Venezuela – Nachtrag über den Menschenrechts-Bericht Michelle Bachelets, über Pepe Mujica und die Medien

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07-08-19 07:45:00,

Während einer Tagung vom vergangenen 28.Juli der sich im kommenden Oktober zur Wiederwahl präsentierenden uruguayischen Regierungspartei Frente Amplio (Breites Bündnis) überraschte der zum Nationalhelden erhobene Ex-Tupamaro-Guerillero und Ex-Präsident José Pepe Mujica die Öffentlichkeit mit scharfen Worten an die Adresse der venezolanischen Regierung Nicolás Maduro. „In Venezuela gibt es nichts anderes als eine Diktatur”, erklärte der zu den führenden und erlauchtesten Köpfen der lateinamerikanischen Linken zählende Politiker. Mujicas Worte wurden von Universal Radio News ausgestrahlt und im Handumdrehen nahezu viral von internationalen Medien und sozialen Netzwerken verbreitet. Von Frederico Füllgraf.

„Es ist eine Diktatur, ja. In der Lage, in der sich Venezuela befindet, gibt es nichts anderes als eine Diktatur. Doch Saudi-Arabien ist mit einem absolutistischen König ebenso eine Diktatur, und eine Diktatur beherrscht Malaysia, wo täglich 25 Menschen getötet werden. Und was ist mit der Volksrepublik China?”, provozierte Mujica Parteifreunde und erstaunte Medien. Die Aufreizung war indes nicht bombastisch. Seit Ende 2018 hatte der linke Mujica gedämpfte Signale der Kritik am Regierungsstil Maduros ausgesendet und sich Anfang 2019 auch als internationaler Unterhändler für den innervenezolanischen Dialog angeboten.

Beobachter sinnierten, Mujicas Worte seien als Wink mit dem Zaunpfahl an eher konservativ orientierte Wähler zu deuten. Das mag stimmen, sollte aber nicht als Verzweiflungsakt verstanden werden, rangiert Frente Amplio nach jüngsten Umfragen mit 35,5 Prozent immerhin auf Platz 1 der Wählerpräferenz und satten 13 Prozent vor ihrem konservativen Herausforderer, der Nationalen Partei (22,6 Prozent).

Dass Daniel Martínez, der Präsidentschaftskandidat des Frente Amplio, sich Mujicas Meinung über die Regierung Maduro anschloss und über Twitter verbreitete, deutet vielmehr an, dass sich die Partei schrittweise den Ansichten ihres einst defenestrierten Mitglieds und gegenwärtigen Generalsekretärs der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS), Luis Almagro, annähert. Die Ironie dabei ist, dass Almagro aus der Partei ausgeschlossen wurde, nachdem er Erklärungen für eine mögliche Intervention in Venezuela abgegeben hatte.

Der schräge UN-Bericht von Hochkommissarin Michelle Bachelet

Die Venezuela-Wende in der linken Frente Amplio erfolgte jedoch wenige Wochen nach Bekanntgabe des Berichts von UN-Sonderkommissarin Michelle Bachelet zur Lage der Menschenrechte in Venezuela und ist als Distanzierung der uruguayischen Linken von der Regierung Maduro zu deuten; eine Distanzierung, der sich neuerdings auch Boliviens Präsident und enger Freund von Hugo Chávez, Evo Morales, anschloss.

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Nachtrag zum Artikel zu Todenhöfers Buchlesung in Hamburg. Mancheiner fällt ein Urteil, ohne einen Text gelesen zu haben.

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09-05-19 02:35:00,

Gestern haben wir den Bericht eines Hamburger Journalisten über eine Veranstaltung mit Jürgen und Frederic Todenhöfer in Hamburg gebracht. Ich habe den Bericht in den NachDenkSeiten eingestellt, weil ich ihn für eine ehrliche und im Ergebnis äußerst positive Wertung des Buches und der Arbeit der beiden Todenhöfers hielt und halte. Die Reaktion auf diesen Bericht auf unserer Facebook-Seite und auch bei einigen uns erreichenden Leserbriefen ist irritierend. Die letzte Lesermail lautet: „Sehr geehrtes NDS-Team, nun weiß ich endlich wie ein Verriß aussieht und man Kräfte auseinanderdividiert anstatt zu vereinen. Schlimm! I.D.“ Ich kann dem nicht mehr folgen. Albrecht Müller.

Vermutlich lesen manche Leserinnen und Leser nicht mehr die wesentlichen Teile eines Textes und kommen ganz schnell zu einem Urteil, möglichst zu einem vernichtenden Urteil. Ich habe zur Sicherheit den Bericht unseres Autors aus Hamburg noch einmal gelesen, schließlich kann man sich ja auch selbst täuschen. Im Folgenden sind ein paar Auszüge dokumentiert. Rechtfertigen diese Aussagen die zitierte Bewertung und die anderen Bewertungen auf unserer Facebook-Seite? Meines Erachtens ganz und gar nicht. Deshalb komme ich noch einmal auf diesen Bericht zurück.

Hier also die Auszüge aus dem Bericht des Hamburger Journalisten Lothar W. Brenne-Wegener. Lesen Sie bitte bis zum letzten Absatz. Rechtfertigen diese Textpassagen das Urteil, dieser Bericht sei ein Verriss und würde zeigen, wie man die Kräfte, zum Beispiel gegen den Krieg, auseinanderdividiert? Darf denn ein Artikel mit einem insgesamt sehr positiven Urteil über eine Person und seine Publikation nicht auch ein paar kritische Anmerkungen enthalten, im Bericht über Hamburg zum Beispiel den Hinweis auf die Schauelemente der Veranstaltung? Solche undifferenzierten Debatten sind tödlich für jede demokratische Debatte.

Auszüge aus dem Bericht über die Veranstaltung mit den beiden Todenhöfers in Hamburg:

„Wer es (das Buch ‚Die große Heuchelei des Westens‘) gelesen hat, weiß, dass Todenhöfer zusammen mit seinem Sohn Frederic darin die zentrale Lüge der westlichen Außenpolitik thematisiert, dass nämlich die oft terroristischen Militärinterventionen des sogenannten Wertewestens nie der Freiheit und Demokratie dienen, sondern immer nur den ökonomischen und geostrategischen Interessen, ein Befund, wie wir ihn in dieser Deutlichkeit bisher nirgendwo sonst gelesen haben.

In meiner weiteren Darstellung beschränke mich also auf die Darstellung des Ablaufs des Abends, der zu einem ähnlich spektakulären Erlebnis wurde, wie es zuvor bereits die Lektüre des Buches selbst gewesen war.

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Israel im Jahr 2018 – Teil 9 (Nachtrag) | KenFM.de

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06-01-19 05:41:00,

Medienberichte, die vielleicht nicht oder aus einem anderen Blickwinkel bekannt sind.

von Jochen Mitschka.

Der erste Teil des Medienspiegels über Israel im Jahr 2018 hatte eine Einleitung und die Monate Januar und Februar beleuchtet. Im Teil 2 folgten die Monate Mai bis Juni. Im dritten Teil stellten wir die Monate Juli und August vor. Im vierten Teil zeigten wir Medienberichte aus dem September und Oktober, im fünften Teil zeigten wir auf, welche Medienberichte im November möglicherweise der Aufmerksamkeit des Lesers entgingen. Im sechsten Teil berichteten wir über Medienmeldungen zwischen dem 1. und 13. Dezember. Im siebten Teil deckten wir den 14. und 15. Dezember ab und im Teil 8 Tag 16 mit einem Epilog. Heute nun folgen als Nachtrag die letzten Tage des vergangenen Jahres 2018.

Der folgende Text stammt aus einem E-Book (1), das am 18. Dezember im NIBE-Verlag erschien, und versucht das für Israel wichtige Jahr 2018 aus dem Blickwinkel alternativer Medienberichte zu spiegeln.

Israel ab dem 18. Dezember

David Sheen veröffentlichte am 18. Dezember ein Video über seine Vorlesung vom 28. November mit dem Titel: „Israels Parlament entschlüsselt“(2). Dutzende von Parteien bewerben sich bei den anstehenden vorgezogenen Neuwahlen Anfang 2019. Sheen teilte die Parteien der jüdisch orientierten Politiker in die Gruppen Liberale, Nationalisten, Religiöse auf. Allerdings gäbe es die gleiche Aufteilung bei den Parteien, die 25 % der Bevölkerung, hauptsächlich Palästinenser, repräsentierten. Liberale, Nationalisten, Religiöse. Sheen erklärte, 20 Jahre Reden und Abstimmungen ausgewertet und herausgefunden zu haben, dass die palästinensischen Parteien weitgehend gleich gewählt hatten, allerdings mit geringstem Einfluss.

Er teilte daraufhin die wichtigeren jüdischen Parteien in vier Richtungen: Segregation (2-Staaten-Lösung), Integration (1-Staaten-Lösung, Gleichberechtigung), Domination (1-Staatenlösung, Apartheid), Elimination (1-Staatenlösung mit vollkommener Eliminierung der Palästinenser). Einer Umfrage zufolge würde die Mehrheit der Wähler eine 2-Staaten-Lösung bevorzugen. Aber je tiefer die Probleme (Insbesondere die Siedlerfrage) erfragt wurden, desto weniger unterstützten sie die 2-Staaten-Lösung. Wenn man nur nach einer 1-Staaten-Lösung fragte, wäre nur noch die Wahl zwischen Demokratie, Apartheid, oder ethnisch „bereinigt“.

Nur noch 25 % der israelischen Juden wollten dann eine demokratische 1-Staaten-Lösung. Zwei Drittel wünschten dann lieber einen Apartheidstaat oder die ethnische Säuberung.

Die weiteren Ergebnisse der Umfrage waren nicht weniger besorgniserregend.

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Nachtrag zu Campact und zum Aufruf, sich bei der Hessen Wahl für eine der größeren Parteien zu entscheiden – www.NachDenkSeiten.de

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30-10-18 08:11:00,

30. Oktober 2018 um 8:30 Uhr | Verantwortlich:

Nachtrag zu Campact und zum Aufruf, sich bei der Hessen-Wahl für eine der größeren Parteien zu entscheiden

Veröffentlicht in: Kampagnen / Tarnworte / Neusprech, Soziale Bewegungen, Wahlen

Nur wenig wäre uns lieber als eine enge Zusammenarbeit von NachDenkSeiten mit einer kampagnenfähigen Einrichtung wie Campact. Aber wir glauben nicht an die Unabhängigkeit von Campact. Dieses mangelnde Vertrauen wurde mal wieder durch den Aufruf zur Wahl der CDU in Hessen bestätigt. Wie kann man so danebengreifen! – Am Freitagabend letzter Woche bin ich auf den Aufruf von Campact zur Hessen-Wahl aufmerksam gemacht worden. Den Leserbriefschreiber genauso wie mich irritierte, dass Campact hier zur Wahl der „größeren Parteien“, also auch der CDU aufgerufen hat. Wie der Leserbriefschreiber selbst habe ich das auch als gegen die Linkspartei gerichtet empfunden, nicht nur gegen die AfD. Am Samstag früh habe ich diesen Beitrag geschrieben. Darin ist sowohl mein Befremden über das unterschwellige Nein zur Linkspartei als auch über das offene Votum pro CDU ausgedrückt. Albrecht Müller.

Es kamen zu diesem Beitrag verschiedene Leserbriefe. Überraschend viele haben sich darüber beschwert, a. ich hätte Campact zu Unrecht vorgeworfen, gegen die Linkspartei votiert zu haben. Überraschend viele haben b., meine Kritik an dem Votum für die CDU, nicht aufgegriffen. – Das finde ich seltsam und ich überlege, wie es zu der gleichlautenden Interpretation kommen kann. Nun ja, der geschäftsführende Vorstand von Campact, Christoph Bautz, hat mir gestern eine Mail schicken lassen. Diese gebe ich am Ende dieses Beitrags wieder.

Zunächst einmal zu a., die NachDenkSeiten hätten zu Unrecht geschrieben, Campact habe sich als Gegner der Linkspartei geoutet. Dazu muss ich offenbar noch einmal zitieren, was am 27. Oktober auf den NachDenkSeiten zu lesen war:

„… Im konkreten Fall tritt die NGO (Campact, der Verfasser) für die Wahl der „größeren“ Parteien ein. Wörtlich (so Campact): „Wer in den nächsten Jahren keine laute, selbstbewusste AfD im hessischen Landtag sehen will, muss sich jetzt für eine der größeren Parteien entscheiden.“ Die Linkspartei zählt in Hessen nicht zu den „größeren Parteien“

So meine Feststellung. Will Campact ernsthaft behaupten, die Linkspartei zähle in Hessen zu den „größeren“ Parteien? Sie hat am Sonntag 6,5 % der Zweitstimmen erreicht,

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Nachtrag zur Unglaubwürdigkeit der Tagesschau und zur erkennbaren Gleichrichtung vieler Medien. Wer steuert Medien und Politik? – www.NachDenkSeiten.de

Nachtrag zur Unglaubwürdigkeit der Tagesschau und zur erkennbaren Gleichrichtung vieler Medien. Wer steuert Medien und Politik? – www.NachDenkSeiten.de

05-10-18 07:47:00,

5. Oktober 2018 um 14:06 Uhr | Verantwortlich:

Nachtrag zur Unglaubwürdigkeit der Tagesschau und zur erkennbaren Gleichrichtung vieler Medien. Wer steuert Medien und Politik?

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Das kritische Tagebuch

Leser der NachDenkSeiten machen nach Lektüre unseres Beitrages (Die Tagesschau nutzt ihre hohe Glaubwürdigkeit für dreiste Manipulation und Kriegspropaganda. Tun wir etwas dagegen!) darauf aufmerksam, dass die Tagesschau mit ihrer Manipulation gestern nicht alleine war. Ganz im Gegenteil. Die Medien, auch die Printmedien von heute, sind angefüllt von den gleichen Geschichten und Botschaften einschließlich der Bilder und einschließlich der Details der Manipulation. Man muss leider davon ausgehen, dass die Berichterstattung und Kommentierung relativ zentral gesteuert ist. In der zweiten der unten folgenden Lesermails, in der Mail von Christian Dicke, werden interessante Links auf Informationen zur Steuerung der veröffentlichten Meinung aufgeführt. Er gebraucht das treffende Bild, wir säßen unter einer „Marketing-Propaganda-Kuppel“. Albrecht Müller

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Podcast: Play in new window | Download

„Wer sind die Strippenzieher? … Wer hat Europa derartig im Griff, dass plötzlich die Regierungen der áltesten Kulturnationen wie im Kindergarten (auf Anweisung) handeln? Wer schreibt sämtlichen grossen europäischen Zeitungen und TV Anstalten vor, diesen ganzen Mist mitzutragen?“

Diese Fragen stellte schon gestern der Nachdenkseiten-Leser Bernd Liché. Sein Text ist wie eine Einleitung zu der Geschichte zur Tagesschau und zu den anderen Medien. Die Lesermail ist insgesamt interessant, weshalb wir sie als Lesermails Nummer 1 vor die Lesermails zum heutigen Artikel über die Tagesschau stellen:

  1. Sehr geehrte Redaktion,

    Alle von ihnen angesprochenen Ereignisse in der heutigen Ausgabe (04.10.) habe ich selber erlebt: Adenauer, Erhard, Brandt – Wandel durch…, Wiedervereinigung, Beginn einer Annäherung an Russland..Und plötzlich bricht dieser geopolitisch richtige Weg ab. Gräben werden tiefer und das Klima eisiger.

    Kein Normalbürger sieht in Russland eine Gefahr. Im Gegensatz dazu handeln fast alle europäische Regierungen hysterisch, als wenn sie den Beelzebub gesehen haben – und das nicht erst seit der unsäglichen Einflussnahme der USA in der Ukraine und der subsequenten Reaktion durch Russland auf der Krim.

    Meine Frage zu all dem ist einfach: wer hat Europa derartig im Griff,

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Notwendiger Nachtrag „Wir entschuldigen uns! Wir haben‘s kapiert! Wir sind lernfähig!“. – www.NachDenkSeiten.de

Notwendiger Nachtrag „Wir entschuldigen uns! Wir haben‘s kapiert! Wir sind lernfähig!“. – www.NachDenkSeiten.de

25-09-18 09:33:00,

25. September 2018 um 15:53 Uhr | Verantwortlich:

Notwendiger Nachtrag „Wir entschuldigen uns! Wir haben‘s kapiert! Wir sind lernfähig!“.

Veröffentlicht in: Bundesregierung, Strategien der Meinungsmache

Die CDU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer hat sich gestern spät am Abend zum Thema geäußert. Sie meint, dass die Bundeskanzlerin Fehler eingeräumt habe, sei ein Zeichen von Führungsstärke. Die Indoktrination geht also weiter. Aus Fehlern und Versäumnissen werden Tugenden gemacht. So geht aber verantwortungsvolle Politik nicht. Ich möchte im Anschluss an meinen Beitrag von heute früh an ein paar weiteren Beispielen erläutern und begründen, warum die in der sogenannten Verantwortung stehenden Menschen die Pflicht haben, rechtzeitig abzuwägen, Informationen vor einer Entscheidung zu beschaffen und erst in Kenntnis der möglichen Informationen zu entscheiden. Albrecht Müller

  • Atomausstieg und Energiewende. Das Hin und Her der Angela Merkel war teuer und hat auch nicht gerade den Ruf der Politik und der Demokratie gestärkt. Immerhin hat sie da ja noch die Korrektur geschafft.
  • Anders sieht es bei Stuttgart 21 aus. Die Bundeskanzlerin hat sich hinter dieses Großprojekt gestellt, mit aller ihr zur Verfügung stehenden Macht, ohne die notwendigen Informationen beschaffen zu lassen. Oder sie hat diese Informationen sogar willentlich ignoriert. Das Projekt wird unendlich teuer. Es ist jetzt schon klar, dass der Stuttgarter Bahnhof nichts an Kapazität gewinnt, sondern sogar verliert. Und die Risiken von Unfällen und Katastrophen im Untergrund sind groß und absehbar.

    Die wichtigen Informationen liegen auf dem Tisch. Wir haben davon berichtet. Siehe hier. Zusammen mit Winfried Wolf und anderen haben wir einen Aufruf gestartet, der die verantwortlichen Abgeordneten darüber informiert, welch ein teures und riskantes Projekt ohne volkswirtschaftlichen Nutzen und ohne betriebswirtschaftlichen Nutzen für die Deutsche Bahn hier aufs Gleis gesetzt worden ist. Am kommenden Samstag wird in der FAZ eine große Anzeige erscheinen, mit der viele Unterstützer der Vernunft ein Ende dieses Projektes fordern.

    Bitte geben Sie diese Informationen weiter, sprechen Sie mit Ihren Abgeordneten, soweit sie Kontakt haben, über dieses Wahnsinnsprojekt. Und machen sie auf die Anzeige in der FAZ aufmerksam.

    Das war eine Zwischenbemerkung. Die Hauptbemerkung ist, dass man an diesem Projekt Stuttgart 21 sieht, welche großen Risiken wir laufen, wenn die Verantwortlichen es sich nicht angewöhnen,

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Nachtrag Nr. 3 zum Artikel „Bomben und Granaten aus abgereichertem Uran“. Bericht über einen neuen wissenschaftlichen Review-Artikel zu dieser Thematik – www.NachDenkSeiten.de

Nachtrag Nr. 3 zum Artikel „Bomben und Granaten aus abgereichertem Uran“. Bericht über einen neuen wissenschaftlichen Review-Artikel zu dieser Thematik – www.NachDenkSeiten.de

21-12-17 02:53:00,

21. Dezember 2017 um 14:46 Uhr | Verantwortlich:

Nachtrag Nr. 3 zum Artikel „Bomben und Granaten aus abgereichertem Uran“. Bericht über einen neuen wissenschaftlichen Review-Artikel zu dieser Thematik

Veröffentlicht in: Gesundheitspolitik, Militäreinsätze/Kriege, Schadstoffe

In meinem Artikel „Bomben und Granaten aus abgereichertem Uran“ habe ich über den verheimlichten verbrecherischen Einsatz von Uranwaffen in den jüngsten Kriegen des Westens berichtet [1]. Zu diesem Thema wurde 2012 eine Broschüre mit einem Report der deutschen Sektionen der „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/ Ärzte in sozialer Verantwortung“ (IPPNW) und der „Internationalen Koalition zur Ächtung von Uranwaffen“ (ICBUW) veröffentlicht [2]. Dieser umfangreiche Report mit dem Titel „Die gesundheitlichen Folgen von Uranmunition. Die gesellschaftliche Debatte um den Einsatz einer umstrittenen Waffe“ macht deutlich, dass aus ärztlicher und politischer Sicht allein ein Verbot von Uranwaffen die einzige Konsequenz aus den zahlreichen in dem Report vorgestellten und kritisch bewerteten wissenschaftlichen Forschungen, Feldstudien und Rechtsexpertisen über dieses Thema sein kann, um weiteres Leid von Zivilbevölkerungen und Militärpersonal zu verhindern und die Verseuchung unserer Umwelt über Millionen Jahre so gering wie möglich zu halten. Von Klaus-Dieter Kolenda.

Seit dem Frühjahr 2017 liegt nun mit dem Review-Artikel „Depleted Uranium and Human Health“ (abgereichertes Uran und menschliche Gesundheit) eine neue systematische Übersichtsarbeit vor, die von sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten in Cagliari (Italien) und Leuven (Niederlande) erarbeitet wurde [3]. Grundlage dieser Arbeit sind 101 wissenschaftliche Untersuchungen über verschiedene Aspekte dieses Themas, davon auch eine ganze Reihe von Untersuchungen aus den letzten Jahren. Da ich die Ergebnisse dieser wichtigen Arbeit einem größeren Leserkreis zur Kenntnis bringen möchte, habe ich die Zusammenfassung („Abstract“) und die Schlussfolgerungen („Conclusion“) der Autoren aus der englischen Originalfassung ins Deutsche übersetzt und im Folgenden aufgeführt:

Zusammenfassung: Abgereichertes Uran (DU) wird im Allgemeinen als ein neuer Schadstoff angesehen, der zum ersten Mal in den frühen 1990er Jahren im Irak während der Militäroperation „Desert Storm“ in die Umwelt eingebracht worden ist. Man vermutete, dass DU ein gefährliches Element sowohl für exponierte Soldaten als auch für Einwohner der belasteten Gebiete in den Kriegszonen ist. In diesem Review-Artikel werden die möglichen Auswirkungen von DU, das in die Umwelt eingebracht wurde,

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