„Meine Schwester wurde auf einen Wehrmacht-Lkw geworfen …

04-12-20 03:49:00,

… und dann vermutlich im KZ Ravensbrück vernichtet.“ – Vor kurzem habe ich den Berichterstatter dieses Vorgangs und Autor des Romans Geboren in der Hölle getroffen: Bojan Peroci, so der Name des Autors, hat ein spannendes und zugleich nachdenkliches Buch geschrieben. Die NachDenkSeiten stellen dieses Buch vor, obwohl es zu zwei Dritteln ein Roman und kein Sachbuch ist. Aber viele NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser werden mit der Geschichte wahrscheinlich einiges anzufangen wissen. In Bojan Perocis Text werden zwei zeitlich weit auseinanderliegende Vorgänge aufgegriffen: der Balkankrieg und der damit verbundene Partisanenkrieg zum einen und die spätere Gepflogenheit, dass die Nachkommen der von Deutschlands Kriegen betroffenen Völker im Südosten und Osten Europas bei uns die Täter und ihre Nachkommen pflegen. Albrecht Müller.

Das erste Viertel ist ein Bericht, jedenfalls weitgehend: Die damals 22-jährige Slowenin Bina ist zusammen mit ihrem 4-jährigen Bruder auf dem Weg nach Hause. In unmittelbarer Nähe eines Flusses und eines Schlosses im Umfeld von Novo mesto taucht ein Lkw der deutschen Wehrmacht und ein Wehrmachtoffizier im Beiwagen eines Motorrades auf. Die junge Frau wird auf Befehl des Offiziers von deutschen Soldaten auf den Lkw verfrachtet. Dort sind schon eine Reihe anderer Gefangener und wohl auch Kollaborateure. Bina wird, offenbar verraten von Mitbewohnern ihres Dorfes, verdächtigt, zu Partisanen Kontakt zu haben. Das trifft offensichtlich zu. Binas Mann ist in den Partisanenuntergrund verschwunden. Die junge slowenische Frau wird mit dem Lkw in die nächste berüchtigte Polizeistation gebracht und dort verhört. Im Laufe dieser Verhöre wird ein falscher katholischer Priester eingesetzt. In der Beichte bekennt Bina ihre Verbindungen zu den Partisanen. Sie wird in das KZ Ravensbrück verbracht und später dann vermutlich dort umgebracht.

In Ravensbrück gebar Bina ein kleines Mädchen, Maria. Diese entkommt der Hölle mit Hilfe einer deutschen Kfz-Wärterin und einer polnischen KZ-Insassen. Sie schmuggeln das Baby aus dem KZ. Die Polin nimmt es mit nach Polen. Maria geht dort zur Schule und macht Abitur, sie will studieren, ist dann aber gezwungen, ihren Pflegeeltern zu helfen. Sie muss Geld verdienen und geht deshalb als Pflegekraft nach Deutschland. Sie landet in einer „besseren“ Familie, in einem eher bildungsbürgerlichen Haushalt, mit einer gegen Ausländer aggressiven Frau und einem eher ausgeglichenen Herrn des Hauses. Die Frau stirbt. Zwischen dem zu pflegenden Hausherrn Max und Maria entwickelt sich ein rundum schönes, nicht erotisches Verhältnis.

Anderen polnischen Pflegekräften begegnet Maria in der Regel bei Heimreisen nach Polen im Bus.

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Ich bin schwul. Das ist meine Natur.

03-08-20 10:11:00,

Fällander Tagebuch 40
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Fällander Tagebuch 40

Jürgmeier / 03. Aug 2020 –

«Ich bin so. Ich kann nichts dafür. So bin ich geboren.» Das ist meine Natur. Diese Denkfigur ist letztlich konservativ, homophob.

7. März 2020

Der Schwinger Curdin Orlik macht es auf dem Titelblatt des heutigen Magazins öffentlich: «Ich bin schwul.» Das habe er schon immer gewusst. «Seit ich zwölf war.» Aber jetzt will er «frei sein. Viel zu lange habe ich verdrängt, wer ich wirklich bin.» Das erfährt nun die ganze Nation oder zumindest alle, die es wissen wollen. Sein Bekenntnis ist nicht nur die Titelgeschichte – «Lieber frei als ängstlich» – des Magazins. Es ist auch eine Schlagzeile in der Hauptausgabe der Tagesschau. Die alten und neuen Medien begleiten das Coming-Out des 27-jährigen Vaters. Das sein Bruder und Schwinger als «das Mutigste, das jemand machen kann» (Magazin) bezeichnet. Auch wenn mit Verweis auf die «Diktatur der politischen Korrektheit» gerne behauptet wird, es brauche heutzutage mehr Mut zu sagen, Homosexualität verstosse gegen die Natur – die Kombination von Homosexualität und Schwingen generiert auch 2020 noch mehrdeutige Aufmerksamkeit. Mehdi Künzle, damals Vorstandsmitglied der Schwulenorganisation Pink Cross, erklärt 2014, so das Magazin: «Schwingen ist in der Schweiz sicher die heikelste Sportart für ein Coming-Out. Da muss sich ein Sportler gegenüber dem konservativsten Teil des Landes zu seiner Homosexualität bekennen.» Und beweist damit, dass Homosexualität einen nicht vor Vorurteilen schützt. Orlik selbst, schreibt Christof Gertsch im Magazin, «liebte seinen Sport, und er liebte Männer. Er glaubte einfach nicht, dass sich beides vereinbaren lässt, eine Karriere als Schwinger und ein heimliches Leben als Schwuler. Das eine, dachte er, schliesse das andere aus. Er sah nur einen Weg: sich öffentlich zu outen.»

Curdin Orliks Schritt mag – im Gegensatz zu Neil Armstrongs Hüpfer auf den Mond im Jahre 1969 – subjektiv ein grosser sein. Ob er’s auch für «die Menschheit» oder zumindest «die Schweiz» ist, ein Schritt in eine (Schwinger-)Gesellschaft, in der Schwulsein als das «Normalste der Welt» (Orlik im Magazin) gesehen wird, oder nur ein mediales Sensatiönchen, das ein Tabu bricht, das längst zerbröselt ist,

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“Meine schönsten Skandale” – Diether Dehm (Linke) entlarvt Medien und Geheimdienste

19-10-19 06:36:00,

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„Ich möchte nicht auch noch meine neue Heimat verlieren“

20-07-19 08:19:00,

Jens Wernicke sprach für RUBIKON mit Majd Abboud.

Jens Wernicke: Herr Abboud, haben Sie mit einer solchen Reaktion nicht gerechnet?

Majd Abboud: Mit negativen Reaktionen seitens mancher Geflüchteten habe ich durchaus gerechnet, wie immer, wenn jemand neue Ansichten einbringt, doch die Heftigkeit und Aggression haben mich überrascht. Diese Reaktionen bestätigen aber genau das, worüber ich gesprochen habe, nämlich radikale Denkweisen. Das sehen auch viele andere so. Die Reaktionen einiger Deutscher wiederum spiegeln wider, wie gespalten die Gesellschaft ist. Ich wollte zu einer Versachlichung der Debatte beitragen. Differenzierte Sichtweisen sind heute nötig.

Besonders viel Anstoß hat ja der Vorwurf erregt, Ihre Landsleute seien undankbar. Können Sie uns Beispiele dafür nennen?

Bereits im Flüchtlingslager war die Undankbarkeit an den hohen Ansprüchen zu erkennen, die viele Geflüchteten stellten. Sie forderten Wohnungen mit guter Ausstattung oder meckerten über das Essen. Auch bei meinem ehrenamtlichen Engagement stellte ich dies fest, wie übrigens auch viele deutsche Ehrenamtliche reichlich ernüchtert sind. Die fehlende Motivation, Deutsch zu lernen, ist ebenfalls eine Art von Undankbarkeit. Denn es gibt viele großzügige Angebote, sowohl vom Staat als auch von Hilfsorganisationen.

Dabei ist es erstaunlich, dass viele Syrer während ihres kurzen Aufenthalts in der Türkei sehr schnell Türkisch gelernt haben, obwohl es dort keine Kurse gibt. Hier hingegen machen viele gar kein Geheimnis daraus, dass sie den weiterführenden Deutschkurs nur besuchen, um Zeit gegenüber dem Jobcenter zu gewinnen. Dadurch vergeuden sie nicht nur Steuergelder, sondern erschweren auch noch den Unterricht für diejenigen, die Interesse daran haben. Die Überschrift wurde damals von dem Redaktor ohne Rücksprache mit mir ausgewählt. Mittlerweile ist der Artikel im Internet unter der Überschrift „Deutschland muss die Radikalen identifizieren“ zu finden. Denn die Undankbarkeit war gar nicht so sehr mein zentrales Anliegen.

Was war denn dann Ihr zentrales Anliegen?

Es fällt mir schwer, tatenlos zuzusehen, dass sich die Menschen, die durch ihre radikalen Ansichten bereits mein Land zerstört haben, in Deutschland unter den Flüchtlingen befinden und ihr Gedankengut hier weiterverbreiten. Das darf nicht unter dem Deckmantel der Humanität verharmlost oder verheimlicht werden. Ich habe bereits meine Heimat verloren, ich möchte nicht auch noch meine zweite Heimat verlieren.

Würden Sie einen solchen Beitrag nochmals veröffentlichen?

Viele meiner Bekannten hatten mir im Vorfeld geraten, ein Pseudonym zu verwenden, doch ich finde es schade,

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“Meine Vorgesetzten zwingen mich, das Parlament zu belügen”

05-01-19 04:00:00,


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Von STEFAN SCHUBERT | In Berlin und Düsseldorf setzte die Politik zwei parlamentarische Untersuchungsausschüsse ein, um die Hintergründe und „Sicherheits-Pannen“ zum Amri-Komplex zu ermitteln – so lautet jedenfalls die offizielle Version für die Bevölkerung.

Dementsprechend wurden in den vergangenen Wochen und Monaten mehrere Terrorermittler vor die Untersuchungsausschüsse des Düsseldorfer Landtages und des Deutschen Bundestages geladen, um dort durch Abgeordnete befragt zu werden. Tatsächlich, so bezeugten involvierte Terrorermittler gegenüber dem Autor im gerade erschienenen Enthüllungsbuch „Anis Amri und die Bundesregierung: Was Insider über den Terroranschlag vom Breitscheidplatz wissen“ seien diese Ausschüsse nur ein „vorgeschobenes Kasperletheater“, denn in Wahrheit hätten die Behördenleitungen sie angewiesen zu lügen.

In der Öffentlichkeit treten die eigentlichen Verantwortlichen für die 12 Toten und 70 Verletzten vom Breitscheidplatz als große Aufklärer auf – vorneweg die Regierungschefin Angela Merkel (CDU), und das, obwohl in ihrem Kanzleramt, angeführt vom damaligen Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU), alle Fäden des Amri-CIA-Skandals zusammenlaufen. Denn in den Abteilungen 1 – Innen- und Rechtspolitik – und 6 – Bundesnachrichtendienst, Koordinierung der Nachrichtendienste des Bundes – laufen alle Sicherheitsstränge dieses Landes zusammen, werden von hier aus kontrolliert und nach politischen Vorgaben umgesetzt.

Das Kanzleramt selbst verfügt über 600 Bedienstete und einem Haushaltsvolumen von knapp 3 Milliarden Euro, denn Angela Merkel hat ihren Etat um 500 Millionen Euro aufstocken lassen, 2016 betrug dieser noch 2,41 Milliarden Euro.

Die bisherigen Behauptungen der Bundesregierung, dass der BND und das BfV im Amri-Komplex keine eigene operative Rolle gespielt hätten, werden in diesem Buch mehrfach als Lüge entlarvt. Einer offiziellen Stellungnahme zu dieser aufgeflogenen Geheimdienst-Lüge, geschweige denn einem Eingeständnis, hat sich die Merkel-Administration jedoch bis heute verweigert. Und auch bei den Hauptstadtjournalisten ist wenig Engagement zu erkennen, diese Lügen und ihre Motive dahinter aufzuklären und die Bürger des Landes über die wahren Hintergründe im Fall Amri zu informieren.

Durch die Recherchen zu diesem Buch sowie Gesprächen mit beteiligten Terrorermittlern wird immer deutlicher, dass bei der CIA-Geheimoperation zur Abschöpfung von Anis Amris IS-Hintermännern und IS-Netzwerken von Anfang an auch der BND sowie das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) beteiligt waren, und deutsche Geheimdienste zeitgleich auch entsprechende eigene Maßnahmen durchführten. Wie wir wissen, verfügte Amri in der Berliner Dienststelle des deutschen Inlandsgeheimdienstes BfV sogar über eine eigene Sachbearbeiterin, Agentin F.,

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