Nawalny als der neue Skripal: Verquere britische Version als Blaupause für die Bundesregierung | KenFM.de

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26-10-20 12:23:00,

Von Rainer Rupp.

Die Parallelen zwischen dem deutschen Nowitschok-Nawalny-Fall und dem britischen Nowitschok-Skripal-Fall sind offensichtlich: Beide sind gefakt. Trotzdem wird Skripal als Präzedenzfall benutzt, um dem deutschen Nawalny-Fake Glaubwürdigkeit zu verleihen.

So sieht ganz aktuell auch einer der beiden SPD-Vorsitzenden, Norbert Walter-Borjans, die angebliche Vergiftung von Alexei Nawalny mit Nowitschok als Teil einer russischen Mordserie im Regierungsauftrag:

Wir hatten bereits den (Skripal-)Fall in Großbritannien, und wir hatten schon einen Fall, der Deutschland unmittelbar als Tatort betraf – nämlich den Tiergarten (Anm.: Mord im sogenannten ‚Kleinen Tiergarten‘ in Berlin-Moabit an dem Georgier Selimchan Changoschwili tschetschenischer Herkunft). Das sind alles Dinge, die die Sache komplexer machen als ein Fall allein.

Borjans ist nur einer von vielen deutschen und westlichen Politikern, für die der Fall Skripal gelöst ist und die Russen als Schuldige ausgemacht sind. Tatsächlich ist aber dabei alles offen und gar nichts gelöst. Es ist jetzt zweieinhalb Jahre her, dass Sergei Skripal und seine Tochter Julia in der bei Touristen beliebten englischen Stadt Salisbury auf einer Parkbank fast bewusstlos aufgefunden wurden und es den beiden anscheinend sehr schlecht ging.

Seither gibt es eine Unzahl von unbeantworteten Fragen. Die Zweifler verweisen auf die eklatanten Widersprüche, während die Apologeten versuchen, diese Widersprüche – ähnlich wie derzeit im Fall Nawalny – mit immer neuen Erklärungen doch noch stimmig zu machen. So ist der Fall Skripal zu einem großen Konvolut von Fakten, Halbwahrheiten und Lügen verschmolzen. Deshalb soll der geneigte Leser jetzt nicht mit weiteren Erklärungsversuchen des Tathergangs und der Suche nach den Tätern gequält werden.

Mehr zum Thema – Die Vergiftung der Skripals – Motive, Plausibilitäten und gezielte Irreführung (Teil 1)

Stattdessen soll ohne Schnörkel die offizielle Version der britischen Behörden über das angeblich heimtückische, russische Verbrechen präsentiert werden. Denn das wird genügen, damit sich jeder selbst ein Bild von der Glaubwürdigkeit der offiziellen Geschichte machen kann, die von den Politikern und Medien der westlichen „Un-Wertegemeinschaft“ auf das Podest der unumstößlichen Wahrheit gehoben worden ist.

Die offizielle britische Version im Fall Skripal

– Sergei Skripal war in seinem früheren Leben Oberst des russischen Militärgeheimdienstes.

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Der Fall Nawalny: Eine Provokation westlicher Geheimdienste? (Teil 3) | KenFM.de

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13-10-20 05:59:00,

Teil 3: Nawalnys Vergiftung, ein Puzzleteil im „Internationalen Brennpunkt Chemiewaffen“

Von Jürgen Cain Külbel.

Das Phänomen ist bekannt: der Konsument von True Crime, von „wahren Verbrechen“, fragt sich kopfschüttelnd, wieso Ermittler den Bezug zwischen Kapitaldelikten, die von einem Einzeltäter, meinetwegen einem Serienmörder, begangen worden sind, nicht sofort, sondern erst nach zäher Untersuchung oder durch Zufall erkannt haben. In der Realität ist das ein kriminalistischer Kraftakt, bei dem während der Fallbearbeitungen umfangreiche strategische, logistische, erkenntnistheoretische Probleme gelöst werden müssen. Nobody is perfect, noch immer wird nur jede zweite Mordserie als solche erkannt.

Ich sehe in dem Chemiewaffen-Zirkus, der die Welt seit 2013 in Syrien, Salisbury, Sofia, Russland in Atem hält, einen Zusammenhang, eine Art internationalen Kriminalitäts-Brennpunkt mit geheimdienstlichem Hintergrund. Politik, Militär, Geheimdienste des kriegführenden Wertewestens, sind meinem Stand der Dinge nach Drahtzieher dieser Verbrechen, nageln in Vorwärtsverteidigung, um der Klärung der Schuldfrage auszuweichen und zuvorzukommen, dreist die Gegnerschaft fest: Russland, Syrien, Putin, Assad. Und „Cutouts“ wie Bellingcat spiegeln mit ihren medialen Verbündeten Der Spiegel, New York Times etc. diese gewünschten Schuldzuweisungen. Die isolierte Betrachtung der Einzelfälle Skripal oder Nawalny, der Chemiewaffenvorgänge in Syrien, führen daher weder zu Hintergründen, Motiv noch Klärung der Täterschaft. Widmen wir uns trotzdem zuerst dem „Einzelfall“ Nawalny.

Nawalny, die Flasche und Porton Down

Die siamesischen Zwillinge Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel, das NATO-Propaganda-Outfit Bellingcat krempeln die Ärmel hoch, wenn aufs Neue ein Kapitalverbrechen Russland, dem Autokraten Putin, seinen Geheimdiensten angeschmiert werden soll. Eilfertig liefern sie „Interna“, werfen mit „Beweisen“ um sich, die nie welche sind, tröten gegen Kreml und Konsorten. Belingcats Anbindung an die britischen Ex-Militärnachrichtendienstlern Bob Seely und Hamish de Bretton-Gordon beschrieb ich im ersten Teil der Serie. Und Bellingcats „Top-Ermittler“, der dubiose Bulgare Christo Grozev, der mit dem Ex-Nachrichtendienstler Seely Händchen hält, ist gern gesehener Mitautor beim Spiegel. Kein Wunder, dass der ein unsägliches britisches und NATO-Gespür für GRU-Agenten entwickelte, die er mit dem Vorturner Bellingcat mit großem medialen Krach festnagelt. Wer es glaubt: Grozev, so die Mär, schafft die „Informationen“ über Open Source an: mittels Laptop versteht sich, in seiner Wiener Sherlock-Holmes-Wohnung. Wer es mag: Der britische Dienst könnte über sein „Cutout“ Bellingcat und über Grozev geschickt seine Spielmaterialien, also falsche, aber glaubhaft dargebotene Informationen,

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Der Fall Nawalny: Eine Provokation westlicher Geheimdienste? (Teil 2) | KenFM.de

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13-10-20 05:59:00,

Teil 2: Nowitschok im Cockpit und NATO-Kungelei bei der Probenuntersuchung

Von Jürgen Cain Külbel.

Omsk in Sibirien, 22. August 2020, gegen 8 Uhr. Kaum hatten die deutschen Rettungskräfte den EPI-Shuttle, eine geschlossene Isolationseinheit, in der sich der im Koma liegende russische Nationalist und Oppositionelle Alexei Nawalny befand, an Bord des Ambulanzjets Bombardier Challenger 604 gehievt, wurde Maria Pewtschich aktiv. Pewtschich, die angeblich die Ermittlungsarbeit von Nawalnys Anti-Korruptions-Stiftung FBK von London aus leitet, hatte Nawalny auf dessen Reise nach Nowosibirsk und Tomsk begleitet. Sie ist eine enge Vertraute seiner Financiers und wird mit britischen Geheimdiensten in Verbindung gebracht.

Eine Quelle, die über die Umstände des Rückfluges informiert ist, berichtete dem Autor nach Fertigstellung des ersten Teils dieser Serie, Maria Pewtschich habe sich an den Rettungssanitäter des Ambulanzjets gewandt, bat ihn, die in Nawalnys Zimmer im Tomsker Hotel Xander vom „Team Nawalny“ gesicherten Wasserflaschen, die möglicherweise mit Gift kontaminiert seien, an sich zu nehmen. Ich beziehe mich auf die Quelle: Der Rettungssanitäter soll höflich abgelehnt haben. Auch Pewtschichs zweiter Versuch beim mitfliegenden Rettungsarzt soll gescheitert sein. Doch soll sie letztlich „Glück“ beim Pilot gehabt haben, der nach Aussagen der Quelle das „Material“ an sich nahm, es in seinem Fliegerkoffer verstaut haben soll, den er wohl mit in das Cockpit nahm.

Dann hob die Bombardier Challenger 604 in Omsk ab. Herr Nawalny sollte den Flug eigentlich in der in Norwegen von der Firma EpiGuard AS produzierten Isolationseinheit EPI-Shuttle verbringen, in der infizierte oder verseuchte Patienten transportiert werden. Auch, um einen gefahrlosen Flug für Besatzung, Mediziner und Fluggäste zu garantieren. Im Flieger soll Herr Nawalny – so die Quelle – jedoch friedlich schlafend auf der eingebauten Krankenliege geruht haben; nach Angaben der Quelle benutzte er kein Beatmungsgerät. Seine Ehefrau Julija Nawalnaja, so die Quelle, saß schräg hinter ihm in einem Sessel und soll ebenfalls entspannt geschlummert haben – nach all der Aufregung. Stunden später landete die Maschine auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel. Noch ehe der Patient Nawalny mit Bundeswehr-Eskorte in die Charité gefahren wurde, so die Quelle, soll der Pilot das von Pewtschich erhaltene „Material“ an das Kommando eines bereits in Warteposition stehenden Spezialfahrzeuges übergeben haben. Es ist nicht bekannt, welcher militärischen oder zivilen Einrichtung dieses Fahrzeug zuzuordnen ist.

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Der Fall Nawalny: Eine Provokation westlicher Geheimdienste? (Teil 1) | KenFM.de

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10-10-20 07:36:00,

Teil 1: Wer als erster Nowitschok schreit, hat gewonnen. „Cutouts“ erledigen die Propaganda.

Von Jürgen Cain Külbel.

Die Saga um den medizinischen Notfall Alexei Nawalny begeistert täglich mit überraschenden Wendungen. Zuletzt warf das Spurenbeschaffungskommando „Team Nawalny“ eine aus Alexei Nawalnys Zimmer im Tomsker Hotel Xander gestohlene, nach Berlin entführte Wasserflasche in den Ring; ein Bundeswehr-Labor will Spuren des Nervengiftes Nowitschok daran entdeckt haben. Die späte Präsentation der Flasche, deren „Sicherstellung“ ein Video auf Nawalnys Instagram-Kanal dokumentiert, ist eine geschickt gestellte Falle, die insinuieren soll, Nawalny kann nur in Russland vergiftet worden sein. Mediale Aufschreie, nun seien Tatort, Spuren vernichtet, Beweise entwendet etc., sind gewollt, da sie das Narrativ weiterhin verdichten; e diverso machen sie aber die toxikologischen Ergebnisse der russischen Ärzte in Omsk wertlos. Die hätten das Gift doch entdecken müssen – haben sie aber nicht, erst die ehrenwerten Labore in Deutschland, Frankreich, Schweden. Die zweite Falle wurde mit Maria Pewtschik aufgemacht, um die aus London stammende Begleiterin Nawalnys, die nachher auf mysteriöse Weise verschwand. Egal wie man es dreht: war sie die Giftverabreicherin oder nicht, war sie der Transporteur der Flasche von Tomsk nach Omsk oder nicht, selbst wenn sie für Drahtzieher in London gearbeitet hätte – all das unterfüttert das Narrativ, der Tatort befinde sich auf russischem Boden, was den Befunden der Omsker Forensiker, Toxikologen den Gnadenschuss versetzen soll. Ich will das nur ankratzen, doch gehe ich davon aus, dass das „Team Nawalny“ zum Stillschweigen verdonnert wurde. Daher sehe ich die Veröffentlichung des Videos durch Nawalny als einen in Absprache mit interessierten Stellen getätigten Vorgang im Rahmen des Informationskrieges um die Deutungshoheit in dem Fall.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Hamish de Bretton-Gordon, und Hamish de Bretton-Gordon war das Wort.

Jede Edel-Marke hat sein unverwechselbares Branding. Ferrari, na klar, ein italienischer Flitzer; Porsche, Mercedes, klar doch, deutsche Präzisionsarbeit. Und Nowitschok, ein so unverwechselbar russisches Wort, gibt jedem Mord mit Nervengift den drive, den es braucht – sagst du Nowitschok, meinst du russisches Verteidigungsministerium, meinst du den russischen Militär-Nachrichtendienst, die Hauptverwaltung für Aufklärung GRU (Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije). Genial ausgedacht. Vor dem März 2018 war das Wort Nowitschok kaum in der Welt; Fachleute kannten es,

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Nawalny und die Laufburschen der USA

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09-10-20 10:50:00,

Infame Behauptungen über Altkanzler Gerhard Schröder verbreitet Alexey Nawalny in deutschen Medien: Schröder sei „Putins Laufbursche“. Nawalny wird deswegen nicht angemessen in die Schranken gewiesen, sondern teils noch unterstützt. Diese Unterstützer sind jedoch die wahren (transatlantischen) „Laufburschen“. Von Tobias Riegel.

Der SPD-Altkanzler Gerhard Schröder wird zuverlässig für die falschen Dinge kritisiert. Dabei ist harsche Kritik am Politiker Schröder angebracht, sein Sündenregister allein aus der rot-grünen Regierungszeit ist lang und verstörend: Es reicht von der Einführung von Hartz-IV bis zum Kosovo-Krieg – Schröder wird darum vor allem als ein destruktiver Politiker in Erinnerung bleiben.

Einen positiven Teil-Aspekt hat aber das Wirken Schröders: Er ist bei aller berechtigten Kritik eine der wenigen verbliebenen Konstanten im Verhältnis Deutschlands zu Russland. Schröder ist ein direkter Draht, der bei internationalen Zuspitzungen und einer weiteren Zerstörung der deutsch-russischen Kommunikationskanäle noch wertvoll sein könnte. Schröder lässt sich für diese Rolle mutmaßlich gut bezahlen – aber ist es nicht eine wichtige Rolle? Und muss er nicht erhebliche Prügel dafür einstecken? Hat man in einer un-perfekten Welt nicht besser eine un-perfekte Figur wie Schröder als deutsch-russisches Verbindungsglied als gar keines?

„Ein Laufbursche Putins, der Mörder beschützt“

Die Aufregung um Schröders Verbindungen nach Russland und um seine Tätigkeiten für russische Firmen erreichte dieser Tage einen neuen Höhepunkt, weil Schröder öffentlich die Vorverurteilung Russlands wegen der mutmaßlichen Vergiftung des russischen Politikers Alexej Nawalny abgelehnt hatte: Nawalny hat daraufhin in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung infame Vorwürfe gegen Gerhard Schröder erhoben. „Schröder ist ein Laufbursche Putins, der Mörder beschützt“, sagte er und fügte mit Blick auf Schröders Engagement für die russischen Konzerne Gazprom und Rosneft hinzu: „Es gibt eine offizielle Bezahlung und ich habe keine Zweifel daran, dass es auch verdeckte Zahlungen gibt.“ Vor allem wegen der letzten Behauptung behält sich Schröder laut Medien rechtliche Schritte vor.

In dem Interview stellt Nawalny noch weitere steile Thesen auf. So seien Schröders Zweifel an der Verantwortlichkeit „des Kreml“ für den Giftanschlag “erniedrigend für das deutsche Volk“. Dazu muss festgestellt werden: Genau das Gegenteil ist der Fall. Als eine der ganz wenigen prominenten Stimmen der Vernunft im Fall Nawalny muss man Schröder hier Mut bescheinigen. Erniedrigen tun sich vielmehr die medialen und politischen Kommentatoren, die einer dubiosen Kampagne der Vorverurteilung folgen: Sind das nicht die wahren Laufburschen – die der Transatlantiker und der Fracking-Lobbyisten?

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