Kritische Massen auf den Straßen der Hauptstadt! | KenFM.de

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04-09-20 07:36:00,

Das System „Marktkonforme Demokratie“ in der BRD stößt auf immer massiveren Widerstand in der Mitte der Gesellschaft. Die beiden Großdemonstrationen Anfang und Ende August 2020 in der Hauptstadt haben, sowohl was die Zahl der Teilnehmer als auch die Zusammensetzung des Publikums angeht, gezeigt, hier ist die sonst eher unpolitische bürgerliche Mitte auf der Straße. Diese Menschen lassen sich lange viel gefallen, aber nicht immer alles. Ab Punkt X erheben sie sich dieser Bürger.

Die Corona-Maßnahmen kann man in diesem Zusammenhang als Zünder verstehen. Gezündet wird dabei ein Sprengstoff, der von der Regierung selber zusammengerührt wurde, als man begann immer mehr Bürger auf immer mehr Gebieten von politischer Mitbestimmung dauerhaft auszuschließen.

Wer die Demokratie an der Spitze der Machtpyramide verrät, muss damit rechnen, dass sie durch Demokraten an der Basis verteidigt wird. Ken Jebsen begrüßt dieses sich Erheben der Massen ausdrücklich. Die Geschichte darf sich nicht wiederholen. Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Lasst uns als Bürger auf der Straße bleiben, damit auch unsere Kinder und Enkel in einem Land leben können, das noch als Demokratie erkennbar ist.

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Veröffentlicht am: 4. September 2020

Anzahl Kommentare: 4 Kommentare

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Die Psychologie der Massen

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30-03-20 08:55:00,

Vieles muss nicht neu gesagt oder neu formuliert werden. Es muss nur daran erinnert werden, dass es schon gedacht, gesagt, geschrieben und gezeigt wurde. Es muss dem Vergessen und der Informationsflut entrissen werden.

Eine Reihe der Erkenntnisse beziehen sich insbesondere auf die Kriegspropaganda, aber sie gelten darüber hinaus. Sie können helfen zu verstehen, was derzeit geschieht — und inzwischen wurde ja ein „Krieg gegen das Virus“ schon ausgerufen.

Deshalb folgt eine Reihe von Zitaten. Diese sind nicht zum „Nachbeten“ gedacht, sondern sie sollen zeigen, mit welchen Mustern wir es auch in der „Corona-Krise“ zu tun haben. Sie können helfen, eben diese Muster und die angewendeten Mechanismen besser zu erkennen.

Der Wahrnehmungs- und Kognitionsforscher Rainer Mausfeld beschrieb, wie Angst durch die propagandistische Erzeugung einer vorgeblichen Bedrohung erzeugt wird:

„(Dem) Zweck einer Verdeckung eigener Ziele und Absichten dient eine Angsterzeugung durch propagandistische Deklaration einer großen Gefahr X, der die Bevölkerung durch einen »Kampf gegen X« entschlossen entgegentreten müsse. Eine derartige propagandistische Warnung begleiten die staatlichen Apparate durch »die gegenwärtig alles beherrschende Verheißung des Schutzes vor Terrorismus und Bösem aller Art«. X kann dabei so ziemlich alles sein, was sich irgendwie wirksam zur Angsterzeugung nutzen lässt. X kann also für »Kommunismus« stehen, für Migranten, »Sozialschmarotzer«, Terrorismus, Fake News und Desinformation, Rechtspopulismus, Islamismus oder für irgendetwas anderes. Durch die propagandistische Ausrufung eines »Kampfes gegen X« lassen sich in »kapitalistischen Demokratien« gleichzeitig mehrere von den Zentren der Macht gewünschte Ziele erreichen: Zum einen wird der für Machtzwecke nutzbare Rohstoff »Angst« produziert, zudem lässt sich die Aufmerksamkeit sehr wirksam auf Ablenkziele richten, und schließlich lassen sich unter dem Vorwand eines Kampfes gegen X demokratische Strukturen abbauen und auf allen Ebenen der Exekutive und Legislative autoritäre Strukturen etablieren“ (1).

Edward Bernays, Neffe von Sigmund Freud, gilt als „Vater der Public Relations. In seinem Klassiker von 1928 „Propaganda“ hat er beschrieben, wie genau diese — heute unter dem neuen Etikett „Public Relations“ — funktioniert. Dazu gehört laut Bernays auch Folgendes:

„Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Organisationen, die im Verborgenen arbeiten, lenken die gesellschaftlichen Abläufe. Sie sind die eigentlichen Regierungen in unserem Land.

Wir werden von Personen regiert, deren Namen wir noch nie gehört haben.

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Die Manipulation der Massen

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24-08-19 06:26:00,

„Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche herrschende Gedanken, das heißt die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht.“ — Karl Marx in „Die deutsche Ideologie“

Worüber ist zu sprechen, wenn man über Herrschaft spricht? Zuerst einmal sicher über den Begriff der Herrschaft selbst. Was also ist, was beschreibt und meint sie, die Herrschaft? Nach Max Weber vor allem die „Chance, für einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren Personen Gehorsam zu finden.“

Gemeint ist mit diesem Begriff also nicht nur die mittels direkter Gewaltandrohung erzwungene Unterwerfung von Menschen unter fremde Interessen und Mächte. Gemeint ist vielmehr jede, ein Gefälle von oben und unten, von Macht und Ohnmacht, von Ausbeutung und Ausnutzung organisierende und legitimierende gesellschaftliche wie individuelle Operation.

Aktuell mag sich die Herrschaftsform, nach der unsere Gesellschaft organisiert ist, zwar zu Recht als parlamentarische Demokratie bezeichnen, es ist damit jedoch nicht gesagt, dass Herrschaft und Machtstrukturen deswegen als solche nicht mehr existent und wirksam wären.

Herrschaft hat sich vielmehr modernisiert und geht heutzutage mit größerer Legitimation bei den Beherrschten einher. Sie organisiert sich dabei subtil bis in die Individuen und ihr Handeln hinein, das diese sodann als ihre „freie Entscheidung“ erleben.

„Was weiß ich schon von mir, wenn ich nicht weiß, dass das Bild, das ich von mir selbst habe, zum größten Teil ein künstliches Produkt ist und dass die meisten Menschen — ich schließe mich nicht aus — lügen, ohne es zu wissen? Was weiß ich, solange ich nicht weiß, dass ‚Verteidigung’ Krieg bedeutet, ‚Pflicht’ Unterwerfung, ‚Tugend’ Gehorsam und ,Sünde’ Ungehorsam? Was weiß ich, solange ich nicht weiß, dass die Vorstellung, dass Eltern ihre Kinder instinktiv lieben, ein Mythos ist? Dass Ruhm nur selten auf bewundernswerte menschliche Qualitäten und häufig nicht auf echte Leistungen gründet? Dass die Geschichtsschreibung verzerrt ist, weil sie von den Siegern geschrieben wird? Dass betonte Bescheidenheit nicht unbedingt ein Beweis für fehlende Eitelkeit ist? Dass Liebe das Gegenteil von heftiger Sehnsucht und Gier ist? Was weiß ich schon von mir, wenn ich nicht weiß, dass jeder versucht, schlechte Absichten und Handlungen zu rationalisieren, um sie edel und wohltätig erscheinen zu lassen? Dass das Streben nach Macht bedeutet, Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe mit Füßen zu treten? Dass die heutige Industrie-Gesellschaft vom Prinzip der Selbstsucht,

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Die Manipulation der Massen

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31-07-19 10:49:00,

Facebook will bei den Überwachungs- und Zensurmaßnahmen direkt in den Kommunikationsanwendungen ansetzen — vor allem bei WhatsApp. Dadurch entfällt für die US-Behörden — wie auch für Facebook — das aufwendige Suchen nach Sicherheitslücken in Geräten und Software, die es erlauben, Schadcodes oder eben Überwachungssoftware einzuschleusen. Zudem werden Sicherheitslücken in der Regel nach einiger Zeit gepatcht. Letzteres ist nun nicht mehr relevant und damit auch keine Hilfe mehr, da die neue Vorgehensweise eine völlig andere ist.

In dem Forbes-Bericht des AI- und Big-Data-Spezialisten Kalev Leetaru mit dem Titel „Die Verschlüsselungsdebatte ist vorbei — Tot in den Händen von Facebook“ heißt es unter anderem zu dem Vorstoß des US-Internetkonzerns (1):

„Historisch war das Kompromittieren von Endgeräten ein teurer und komplexer Prozess, getrieben von einem Katz- und Maus-Spiel mit Hardware- und Software-Herstellern, um Schwachstellen zu finden, die genutzt werden konnten, um sie (Überwachungs- und Schadprogramme, Anmerkung des Übersetzers) aus der Ferne zu installieren und die notwendigen Privilegien auf dem Gerät zu erhalten.

Solche Versuche sind schwer zu skalieren, und je mehr Geräte infiziert sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Schwachstelle entdeckt und gepatcht wird.

Als Problemlösung stellte Facebook Anfang des Jahres erste Ergebnisse seiner Bemühungen, eine globale Massenüberwachungsinfrastruktur direkt auf die Geräte der Nutzer zu bringen, wo diese die Schutzmechanismen einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung umgehen kann, vor.

In Facebooks Vision soll der tatsächliche Ende-zu-Ende-Verschlüsselungsclient — wie WhatsApp — eingebettete Content-Moderation und Blacklist-Filteralgorithmen enthalten. Diese Algorithmen werden kontinuierlich von einem zentralen Cloud-Service upgedatet, die aber lokal auf dem Gerät des Nutzers laufen. Sie scannen jede Klartext-Nachricht, bevor sie gesendet wird und jede verschlüsselte Nachricht, nachdem sie entschlüsselt wurde.

Das Unternehmen wies sogar darauf hin, dass es, wenn es Verstöße (von Facebook oder den Behörden definierte Inhalte, Anmerkung des Übersetzers) entdeckt, eine Kopie des zuvor verschlüsselten Inhalts unbemerkt kopieren und zu zentralen Servern für eine weitere Analyse senden wird, auch wenn der Nutzer dem widersprochen hat — was es zu einem richtigen Telekommunikationsüberwachungsdienst macht.“

Der Forbes-Artikel spricht in diesem Zusammenhang von „maschinenbasierter Überwachung von Milliarden Nutzern gleichzeitig“. Die Ausweitung der Überwachung auf andere Apps und das ganze Telefon — „Smartphone“ — kommt dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als nächster Schritt, so die Prognose des Forbes-Berichts:

„Während sich einige Telefonhersteller davon distanzieren konnten,

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Die Nationalisierung der Massen

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19-07-19 08:36:00,

*„Die Krähen schrei’n / Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt: / Bald wird es schnei’n / Weh dem, der keine Heimat hat!

A n t w o r t.
Daß Gott erbarm‘! / *D e r meint, ich sehnte mich zurück / In‘s deutsche Warm. / In’s dumpfe deutsche Stuben-Glück!“* — Friedrich Nietzsche: Abschied.

„Weh dem, der keine Heimat hat!“ — mit diesen Worten endet der erste Teil von Nietzsches bekanntem Gedicht aus dem Jahre 1884. Wohl nur selten wurden das Abschiednehmen und der darauf folgende Verlust von Heimat schmerzvoller beschrieben, als in diesen wenigen Worten (1).

Heimat, das ist für den Menschen nicht nur der Ort, an dem er geboren und aufgewachsen ist, den er mit Wärme und Geborgenheit verbindet; sondern es ist auch der Ort, an dem er geprägt wurde, an dem sich seine Gefühle und der Großteil seiner Denk- und Verhaltensweisen herausbildeten. Oft zählen diese für ihn auch später noch zu den wichtigsten Gewissheiten seines Lebens, die er nur höchst selten hinterfragt oder gar einer kritischen Analyse unterzieht, mit denen er sich dagegen aber meist ein Leben lang verbunden fühlt, mit denen er sich identifiziert.

Anders bei Nietzsche: Sein zitiertes Gedicht hat noch einen zweiten Teil, in dem er deutlich macht, dass der darin geschilderte Abschied von der Heimat nicht erzwungen war, sondern durch ihn selbst herbeigeführt wurde und damit auch als eine notwendige Befreiung aus kleinbürgerlicher Enge und nationaler Borniertheit gesehen werden muss; dass er das dumpfe Glück der heimatlichen, wohligwarmen deutschen Stube ganz bewusst gegen eine möglicherweise drohende Kälte in der Fremde eingetauscht hat.

Hatte Nietsche doch Deutschland bereits Jahre zuvor verlassen und sich vorrangig in Italien und der Schweiz aufgehalten, von wo er sich dann auch wiederholt über die „Vaterländerei“ (2), den „Nationalitäts-Wahnsinn“ (3) sowie über den zunehmenden Rassismus in seinem Heimatland beklagte. Auch in der Folgezeit konnte er die Art, des sich dort breitmachenden Patriotismus und die mit ihm verbundene überhebliche Deutschtümelei seitens breiter Kreise der deutschen Gesellschaft, immer weniger ertragen.

Vor Nietzsche erkannte schon ein anderer deutscher Philosoph — nämlich Arthur Schopenhauer — die Grundzüge der Psychologie des Nationalismus. So bezeichnete er den Nationalstolz als „die wohlfeilste Art des Stolzes“, verrät dieser doch „in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften,

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