Liebe statt Verachtung

26-09-20 01:31:00,

Um diese Frage zu beantworten, möchte ich unter anderem Menschen zitieren, die sehr viel über das Leben nachgedacht und viele Erkenntnisse gewonnen hatten. Sie können uns wertvolle Hinweise liefern. Beginnen wir mit einem Zitat von Friedrich Schiller aus seinen Briefen zur ästhetischen Erziehung:

„Jeder individuelle Mensch, kann man sagen, trägt, der Anlage und Bestimmung nach, einen reinen, idealistischen Menschen in sich, mit dessen unveränderlicher Einheit in allen seinen Abwechslungen überein zu stimmen, die große Aufgabe seines Daseins ist“ (1).

Was drückt dieses Zitat aus? Schiller weist uns darauf hin, dass jeder Mensch eine Aufgabe in der Welt hat. Diese Aufgabe besteht darin, sich als Mensch immer mehr zu diesem reinen, idealistischen Menschen in seinem Inneren zu entwickeln. Es geht also um die individuelle Entwicklung. Zu einem Menschen, in dem reine Ideale leben und der sein Leben so gestaltet, dass es sich diesen reinen Idealen immer mehr annähern kann. Eine durchaus herausfordernde Aufgabe, die Schiller uns ans Herz legt.

Hier will ich auf zwei wesentliche Aspekte aufmerksam machen: Der erste ist Entwicklung. Schiller spricht hier von einer Entwicklung hin zu einer höheren Qualität des Menschen. Wir dürfen damit sicher von einer Entwicklung ausgehen, die eine aufbauende Richtung nimmt und jede Art von Abbau oder Reduzierung verneint. Der zweite Aspekt betrifft die reinen Ideale. Hier dürfen wir durchaus von Tugenden ausgehen. Eine der größten Tugenden, die der Mensch entwickeln kann, ist sicher die Menschenliebe. Diese gilt es immer mehr in das Leben zu integrieren, wenn man der Aussage von Schiller folgen will.

Vielleicht stellen Sie sich gerade in diesem Moment genau diese Frage. Ich muss gestehen, ich habe mir diese Frage schon häufiger gestellt. Und ich stelle sie mir immer wieder, gerade in dieser so herausfordernden Zeit. Denn auch ich benötige ein Kriterium, welches mir in vielen Alltagssituationen eine gute Richtschnur sein kann. Und dabei bin ich auf ein weiteres Zitat gestoßen, das ebenfalls von einem großen Denker stammt. So hat Mahatma Gandhi gesagt:

„Wo Liebe wächst, gedeiht Leben. Wo Hass aufkommt, droht Untergang“ (2).

Nun sind Liebe und Hass zwei große Gegensätze und nicht ganz leicht in den Alltag zu integrieren. Denn zwischen diesen beiden Polaritäten gibt es tausendfache Abstufungen. So, wie man sich in kleinsten Stufen dem Hass zuwenden kann, so kann man sich auch in kleinsten Stufen der Liebe annähern.

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Liebe Reichsbürger, ich hätte da eine Bitte!

18-09-20 12:50:00,

Spätestens nach dem in letzter Sekunde von tapferen Berlinern Schupos verhinderten „Sturm auf den Reichstag“ ist klar: Nicht die Umverteilung von unten nach oben, der alltägliche marktkonforme Wahnsinn oder die immer aggressiver werdende Hurra-Humanismus des Wertewestens bedrohen die Grundfeste unserer Gesellschaft, sondern ein Häufchen verwirrter Heilpraktiker, die denken, das Kaiserreich hätte immer noch Bestand. Dabei sind die medial omnipräsenten Reichsbürger nur die skurrile Spitze eines Eisbergs, der bei unseren schlaueren Mitbürgern, zu einem sorgsam von den Medien konditionierten Reiz führt – sobald so ein Verschwörungstheoretiker, ein Trump- oder Putin-Fan oder – Gott bewahre – ein rechtsoffener oder gar rechtspopulistischer Rechtsextremist etwas vor sich hin schwurbelt, ist dies für die Stützen der Demokratie der ultimative Beleg dafür, dass das genaue Gegenteil richtig sein muss. Denn wer will sich schon mit solchen Leuten gemein machen? Diese „Deppen-Dialektik“ bietet – geschickt eingesetzt – eine große Chance, endlich was in dieser Gesellschaft zu bewegen. Eine Glosse von Jens Berger.

Sobald auf einer Demo ein Hanswurst mit einer schwarz-weiß-roten Flagge gesichtet und nicht sofort von anderen Demonstranten gelyncht wird, steht fest: Diese Demo ist mindestens rechtsoffen, wenn nicht sogar was Schlimmeres. Das Praktische daran: Sobald der Gesinnungs-TÜV aufgrund solcher unentschuldbaren Vorkommnisse verweigert werden kann, spielen die Inhalte keine Rolle mehr. So geschehen bei den „Corona-Demos“ in Berlin und anderen Städten, so geschehen allerdings auch schon bei der Großdemonstration gegen das Handelsabkommen TTIP, bei der vor fünf Jahren eine viertel Millionen Menschen in Berlin den Aufruf von Gewerkschaften und Umweltverbänden folgten. Da darunter jedoch auch eine Handvoll „ganz Brauner“ waren, attestierte der SPIEGEL der Demo und damit auch deren Forderungen eine „im Kern eine dumpf nationalistische Geisteshaltung“. Vollkommen klar, wenn so ein „ganz Brauner“ sagt, es regnet, muss die Sonne scheinen und wenn die AfD eine Verbesserung der Beziehungen zu Russland fordert, muss man als aufrechter Demokrat eine Verschlechterung der Beziehungen zu Russland fordern. Die beliebte Deppen-Dialektik ist halt losgelöst vom Inhalt und schon das „Ditfurth-Theorem“ besagt: Wenn Menge A sagt, Aussage B ist richtig und ein Wirrkopf oder Rechter Bestandteil der Menge A ist, gilt – Aussage B ist falsch. Daran gibt es nichts zu rütteln.

Dummerweise begibt es sich aber zu dieser Zeit, dass die Deppen-Dialektik stets nur dann Anwendung findet, wenn es um Forderungen und Aussagen geht, die dem Gruppenbekenntnis der in der Berliner Blase versammelten Altvorderen aus Politik und Hauptstadtjournalismus zuwiderlaufen.

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Liebe Kinder! Die Masken sind Quatsch. Die Regierung hat gelogen. | Von Batseba N’Diaye | KenFM.de

08-07-20 02:19:00,

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Ein Standpunkt von Batseba N’Diaye, Herausgeberin der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand

Die Erwachsenen haben gerade Streit. Die Regierung und ein paar mächtige Wirtschaftsbosse sagen: „Alle müssen große Angst haben! Der Virus ist sehr gefährlich für Euch alle! Wir bestimmen jetzt, was mit Euren Körpern gemacht wird!“

„Nein!“, sagen dagegen die besten Ärzte der Welt. Sie sagen: „Der Virus ist nicht neuartig und auch nicht gefährlicher als eine Grippe. Die Masken sind ekelig und nutzlos. Die Einschränkungen sind fast alle unberechtigt!“

Das weiß auch die Regierung. Und auch die meisten Erwachsenen in unserem Land wissen es. Aber sie haben Angst, große Angst vor der Regierung und den großen Bossen.

Die meisten Menschen tragen die Masken nur, weil sie völlig verängstigt und mutlos sind. Sie hoffen, dass das alles vorbeigehen würde, ohne dass sie sich wehren müssten. Aber das wird nicht geschehen.

Vergangenen Montag sagte die Bundeskanzlerin, die schon seit sehr langer Zeit Bundeskanzlerin ist, dass alle Leute weiterhin die Masken tragen sollten, obwohl sie es selber nie tut. Sie weiß, dass die Masken nichts, aber überhaupt nichts nützen, sondern nur Quälerei und hässliche Entstellung für die Menschen bedeuten, besonders für Kinder. Denn ein Virus ist ganz klein und würde durch die Maske sowieso hindurchfliegen. Etwa so wie ein Fußball durch ein Tor, das 20 Meter breit ist.

Viren sind etwas ganz Normales, sie gibt es länger als Menschen auf der Erde. Man kann sie nicht für immer besiegen oder ganz ausrotten. Wir Menschen können nur mit ihnen leben. Gegen manche kann der Mensch sich impfen lassen, wenn er es für sinnvoll erachtet. Denn niemand muss sich eine Spritze geben lassen, wenn er es einfach nicht möchte. Das möchten nur die Berater der Regierung. Besonders ein Laborforscher namens Drosten und ein Mediziner für Rinderherden. Der heißt Wieler.

Demokratinnen und Demokraten sagen deshalb: „Niemand darf einfach so über uns bestimmen!“ Jedenfalls meinen sie: „NICHT OHNE UNS ZU FRAGEN!“

Der Coronavirus ist zum Beispiel fast nur für sehr alte Menschen über 80 Jahren gefährlich.

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Tagedosis 13.5.2020 – Liebe in Zeiten der Corona? Für die Republik! | KenFM.de

13-05-20 02:06:00,

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Ein Kommentar von Anselm Lenz.

Es begann mit dem Grundgesetz. Der Demokratische Widerstand ist mittlerweile die auflagenstärkste Wochenzeitung in der Bundesrepublik. Dabei wollten 60 Menschen vor neun Wochen eigentlich nur Grundgesetze verteilen. Am Samstag erscheint die fünfte Nummer in einer Auflage von 500.000 Exemplaren bundesweit. Das politmediale Kartell dreht frei.

Es ist eine beispiellose Hetzkampagne, die in Berlin von der Regierung und ihren angeschlossenen Medienhäusern gegen Oppositionelle und Journalisten gefahren wird. MedizinerInnen und Juristen werden inkriminiert, bekommen Stasi-artige Hausbesuche und werden bei Kundgebungen von gezielt angesetzten Spezialbeamten aus der Menge gezogen, stundenlang in Wagen festgehalten und bedroht.

Dabei ginge es auch anders, wie etwa die nichtohneuns.de-Versammlungen in Stuttgart und München zeigen. Zehntausende kommen zusammen, um die Werte des Grundgesetzes hochzuhalten — und die Polizei agiert neutral.

In einem demokratischen Staat ist die Polizei zum Schutz der Menschen da, ihrer verschiedenen Interessen und Bedürfnisse. Und nicht, um eine politische und mediale Kaste abzuschotten, die sich weit vom Grundgesetz, unserer liberalen Verfassung, entfernt — ja, sie gebrochen hat.

Die Regierung und BerufspolitikerInnen — die seit etwa einem Jahrzehnt keine dreißig Meter mehr durch irgendein Stadtviertel laufen können, ohne mit faulen Eiern und Tomaten beworfen zu werden — scheinen sich mit Corona in einen Arztkittel geworfen zu haben, um ihren eigenen drohenden Machtverlust zu therapieren.

Sie erscheinen nicht nur Experten wie Professor Giorgio Agemben und JournalistInnen wie uns als Dr. No’s, die mit Kanonen auf Spatzen feuern. Und uns womöglich zu Tode retten wollen.

Klar ist jedenfalls: Bevor zu solch drastischen Maßnahmen gegriffen werden darf, wie sie derzeit mit uns allen durchgeführt werden, muss in einer Demokratie offen diskutiert und abgestimmt werden, ob wir soetwas wollen. Was verhältnismäßig ist. Ob alle wichtigen Stimmen repräsentiert sind. Und ob Minderheiten geschützt sind.

Die Opposition hat bei der Diskussion gleiche Rechte sich zu äußern und muss repräsentiert werden. Argumente müssen ausgetauscht werden. WissenschaftlerInnen gehört werden. Journalisten ein differenziertes und auch thesenartig zugespitztes Tableau zeigen. Die Debatten einer Republik müssen fair und öffentlich geführt werden.

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Liebe kann alles

04-05-20 10:10:00,

Liebe, das wissen wir, versetzt Berge. Es ist hier nicht die Verliebtheit der ersten Monate gemeint, nicht die ausschließende Liebe, die sich auf ein paar Familienmitglieder oder Haustiere reduziert. Gemeint ist der unerschöpfliche Quell, der unserem Verstand entwischt und der Mitte unseres Herzens entspringt: eine Energie, die keine Grenzen kennt und vor nichts Halt macht, selbst nicht vor dem schlimmsten Schmerz und dem ärgsten Widersacher.

Das Buch „Liebe kann alles“ von Eva-Maria Zurhorst (1) ist kein Ratgeber für frustrierte Partnerschaften, kein Weichspüler harter Umstände, sondern ein handfester Wegweiser, wie wir in unsere Mitte und zu unserer Kraft zurückfinden können. Wir, damit sind wir Frauen gemeint. Nach jahrzehntelanger Erfahrung im Paarcoaching, das die Autorin gemeinsam mit ihrem Mann anbietet, spricht sie in ihrem Buch den weiblichen Aspekt des Lebens an: das Verborgene, Passive, Empfangende im Menschen. Das, was gemeinhin als Schwäche abgetan und immer wieder überrollt, unterdrückt und ausgebeutet wird.

Ihr geht es nicht um Emanzipation, um Anschuldigung oder Kampf, sondern um das aktive Erfassen der Kraft, die es braucht, unsere Welt wieder ins Gleichgewicht finden zu lassen.

Heute ist unsere Zivilisation mehr denn je vor allem von männlichen Verhaltensweisen geprägt: Durchsetzungsvermögen, Konkurrenzkampf, Erfolgsstreben, Verstandessteuerung. Wohlgemerkt: Diese Eigenschaften äußern sich ebenso in Frauen, so wie Weichheit, Nachgiebigkeit, Zusammenarbeit und Gefühlsorientiertheit auch in Männern zum Ausdruck kommen. Doch auf gesellschaftlicher Ebene kommt das Weibliche nach wie vor nicht zum Zuge. Denn wäre es so, dann würden wir jetzt nicht mit der totalen Kontrolle unseres Alltags, der Beherrschung des Lebendigen und der Zerstörung unseres Planeten konfrontiert sein.

Bis jetzt sind es die Frauen, die das Leben empfangen, gebären und dafür Sorge tragen, dass es bewahrt bleibt. Es sind vor allem die Frauen, die sich um die Kinder kümmern und die Familien zusammenhalten. Es sind vor allem Frauen — das wird uns in Corona-Zeiten bewusst —, die in den Supermärkten und Krankenhäusern den Laden am Laufen halten. Es sind die Frauen, die sich nicht mit stolzgeschwellter Brust vor die Scheinwerfer stellen, sondern ihre Arbeit im Dienste des allgemeinen Wohls in der Stille verrichten. Und es sind auch die Frauen, die einen leichteren Zugang zu ihrem Gefühlsleben haben und zu ihrem Herzen, dem Teil des Körpers, der gemeinhin als der Sitz der Liebe bezeichnet wird.

Es ist ein tiefes Bedürfnis der Frauen,

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