Die Medien-Revolution

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25-05-19 12:55:00,

Die so genannten Qualitätsmedien verlieren zunehmend an Glaubwürdigkeit und werden immer häufiger als Propaganda-Organe vorgeführt, dennoch bestimmen sie nach wie vor die meinungsbildenden Nachrichten und Kommentare. Dass das Internet noch keine wirkliche Alternative wurde und das Establishment genug Zeit erhält, die aufsässigen Alternativen einzuhegen, ist auch den Anbietern von alternativen Angeboten selbst zuzuschreiben.

Die klassischen Medien bestimmen nach wie vor die Meinung in Deutschland. Aber sie verlieren an Boden, die Auflagen der klassischen Printmedien sinken mit wenigen Ausnahmen kontinuierlich, nur teilweise ausgeglichen durch digitale Angebote. Inzwischen dürfte die Zahl der Medienkonsumenten, die sich von den klassischen Medien abwandten und bevorzugt alternative Medien, meist im Internet, konsumieren auf 10 bis 15 Prozent belaufen.

Dabei ist die kritische Einstellung gegenüber klassischen Medien durchaus stärker verbreitet, als diese Zahlen vermuten lassen. Nur wissen diese Zweifelnden meist nicht, welche Möglichkeiten das Internet bietet. Selbst erfahrene Nutzer finden jede Woche wieder einen interessanten Kanal oder eine spannende Seite.

Und selbst die bewusst den Mainstream ablehnenden Konsumenten unterstützen die klassischen Medien meist dennoch weiter, dies hauptsächlich aus drei Gründen:

  1. Ein großer Teil der alternativen Internetberichterstattung beruht auf Kritik beziehungsweise Widerlegung von Nachrichten der klassischen Medien, weshalb der Internetnutzer automatisch diese auch wiederum aufsucht.
  2. Es fehlt ein umfassendes Informationsangebot unter einem Dach. Die Vielfalt ist groß und sie wächst; es entstehen immer mehr YouTube-Kanäle, Webseiten und auch Verlage, die versuchen, Alternativen zum Mainstream anzubieten, was die Übersichtlichkeit weiter verringert.
  3. Die Auffindbarkeit alternativer Angebote ist erschwert; die großen Suchmaschinen und IT-Giganten sind immer mehr bemüht, Suchalgorithmen entsprechend zu ändern, so dass der Verbraucher eine alternative, kritische Sicht auf politische Abläufe oder etwa auf die Geschäftsmodelle der Datenkraken selbst nur schwer oder gar nicht findet.

Aus diesem Grund wäre es durchaus sinnvoll, die vielen Angebote zu bündeln, wobei sich die Anbieter arbeitsteilig einstellen sollten, damit so dem Konsumenten von den Tagesnachrichten bis zu Hintergrundrecherchen und Unterhaltung ein komplettes Programm angeboten werden kann. Dieses Angebot sollte unter zwei gemeinsamen Dächern erfolgen — einer „progressiven“ und einer „konservativen“ Organisation. Dies würde der Tatsache Rechnung tragen, dass es in Deutschland im Moment kaum möglich wäre, die erfolgreich genutzte Teile-und-Herrsche-Politik des Establishments zu durchbrechen, und vermeintlich „linke“ und „rechte“ Seiten unter ein einziges Dach zu bekommen.

Damit wäre eine Lösung erkennbar,

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