Leserbriefe zu „Weder links noch rechts!” – also nirgendwo“

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22-05-20 04:43:00,

In diesem Artikel hat Albrecht Müller versucht zu erklären, dass eine Unterscheidung in links und rechts auch heute Sinn macht. Diese Einschätzung wurde vor dem Hintergrund der Parteigründung von „Widerstand 2020“ und einigen Formulierungen des Mitgründers Dr. Bodo Schiffmann getroffen. Sehr schnell haben viele unserer Leserinnen und Leser auf diesen Beitrag reagiert – viele auch sehr kritisch, aber betont sachlich. Für die eingereichten Leserbriefe bedanken wir uns sehr herzlich. Es folgt eine Auswahl der Antworten. Zusammengestellt von Christian Reimann. Und vorweg noch ein paar Bemerkungen des Autors Albrecht Müller:

Einleitende Anmerkungen zu den Leserbriefen von Albrecht Müller:

  1. Es kamen so viele interessante Leserbriefe und so viele Anstöße zu einer notwendigen Diskussion, dass ich darauf in einem gesonderten Beitrag eingehen werde. Der Arbeitstitel dieses kommenden Beitrags lautet:

    „Ist die Überwindung der nunmehr 40 Jahre herrschenden neoliberalen Ideologie ein neutrales Projekt, weder links noch rechts?“

    Vielleicht wäre mein Text “Weder links noch rechts!” – also nirgendwo besser verstanden worden, wenn ich den Begriff Neoliberalismus dort schon gebraucht hatte. Ich hätte zum Beispiel schreiben müssen: In einer Zeit, in der es dringend geboten ist, die neoliberale Ideologie und Praxis aus dem Tempel zu jagen, bringt es nichts, wenn man mit der Formel „weder links noch rechts“ auch jene abwertet, die den Kampf gegen die neoliberale Ideologie und Praxis führen und sich als links verstehen.

  2. Viele, sehr viele Leserbriefe kamen von Menschen, die sich bei der neuen Partei „Widerstand 2020“ engagiert haben oder engagieren wollen. Sie haben meinen Artikel als Angriff auf ihr neues politisches Engagement empfunden. Das war jedenfalls so nicht gemeint. Alleine die Tatsache, dass ich nicht nur Dr. Schiffmann, sondern auch den ehemaligen SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder als Zeugen aufgerufen hatte, hätte eigentlich das Missverständnis vermeiden helfen müssen.
  3. Eine Reihe von Leserinnen und Lesern hat sich über die aus ihrer Sicht spürbare Polemik meiner Formulierungen beklagt. Die Polemik tut mir leid. Aber ich bitte um Verständnis: Es liegen jetzt 50 Jahre der Verfolgung alles Linken hinter unserem Land und auch hinter mir. Links war schon direkt in der Nachkriegsgeschichte Westdeutschlands verpönt, links war in der Auseinandersetzung mit den 68ern verpönt, die Verteufelung alles Linken war die durchgängige Angriffslinie der Rechtskonservativen und des großen Geldes im Wahlkampf 1972, für den ich auf Seiten Willy Brandts und der SPD in verantwortlich war.

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Leserbriefe zu „Wie die Maskenpflicht unsere Intelligenz beleidigt – Und wie sie uns vom Wesentlichen ablenkt“

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29-04-20 07:52:00,

Auf den Beitrag “Wie die Maskenpflicht unsere Intelligenz beleidigt – Und wie sie uns vom Wesentlichen ablenkt” von Tobias Riegel hat es schnell viele Antwort-Emails seitens unserer Leserinnen und Leser gegeben. Die Resonanz auf den Inhalt ist geteilt und spiegelt die Spaltung unserer Leserschaft zum Thema gut wider. Herzlichen Dank für die gesendeten Leserbriefe. Es folgt eine Auswahl. Zusammengestellt von Christian Reimann.

Vorbemerkung von Tobias Riegel: Der hier behandelte Artikel wurde in teils harschen Worten verfasst. Dieses Stilmittel der Polemik betrachte ich inzwischen als unangemessen für das Thema Corona. Meine inhaltliche Sicht auf die Maskierung bleibt, wie sie im Artikel beschrieben ist. Doch der Tonfall hätte differenzierter sein sollen, da der Vorgang bei vielen Bürgerinnen und Bürgern mit Ängsten und Sorgen verbunden ist, die nicht weggewischt werden sollten.

1. Leserbrief

Liebes NDS-Team,

 

bereits Anfang März hat Jo „Peanuts“ Ackermann die Welt wissen lassen, dass es wohl ohne ein weiteres Mal Bankenrettung nicht gehen wird: spiegel.de/wirtschaft/a-7395cf8b-0ce3-4a68-9f81-73c8e6ee1824

Zu diesem Zeitpunkt gab es m.W. noch nirgends in der westlichen Welt einen Lockdown, es lief alles noch mehr oder weniger normal weiter – aber die üblichen Verdächtigen sind schon wieder „blank“ und schreien nach Staatshilfen…

Auch vorher war ich schon skeptisch ob der veröffentlichten Zahlen, aber spätestens ab diesem Interview bin ich mir ziemlich sicher, dass hinter dem Weltuntergangs-Hype etwas anderes dahinter steckt.

Auch denke ich, dass mehr als einer unserer Regierenden Gefallen daran gefunden hat, endlich mal spontan nach Gutdünken durchregieren zu können, und nicht immer langwierig rumdiskutieren zu müssen – es ist ja nicht einmal mehr die „Opposition“ im Weg. Schauen wir doch mal, was sich „der Pöbel“ noch alles bieten lässt… An dieser Stelle sollten wir alle ganz genau hinschauen (und merken!), wer sich wie aufführt, welche Gesetze „mal eben schnell“ auf Bundes- oder Landesebene durchwinkt (z.B. Landespolizeigesetze, und was da drin steht) – auch und besonders bei den ach so gefeierten Grünen… Und wer nach Ende der ganzen Sache bereit ist, seine zusätzliche Macht wieder abzugeben.

 

Natürlich kann man – wenn man den Zeitpunkt für gegeben hält – nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, weil dann jeder sehen würde, dass alles (oder zumindest vieles) ein großer Schwindel war (ich sage hier eindeutig nicht,

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Leserbriefe zu „‚Russland ist schuld!‘ am neuen Flüchtlingsstrom – ein weiterer Beleg dafür, dass die totale Manipulation möglich ist“

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16-03-20 12:12:00,

Die dramatischen Entwicklungen des Krieges in Syrien und dessen verfälschte mediale Darstellung war Thema des Artikels „‚Russland ist schuld!‘ am neuen Flüchtlingsstrom – ein weiterer Beleg dafür, dass die totale Manipulation möglich ist“. Wie stark dies auch die Leser der NachDenkSeiten beschäftigt, lässt sich an der folgenden Auswahl von Leserbriefen ermessen. Zusammengestellt von Lutz Hausstein.

1. Leserbrief

Hallo Herr Müller, liebes NDS-Team,

zunächst einmal vielen Dank für Ihre unermüdliche Aufklärungsarbeit. Die Nachdenkseiten sind für mich seit langem die wichtigste Informationsquelle, wenn es um politische Nachrichten und deren Einordnung geht.

Nun zum Thema:

Der besagte Artikel von Matthias Koch war – in gekürzter Version – auch als Leitartikel in der Hannoverschen Allgemeinen (HAZ) erschienen und auch mir übel aufgestoßen. Das passierte mir als langjährigem Abonnenten der HAZ allerdings nicht zu ersten Mal.

Schon zu seinen Zeiten als Chefredakteur der HAZ fiel mir Herr Koch in seinen Artikeln als vehementer Verfechter der herrschenden, neoliberalen Verhältnisse sowie als glühender Fan von Angela Merkel auf. So kann ich mich an einen Leitartikel entsinnen – leider weiß ich den Zusammenhang nicht mehr – in dem er allen Ernstes Frau Merkel als Kanzlerin das Recht zubilligte, “ihr” Volk in wichtigen Fragen nicht oder falsch zu informieren. Da fragt man sich dann schon, welches Demokratieverständnis bei Herrn Koch vorherrscht. Immerhin ist er als Chefredakteur des RND ein führender Vertreter der journalistischen Klasse.

Nachdem ich mich lange jeden Morgen über die unions-lastige HAZ mit ihrer Schwarz-Weiß-Malerei und meist einseitigen Berichterstattung geärgert hatte (leider gibt es im Raum Hannover kaum vernünftige Alternativen, wenn man auch über Regionalnachrichten informiert werden möchte), habe ich vor einigen Jahren meinen Satire-Blog “Die Politglosse” aus der Taufe gehoben. Dort verarbeite ich unregelmäßig in mehr oder weniger ironisch-sarkastischer, manchmal auch klamaukiger Weise meinen Frust über die allgemeine Lage und die Berichterstattung in der HAZ und anderen Medien, betreibe quasi eine Art “schriftliches Politkabarett”. Vielleicht haben Sie ja Lust, Ihre Leserschaft mittels der Veröffentlich dieses Leserbriefes darauf hinzuweisen: politglosse.de. Eventuell ist das für Einige eine willkommene Ergänzung oder Abwechslung zu der notwendigerweise ja ernsthaften aufklärerischen Berichterstattung, wie die Nachdenkseiten sie so hervorragend betreiben.

Vielen Dank für Ihre gute Arbeit, und weiter so!

Herzliche Grüße

Frank Drotschmann

2.

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Leserbriefe

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10-01-20 09:29:00,

Einige der zahlreichen positiven und negativen Rück­mel­dungen auf unsere Medien­studien und Informations­seite.
Was ist Ihre Meinung?
Ich habe 5 Jahre auf einer renom­mierten Schweizer Nach­rich­ten­­redaktion gearbeitet. Es ist das erste Mal, dass ich eine so umfassende Arbeit zum Thema sehe. Konnte noch nicht alles lesen, aber das, was ich gelesen habe, deckt sich mit meiner Erfahrung und meiner Wahrnehmung.“

„Ich hatte selbst in den 80er Jahren bei der NZZ gearbeitet. Damals eine Auszeichnung. Heute leider so wie von Ihnen beschrieben.“

„Mit Erstaunen und grossem Interesse las ich Ihre Doku­men­ta­tionen. Wenn Ihre Recherchen stimmen – und daran zweifle ich eigentlich nicht – muss in dieser Sache etwas unter­nommen werden.“ — Ein Schweizer Parlamentarier

„Diejenigen, die dem Fernsehen SRF vorwerfen, einseitig der US- und Nato-Propaganda zu erliegen, betreiben ihrerseits das Geschäft der russischen Propaganda, die heute mindestens so raffiniert ist wie weiland die sowjetische.“ — Der Ombudsmann des SRF (siehe hier)

„Das ist ja gewaltig, was Sie hier auf die Beine gestellt haben! Die Studie über die NZZ werde ich umgehend lesen. Sie belegen wissenschaftlich, was ich schon lange mit Sorge beobachte.“

„Herzliche Gratulation für diese tolle Arbeit, die aus demokratiepolitischer Sicht unverzichtbar ist. Well done!“

„Diese Seite sollte zwingend von jedem, der sich mit Geopolitik befasst, gründlich gelesen werden.“

„Ich habe mich im Studium ebenfalls mit Propaganda be­schäftigt und komme zum genau gleichen Schluss. Die Be­richt­­­er­stattung der NZZ ist haar­­sträubend und man kommt sich wirklich dumm vor, wenn man diesen Mist liest.“

„Akademische Sprache für Studien ohne Substanz.“ — Die SonntagsZeitung (siehe hier)

„Es ist eine Wohltat zu sehen, dass es Wissenschaftler gibt, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen und so tolle Arbeiten der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Herzlichen Dank an Sie alle dafür!“

„Die Analyse zum Schweizer Fernsehen verdient ihren Namen, sie ist neutral und punktgenau. Das Fazit für die Schweizer Medienschaffenden ist vernichtend.“

„Ich habe eben Ihre SRF-Propaganda-Analyse gelesen und möchte Ihnen ganz herzlich für Ihre wertvolle Arbeit danken!“

„Sie haben leider recht. Als jemand, dessen Ziel es einmal war, bei der NZZ zu arbeiten – für mich einst die beste Zeitung im deutsch­sprachigen Raum – macht mich die Entwicklung dieser Zeitung nur noch traurig.“

„Ganz herzliche Gratulation zu eurer sehr infor­ma­tiven Seite.  » Lees verder

Leserbriefe zur Festnahme von Julian Assange

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14-04-19 09:44:00,

Seit Julian Assange am Donnerstag in London festgenommen wurde sind auf den Nachdenkseiten diese Beiträge erschienen, “Julian Assange von britischer Polizei festgenommen. Hallo, Amnesty, wo bleibt Ihr?“, “Hinweise des Tages Spezial zur Festnahme von Julian Assange” und “Julian Assange: Von den Medien benutzt, bekämpft und begraben” und auch die Normalomedien haben plötzlich wieder ihr Interesse an Julian entdeckt, und berichten teilweise über seine Katze, oder den Zustand seines Badezimmers. Die Nachdenkseitenleser, die uns geschrieben haben, behalten hingegen wichtiges im Blick, dass nämlich die Enthüllungen von Wikileaks uns Alle etwas angehen. Bitte beachten Sie auch die Hinweise und Links in dieser Sammlung, und geben Sie diese weiter! Zusammengestellt von Moritz Müller.

1. Leserbrief

Ich habe die Bilder seiner Verhaftung gesehen. Julian ist offensichtlich schwer krank und sie alt aus. Was ist die Redakteure, wie wäre es mit einer Unterschriftenaktion für seine Freilassung und seine ärtzliche Untersuchung? 

Ich wäre voll dabei!

Ich denke wir können solche Menschen der Aufklärung, jetzt nicht im Stich lassen. An Julian Assange können wir beweisen was internationale Solidarität vermag, wenn es diese denn noch gibt!

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Karsten

2. Leserbrief

…. mir wird ganz übel, wenn ich mir vorstelle, das jemand die Kriegsgräuel der seinerzeit verantwortlichen passiven Mörder und Kriegstreiber der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat genau durch diese möglicherweise ein Leben lang hinter Gittern verbringen muss; wenn Assange an die USA ausgeliefert wird.

Traurige Grüße

Volker Kamp

3. Leserbrief

consortiumnews.com/2019/04/11/breaking-moreno-withdraws-asylum-as-assange-is-arrested/

Ein schwarzer Tag für Menschenrechte und Pressefreiheit!

MfG Ulrike Simon

4. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren von amnesty,

auch wenn es sich in den letzten Tagen abzeichnete: Ich bin bestürzt und entsetzt über die Festnahme Julian Assanges. Erstaunlich schnell erfolgte die Verurteilung durch die britische Justiz. Die Anklage aus den USA lautet auf Verschwörung mit Chelsea Manning, was es wohl den britischen Behörden erleichtern soll, Assange auszuliefern. Die Gefahr, dass er in den USA später wegen Spionage angeklagt und zum Tode verurteilt wird, ist dennoch gegeben.

Wir alle haben Julian Assage sehr viel zu verdanken.

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