Alle 12 Minuten eine Bombe – die unerklärten Kriege der USA haben ein absurdes Ausmaß angenommen – www.NachDenkSeiten.de

Alle 12 Minuten eine Bombe – die unerklärten Kriege der USA haben ein absurdes Ausmaß angenommen – www.NachDenkSeiten.de

28-06-18 02:10:00,

Alle 12 Minuten eine Bombe – die unerklärten Kriege der USA haben ein absurdes Ausmaß angenommen

Veröffentlicht in: Aufrüstung, Militäreinsätze/Kriege, Wertedebatte

George W. Bush gilt in Deutschland und anderswo vor allem als Kriegstreiber. Zu Recht, warfen die US-Streitkräfte während seiner achtjährigen Amtszeit doch 70.000 Bomben auf fünf Länder. Dann kam Barack Obama, der Friedensnobelpreisträger, der in Deutschland und anderswo vor allem als Friedensbringer gilt. Zu Unrecht, steigerte sich die Zahl der von den USA nun auf sieben Länder abgeworfenen Bomben in seiner Amtszeit doch auf 100.000. Und nun heißt der Präsident Donald Trump. Während alle Welt sich über seine Tweets aufregt, erreicht die Zerstörungswut des Pentagons bislang nicht für möglich gehaltene Ausmaße – allein im ersten Jahr seiner Präsidentschaft warfen die USA bereits 44.000 Bomben und dies obgleich sie sich offiziell mit keinem andern Land im Krieg befinden. Von Jens Berger.

Während der Präsidentschaft George W. Bushs warfen die USA im Schnitt jede Stunde eine Bombe ab – jede Stunde, jeden Tag, jeden Monat, die vollen acht Jahre seiner Amtszeit. Barack Obama erhöhte die tödliche Schlagzahl um fast die Hälfte auf 34 Bomben pro Tag. Zynisch könnte man fragen, ob er oder Henry Kissinger damit die Liste der kriegslustigsten Friedensnobelpreisträger anführt. Doch selbst Obama wird von Trump mühelos in den Schatten gestellt. 121 Bomben pro Tag ließ der aktuelle US-Präsident während seines ersten Jahres im Amt weltweit abwerfen – alle zwölf Minuten eine Bombe, fünf pro Stunde, also fünf mal so viel wie der „Kriegstreiber“ Bush jr.

Und auch in einer verwandten tödlichen Disziplin ist Trump auf dem besten Weg, neue Negativrekorde zu erreichen. War es zu Zeiten eines George W. Bush noch ein großes Thema, dass die USA insgesamt 57 Drohnenangriffe auf Menschen in befreundeten oder neutralen Ländern ausführten und dabei zwischen 384 und 807 unschuldige Zivilisten töteten, steigerte sich diese Zahl unter Obama auf 563 Drohnenangriffe – die Zahl der getöteten Zivilisten war bereits zu dieser Zeit noch nicht einmal mehr seriös zu schätzen, da die US-Militärs und –Dienste getreu dem Motto „fire and forget“ sie noch nicht einmal mehr protokolliert haben. Die Anzahl der Drohnenangriffe verzehnfachte sich jedenfalls unter Obama.

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