Die Masse – das sind die anderen • Anthroblog

13-04-21 09:05:00,

Zuletzt aktualisiert am 13. April 2021.

»Die Masse – das sind die anderen« ist ein Gastbeitrag von Vladimir Raichts.

Die UN-Agenda 21, der Great Reset und die Anthroposophie

Im Grunde ist alles ganz einfach. Wir brauchen die Zeitereignisse nur auf dem durch die Anthroposophie gegebenen Hintergrund zu betrachten, dass die Entwicklung der Individualität und ihr freies Sich-Wieder-Verbinden mit der geistigen Welt die unaufschiebbare Notwendigkeit der Gegenwart ist. Da diese Entwicklung den bestehenden Machtstrukturen von sogenannten Eliten entgegensteht, deren Absicht es ist, die Entwicklung zur Freiheit zu Gunsten des eigenen Machterhaltes und Zukunftsprogrammes mit absolut allen Mitteln zu verhindern, befinden wir uns tatsächlich im Krieg.

Die Fronten sind dabei oft undeutlich und Angriffe kommen aus unerwarteter Richtung. Wer mit der Anthroposophie verbunden ist, erlebte solche Überraschungen in letzter Zeit öfter im Kontext altehrwürdiger anthroposophischer Gründungen.

Zum Beispiel:

  1. Die GLS-Bank sperrte das Spendenkonto des »Demokratischen Widerstands«, einer Widerstandsbewegung der ersten Stunde gegen die Zerstörung der deutschen Verfassung, Gesellschaft und Wirtschaft unter der false flag einer Pandemie.
  2. Die Internationale Vereinigung Anthroposophischer Ärzte (IVAA) und die Medizinische Sektion am Goetheanum gaben im Rahmen einer unreflektierten Pandemie-Behauptung die Empfehlung zu einem als »Impfung« umetikettierten Giftcocktail aus Nervengiften, Nanopartikeln, GMOs und genetisch modifizierenden Substanzen.
  3. Der deutsche Demeter-Bund publizierte ein Statement, in welchem er sich von »Querdenkern« und anderen »rechten Verschwörungstheoretikern« auf das Schärfste distanziert und sämtliche Maßnahmen »zur Eindämmung der Pandemie« inklusive der »Impfung« vollumfänglich gutheißt.

Auch wenn es möglicherweise den Impf-Empfehlern inzwischen etwas mulmig geworden sein sollte angesichts der sich häufenden und nicht mehr vertuschbaren schweren Nebenwirkungen bei sämtlichen Impfstoffen: Ignoranz schützt vor Strafe nicht. Und wie soll man jemanden nennen, der nicht mal weiß, dass die »Impfung« in Wirklichkeit eine Gentherapie ist?

Wer dazu eine Empfehlung abgibt, könnte und sollte unter Umständen auch dafür haftbar gemacht werden.

Die o.g. Institutionen schließen sich also bereitwillig dem Narrativ an, welches Politik und Mainstream-Medien seit einem Jahr aus allen Rohren feuern. Das steht nicht nur konträr zum anthroposophischen Erkenntniswillen,

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Das Diktat der Masse

12-07-19 09:55:00,

Einerseits gibt es für das Individuum nichts Schlimmeres, als nicht authentisch zu sein, nicht sein eigenes, innerstes Selbst zu zelebrieren. Authentizität, das aus der Romantik stammende Ideal des Individualismus, ist für das Individuum der Ausdruck seiner Einzigartigkeit, Einmaligkeit, Besonderheit. Andererseits fühlt sich das kreischend selbstentblätternde Individuum als autonomes, unabhängig handelndes Wesen.

Für Georg Simmel, einem der Gründungsväter der Soziologie, machten Authentizität und Autonomie zwei Eigenschaften des Individualismus aus (1). Doch erst das ausgewogene Verhältnis von Autonomie, im Sinne von innerer Freiheit, der Ermöglichung einer individuellen Reflexionsfähigkeit und von Authentizität, der lebensgeschichtlichen Herausarbeitung der eigenen unverwechselbaren Eigenschaften, schaffe einen „gesunden“ Individualismus.

Gegenwärtig herrscht ein wahrer Hype um die Authentizität. Nicht authentisch zu sein, gleicht einer Sünde, fällt in die Kategorie eines gesellschaftlichen „No Go“.

Was früher der heilige Gral war, ist heute die Selbstoptimierung. Oder unverblümt gesprochen die Selbstausbeutung.

Der „neue Geist des Kapitalismus“ (2) wurde verinnerlicht, der äußere Zwang zum inneren transformiert, der Wille wurde auf Selbstausbeutung getrimmt.

Wer nicht Selbstfindungstrips und Therapeutensitzungen besucht, Techniken der Selbstvermessung und Selbstoptimierung benutzt, wird in die soziale Außenseiterecke gedrängt. Vielmehr entwickelt er Gefühle des Unbehagens und des Unwohlseins. Und weil der Selbstausbeuter nicht an ein Paradies im Jenseits glaubt, konzentriert er seine Schaffenskraft weiterhin auf seine Authentizität, oder was ihm als die „Verwirklichung“ des Selbst verkauft wird. Indem er sich dem gesellschaftlichen Willen beugt, meint er seinem wahren Selbst näher zu kommen.

Was für den Drogensüchtigen Kokain, Heroin oder Speed sind, ist für den Selbstverwirklicher die Wärme der Herde. Sie bietet ihm Schutz, inmitten der Anderen fühlt er sich geborgen. Wie der „vom Affen Besessene“ redet auch er sich ein, nicht abhängig, sondern autonom zu sein. Das erleichtert das Gewissen immens. Oder schlimmer: er fühlt sich in dieser Rolle wohl. Weil er keine Verantwortung trägt, muss er die Folgen seiner Handlungen nicht berücksichtigen. Der Soziologe Zygmunt Bauman (3) sprach von einer „Adiaphorisierung“.

Dieses Abwälzen von Verantwortung auf Andere beobachtete bereits in den 1960er Jahren der Sozialpsychologe David Riesman. Er sprach vom „außengeleiteten“ Individuum, ohne eigenen Kompass, ohne eigene Werte und Prinzipien, dafür aber mit einer felsenfesten Orientierung an die Anderen. Sie sagen ihm, was es fühlen und denken, wie es denken und handeln soll. Die Herde, im Gewand des Fitnesstrackers, ruft: „Laufe täglich mindestens 200 Schritte,

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