Wie Nähroboter die Welt verändern

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06-12-18 08:26:00,

Nähroboter LOWRY von SoftWear. Bild: SoftWear

  1. Wie Nähroboter die Welt verändern

  2. Re-Industrialisierung des Westens

  3. Automatisierung – ein bequemer Ausweg für die Konzerne


  4. Auf einer Seite lesen

Neue Technologien und europäische Niedriglöhne setzen in der globalen Textilbranche einen radikalen Wandel in Gang. Entwicklungsländern droht der Verlust wirtschaftlicher Perspektiven

Vor ein paar Wochen ging wieder eine dieser Meldungen aus der Welt der globalisierten Textilindustrie durch die Medien. Arbeiterinnen einer Textilfabrik hatten monatelang gegen unerträgliche Arbeitsbedingungen gestreikt, gegen überhitzte Fabrikhallen, überlange Arbeitszeiten, zu kurze Toilettenpausen, gegen Misshandlungen durch Vorgesetzte.

Ihr Streik war am Ende erfolgreich. Doch die Fabrikbetreiber weigerten sich, die 30 Frauen, die ihn organisiert hatten, weiter zu beschäftigen. Als diese vor den Fabriktoren für ihre Rechte demonstrierten, wurden sie von bezahlten Schlägern angegriffen und zum Teil schwer verletzt.

Die Meldung kam aus Myanmar. Doch ähnliche Zustände und dieselbe Härte in den Arbeitskämpfen gibt es fast überall, wo Massenware für Modefirmen hergestellt wird. Myanmar hat erst vor ein paar Jahren begonnen, auf den Zug der globalisierten Textilindustrie aufzuspringen. Das Land lockt mit Niedrigstlöhnen, langen Arbeitstagen, wenig Regulierung und einem geringen Grad gewerkschaftlicher Organisation.

So haben es alle gemacht, seit sich die Karawane der Bekleidungsindustrie in den 70er Jahren von Europa aus in Bewegung setzte. Westliche Modefirmen und Handelsketten wie Adidas, Jack Wolfskin, GAP, H&M, Primark oder Lidl ließen sich denn auch nicht lange bitten und verlegten einen Teil ihrer Produktion nach Myanmar.

Seit Jahrzehnten zieht die Textilbranche auf der Suche nach Kostenvorteilen mit ihren Produktionsstätten von Land zu Land, immer tiefer in den globalen Süden. Zuerst in die Schwellenländer Südostasiens, nach Südkorea, Taiwan und Thailand, später nach China, Bangladesch, Vietnam und Kambodscha, heute nach Myanmar und in afrikanische Länder wie Äthiopien.

Auf der Spur der maximalen Ausbeutung hat die Textilindustrie allerdings auch viele Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Allein in der Asean-Gemeinschaft arbeiten heute 9 Millionen Menschen in der Herstellung unserer Jeans, T-Shirts, Schuhe und anderer Kleidungsstücke.

Das alles wird sich in den nächsten Jahren verändern. Unsere Klamotten werden größtenteils nicht mehr aus fernen Ländern kommen.

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“Massenwanderungen haben sowohl in den Herkunftsländern als auch den Zielländern der Migranten negative Effekte”

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30-10-18 07:58:00,

Hannes Hofbauer. Foto: Promedia

  1. “Massenwanderungen haben sowohl in den Herkunftsländern als auch den Zielländern der Migranten negative Effekte”

  2. “Der menschliche Aderlass an der Peripherie ist enorm”


  3. Auf einer Seite lesen

Hannes Hofbauer über Migrationsbewegungen und ihre Folgen, Teil 1

Ist der Ruf nach weltweit ungehindertem Warenverkehr neoliberal, aber der Ruf nach offenen Grenzen für Migranten progressiv? Der Historiker Hannes Hofbauer hält mit seinem Buch Kritik der Migration dagegen.

Herr Hofbauer, ist Migration Ihrer Einschätzung nach eine anthropologische Konstante oder handelt es sich hierbei um historische Ausnahmefälle?

Hannes Hofbauer: Migration war immer, insofern ist die Wanderung von Menschen eine anthropologische Konstante. Sie ist allerdings nicht, wie viele neue Migrationsforscher nahelegen, eine Bedingung menschlichen Lebens. Die meisten Menschen sind sesshaft. Das geht auch aus einer Studie der österreichischen Akademie der Wissenschaften hervor. Danach machten sich von 1950 bis in die 2000er-Jahre jährlich 0,6 Prozent der Weltbevölkerung in die Fremde auf. Seit 2005 ist diese Zahl auf 0,9% gewachsen. Die Norm ist also der Sesshafte.

“Brexit ist der Konkurrenzsituation am Arbeitsmarkt geschuldet”

Karl Marx und Friedrich Engels haben sich seinerzeit zur Migration irischer Lohnarbeiter geäußert. Wie war deren Einschätzung?

Hannes Hofbauer: Marx und Engels hatten bezüglich der Arbeitsmigration keine konsistente, durchgehende Haltung. Klar war den beiden, dass – wie Marx schreibt – “die englische Bourgeoisie das irische Elend nicht nur ausnutzt, um durch die erzwungene Einwanderung der armen Iren die Lage der Arbeiterklasse in England zu verschlechtern, sondern sie hat überdies das Proletariat in zwei feindliche Lager gespalten.”

Marx spricht hier sehr deutlich die Funktion der Migration als Lohndrückerei und Spaltung des Arbeitsmarktes an und untermauert diese nicht nur mit sozioökonomischen Argumenten, sondern auch mit kulturellen, wenn er schreibt: “Der gewöhnliche englische Arbeiter haßt den irischen als einen Konkurrenten, der die Löhne und den Lebensstandard herabdrückt. Er empfindet ihm gegenüber nationale und religiöse Antipathien.”

So könnte man heute nicht mehr argumentieren, ohne des Kulturalismus verdächtigt zu werden, obwohl das Zitat recht aktuell klingt, wenn man den “irischen Konkurrenten” durch den “polnischen Konkurrenten” ersetzt. Der Ausgang des Referendums über den Brexit im Juni 2016 ist genau dieser Konkurrenzsituation am Arbeitsmarkt geschuldet.

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Wollen Sie die Welt verändern? Diese Initiativen bieten passende Ansätze!

Wollen Sie die Welt verändern? Diese Initiativen bieten passende Ansätze!

27-12-17 10:39:00,

Wollen Sie die Welt verändern? Diese Initiativen bieten passende Ansätze!
In diesem Beitrag haben wir für Sie Vorstellungsvideos zu Initiativen zusammengestellt, die wir 2017 interviewt haben und die sich tagtäglich für eine bessere Welt einsetzen. Unser Ziel ist es, durch solche lösungsorientierten Videos Menschen über Möglichkeiten für soziales Engagement in ihrem lokalen Umfeld zu informieren und zu inspirieren. Wir planen für 2018 ähnliche Videos zu produzieren, aber benötigen dafür Ihre Unterstützung: Klicken Sie hier, um für unsere Crowdfunding-Kampagne zu spenden.

Eine Initiative für Umweltgerechtigkeit – Fossil Free München

Eine Initiative für die Demokratie – Mehr Demokratie e.V.

Eine Initiative für den Frieden – Das Münchner Friedensbündnis

Spenden Sie, um lokalen Initiativen eine Stimme zu verleihen!

Klicken Sie hier oder auf das Bild.

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ÜBER FOSSIL FREE MÜNCHEN

Fossil Free München Wenn es falsch ist das Klima zu zerstören, dann ist es falsch von dieser Zerstörung zu profitieren. Wir glauben, dass Unis, Kirchen, Städte und Kommunen klima-schädliche Investments beenden müssen.

Um die globale Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen, müssen etwa 80% der bisher bekannten fossilen Brennstoffreserven unter der Erde bleiben. Ansonsten drohen katastrophale Folgen für Natur und Gesellschaft. Trotzdem investieren Unis, Städte, Kommunen, Stiftungen, Kirchen und andere Institutionen direkt oder über sogenannte Klimakillerbanken in RWE, Shell und Gazprom. Deswegen fordern wir Divestment von Kohle, Öl und Gas.

ÜBER MEHR DEMOKRATIE E.V.

mehr demokratie e.V.Mehr Demokratie e.V. ist die größte Nichtregierungsorganisation für direkte Demokratie weltweit. Wir engagieren uns für eine bessere Ausgestaltung der direkten Demokratie, organisieren Kampagnen und beraten jährlich hunderte Bürgerbegehren. Dabei sind wir unabhängig, überparteilich und gemeinnützig.

ÜBER DAS MÜNCHNER FRIEDENSBÜNDNIS

Münchner FriedensbündnisIm Münchner Friedensbündnis haben sich Gruppen undInitiativen zusammengefunden, die sich für die Ziele Frieden und Gerechtigkeit in der Welt einsetzen. Uns verbindet die Überzeugung, dass soziale Ungeechtigkeit, Gewalt und Krieg die Hauptursachen für menschliches Leid sowie eine Gefahr für den Fortbestand von Mensch und Umwelt darsellen. Wir kommen aus Gruppen unterschiedlicher gesellschaftlicher und weltanschaulicher Herkunft und wollen im offenen Umgang miteinanderdiese Wurzeln auch gegenseitig anerkennen.

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