Kurioses von der Nato, deutliche Worte aus Russland | Anti-Spiegel

07-04-21 07:52:00,

Die Nato ist immer wieder für kuriose Überraschungen gut und in Russland findet man immer wieder erstaunliche Antworten. Das zeigt eine Episode von heute, die in deutschen Medien wahrscheinlich keine Erwähnung finden wird.

Es ist eine bemerkenswerte Geste, von der ich jetzt berichten werde. Die Nato hat derzeit 30 Mitglieder, aber ihre Internetseite war bisher nur in drei Sprachen verfügbar: Englisch, Französisch und Russisch. Offenbar will die Nato sichergehen, dass man ihre Seite auch in Russland problemlos lesen kann, während es der Nato offensichtlich nicht so wichtig ist. dass man die Seite auch in den meisten ihrer Mitgliedsstaaten versteht.

Nun wurde eine vierte Sprache hinzugefügt, und zwar nicht etwa zum Beispiel Deutsch, weil Deutschland nach den USA der größte Zahler der Nato ist, sondern Ukrainisch. Und das obwohl das Land weder Nato-Mitglied ist, noch in naher Zukunft werden kann. Das fügt sich ein in die Symbolik, mit der der Westen der ukrainischen Regierung das Gefühl gibt, die Nato werde Kiew bei einem Krieg gegen Russland unterstützen. In Kiew scheint man das tatsächlich zu glauben, wie ich hier in einer Analyse mit Begründung für meine These ausgeführt habe.

Nato: „Lehnsherr und Vasallen“

Der Chef des russischen Sicherheitsrates, Nikolaj Patruschew, hat heute in einem Interview gesagt, dass ein Beitritt kleiner Staaten zur Nato zwangsläufig das Ende eines Großteils ihrer Souveränität bedeutet. Weiter sagte er, dass viele europäische Länder hinter vorgehaltener Hand zugeben, dass sie den anti-russischen Kurs von Nato und EU sinnlos finden, aber sie könnten nichts dagegen tun, weil die Entscheidungen in Washington und Brüssel getroffen würden.

Daher, so Patruschew, könne man die NATO kaum noch als militärisch-politischen Block bezeichnen. Vielmehr sei es das Verhältnis eines mittelalterlichen Lehnsherrn zu seinen Vasallen. Aber während die Vasallen früher auf Kommando ihres Lehnsherrn eine Armee bereitstellen mussten, müssen sie heute Waffen von ihrem Herrn kaufen, wenn sie nicht wollen, dass ihre Loyalität in Frage gestellt wird. Über diese Aussagen Patruschews hat das russische Fernsehen berichtet.

Man kann Patruschew kaum widersprechen, wenn man sich ein wenig zurückerinnert. 2019 hat die EU einen 13-Milliarden-Fond aufgelegt, der die Entwicklung neuer Waffen finanzieren sollte und die Gelder sollten ausschließlich Firmen aus der EU zur Verfügung gestellt werden. Das fanden die USA gar nicht lustig und haben mit Sanktionen gegen die EU gedroht (Quelle weiter unten in diesem Artikel):

„Bevor diese Verträge sich weiterentwickeln,

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Kurioses zum Wochenende: Biden gibt zu, dass er eine Wahlbetrugs-Organisation zusammengestellt hat | Anti-Spiegel

30-10-20 08:58:00,

Die offensichtliche Demenz von Joe Biden wird legendär und man kommt gar nicht hinterher, über alles zu berichten, was der Mann öffentlich sagt. Zum Wochenende habe ich einen freudschen Versprecher von Biden gefunden. Obwohl: War es ein Versprecher oder ein Eingeständnis? Entscheiden Sie selbst.

Präsident Trump wirft den Demokraten vor, die US-Wahl mit Hilfe der pauschalen Briefwahl fälschen zu wollen. Die „Qualitätsmedien“ behaupten unwahrer Weise, das sei Unsinn und es gäbe keinerlei Belege für Trumps Befürchtungen. Dabei berichten die „Qualitätsmedien“ selbst unwahr über das Thema, indem sie ihren Lesern verschweigen, worum es dabei tatsächlich geht. Die Details finden Sie hier.

Nun hat Joe Biden in einem Interview gesagt:

„Wir haben die umfangreichste und umfassendste Wahlbetrugsorganisation zusammengestellt…“

What did he say??? OMG! pic.twitter.com/5vHmzRYC90

— KEEM 🍿 (@KEEMSTAR) October 25, 2020

Mit der Frage, ob das ein freudscher Versprecher oder ein Eingeständnis war, wünsche ich ein schönes Wochenende!

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft. Zeige alle Beiträge von Anti-Spiegel

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Kurioses am Wochendende: Trump kündigt “Super-Duper-Rakete” an – Russlands Antwort: “Wir kapitulieren!” | Anti-Spiegel

16-05-20 05:51:00,

US-Präsident Trump hat angekündigt, die USA würden eine „Super-Duper-Rakete“ entwickeln. Darauf hat der Chef der russischen Weltraumagentur auf Twitter mit Humor geantwortet.

Die Meldung kam heute in allen Medien, schließlich hört man nicht oft von „Super-Duper-Raketen“. Trump fügte hinzu, die USA würden an einer Hyperschallrakete arbeiten, die 17-Mal schneller sei, als alles, was die USA heute haben.

Hyperschallraketen sind wohl die Zukunft in dem Bereich der Waffentechnik. Russland ist derzeit auf dem Gebiet führend und hat als einziges Land der Welt solche Raketen bereits in den Dienst gestellt (hier finden Sie Informationen über diese Waffensysteme). Den Anstoß dazu, dass Russland diese Raketen entwickelt hat, haben die USA selbst gegeben, als sie Anfang der Nuller-Jahre den ABM-Vertrag gekündigt haben. Der Vertrag sah ein Verbot für Abwehrsysteme gegen strategische Atomraketen vor (Informationen über den ABM-Vertrag und die anderen Abrüstungsverträge finden Sie hier).

Der Sinn des ABM-Vertrages war es, dass sich kein Land in einem Atomkrieg sicher und unangreifbar fühlen konnte: Wer als erster auf den Knopf drückte, wäre als Zweiter tot. Die Logik der atomaren Abschreckung mag zynisch sein, aber sie hat im Kalten Krieg verhindert, dass es zu einem Krieg zwischen den Systemen gekommen ist.

Die USA fühlten sich Anfang der 2000-er Jahre aber so überlegen, dass sie meinten, diese Rücksicht nicht mehr nehmen zu müssen und so kündigten sie den ABM-Vertrag in dem Glauben, Russland (oder auch China) könnten einer US-Raketenabwehr, die damals entwickelt werden sollte und heute in Rumänien und Polen stationiert ist, nichts entgegen setzen. Putin hatte seinerzeit mitgeteilt, Russland könne sich die Entwicklung solcher Abwehrsysteme nicht leisten und werde daher „asymmetrisch“ reagieren. Das hat man in Washington nicht ernst genommen.

Aber vor einigen Jahren gab es den Donnerschlag, als Putin die neuen russischen Waffensysteme, die als Reaktion auf die US-Raketenabwehr entwickelt worden sind, vorgestellt hat. Russland hatte nun als erstes Land Hyperschallraketen, die mehr als zwanzigfache Schallgeschwindigkeit erreichen können. Damit sind sie für keine Raketenabwehr der Welt erreichbar, nichts fliegt so schnell, dass es diese Raketen abfangen könnte.

Übrigens ist die US-Raketenabwehr keineswegs ein defensives System, wie der Name vermuten lässt. Das liegt an den Startrampen vom Typ MK41, die auch atomar bestückte Marschflugkörper abfeuern können. So kann Russland bei einem Raketenstart aus der „Raketenabwehr“ nie wissen,

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Kurioses zum Wochenende: Zwei völlig unterschiedlich Ideen, die Produktivität von Mitarbeitern zu erhöhen | Anti-Spiegel

20-12-19 09:59:00,

Das russische Fernsehen hat zwei kuriose Meldungen aus England gebracht, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Dort gibt es zwei neue Ansätze, wie Firmen die Produktivität ihrer Mitarbeiter steigern wollen. Bei welcher Firma würden Sie lieber arbeiten?

Am Freitag bringe ich immer mal etwas lustiges oder kurioses zum Wochenende. Dieses Mal aber nicht aus Russland, sondern aus dem zukünftigen Ex-EU-Land Großbritannien.

Am 16. Dezember hat das russische Fernsehen darüber berichtet, wie eine englische Firma ihre Mitarbeiter motivieren will. Die Meldung kam von der BBC und es geht um eine Firma, die junge, talentierte Mitarbeiter anwerben und motivieren will. Weil die aber gerne nach der Arbeit in den Pub gehen und morgens dann öfters verkatert sind, hat die Firma „Katerfrei“ eingeführt. Wenn Mitarbeiter abends etwas zu tief ins Glas geschaut haben, dürfen sie von zu Hause arbeiten. Das gilt zumindest immer dann, wenn sie keine Kundentermine haben, sondern ohnehin vorm Computer arbeiten.

Wenn man das noch mit der Meldung in Kontext setzt, dass in den USA ein Wodka auf dem Markt ist, der aus CO2 aus der Luft gebrannt wird, dann ergibt sich eine interessante Mischung: Abends für das Klima saufen und morgens „Katerfrei“ nehmen.

Einen anderen Ansatz verfolgt hingegen ein Hersteller von Toilettenschüsseln. Es wurde ebenfalls in England gemeldet, dass eine Firma geneigte Kloschüsseln entwickelt hat, die durch ihre Neigung extrem unbequem sind. Durch das sogenannte „Folterklo“ sollen die Mitarbeiter dazu gebracht werden, weniger Zeit auf dem Klo und mehr Zeit am Arbeitsplatz zu verbringen. Auch diese Meldung habe ich ursprünglich beim russischen Fernsehen gefunden.

Tja, bleibt die Frage, bei wem möchten sie lieber arbeiten? Dort, wo man auch mal frei nehmen kann, wenn der Schädel brummt, oder dort, wo man nicht mal in Ruhe auf´s Klo darf?

In diesem Sinne einen schönen vierten Advent.

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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg.

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