Merkels Raute

23-02-21 08:16:00,

Ganz und gar nicht souverän erscheint er, der Souverän. Kein Sprechen mehr. Kein Augenblicken mehr. Kaum Lachen noch. Fratzen hinter dem Maulkorb und reichlich Leere. Schlafwandeln stattdessen, schläferisches, aber auf Abstand bedachtes Taumeln und allenthalben nebulöse Ratlosigkeit und viel Angst bei uns Zeitgenossen. Seit Monaten, seit beinahe einem Jahr nun schon. Da will es dann mit dem Aufwachen nicht so reibungslos klappen. Eine Narkose zeigt mitunter unerwünschte Nachwirkungen. Die Narkosen der frühen Achtzigerjahre des 20. Jahrhunderts konnten es in sich haben.

Ich erinnere noch gut einige Backpfeifen, die meinen Aufwachprozess nach einer medizinisch notwendigen Einschläferung unterstützen sollten. Doch vielleicht täten ein paar solcher Backpfeifen gut, um dieser Tage aufzuwachen, zumal unsere aktuelle Einschläferung keiner Notwendigkeit entsprang, auch wenn politische Einimpfung sie noch immer unterstellt. Man darf sie sich auch selbst verabreichen, gern morgens vor dem Spiegel, um festzustellen, man ist wieder oder überhaupt einigermaßen bei Bewusstsein. Dabei könnte man dann gar bemerken, etwas hat sich verändert.

Diese Veränderung vor Augen lässt Oskar Roehler in seinem jüngsten Roman Selbstverfickung in Anlehnung an Franz Kafka schreiben:

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, stellte er fest, dass er nicht mehr linksliberal war. Und das war in dieser Gesellschaft schlimmer, als sich in ein ungeheures Ungeziefer verwandelt zu haben.“

Nicht jede Linksflucht ist aber ein Rechtsruck!

Staatlich verordneter Schlaf nun führt zu diffusen Unruhezuständen. „Es ist alles verrottet“, schrieb bereits am 24. April 2013 der französische Publizist Olivier Guez mit Blick nicht allein auf die französische Situation in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung — „Es liegt was in der Pariser Luft“ — und legte nach, „die politische Klasse (sei) diskreditiert“, habe sich vor allem aber „als unfähig erwiesen“.

Diese Beobachtung hatte vielleicht nicht zuletzt damit zu tun, dass sich länger schon eine allgemeine Schläfrigkeit über die Bürger der einzelnen europäischen Staaten legte, weil europäische Politiker es unternahmen, alles Politische aus der Gesellschaft zu verbannen. Unpolitischer Schlaf ist ja schließlich gesund und eignet dann hervorragend, das Wahlvolk hinsichtlich des Desinteresses zu brandmarken — als gesinnungslos, politikverdrossen, demokratiefeindlich, hochgefährlich.

Wundert man sich somit ob der politischen Heuchelei über ungute Traumsequenzen? Bilder einer völlig verlotterten und enthemmten Politikerkaste steigen auf. Wie die berühmte Made im gelobten Speck lebt diese Gesellschaft, denn es lebt sich gut von unserem Steuergeld.

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Merkels Endlos-Lockdown zerstört den Jungen die Lebensperspektive

07-02-21 10:21:00,

Aus übermittlungstechnischen Gründen gab es am Samstag auf den NachDenkSeiten keine Übersicht über interessante Videos. Damit fiel auch der Hinweis auf Sahra Wagenknechts Wochenschau vom 3. Februar aus. Diese Wochenschau war aber so gut und so aufklärend, dass der Hinweis darauf umgehend nachgeholt werden soll. Hier finden Sie das Video. 18:04 Minuten, die anzuhören und anzuschauen wirklich lohnen. Bitte weitergeben. Sehr wichtig für die aktuelle Aufklärung. Albrecht Müller.

Hier ist die Inhaltsangabe zum Video:

„Nach wie vor sterben viele Menschen in Alten- und Pflegeheimen am Coronavirus, riesige Impfzentren stehen leer, weil die Bundesregierung bei der Beschaffung von Impfstoff versagt hat, die personelle und technische Ausstattung der Gesundheitsämter ist nach wie vor mangelhaft, immer mehr Kinder verlieren den Anschluss, weil Schulen und Kitas geschlossen sind und die Kontakte zu anderen Familien streng beschränkt wurden – trotzdem behauptet die Kanzlerin in der ARD, es sei doch bislang alles ganz gut gelaufen. Und ganz nebenher erwähnt sie, dass Menschen, die aus welchen Gründen immer ein Impfangebot ablehnen, dann womöglich bestimmte Dinge nicht mehr machen können. Was meint sie damit? Wird es also doch eine Art Impfpflicht für gewisse Berufsgruppen geben, werden Urlaubsreisen, Konzertbesuche künftig nur noch möglich sein, wenn man eine Impfung vorweisen kann? Und warum gibt es nicht mehr Unterstützung und Hilfen gerade für ärmere Familien und all die Kinder, die unter der aktuellen Situation besonders leiden müssen? Warum unternimmt die Bundesregierung nichts gegen die wachsende Bildungsungerechtigkeit, dagegen, dass immer mehr Kinder in ihrer Entwicklung nicht nur behindert, sondern geradezu abgehängt werden? In meinem Video der Woche spreche ich über die konzeptionslose Politik der Bundesregierung und über die Folgen, die der Endlos-Lockdown gerade für Kinder aus schwierigen Verhältnissen hat.“

Sahra Wagenknecht vergleicht die Entwicklung in Frankreich mit Deutschland. Sehr interessant. Sie erklärt, warum es in Portugal so schief läuft. Und sie erläutert im Einzelnen, welche bösen Folgen der hiesige Lockdown für Kinder und Jugendliche in sozial benachteiligten Familien hat.

Wagenknecht contra Merkel: Warum auch der Lockdown krank macht

So lautet die Überschrift auf Sahra Wagenknechts Webseite. Das erinnert daran, dass wir auf den NachDenkSeiten schon einmal empfohlen haben, das mögliche Parteienbündnis einer Alternative zu Merkel solle Sahra Wagenknecht zur gemeinsamen Kanzlerkandidatin machen. Daraus wurde nichts. Wer die hier empfohlene Wochenschau von Sahra Wagenknecht anschaut, in dem Merkels Auftritt in der „Sendung Farbe bekennen“ mehrmals eingeblendet wird,

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Merkels Falken scheitern am Föderalismus. Das Ergebnis ist dennoch deprimierend

20-01-21 09:42:00,

Im Vorfeld des gestrigen Corona-Gipfels im Kanzleramt wurde bereits breit diskutiert, wie viel härter der nun verlängerte Lockdown werden solle. Die Auswahl der Wissenschaftler, deren Expertise in die Beschlussvorlage einging, ließ bereits das Schlimmste befürchten. So hart kam es dann glücklicherweise nicht. Dennoch sind die heutigen Beschlüsse scharf zu kritisieren. Getreu dem Motto „Wir wissen nicht, ob die Maßnahmen Erfolg hatten, also verlängern und verschärfen wie sie“ manövriert die Politik weiterhin im Blindflug durch den Nebel und verlängerte die Maßnahmen, deren Evidenz nicht belegbar ist, erst mal bis Mitte Februar. Vor allem für die Geschädigten dieser Maßnahmen ist dies eine Hiobsbotschaft. Statt gezielt die Risikogruppen zu schützen und zum Skalpell zu greifen, schwingt man den Vorschlaghammer und nimmt weitere Kollateralschäden billigend in Kauf. Von Jens Berger.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Vollgas im Blindflug

Auch bei der Vermittlung der heutigen Beschlüsse war wieder viel von Inzidenzwerten, Infektionszahlen und Sterbeziffern die Rede. Das ist insofern erstaunlich, da dadurch der Eindruck erweckt wird, es handele sich zumindest bei diesen Größen um verlässliche Daten. Dass dem nicht so ist, zeigt eine Analyse des IGES-Instituts. Demnach gab es vor allem bei den vom RKI gemeldeten Todesfällen in den letzten Wochen einen massiven Meldeverzug. So „stauten“ sich am 14. Dezember mehr als 7.000 Todesfälle im Meldeverzug, die dann in der Zeit bis zum 8. Januar aufgearbeitet wurden. Ähnlich verhält es sich mit der Zahl der Neuinfektionen. Hier mussten schätzungsweise 60.000 Fälle nachgemeldet werden. Die Politik verhängt einen Lockdown und RKI und Gesundheitsämter sind nicht in der Lage, die Zahlen so zu liefern und aufzubereiten, dass man seriös berechnen kann, welche Auswirkungen der Lockdown auf die Infektions- und Sterbezahlen hat. Und es ist ja nicht so, dass dieses Versagen der Behörden überraschend käme.

Dies setzt sich verschärft in den Detailfragen fort. Noch immer können die Ämter laut IGES nur rund 12% der Infektionen überhaupt aufklären. Man weiß nicht, wo und wie die Menschen sich infizieren und manövriert sich im Blindflug durch Maßnahmen, die Kollateralschäden anrichten. Das kommunizierte Ziel ist es dabei, Kontakte zu reduzieren. Dabei ist Kontakt dann gleich Kontakt. Doch das ist auch aus epidemiolgischer Sicht fahrlässig.

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Merkels Neues Jahr – „Meine fünfte Amtszeit kommt!“ | KenFM.de

31-12-20 01:58:00,

Von Uli Gellermann.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

vorab die wirklich gute Nachricht: Am 26. September 2021 werde ich erneut für das Amt des Bundeskanzlers kandidieren! So verdanken Sie der Pandemie, die uns schon viele Vorteile gebracht hat, auch eine in diesen Zeiten notwendige Kontinuität. Ich bin sicher, dass sich selbst die AfD ihrer nationalen Verantwortung in einer Koalition nicht verweigern wird. Meine Dankbarkeit gilt auch der Linkspartei, die das Opponieren konsequent eingestellt hat. Von der SPD und meiner eigenen Partei erwarte ich jene Geschlossenheit, die in diesen schwierigen Zeiten notwendig ist.

Deutschland hat sich in ein beschauliches Land verwandelt

Geschlossen war in den letzten Monaten so manches: Schulen, Sportstätten, Cafés, Restaurants, Hotels und auch Kinderspielplätze. Geschlossen standen auch die Medien hinter mir. In dieser Zeit hat sich Deutschland in ein beschauliches Land verwandelt. Das hektische Hin- und Her-Reisen ist einer inneren Einkehr gewichen. Schluss war mit der aufgeregten Tanzerei in Hot-Spot-Clubs, der Lärm von Live-Musik störte nirgends die kontemplative Ruhe, die zum Regieren nun mal nötig ist; aufgeregte Darbietungen aller Art haben mich und mein Kabinett zu keiner Zeit belästigt.

Müllberge –  Verbesserung des Landschaftsbildes

Selbst die deutschen Gerichte, die anfänglich meinten, an das Grundgesetz erinnern zu müssen, haben unter der Führung meines CDU-Freundes Stephan Harbarth, dem neuen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichtes, das Nörgeln eingestellt. Geräuschlos wurden diverse Demonstrationswünsche beerdigt, es herrscht Ruhe im Land. Demonstrative Belästigungen durch die Jugendlichen von „Fridays for Future“ haben sich auf das Schönste erledigt. Denn die Luft ist durch die Corona-Shutdowns bestimmt besser geworden. Die parallel wachsenden Müllberge im Ergebnis des Home-Eatings und der Amazon-Anlieferungen halte ich jedenfalls für eine Verbesserung des deutschen Landschaftsbildes.

Eine Verschwörung wäre nicht möglich gewesen

Zwar haben sich immer wieder mal Verschwörungstheoretiker gemeldet. Aber wo es keine Verschwörung gibt, da darf es auch keine Theorie geben. Oder glauben Sie, liebe Mitbürger, ernsthaft, dass die Pharma-Industrie nur wegen ein paar Milliarden Euro ihre Lobbyisten in die einschlägigen Treffs bewegen würde? Zumal die, wie das Borchert und und das Einstein, wie auch die anderen Restaurants, geschlossen waren. Eine Verschwörung wäre also gar nicht möglich gewesen.

Löschung einschlägiger Videos ein Akt der Solidarität

Auch das Verschwinden diverser kritischer Videos hat mit Verschwörung oder Zensur nichts zu tun: Unternehmen wie Youtube sind in Zeiten gefährdeter Gesundheit einfach nur besorgt um die Nervenstärke der Bevölkerung: Aufklärung kann sehr aufregend sein,

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In Merkels Wahlkampfstrategie spielt Corona eine zentrale Rolle … in Kombination mit dem neu gewonnenen „linken“ Image

22-12-20 05:31:00,

In Gesprächen mit verschiedenen Bekannten, die bisher als Kritiker der Politik von Bundeskanzlerin Merkel und sogar als Multiplikatoren dieser Kritik in Erscheinung getreten waren, musste ich mit Schrecken zur Kenntnis nehmen, dass Merkels scharfe Corona-Politik auf Verständnis stößt. Offenbar wirkt die geplante Strategie, Angst zu erzeugen – wie ein Morgenstern, die Totschlagwaffe des Mittelalters. Damit konnten Frau Merkel und ihre Mitstreiter verbergen und überlagern, dass 15 Jahre Bundeskanzlerin Merkel ein in vieler Hinsicht desolates Land hinterlassen hat. In „Die Revolution ist fällig. Aber sie ist verboten“ habe ich unter der Überschrift „Das Zeitalter der Restauration. Wo man hinschaut – Rückschritt“ in 19 Kapiteln beschrieben, wie diese Rückschritte das Leben der Mehrheit der Menschen beeinträchtigen. Dank der erzeugten Angst und des unentwegten Eindrucks von Corona-Politikaktivität wird diese schlechte Bilanz total überlagert. Corona ist für die Wahlkampfstrategen der Union wie ein Geschenk des Himmels. Albrecht Müller

Die Bundeskanzlerin hat ihre eigene Taktik besonders clever angelegt:

  • Wenn die Pandemie im nächsten Jahr als eingedämmt erscheint, dann wird sie darauf hinweisen können, dass wir das ihrer besonderen Schärfe verdanken.
  • Wenn die Corona-Politik nicht besonders erfolgreich war, kann Merkel immer sagen, sie wäre ja für schärfere Maßnahmen gewesen.

Diese Konstellation ist ausgesprochen günstig für den Einstieg in den Bundestagswahlkampf für die voraussichtlich am 26. September 2021 stattfindende Wahl. Angela Merkel wird zwar voraussichtlich nicht mehr als Kanzlerkandidatin antreten, aber was als ihre Bilanz der Corona-Politik erscheint, wird auch auf die anderen CDU/CSU-Kandidaten und auf die gesamte politische Formation der Christdemokraten abstrahlen. Es ist davon auszugehen, dass Angela Merkel auch ihren gesamten Ehrgeiz darauf richten wird, ihr Parteienbündnis von CDU und CSU zum großen Erfolg zu führen. Das wird dann ihren Ruf als erfolgreiche(ste) CDU-Bundeskanzlerin nach Adenauer, Erhard, Kiesinger und Kohl stärken und festigen.

Wer auch immer sich Gedanken über eine Gegenstrategie macht, wer auch immer daran denkt, dass ein Kanzler Merz, Röttgen, Söder, Laschet oder Spahn eine Katastrophe wäre, muss versuchen, die Wahrheit über Merkels Bilanz unter die Leute zu bringen – auch wenn das angesichts der Verneigung so vieler Menschen, die eigentlich politisch auf der anderen Seite stehen, für die Corona-Politik der jetzigen Bundeskanzlerin ausgesprochen schwierig ist.

Mein Buch „Die Revolution ist fällig …“ sollte der Versuch sein, die wirkliche Bilanz von 15 Jahren Merkel-Kanzlerschaft zu ziehen.

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