Die Macht um Acht (17) | KenFM.de

die-macht-um-acht-17-kenfm.de

09-01-19 07:52:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Tagesschau: Setzen, sechs!

Über acht Milliarden Euro jährlich für die ARD

In der ersten Ausgabe der MACHT UM ACHT des Jahres 2019 kontrolliert der Journalist Uli Gellermann, ob die Redaktion der Tagesschau aus den bisherigen Folgen der Tagesschau-Kritik im Format von KenFM etwas gelernt hat. Das Lernziel, so Gellermann, wären saubere, objektive Nachrichten. Und nach den 16 Folgen, die das MACHT-UM-ACHT-Team bisher als Beispiele hergestellt hat, hatte sich Gellermann eigentlich gewisse Fortschritte versprochen.

Doch schon bei der ersten untersuchten Meldung musste Gellermann im Wording, in der Sprachgestaltung, eine manipulative Einfärbung feststellen. Unter der durchaus positiven Überschrift „Japans Pazifismus geht in die Offensive“ erzählt die Tagesschau in Wahrheit Negatives: Die japanische Regierung will mehr Geld für das Militär ausgeben und mehr offensive Waffen anschaffen. Obwohl der Artikel 9 der japanischen Verfassung von 1946 kriegerische Aktivitäten sowie den Unterhalt von Streitkräften verbietet. Das verschweigt die Tagesschau-Redaktion. Stattdessen verkauft sie die neue Militarisierung als „Offensive des Pazifismus“. Da muss Gellermann die Redaktion einfach schlecht benoten.

Noch schlechter – Setzen sechs! – gerät der Tagesschau eine Nachricht über Libyen: In der kann die Redaktion – nach einem Anschlag auf das libysche Außenministerium – zwar Chaos in dem nordafrikanischen Land erkennen, mag aber nicht erzählen woher das Chaos kommt. Dabei hätte sie einfach in ihr eigenes Archiv schauen sollen. Da gibt es vom 20.10.2011 die folgende Meldung: „Eine Koalition unter Führung von Frankreich, Großbritannien und den USA bereiten Luftangriffe auf Libyen vor.“ Diese internationale Einmischung in die inneren Angelegenheiten Libyens hatte ein bis heute kaputtes Land und rund 50.000 Tote zur Folge. Hier verschweigt die Tagesschau offenkundig den Anlass und die Verantwortlichen für das „Chaos“.

Nach dieser Meldung sucht man bei der Tagesschau vergebens: „ARD-Chef Ulrich Wilhelm will vor das Verfassungsgericht ziehen. Für einen höheren Rundfunkbeitrag.“ Eine Information, die man in anderen Medien mühelos lesen erfahren kann. Obwohl die ARD, das Mutterschiff der Tagesschau, jährlich über acht Milliarden Euro einsammelt, will ihr Chef mal wieder mehr Geld. Gellermann fragt die Zuschauer, ob man denn für diese gigantische Summe nicht auch bessere Leistungen, zum Beispiel objektive,

 » Lees verder

Die Macht der Mächtigen: Was kann ich selber dagegen halten?

die-macht-der-machtigen-was-kann-ich-selber-dagegen-halten

02-01-19 10:42:00,

Christian Müller / 02. Jan 2019 –

Die Flucht in den Schutz der Nationalstaaten ist eine Illusion. Die wahren Herrscher dieser Erde sind die global aktiven Konzerne.

Oft höre ich jüngere Leute sagen: «Wir wissen natürlich, dass die Welt von den globalen Konzernen verregiert und kaputt gemacht wird. Wir wissen natürlich, dass In-der-Welt-herum-Fliegen nicht gut ist für die Umwelt. Wir wissen, dass durch die Entwicklung der Roboter Arbeitsplätze gefährdet sind. Aber was nützt es, wenn ich mich dagegen wehre? Wir Einzelpersonen haben eh nichts zu sagen, und auch unser Verzicht aufs Fliegen würde an der Situation nichts ändern. EasyJet fliegt so oder so.»

Haben sie recht, die Leute, die «gerne würden», aber nicht an einen Nutzen ihres Tuns oder Verzichts glauben?

Meine Antwort ist: Nein. Sie haben nicht recht.

«Brent Spar» zeigte: Der Markt bist Du!

Im April 1995 besetzten ein paar Greenpeace-Aktivisten den mit einem Heli-Landeplatz ausgestatteten und 14’500 Tonnen schweren Stahltank «Brent Spar» im Meer zwischen Norwegen und den Shetland Inseln (siehe das Bild oben). Durch diese tollkühne Aktion wurde weltweit bekannt, dass die Eigentümer der «Brent Spar», Shell und Esso, die Absicht hatten, diesen wegen neuer Pipelines überflüssig gewordenen schwimmenden Stahltank, in dem 50’000 Tonnen Rohöl zwischengelagert werden konnten, einfach im Meer zu versenken – als preisgünstigste Art der «Entsorgung». Weite Kreise der Bevölkerung, vor allem in Europa, waren schlicht entsetzt: So nicht! Nach wochenlangen Auseinandersetzungen zwischen den Ölkonzernen und Greenpeace kam es zu Protestaktionen – und schliesslich zum Aufruf zum Boykott der Shell-Tankstellen. Wer immer die freie Wahl hatte, wo er seinen Treibstoff kaufen wollte, mied nun die Shell-Tankstellen. Sogar staatliche Stellen beschlossen, ihren Beamten zu empfehlen, sich am Boykott zu beteiligen.

Shell hatte schon damals ein Finanzsystem, das erlaubte, die Umsätze an den Tankstellen täglich zu beobachten. Tatsächlich gingen die Umsätze für Benzin und Dieseltreibstoff massiv zurück, in einigen Regionen um mehr als 50 Prozent. Und das wirkte. Am 20. Juni 1995, sieben Wochen nach der spektakulären Besetzung der Plattform durch Greenpeace, beschloss Shell, «Brent Spar» an Land zu ziehen und ordentlich zu verschrotten.

Die Lehre daraus: Die gemeinsame Boykottierung einer Marke kann Wirkung zeigen. Oder mit anderen Worten: Der Markt, der nach neoliberalem Verständnis ja alles bestens regelt, kann beeinflusst werden. Man muss es nur tun.

 » Lees verder

Die Macht um Acht (16) | KenFM.de

die-macht-um-acht-16-kenfm.de

19-12-18 09:06:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Stille Nacht allerseits!

Bescherung für die Tagesschau-Redaktion

In der neuesten Ausgabe der MACHT UM ACHT bastelt der Journalist Uli Gellermann eine wirklich echte Nachricht und schenkt sie der Tagesschau-Redaktion zum Lernen. Vorher aber weist Gellermann nach, dass schon kurz vor der Tagesschau die Propaganda beginnt: Mit der Sendung „Börse vor acht“ – die börsentäglich um 19:55 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird – kommt statt Nachricht pure Ideologie über den Sender. Denn die Mehrheit der ARD-Konsumenten dürfte wohl kaum im Besitz von Aktienpaketen sein. Für wen ist denn dann wohl dieser exklusive Sendeplatz reserviert, der im freien Verkauf als TV-Spot etwa eine Million Euro einbringen würde. Bezahlt wird diese prima  Werbung für den Finanz-Kapitalismus nicht von der Frankfurter Börse, sondern vom Zuschauer und seinen Gebühren.

Wenn Gellermann die Tagesschau-Meldung „Konflikt um Iran-Sanktionen – Huawei-Finanzchefin festgenommen“ auseinandernimmt, muss er erneut feststellen, dass die Redaktion Tendenz und Meinung liefert, statt Informationen zu senden. Und Tendenz statt Nachricht setzt sich bei der ARD fort, wenn sie an vielen Tagen hintereinander in der Berichterstattung noch vor dem CDU-Parteitag geradezu CDU-Festspiele feiert. Als ob der öffentlich-rechtliche Sender eine Partei-Gliederung wäre, die den Parteitag pflichtgemäß vorbereiten müsste. Als dann die neue Parteichefin der CDU unter heftiger Anteilnahme der Tagesschau gewählt worden war, leistete sich die Reaktion ein Interview, in dem keine einzige inhaltliche Frage auftauchte.

Einen neuen Höhepunkt tendenziöser Berichterstattung produzierte die angebliche Nachrichten-Sendung unter der Überschrift „Macrons Pläne – Das wird teuer“. Die Redaktion macht sich viele Sorgen um die „Verschuldung Frankreichs“, als ob es sich um ihr eigenes Geld handeln würde. Ralph Sina vom ARD-Studio Brüssel versteigt sich gar zu dieser Behauptung: „Unter dem Druck der Gelbwesten-Proteste wendet sich Macron von seinem Haushaltssanierungskurs ab. Frankreich erlange mit diesem Sanierungskurs die Glaubwürdigkeit, um die angestrebte Neugründung Europas vorantreiben zu können, hatte er noch bei seinem Amtsantritt betont.“ Welche „Neugründung“ könnte Ralph Sina meinen? Die Vergrößerung des EU-Militärapparates? Noch mehr EU-Bürokratie als bisher? Schweigen im Sender-Wald. Statt dessen dieser Satz: „Doch die Zusagen von Präsident Emmanuel Macron bedeuten eine noch höhere Verschuldung Frankreichs.“ Das kommentiert ein Tagesschau-Zuschauer mit diesem klugen Satz: „Wie wär’s,

 » Lees verder

Die Macht um Acht (15) | KenFM.de

die-macht-um-acht-15-kenfm.de

05-12-18 07:13:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Die Russland-Fanfare

Die Tagesschau und ihr Russlandfeldzug

Als Russland-Fanfare wurde das Instrumental-Signal bezeichnet, das im Zweiten Weltkrieg seit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 die Sondermeldungen des Oberkommandos der Wehrmacht im deutschen Radio einleitete. Mit Bedacht zitiert Uli Gellermann in seinem neuesten Video-Beitrag zur MACHT UM ACHT genau dieses Fanfaren-Signal. Denn folgt man der Berichterstattung der deutschen Medien nach dem jüngsten Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, dann befindet sich der Westen und mit ihm auch Deutschland in einer Vorkriegszeit-Situation. Eine publizistische Lage, in der die Propaganda den Journalismus verdrängt. Und an der Spitze dieser Verdrängung ist mal wieder die „Tagesschau“ zu beobachten.

Schonungslos deckt Gellermann auf, wen die „Tagesschau“ als sogenannte Expertin zum neuen Krim-Konflikt zitiert. Die Redaktion führt ihr Interview mit Sabine Fischer: Sie leitet die Forschungsgruppe Osteuropa und Eurasien in der „Stiftung Wissenschaft und Politik.“ Präsident des Stiftungsrats der SWP ist Nikolaus von Bomhard, bis 2017 Vorsitzender des Vorstands der Munich Re (Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft). Der größte Einzelaktionär der Munich Re ist der US-Finanz-Gigant BlackRock. Einer der stellvertretenden Präsidenten ist der Bundesminister Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramtes. Also muss Gellermann feststellen, dass die Tagesschau sich ihre Ukraine-Russland-Analyse von der Bundesregierung und den ihr nahestehenden Finanzspekulanten machen lässt. Solche „Analysten“ dienen ihren politischen und wirtschaftlichen Interessen und keineswegs dem Bedürfnis der Zuschauer nach sachlicher Information.

Mit einer weiteren Meldung der „Tagesschau“ – zur „Chronik der Krimkrise – Die Wurzel des Schwarzmeer-Konflikts“ – bemerkt Gellermann eine beachtliche Nachrichten-Fälschung der Redaktion durch Weglassen: Unerwähnt bleibt die Ausdehnung der NATO-Grenzen bis kurz vor Moskau. Verschwunden ist der Versuch, die Ukraine auch militärisch in die EU einzugliedern. Als Ersatz für die historische Wahrheit eine Tagesschau-Weisheit: Russland habe die Krim-Halbinsel unter seine Kontrolle gebracht und verleibte sie sich schließlich endgültig ein. Kein Wort dazu, dass die Krim nur in einer Wodka-Laune von Nikita Chruschtschow zur Ukraine verschoben wurde. Kein Satz über die Unterdrückung der russischen Sprache, die immerhin von einer erheblichen Minderheit in der Ukraine gesprochen wurde und wird. Keine Erinnerung an die Wiederbelebung des faschistischen Bandera-Kultes in der alten sowjetischen Teilrepublik.

 » Lees verder

Die Macht des Bösen

die-macht-des-bosen

04-12-18 08:48:00,

von Richard H. Black und Basma Qaddour

Richard Black, Staatssenator für Virginia, erklärte, dass die USA den Handel zwischen dem Iran und Syrien erschweren, indem sie das Gebiet im Norden des Euphrat besetzen, ganz im Sinne des „Plan B“, den der damalige Außenminister John Kerry vor Jahren angekündigt hatte.

Der Online-Zeitung Syriatimes gegenüber äußerte er, dass die USA bis heute versuchen, die Routen zwischen den Ländern zu blockieren, wo immer dies möglich ist, und dass sie ohne jede gesetzliche Legitimation siebzehn Militär-Basen in Syrien errichtet haben.

„Um das Gebiet unter ihrer Kontrolle zu halten, haben die USA eine semi-autonome Region geschaffen, die von syrischen Kurden beherrscht wird. Da die Kurden nur etwa zwanzig Prozent der Bevölkerung dort ausmachen, erzeugt man dadurch, dass man ihnen gestattet, das Gebiet zu kontrollieren, eine politisch instabile Situation.

Die zahlenmäßig weitaus größere arabische Bevölkerung wird so gut wie sicher zu den Waffen greifen, um eine Vorherrschaft der kurdischen Minderheit zu verhindern. Diese ethnische Gewalt würde dann als Rechtfertigung für die USA herhalten, sich zeitlich unbegrenzt in der Region aufzuhalten.

Schließlich haben sie ihre Absicht verkündet, das Wiederauferstehen des IS zu verhindern. Das erneute Ausbrechen von Gewalt in der Region würde sehr wahrscheinlich dem IS zugeschrieben und lieferte dann den Vorwand für eine anhaltende Besatzung“, sagte der Senator.

Als er zum US-Einsatz international geächteter Waffen in den nördlichen Regionen Syriens befragt wurde, antwortete Senator Black:

„Es gibt Berichte darüber, dass die USA Streubomben sowie weißen Phosphor in Syrien eingesetzt haben. Diese Behauptungen werden von den USA bestritten. Gleichzeitig beschwert sich die von den USA angeführte Koalition immer wieder über den Einsatz so genannter ‚Fassbomben‘ in Syrien. Es ist unklar, worin der Unterschied besteht zwischen einem Fass, das Sprengstoffe und Granatsplitter enthält, und einer 15.000 Pfund schweren ‚bunkerbrechenden‘ Bombe, die rasiermesserscharfes Schrapnell über große Entfernungen herausschleudert.“

Er wies darauf hin, dass er während seines kürzlichen Besuches in Syrien im September 2018 ein Gebäude mit „Fassraketen“ besucht hatte. Diese wurden von den Terroristen hergestellt, die aus Aleppo gedrängt wurden.

„Manche meinen, ‚Fassbomben‘ sollten für illegal erklärt werden, weil sie nicht zielgenau sind. Die ‚Fass-Raketen‘ wurden von Terroristen willkürlich in zivile Gebiete abgefeuert, mit dem einzigen Ziel, unschuldige Menschen zu töten. Ich habe bis jetzt noch von keinem der militärischen Gegner Syriens gehört,

 » Lees verder

Die Macht um Acht (14) | KenFM.de

die-macht-um-acht-14-kenfm.de

21-11-18 07:45:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Tätä, Tätä, Tätä!

Ein Maskenball der Tagesschau

Kaum hat mit dem 11.11. die Karnevalssaison begonnen, macht die Tagesschau mit: Da wird der Rüstungshaushalt mit dem Wort „Sicherheitsetat“ maskiert und im gleichen Atemzug mit den „Ausgaben für Soziales“ genannt: das klingt besser. Die Profis von der Tagesschau nennen es „Wording“ und meinen „Sprachregelung“.

Und sie regeln auch die Sprache, wenn sie von „US-Sanktionen gegen Russland“ berichten. Wie üblich behaupten sie eine „Annexion“ der Krim, während Völkerrechtler durchaus eine „Sezession“ sehen. Aber die Tagesschau-Redaktion übernimmt einfach die Sprachgestaltung der USA, ohne nachzudenken, ohne die gebotene Objektivität; man hat die Maske der USA aufgesetzt, und dazu gehört offenkundig auch deren Brille und Sicht.

Eindeutig auf der Seite der Auto-Industrie setzt die Hamburger Redaktion bedenkenlos folgende Überschrift in die Welt: „Hardware-Nachrüstung 945.000 Handwerker-Diesel profitieren“. Schon mit dem Wort “profitieren“ wird der Diesel-Betrugsindustrie nur das Beste unterstellt und zugleich auch dem Kraftfahrt-Bundesamt, das mit einem Brief an die Besitzer älterer Diesel Werbung für die Auto-Industrie macht. Sowohl die Verbraucherzentralen als auch der ADAC hatten kritisiert, das Amt habe mit seinen Hinweisen auf „Umtauschaktionen“ von BMW, Daimler und VW die „nötige Distanz zur Industrie vermissen“ lassen. Das war in vielen deutschen Blättern zu lesen. Nur eben nicht in der „Tagesschau“ zu hören.

Das nennt der Journalist Uli Gellermann in seinem neuesten Beitrag für „Die Macht um Acht“ schlicht maskierten Unsinn. Und er empfiehlt der Hamburger Nachrichten-Reaktion dringend, solche Beiträge demnächst mit einer Karnevalströte anzukündigen: Tätä, Tätä, Tätä!

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm?

 » Lees verder

Die Lügen der Macht

die-lugen-der-macht

17-11-18 03:52:00,

Zu jedem modernen westlichen Angriffskrieg gehört die Dämonisierung des Angriffsopfers sowie Propaganda zu den angeblichen Grausamkeiten der Führung des angegriffenen Staates, mit der dann weitere militärische Schritte der Angreifer „aus humanitären Gründen“ in deren Medien praktisch als „alternativlos“ dargestellt werden und das Angriffsverbot des Völkerrechts — und der UN — beiseite gewischt wird.

Meist wird dies verbunden mit einem Missbrauch des Holocausts à la „Wer gegen den Krieg ist, unterstützt diesen neuen Hitler. Nie wieder Auschwitz!“ und ähnlichen brutalen Psychoattacken gegen die Bevölkerung an der Heimatfront, die gezielt in ein ethisches Dilemma gestürzt wird.

Bild

Quelle: Screenshot YouTube

Die Chemiewaffenpropaganda der USA zur Missachtung und Aushebelung des Völkerrechts war schon 2003 im Falle des Irakkrieges aufgrund fehlender Beweise von Anfang an völlig durchschaubar und ist längst enttarnt. Von einem der Verantwortlichen, dem damaligen US-Außenminister Colin Powell, der bekanntlich damals im UN-Sicherheitsrat mit einer vermeintlichen Anthrax-Ampulle wedelte, wurde diese Aktion später „größter Fehler meines Lebens“ genannt. Dennoch hat die Syrien angreifende Koalition unter der Führung der USA genau diese „Gift-Propaganda“ noch nicht einmal zehn Jahre später erneut in Syrien eingesetzt (1).

Die USA benutzten in den letzten Jahrzehnten ständig regional verfügbare Kämpfer, um Regierungen zu stürzen. Dies ist auch öffentlich bekannt, siehe beispielsweise den „Iran-Contra-Skandal“. Auch der bis zum heutigen Tage praktizierte Einsatz von radikal-islamistischen, meist von Saudi-Arabien und diversen Golfstaaten finanzierten Kämpfern durch die USA beim Angriff auf fremde Länder sollte eigentlich spätestens seit dem Eingeständnis des damals verantwortlichen US-Präsidentenberaters Zbgniew Brzezinski zum Angriff auf Afghanistan ab Ende der Siebziger Jahre bekannt sein.

Bild

Quelle: Screenshot Twitter, Voltaire.net

Brzezinski galt Freund und Feind über Jahrzehnte als der große Macher der US-amerikanischen Außenpolitik beziehungsweise Geopolitik. 1998 bestätigte Brzezinski entsprechende Angaben des damaligen CIA-Chefs zum Afghanistan-Einsatz radikaler Islamisten durch und für die USA noch vor dem Eingreifen der Sowjetunion zugunsten der afghanischen Regierung in einem Interview mit der französischen Zeitung Le Nouvel Observateur (2, 3).

Der Anführer der US-geführten Angreifer beziehungsweise der importierten Kämpfer war der Saudi Osama Bin Laden. Er und seine Mudschaheddin-Kämpfer wurden später unter dem Namen „Al Qaida“ bekannt. Ein bekannter Artikel der britischen Zeitung The Independent von 1993 mit dem Titel „Anti-Soviet warrior puts his army on the road to peace“ hofierte Bin Laden als tollen Humanisten,

 » Lees verder

Macht es heute noch Sinn, die Kriegsschuldfrage 1914-1918 zu behandeln? – www.NachDenkSeiten.de

macht-es-heute-noch-sinn-die-kriegsschuldfrage-1914-1918-zu-behandeln-8211-wwwnachdenkseiten.de

13-11-18 08:33:00,

Willy Wimmer:

Die Bilder aus London am Waffenstillstandstag des 11. November 2018 suchte man in den Hauptnachrichten von ARD und ZDF vergebens. Auch BBC rückte erst spät damit heraus. Bilder, die den deutschen Bundespräsidenten Steinmeier bei einer Kranzniederlegung in London zeigten. Hielt man diese Bilder deshalb zurück, weil weder der deutsche Bundespräsident Steinmeier noch die noch im Amt befindliche Bundeskanzlerin Merkel es an diesem denkwürdigen Wochenende für nötig gehalten haben, der deutschen Soldaten und Opfer des Ersten Weltkrieges in angemessener Weise dort zu gedenken, wo diese Toten ihre letzte Ruhe finden mußten. Damit macht die deutsche Staatsspitze deutlich, welchem Geschichtsbild sie anhängt. Vor allem im Vorfeld von Versailles 1919, an dem man sich im Sommer 2019 in besonderer Weise erinnern wird.

Der Commonwealth-Historiker Christopher Clark hat es deutlich gemacht. Nichts hat Versailles und das Verdikt der Entente-Staaten über das Deutsche Reich gerechtfertigt. Clark hat sogar mit dem Segen der deutschen Öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten dekretiert, daß es für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges keine Sonderverantwortung von irgendeinem Staat gebe, obwohl der deutsche Historiker Wolfgang Effenberger und andere auf die über ein Jahrzehnt laufende Vorbereitung des Ersten Weltkrieges durch britische und französische Zirkel, einschließlich der über das Deutsche Reich zu verhängenden Hungerblockade, hingewiesen haben. Eine Hungerblockade wohlgemerkt, die bis weit nach dem Waffenstillstand in den Sommer 1919 Millionen deutsche Opfer und den Verlust einer ganzen Generation von Kindern zur Folge haben sollte. Wenn es selbst nach Christopher Clark keine deutsche Sonderverantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges gegeben hatte, ist die in Versailles von den Alliierten dekretierte “deutsche Alleinschuld” nicht aufrecht zu erhalten.

Die Vernichtung Deutschlands war das Ziel von Versailles und mittels Hitler und dem Zweiten Weltkrieg sollte es gelingen. Steinmeier und Merkel laufen Gefahr, Versailles und die gegen Deutschland gerichtete Vernichtungspolitik auf Dauer zu legitimieren.

Das könnte man der Geschichte überantworten, wenn dies nicht ins nächste Verhängnis führen würde.

Zunächst einmal in grundsätzlicher Hinsicht. Wer heute Versailles legitimiert, beantwortet eine Frage nicht: Wer kann Frieden? Darauf hat es in der Geschichte Antworten gegeben, wie der Friedensschluß 1648 von Münster und Osnabrück sowie der Wiener Kongreß nach Ende der napoleonischen Kriege zeigen konnte. Man ließ dem besiegten Land sein Gesicht und schuf das “Recht auf Vergessen”.

Es war der russische Zar Alexander I, gemeinsam mit dem österreichischen Kanzler Metternich,

 » Lees verder

Die Macht um Acht (13) | KenFM.de

die-macht-um-acht-13-kenfm.de

07-11-18 07:16:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Don’t worry, be happy

Die TAGESSCHAU macht glücklich.

Die Tage werden kürzer, die TAGESSCHAU will uns die dunkle Zeit versüßen. Darüber redet Uli Gellermann diesmal in der MACHT UM ACHT, der Gebrauchsanweisung für die TAGESSCHAU. Mit Meldungen wie „So viele Milliardäre wie nie zuvor“ lässt die Hamburger Nachrichtensendung den Sonnenschein der Reichen in die Wohnzimmer der TV-Konsumenten, ohne ein Wort darüber zu verlieren, wie zum Beispiel der Milliardär Karl Albrecht (ALDI) an seine 25,5 Milliarden Dollar gekommen sein könnte. Kein Wort von der brutalen Ausbeutung der Verkäuferinnen. Be happy!

Auch wenn das Flaggschiff der ARD diese Schlagzeile verzapft: “Goldener Oktober auf dem Arbeitsmarkt“ – wird die Wirklichkeit ausgeblendet. Kein Wort über die Fälschung der Arbeitslosenzahlen. Kein Wort darüber, dass es noch im August 2018 ungefähr 6,73 Millionen „Leistungsempfänger“ gab. Das heißt, dass die Agentur einfach rund 6,73 Millionen Menschen unterschlägt, die von Arbeitslosengeld und/oder Hartz-IV-Leistungen leben. So wird dem TV-Zuschauer ein Glückskeks zugeworfen: Don’t worry, mach Dir keinen Sorgen, be happy, sei einfach glücklich!

Anscheinend soll man auch über die Kandidatur von Friedrich Merz für den CDU-Vorsitz glücklich sein. Denn, so die Tagesschau: „Merz will Aufbruch – keinen Umsturz“. So macht eine Nachrichtensendung Reklame für einen Kandidaten im innerparteilichen Wahlkampf. Und lässt ihn auch noch schnell was zu seiner Tätigkeit bei „BlackRock“ sagen: „Merz wies die Kritik an seiner Tätigkeit für BlackRock zurück. BlackRock sei keine Heuschrecke, sondern verwalte treuhänderisch Einlagen von hunderttausenden privaten Kunden, sagte er. Er sehe keinerlei Konfliktlage“. Na, wenn Merz, der größte Lobbyist aller Zeiten, keine Konfliktlage sieht, dann muss eine NACHRICHTEN-Sendung diese MEINUNG natürlich als Reklame weitergeben. Zahlt man Gebühren für Promotion?

Auch die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge! Statt Nachrichten verbreitet die TAGESSCHAU lieber gute Laune. Oder, wie Bobby McFerrin in den 80ern gesungen hat: „Don’t Worry, Be Happy“.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau.

Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

 » Lees verder

De mens en de (on)macht..

De mens en de (on)macht..

28-10-18 07:26:00,


x

x

De mens en de (on)macht

 2018 © Arend Zeevat | deze versie WantToKnow.nl

x

Arend Zeevat

De strijd tussen macht en onmacht. Als ooit in je leven uiterlijke omstandigheden je eens het gevoel hebben gegeven van een overweldigende onmacht, dan is dit een diep traumatiserende ervaring. In die ervaring wordt je individueel menselijke aanwezigheid totaal ontkend, doordat krachten uit de buitenwereld op een gewelddadige wijze je eigen psychisch/emotionele en/of lichamelijke grenzen ver overschrijden. Ze maken je tot een ogenschijnlijk macht over jou hebbend gebruiksmiddel. In jezelf had je op dat moment niet de kracht om die overweldiging te weerstaan.

Het levert gevoelens op van pijn, verdriet en een intense beleving van onvermogen om jezelf aan de buitenwereld kenbaar te maken. Dit zijn gevoelens die een destructieve werking hebben op de verdere emotionele ontwikkeling en het beleven van een eigen identiteit. Daarmee bepalen zij een groot deel van het verdere leven op een onbewuste manier.

Rolconflict
Onze wereld wordt beheerst door een strijd tussen macht en onmacht. Beiden hangen op een onverbrekelijke manier met elkaar samen. Net zoals de dynamiek tussen dader en slachtoffer ook onverbrekelijk met elkaar samenhangt. Alle partijen in dit rolconflict hebben in de energetische uiteenzetting met elkaar iets te leren.

Bij beide partijen speelt een vanuit het eigen onderbewuste geprojecteerde beeldvorming van de werkelijkheid een vitale rol. Dit fenomeen is zowel op een persoonlijk microniveau als een groter sociaalmaatschappelijk mesoniveau te herkennen. Tevens is het op een geopolitiek macroniveau te herkennen. In de beeldvorming betreffende rolconflicten speelt op maatschappelijk vlak, zoals de laatste jaren in toenemende mate duidelijk is geworden, de manipulatief opgedrongen beeldbepaling die ons via de media wordt aangereikt een cruciale rol.

De slachtoffer/dader-dynamiek speelt daarin telkens weer een hoofdrol. Maar wie is het slachtoffer en wie is de dader? Welke krachten bepalen dit spel tussen dader en slachtoffer en houden het in stand? Het lijkt een eeuwig durend spel te zijn, om de geest van de mensheid mee te beïnvloeden, te verdoven en door het kiezen van een partij in slaap te houden. Alle in het nieuws op de voorgrond geplaatste zaken lijken deel van dit spel te zijn.

Daarbij houden de op de voorgrond geplaatste zaken ons een misleidend rookgordijn voor ten aanzien van wat er op de achtergrond bekonkeld wordt.

 » Lees verder

Die Macht um Acht (12) | KenFM.de

Die Macht um Acht (12) | KenFM.de

24-10-18 06:09:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Eine Zensur findet nicht statt?

Verantwortung und Journalismus

In dieser Folge der MACHT UM ACHT erinnert Uli Gellermann an den Artikel 5 des Grundgesetzes zur Pressefreiheit in Deutschland. Dort, so Gellermann, birgt der Zusatz „Eine Zensur findet nicht statt“ eine besondere Verantwortung für die Journalisten. Denn wer so frei, ohne Zensur und staatliche Bevormundung schreiben kann, der sollte auch wahrheitsgetreu schreiben: Sauber recherchieren und Zusammenhänge aufzeigen, damit der Zuschauer der „Tagesschau“ die Nachrichten einordnen kann. 

Gellermann weist bei einer Reihe von Nachrichten der ARD-aktuell-Redaktion nach, dass die zum Verständnis nötigen Fakten den Zuschauern verschwiegen werden. Ein typisches Beispiel ist eine Meldung über Waffenlieferungen an das im Jemen Krieg führende Saudi Arabien: Von der Tagesschau kein Wort über die Lieferanten der Waffen, kein Wort über deren Gewinne. Statt dessen der lapidare Satz „Den Wert der Exporte gibt das Wirtschaftsministerium in dem Schreiben an die (Bundestags-) Abgeordneten nicht an.“ Keine eigene Recherche der Redaktion, statt dessen eine schlichte Weitergabe einer Agentur-Meldung. Gellermann nennt das „verantwortungslos“.

Völlig aus heiterem Himmel referiert die Redaktion eine Meldung über einen CDU-Mann, der verbreitet, dass ausgerechnet Generalfeldmarschall Erwin Rommel im Widerstand gegen Hitler gewesen sein könnte. Hitlers Lieblings-General im Widerstand? Quatsch. Warum dann diese Meldung? Gellermann sieht hier einen Zusammenhang zwischen den Waffenexporten und einer sonderbaren Sorte von Marketing: Rommel als Export-Pate. Noch deutlicher sieht der Medien-Kritiker einen Zusammenhang zur nächsten Meldung: „Bundeswehr in Afghanistan – Mit dem Hubschrauber zur Arbeit“, erzählt uns die Tagesschau, als sei der Weg zum Krieg ein normaler Weg zu normaler Beschäftigung.  Daher fragt Gellermann logisch, ob denn dem Bundeswehr-Soldaten auch Butterbrote für die „Arbeit“ in den Hubschrauber gelegt wurden. 

Schließlich wendet sich der Medien-Kritiker der Meldung zum Steuer-Betrug über „CumEx-Files“ zu. Dieser Betrug und ähnliche Steuerbetrügereien sind nicht neu. Gellermann erinnert an die „Panama Papers“ zum Beispiel. Da fragt die Tagesschau-Redaktion keineswegs nach, welche strafrechtlichen Konsequenzen solche Enthüllungen bisher hatten. Auch hier stellt Gellermann fest: Oberflächlich gesehen handelt es sich um eine echte Nachricht. Wer aber nicht nachfasst, der tut nur so, als verbreite er Nachrichten. Das nennt Uli Gellermann eine subtile Form von Zensur und eben VERANTWORTUNGSLOS!

 » Lees verder

Die Lügen der Macht

Die Lügen der Macht

11-10-18 09:53:00,

„London ist der Geldesel Großbritanniens“, unterstrich der Journalist Chris Giles in der Financial Times. Wäre London ein Nationalstaat, hätte es einen Haushaltsüberschuss von beeindruckenden sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Wenn es bloß mehr von der Londoner Finanzmeile gäbe (1)…

Der Frage, wie viel die Londoner City tatsächlich der Wirtschaft und dem Land an Gewinn einbringt und ob nicht manchmal – trotz aller Lobeshymnen – weniger mehr wäre, sind drei Wissenschaftler nachgegangen: Andrew Baker, Professor für Politische Ökonomie an der Universität Sheffield, Gerald Epstein, Professor für Wirtschaft an der Universität Massachusetts, und Juan Montecino, Forscher an der Universität Columbia (2).

In ihrer Pressemitteilung heißt es: „Der Bericht enthält die erste zahlenmäßige Schätzung des Ausmaßes der Schäden, die durch das Wachstum des britischen Finanzsektors über eine nützliche Größe hinaus verursacht wurden“ (3).

Ihr erstes Interesse galt insbesondere der Berechnung der Kosten für Fehlallokationen, also Verlusten, die dadurch entstehen, dass Ressourcen, Fähigkeiten und Investitionen von produktiven Tätigkeiten in die Finanzwelt umgeleitet werden. Das Ergebnis für den Zeitraum von 1995 bis 2015 sind unvorstellbare 3,1 Billionen Euro. Dazu addieren die Forscher die Verluste, die durch die Finanzkrise entstanden sind. Diese berechnen sie mit 2 Billionen Euro, wobei ihre Bewertung damit noch unter den Angaben der Bank of England liegt (4).

Die Forscher schreiben weiter in der Pressemitteilung: „Unsere Berechnungen deuten darauf hin, dass die Gesamtkosten des verlorenen Wachstumspotenzials für das Vereinigte Königreich, die durch ‚einen überdimensionierten Finanzsektor‘ zwischen 1995 und 2015 verursacht wurden, in der Größenordnung von 5,1 Billionen Euro liegen“ (5).

Um diese kaum fassbare Summe etwas fassbarer zu machen: Dies entspricht dem zweieinhalbfachen Bruttoinlandsprodukt Großbritanniens oder 76.850 Euro für jeden Einwohner des Landes. Bei dieser Summe kann man mit Fug und Recht urteilen, dass die Londoner Finanzmeile bedeutend mehr Reichtum abzieht, als sie zur Wirtschaft des Landes beiträgt.

Die Ergebnisse in Großbritannien sind noch deutlich alarmierender als die für die USA. Gerald Epstein und Juan Montecino hatten über dieses Land bereits 2016 geforscht. Die Fehlallokationen belaufen sich hier für den Zeitraum 1990-2005 auf 2,3 bis 3,4 Billionen Euro. Hinzu kommen die massiven Verluste während der Finanzkrise, die je nach Schätzung mit 5,6 bis 12,5 Billionen Euro zu veranschlagen sind (6).

„Die Daten im Bericht deuten darauf hin, dass sich die britische Wirtschaft insgesamt gesehen viel besser entwickelt haben würde,

 » Lees verder

Die Macht um Acht (11) | KenFM.de

Die Macht um Acht (11) | KenFM.de

10-10-18 07:14:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Beerdigung des Journalismus

Comedy statt Nachricht: Ha, ha, said the Clown

Wie, Sie haben nichts zu lachen? Die Welt ist nicht danach? Das sieht die Tagesschau anders: Manche ihrer Meldungen kommen geradezu lustig daher. Diesel-Betrug? Der ist „kompliziert“. Zu kompliziert, als dass sich die Tagesschau näher damit befassen möchte. Aufklärung? Juristische Folgen für die Industrie? Kein Thema für die Tagesschau. Obwohl der Skandal Millionen ihrer Zuschauer betrifft.

Neue Strukturen beim Verfassungsschutz? Welche auch immer: Über die alten Strukturen – die Gründung des „Schutz“ durch die Nazis, die schützende Hand des „Schutzes“ für die Nazi-Terroristen des NSU – darüber kein Wort. Und wer sich den Mann anschaut, der die Nachricht über den Verfassungsschutz aus dem Trüben gefischt hat, der findet Michael Stempfle, den Terrorismus-Experten der ARD. Der kennt Terror nur von Muslimen. Den Terror der Bundeswehr-Einsätze in fremden Ländern kennt er ebensowenig, wie den Terror des NSU.

Durch leichte Kost, durch Weglassen von wesentlichen Teilen von Informationen, versucht die ARD-Nachrichten-Sendung gute Laune zu verbreiten.

In dieser Folge der „Macht um Acht“ erinnert Uli Gellermann mit dem Lied „Ha, ha, said the Clown“ daran, dass Clowns auf Beerdigungen nicht lustig, sondern grausig sind. Sein Fazit: Ohne ordentlichen Journalismus, ohne Aufklärung keine ordentliche Demokratie. Wer statt Fakten lieber Stimmungen verbreitet, der wird auf Dauer zum Totengräber der Demokratie.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau.

Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

Veröffentlicht am: 10.

 » Lees verder

Die Macht um Acht (10) (Podcast) | KenFM.de

Die Macht um Acht (10) (Podcast) | KenFM.de

26-09-18 06:24:00,

Das Schweigen des Senders

Häufig sendet der Sender nichts: Weißes Rauschen

Es hört sich an wie Nachrichten, sieht aus wie Nachrichten, und doch ist das, was die Tagesschau manchmal produziert, nichts anderes als weißes Rauschen, jene elektronische Versendung von irgendwas, was aber nichts mit Nachrichten zu tun hat.

In dieser Folge der „Macht um Acht“ gibt Uli Gellermann einen kleinen Grundkurs in Journalismus und weist nach, dass die Redaktion der Tagesschau diesen Kurs dringend braucht. Weil sie den ältesten Trick der Erde zur Nachrichten-Verbiegung einsetzt: Das Weglassen. Zwar erzählt die wichtigste Nachrichtensendung des Landes zum Beispiel über den „Mieten-Gipfel“ bei der Kanzlerin, verschweigt aber faktisch den „Alternativen Mietengipfel“, zitiert nicht die wahren Experten für Vermieter-Terror und Obdachlosigkeit und Mieter-Elend.

Diese primitive Methode ist längst zur Methode bei der Tagesschau geworden. Vielleicht sollte man ihr den alternativen Nachrichtenpreis verleihen. Dessen Motto: WIE SIE SEHEN, SEHEN SIE NICHTS wird von niemandem so routiniert erfüllt, wie von der Hamburger Redaktion, die als Aushängeschild des deutschen Journalismus gilt und doch längst nur noch ein Feigenblatt ist, hinter dem sich das Gemächt der Macht kaum verbergen kann.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau.

Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

Podcast: Play in new window | Download

Subscribe: Android | RSS

Veröffentlicht am: 26. September 2018

Anzahl Kommentare: noch keine

 » Lees verder

So macht Entwicklungszusammenarbeit Sinn. Z. B. Bolivien.

So macht Entwicklungszusammenarbeit Sinn. Z. B. Bolivien.

19-09-18 08:26:00,


Adrian Hadorn / 19. Sep 2018 –

Fundamentalkritik an Entwicklungszusammenarbeit ist Mode. Es geht auch um Kürzung entsprechender Gelder. Zeit für eine Gegenrede.

Red. Der ehemalige Gymnasiallehrer und Botschafter Adrian Hadorn war jahrelang in der Entwicklungszusammenarbeit tätig, insbesondere in Bolivien und Mosambik sowie bei der Weltbank. Er war der erste Koordinator der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), dem der Bundesrat gleichzeitig die Leitung der Botschaft in Maputo (Mosambik) anvertraute.

Bolivien hat alle Tiefen der Entwicklung und einige Höhen (für einige wenige Privilegierte) erlebt. Heute ist es ein Vorzeigefall, wie die Mehrheit der Bevölkerung zum Träger der Entwicklung wird.

Ich habe mit meiner Familie zehn Jahre (1975-80/1985-89) in Bolivien als «Entwicklungshelfer» gelebt und gearbeitet. Zwanzig Jahre danach habe ich das Land wieder besucht und mich fragen können, was an EZA nachhaltig war, welches die Treiber der Entwicklung waren und welches die fundamentalen Entwicklungs-Hemmer sind.

Bolivien wurde in der Kolonialzeit und danach als «Bettler auf silbernem Thron» genannt. Der Cerro Rico von Potosi lieferte Spanien über Jahrhunderte so viel Silber, dass es in Europa und darüber hinaus seine Vorherrschaft finanzieren konnte. Die Söhne der Aymara-Bauern wurden zwangsrekrutiert, in die Silberminen verschleppt, wo sie nach wenigen Jahren grausamer Sklavenarbeit unter Tage verendeten.

Dazu kam eine kaum zu übertreffende politische Instabilität. Ab 1964 erlebte das Land in 18 Jahren 18 Präsidenten oder Putsch-Regierungen.

1980 übernahm eine Offiziers-Clique die «Regierung» und missbrauchte die Staatsmacht, um ihre führende Rolle im Kokain-Geschäft auszubauen. In knapp zwei Jahren organisierte sie einen wirtschaftlichen, sozialen und politisch-institutionellen Höllenritt. Er endete mit einer Hyperinflation von 25.000%. Bolivien schien definitiv ein hoffnungsloser Unterentwicklungsfall, ein «failed state».

Aufbruch nach tiefer Krise

Dann der radikale Wandel: 1985 wurde das Land zum Vorzeigefall für grundlegende Strukturanpassungen. Tausende entlassene Minenarbeiter marschierten mit Dynamit in den Hosentaschen in Richtung Hauptstadt La Paz. Chaos und Gewalt drohten, rasches Handeln war dringlich. Ein geniales Entwicklungsprojekt wurde zur Brücke zwischen Krise und wirtschaftlicher, sozialer und politischer Stabilität: der FSE/FONDO SOCIAL DE EMERGENCIA (Sozialfonds für Notlage). Bis zur Hälfte seiner Laufzeit von nur drei Jahren waren gegen tausend Projekte in Ausführung, 290‘000 Monate bezahlte Arbeitsstellen geschaffen. Drei Ziele waren massgebend: Sofortige Arbeitsbeschaffung, Einkommen für Arme, Befriedigung der Grundbedürfnisse (u.a. Gesundheit, Erziehung, Behausung,

 » Lees verder

Die Macht um Acht (9) | KenFM.de

Die Macht um Acht (9) | KenFM.de

12-09-18 09:19:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Tagesschau kann nicht Frieden!

Der Journalist Uli Gellermann befragt in dieser Fortsetzung der „Macht um Acht“ die Tagesschau danach, wie sie denn das Friedensgebot des Grundgesetzes einhält. Und er stellt anhand von Meldungen – von Chemnitz bis Syrien – fest: Die Tagesschau kann oder will keinen Frieden stiften.

Gellermann fragt auch, warum der Chefredakteur der Tagesschau, Doktor Gniffke, nicht mal bei Frau von der Leyen anruft, die zu gerne im nächsten Syrien-Krieg dabei wäre, warum sie darüber nicht mit dem Parlament reden will.

Erneut versucht Gellermann, der Tagesschau anständigen Journalismus beizubringen. Und er appelliert an die Zuschauer: Reden Sie mit ihren Nachbarn, mit ihren Verwandten und Bekannten, sagen Sie auch denen, dass die Tagesschau sich weder an den Staatsvertrag, noch an das Grundgesetz, geschweige denn an journalistischen Ethos, hält.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau.

Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Eine herausragende Lektüre über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

Veröffentlicht am: 12. September 2018

Anzahl Kommentare: 4 Kommentare

 » Lees verder

Mexiko: So macht Coca-Cola die Bevölkerung krank

Mexiko: So macht Coca-Cola die Bevölkerung krank

10-09-18 07:16:00,

Sauberes Wasser ist rar in Chiapas. Viele Bewohner trinken deshalb Coca-Cola.

Red. / 10. Sep 2018 –

Die Einwohner des mexikanischen Bundesstaats Chiapas trinken viel zu viele Süssgetränke – weil es zu wenig sauberes Wasser gibt.

Coca-Cola ist nicht nur im wirtschaftlichen Sinne ein mächtiger Saft. Touristen, die die Kirche in San Juan Chamula in der Nähe von San Cristóbal de las Casas betreten, kommen meist, um die mexikanische Version des Katholizismus zu erleben, die mit der europäischen nur wenig gemein hat. Dabei schreiten sie über frische Piniennadeln, während ihnen der Geruch des weihrauchähnlichen Copal in die Nase steigt. Zu den Requisiten, die die Gläubigen zum Gebet mitbringen, gehören beispielsweise lebende Hühner.

Die Einwohner glauben aber auch an Pepsi und Coke. In Teilen Mexikos hat die braune Brause sogar Eingang in religiöse Zeremonien gefunden. Das Sprudelwasser habe die Kraft, Kranke zu heilen, sagt eine Einwohnerin, die zur Ethnie der Tzotzil gehört, gegenüber der «New York Times». Einmal habe es ihre Tochter geheilt, die an Brechdurchfall gelitten habe. Die Heilungszeremonie wurde von ihrer Mutter durchgeführt, die seit 40 Jahren mit Coca-Cola heilt.

Ein Softdrink mit tödlichem Beigeschmack

Dabei müssten die Betenden die Flaschen mit der braunen Brause eigentlich weit wegwerfen. Die skurrile Verquickung von Katholizismus, Maya-Glauben und Marketing ist ein Aspekt eines ernsten Gesundheitsproblems. Chiapas Einwohner trinken mehr als zwei Liter Süssgetränke jeden Tag.

Was hierzulande wohl manches Kinderherz höher schlagen liesse, ist in San Cristóbal, im südlichsten mexikanischen Bundesstaat Chiapas, Alltag: Coca-Cola, das von einem lokalen Hersteller produziert wird, ist leichter verfügbar als Trinkwasser und fast genauso günstig. Die Folgen für die öffentliche Gesundheit sind katastrophal. Zwischen 2013 und 2016 hat sich die Anzahl der Todesfälle, die auf Diabetes zurückzuführen sind, um 30 Prozent erhöht, mittlerweile ist die Zuckerkrankheit die zweithäufigste Todesursache.

Grund dafür ist weniger Marketing und Religion, sondern hauptsächlich die schlechte Wasserversorgung in der Region. Viele Einwohner haben nur wenige Tage in der Woche fliessendes Wasser, einige Haushalte gar keinen Wasseranschluss. Softdrinks dagegen gibt es buchstäblich an jeder Ecke. Um Keime abzutöten, ist das Leitungswasser zudem so stark gechlort, dass es fast nicht trinkbar ist.

Eine Coca-Cola-Fabrik mit grossem Durst

Dafür sprudelt das Zuckerwasser, dessen Hersteller der grösste Wasserverbraucher am Ort ist.

 » Lees verder

Die Macht des Einzelnen

Die Macht des Einzelnen

01-09-18 09:06:00,

Die Transformation der Gesellschaft ist nicht mehr länger nur eine Utopie oder Wunschvorstellung, sondern beginnt, erlebbare Realität zu werden. Das von der besitzenden Klasse propagierte alternativlose Lebensmodell, welches durch Produktion und Konsum kennzeichnet und stets der obersten Maxime des Wachstums verpflichtet ist, erodiert nicht mehr länger nur an seiner Peripherie, sondern durch die gesamte Gesellschaft hindurch.

Trauen wir uns die Perspektive einzunehmen, dass der Wandel der Gesellschaft sich verstärkt und das bisher für wirklich gehaltene Wiederaufleben des Biedermeier-Zeitalters gar nicht existiert. Denn unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit kreiert diese für uns, die Gesellschaft und unsere Welt sind abhängig von der Perspektive, die wir einnehmen. Tatsächlich existieren sie nur als Wahrnehmung, nicht aber als objektive Realität.

Wer immer alles schwarz malt, wird eine hoffnungslose, verbitterte und von Angst gekennzeichnete Dystopie seinen Alltag nennen. Wer hingegen weiß, wie die Menschheit sich seit Jahrtausenden im Spiel von Aktion und Reaktion im Kampf um Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben befindet, und diesen Kampf Schritt für Schritt unumkehrbar weiterführt, gewinnt einen ganz anderen Blick auf die Realität.

Unsere durch den Ökozid und apokalyptische gesellschaftliche Zustände geprägte Zeit fordert uns vor allem zu einem auf: den Kampf endlich zu Ende zu führen und die Utopie endlich Wirklichkeit werden zu lassen! Weder werden die da oben das für uns tun, noch eine kritische Masse irgendwann in der Zukunft, wenn es schon zu spät ist.

Wir müssen unser eigenes Schicksal, und damit verknüpft jenes der kommenden Generationen, endlich selbst in die Hand nehmen.

Den Widerstand der Besitzenden und des politischen Systems, das jene repräsentiert, diesen Widerstand gegen unsere Befreiung aus der Lohnabhängigkeit und gegen politische Selbstbestimmung, handeln wir uns nicht erst damit ein – dieser begleitet uns, wie gesagt, schon seit Jahrtausenden.

Was haben wir also zu verlieren? Wenn wir nichts tun: das Leben auf Erden, inklusive der Menschheit!

Unsere wirklichen Möglichkeiten zur Transformation sind vielfältig. Zum einen haben wir durch das Internet erstmals die Möglichkeit uneingeschränkten Wissens- und Informationsflusses sowie Vernetzungsmöglichkeiten, zum anderen ist die Macht des Staates, und damit jene der besitzenden Klasse über die besitzlose – im historischen Vergleich noch gering.

Lassen wir uns von der Dauerpropaganda des medialen Mainstreams nicht einlullen, und auch nicht von der kapitalistischen Gesellschaftsordnung einschüchtern! Die Mächtigen sind keine Politiker, Banken und Großkonzerne,

 » Lees verder

„Keine Macht der Welt kann mich daran hindern … Lula … zu vertrauen und ihm zu glauben!” – www.NachDenkSeiten.de

„Keine Macht der Welt kann mich daran hindern … Lula … zu vertrauen und ihm zu glauben!” – www.NachDenkSeiten.de

01-09-18 07:30:00,

1. September 2018 um 9:05 Uhr | Verantwortlich:

„Keine Macht der Welt kann mich daran hindern … Lula … zu vertrauen und ihm zu glauben!”

Veröffentlicht in: Das kritische Tagebuch

Es war der trending topic in den sozialen Netzwerken Brasiliens am späten Nachmittag des 30. August 2018: der Gefängnis-Besuch von Martin Schulz bei Ex-Präsident Lula da Silva. Mit Ausnahme des liberalen Jornal do Brasil unterschlugen die konservativen brasilianischen Medien die Nachricht, wurden jedoch von europäischen Medien wie Radio France International RFI, dem Spiegel und selbst von der Deutschen Welle beflissentlich daran erinnert. Von Frederico Füllgraf.

Martin Schulz nach seinem Gefängnis-Besuch von Ex-Präsident Lula – Ein Bericht aus brasilianischer Sichtweise

Die Niederlassung der Bundespolizei in Curitiba, in deren 4. Stock Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva eine abgeschirmte 15qm-Zelle belegt, stand mal wieder unter Einsatz-Stress wegen angestauten und hoch respektierten Staatsbesuchen. Der Visite von Martin Schulz war nämlich wenige Stunden zuvor die des portugiesischen Professors an der Universität Coimbra und internationalen Aktivisten Dr. Boaventura de Souza Santos vorausgegangen.

Nie zuvor in ihrer 325-jährigen Geschichte wurde die zwar 2 Millionen Einwohner zählende, jedoch merklich provinziell wirkende südbrasilianische Metropole so massiv und in so kurzer Zeit von derart bunter einheimischer und internationaler Prominenz besucht. Obendrein zur Anteilnahme am Schicksal eines „Kriminellen“ empören sich Polizei, Staatsanwälte und das erzreaktionäre Fußvolk des hier beheimateten, urteilenden Lula-Scharfrichters Sérgio Moro, der mit Widmungen der amerikanischen Time und Preisen der landesgrößten Mediengruppe O Globo zum medial verhökerten Justizhelden seit 2014 Curitiba erstmals in die internationalen Schlagzeilen hievte.

Die Welt gibt sich vor Lulas Zelle die Klinke in die Hand – und die Justiz antwortet mit Schikanen

Es ist keine Mutmaßung, sondern ein offenes Geheimnis, dass Moro, der vom US- Departement of State ausgebildete Task-Force-Punisher, so manches Mal während der Verhöre Lulas – insbesondere wenn der Ex-Präsident Episoden seiner mehr als hundertfachen internationalen Staatsbesuche, z.B. das Dinner mit Queen Elisabeth schilderte – nervös auf seinem Richterstuhl hin und her rutschte und – von Neid besessen? – die Kontrolle über seine zuckenden Mundwinkel verlor. Ebenso hat sich millionenfach unter Lulas Anhängern herumgesprochen,

 » Lees verder

Die Hybris der Macht

Die Hybris der Macht

30-08-18 11:11:00,

Als sich im August 2015 ein Treck von mehreren Hundert Flüchtlingen aus krisengeschüttelten Ländern an der Südgrenze Ungarns staute und sich die Politiker vor Ort scheuten, diese Flüchtlinge aufzunehmen, ertönte aus der Ferne die Stimme der Bundeskanzlerin: „Lasst sie durch und zu uns nach Deutschland kommen!“ Und so geschah es. Das Problem war gelöst, so schien es, auf eine einfache und sehr menschliche Art. Das war der Beginn einer bisher in dieser Form noch nie von Politikern praktizierten Willkommenskultur. Es war das Signal: Wer nicht weiß, wohin in seiner Not, Deutschland nimmt ihn auf. Die Auswirkungen ließen nicht lange auf sich warten. Tausende und abertausende Flüchtlinge machten sich auf den Weg nach Deutschland. Dass es so viele werden könnten, damit hatte keiner gerechnet, auch die Bundeskanzlerin nicht. Es gab zwar Stimmen, die meinten, schon im Frühjahr hätte jeder wissen und erkennen können, dass es über kurz oder lang allein schon aufgrund des Syrienkriegs zu einem gigantischen Flüchtlingsstrom kommen müsse. Aber darauf angesprochen, meinte die Kanzlerin nur: „Das Asylrecht kennt keine Obergrenze.“ Und mit „Wir schaffen das“ appellierte sie an die Ehre einer ganzen Nation und an ihre Fähigkeit, mit großen Herausforderungen bisher immer fertig geworden zu sein.

In dieser Attitüde ist die Kanzlerin nicht mehr wiederzuerkennen. Denn lange haftete ihr das Image an, „Kohls Mädchen“ zu sein, ein versteckter Zweifel an ihrer Fähigkeit, die Regierungsgeschäfte zu leiten. Dann folgten Jahre, in denen sie zumindest ihren Machtinstinkt bewies und politische Konkurrenten rechtzeitig kalt stellte. Gleichzeitig wurde ihr vorgeworfen, sie könne nicht rasch entscheiden, sondern stattdessen den Lauf der Dinge abwarten und sich erst dann entscheiden, wenn selbst der Dümmste erkannt habe, was zu tun sei. Aus diesen Jahren resultiert eine erste Erkenntnis: Merkel lässt Entscheidungen reifen. Mit ihren Worten 2007: „Man bekommt beim Schweigen ganz gut ein Maß für die Zeit.“

Als die Bankenkrise nach dem Zusammenbruch der Bank Lehmann & Brothers 2008 auch auf Deutschland übergreift und die Kanzlerin zwingt, auf einem Gebiet Stellung zu beziehen, das für sie relativ neu war, agiert sie noch im Einvernehmen mit ihren engsten Beratern, insbesondere mit Finanzminister Steinbrück. Die Zeit für einsame Statements ist noch nicht gekommen. Zusammen mit Steinbrück verkündet sie vor der Presse: „Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind.“ Aber der Ruf nach dem Staat ebnet Merkel den Weg in die „Alleinherrschaft“.

 » Lees verder

Die Macht um Acht (8) | KenFM.de

Die Macht um Acht (8) | KenFM.de

29-08-18 07:31:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Vertrauen in die Tagesschau?

Diesmal fragt Uli Gellermann nach „Vertrauen“. Denn viele Zuschauer vertrauen der Tagesschau. Diesem scheinbar seriösen Apparat mit seinen gebügelten Nachrichten und seinen geschniegelten Sprecherinnen und Sprechern.  An Hand von drei Meldungen weist Gellermann nach, dass die Tagesschau – nicht immer, aber immer wieder – das Vertrauen ihrer Zuschauer mißbraucht.

Eine fast rührende Story über die Hilfe aus Katar für die Türkei tischt uns die Redaktion und ARD-aktuell auf. Von Diktatur und Scharia schweigt die Tagesschau. Über das blaue ionische Meer schwafelt die ARD und ihr Flaggschiff, wenn es über die ökonomische Lage der Griechen berichtet. Vom Massenarmut, von Selbstmorden und Elends-Prostitution schweigt der öffentlich-rechtliche Sender. Und schließlich darf ein festangestellter „Faktenfinder“ seine düstere Meldung über ein ein verdächtiges Netzwerk bringen, dessen Spuren in den Iran führen sollen. Beweise? Null!

Quelle ist die Firma FireEye, die Netzwerksicherheits-Software und -Dienstleistungen verkauft. Über diesen Zusammenhang von Marketing und Nachricht mag uns die Tagesschau nicht aufklären.

Eines Tages, so Gellermann, könnte in Zukunft eine neue Erkennungsmelodie signalisieren: Wenn „Üb immer Treu und Redlichkeit“ aus der Nachrichtensendung klänge, dann, vielleicht, wäre Vertrauen wieder angebracht.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau.

Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um Acht: der Faktor Tagesschau“. Ein Standardwerk über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

Veröffentlicht am: 29. August 2018

Anzahl Kommentare: 3 Kommentare

 » Lees verder

Die Macht um Acht (7) | KenFM.de

Die Macht um Acht (7) | KenFM.de

15-08-18 08:07:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Zahlt Trump Rundfunkgebühren? Zweigen die US-Geheimdienste Geld für die Tagesschau ab?

Uli Gellermann findet drei Meldungen aus den USA, die von der Tagesschau eins-zu-eins übernommen worden sind. Kein Nachfragen, kein Relativieren. Kein Bedenken, wenn man das neue US-Space-Force-Programm, die Vorbereitung auf den Krieg im Weltraum, vermeldet. Ein kleiner Rückblick hätte geholfen. Denn mit dem alten SDI-Programm aus den 80er Jahren hat schon der US-Präsident Reagan die Russen bedroht. Daran zu erinnern, hätte den Zuschauern geholfen, die neue Nachricht aus den USA einzuordnen.

Gefunden hat Gellermann auch eine Nachricht vom Januar 2017. Da erzählte die Tagesschau: „Will Russland den Westen spalten?“. Die alte Geheimdienstnachricht stand ganz schön lange auf der Tagesschau-Website, um eine neue Nachricht über die angebliche Einflussnahme der Russen auf die US-Wahlen zu stützen. Und dann war sie plötzlich weg. Als wäre jemand aufgewacht. Das wäre schön, wenn die Kollegen der Tagesschau endlich aufwachen würden. Und wenn sie bergeifen könnten, dass sie kein US-Sender sind.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau.

Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um acht: der Faktor Tagesschau“. Ein Standardwerk über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

Quellen:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-149011609.html

https://www.tagesschau.de/inland/geheimdienste-russland-beeinflussung-101.html

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

Veröffentlicht am: 15. August 2018

Anzahl Kommentare: noch keine

 » Lees verder

Keine Macht dem Fußball!

Keine Macht dem Fußball!

07-08-18 02:52:00,

Fußball scheint der Nationalsport in der Bundesrepublik Deutschland zu sein. Alle zwei Jahre treibt ein fußballerisches Großereignis die Deutschen an die TV-Geräte, um vier Wochen lang der deutschen Fußballnationalmannschaft beim Tore schießen zuzusehen.

König Fußball steht hierzulande unangefochten auf Platz eins der beliebtesten Sportarten. Die Popularität des Fußball ist so enorm, dass die vielen begeisterten Anhänger mit diversen Fan-Utensilien ihre Autos, Häuser und, natürlich, sich selbst schmücken. Jedoch gibt es nur wenige Deutschland-Fans, die ein solches Verhalten bei Weltmeisterschaften im Turnen, Badminton oder Mountainbike zeigen.

Der Deutsche Fußball-Bund hat mehr als sieben Millionen Mitglieder und ist damit international sowie national der größte Sportverband. Das bedeutet im Endeffekt: Etwa jeder elfte Bundesbürger beschäftigt sich beruflich oder privat mit dem Thema Fußball.

Für Welt- und Europameisterschaften sind das natürlich zahlreiche Zuschauer, die theoretisch – aufgrund ihres Interesses – der Fußballindustrie zur Verfügung stehen und von ihr unterhalten werden wollen. Kein anderer Sport hat in diesem Land einen derartig großen Zuspruch. Gleichwohl profitiert der Fußballsport von vielen Seiten, die ihn scheinbar ins Rampenlicht heben. Zum Nachteil anderer Sportarten wirken Politik, Werbeindustrie und die Sportberichterstattung wie ein Katalysator für die „Fußballisierung“ einer ganzen Nation.

Jedoch sollte man sich als Fußball-Fan einmal fragen, ob diese Sportart tatsächlich eine stärkere Aufmerksamkeit als andere Sportarten verdient hat.

Warum sollte dies der Fall sein? Ist es ein Sport, der alle anderen sportlichen Leibes- und Konzentrationsübungen unterdrücken darf? Nein, dennoch wird er in dieser Form in der deutschen Medienlandschaft und Sportberichterstattung deutlich überbewertet dargestellt.

Fußball ist eine von zahlreichen Sportarten, die uns Menschen als eine Freizeitaktivität dient und zugleich fit hält. Doch der Fußball wird zum falschen Zwecke missbraucht und der Zuschauer fällt jedes Mal aufs Neue darauf herein. Die Fernsehformate nehmen ständig Bezug zum Fußballsport. Eine große deutsche Bankgesellschaft wirbt für das eigene Unternehmen mit den deutschen Fußballnationalspielern. Ein Rasierklingenhersteller zeigt, wie die großen Weltstars eine möglichst glatte Rasur erreichen und viele andere Großkonzerne inszenieren solches auf ähnliche Art und Weise.

Dieser Sportart wird mithilfe derartig schillernder Werbefiguren ein künstlich überzogenes Image verpasst; insbesondere im deutschen Fernsehen findet eine übertriebene Darstellung statt. Fußball bietet das größte Vermarktungspotenzial, welches in Hülle und Fülle jeden Tag ausgeschöpft wird. Zahlreiche Fernsehsendungen schneiden ihre Berichterstattung gerade während der Meisterschaften zum größten Teil aus den Fußball-Themen zurecht.

 » Lees verder

Die Macht um Acht (6) (Podcast) | KenFM.de

Die Macht um Acht (6) (Podcast) | KenFM.de

01-08-18 08:12:00,

Uli Gellermann spricht diesmal mit den Kollegen der „Tagesschau“ direkt und ganz persönlich, als Journalist zu Journalisten. Er erinnert sie an die gesetzliche Grundlage ihrer Tätigkeit in den öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Rundfunkanstalten: Den Staatsvertrag. Dieser verlangt objektive, faktenbasierte Nachrichten, von denen zahlreiche Meldungen der Tagesschau leider Lichtjahre entfernt sind, wie Gellermann in dieser sechsten Ausgabe der „Macht um Acht“, extra für die Redakteure der „Tagesschau“, nachweist.

Anhand dreier, aktueller Beiträge der Tagesschau belegt Gellermann anschaulich, dass die lieben Kollegen leider keine objektiven Nachrichten produzieren, sondern schlichtweg Ideologie verbreiten. In der Hoffnung, dass sich dieses Gebaren künftig ändert und die Mitarbeiter der „Tagesschau“ ihre Gedanken aus dem ideologischen Gefängnis befreien können, lässt sich diese Ausgabe der „Macht um Acht“ auch als „Mutmacher“ für die Tagesschau-Redaktion begreifen, ihr Brett vor dem Kopf endlich abzulegen.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um acht: der Faktor Tagesschau“. Ein Standardwerk über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

Podcast: Play in new window | Download

Subscribe: Android | RSS

Veröffentlicht am: 1. August 2018

Anzahl Kommentare: noch keine

 » Lees verder

Die Macht der Symbole

Die Macht der Symbole

31-07-18 12:00:00,

Lippmanns Leben begann vielversprechend und voller Möglichkeiten. Er wuchs in wohlhabenden New Yorker Verhältnissen auf, besuchte eine Privatschule und studierte in Harvard. In seiner Jugend liebäugelte er zunächst noch mit sozialistischen Ideen, verstand sich später aber „zunehmend als Sozialingenieur“ und setzte „seine Hoffnung auf die Managerelite, die er als Gegenspieler der Eigentümer sieht“ – so beschreiben es die Ökonomieprofessoren Walter Ötsch und Silja Graupe in ihrer lesenswerten Einführung zur diese Woche erschienenen deutschen Neuausgabe von „Die öffentliche Meinung“.

Lippmann, so die beiden Professoren, strebte eine globale Vorherrschaft der USA an; amerikanische Konzerne sollten im Ausland „nicht via Staat, sondern via neu zu errichtenden internationalen Kommissionen agieren.“ Willkommen bei IWF, Weltbank & Co., könnte man da 100 Jahre später ergänzen. Denn Lippmann äußerte solche Ansichten in Buchform tatsächlich schon 1915, da war das „Wunderkind“ gerade einmal 26 Jahre alt – und bereits voller Ideen, wie man der amerikanischen Demokratie (und Industrie) weltweit Geltung verschaffen kann.

Gegen Ende des Ersten Weltkrieges wurde Lippmann für die US Army in London stationiert und verfasste dort Flugblätter, die hinter den feindlichen Linien abgeworfen wurden. In dieser Zeit ernannte ihn der US-Kriegsminister zum Generalsekretär einer gut 100-köpfigen geheimen Studiengruppe, die den kommenden Friedensvertrag vorbereiten sollte – und damit letztlich die Welt-Nachkriegsordnung. In diesem Gremium entstand US-Präsident Woodrow Wilsons berühmter 14-Punkte-Plan, laut Lippmann der Versuch, ein „gemeinsames Bewusstsein in der ganzen Welt anzubahnen“.

Die Studiengruppe war organisatorisch und personell ein direkter Vorläufer des 1921 gegründeten Council on Foreign Relations, wo bis heute und mit großem Erfolg die Sichtweise eines maßgeblichen Teils der US-Geld- und Konzernelite in amerikanische Außenpolitik übersetzt wird.

Walter Lippmann ist nicht weniger als ein Vordenker am Beginn des amerikanischen Imperiums gewesen. Seine sozialwissenschaftlichen Gedanken, die er im 1922 erschienenen Klassiker „Die öffentliche Meinung“ ausgebreitet hat, sind ein Schlüssel zum Verständnis der heutigen Gesellschaft – nicht nur in den USA.

Im Zentrum steht seine Überlegung, dass Menschen den größten Teil der Wirklichkeit nicht über ihre eigenen Sinne erfahren, sondern durch Erzählungen anderer, vor allem der Medien, wo mittels Vereinfachungen, Vorurteilen und Stereotypen (Lippmann prägte dieses Wort) Stimmung gemacht werde. Er nennt es die „Einfügung einer Pseudoumwelt zwischen Mensch und Umwelt“ (S. 64). Das Verhalten des Menschen sei „die Reaktion auf diese Pseudoumwelt“ und daher leicht manipulierbar.

 » Lees verder

Der Griff nach der Macht

Der Griff nach der Macht

28-07-18 11:05:00,

Einige ihrer Ausführungen lassen sich verschiedenartig interpretieren. Zum Beispiel diese hier:

„Es sind turbulente Zeiten; manche Gewissheit ist in den letzten Jahren infrage gestellt worden. Umso mehr kommt es darauf an, dass wir als Staaten gut zusammenarbeiten und versuchen, in ständigem Kontakt zu stehen (…)“ (1).

Das klingt nicht schlecht, doch möchte ich es nicht als Pauschalaussage begreifen, weil Angela Merkel dem etwas anfügte:

„Nun ist es natürlich so, dass vielfältige Zusammenarbeit, der Multilateralismus, kein Altruismus ist. Vielmehr muss jedes Land seine Interessen vertreten und in der Weltgemeinschaft so zusammenarbeiten, dass das, was das eigene Volk, das eigene Land ausmacht, auch zur Geltung kommt“ (2).

Aufgemerkt: Wir sind wieder wer auf der großen Bühne der Politik und haben also mitzureden. So lautet die Botschaft, die sich doch der deutsche Bundesbürger gern annimmt – so wie seine Vorfahren, die Reichsbürger im Wilhelminischen Zeitalter. Klang es vor reichlich einem Jahrhundert – am Vorabend des Ersten Weltkrieges übrigens – so anders? Wie lernfähig sind eigentlich Gesellschaften?

„Wir dürfen nie vergessen, daß die Konsolidierung unserer europäischen Großmachtstellung es uns ermöglicht hat, die nationale Wirtschaft zur Weltwirtschaft, die kontinentale Politik zur Weltpolitik zu weiten. Die deutsche Weltpolitik ist auf die Erfolge unserer europäischen Politik gegründet. In dem Augenblick, in dem das feste Fundament der europäischen Machtstellung Deutschlands ins Wanken geriete, wäre auch der weltpolitische Aufbau nicht mehr haltbar. Es ist der Fall denkbar, daß ein weltpolitischer Mißerfolg unsere Stellung in Europa unberührt ließe, es ist aber der Fall undenkbar, daß eine empfindliche Einbuße an Macht und Geltung in Europa nicht eine entsprechende Erschütterung unserer weltpolitischen Stellung zur Folge hätte. Nur auf der Basis europäischer Politik können wir Weltpolitik treiben“ (3).

Ersetzen Sie gedanklich „Macht“ durch das heutzutage bewusst genutzte und den Machtanspruch kaschierende, so schön klingende „Verantwortung“ und Fürst von Bülow (von ihm stammt obiges Zitat) könnte auch als geachtetes Mitglied der regierungsnahen Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik durchgehen.

Wie schon zu Kaisers Zeiten darf nun deutsche Geltung in der Welt die gefühlte Machtlosigkeit, das als Schuld empfundene vermeintliche Versagen im Alltagsleben kompensieren. Das gilt für Millionen Menschen in Deutschland, die sich (ansonsten) als Verlierer sehen. Ein altes Rezept wurde erneut verschrieben und von den Patienten (weil sich als solche wahrnehmend) dankbar eingenommen.

 » Lees verder

Die Macht um Acht (5) | KenFM.de

Die Macht um Acht (5) | KenFM.de

18-07-18 06:17:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

Neue Töne bei der Tagesschau: In der Serie „Die Macht um Acht“ zeigt Uli Gellermann an drei Beispielen nachdrücklich, dass die Tagesschau sich als eine Art Staatsfunk versteht. Sie hat bei vielen Themen die Haltung der Regierung ungeprüft übernommen, gibt sie einfach weiter und hält das für Journalismus.

Um diese Form von Nachrichten-Übermittlung zu würdigen schlägt der Autor vor, dass sich Familien und Nachbarn zur Zeit der Tagesschau-Ausstrahlung rund um das TV-Gerät einfinden und die Nationalhymne singen. Allerdings kann der Autor nicht garantieren, dass Singen die Qualität der ARD-Redaktion verbessert.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um acht: der Faktor Tagesschau“. Ein Standardwerk über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

Veröffentlicht am: 18. Juli 2018

Anzahl Kommentare: 11 Kommentare

 » Lees verder

OPCW-Bericht: Die Macht der Agenturen und die Kultur der Ungenauigkeit – www.NachDenkSeiten.de

OPCW-Bericht: Die Macht der Agenturen und die Kultur der Ungenauigkeit – www.NachDenkSeiten.de

12-07-18 07:16:00,

OPCW-Bericht: Die Macht der Agenturen und die Kultur der Ungenauigkeit

Veröffentlicht in: Medienkritik, Militäreinsätze/Kriege, Strategien der Meinungsmache

Der jüngste OPCW-Bericht zum mutmaßlichen Giftgaseinsatz im syrischen Duma wird von vielen Medien falsch dargestellt. Wichtigen Anteil an der großflächigen Fehlinformation haben die Nachrichtenagenturen und eine in vielen Medien gepflegte Kultur der vorsätzlichen Ungenauigkeit – gepaart mit der Verweigerung, Wissenschaftler zu befragen. In den vergangenen Tagen haben sich zahlreiche Medien dadurch erneut als Vermittler zwischen Original-Quelle und Konsument disqualifiziert – die Bürger müssen diese Quellen zukünftig selber prüfen. Von Tobias Riegel.

Erst kürzlich haben sich die NachDenkSeiten in diesem Artikel mit dem manipulativen Potenzial der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) befasst. Zu Verzerrungen des jüngsten OPCW-Berichts zum mutmaßlichen Giftgaseinsatz im syrischen Duma durch viele deutsche Medien wurde aktuell in Alternativ-Medien bereits berichtet, etwa hier und hier. Zur Erinnerung: Einerseits diente der angebliche Giftgaseinsatz in Duma zur Rechtfertigung US-geführter Raketenangriffe auf Syrien im April. Andererseits wurde kürzlich mit der Änderung der Ausrichtung der OPCW die mutmaßliche Grundlage für künftige Kriegseinsätze aufgrund von öffentlichen „Urteilen“ der OPCW gelegt.

Die Vorgänge der letzten Tage haben nicht die OPCW, wohl aber die den OPCW-Bericht verzerrenden Medien in Misskredit gebracht. So wurde, ohne dass der OPCW-Bericht dafür einen Anlass geliefert hätte, von vielen Medien getitelt, die OPCW hätte „Spuren“ oder gar „den Einsatz“ von Chlorgas in Duma nachgewiesen, etwa von der ARD, vom „Spiegel“, vom ZDF, vom „Stern“ und zahlreichen anderen Medien.

OPCW-Bericht wird falsch interpretiert – Was sagen Chemiker?

Alle diese Berichte sind nicht korrekt, der OPCW-Bericht vermeldet an keiner Stelle, dass in Duma „Spuren von Chlorgas“ oder der „Einsatz von Chlorgas“ festgestellt worden sei. Der OPCW-Bericht erwähnt, nachdem er Nervengifte wie Sarin ausgeschlossen hat, das Vorkommen von „chlorierten organischen Chemikalien“ (‚chlorinated organic chemicals’).

Da die erwähnten großen Medien diesen Service nicht leisten wollen, haben die NachDenkSeiten verschiedene Chemiker, die lieber im Hintergrund verbleiben möchten, um Rat gefragt. Sie bewerteten den folgenden Satz als zutreffend:

„Das Auffinden von im OPCW-Bericht genannten ‘chlorierten organischen Chemikalien‘ (‚chlorinated organic chemicals’) ist kein Beweis für den Einsatz von Chlorgas oder einer anderen militärischen Nutzung von Chlor.

 » Lees verder

Die Macht um Acht (4) | KenFM.de

Die Macht um Acht (4) | KenFM.de

06-07-18 09:23:00,

Anbei ein paar Ergänzungen zu den Nicht-Themen der Tagesshow:

Tagesdosis 30.6.2018 – Griechenlands Zerfall und die grotesken Lügen der Politik
Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Vor wenigen Tagen löste die Meldung, dass Deutschland an den „Hilfszahlungen“ für Griechenland fast drei Mrd. Euro an Zinsen verdient hat, eine Welle der Empörung aus. Deutsche Politiker unterließen es, die Nachricht zu kommentieren – vermutlich, weil ihnen die Argumente fehlen, um ein derartiges Handeln zu rechtfertigen.  

Dennoch sollte man die Meldung nicht einfach übergehen. Sie zeigt nämlich am Beispiel eines der wirtschaftlich und finanziell schwächsten Länder der Eurozone, welches Stadium der Fäulnis und des Zerfalls unser gegenwärtiges Finanzsystem inzwischen erreicht hat und welche Rolle die Politik in der Endphase dieses Prozesses spielt.

Bereits der Eintritt Griechenlands in die Eurozone war ein von Finanzindustrie und Politik gemeinschaftlich begangener Betrug an der arbeitenden Bevölkerung: Um aufgenommen zu werden, wurden mit Hilfe der Großbank Goldman Sachs (unter ihrem damaligem Europachef Mario Draghi) nachweislich Bilanzen frisiert und hohe Risiken an den Kapitalmärkten eingegangen. Den Preis für die entstandenen Verluste in Höhe von 5,1 Mrd. Euro trugen nicht etwa die Konzerne und Banken, die anschließend vom Euro profitierten, sondern – die griechischen Steuerzahler.
(…)
Diese Kredite waren allerdings keineswegs, wie der internationalen Öffentlichkeit gegenüber behauptet, „Hilfszahlungen“, die den Griechen zugute kamen, sondern dienten fast ausschließlich dazu, den Schuldendienst des Landes bei internationalen Banken zu ermöglichen. Den Preis zahlte einmal mehr die arbeitende Bevölkerung, denn die Troika koppelte ihre Zahlungen an extrem harte Austeritätsprogramme, die den Lebensstandard im Land drastisch senkten.

Während sich die Gläubiger im Ausland zufrieden zurücklehnen konnten, erlebte Griechenland in den Folgejahren einen nie gekannten Sozialabbau: Die Renten wurden bis heute um sechzig Prozent gesenkt, der Mindestlohn wurde bis auf 3,39 Euro gedrückt und das Gesundheitswesen weitgehend zerstört. Die Arbeitslosigkeit, insbesondere unter Jugendlichen, erreichte nie gekannte Rekordwerte, Obdachlosigkeit und Drogensucht griffen um sich, zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg mussten Menschen auf europäischem Boden wieder hungern.

Das aber war nicht alles: 2015 wurde Griechenland Schauplatz des vermutlich größten Polit-Betrugs der vergangenen Jahre. Die im Januar auf der Grundlage ihres Anti-Austeritäts-Programms an die Macht gekommene Syriza-Partei unter Alexis Tsipras ließ die Bevölkerung im Juli 2015 über die von der Troika geforderten Reformen im Land abstimmen.

 » Lees verder

Der Gestank der Macht

Der Gestank der Macht

30-06-18 12:25:00,

Kleiner Schlenker zur Begrüßung, na klar! Mit der Formel „Sozn“ wollten wir bisher immer kenntlich machen, dass denen mehr als bloß ein paar Buchstaben fehlen. Ab jetzt nennen wir Pippi Nahles, ihren Außenminister-Verschnitt Maas, die Rote Null Scholz sowie ihre Kumpanei „Soozis“ – um zu vermitteln, dass man wahrhaftig zu viel kriegen kann von dieser Sorte Zeitgenossen. Meistens sogar viel zu viel: Sooozis. Mit drei „o“!

Gut, also „in medias res“, wie der akademisch gebildete Schönschwätzer sagt und damit „mittenmang inne Schiet“ meint: Aus Dr. Gniffkes Hamburger Qualitätsladen ARD-aktuell ist ein Knaller zu vermelden. Eine Juliane Leopold soll

„das Profil von tagesschau.de weiter schärfen“ (1)

verkündet NDR-Intendant Lutz Marmor und nährt damit den Verdacht, entweder grad gegen ‘nen Laternenmast gelaufen zu sein oder vielleicht doch heimlich zu trinken:

“Leopold bringt beste Voraussetzungen mit: große Nachrichtenkompetenz, umfassende Online-Kenntnisse, Freude an der Teamarbeit“ (2).

Wir tippen auf Laterne. Worin besteht die „große Nachrichten-Kompetenz“ der neuen Chefin? Schaunmermal: Frau Leopold war zwar nicht jahrelang in einer Politik-Redaktion oder für eine Nachrichtenagentur tätig. Nee! Aber sie ist „Mitbegründerin des Blogs „kleinerdrei.org“, der anno 2014 von einer inzestuösen Jury für einen Grimme-Award nominiert war. Wer „kleinerdrei.org“ nicht kennt:

„Das ist einer der Pfeiler des deutschen ‚Netz-Feminismus’, bei dem es (…) im Wesentlichen um Kategorisierung von Menschen im öffentlichen Diskurs (…) in gut und böse geht. Hauptsächlich böse“ (3).

Autsch, das brennt aber!

Danach wurde Frau Leopold Redaktionsleiterin bei BuzzFeed Deutschland, einer US-amerikanischen Medienplattform fürs moderne Wohlbefinden junger Leute; Mitmenschen, die informiert sein wollen über „bedrückende Geschichten, die zeigen, warum Frauen Angst haben, Männer zurückzuweisen“ und die Aufklärungsbedarf haben bezüglich „raffinierter Tattoo-Ideen, die sogar deinen Eltern gefallen werden“. Von Interesse sind dieser Bevölkerungsschicht offenbar auch „Hunde, die sich wirklich furchtbar für ihr Betragen schämen sollten“ beziehungsweise „unfassbar ekelhafte Geständnisse, die dich richtig zum Würgen bringen“ (4).

Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht.

Aber du siehst: Nach zeitgeistigem Intendanten-Verständnis ist Journalistin Leopold absolut qualifiziert, das Internet-Nachrichtenportal der ARD-aktuell zu leiten, als Chefin der tagesschau.de zu fungieren. Wegen ihrer profunden Erfahrung im Nachrichten-Journalismus. Auf der von ihr mitbegründeten Internet-Seite kleinerdrei.org steht aktuell was über geplatzte Kondome. Mal sehen, was morgen im Angebot auf tagesschau.de ist. Vielleicht was so Profilscharfes,

 » Lees verder

Die Macht der Propaganda

Die Macht der Propaganda

26-06-18 11:38:00,

Der Krieg in Syrien, welcher nun schon sieben Jahre andauert, findet auf allen Ebenen des Hybrid-Krieges statt, er kann deshalb als dessen Modell dienen. Letzten Dezember hat dieser Krieg plötzlich auch die Schweiz heimgesucht, anlässlich eines zunächst banal scheinenden Vorfalls, einer Pressekonferenz über die Organisation der sogenannten „Weißhelme“ in Syrien. Dabei handelt es sich um eine NGO (Nichtregierungsorganisation), die 2013 von einem ehemaligen britischen Offizier gegründet wurde und gemeinhin als Hilfsorganisation galt, die Verwundeten und Opfern von Bombardierungen in den Rebellengebieten Erste Hilfe bot, Kandidatin für den Friedensnobelpreis war, in Hollywood mit einem Oscar ausgezeichnet wurde und in den westlichen Medien als Modell humanitärer Tugend präsentiert wird.

Die Organisation hat ihren Sitz in London und verfügt über finanzielle Mittel in Höhe von mehreren Dutzend Millionen Dollar pro Jahr, die in ihrer Mehrheit von der amerikanischen und englischen Regierung sowie von weiteren Nato-Mitgliedern stammen. Dank der Mitarbeit professioneller Kommunika¬tionsberater verfügt sie über eine starke Medienpräsenz im Westen sowie auf dem Fernsehkanal al-Jazira mit Sitz in Katar.

Es ist ganz klar, dass die Rebellen, Islamisten oder nicht, das Recht und sogar die Pflicht haben, Verwundeten und Opfern der Kampfhandlungen unter der Zivilbevölkerung beizustehen, und dass schon daher eine Organisation wie die „Weißhelme“ ihre Berechtigung hat. In diesem Fall wird jedoch ihre Neutralität stark in Zweifel gezogen.

Von Beobachtern vor Ort, von Analytikern des Syrien-Konflikts in den USA und natürlich auch von den offiziellen syrischen und russischen Medien, die ihr vorwerfen, ihre Hilfe einzig den Rebellen-Organisationen zukommen zu lassen und als Propagandainstrument zur Förderung der Rebellenanliegen in den westlichen Ländern zu wirken.

Dazu sollen sie auch als Deckmantel für bewaffnete Gruppen dienen, die keinerlei Hemmung haben, ihre Kalaschnikows und Granaten gegen ihre weißen Helme auszutauschen, wann immer dies nützlich ist und die Kameras auf sie gerichtet sind.

Weitere Argumente wie das Fehlen jeglicher Frauen in ihren Truppen und die praktische Unmöglichkeit für anerkannte Hilfsorganisationen, wie etwa Ärzte ohne Grenzen und dem IKRK, in ihren Einsatzgebieten zu intervenieren, nähren ebenfalls Zweifel an ihrer Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit, Qualitäten, die im Westen von allen humanitär tätigen NGO verlangt werden.

Vor diesem Hintergrund hat sich Ende November 2017 eine Polemik entwickelt, die den „Schweizer Presseclub“, den ich in Genf leite, in arge Bedrängnis gebracht hat und die es verdient, im Rahmen dieses Beitrags dargestellt zu werden.

 » Lees verder

Amateur-Trader macht aus 20.000 Euro fünf Milliarden

Amateur-Trader macht aus 20.000 Euro fünf Milliarden

25-06-18 05:05:00,

Der frühere Börsenhändler Jerome Kerviel mit seinen Anwälten in Paris. (Foto: dpa)

Der frühere Börsenhändler Jerome Kerviel mit seinen Anwälten in Paris. (Foto: dpa)

Die Sicherheitsnetze für den Wertpapierhandel in Europa weisen offenbar immer noch Lücken auf. So gelang es einem Amateur-Händler in Frankreich im vergangenen Jahr laut Reuters, innerhalb nur eines Tages eine spekulative Position in Aktienfutures im Wert von umgerechnet mehr als fünf Milliarden Euro aufzubauen. Dies zeigen Handelsaufzeichnungen, die die Nachrichtenagentur Reuters einsah. Der Fall ist umso erstaunlicher, da sich auf seinem Handelskonto lediglich 20.000 Euro befanden.

Derartige Fälle sollten eigentlich nicht mehr möglich sein. Denn nach massiven Fehlspekulationen wie die des Investmentbankers Jerome Kerviel vor zehn Jahren, durch die sein früherer Arbeitgeber Societe Generale rund 4,9 Milliarden Euro verlor, waren die Sicherheitsvorschriften und -kontrollen für den Wertpapierhandel bei Finanzfirmen verschärft worden. Der Aufbau hochspekulativer Milliardenpositionen durch einzelne Händler sollte so verhindert werden.

Doch der 41-jährige Harouna Traore schaffte es im vergangenen Jahr am 29. Juni, 43.941 Futures-Kontrakte auf den US-Index S&P 500 im Wert von umgerechnet 4,5 Milliarden Euro zu erwerben. Dazu kamen 34.388 Futures auf den europäischen Aktienindex Eurostoxx 50 im Wert von weiteren rund 1,2 Milliarden Euro. Traore, der laut seinem LinkedIn-Profil von 2013 bis 2017 für den Nachrichten- und Datenanbieter Thomson Reuters arbeitete, nutzte dabei eine Plattform des Londoner Brokers Valbury Capital. Traore ist kein Handelsprofi: Er hatte damals gerade wenige Wochen lang auf dem System geübt.

Traore bestätigte die Wertpapier-Transaktionen. Die Geschäfte seien aber das Ergebnis eines Fehlers gewesen. Er sei anfangs der Auffassung gewesen, nur eine Übungsplattform zu nutzen, auf der keine Handelsobergrenzen bestünden. Erst dann habe er realisiert, dass es sich um echte Geschäfte handle, als seine Verluste sich auf eine Million Euro aufgetürmt hätten. „Ich dachte, das ist das Ende meines Lebens. Ich dachte daran, wie werde ich das alles zurückzahlen?“, so Traore Er habe dann aber beschlossen zu versuchen, durch weiteres Handelsgeschäfte in die Gewinnzone zu gelangen. Dies sei ihm geglückt.

Traore hat inzwischen Valbury Capital verklagt. Der Grund: Er wirft dem Broker vor, ihm umgerechnet 9,4 Millionen Euro an Gewinnen aus diesen Wertpapiergeschäften vorzuenthalten. Valbury Capital leitet Anfragen zu dem Fall an die Kanzlei Reed Smith weiter, die die Firma vertritt. Laut deren Partner Robert Falkner gab es sehr wohl ein Limit auf dem Handelskonto von Traore. Laut einer e-mail von Valbury Capital an Traore,

 » Lees verder

Die Macht um Acht (3) | KenFM.de

Die Macht um Acht (3) | KenFM.de

20-06-18 09:22:00,

Dieser Artikel ist auch als kostenlose MP3 für Dich verfügbar!

Download MP3

In seiner jüngsten Folge der MACHT um ACHT erklärt der Autor Uli Gellermann, warum die ARD ihren Namen konkretisieren sollte: Statt Rundfunk-Anstalt sollte sie sich doch lieber „Rüstungs-Anstalt“ nennen. Denn die NATO-Aufrüstung verkauft die „Tagesschau“ als Fitnessprogramm: „Schneller fit für den Einsatz“; und die Militarisierung von Schulhöfen wird von der „Tagesschau“ als „Charmeoffensive“ präsentiert.

Der öffentlich-rechtliche Präsenter dieser Sorte von Offensive ist ein Mann, der auch für den Bundeswehrverband tätig ist: Sein privates Foto zeigt ihn in Afghanistan. Eine Rundfunk-Anstalt, die so eng mit der Wehr verbunden ist, die muss am Feindbild arbeiten. Deshalb hat sie natürlich immer die „Russische Bedrohung im Hinterkopf“. Ohne prima Feindbild keine teure Aufrüstung. Da macht man doch gerne Propaganda statt Nachrichten.

Der Journalist und Filmemacher Uli Gellermann beschäftigt sich seit Jahren mit der Dauermanipulation der Tagesschau. Gemeinsam mit den Co-Autoren, Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, schrieb er das Buch „Die Macht um acht: der Faktor Tagesschau“. Ein Standardwerk über die tägliche Nachrichtensendung der ARD.

Bei KenFM nimmt er mit dem gleichnamigen Format die subtile Gehirnwäsche der Tagesschau alle zwei Wochen unter die Lupe.

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

Veröffentlicht am: 20. Juni 2018

Anzahl Kommentare: 18 Kommentare

 » Lees verder