Zerstörung der Artenvielfalt. Dramatisch am Montag. Vergessen am nächsten Montag. Wo bleibt die Wegweisung der Bundesregierung?

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13-05-19 09:00:00,

Vor einer Woche wurde gemeldet, der Weltbiodiversitätsrat der Vereinten Nationen habe einen Bericht zur Artenvielfalt veröffentlicht, 1 Million Arten seien vom Aussterben bedroht. Die „Zeit“ meinte, schuld sei der Mensch. Weitere Medien beschäftigten sich mit diesem Thema, so die Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung von gestern auf der ersten Seite. Die NachDenkSeiten meinten am 7. Mai, massives Umsteuern sei angesagt. – Von konkreten Schritten der Regierung hört man nichts. Dabei ist klar, wenn mit dem Umsteuern von Seiten der Landwirtschaft, der Verkehrswirtschaft, der Energiewirtschaft oder in anderen Bereichen begonnen werden soll, dann muss die Bundesregierung den Rahmen neu setzen und öffentlich erklären, wohin die Reise geht. Albrecht Müller.

Dann müssen zum Beispiel die Bauern von der Landwirtschaftsministerin klar gesagt bekommen, dass Glyphosphat ab dann und dann nicht mehr genutzt werden kann. Sie müssen sich auf die Umstellung vorbereiten und außerdem müssen solche Schritte möglichst mit anderen Ländern koordiniert werden. Jedenfalls verlangt die dramatische Situation Entscheidungen und öffentliche Erklärungen. Ähnliches gilt für die genannten anderen Bereiche. Totschweigen geht nicht mehr.

Zwei Leserbriefe an die NachDenkSeiten. Sie betreffen den oben genannten Artikel der NachDenkSeiten vom 7. Mai 2019:

Erster Leserbrief:

Sehr geehrter Herr Müller,

mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel zum Artensterben gelesen. Ich freue mich sehr, dass Ihr Medium sich diesem Thema annimmt, gerade ökologische Themen waren in den letzten 7 Jahren (vgl. mit z. B. Parteipolitik) bei den NDS deutlich unterrepräsentiert. Umso größer meine Zustimmung zu den meisten Ihrer genannten, notwendigen Maßnahmen, um den Ökokollaps zumindest abschwächen zu können. Zu vielen Ihrer genannten Punkte ein paar Anregungen, die jeder Mensch (neben dem notwendigen Durck auf die Politik) bereits jetzt tun kann, um die Auswirkungen auf die Umwelt gering zu halten. 

  • “Eine Umstrukturierung der Landwirtschaft, Zurückfahren der Chemisierung und eine Reihe anderer Veränderungen.”

    –Das heißt mehr bio und definitiv weniger Fleisch und weitere Tierprodukte. Denn für den Kalorienverlust bei Vgl. mit pflanzlicher Nahrung müssen unnötig viele Felder mehr bewirtschaftet werden.

  • “Verkehrsvermeidung und das verlangt genau das Gegenteil von mehr Welthandel und stattdessen Regionalisierung der wirtschaftlichen Tätigkeiten …”

    –Absolut. Regionaler, saisonaler und definitiv weniger Fleisch und weitere Tierprodukte. Denn das ganze Futter sowie die Tiere müssten so nicht unnötig durch die Gegend gefahren werden.

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