Eine Liebeserklärung an die Ostdeutschen

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16-11-19 10:28:00,

Der Kapitalismus lebt von Spaltung und Kontrolle. Er muss zerstören, um wieder aufbauen zu können, nur das garantiert ihm ewiges wirtschaftliches Wachstum; er muss immer stärker kontrollieren, um seine Bürgerinnen und Bürger auf Kurs zu halten. Damit der Mensch sich im Kapitalismus frei fühlt, bekommt er großzügig ein paar Wahlmöglichkeiten, am Ende aber darf er nie das große Ganze in Frage stellen, sonst wird er als Verschwörungstheoretiker diffamiert und aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. So sichert sich der Kapitalismus gegen Angriffe von außen ab, manchmal aber macht er es noch geschickter. Dazu ein Beispiel aus der vergangenen Woche.

In der aktuellen KenFM-Sendung „Zur Sache“ fällt in der 11. Minute ein bemerkenswerter Satz. Einer der Talkgäste zum Thema „9. November ‘89 — der Beginn vom Ende des Neuanfangs?“ fragt Moderator Ken Jebsen, warum dieser in seiner Moderation eigentlich immer „ehemalige DDR“ sage, schließlich würde es im normalen Sprachgebrauch ja auch nicht ehemaliges Mittelalter heißen, oder ehemaliges Römisches Reich.

Jebsen, der für mich derzeit einer der investigativsten alternativen Medienmacher im deutschsprachigen Raum ist, pariert in gewohnter Manier mit einer zynischen Frage: „Bin vielleicht auch ich bereits ein Opfer der Propaganda der Tageschau geworden?“

Diese Szene bringt eines brillant auf den Punkt: wie wir nämlich alle, selbst die intelligentesten Köpfe unseres Landes, durch den Framing-Effekt immer und immer wieder völlig unbewusst „gehirngewaschen“ werden. Denn durch den im deutschen Sprachgebrauch weitverbreiteten und durch die Mainstreammedien unterstützten Begriff „ehemalige DDR“ wird dieses Land praktisch doppelt beendet. So soll auch nach 30 Jahren beschworen werden, dass so etwas wie die DDR, respektive der Sozialismus, niemals wieder „passieren“ dürfe.

Mit den Jahren habe ich gelernt, in genau solchen Augenblicken in die Vogelperspektive zu schalten. Und aus eben dieser betrachtet stellt sich für mich die Frage, in wessen Interesse es eigentlich ist, die DDR so zu verteufeln.

War denn am Sozialismus wirklich alles so schlecht, wie es von unseren Leitmedien und beispielsweise auch in Kinofilmen oder TV-Serien immer wieder episch dargestellt wurde und wird. Kann denn wirklich immer nur der Ossi vom Wessi lernen, wie der Mainstream es uns subversiv immer wieder ins Ohr haucht — oder vielleicht doch auch der Wessi vom Ossi?

Allein durch diese Einseitigkeit spaltet der kapitalistische Staat, der ja vorgibt, versöhnen und vereinen zu wollen. Wie passt das alles zusammen: Schaut man sich die Bemühungen der Bundesregierung an,

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Eine Liebeserklärung

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14-08-19 10:12:00,

Heute habe ich eine Liebeserklärung an den Rubikon geschrieben und auf meine Facebook-Seite gestellt. Nun ist der Herausgeber der Meinung, dass sie auch in seinem Online-Magazin veröffentlicht werden sollte.

Alles begann ohne mein bewusstes Zutun vor mehr als zweieinhalb Jahren, als ich angefangen hatte, Socken zu stricken und diese zu verschenken. Einfach weil es mir und allen, die sie erhalten, Freude macht. Ganz egal für wen, ich stricke manchmal auch Socken für Leute, die ich nicht mal kenne. Bis vor kurzem jede Woche ein Paar. Unterdessen sind es etwa 260 Socken geworden, und Fotos davon stelle ich jeweils mit einem kurzen Kommentar in mein „Sockeria“-Album auf Facebook. Der Großteil dieser Socken versüßt in der Schweiz umherwandelnden Füßen die kalte Jahreszeit — weil ich da zuhause bin. Aber auch nach Deutschland, Österreich, Italien und Ägypten habe ich schon diverse Sockenpost geschickt, und auf der Liste stehen bereits Leute aus Frankreich und Kanada.

Bunt und warm und gemütlich für alle soll meine Welt sein, und genauso fühlt es sich in den Socken auch an. Und nicht nur an den Füßen. Was hat das nun alles mit Rubikon zu tun? Nun ja, hier also meine Zeilen an die Facebook-Freunde:

„Was ich schon länger mal fragen wollte: Ist eigentlich irgendwem hier aufgefallen, dass meine berüchtigte Sockenproduktion in den letzten Monaten deutlich nachgelassen hat? Das hat einen Grund: Ich habe mich verliebt.

Das heißt, verliebt hatte ich mich schon länger in dieses Internet-Magazin Rubikon, weil man da in so vielen Richtungen über so vieles gut belegt informiert wird von vertrauenswürdigen Journalisten und Journalistinnen, die sich nicht von den machthörigen Massenmedien vereinnahmen lassen wollen, sondern lieber ihre Zeit einsetzen, um den oft erlogenen oder verschwiegenen Dingen auf den wahren Grund zu gehen — um der aktuell immer mehr um sich greifenden Kriegshetze entgegenzuwirken, die Europa und Russland gegeneinander in den Krieg treiben will oder uns ihre verlogenen Angriffe auf andere Länder — um ihrer Bodenschätze willen — schmackhaft zu machen versucht; um all jene aufzuklären, die selbst nicht die Zeit oder das Know-how für gründliche Recherchen haben, aber doch gerne aus vertrauenswürdigen und stets nachprüfbaren Quellen informiert sein wollen.

Und um trotz allen weltweiten üblen Machenschaften auch immer mal wieder „Hoffnungsquickies“ in Form von Nachrichten über Positives zu bringen oder selbst die spirituellen Aspekte des menschlichen Daseins miteinzubeziehen,

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