190 Menschen bei Protestaktion in London festgenommen

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07-11-20 08:52:00,

Panorama

21:31 06.11.2020(aktualisiert 21:37 06.11.2020)

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In London sind laut einer Mitteilung von Scotland Yard 190 Teilnehmer einer regierungskritischen Protestaktion festgenommen worden. Die Demonstranten haben sich nach Angaben der Polizeibehörde nicht an die aufgrund der Coronavirus-Pandemie eingeführten Beschränkungen gehalten. 

Der so genannte „Million Mask March“  wird in London und anderen Hauptstädten der Welt jedes Jahr am 5. November abgehalten. Dieses Jahr fand der mit der Anonymus-Bewegung verbundene Protest zum siebten Mal statt. Die Protestaktion im Zentrum der britischen Hauptstadt zählte nach Polizeiangaben mehrere hundert Teilnehmer.

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AP Photo / Alberto Pezzali

„190 Personen wurden wegen Verstoßes gegen die neue Coronavirus-Verordnung festgenommen. 189 von ihnen wurden mit Geldstrafen belegt, eine Person mit einer Geldstrafe von 10.000 Pfund. Die Protestierenden haben gestern nicht nur ihre eigene Gesundheit gefährdet, sondern auch diese von der ganzen Stadt und von unseren Polizisten. Dies ist inakzeptabel“, heißt es in der Mitteilung von Scotland Yard.

Teilnahme an Massenaktionen innerhalb der nächsten vier Wochen – solange die Quarantäne in Großbritannien gilt – soll nach Angaben der Polizeibehörde weiterhin streng bestraft werden.

ekn/sna/gs

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Menschen machen Mut

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30-10-20 08:19:00,

Isabelle Krötsch: Mit MENSCHEN MACHEN MUT startet ein neues Veranstaltungsprogramm mit visionärem Potenzial, das unsere alte Denkweise des Auseinanderpflückens und des Analysierens konstruktiv und lebensbejahend in ein neues Denken für eine enkeltaugliche Zukunft transformieren kann. In Zeiten wie dieser kann das überlebenswichtig werden.

Es geht um eine starke lichtvolle Vision — mitten in diese durchaus düstere, turbulente, für manche sehr erschreckende Zeit hinein. Angst ist leider allgegenwärtig. Die einen sind in Angst vor einer Krankheit, die anderen vor den diktatorischen Maßnahmen. Und mitten in diese Angst hinein bahnt sich ein mutiges Aufklärungsformat eine Schneise, um — beherzt und lebensbejahend, lösungsorientiert, der Wahrheit verpflichtet — den Reichtum einer lebendigen Vielfalt in den öffentlichen Diskurs zurückzubringen. Es gibt immer einen Weg. Dafür steht MENSCHEN MACHEN MUT

„Des Menschen größtes Glück
ist die Befreiung von der Angst“ — Johann W. von Goethe.

Erich Hambach: Vorab sei gesagt, dass die Veranstaltung am 8. November trotz des Lockdowns stattfinden wird, da es bezüglich der aktuell geltenden Rechtsgrundlagen keine Widersprüche gibt. Ich möchte die Veranstaltung ganz praktisch als Kommunikationsplattform verstanden wissen. Das ist ein Raum, in dem alle Menschen, aus allen Disziplinen mit allen Meinungen zusammenkommen, sich austauschen, um zu den brennenden Fragen und Problemen der heutigen Zeit Ideen auszutauschen und sich gegenseitig zu inspirieren. Es ist ein Plenum, das aus der Fülle schöpft und wieder für eine Meinungsvielfalt im Diskurs sorgt.

Dabei geht es nicht nur um eine Show, sondern um eine gemeinsame Schau, einen konstruktiven Rundumblick und ein Eintauchen ins Wesentliche. Uns geht es immer um die Menschen, Referenten, Gäste, Teilnehmer — ob nun physisch oder vor den Bildschirmen. Uns liegt am Herzen, dass es eine ergebnisoffene und interaktive Geschichte wird.

In den herkömmlichen Medien und im öffentlichen Diskurs allgemein gibt es einen Engpass an Vielfalt, den wir hiermit aufheben wollen. Aus der Managementtheorie kennt man die EKS, die Engpass konzentrierte Strategie. Wo ist im Herbst 2020, im Corona-Zeitalter, der Engpass? Weder ist er im Mainstream, wo das Thema sehr einseitig gespielt wird, noch in den alternativen Medien vorhanden. Da gibt es ja schon eine enorme Anzahl qualitativer Strukturen mit sehr breit gefächertem Themenspektrum.

Aber miteinander wird kaum bis gar nicht kommuniziert, das ist der Engpass hier und heute. Was nicht unbedingt an den alternativen Medien liegt.

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Menschen mit Mut

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22-10-20 02:32:00,

Thomas Brauner, von der Bundeswehr ausgebildete Fachkraft für Schutz und Sicherheit und gelernter Busfahrer, kam 1981 in Thüringen zur Welt, wo er heute wieder lebt. Als Familienvater mit drei Kindern im Alter von drei, vier und sechs Jahren erschien ihm das Leben in der alten, ländlichen Heimat zukunftssicherer als in der westdeutschen Großstadt. Bisher ein unpolitischer Mensch, der sich für Fußball, Luftfahrt, Musik und das Drehen von Hobbyfilmen interessiert hat, ist er aufgrund einer vorläufig letzten Busfahrt, die er auch auf Video mitschnitt, bekannt geworden. Er forderte die Kinder auf, während der Fahrt die Masken abzulegen, da er überzeugt davon ist, dass es sie gesundheitlich belastet, und zeichnete alles auf Video auf. Dass er aufgrund seiner Aktion seinen Job verloren hat, belastet ihn nicht. Im Gegenteil: Seitdem ist er richtig politisch aktiv.

Andrea Drescher: Wie wurden Sie politisiert?

Thomas Brauner: Ich finde die aktuelle Politik völlig untragbar. Es funktioniert eigentlich nichts so, wie ich es erwartet hätte. Während ich in der Vergangenheit eigentlich immer nur mit einem Auge auf das politische Geschehen geschielt habe, also nur Beobachter war, muss ich mich jetzt engagieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Auch wenn das viele nicht verstehen.

Was tun Sie konkret?

Zunächst bin ich am 1. September in die alte Heimat zurückgekehrt — auch meinen Kindern zuliebe. Das musste vor der Einschulung meiner Großen passieren, damit diese gleich neue Freunde finden kann und nicht aus dem vertrauten Umfeld herausgerissen wird. Meine Entscheidungen richteten sich immer nach meinen Kindern. Ich bin davon überzeugt, dass es die Verantwortung der Eltern sein muss, ihre Lebensstruktur an ihre Kinder anzupassen. Das verstehen manche Menschen in meinem Umfeld zwar nicht, aber das stört mich auch nicht weiter.

Wer versteht sowas nicht?

Bekannte, Freunde, selbst manche in der Familie — sobald sie merken, dass man gegen den Strom schwimmt, wird man kritisch begutachtet. Es wird erwartet, dass ich mich anpasse, wenn ich dazugehören will. Das habe ich nie gemacht, habe immer nach meinen eigenen Vorstellungen als eigenständiger Mensch gelebt. Diese Haltung scheint in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr gewünscht zu sein. Man wird abgewertet, wenn man sich nicht anpasst. Man gehört eben nicht mehr dazu. Ich machte schon immer mein eigenes Ding, und seit die Kinder da sind, treffe ich meine Entscheidungen eben so,

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Die Rückkehr des Menschen

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24-07-20 12:50:00,

Ich studiere an einer Berliner Universität – und an den hiesigen Universitäten wird gerade die Gestaltung des kommenden Wintersemesters (2020/2021) mit Blick auf die Maßnahmen zur Pandemieabwehr besprochen. Aufgrund der derzeitigen Situation gibt es Überlegungen, die rein digitale Lehre, wie sie jetzt gerade im Sommersemester präsentiert wird, für das Wintersemester auf eine Mischung aus Präsenzlehre und digitaler Lehre auszuweiten.

Die Corona-Krise und die seither an den Hochschulen eingesetzte „digitale Lehre“ stellen die Studentinnen und Studenten vor besondere Herausforderungen. Die für das Wintersemester angedachte Lösung – eine Mischung aus Präsenzlehre und digitaler Lehre – wird die bestehenden Probleme, die ich nachfolgend erläutere, jedoch kaum oder gar nicht beseitigen können.

Meiner Ansicht nach sorgt eine Mischung aus Präsenzlehre und digitaler Lehre nur für mehr Ungleichheit. Das liegt sowohl an den Problemen, die durch die Corona-Krise hervorgerufen wurden, als auch an den Bedingungen, die die Uni selbst für das folgende Wintersemester stellt. Ich möchte die aktuelle Lage nicht verharmlosen, aber auch nicht überinterpretieren. Eine sogenannte zweite Welle wird laut Wissenschaftlern immer unwahrscheinlicher (1, 2). Europaweit gibt es immer mehr Lockerungen und mittlerweile sind auch wieder die ersten Urlauber auf Mallorca eingetroffen (3).

Die (Exzellenz-)Universitäten sollen im kommenden Wintersemester zur reinen Präsenzlehre zurückkehren, ohne Abstandsregel, ohne Maskenpflicht und ohne Bildung von kleineren Gruppen, also so, wie es bereits in den Kindertagesstätten (Kitas) und Schulen gehandhabt wird (4, 5).

Was die Berliner Unis betrifft, fordert die Juristische Fakultät der Humboldt-Universität, den Präsenzbetrieb zum Wintersemester 2020/2021 wieder aufzunehmen (6). Auch die Kultusministerkonferenz (KMK) hat beschlossen, die Abstandsregel im nächsten Schuljahr wegfallen zu lassen (7). Und warum sollte eine vollumfängliche Präsenzlehre an den Unis nicht wieder möglich sein, während die Maßnahmen an Kitas und Schulen bereits aufgehoben sind?

Nur eine reine Präsenzlehre kann – unter Berücksichtigung der benötigten Ausgestaltung der Seminarräume für Personen mit physischen und/oder psychischen Beeinträchtigungen – für eine gleichberechtigte und auch alle Personen würdigende Lehre sorgen.

Genau wie Kitas und Schulen sind auch die Universitäten ein Ort der Begegnung. Davon leben diese Einrichtungen. Dort können die Menschen wieder ihr Recht auf Bildung wahrnehmen.

Die Unis sind zuallererst ein Ort, an dem die Persönlichkeit gestaltet und der Austausch gefördert wird. Im Umgang mit anderen Personen werden Resilienz und Kompetenz gestärkt. Ein solcher Ort darf nicht aus einer Überinterpretation von Vorsichtsmaßnahmen heraus stillgelegt werden.

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Wer hilft den Menschen in Syiren? Eine Gegenüberstellung der russischen und der westlichen Argumente | Anti-Spiegel

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17-07-20 04:19:00,

Die Situation in Syrien und der Streit um Hilfslieferungen über nicht von der syrischen Regierung kontrollierte Grenzübergänge hat in den letzten Tagen Schlagzeilen gemacht. Hier stelle ich die westliche und die russische Argumention in der Frage gegenüber, damit sich jeder ein eigenes Bild machen kann.

Ende Juni hat eine „Geberkonferenz“ für Syrien stattgefunden. Die Berichterstattung der „Qualitätsmedien“ über das Thema hat den unwahren Eindruck gemacht, es ginge um Hilfe für die notleidenden Menschen in Syrien. Tatsächlich ging es um Hilfe für Syrer in Flüchtlingslagern außerhalb Syriens und um Hilfe für die von Al-Qaida-Ablegern kontrollierten Gebiete in Idlib im Nordwesten Syriens. Darauf bin ich hier im Detail eingegangen.

Das ist nicht etwa ein Produkt meiner Fantasie, das sagte auch der EU-Außenbeauftragte in seinem Grußwort zur „Geberkonferenz“ ganz deutlich:

„Wir als Europäische Union werden weiterhin Druck auf das Regime in Damaskus ausüben. Unsere Sanktionen sind in Kraft, damit das Regime vollständig und unmissverständlich begreift, dass es keine Normalisierung und keinen Wiederaufbau geben kann, bis es seinen Ansatz ändert, seiner Unterdrückung des syrischen Volkes ein Ende setzt und an [politischen] Verhandlungen teilnimmt.“

Gleiches gilt für den Streit im UNO-Sicherheitsrat, über den in den letzten Tagen ausführlich berichtet wurde. Angeblich hat sich Russland gegen humanitäre Hilfe in Syrien gesträubt, dabei ging es auch hier nicht um Syrien, sondern nur um die von Al-Qaida-Ablegern kontrollierten Gebiete. Die syrische Bevölkerung in von der Regierung kontrollierten Gebieten sollte nichts bekommen. Im Gegenteil: Der Westen hat die Sanktionen gegen Syrien verschärft und steigert das Leid der Menschen dort. Davon aber lenken die Medien mit geradezu unfassbarem Zynismus ab.

Die Argumention des Westens ist in Deutschland hinreichend bekannt, sie wurde in den letzten Tagen in allen „Qualitätsmedien“ heruntergebetet. Daher stelle ich dem hier die Reaktion Russlands gegenüber. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharova, hat dazu am Donnerstag eine offizielle Erklärung abgegeben, die ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Generell bewerten wir die Lage in Syrien als angespannt. Die schwierigste Situation beobachten wir in den Gebieten, die nicht unter Kontrolle von Damaskus sind, vor allem in Idlib und östlich des Euphrat.

In Idlib arbeiten die russischen und türkischen Militärs weiter an der Umsetzung des Zusatzprotokolls vom 5.

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