Mythos Überbevölkerung und Corona – ein historischer Mahnruf | KenFM.de

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29-06-20 07:48:00,

Von Michael Hüter.

Seit Bill Gates Auftritt zu „Corona“ in den ARD-Tagesthemen vom 12. April 2020 ist dieser Multimilliardär und einer der reichsten Menschen dieses Planteten wieder sprichwörtlich „in aller Munde“. Seine wiederholt öffentlich vorgebrachte, mit Verlaub, Anmaßung, 7 Milliarden Menschen impfen zu wollen, ist aber nicht primär Gegenstand dieses Artikels.

Seit ebenso vielen Jahren sorgt Gates mit einer weiteren und um nichts weniger anmaßenden Äußerung (vor allem in den USA) für Aufmerksamkeit: Er möchte die Weltbevölkerung reduzieren. – Mit dieser Haltung und der dahinter liegenden Annahme, die Welt sei „überbevölkert“ oder drohe überbevölkert zu werden, gesellt sich der Multimilliardär in eine Reihe zahlreicher US-Milliardäre und „Polit-Eliten“ vor ihm, die den Rest der Welt vor der drohenden „Überbevölkerung“ warnen und letztlich „beschützen“ wollen.

Ist dieses Horrorszenario Überbevölkerung, dass uns in regelmäßigen Abständen (auch im deutschsprachigen Raum) an die Wand gemalt wird, überhaupt berechtigt und vor allem begründet? Handelt es sich womöglich bei diesem Szenario einer „Überbevölkerung“ nur um einen Mythos und wann und wo wurde und wer hat diese Erzählung in die Welt gesetzt?

USA, 1974. Henry Kissinger startet den groß angelegten Bevölkerungsplan, als er das geheime National Security Study Memorandum 200 verfasste. Darin schreibt er: „Das oberste Gebot der US-Außenpolitik ist die Bevölkerungsreduktion“; in anderen Ländern wohlgemerkt!

Bei der darauffolgenden UN-Bevölkerungskonferenz 1974 einigten sich 137 Staaten darauf, das Bevölkerungswachstum aufzuhalten. Die Angst vor der Überbevölkerung erfasste die ganze Welt und Staaten praktizierten — oft unter politischem und wirtschaftlichem Druck — Bevölkerungsreduktionen auf unterschiedliche Weise. Dass Deutschland seit Ende der siebziger Jahre innerhalb Europas die geringste Geburtenzahl aufweist, kann man mit Ironie auch so kommentieren: Es hat den amerikanischen Auftrag „zur Geburtenreduktion“ am konsequentesten umgesetzt.

Tatsache ist: Würden wir die derzeit etwa 8 Milliarden Menschen in einem so kleinen Land wie Österreich stehend versammeln, hätten sie allesamt auch noch ungefähr einen Quadratmeter Platz, um sich zu bewegen. Den immer noch sehenswerten Dokumentarfilm Population Boom von Werner Boote liegt eine zentrale Frage zugrunde. — Wenn wir, wie vielfach behauptet, „überbevölkert“ sind, wer von uns ist dann zu viel? (1)

Einmal abgesehen davon: Jean Ziegler, ehemals UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung,

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Der Mythos vom „Bakterienkiller“

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06-06-20 07:56:00,

Eine 2014 durchgeführte Forsa-Umfrage ergab, dass 40 Prozent der Frauen und 28 Prozent der Männer in den zwölf Monaten vor der Befragung Antibiotika verordnet bekommen hatten (1). 41 Millionen Packungen gingen 2015 über die Tresen der Apotheker — für jeden zweiten Deutschen eine Packung (2). Antibiotika gelten als Grundsäule der modernen Medizin, vor deren flächendeckendem Einsatz Menschen den Mikroorganismen wie Fliegen zum Opfer gefallen seien. Eine derartige die Fakten ignorierende Überschätzung der Antibiotika gipfelt darin, dass die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) bei Verdacht auf eine Infektion oder Blutvergiftung als Qualitätskriterium ernsthaft eine Antibiotikagabe innerhalb von 60 Minuten (!) fordert (3).

Mit der Erfindung der Diagnose „SIRS“ („systemisches inflammatorisches Syndrom“), die umso inflationärer gehandelt wird, je geringer die Expertise der Behandler ist, wird antibiotischen Übertherapien Tür und Tor geöffnet; denn wer bei vagem Infektionsverdacht bereits Antibiotika verabreicht, nimmt zahlreiche unnötige Antibiotikatherapien in Kauf. Und dies sogar trotz potenziell schwerwiegender Nebenwirkungen, die zu bleibenden Gesundheitsschäden führen.

Bei einer Verordnung von 57 Tagesdosen pro 100 Patiententagen gehören Antibiotika zu den meistverordneten Medikamenten in Kliniken. Man könnte daraus den Schluss ziehen, dass Antibiotika „systemrelevant“ seien (4). Doch die „Systemrelevanz“ besteht nur für die Hersteller und nicht für das Überleben der Menschheit.

Die klassischen Penicilline wurden erstmals gegen Ende des Zweiten Weltkriegs eingesetzt und waren schon ein halbes Jahrhundert später nicht mehr behandlungsrelevant. Antibiotika waren nie die Wunderwaffen, für die viele Ärzte sie heute noch halten. Tatsächlich sinkt die Sterblichkeit bei einer restriktiveren Verordnung von Antibiotika (5)! Es sind nicht die Infektionserkrankungen, an denen Menschen heute bei guter Ernährungslage und angemessener Hygiene sterben. Ein bakterieller Infekt führt mit dem Auftreten von 40 Grad Celsius Körpertemperatur nicht zum Tod und sollte keinen Verordnungsreflex für Antibiotika auslösen. Selbst eingefleischte Schulmediziner räumen inzwischen ein, dass mindestens 30 Prozent der Antibiotikaverordnungen sich in keinster Weise positiv auf die Erkrankung auswirken (6).

Bei den noch immer häufigsten Verordnungen — Infektionen der oberen Atemwege und ableitenden Harnwege — sind Antibiotikagaben völlig unsinnig. Auch die vorbeugende Gabe von Antibiotika vor Operationen oder anderen Eingriffen, vor Wochenenden oder bei Kranken mit Begleiterkrankungen (Asthma bronchiale, Diabetes mellitus …) ist eine medizinische Unsitte, mit der gegen das Sorgfaltsgebot bei der Verordnung nebenwirkungsträchtiger Medikamente verstoßen wird. Eine weitere Quelle des Unfugs ist die Verordnungsdauer von Antibiotika.

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Mythos Reproduktionszahl

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13-05-20 08:38:00,

Die sogenannte Reproduktionszahl ist in aller Munde. Sie muss jedoch erst in einen Zusammenhang gestellt werden – sonst ist es leicht möglich, die Zahl für verschiedene Zwecke zu instrumentalisieren. Das reicht von Sensationslust über Angsterzeugung bis hin zum „Abkürzen“ einer Debatte der politischen Maßnahmen. Im Folgenden soll versucht werden, den Kontext für solche Diskussionen zu liefern, damit derartige Instrumentalisierungsversuche künftig erkannt und abgewehrt werden können.

PATRICK GRETE, 13. Mai 2020, 0 Kommentare

Die Reproduktionszahl R ist ein Wert, der eine Epidemie beschreibt. Man unterscheidet die Basisreproduktionszahl R(0) und die effektive Reproduktionszahl R(eff). R(0) ist eine Kenngröße für einen bestimmten Erreger und sagt aus, wie viele Menschen ein Infizierter im Mittel ansteckt, wenn keinerlei Maßnahmen ergriffen werden. Bei Masern ist der Wert etwa 15, bei SARS-CoV-2 wird sie vom Robert Koch-Institut (RKI) mit 2,4 bis 3,3 angegeben. Wenn Maßnahmen ergriffen werden oder sonstige Bedingungen gegeben sind, ändert sich die Reproduktionszahl. Man spricht dann von der effektiven Reproduktionszahl R(eff). Im Folgenden soll es nur um diese effektive Reproduktionszahl gehen, daher wird der Kürze wegen das Wort “effektiv” weggelassen.

Die Reproduktionszahl gibt die Steigerungs- bzw. Verringerungsrate für die Anzahl der neu Infizierten an. Ist R=2, so steckt im Mittel jeder Infizierte innerhalb der Generationszeit 2 weitere Menschen an. Dies ist der gefürchtete “exponentielle Verlauf”, da nach jeder Generationszeit, die Neuerkranktenzahlen doppelt so hoch sind: 2, 4, 8, 16, 32, 64. Ist also die Neuerkranktenzahl nach 6 Generationszeiten 64 mal so hoch, dann beträgt R=2 vor. Ist R unter 1, dann sinken die Neuerkranktenzahlen. R=0,5 bedeutet, dass zwei Menschen im Mittel nur noch einen Menschen in der Generationszeit anstecken. Sind also aktuell 1.000 neue Erkrankte zu verzeichnen und nach 3 Generationszeiten nur noch 125, dann liegt R=0,5 vor. (1)

Die Reproduktionszahl spielt in der Debatte um den Umgang mit der Coronakrise eine entscheidende Rolle. Erst seit R unter 1 gefallen ist, erscheint es politisch möglich, über Lockerungen zu sprechen. Die Reproduktionszahl wird seit dem 8.4. vom RKI in den täglichen Situationsberichten aufgeführt. Damals, vor Ostern, gab es von den Regierenden harte Ansagen. R war damals mit 1,2 gemeldet, der exponentielle Verlauf lag also noch vor, jede Lockerung würde, so hieß es, zu einem höheren R führen und war damit als unverantwortlich abgekanzelt. Als mit dem 13.4. R auf 1 sank und sich die Regierenden zu Konsultationen trafen,

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„Ein Mythos“: Sahra Wagenknecht rechnet mit Fachkräftemangel ab – Arbeitsmarktexperte legt nach

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19-12-19 09:22:00,

Laut der Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht verbirgt sich hinter dem flächendeckenden Fachkräftemangel eine „knallharte Interessenpolitik“. So wurde auf dem Fachkräftegipfel im Kanzleramt eben für ausländische Fachkräfte geworben. Während mehrere Studien den besagten Mangel belegen, verweisen viele auf andere diesbezügliche Probleme im Land.

Die Bundesregierung will mehr Fachkräfte von außerhalb der EU nach Deutschland holen, hieß es beim Fachkräftegipfel im Kanzleramt am Montag. Deswegen tritt am 1. März auch das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft, das den Fachkräften aus dritten Ländern den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erleichtern soll. Es sind vor allem die Unternehmen, die den Mangel seit Jahren beklagen. Laut einer neuen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) bezeichnen 56 Prozent der Firmen diesen als das größte Geschäftsrisiko.

Doch nicht viele zeigen sich von diesen Einstellungen begeistert. So meint die geschiedene Chefin der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, in einer Stellungnahme, sollte es in Deutschland tatsächlich einen Mangel an Fachkräften geben, dann seien Regierung und Wirtschaft selbst schuld daran. „Die Politik, weil sie seit Jahren nichts gegen die chronische Unterfinanzierung der deutschen Bildungseinrichtungen tut: nichts gegen Lehrermangel, den Unterrichtsausfall, die oft unerträglichen Zustände gerade in Schulen ärmerer Stadtviertel. Und die großen börsennotierten Unternehmen, weil sie die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze in vergangenen Jahren sogar reduzierten“, so die 50-jährige Volkswirtin. Sie verweist weiter darauf, dass sich die Anzahl der Jugendlichen, die sich vergeblich um eine Lehrstelle bewerben würden, von 2010 bis 2017 verdoppelt habe.

Das Gerede vom flächendeckenden Fachkräftemangel ist daher laut Wagenknecht ein Mythos, „hinter dem sich knallharte Interessenpolitik verbirgt“.

Die Politikerin ist sich sicher: Wo Fachkräfte fehlen würden, müssten Unternehmen alles tun, um Beschäftigte mit guten Löhnen und dauerhaften Verträgen möglichst langfristig zu binden. So waren 2019 nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 40 Prozent aller Neueinstellungen befristet.

Besucher einer Jobmesse für Migranten in Berlin

©
REUTERS / Fabrizio Bensch

Dafür waren laut den BA-Zahlen im November 2019 etwa 1,49 Millionen Fachkräfte als arbeitslos beziehungsweise arbeitssuchend gemeldet im Vergleich zu den 478.000 gemeldeten Arbeitsstellen. Also mangele es nicht an Fachkräften, so Wagenknecht, sondern in erster Linie an Unternehmen, die ausbilden, gute Löhne zahlen und faire Arbeitsbedingungen bieten würden.

„Dazu sollte das Kanzleramt mal einen Krisengipfel machen, statt die Wirtschaft mit billigen Arbeitskräften aus dem Ausland zu versorgen,

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Mythos „Grüner Kapitalismus“

mythos-„gruner-kapitalismus“

16-10-19 09:42:00,

Die Frage der Fragen hat, wie sollte es anders sein, Profiteure, das politische Establishment, Ökonomen und sonstige Kapitalismusverfechter aller Couleur aufgescheucht. In Springers Welt will uns die gern geladene Talkshow-GästIn und selbst ernannte „Chefökonomin“ Dorothea Siems darüber aufklären, dass alle, die nicht ihrer Wahnvorstellung vom ewigen Wachstum frönen, doch wohl rein gar nichts begriffen hätten.

Diese „radikalen Wachstumsskeptiker“ unterschätzten mit ihrer „Ökospinnerei“ die „Anpassungsfähigkeit der Marktwirtschaft“. Immerhin, so Siems, berge auch Ökowirtschaft „enorme Geschäftschancen“. Sie meint natürlich die Profite der Aktionäre und Konzernchefs.

Mit derlei Storys geistern viele neoliberale Esoteriker mit Professorentiteln durch die Medien. Warum Kapitalismus, Ökologie und Demokratie angeblich „einander brauchen“ und daher das gegenwärtige System alternativlos sei, versuchte Jürgen Kocka im Tagesspiegel darzulegen.

Seine Begründung beschränkt sich am Ende auf eine hohle Phrase: Der Sozialismusversuch im „Ostblock“ sei schließlich an fehlender Demokratie und Ökologie gescheitert. Und außerdem gebe es ja „sehr verschiedene Kapitalismen“.

Über die DDR durfte sich dann auch Hubertus Knabe, ehemaliger Leiter der Stasi-Gedenkstätte in Hohenschönhausen, in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) auslassen, um einen „Irrtum der Klimaschützer“ zu attestieren und den gottgleichen Status des Marktes zu rechtfertigen.

In der Wirtschaftswoche, dem Blatt für studierte Marktesoteriker, warnte Kolumnist Andreas Freytag die F4F-Aktivisten vor antikapitalistischen Einflüssen durch Linke und „NGOs“.

Diese wollten ihnen den Floh ins Ohr setzen, dass man „dem Klimaschutz gleich den Kapitalismus opfern“ müsse, zeterte er. Und sogar die angeblich linke taz ließ ihre Leser an der Bullshit-Erkenntnis des Finanzinvestors Jochen Wermuth teilhaben, wonach nur der Kapitalismus das Klima retten könne.

Das Märchen vom grünen Kapitalismus, das sie uns allen verkaufen wollen, geht so: Das quantitative Wirtschaftswachstum, auf dem das System basiert, müsse gar nicht materiell erfolgen.

So könne das Gesundheitswesen beispielsweise wachsen. Oder die Pflege. Denn ohne Wachstum und Profitstreben gehe es nun mal nicht. Dann hätten die Profiteure gar keinen Anreiz, neue Technologien zu entwickeln. Und letztere seien nötig für die Umwelt. Kurzum: Eine Wirtschaft könne auch umweltverträglich wachsen.

Um zu verstehen, warum das Blödsinn ist, ja, weshalb Kapitalismus zugunsten veralteter schädlicher Technologien sogar neue Innovationen verhindert, muss man den Kapitalismus verstehen. Dazu ist ein kurzer Rückblick in die Geschichte unumgänglich.

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Klimawaffen: Mythos oder Realität? – Expertenmeinung

klimawaffen:-mythos-oder-realitat?-–-expertenmeinung

14-08-19 04:16:00,

Waldbrände in Sibirien, Tornados in der Region Krasnodar, Hochwasser in der Äußeren Mandschurei. In Russland hat man diesen Sommer eine Reihe von Naturkatastrophen erlebt. Der Abgeordnete der russischen Staatsduma, Alexej Schurawljow, vermutet, dass gegen Russland Klimawaffen eingesetzt wurden. Ist es wirklich so?

Klimawaffen bedeuten eine bewusste Wetterbeeinflussung mit dem Ziel, dem Gegner Schaden zuzufügen. Mitte des letzten Jahrhunderts begannen die ersten Experimente mit der Wettermanipulation. Zunächst haben die Menschen gelernt, die Bildung von Wolken und Nebel künstlich herbeizuführen. Ähnliche Studien wurden in vielen Ländern, einschließlich der UdSSR, durchgeführt. Etwas später lernte man künstlichen Niederschlag. 1977 haben die Vereinten Nationen eine Konvention verabschiedet, die verboten hat, Klima als Waffe zu missbrauchen. Sie wurde auf Initiative der UdSSR verabschiedet und die Vereinigten Staaten schlossen sich ihr an.

„Das Thema der Klimawaffen ist sehr kompliziert. Die Frage ist umstritten, unter den Meteorologen gibt es unterschiedliche Meinungen. Das Problem der Entwicklung von Klimawaffen wurde seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts aufgegriffen. In der Sowjetunion wurde ein spezielles Institut gegründet, das sich damit beschäftigt hat. Es gab sogar eine Idee, tropische Zyklone umzuleiten“, sagte die Professorin Darja Guschtschina vom Institut für Wetter- und Klimaforschung der Lomonossow-Universität Moskau im Sputnik-Gespräch.

Wenn man über Klimawaffen spricht, darf man zwei Objekte nicht außer Acht lassen: den amerikanischen Komplex HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program) , der sich in Alaska befindet, und das Objekt „Sura“ in Russland bei Nischni Nowgorod – einen multifunktionalen Radiokomplex, der die Ionosphäre untersucht.

Unlängst warf der US-amerikanische Wissenschaftler Scott Stevens Russland vor, Klimawaffen gegen die USA eingesetzt zu haben. Laut Stevens soll die russische Seite mit einer geheimen Installation wie „Sura“, die nach dem Prinzip eines elektromagnetischen Generators arbeitet, den Hurrikan „Katrina“ geschaffen und in die Vereinigten Staaten geschickt haben.

Hurrikan Irma trifft auf die Küste von Puerto Rico

©
REUTERS / Alvin Baez

Doch laut der Wissenschaftlerin besitzt der Mensch heute keine Fähigkeiten, die mit den Energiereserven der Natur vergleichbar sind.

„Damit eine tropische Zyklone (ein Tiefdruckgebiet – Anm. d. Red.) in eine bestimmte Richtung zieht, sind bestimmte Bedingungen erforderlich. Eine Zyklone wandert in einer Bewegungsbahn, wo die Wassertemperatur der Ozeanoberfläche 27 Grad Celsius übersteigt. Wenn man den Ozean an einem bestimmten Ort aufwärmt, kann man die Zyklone in die gewünschte Richtung umleiten. Aber um den Ozean wenigstens um die Hälfte eines Grades aufzuwärmen,

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Mythos Nowitschok?

Mythos Nowitschok?

15-03-18 05:45:00,

Symbol für chemische Waffen. Bild: gemeinfrei

Der ehemalige britische Botschafter Craig Murray vergleicht die Kampfstoffkategorie, mit der der ehemalige Doppelagent Skripal vergiftet worden sein soll, mit den behaupteten Massenvernichtungswaffen im Irak

Die britische Premierministerin Theresa May ist sich nach eigenen Angaben sicher, dass russische Staatsakteure hinter der Vergiftung des nach England umgesiedelten ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia stecken. Als Indiz dafür wertet sie, dass Ermittler in einem Pub, das die Opfer besucht hatten, angeblich Spuren von “Nowitschok” entdeckten. Dieses russisches Wort heißt übersetzt “Neuling” und steht für eine Kategorie von mehr als hundert Nervengiften, die dem nach New Jersey übersiedelten wolgatatarischen Chemiker Vil Mirzayanov zufolge seit den 1970er Jahren in einem sowjetischen Programm namens “Foliant” entwickelt worden sein sollen – was Russland im UN-Sicherheitsrat und anderswo bestreitet.

Mirzayanov und dem ehemaligen britischen Chemiewaffenregimentsoffizier Hamish de Bretton-Gordon nach wurde Nowitschok im südrussischen Schichany hergestellt. De Bretton-Gordon zufolge ist (beziehungsweise war) das der einzige Fertigungsstandort, während Mirzayanov sich selbstbewusst der Meinung zeigt, es könne auch jemand gefertigt haben, der sein darüber verfasstes Buch als Anleitung nahm. Eine Fabrik für Düngemittel oder Pestizide würde dazu ausreichen, wie er in seinem Aufsatz Dismantling the Soviet/Russian Chemical Weapons Complex – An Insider’s View behauptet.1

Strukturformel aus Mirzayanovs Buch.

Grafik

: Public Domain

OPCW hat keine Informationen

Theresa May zufolge arbeiten die britischen Behörden derzeit daran, der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) eine unabhängige Bestätigung ihrer Ergebnisse zu ermöglichen. Warum diese Bestätigung nicht umgehend vorgenommen wird, ließ die Premierministerin offen. Das ist unter anderem deshalb merkwürdig, weil eine Regierung der internationalen Chemiewaffenkonvention nach eigentlich verpflichtet ist, gefundene Kampfstoffspuren an die OPCW weiterzuleiten.

Als der Guardian bei der OPCW bezüglich eines britischen Hilfsgesuchs anfragte, erhielt er lediglich die Antwort, dass man “im Moment” keine Informationen dazu habe. 2013 war das mit amerikanischen, russischen, deutschen, französischen und britischen Experten bestückte Beratergremium der Organisation in einem Bericht zum Ergebnis gekommen, dass man zu Nowitschok nichts sagen könne, weil es zu wenige verlässliche Informationen dazu gebe und wissenschaftliche Literatur dazu fehle.

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