Massiver Verfassungsbruch | Von Tilo Gräser | KenFM.de

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31-08-20 08:57:00,

Um es gleich vorweg zu sagen: Es waren auch jene dabei, die glauben, in der Vergangenheit Deutschlands liege die Zukunft. Ihre Fahnen waren immer wieder zu sehen, doch sie waren eindeutig und ganz offensichtlich eine Minderheit.

Ehrlicherweise war es ebenso ein Erfolg für die Berliner Polizei, die mehrfach rechtswidrig, aber im Sinne der zuvor angekündigten harten Linie von Innensenator Andreas Geisel gegen die friedlich Demonstrierenden vorging. Dabei wurden die Gerichtsentscheidungen, die das vorherige Verbot von Demonstration und Kundgebung am Freitag aufgehoben hatten, massiv ignoriert. Auch der Hinweis des Berliner Verwaltungsgerichtes, dass die Infektionsschutzverordnung der Hauptstadt in Paragraf 4 das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen nur in geschlossenen Räumen anordnet. So mussten die Polizisten in voller Kampfmontur selbst mit Helm und Masken in der Sonne stehen.

Die Macht hat ihre Arroganz massiv zur Schau gestellt und vieles dafür getan, zu verhindern, dass noch mehr Menschen in der bundesdeutschen Hauptstadt zusammenkommen und zeigen, was sie von der herrschenden Politik in der Corona-Krise halten. Ich war seit etwa 11.30 Uhr etwa neun Stunden lang Augen- und Ohrenzeuge des Geschehens, habe beobachtet, fotografiert und mit Teilnehmenden gesprochen, und will an dieser Stelle zusammenfassen, was ich sah und hörte, soweit das in gebotener Kürze möglich ist.

Provokation der Polizei

Mithilfe der Polizei konnte verhindert werden, dass noch mehr als die geschätzt etwa insgesamt 300.000 Menschen zum Demonstrationszug und zur Kundgebung auf der Straße des 17. Juni kommen konnten. Das geschah mit Straßensperrungen, Blockaden und immer wieder mit der Drohung, Demonstration und Kundgebung aufzulösen.

Dabei wurden Situationen provoziert, in denen die Demonstrierenden in der Berliner Friedrichstraße gar nicht den geforderten Abstand einhalten konnten: indem verhindert wurde, dass der Demonstrationszug mit der Spitze an der Kreuzung Friedrichstraße/Torstraße sich in Bewegung setzte und die Menschen sich so verteilen konnten. Dazu wurden außerdem die Zugänge zu den Seitenstraßen versperrt, in die sich der Demonstrationszug hätte ausbreiten können, um die Abstände einhalten zu können, die zum Hygienekonzept von Anmelder Nils Wehner gehörten. Am Ende waren die Menschen auf der Friedrichstraße stundenlang von allen Seiten wie eingekesselt.

Wiederholte Interventionen von Rechtsanwalt Markus Haintz, einer von insgesamt 30 Anwälten auf Seiten der Demonstration und der Kundgebung, wurden anscheinend von der Polizei ignoriert. Das reichte von der Aufforderung, Überwachungsfilmaufnahmen einzustellen und die Helme abzunehmen, weil von den Demonstrierenden keine Gefahren und Straftaten ausgehen.

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Massiver Kampagnenjournalismus bei der Hamburg-Wahlberichterstattung des ZDF.

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24-02-20 03:31:00,

Wer gestern Abend ab kurz vor 18:00 Uhr die Wahlberichterstattung des ZDF, dann „Heute“ und „Heutejournal“ verfolgt hat, wurde fortwährend mit eindeutigen Absichten der Meinungsindoktrination konfrontiert. Es ging wie immer gegen alles Linke. Gegen die nach Meinung der ZDF-Wahlbeobachterinnen zu linke Bundes-SPD-Führung, für Scholz und für die SPD der Hamburger Art. Das Ganze wurde gewürzt von voreiligen Kommentierungen zum angeblichen Misserfolg der AfD. Albrecht Müller.

Hier zunächst das „Vorl. Ergebnis der Vorabauszählung“, wie es amtlich heißt.

Die genaue Auszählung läuft ab 8:00 Uhr. Danach wird das genaue Ergebnis bekanntgegeben. Dieses hier abgebildete Ergebnis ist also immer noch vorläufig.

Ergebnis vorläufige Auszählung mit Verlusten und Gewinnen:

  • SPD 39 Prozent (- 6,6)
  • CDU 11,2 Prozent (- 4,7)
  • Grüne 24,2 Prozent (+ 11,9)
  • Linke 9,1 Prozent (+ 0,6)
  • FDP 5 Prozent (- 2,4)
  • AfD 5,3 Prozent (- 0,8)

Nun zu den besonderen Leistungen des ZDF am Wahlabend:

  1. Die Hamburger SPD wird durchgehend und ohne Fragezeichen zum Sieger erklärt, obwohl sie nach den Hochrechnungen um die 7 % verloren hatte. Explizit wurde diese Interpretation dann mit dem bekannten Trick erreicht: Das Ergebnis mit früheren Umfragen für die SPD verglichen. Umfragen sahen die SPD wohl mal bei rund 30 %. Verglichen damit sind die 38 %, von denen am frühen Wahlabend die Rede war, in der Tat ein beachtlicher Zuwachs. Tatsächlich beträgt der jetzt vorläufig gemessene Verlust 6,6 Prozentpunkte.
  2. Unentwegt wurde von den ZDF-Größen darauf abgehoben, dass die neue SPD-Bundesparteiführung in Hamburg nicht auftrat und auch nicht eingeladen worden war. Die Absicht war klar: Die als links bezeichneten, obwohl tatsächlich moderaten neuen Vorsitzenden Esken und Walter-Borjans und ihre Empfehlung für die sozialdemokratischere Ausrichtung der SPD sollte offensichtlich diskreditiert werden. Besonders sichtbar wurde das im Gespräch zwischen Frau Schausten und dem vom ZDF angeheuerten Experten, Professor Korte. Da war die Rede davon, es sei am Wahlergebnis sichtbar, dass die SPD gewinnen könne, wenn die „Mitte“ gestärkt werde.

    Empfohlen wurde der Typ „Hamburg-SPD“ einschließlich des früheren Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz.

    ZDF-Chefredakteur Peter Frey wörtlich:

    „Natürlich: In Hamburg ging es heute vor allem um Hamburg, um Umwelt, Verkehr, Wohnen, Bildung. Aber die selbstbewusste Nordmetropole hat auch bundespolitische Signale gesetzt.

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Kurz eingeworfen: Massiver Rückgang bei den Aktienrückkäufen – Alles wie vorhergesagt | www.konjunktion.info

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06-11-18 10:52:00,

Kurz eingeworfen - Bildquelle: Wikipedia / 4028mdk09Kurz eingeworfen - Bildquelle: Wikipedia / 4028mdk09

Kurz eingeworfen – Bildquelle: Wikipedia / 4028mdk09

Wie von mir vorausgesagt, gehen die Aktienrückkäufe der Unternehmen, die ein wichtiger Aspekt für die gesehenen Höchstkurse an den Aktienmärkten waren, massiv zurück.

Aktienrückkäufe sind möglicherweise nach Ende der Blackout-Zeit wieder da, aber plötzlich scheint der Appetit der Unternehmen, eigene Aktien zurückzukaufen, stark nachzulassen.

Nach einem anfänglichen Rekordanstieg bei der Rückführung von US-Unternehmensgeldern aus Offshore-Gerichtsbarkeiten (wenn auch nur zu Buchführungszwecken, da der Großteil dieses Geldes bereits weitgehend in inländischen Wertpapieren über Offshore-Unternehmen angelegt war), nachdem das Steuergesetz von Trump und das Steuerrückführungsgeschenk in Kraft getreten waren, hat sich die Rückführung von Bargeld aus dem Ausland stark verlangsamt.

(Stock buybacks may be back as blackout session ends, but suddenly companies’ appetite to repurchase their own shares appears to be slowing sharply.

After an initial record surge in the amount of US corporate cash repatriated from offshore jurisdictions (if only for accounting purposes, as the bulk of said cash was already largely invested in domestic securities via offshore entities) following Trump’s tax law overhaul and tax repatriation holiday, the movement of foreign cash has slowed sharply.)

Seltsamerweise – oder sollte ich besser logischerweise schreiben, wenn man den Blickwinkel berücksichtigt – stellt niemand aus der Hochleistungspresse oder Politik die Frage, warum dieser Rückgang bei den Aktienrückkäufen stattfindet. Vielleicht weil die meisten Unternehmen hohe Schulden aufgebaut haben, um diese Aktienrückkäufe überhaupt tätigen zu können? Und jetzt wo die Federal Reserve die Zinsen anhebt, werden die eingegangenen Kreditbelastungen (Zinsen & Rückführung) immer größer, um sie noch ignorieren zu können?

Die durch Trump möglich gemachte Bargeldrückführung von US-Unternehmen, die ihr Geld in Steueroasen außerhalb der USA angelegt hatten, werden jetzt für die Zinszahlungen bzw. zur Kreditrückführung eingesetzt und nicht mehr um die eigenen Aktien zu kaufen. Alles wie vorhergesagt.

Aktuell gehe ich davon aus, dass wir im Dezember eine Beschleunigung des Ganzen sehen werden, wenn die Fed wiederum die Zinsen auf ein dann “neutrales Niveau” (Zins = Inflation) anheben wird. Begründet dann mit der offiziellen Inflationsrate.

Quelle:
The Next Big Market Risk: Here Comes A Sharp Slowdown In Stock Buybacks

Ein Artikel bildet zwangsweise die Meinung eines Einzelnen ab. In Zeiten der Propaganda und Gegenpropaganda ist es daher umso wichtiger sich mit allen Informationen kritisch auseinander zu setzen.  » Lees verder