Corona-Evidenz – Zeit, sich von Mythen zu verabschieden • Anthroblog

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10-09-20 07:15:00,

Am 4.9.2020 hat das Deutsche Netzwerk für Evidenzbasierte Medizin eine aktualisierte Stellungnahme zur Frage des Umgangs mit Covid-19 veröffentlicht. Sie setzt sich mit der Einschätzung der Gefährlichkeit von Covid-19, mit dem Nutzen und Schaden von Interventionen, den Teststrategien, der Berichterstattung durch die Medien und offizielle Stellen, mit der Entwicklung von Impfstoffen und den Kollateralschäden durch Präventionsmaßnahmen auseinander. Die Stellungnahme fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu den genannten Fragen zusammen. Es ist Zeit, sich von Mythen zu verabschieden.

Corona-Evidenz – Zeit sich von Mythen zu verabschieden

Corona-Evidenz. Zeit, sich von Mythen zu verabschieden

Die Zwischenergebnisse in Kürze: Ihren Höhepunkt erreichte die Epidemie in Deutschland, der Schweiz und Österreich Mitte bis Ende März. Ob die zu diesem Zeitpunkt oder danach verhängten Maßnahmen den deklarierten Zweck erreichten, ist fraglich. In keinem der genannten Länder kam es zu einer Überlastung der Gesundheitssysteme. Hohe Case Fatality Rates von bis zu 10% und mehr haben sich als falsch erwiesen. Inzwischen wird von Infection Fatality Rates von 0,1 bis 0,6 % ausgegangen. Gestorben sind vor allem Hochbetagte und Menschen mit schweren Vorerkrankungen. Der Altersmedian der COVID-Verstorbenen liegt bei 82 Jahren und 85% der Verstorbenen waren 70 Jahre oder älter. Kinder scheinen kaum betroffen. Zu nicht-pharmakologischen Maßnahmen (Social Distancing, Mund-Nasenschutz, Schulschließungen, Schließung von Arbeitsplätzen, Verbot von Massenveranstaltungen und Einschränkung der Bewegungsfreiheit) gibt es kaum belastbare Evidenz bzw. deren Wirkung war niedrig. Die Wirksamkeit von Alltagsmasken ist weiterhin umstritten. Schulschließungen waren wenig effektiv oder sogar für Kinder wegen psychischer Folgen eher schädlich. Für den Nutzen von Massentestungen mit den derzeit verbreiteten Tests gibt es keine wissenschaftliche Evidenz. Die propagierte Nationale Teststrategie »ist teuer und mit hoher Wahrscheinlichkeit nutzlos, alleine schon, weil es aufgrund der nicht ausreichend hohen Sensitivität, der hohen Rate asymptomatisch Infizierter und der unbekannten Dunkelziffer von Virusträgern nicht gelingen kann, SARS-CoV-2 aus der deutschen, österreichischen oder Schweizer Bevölkerung zu eliminieren.« An der öffentlichen Berichterstattung ist vor allem zu kritisieren, dass die SARS-CoV-2 Inzidenzen fast ausschließlich als Absolutzahlen ohne Bezugsgröße berichtet werden. Bei den beschleunigt zugelassenen Impfstoffen ist die Sicherheit zweifelhaft, mögliche Langzeitfolgen sind derzeit naturgemäß völlig unbekannt. Auch für die indirekten Schäden der Pandemie gibt es noch wenig Studienevidenz.

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Lügen, Mythen, Halbwahrheiten: Die Propaganda für das 2-Prozent-Ziel der Nato wird immer dreister | Anti-Spiegel

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18-08-19 05:57:00,

Die Propaganda für das sogenannte „Zwei-Prozent-Ziel“ der Nato nimmt mittlerweile abstruse Züge an. Den Titel „dreistestes Machwerk des Monats“ zu dem Thema dürfte sich ein Artikel in der Neuen Züricher Zeitung verdient haben, in dem nicht nur Halb-, sondern auch klare Unwahrheiten zu lesen sind. Das wollen wir uns nun einmal anschauen.

Das Zwei-Prozent-Ziel der Nato ist de facto nichts weiter, als ein Konjunkturprogramm für die US-Rüstungsindustrie, wie ich hier aufgezeigt habe. Und es funktioniert, die europäischen Nato-Staaten sind der am schnellsten Wachsende Markt für die US-Rüstungsindustrie. Aber es geht dabei keineswegs um Sicherheit, wie man uns immer erklären möchte.

Wenn es um Sicherheit ginge, würde die Nato mitteilen, was die Gefahr ist und vor allem, wie viele Panzer, Flugzeuge, Schiffe, Raketen und so weiter sie braucht, um unsere Sicherheit zu gewährleisten. Aber darum geht es dabei nie, es geht immer nur um die Zwei Prozent vom BIP, die die Nato-Staaten in Rüstung stecken sollen. Was sie für das Geld kaufen, ist zweitrangig, solange es nur vorwiegend in den USA gekauft wird.

Besonders deutlich wurde das, als die EU einen eigenen Fond zur Förderung von Waffentechnik einrichten wollte und bei der Vergabe der Gelder europäische Firmen bevorzugt behandeln wollte. Der Aufschrei in Washington war gewaltig und man forderte ultimativ, US-Firmen den gleichen Zugang zu den Geldern zu gewähren und drohte sogar mit Sanktionen, wenn die EU die Frechheit haben sollte, ihre eigene Rüstungsindustrie zu bevorzugen.

In der letzten Woche durfte ein Herr Karl-Heinz Kamp einen Gastkommentar zu dem Thema in der Neuen Züricher Zeitung schreiben, der es in sich hatte. Bevor wir zu diesem Machwerk kommen, wollen wir erst einmal schauen, wer dieser Herr Kamp ist. Er hat in seiner Studienzeit ein Stipendium der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) gehabt. Wer meine Artikel verfolgt, der kennt diesen Verein bereits sehr gut. Wenn sogenannte Experten uns in den „Qualitätsmedien“ die Positionen der Nato näher bringen und uns vor allem mitteilen dürfen, dass Russland der Feind ist, dann haben sie fast immer etwas mit dieser Organisation zu tun.

Diese Stiftung mit dem unschuldig klingenden Namen wurde 1962 unter Regie der CIA gegründet. Die Gründung erfolgte unter der Regie von Klaus Ritter,

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Denkfehler, Mythen und Legenden bestimmen über weite Strecken die öffentliche Debatte und die politischen Entscheidungen – www.NachDenkSeiten.de

Denkfehler, Mythen und Legenden bestimmen über weite Strecken die öffentliche Debatte und die politischen Entscheidungen – www.NachDenkSeiten.de

25-06-18 06:02:00,

Denkfehler, Mythen und Legenden bestimmen über weite Strecken die öffentliche Debatte und die politischen Entscheidungen

Veröffentlicht in: Denkfehler Wirtschaftsdebatte, Strategien der Meinungsmache

Kern des Buches „Die Reformlüge“, das ich 2004 veröffentlicht habe, war die Beschreibung von 40 Denkfehlern, Mythen und Legenden, die das politische Leben damals bestimmt haben.
Die Debatte über Exportüberschüsse war der Anlass, zu überprüfen, ob der damalige Aufklärungsversuch etwas bewirkt hat. Vielleicht ein bisschen. Aber leider sind sehr viele der damals beschriebenen Denkfehler immer noch virulent, das meint: Sie prägen das Denken und die politischen Entscheidungen. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die 40 Denkfehler und dann auch noch aus aktuellem Anlass den Text zum Mythos: „Wir leben vom Export“. Albrecht Müller.

Die in 2004 beschriebenen Denkfehler, Mythen und Legenden haben die Politik über weite Strecken bestimmt und sie tun das heute noch

Im Inhaltsverzeichnis der „Reformlüge“ wie auch auf dem Lesezeichen des Buches sind die 40 Denkfehler aufgelistet. Siehe hier:

Prüfen Sie anhand dieser Liste selbst die Relevanz für die Vergangenheit und für die Gegenwart. Die aus meiner Sicht prägenden Denkfehler habe ich rot markiert, jene, die heute zusätzlich immer noch sehr wirksam sind, sind grün markiert. Diese Unterscheidung allerdings ist nicht so bedeutsam wie die Tatsache selbst, dass Denkfehler in so weitem Maße unsere Wirklichkeit und unser Leben bestimmen. Ich gehe in Stichworten auf ein paar dieser markierten Denkfehler ein:

Zu Ziffer 1. „Alles ist neu“ und 2. „Die Globalisierung ist ein neues Phänomen“:

Das können Sie heute in vielerlei Äußerungen und Texten wiederfinden. Es ist heute genauso falsch wie damals.

Zu Ziffer 3. „Wir brauchen die permanente Reform“

Der darin enthaltene Missbrauch des guten Wortes Reform wird immer noch fortgeführt. So kann man heute in den Zeitungen lesen, dass von Griechenland erwartet wird, dass dort die “Reformen“ fortgesetzt werden.

Zu Ziffer 5, 6 und 7; sie gelten der Agitation zum demographischen Wandel und zur Altersvorsorge. Diese Denkfehler und Legenden waren von großer Relevanz für die Einführung der Riester-Rente und insgesamt den Schwenk zur Teilprivatisierung der Altersvorsorge. Auch von der neuen Koalition wird auf der Basis dieser Legenden verfahren.

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