Meldung: Mehrere Polizei-Razzien bei CBD-Shops in Deutschland! Macht die EU jetzt ernst?

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12-04-19 06:49:00,

Nachdem in den letzten Tagen mehrere Meldungen von Durchsuchungen einiger CBD-Shops durch die Polizei durch die Medien gingen, macht nun eine größere Polizeiaktion in Bayern von sich reden. In München und den Landkreisen Ebersberg und Dachau wurden mehrere Shops durchsucht, die neben Rauchzubehör auch CBD-Produkte im Angebot haben.

Erst vor einigen Monaten wurde durch die EU Lebensmittelbehörde das Thema CBD im Bezug auf die Novel Food Verordnung neu diskutiert.  Hierbei ging es um ein vorläufiges Unterbinden des freien Handels von CBD-Extrakten was in den alternative Medien sowie bei CBD Anwendern für Aufruhr sorgte. Dieses Thema wurde jedoch noch nicht zum Abschluss gebracht und während dessen macht die Polizei sich mobil, räumt schon mal auf und verunsichert CBD Shop Betreiber  und Konsumenten.

In ganz Deutschland werden CBD-Shops durchsucht

Gerade erst sind CBD-Geschäfte in Heidelberg, Bonn, Kassel und Trier im Rahmen von Ermittlungen wegen Verdacht auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz bzw. das Arzneimittelgesetz von Polizisten durchsucht worden. Der CBD-Automat, den Shopbetreiber aufgestellt hatten, wurde von Beamten wieder abgebaut.

CBD-haltige Blüten bei Minderjährigen gefunden

Am Vormittag des 11. April haben über 200 Polizeibeamte die zahlreichen Durchsuchungsbeschlüsse gegen diverse Shops, Onlinehändler und Privatwohnungen umgesetzt, die sich gegen neun Verdächtige aus Bayern und Baden-Württemberg richtete. Die Münchner Staatsanwaltschaft begründete die Ermittlungen damit, dass in der jüngeren Vergangenheit zunehmend Minderjährige mit CBD-Produkten aufgegriffen wurden, von denen sie annahmen, dass sie legal seien. Dabei handelte es sich um CBD-Blüten, Hanftee, aber auch CBD-Öle.

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Auch manche CBD-Öle enthalten THC

Die Behörden ließen neben den Blüten auch CBD-Öle im Labor untersuchen. Diverse Produkte wiesen einen THC-Gehalt auf, durch den sie rechtlich als Betäubungsmittel gelten. Somit wird der Verkäufer sich wegen des Verkaufs von Rauschmitteln an Minderjährige zu verantworten haben müssen. Dessen werden zwei der neun Verdächtigen beschuldigt. Den übrigen wird allein der gewerbsmäßige Handel mit Betäubungsmitteln vorgeworfen.

Begründung der Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft begründete ihr Vorgehen dennoch wie folgt:

“CBD-Produkte sind Hanfprodukte wie zum Beispiel lose Cannabisblüten, Hanf-Tees oder CBD-Öle, die ausschließlich Cannabidiol (CBD) aus dem weiblichen Hanf, jedoch nur geringe oder gar keine Anteile von THC enthalten”, “Da der Wirkstoff Cannabidiol kaum psychoaktiv ist, unterliegt er nicht dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG).

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