Die tägliche Manipulation

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30-10-19 01:30:00,

Seit Jahrzehnten forschen Hundertschaften von Wissenschaftlern zu Möglichkeiten erzählerischer Überzeugungsarbeit, oder akademisch ausgedrückt: zum persuasiven Potenzial narrativer Berichterstattung. So ist der Zusammenhang zwischen Journalismus und Erzählung — Storytelling beziehungsweise Narrativ — bereits seit den 1970er Jahren Gegenstand zahlreicher Publikationen. Ziel der kollektiven Bestrebungen des „politisch-wissenschaftlich-medialen Komplexes“ ist es, den Rezipienten zu befähigen, die vernommene und verstandene Botschaft auch nachhaltig zu verinnerlichen und eine entsprechende Verhaltensänderung herbeizuführen.

Die Wissenskluftforschung (17) unterstreicht insbesondere die Bedeutung alternativer Ermittlungsstrategien für Personen, für die sich eine klassische Nachrichtenvermittlung aus diversen Gründen als wenig oder gänzlich ungeeignet erweist. Eine solch alternative Form der Berichterstattung müsste zunächst Interesse und Aufmerksamkeit wecken, um auch Menschen zu erreichen, die ansonsten mit politischen Nachrichten wenig beziehungsweise nichts anfangen können oder diese mit Vorsatz meiden.

Die meisten Menschen interessieren sich von Kindheit an mehr für Geschichten, die von anderen Menschen handeln, als für reine Fakten und Daten, weil sich sowohl Bilder als auch Metaphern besser verarbeiten lassen und leichter einprägen als abstrakte Sachverhalte.

Informationen, in Form narrativer Erzählweisen präsentiert, werden selektiv verinnerlicht und können auf Einstellungen und Verhalten nachwirken. Die Forschung zeigt, dass Narrationen auf sehr subtile Weise überzeugen können, wenn Erzählhandlung und Zielinformationen so eng wie möglich miteinander verknüpft sind. Rezipienten übernehmen auch schwache Argumente und offensichtlich unsinnige Überzeugungen, wenn diese narrativ vermittelt werden. Die stärksten Persuasionsmechanismen sind — laut Forschung — reduziertes Gegenargumentieren und unterbundene Reaktanz (18).

  • Warum sind Staat, Wissenschaft und Medienbetriebe in der heutigen, sich als aufgeklärt begreifenden Gesellschaft eigentlich so dringend darauf angewiesen, dass Rezipienten bestimmte Informationen nicht nur verstehen und möglichst ohne Beanstandung und Widerspruch glauben, sondern auch verinnerlichen? Warum darf der Rezipient, nachdem er die aktuellen Nachrichten, den belehrenden Kommentar, den bebilderten Bericht oder die Reportage zur Kenntnis genommen hat, nicht einfach seine Schlüsse ziehen und die Botschaft wieder vergessen? Bei der Masse an Informationen, die beispielsweise das Internet zur Verfügung stellt, ist die Fähigkeit, das Gelesene, Gehörte oder Gesehene zu verstehen und zu behalten, sowieso reduziert.
  • Warum beschäftigt das Pentagon um die 27.000 Personen, die ausschließlich für Öffentlichkeitsarbeit — PR, Werbung, Rekrutierung — und das mediale Aufpolieren der US-Kriege zuständig sind? Tom Curley, ehemaliger Chef der US-amerikanischen Nachrichtenagentur AP, kritisierte 2009 in einem Vortrag vor Journalisten den Druck des US-Verteidigungsministeriums auf seine Berichterstatter in Kriegsgebieten. AP-Recherchen zufolge kosteten die PR-Maßnahmen des Militärs die Steuerzahler jährlich 4,7 Milliarden Dollar (19).

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Manipulation mit der „Lebenserwartung“ in der Rentendiskussion

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24-10-19 08:14:00,

In ihrem aktuellen Monatsbericht empfiehlt die Bundesbank eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters bis 2070 auf 69⅓ Jahre. Begründet wird dies vor allem mit der angeblich stark steigenden Lebenserwartung der Bundesbürger. Doch diese Argumentation ist nicht haltbar. Seit einigen Jahren steigt die offizielle statistische Lebenserwartung nämlich nicht, sondern sie stagniert. Zudem ist die statistische Vorhersage der Lebenserwartung keine genaue Berechnung, sondern eine höchst ungenaue und manipulationsanfällige Modellrechnung, die sich schon in der Vergangenheit als äußerst fehlerbehaftet herausgestellt hat. Von Jens Berger.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Die Themen Rentenpolitik und Demographie sind seit Gründung der NachDenkSeiten Schwerpunktthemen unserer Seite. In zahlreichen Artikeln (z.B. hier, hier, hier oder hier) haben wir uns bereits kritisch mit der Erhöhung des Renteneintrittsalters beschäftigt. Erst im Juni hat Albrecht Müller anhand einer Ausgabe des Presseclubs auf die Manipulation bei der Debatte um die Erhöhung des Renteneintrittsalters hingewiesen. Diese Artikel sind auch heute noch ohne Abstriche gültig und bieten eine breite Vertiefung des Themas.

Es gibt wohl keine statistische Größe, die derart missverständlich ist, wie die Angaben zur Lebenserwartung. Bei der Ermittlung dieser Zahl wird anhand der vergangenen und aktuellen Sterbetafeln mit Modellannahmen die Sterbehäufigkeit in der Zukunft prognostiziert. Was auf den ersten Blick wie eine präzise Berechnung aussehen mag, ist bei näherer Betrachtung jedoch eine recht willkürliche Modellrechnung, bei der im Wesentlichen die Entwicklungen der Vergangenheit auf die Zukunft extrapoliert werden. Hinzu kommt, dass auch die „gesicherten“ Daten der Vergangenheit alles andere als präzise und verlässlich sind.

Die einzige wirklich größtenteils präzise Größe bei der gesamten Modellrechnung sind die offiziell gemeldeten Todesfälle in den jeweiligen Berichtsjahren. Das erste Problem taucht aber bereits an dem Punkt auf, an dem man aus den gemeldeten Todesfällen die jährliche Sterblichkeitswahrscheinlichkeit einer bestimmten Altersgruppe (Sterbetafeln) berechnen will. Denn dafür bräuchte man eine zuverlässige Aufstellung, wie viele Bürger es in den jeweiligen Geburtsjahrgängen überhaupt gibt. Und genau hier weist das statistische Modell bereits die erste große Lücke auf. So hat die letzte große Volkszählung (Zensus 2011) ergeben, dass die offizielle Bevölkerungszahl um mehr als 1,5 Millionen Einwohner zu hoch ist.

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Die Manipulation der Massen

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24-08-19 06:26:00,

„Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche herrschende Gedanken, das heißt die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht.“ — Karl Marx in „Die deutsche Ideologie“

Worüber ist zu sprechen, wenn man über Herrschaft spricht? Zuerst einmal sicher über den Begriff der Herrschaft selbst. Was also ist, was beschreibt und meint sie, die Herrschaft? Nach Max Weber vor allem die „Chance, für einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren Personen Gehorsam zu finden.“

Gemeint ist mit diesem Begriff also nicht nur die mittels direkter Gewaltandrohung erzwungene Unterwerfung von Menschen unter fremde Interessen und Mächte. Gemeint ist vielmehr jede, ein Gefälle von oben und unten, von Macht und Ohnmacht, von Ausbeutung und Ausnutzung organisierende und legitimierende gesellschaftliche wie individuelle Operation.

Aktuell mag sich die Herrschaftsform, nach der unsere Gesellschaft organisiert ist, zwar zu Recht als parlamentarische Demokratie bezeichnen, es ist damit jedoch nicht gesagt, dass Herrschaft und Machtstrukturen deswegen als solche nicht mehr existent und wirksam wären.

Herrschaft hat sich vielmehr modernisiert und geht heutzutage mit größerer Legitimation bei den Beherrschten einher. Sie organisiert sich dabei subtil bis in die Individuen und ihr Handeln hinein, das diese sodann als ihre „freie Entscheidung“ erleben.

„Was weiß ich schon von mir, wenn ich nicht weiß, dass das Bild, das ich von mir selbst habe, zum größten Teil ein künstliches Produkt ist und dass die meisten Menschen — ich schließe mich nicht aus — lügen, ohne es zu wissen? Was weiß ich, solange ich nicht weiß, dass ‚Verteidigung’ Krieg bedeutet, ‚Pflicht’ Unterwerfung, ‚Tugend’ Gehorsam und ,Sünde’ Ungehorsam? Was weiß ich, solange ich nicht weiß, dass die Vorstellung, dass Eltern ihre Kinder instinktiv lieben, ein Mythos ist? Dass Ruhm nur selten auf bewundernswerte menschliche Qualitäten und häufig nicht auf echte Leistungen gründet? Dass die Geschichtsschreibung verzerrt ist, weil sie von den Siegern geschrieben wird? Dass betonte Bescheidenheit nicht unbedingt ein Beweis für fehlende Eitelkeit ist? Dass Liebe das Gegenteil von heftiger Sehnsucht und Gier ist? Was weiß ich schon von mir, wenn ich nicht weiß, dass jeder versucht, schlechte Absichten und Handlungen zu rationalisieren, um sie edel und wohltätig erscheinen zu lassen? Dass das Streben nach Macht bedeutet, Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe mit Füßen zu treten? Dass die heutige Industrie-Gesellschaft vom Prinzip der Selbstsucht,

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Länder schwächen durch Manipulation der Demokratie

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13-08-19 10:32:00,

Es ist jetzt systematisch: wenn Menschen jeglicher Art ihren Widerstand gegen die Macht ihres Landes zum Ausdruck bringen (außer in den “Fünf Augen” Ländern [1]), gleichgültig welches Land, übernehmen NED-nahe Gruppen ohne deren Wissen die Kontrolle über die Demonstranten.

Diese Strategie hat nichts mit der besonderen Situation der betroffenen Länder zu tun, noch mit der Legitimität oder der Unrechtmäßigkeit der Forderungen.

- In Hongkong hat die Unabhängigkeitsbewegung die Flagge der ehemaligen Kolonialmacht, des Britischen Empires, gewählt.

- In Russland, in Moskau, haben Leute, die Google auf ihren Mobiltelefonen nutzten, nichtgeforderte Nachrichten erhalten, mit denen sie aufgefordert wurden, mit genauer Angabe der Treffpunkte an verbotenen Demonstrationen teilzunehmen.

- In Frankreich wird die Gelbjacken-Bewegung von einer Gruppe infiltriert, die der George Soros-Galaxie angehört und die die Pariser ” Nuit debout!“-Bewegung fortsetzt: “Gehirne nicht verfügbar” (Foto).

Nicht alle Unterstützer sind gut. Diese Gruppen zielen nur darauf ab, diese Länder zu schwächen und nicht die Forderungen dieser Demonstranten zum Sieg zu führen.

Übersetzung
Horst Frohlich

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Die Manipulation der Massen

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31-07-19 10:49:00,

Facebook will bei den Überwachungs- und Zensurmaßnahmen direkt in den Kommunikationsanwendungen ansetzen — vor allem bei WhatsApp. Dadurch entfällt für die US-Behörden — wie auch für Facebook — das aufwendige Suchen nach Sicherheitslücken in Geräten und Software, die es erlauben, Schadcodes oder eben Überwachungssoftware einzuschleusen. Zudem werden Sicherheitslücken in der Regel nach einiger Zeit gepatcht. Letzteres ist nun nicht mehr relevant und damit auch keine Hilfe mehr, da die neue Vorgehensweise eine völlig andere ist.

In dem Forbes-Bericht des AI- und Big-Data-Spezialisten Kalev Leetaru mit dem Titel „Die Verschlüsselungsdebatte ist vorbei — Tot in den Händen von Facebook“ heißt es unter anderem zu dem Vorstoß des US-Internetkonzerns (1):

„Historisch war das Kompromittieren von Endgeräten ein teurer und komplexer Prozess, getrieben von einem Katz- und Maus-Spiel mit Hardware- und Software-Herstellern, um Schwachstellen zu finden, die genutzt werden konnten, um sie (Überwachungs- und Schadprogramme, Anmerkung des Übersetzers) aus der Ferne zu installieren und die notwendigen Privilegien auf dem Gerät zu erhalten.

Solche Versuche sind schwer zu skalieren, und je mehr Geräte infiziert sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Schwachstelle entdeckt und gepatcht wird.

Als Problemlösung stellte Facebook Anfang des Jahres erste Ergebnisse seiner Bemühungen, eine globale Massenüberwachungsinfrastruktur direkt auf die Geräte der Nutzer zu bringen, wo diese die Schutzmechanismen einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung umgehen kann, vor.

In Facebooks Vision soll der tatsächliche Ende-zu-Ende-Verschlüsselungsclient — wie WhatsApp — eingebettete Content-Moderation und Blacklist-Filteralgorithmen enthalten. Diese Algorithmen werden kontinuierlich von einem zentralen Cloud-Service upgedatet, die aber lokal auf dem Gerät des Nutzers laufen. Sie scannen jede Klartext-Nachricht, bevor sie gesendet wird und jede verschlüsselte Nachricht, nachdem sie entschlüsselt wurde.

Das Unternehmen wies sogar darauf hin, dass es, wenn es Verstöße (von Facebook oder den Behörden definierte Inhalte, Anmerkung des Übersetzers) entdeckt, eine Kopie des zuvor verschlüsselten Inhalts unbemerkt kopieren und zu zentralen Servern für eine weitere Analyse senden wird, auch wenn der Nutzer dem widersprochen hat — was es zu einem richtigen Telekommunikationsüberwachungsdienst macht.“

Der Forbes-Artikel spricht in diesem Zusammenhang von „maschinenbasierter Überwachung von Milliarden Nutzern gleichzeitig“. Die Ausweitung der Überwachung auf andere Apps und das ganze Telefon — „Smartphone“ — kommt dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als nächster Schritt, so die Prognose des Forbes-Berichts:

„Während sich einige Telefonhersteller davon distanzieren konnten,

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Die Manipulation der Massen

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06-07-19 08:47:00,

Macht und Angst gehören in der politisch-gesellschaftlichen Welt eng zusammen (1). Macht bedeutet das Vermögen, seine Interessen gegen andere durchsetzen zu können (2) und andere dem eigenen Willen zu unterwerfen. Macht hat also für den, der sie hat, viele Vorteile und für diejenigen, die ihr unterworfen sind, viele Nachteile. Macht löst bei den ihr Unterworfenen häufig Gefühle aus, von der Macht überwältigt und ihr gegenüber ohnmächtig zu sein. Macht erzeugt also Angst. Da Angst selbst wiederum Macht über die Geängstigten ausübt, haben diejenigen, die es verstehen, Angst zu erzeugen, eine sehr wirkungsvolle Methode, auf diese Weise ihre Macht zu stabilisieren und zu erweitern.

Angsterzeugung ist ein Herrschaftsinstrument, und Techniken zum Erzeugen von gesellschaftlicher Angst gehören zum Handwerkszeug der Macht. Diese Einsicht ist so alt wie die Zivilisationsgeschichte. Der große griechische Historiker Polybios (um 200 bis 120 vor unserer Zeit) bemerkte, dass zur Machtausübung die Masse im Zaum gehalten werden müsse durch „diffuse Ängste und Schreckensbilder“ (3). Jedoch müssen auch die Herrschenden Angst haben, durch Aufstände und Revolutionen ihrer Untertanen ihre Macht zu verlieren.

Der Philosoph der Aufklärung David Hume stellte 1741 lakonisch fest: „Nichts ist überraschender als die Leichtigkeit, mit der sich die Vielen von den Wenigen regieren lassen, … denn die GEWALT ist immer auf der Seite der Regierten.“ Dieses „Wunder“ bedürfe einer Erklärung — und Hume sah sie in einer geeigneten Manipulation der Meinungen. Für die Zwecke einer Machterhaltung ist freilich ein anderes Mittel, das sehr viel tiefere Wirkungen im psychischen Gefüge hat, unvergleichlich wirksamer: die Erzeugung von Angst.

Bereits in der Antike wurde erkannt, dass diejenigen, die Macht ausüben wollen, nur die Möglichkeit haben, „Angst zu erzeugen oder Angst zu erleiden“ (4). Mit dem Bedürfnis nach Macht sind einige der dunkelsten Seiten des Menschen verbunden. Unermessliche Blutspuren der Geschichte legen Zeugnis davon ab, dass der menschliche Hunger nach Macht unersättlich ist. Zivilisatorischer Fortschritt bedeutet also vor allem, Wege zu finden, gesellschaftliche Schutzbalken gegen die Exzesse von Macht zu errichten und Macht so einzuhegen, dass nicht einfach der Stärkere über den Schwächeren herrschen kann.

Gerade aus diesen Bemühungen um eine radikale zivilisatorische Einhegung von Macht erwuchs die Idee der Demokratie. Sie beruht auf dem Versuch, angemessene Konsequenzen aus den historischen Erfahrungen zu ziehen und auf der Basis eines egalitären Grundprinzips Herrschaft zu vergesellschaften. Drei Versprechen gehen mit der Demokratie einher:

  1. ein Versprechen auf politische Selbstbestimmung,

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Von der automatisierten Manipulation zur Manipulation der Automatisierung

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17-02-19 07:34:00,

Die Teilblindheit unseres Lebens und unserer Bedürfniserfüllung dient als Tor unbewusster Einflussnahme

Ein großer Teil unserer Wahrnehmung und ihrer Weiterverarbeitung geschieht unbewusst, denn unser Gehirn muss mit seinen Ressourcen haushalten. So gesehen gehen wir teilweise blind durchs Leben. Wir sind – wie es psychologisch heißt – unaufmerksamkeitsblind. Das können wir bei uns selbst oder in Experimenten beobachten. Nichts zeigt diese unerträgliche Automatisierung unseres Seins jedoch so deutlich, wie das sogenannte Blindsehen bei Menschen: Sie haben keine bewussten Seheindrücke, glauben also blind zu sein, reagieren jedoch auf Wahrnehmungsreize und können z.B. Hindernissen ausweichen.

Die Teilblindheit unseres Lebens und unserer Bedürfniserfüllung dient als Tor unbewusster Einflussnahme. Diese Manipulation geschieht beispielsweise durch Politiker, zum Vorteil Einzelner oder der Gemeinschaft. Gerade wenn es um das größte Einfallstor der Manipulation – die Bedürfniserfüllung – geht, ist jedoch die Manipulation zur Konsumation besonders ausgeprägt. Wir spüren, wenn wir beeinflusst werden, da Gefühle die wichtigste Kommunikationsform unseres (manipulierten) Unbewussten sind, aber wir wissen in der Regel nicht, dass es passiert – zumindest nicht im Moment.

Wir sind immer – mehr oder weniger – unaufmerksamkeitsblind. Zumindest können wir im Nachhinein über manipulierende Aussagen und ihr Auslösen von Angst oder Freude reflektieren. Wir haben also immerhin die Möglichkeiten, Beeinflussungen zu erkennen und uns vor weiterer Manipulation zu wappnen. Das wird sich mit der technischen Durchdringung des Alltags ändern, ob zum Positiven oder Negativen liegt in unserer Hand.

Denn genauso wie das automatisierte Unbewusste unseres Leben die Durchführung von routinierten Tätigkeiten erleichtert, indem unser Bewusstsein nicht eingreifen muss, kann uns auch die technische Automatisierung im Alltag unterstützen. Wir kennen und schätzen unsere Helfer, ob das unser Smartphone oder Navigationssystem ist. Andererseits kann der Unterschied zwischen Helfen und Bevormunden auch in technischen Unterstützungssystemen gering werden. Denn um uns zufrieden zu stellen, wollen uns die virtuellen Helfer immer besser kennen lernen, um es euphemistisch auszudrücken.

Wir kennen das bereits von Google, Facebook und Amazon: Unser Internet-Verhalten wird automatisch erfasst, damit uns angepasste Inhalte präsentiert werden können. Ob uns diese Inhalte gefallen oder nicht, melden wir direkt oder indirekt zurück (Kauf, Klick etc.). Durch diese Feedbackschleife lernen solche Systeme immer besser, was sie uns präsentieren müssen, um unsere Bedürfnisse anzusprechen, und wissen implizit dadurch auch immer besser, wie sie unsere Bedürfniserfüllung –

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Ukraine: Manipulation eines Bundestagsprotokolls

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17-02-19 11:21:00,

Plenarsaal mit den Stenografenplätzen (Bildmitte). Bild: J. Tauss

Warum geht die Bundesregierung nicht gegen die ukrainische “Mirotworez”-Liste vor?

Noch immer werden alle Sitzungen im Plenum des Deutschen Bundestags stenografisch festgehalten. Von jenen Damen und Herren, die im Halbrund vor dem Rednerpult ihre Plätze haben. Sie übersenden die jeweiligen Aufzeichnungen später an Rednerinnen und Redner, die sie dann nochmals bestenfalls auf eventuelle “Verhaspler” überprüfen und erforderlichenfalls korrigieren können.

Allerdings dürfen diese Korrekturen gemäß Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages “den Sinn der Rede oder her einzelnen Teile davon nicht verändern” (§118 GO- BT).

Damit soll sichergestellt sein, dass das tatsächliche Sitzungsgeschehen korrekt wiedergegeben wird. Umso inakzeptabler ist es dann aber, wenn der Bundestag gegen seine eigenen Vorschriften verstößt.

Jetzt flog ein eklatanter Fall eines Verstoßes aus dem Jahr 2017 auf – die Vorgänge sind aber noch immer aktuell. Äußerungen des Staatsministers im Auswärtigen Amts, Michael Roth (SPD) wurden gegenüber dem tatsächlichen Verlauf der Bundestagsfragestunde schon damals massiv verändert. Dies ergab ein Vergleich des Videos vom Sitzungsgeschehen:

Dieses Originalvideo unterscheidet sich erheblich und nicht nur in Details vom dann tatsächlich veröffentlichten schriftlichen Sitzungsprotokoll.

Inhaltlich ging es bei Fragen des Abgeordneten Andrej Hunko (Linke) um die “Mirotworez”-Liste der Ukraine. Das ist jene Liste der “Staatsfeinde” der Ukraine, auf der Hunko selbst, aber auch tausende weiterer Namen, aufgeführt sind. Zwei davon wurden bereits ermordet (Die Bundesregierung und die 5.400 Staatsfeinde der Ukraine).

Die Bundesregierung, auch Staatsminister Roth, behaupten immer wieder und offensichtlich wahrheitswidrig, diese Liste sei allein das Werk einer ominösen “Nichtregierungsorganisation”, die mit der gut befreundeten ukrainischen Regierung somit nichts zu tun habe. Sie könne das unsägliche Machwerk daher auch nicht vom Netz nehmen. Doch auch das stets verharmlosende Auswärtige Amt weiß, dass die Liste den Behörden der Ukraine nicht nur zugänglich ist, sondern von ihnen ausdrücklich unterstützt wird. Dies betrifft den Geheimdienst, die Grenzsicherung und das Innenministerium.

Im Gegensatz zu allen anderweitigen Behauptungen des Auswärtigen Amts steckt zudem unmittelbar Innenminister Arsen Avakov, der auch dafür warb und das Vorgehen verteidigte, dahinter: “Ich unterstütze Myrotworez.” Trotz Kenntnis dieser Aussagen behauptet nicht nur Roth weiter unverdrossen, dass die Regierung der Ukraine die “Sorge der Bundesregierung”

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Die Manipulation der Massen

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23-11-18 02:03:00,

Erinnert sich noch jemand daran, wie unsere Justizministerin Frau Barley sich in der Folge des Cambrige-Analytica-Skandals über Facebook empört hat und ankündigte, dass jetzt aber wirklich Maßnahmen ergriffen würden (1)? Hat jemand mitgekommen, ob danach tatsächlich etwas geschehen ist? Dass die der SPD angehörende Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli ihren Facebook-Account geschlossen hat, ist doch sicher eine Folge der Empörung von Frau Ministerin Barley. Ach nein, Frau Chebli hat ihn wegen einer Vielzahl von Hass-Nachrichten deaktiviert. „Mein Facebook-Account hat sich zu einem Tummelplatz für Nazis und Extremisten aller Couleur entwickelt“, sagte die SPD-Politikerin der Bild-Zeitung (2). Der Bild-Zeitung! Dem Fachblatt für Ausgewogenheit, Achtsamkeit und Rücksichtnahme.

Trotz der vielen Ankündigungen und der Fülle der von Facebook im öffentlichen Raum geschalteten Werbung hat sich bei Facebook nichts geändert: „Facebook löschte kurz vor den US-Wahlen hunderte oppositionelle Seiten. Begründung: ‚Politische Propaganda‘. Gleichzeitig sperrte Twitter damit verbundene Accounts. Ein Beispiel für Noam Chomskys ‚Manufacturing Consent‘“ (3). Wenn es Facebook oder Twitter nicht passt, werden Meinung und Information einfach unterdrückt. Die Nutzer haben praktisch keine Chance, die Löschung oder die Sperrung rückgängig machen zu lassen.

Selbstverständlich ist auch Google erneut auffällig geworden (4). Bei dem von Google betriebenen „sozialen“ Netzwerk g+ hat es ein Datenleck gegeben, von dem ungefähr 500.000 Nutzerinnen und Nutzer betroffen waren. Das Leck ist im März dieses Jahres gefunden worden und nach Angaben von Google sofort geschlossen worden. Informiert wurde die Öffentlichkeit aber erst im Oktober, Google teilte dabei auch gleich mit, dass g+ geschlossen wird. Die Nutzerinnen und Nutzer sollen doch sehen, wo sie bleiben. Leider ist auf g+ ein recht großer Anteil von Menschen unterwegs gewesen, den hätte klar sein können, dass man sich nicht mit einem Ausforschungskonzern einlässt. Deutlich geworden ist erneut, dass es Google nicht darauf ankommt, den Leuten einen Dienst anzubieten, es geht nur um ihre Daten.

Diesmal in Brasilien. Im Vorfeld der zweiten Runde der Präsidentenwahl wurden Millionen von WhatsApp-Nachrichten verschickt, die für den rechtsextremen Kandidaten Bolsonaro warben, der dann leider auch gewählt wurde. Die Empörung in der Qualitätspresse war doch sicher groß? Nein, es gab keine und auch keine russische Einmischung. Gewählt wurde ja der richtige Kandidat.

Die Aufzählung von Vorkommnissen könnte noch fortgesetzt werden und immer finden sich mehr oder weniger Menschen, die sich darüber empören. Oftmals wird die Empörung allerdings auf Facebook oder Twitter geäußert,

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Manipulation am Edelmetall-Futuremarkt: JP Morgan-Banker bekennt sich vor Gericht schuldig | www.konjunktion.info

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13-11-18 01:46:00,

Ein Investmentbanker von JP Morgan hat sich dieser Tage schuldig bekannt, am Futuremarkt für Edelmetalle manipuliert zu haben. John Edmonds gab zu, Kunden von JP Morgan betrogen zu haben, weil diese so naiv waren zu glauben, dass an der COMEX und an anderen Börsen die Kunden fair behandelt werden:

Als Teil seines Plädoyers gab Edmonds zu, dass er sich ab ungefähr 2009 bis 2015 mit anderen Edelmetallhändlern der Bank zusammengetan hat, um die Märkte für Gold-, Silber-, Platin- und Palladium-Futures-Kontrakte zu manipulieren, die an der New York Mercantile Exchange Inc. (NYMEX) und an der Commodity Exchange Inc. (COMEX) gehandelt werden, bei denen es sich um Warenbörsen handelt, die von der CME Group Inc. betrieben werden.

Edmonds und seine Kollegen aus der Edelmetallabteilung der Bank gaben routinemäßig Aufträge für Edelmetall-Futures-Kontrakte mit der Absicht auf, diese vor der Ausführung (den Spoof-Orders) zu annullieren, so [Edmonds].

Diese Handelsstrategie sollte allerdings durch das Platzieren der Spoof-Orders wesentlich falsche und irreführende Liquiditäts- und Preisinformationen in die Märkte für Edelmetall-Futures-Kontrakte einbringen, um andere Marktteilnehmer über die Existenz von Angebot und Nachfrage zu täuschen. Die Spoof-Orders sollten den Preis von Edelmetall-Futures-Kontrakten künstlich in eine Richtung bewegen, die für Edmonds und seine Mitverschwörer bei der Bank günstig war, zum Nachteil anderer Marktteilnehmer.

Als sich Edmonds für schuldig bekannte, gab er zu, dass er diese betrügerische Handelsstrategie von erfahrenen Tradern der Bank gelernt hatte, und er setzte diese Strategie mit dem Wissen und der Zustimmung seiner direkten Vorgesetzten hunderte Male ein.

(As part of his plea, Edmonds admitted that from approximately 2009 through 2015, he conspired with other precious metals traders at the Bank to manipulate the markets for gold, silver, platinum and palladium futures contracts traded on the New York Mercantile Exchange Inc. (NYMEX) and Commodity Exchange Inc. (COMEX), which are commodities exchanges operated by CME Group Inc.

Edmonds and his fellow precious metals traders at the Bank routinely placed orders for precious metals futures contracts with the intent to cancel those orders before execution (the Spoof Orders), he admitted.

This trading strategy was admittedly intended to inject materially false and misleading liquidity and price information into the precious metals futures contracts markets by placing the Spoof Orders in order to deceive other market participants about the existence of supply and demand.

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Die Manipulation der Massen

Die Manipulation der Massen

26-10-18 04:36:00,

Wollen wir uns den garantiert empathiefreien Eiertanz der Paarläufer Miosga/Maas noch einmal gemeinsam anschauen, lieber Nachbar? Obwohl dein Parteigenosse, der Soozi Heiko Maas, auch hier wieder nur den starken Maxen markiert und nichts als Dünnbier bietet? Und obwohl Miosga es zwar formal salopp angehen lässt, den Gesprächsinhalt aber so lahm behandelt, dass du im Stehen einschläfst? Nimm also lieber Platz …

Ja, ein informatives Interview setzt eben gute Vorbereitung, Sachkenntnis und gedankliche Stringenz voraus. Hanns Joachim Friedrichs, Barbara Dickmann und sogar Ullrich Wickert hatten das drauf, als sie die Tagesthemen moderierten. Dann kamen Sabine Christiansen und dann Karen Miosga. Aber halt – in diesem Hause dulden wir keine Blondinenwitze!

Vielleicht ist es nützlich, kurz zu umreißen, was zum Zeitpunkt des Interviews als bekannt vorausgesetzt werden durfte, weil ja auch die transatlantischen Nachrichtenagenturen und US-Medien wie ABC-News, die New York Times, Fox News und Washington Post diesmal nicht geschwiegen hatten:

Der unbequeme Khasioggi, Mitarbeiter der New York Times und jüngst auch Kolumnist der Washington Post, war allen bekannten Umständen nach von einem eigens eingeflogenen 15 Mann starken saudischen Killerkommando umgebracht worden (2), dem auch Saudi-Arabiens Chef-Forensiker angehört hatte. Der habe sein Opfer regelrecht geschlachtet, es sei bei lebendigem Leib zerlegt worden. Khasioggi habe „sieben Minuten gebraucht, ehe er starb“ (3). Der Mediziner habe seinen Mittätern zuvor geraten, während der grausigen Prozedur Kopfhörer aufzusetzen und wie er selbst Musik zu hören. Türkische Ermittler hätten das alles nach Auswertung ihrer umfangreichen Audioaufzeichnungen berichtet (4).

Das Audiomaterial sei dem US-Außenminister bei seinem Kurzbesuch in Ankara vorgespielt worden, verlautet aus Kreisen der CIA (5). Er habe sogar ein Transkript der Tonaufzeichnung erhalten (6, 7). US-Präsident Trump bestreite jedoch, dass seinem Minister solches Beweismaterial zur Kenntnis gelangt sei (8). Er halte vielmehr die aktuelle Darstellung der Saudis für glaubhaft. Es passt allerdings nicht dazu, dass er seinen Außenminister nach Ankara und nach Riad auf Recherche geschickt hatte und anschließend seinen Finanzminister Steven Mnuchin anwies, der Einladung des Saudi-Kronprinzen Mohammed bin Salman zu einer großen Investorenkonferenz in Saudi-Arabien nicht zu folgen (9, 10).

Nach wie vor ist der Verbleib der Leiche Khasioggis ungeklärt. Sie wurde offenbar beseitigt; das Verschwinden widerlegt die Erklärung aus Riad, Khasioggi sei an den Folgen eines Faustkampfs gestorben. Von einer Nachfrage westlicher Regierungen, weshalb er denn nicht sofort ins nächste Krankenhaus gebracht wurde und warum keine ärztliche Sterbeurkunde mit Angaben zur Todesursache vorgelegt werde,

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NATO’s Manipulation Of The Macedonian Vote Exposes Its Modus Operandi

NATO’s Manipulation Of The Macedonian Vote Exposes Its Modus Operandi

06-10-18 11:35:00,

Authored by Andrew Korybko via Oriental Review,

Nearly two-thirds of Macedonian voters boycotted the faux referendum for changing their country’s constitutional name and facilitating its entry into NATO, yet the vehemence with which the bloc is still trying to get them to join exposes its Hybrid War and anti-democratic modus operandi.

NATO membership used to be motivated by a shared fear, however exploited, of a so-called “Soviet/communist threat” which made joining the military bloc a seemingly “natural” decision for the countries that did so during the Old Cold War. The US certainly pressured many of them behind the scenes, however, and it also exploited their membership for clandestine purposes such as embedding Gladio squads into their societies. The Soviet dissolution of 1991 removed the very reason for NATO’s existence, yet the organization survived and has been progressively reinventing itself throughout the subsequent two and a half decades.

At this point in time, it still functions as an anti-Russian alliance after the recent Western-initiated provocations of the New Cold War, but it’s also taken on so-called “anti-terrorist” functions by becoming what de-facto amounts to a recruitment center for American-backed mercenaries. Tiny European states that would otherwise have no interests in far-away battlefields such as Afghanistan have contributed a comparatively significant amount of their troops to this and other conflicts in order to advance America’s grand strategic interests, the success of which they’re told they also have a stake in.

The interim period between the Old and New Cold Wars from the 1990s until the early 2010s was marked by the rapid expansion of NATO eastward towards Russia’s borders as the bloc sought to partially rebrand itself as an “unquestionable” “rite of passage” for the EU-aspiring former communist countries of the former Warsaw Treaty. This was never anything more than an excuse for preparing the geopolitical ground in advance of the preplanned New Cold War, during which time the US would already have freedom of military operability all throughout Central and Eastern Europe up to the Russian frontier.

With most of Europe under America’s military control through NATO, it makes many people wonder why the organization is so vehement to see the tiny landlocked country of the Republic of Macedonia – which has a comparatively insignificant military as it is – join the bloc that around a dozen high-level state and military representatives travelled there last month to endorse the “name change” referendum that would subsequently facilitate its rapid entry into the group.

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Manipulation der Massen: Bewegen wir uns auf eine offene, gesellschaftliche Konfrontation zu? | www.konjunktion.info

Manipulation der Massen: Bewegen wir uns auf eine offene, gesellschaftliche Konfrontation zu? | www.konjunktion.info

08-09-18 08:11:00,

Der berühmte Spruch “Wasser predigen und Wein saufen.” wird gerne im Kontext von Aufforderungen durch Prominente, Politiker oder Unternehmer herangezogen, die dem einfachen Menschen Sparsamkeit, Rücksicht und Toleranz “angedeihen” lassen wollen, während sie selbst diametral handeln.

Dieses “Wasser predigen und Wein saufen.” passt natürlich auch bestens zur aktuellen politischen Lage in Deutschland.

Während Politik und Hochleistungspresse allerorten Toleranz, Miteinander und Rücksicht einfordern, wenn es um das Thema der Migranten geht, wird eine ganze Region, ein ganzer Bundesstaat an den Pranger gestellt. Sachsen erlebt gerade eine Pauschalisierung sondergleichen, die es so noch nie gegeben haben dürfte.

Sachsen und im Besonderen Chemnitz ist in den Augen unserer Politdarsteller und Redaktionsstubenauffüller zu einem Hort von Nazis, Rechten und Gewalttätern verkommen, die sich “zusammenrotten” (im Übrigens ein SED-/DDR-Sprech) und “Jagd auf Menschen” machen. Natürlich haben beide kein Problem damit 4,1 Millionen Menschen in einen Topf zu werfen, eine Pauschalisierung vorzunehmen, die schon sehr nahe am Tatbestand des Artikels § 130 Absatz 1 des Strafgesetzbuches “heran schrammt”.

Artikel 130 Absatz 1 StGB - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.dejure.orgArtikel 130 Absatz 1 StGB - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.dejure.org

Artikel 130 Absatz 1 StGB – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.dejure.org

Die bereits von PEGIDA bekannten Feindbilder wurden auch im Falle Chemnitz geschickt “aktiviert”, auch wenn immer mehr Informationen ans Tageslicht kommen (vom sächsischen Ministerpräsidenten bis zum sächsischen Justizministerium und der sächsischen Polizei), dass es eben zu keinen solchen Übergriffen gekommen ist. Selbst der Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen sagte in einem Bild-Interview, dass “dem Verfassungsschutz keine belastbaren Informationen darüber vorliegen, dass solche Hetzjagden stattgefunden haben”. Zudem fügte er hinzu, dass “keine Belege dafür vorliegen, dass das im Internet kursierende Video zu diesem angeblichen Vorfall authentisch ist” und dass “nach seiner vorsichtigen Bewertung gute Grunde dafür sprechen, dass es sich un eine gezielte Falschinformation handelt, um möglicherweise die Öffentlichkeit von dem Mord in Chemnitz abzulenken”. Wahrlich ganz starker Tobak.

Auch die neueste Entwicklung, die die DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld in ihrem Artikel Die ominösen Hitlergrüße vom 6. September aufzeigt, wirft weitere Fragen auf:

Vera Lengsfeld - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.vera-lengsfeld.deVera Lengsfeld - Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.vera-lengsfeld.de

Vera Lengsfeld – Bildquelle: Screenshot-Ausschnitt www.vera-lengsfeld.de

Schon Gustav LeBon schrieb in seinem Klassiker Psychologie der Massen davon,

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High Frequency 5G & The Manipulation Of All “Things” | Light On Conspiracies – Revealing the Agenda

High Frequency 5G & The Manipulation Of All “Things” | Light On Conspiracies – Revealing the Agenda

09-07-18 07:42:00,

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The 5G Controversy Exposed!

In this video, Jason Bermas breaks down the controversy surrounding 5G and how the technology differs from 4G, as well as what this means for the future. Our cell phones and devices have become such a part of everyday life that they are no longer even a secondary thought to health risks and other negative uses of the technology. The 5G controversy is exposed.

Re-Mind Me
by Ole Dammegard

‘Re-Mind Me’: The manual on how to dissolve the matrix, or how to reach enlightenment,or how to just live a better life.

Here is a simple guide that might help you unlock some of the most profound and deep secrets of your life. It is especially well suited for children, teenagers, adults, old timers and seekers of all ages.

It is a great tool to see if you are aware of what is going on in your life. What is real, and what isn’t? How do you deal with so
called good and bad? It might also help you make your life as easeful, peaceful and useful as possible.

Based on what might be universal truths, this game-manual gives you very valuable inside information that can change your life for the better – if you choose to listen.

Do you want to try out the game – or are you already playing it?
(With foreword by Nalanie Chellaram)

To preview the book click on the thumbnail below: 

 

Source:

WeAreChange

original article

 

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Wie kann man sich vor Manipulation und Meinungsmache schützen? Fortsetzung – www.NachDenkSeiten.de

Wie kann man sich vor Manipulation und Meinungsmache schützen? Fortsetzung – www.NachDenkSeiten.de

04-06-18 07:50:00,

Wie kann man sich vor Manipulation und Meinungsmache schützen? Fortsetzung

Veröffentlicht in: Aufbau Gegenöffentlichkeit, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Strategien der Meinungsmache

Albrecht Müller

Am 26. Juni 2015 erschien auf den NachDenkSeiten ein Artikel mit der oben wiederholten Frage: wie kann man sich vor Manipulation schützen? Das ist ein zentrales Anliegen der NachDenkSeiten. Die Kenntnis von Methoden der Manipulation zum Beispiel und von Fällen der Manipulation soll Ihnen helfen, von sich aus und rechtzeitig zu durchschauen, wie wir unentwegt manipuliert werden. Den damaligen Beitrag wiederholen wir im Anhang. Wir werden demnächst eine geordnete Sammlung der vielfältigen Methoden der Manipulation präsentieren. Heute folgt zunächst einmal aus aktuellem Anlass hier die Information zu zwei zurzeit unentwegt gebrauchten Methoden der Manipulation. Albrecht Müller.

Erstens: Der unentwegte Gebrauch von Worten, die mit einer Wertung, meist mit einer Abwertung versehen sind, jedenfalls Urteile transportieren sollen.

Bestes Beispiel ist der Gebrauch des Worten „Populist.“ In den Sendungen des ZDF und der ARD über die Regierungsbildung in Italien wurde in den letzten Tagen dieser Begriff unentwegte gebraucht. Ohne Gänsefüßchen, ohne Hinterfragung. Durch die Wiederholung wird dieser wertende Gebrauch dann zur Selbstverständlichkeit und zugleich quasi mit einem Verbot kritischer Einwände und Hinterfragungen belegt.

Nur zwei Beispiele:

Die Manipulationen sind gang und gäbe. Man muss sich fragen, ob sich die Journalisten, die dafür mit Namen und Gesicht Pate stehen, nicht schämen. Kenner der NachDenkSeiten werden sich nicht wundern, wenn ich an dieser Stelle anmerke, dass der Gebrauch des Wortes Gleichschaltung keine Übertreibung ist.

Zweitens: In der Addition von Viertel-Wahrheiten und Unwahrheiten werden diese zu einer „wahren“ Botschaft.

Die gezielt geplante und transportierte Botschaft lautet: die Russen sind böse, sie sind expansiv, ihnen ist alles zuzutrauen. Dazu werden unentwegt und vermischt eine Reihe von Geschichten erzählt: die Russen haben MH 17 abgeschossen, die Russen haben die Krim annektiert und damit den neuen Ost-West-Konflikt vom Zaun gebrochen; ihre Freunde haben auf dem Maidan Freiheitskämpfer erschossen; die Russen haben mit dem Krieg in Syrien begonnen; die Russen haben in Großbritannien ihren Landsmann und Doppelagenten plus Tochter vergiften wollen; die Russen haben einen Gegner Putins und Journalisten in Kiew umgebracht; Trump Putin Erdogan,

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Kriegerische Manipulation

Kriegerische Manipulation

13-04-18 08:25:00,

Bild

Quelle: Screenshot Twitter

Zwei im Internet kursierende, von den Terroristen gelieferte Bilder des angeblichen Giftgasangriffs – siehe oben – zeigen unterschiedliche Varianten der gleichen Situation. Zu sehen sind tote Frauen und Kinder. Beziehungsweise unfreiwillige Opferdarsteller: Hoffen wir, dass diese nur betäubt wurden. Schauen wir uns die Personen auf den beiden Bildern, die ja die gleiche Situation darstellen, an. Im rechten hat man einfach noch ein Baby dazugelegt. Auch andere Details unterscheiden sich bei den beiden Bildern.

Bild

Quelle: Screenshots Youtube

Zwei weitere Screenshots aus Videos zu derselben Situation zeigen ebenfalls unterschiedliche Varianten. Auch hier wird die gleiche Situation mit einer unterschiedlichen Anzahl an Darstellern bestritten: In dem linken Terroristenvideo sind ganz deutlich zwei Kinder mehr zu sehen. Allerdings ist das Baby des einen vorherigen Bildes dieses Mal nicht dabei.

Tatsächlich schaffen es die vom Westen als Propagandawerkzeug in den Syrienkrieg gebrachten Weißhelme und ihre Terroristenkumpels auch nach Jahren immer noch nicht, ordentliches Propagandamaterial zu liefern. Unseren Medien ist es egal, sie machen was draus.

Quellen und Anmerkungen:

(1) https://www.rubikon.news/artikel/die-ard-setzt-giftgas-ein

(2) http://blauerbote.com/2018/04/10/prof-meyer-im-ard-mittagsmagazin-duma-giftgasangriff-ist-faelschung-der-weisshelme/

(3) https://www.rubikon.news/artikel/terrorpaten-an-der-macht

Jens Bernert

Jens Bernert, Jahrgang 1974, ist studierter Geograph und Politikwissenschaftler mit Abschluss der Universität Mannheim und arbeitet seit zehn Jahren als Software-Entwickler im Java-Umfeld. In seiner Freizeit bloggt er unter anderem in seinem Weblog „Blauer Bote Magazin“ meist zu aktuellen politischen und zeitgeschichtlichen Themen. Außerdem macht er als DJ Underpop — in leider immer größeren Abständen — Mannheim und Heidelberg unsicher.

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Wie können wir uns gegen Manipulation und Irreführung schützen? Wie gewinnen wir die Freiheit unseres Denkens zurück? – www.NachDenkSeiten.de

Wie können wir uns gegen Manipulation und Irreführung schützen? Wie gewinnen wir die Freiheit unseres Denkens zurück? – www.NachDenkSeiten.de

04-02-18 09:25:00,

2. Februar 2018 um 13:27 Uhr | Verantwortlich:

Wie können wir uns gegen Manipulation und Irreführung schützen? Wie gewinnen wir die Freiheit unseres Denkens zurück?

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Friedenspolitik, Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Medienkritik, Strategien der Meinungsmache, Veranstaltungshinweise / Veranstaltungen

Am 27. Januar habe ich über diese Themen und insbesondere über die Strategien und Methoden der Manipulation und Irreführung auf einer Tagung in Kassel gesprochen. Die Rede finden Sie im Anschluss an diese Einführung. Dabei geht es um Ihre Freiheit. Um selbstständiges Denken. Das ist wichtig für Sie und für unser Land. Denn nur mit eigenständig denkenden Bürgerinnen und Bürgern gibt es gute politische Entscheidungen. Deshalb kommen wir auf den NachDenkSeiten sehr häufig auf die Strategien der Meinungsmache und auf die Methoden der Manipulation zu sprechen. So zum Beispiel hier in mehreren Videos. Albrecht Müller.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Podcast: Play in new window | Download

Und hier also die kurze

Rede des Herausgebers der NachDenkSeiten bei der IALANA-Tagung mit dem Thema „Krieg und Frieden in den Medien“ in Kassel am 27.1.2018

Thema: Was lernen wir, wie mit Propaganda umgehen?

Wie können wir uns gegen eine Manipulation unserer Einstellungen, Überzeugungen und Meinungen schützen?

Zum Anfang ein Kompliment: eine großartige Tagung haben Sie hier arrangiert. Die mal wieder nicht anwesenden etablierten Medien versäumen etwas.

Nun zur Sache, zu einem Thema, das sehr wichtig ist: Wie können wir uns gegen Manipulation schützen und wie können wir Menschen helfen, sich dagegen zu schützen?

Augenöffner war das netteste Kompliment für mein 2009 erschienenes Buch „Meinungsmache“. Ähnlich äußern sich Nutzer der NachDenkSeiten: Sie würden nach längerer Nutzung der NachDenkSeiten die Welt anders sehen. So auch einige Teilnehmer dieser Tagung im Gespräch.

Das ist eine für unser Thema einschlägige Beobachtung: Wer nach kurzer oder längerer Übung erkannt hat, dass und wie wir mit Manipulationen und Kampagnen bedrängt werden, ist gefeit gegen diese Art von Fremdbestimmung. Denn dann braucht man beim Versuch aufzuklären, nicht jeden Fall von Manipulation und Irreführung neu zu erläutern.

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