt alles gut ins übliche Schema. Anderes nicht. Warum sind mehr als die Hälfte der Kandidaten Frauen? Wieso sind Umweltpolitik und der Klimawandel ein Hauptanliegen? Bildung ist wichtig, gut, das sagen alle. Aber warum ist das so ein wichtiges Thema für SÖZ? Meinen die damit Islamschulen? Für das bedingungslose Grundeinkommen treten die ein, um sich in die soziale Hängematte legen zu können, klar. Sie reden vom Märchen des ewigen Wirtschaftswachstums, von Umverteilung und dass die soziale Frage wieder gestellt werden muss. Sind diese Islamisten etwa Kommunisten? 

Man kann es auch rational erklären. Weil viele Mitglieder von SÖZ, nicht nur die mit Migrationshintergrund als Unterschichtkinder aufgewachsen sind, gehört Bildung zu ihren Hauptanliegen. Sie legen Wert auf ein soziales Miteinander, die Familie ist bei vielen Migranten das soziale Sicherungsnetz, das sich in Coronazeiten als belastbarer erweist als das Single-Dasein des Metropolen-Wieners.

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Die Kunst des Weglassens: Wie der Spiegel über die Telefonate von Biden und Poroschenko “berichtet” | Anti-Spiegel

21-05-20 07:05:00,

Endlich berichtet der Spiegel über die Neuigkeiten auf Kiew. Und wie erwartet berichtet der Spiegel völlig anders, als der Anti-Spiegel. Was der Spiegel seinen Lesern alles verschweigt, ist schon bemerkenswert.

Ich habe die Pressekonferenz des ukrainischen Abgeordneten Andrej Derkatsch vom Dienstag komplett übersetzt und weil ich dabei bemerkt habe, dass Menschen, die das Thema nicht sehr gut kennen, die Vorgänge kaum verstehen können, habe ich noch einen Artikel geschrieben, in dem ich aufgezeigt habe, wie die Chronologie der Vorgänge ist, für die Derkatsch nun neue Belege geliefert hat.

Es ist ein komplexes Thema, um das es dabei geht und auch die chronologische Zusammenfassung dürfte für viele sehr schwere Kost sein, denn es geht um komplizierte Zusammenhänge und viele Namen, von denen die meisten noch nie gehört haben. Wenn man es kurz auf den Punkt bringen will, dann kann man ganz vereinfacht sagen, dass in der Ukraine vor dem Maidan 40 Milliarden Dollar unterschlagen wurden, die nach dem Maidan neu aufgeteilt wurden und zwar vor allem unter dem Schutz von Kräften aus den USA. Es geht um Korruption und Geldwäsche in wohl nie dagewesenem Ausmaß. Und all das fand unter dem Schutz und der Leitung des damaligen Vize-Präsidenten der USA, Joe Biden, statt.

Die in den Medien präsentierten Skandale „Russlandaffäre“ (angebliche Wahleinmischung Russlands in die US-Wahlen 2016) und „Ukraine-Skandal“ (was zum gescheiterten Amtsenthebungsverfahren gegen Trump geführt hat) waren Teile dieser Geschichte. Das alles klingt völlig abstrus und deshalb ist das Thema auch so kompliziert. Es geht eben nicht um einen kleinen Betrugsfall, sondern um Wirtschaftskriminalität in unvorstellbarem Ausmaß und dabei wird immer mit sehr verschachtelten Strukturen gearbeitet, zum einen, um Entdeckung und Aufklärung zu erschweren, zum anderen, weil bei so großen Sachen viele Leute beteiligt sind und die Hand aufhalten.

Fakt ist, dass in den eben genannten Skandalen komischerweise immer wieder die gleichen Menschen, Firmen und NGOs auftauchen. Und sind die Zusammenhänge — wenn man sich damit genauer beschäftigt — erstaunlich gut zu belegen. Wenn das Thema für Sie neu ist, lesen Sie die Chronologie (auch, wenn sie dabei ab und an Pausen brauchen, um das Gelesene „sacken zu lassen und die Zusammenhänge zu verstehen).

Ich habe darüber in den letzten Tagen mit einigen Leuten gesprochen, die das Thema auch gut kennen und wir sind uns einig: Wenn ein Thriller-Autor sich diese Geschichte ausgedacht hätte,

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Die Kunst der Zusammenarbeit – www.themen-der-zeit.de

17-03-20 10:02:00,

17. März 2020

100 Jahre Dreigliederung des sozialen Organismus

von Walter Kugler

Jeder hat es gelesen, jeder?

“Marx würde sagen: Wenn nach mir einer kommt, der etwas Neues bringt und er heißt nicht Marx, sondern Steiner, dann haltet Euch an den lebendigen Geist und nicht an die alten Knochen.” [1] Das ist die Stimme eines Arbeiters, der sichtlich berührt war von dem ‘ Neuen’, das Rudolf Steiner in seinen einleitenden Worten an einer Betriebsräteversammlung in Stuttgart den Zuhörern in Herz und Sinn einprägte.

Das Neue, es kam nicht über Nacht, sondern erschien gleichsam als Zwischenbericht eines Jahrzehnte langen Beobachtens und Reflektierens der sozialen Verhältnisse im Großen wie im Kleinen, in der Weltwirtschaft wie im Zwischenmenschlichen. Bereits als als 27-Jähriger, im Jahre 1888, hatte Steiner in seiner Eigenschaft als Redakteur der Wiener Deutschen Wochenschrift die Debatten der Abgeordneten im Wiener Parlament verfolgt und die Geschehnisse in zahlreichen Zeitungsartikeln kritisch kommentiert. [2] So hat er sich u.a. mit der von Papst Leo XIII. am 20. Juni 1888 verkündeten Enzyklika Libertas praestantissimum donum (dt. Die Freiheit ist das vorzüglichste unter den natürlichen Gütern) kritisch auseinandergesetzt, um schliesslich einen Satz in das Gedächtnis seiner Zeit einzuschreiben, der sein eigenes zukünftiges Wirkungsfeld absteckte und zugleich programmatisch ein Stück der Postmoderne vorwegnehmen sollte: “Nur das für wahr halten, wozu uns unser eigenes Denken zwingt, nur in solchen gesellschaftlichen und staatlichen Formen sich bewegen, die wir uns selbst geben, das ist der große Grundsatz der Zeit.” [3] In jedem seiner damaligen Essays spürt man seine Präsenz, spürt man den Atem eines nicht dem Gleichschritt verpflichteten Denkers, und man spürt bereits den zukünftigen Verfasser einer Freiheitsphilosophie (1894), in der er jeglichem normativen Anspruch moralischer Gesetze eine deutliche Abfuhr erteilte.

Lässt man sich auf seine außergewöhnlichen Überlegungen einmal ein, dann wird man schon bald Zeuge eines rastlos Suchenden, bei dem es wohl ein Innehalten, aber keinen Stillstand gibt und der 25 Jahre später mit seinem Buch Die Kernpunkte der sozialen Frage, erschienen 1919, die Feuilletonisten namhafter Zeitungen beschäftigen wird, sei es bei der New York Times (14.1.1923), der New York Tribune (26.5.1921) oder der britischen Daily News (16.9. 1920). In letztgenannter war unter der Überschrift “Wie Kapital behandelt werden soll – Ein Buch, über das in Europa diskutiert wird” u.a. zu lesen: “Von jedem Denkenden des Kontinents wird ein auffallendes Buch besprochen,

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