Frankreich: Neoliberale Verstärkung in Paris

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07-07-20 08:34:00,

Blick vom Eiffelturm. Bild: John Towner

Die neue Regierung vergrößert die Macht des “Präsidenten der Reichen”. Schattenmann Sarkozy hilft

Gestern wurde in Paris die neue Regierung vorgestellt. Es ist kein spektakulärer Wechsel, alles andere als eine kühne Neuorientierung, sondern vielmehr die Bestätigung eines Kurswechsel nach rechts. Die Position von Präsident Macron wird weiter gestärkt und seinem früheren Amtsvorgänger Sarkozy wird ein größerer Einfluss zugeschrieben. Man erinnert sich: Schon Sarkozy wurde “Präsident der Reichen” genannt wie Macron auch.

Der neue Schattenmann in der Macronie

Es gibt in der neuen Regierung Minister, die Vertraute des Ex-Präsidenten Sarkozy sind (von 2007 bis 2012) und mit ihm zusammengearbeitet haben. Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich Macron und Sarkozy zu Gesprächen trafen. Sarkozys politische Karriere ist, was Ämter betrifft, wegen seiner Gerichtsverfahren und Skandale beendet, nun zieht er als Hintergrundmann Fäden in der “Macronie”.

Welche Auswirkungen dies auf die konservative Partei Les Républicains, früher UMP, haben wird? Freude über einen wachsenden Einfluss oder Ärger über die Konkurrenz?

Mit dem vor kurzem zu einer Freiheitsstrafe verurteilten Francois Fillon als Spitzenkandidaten hatte die konservative Partei im letzten Präsidentschaftswahlkampf gute Aussichten, bis Fillon durch den Nebeneinkünfte-ohne-Arbeit-Skandal, der nun gerichtlich abgeschlossen wurde, als Präsidentschaftskandidat aussteigen musste.

Ausblick auf das immer gleiche Duell

Wichtig ist das deshalb, weil Politiker und Medien in Frankreich bereits an die nächste Präsidentschaftswahl denken und dies meist im Rahmen eines Duells Macron gegen Le Pen. Wer könnte diese TINA-Verengung auf zwei Kandidaten beenden (und die Wähler wieder dazu bringen, dass sie Stimmen abgeben? Bei der Kommunalwahl kürzlich gab es wieder Niedrigrekordzahlen bei der Wahlbeteiligung)?

Der Spitzenkandidat der Linken im Jahr 2017, Jean-Luc Mélanchon (La France insoumise), hat zuletzt kaum aufhorchen lassen. In den reichweitenstarken Medien wird er selten erwähnt. Im Schatten des “Zweikampfes” der Lager Macron und Le Pen konnte er sich in den vergangenen Monaten nicht als die gewichtige Alternative profilieren.

Noch viel weniger lässt sich das von Politikern der Sozialdemokraten (Parti Socialiste) behaupten. Daraus erwachsen theoretisch Chancen für die Republikaner, für die Präsidentschaftswahl 2022 einen aussichtsreichen Kandidaten zu präsentieren.

Macron hatte sicher die Wahl 2022 im Blick, als er die Personalien für die Regierungsumbildung besprach.

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De decadentie van onze neoliberale democratie | KenFM.de

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20-06-20 07:59:00,

Een commentaar van Rainer Rupp.

In onze neoliberale samenleving is er geen alternatief voor de heersende waarheid. Maar de officiële leugens zijn in steeds grotere mate in tegenspraak met de realiteit die de mensen waarnemen. Daarom vertrouwt de meerderheid van de bevolking in sommige EU-landen hun regeringen en media niet meer. In ruil daarvoor proberen ze hun critici te belasteren en te marginaliseren als crackpots of samenzweringstheoretici. Maar dit lost het probleem van de heersende klassen niet op.

Onze zogenaamde liberale seculiere orde is niet alleen sinds de Corona-crisis op zijn grondvesten geschud. Op zijn laatst sinds de eerste grote financiële en economische crisis in 2008 hebben de elitaire winnaars van de globalisering in het bedrijfsleven, de politiek, de wetenschap en de media met toenemende paniek hun huiden zien wegzwemmen. Zij verliezen steeds meer het meest waardevolle bezit waarmee zij hun heerschappij tot nu toe hebben kunnen legitimeren en consolideren, het vertrouwen van het volk en het geloof van het volk dat de gekozen politici werken voor het welzijn van het volk. Vandaag de dag kijken steeds meer mensen achter de afbrokkelende façade van de burgerlijke democratie, die alleen maar pretendeert sociale gelijkheid, gelijke kansen, rechtvaardigheid en het streven naar vrede te bieden. En dat schud het weefsel van de staat.

Het is vooral de toenemende decadentie van de corrupte politieke elites die zich met hun doordringende verwaandheid al lang onaantastbaar achten boven de wet en de moraal, die voor veel mensen steeds ondraaglijker wordt.

Dit verval is vooral merkbaar bij het politieke toppersoneel van de regering in Berlijn. De voldoende bekende Andreas Scheuer, minister van Verkeer, en Jens Spahn, minister van Volksgezondheid, zijn daar goede voorbeelden van.

In een nog steeds functionerende democratie zouden deze mensen – en met hen vele anderen – al lang niet meer in functie en waardigheid zijn. Als er nog enig fatsoen over was, zouden ze al lang geleden uit eigen beweging ontslag hebben genomen om te voorkomen dat ze door de regeringsleider zouden worden ontslagen. Maar de hele politieke kaste in Berlijn is zo smerig dat de kanselier met deze twee grappenmakers kan blijven regeren zonder dat er een verontwaardiging over het land ontstaat.

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Das neoliberale Aktivierungs- und Arbeitszwangregime der EU-Kommission

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12-01-20 12:57:00,

Willkommen im Arbeitslager!

Das neoliberale Aktivierungs- und Arbeitszwangregime der EU-Kommission

von Martin Mair / Aus Streifzüge 2019-77

Martin-Mair-Arbeitslager-Arbeitszwang-Kritisches-Netzwerk-Marktradikalismus-Neoliberalismus-Aktivierungsregime-Arbeitszwangregime-EU-Kommission-Ausbeutung-Austeritaetspolitik

Bereits bei ihrer Gründung 1993 weist die EU steigende Erwerbslosenzahlen auf. Auch wenn die Union in der Sozialpolitik keine Regelungskompetenz hat, so war doch im Laufe der Jahre in vielen Staaten eine ähnliche Entwicklung festzustellen: Statt den Staat in die Verantwortung für die ausreichende Zahl von Arbeitsplätzen zu nehmen, für die Aufteilung der Arbeit durch Arbeitszeitverkürzung oder gar den Aufbau alternativer Beschäftigungsfelder zu forcieren, war wie aus dem Nichts in vielen Staaten ein Dogmenwechsel festzustellen.

 EU-Kommission-Europaeische-Union-Arbeitszwang-Kritisches-Netzwerk-Buergerbekaempfung-Neoliberalismus-Arbeitszwangregime-Ausbeutung-Austeritaetspolitik-Entdemokratisierung Bei der abrupten Einführung von Hartz IV zeigte sich das 2004 am deutlichsten. Die Blaupause für die Politik lieferte die „OECD Jobs Strategy“ von 1996, die 1997 von der dänischen Präsidentschaft unter dem Schlagwort der „Aktivierung“ propagiert wurde.

Folgende Grundannahmen oder Glaubenssätze stehen dahinter:

– Lohnarbeit ist das beste Mittel gegen Armut.

– Der Arbeitsmarkt ist unflexibel – Sozialsystem und Arbeitnehmerrechte sind ein Hindernis.

– Wachstum fördert Beschäftigung – Beschäftigung fördert Wachstum.

Aus der alten „aktiven Beschäftigungspolitik“ der 80er Jahre wurde die „aktivierende Arbeitsmarktpolitik“:

– Grund für Arbeitslosigkeit sind nicht mehr fehlende Arbeitsplätze, sondern dass die Chancen des freien Marktes nicht genutzt würden.

– Statt der Politik ist jeder einzelne Mensch als Marktteilnehmer selbst für sein Schicksal verantwortlich.

– Statt der Solidarität aller (Arbeitszeitverkürzung), gilt die Eigenverantwortung im Wettbewerb, die Differenzierung als höchster Wert.

– Aus dem „Recht auf Arbeit und soziale Sicherheit“ wird unter dem Motto „kein Recht auf Faulheit“ die Pflicht sich durch Betreuer fördern und fordern zu lassen.

– Statt bei Mangel an „Arbeitskräften“ nach dem Pull-Prinzip Lohn zu erhöhen, herrscht das Push-Prinzip in Form von noch mehr Druck.

– Statt Vermittlung in volle und regulär bezahlte Arbeit am „ersten Arbeitsmarkt“ gilt bereits verbesserte Arbeitsmarktnähe, prekäre Leih- oder Teilzeitarbeit oder Arbeit am „zweiten Arbeitsmarkt“ als Erfolg.

Was nicht hinterfragt, aber geradezu eskalierend verschärft wird, ist, dass „Integration“ nur durch Erwerbsarbeit (Arbeitszwang) möglich sei, Arbeitslose keine eigenständigen politischen Akteure sind (keine Vertretung) und natürlich, dass das [neoliberal verseuchte; H.S.] kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem mit dem Wachstumszwang keinesfalls in Frage gestellt werden darf.

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„Neoliberale“ EU-Kommission fordert höhere Staatsausgaben: „Mehr Widerspruch geht nicht“

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22-10-19 05:51:00,

Ein Schreiben der EU-Kommission warnt die Mitgliedstaaten vor einer Rezession und empfiehlt finanzkräftigen Ländern höhere Staatsausgaben. Die Warnung richtet sich besonders an Deutschland. Heinz-Josef Bontrup beurteilt diesen Anflug von „Keynesianismus“ positiv, sieht das Problem im Land allerdings woanders: in der ungleichen Lohnverteilung.

Heinz-Josef Bontrup war bis zu seiner Emeritierung im Januar 2019 für Wirtschaftswissenschaft mit dem Schwerpunkt Arbeitsökonomie im Fachbereich Wirtschaftsrecht an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen tätig. Er ist Sprecher der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik (Memorandum-Gruppe).

Herr Bontrup, die EU-Kommission warnt die Mitgliedstaaten der EU vor einer Rezession. Sehen Sie diese Gefahr auch?

„Ja, die kann man sehen, aber es geht ja nur um Konjunktur – hätte ich fast gesagt. Das ist im Kapitalismus eigentlich etwas ganz Normales. Die Wirtschaft entwickelt sich immer in konjunkturellen Zyklen und es scheint so, dass wir jetzt weltweit in eine Rezession reinlaufen könnten, aber so ganz sicher ist das auch nicht.“   

Wir befinden uns seit der Finanzkrise 2008 im Aufschwung, ist es nicht ganz normal, dass die Wirtschaft da auch mal schwächelt?

„Ja natürlich. Deutschland muss man hier vielleicht noch als Sonderfall nehmen. Wir haben in der Tat in Deutschland in den letzten Jahren nach der schweren, weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise durchaus einen komfortablen Aufschwung gehabt: hohe bis mittelprächtige reale Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts. Das war aber weitgehend erkauft, auch mit großen Exportüberschüssen. Es ist ja hinlänglich bekannt, dass Deutschland der sogenannte ‚Exportweltmeister‘ ist.

Börse in Frankfurt am Main (Archiv)

©
AFP 2019 / ARNE DEDERT

Wobei man hier immer sehen muss: Das was dann an Einkommen aus dem Ausland nach Deutschland fließt, wird natürlich nicht gleich verteilt unter den deutschen Bürgern. Sondern hier haben wir nach wie vor eine hohe Einkommens- und Vermögenskonzentration, und auf der anderen Seite ein massives Prekariat bekommen in Deutschland. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat ja gerade noch einmal in einer jüngeren Studie belegt, dass etwa jeder vierte abhängig Beschäftigte, da reden wir von etwa neun Millionen Menschen, unter prekären Verhältnissen in Deutschland leben muss. Also wir haben hier durchaus eine gespaltene Situation, einerseits Wachstum, ja, aber das Wachstum kommt in Deutschland nicht gleich verteilt bei allen Menschen an.“

Um nun der „langen Zeit schwächeren Wachstums“ vorzubeugen drängt die EU-Kommission darauf,

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Die neoliberale Stadt

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08-11-18 09:24:00,

Die Zerstörung der Städte
von Craig Murray

Von den drei Wohnungen auf der Etage meiner derzeitigen Mietwohnung in Edinburgh direkt im Viertel Canongate waren zwei bewohnt und eine war eine Ferienwohnung. Seit diesem Monat sind nur noch wir Mieter, die anderen beiden Wohnungen sind Ferienwohnungen. Zuvor habe ich im Apartmentblock Holyrood Park gewohnt. Von den vierzehn Wohnungen auf unserer Etage waren nur drei bewohnt. Elf waren Ferienwohnungen. Unsere Miete wurde alle sechs Monate erhöht. Als sie auf über 1500 Pfund pro Monat – etwa 1700 Euro – gestiegen war, sahen wir uns schließlich zum Auszug gezwungen. Ein Taxifahrer, der mich einmal dorthin nach Hause brachte, erzählte mir, er habe zuvor noch nie einen Bewohner dort abgesetzt, nur Urlaubsgäste; er wusste nicht, dass dort überhaupt jemand dauerhaft wohnte.

Eine Edinburgher Website allein prahlt damit, dass mehr als 2.000 Edinburgher Apartmentbesitzer ihren kurzfristigen Vermietungsservice nutzen – und wahrscheinlich besitzt ein erheblicher Teil dieser mehrere Apartments. Die Behörden können schlichtweg nicht wissen, wie viele Wohnungen in Edinburgh als Ferienunterkünfte dienen. Das Ganze ist ein riesiger Schwarzmarkt, bei dem Einkommenssteuern sowie Brandschutz, Sicherheitsbelange und andere Vorschriften umgangen werden, und der oftmals illegale Untervermietungen einschließt. In dem Apartmentblock, in dem ich nun lebe, gibt es mit Sicherheit Wohnungen, die als Ferienunterkünfte genutzt werden, obwohl sie als Sozialwohnungen vorgesehen sind. Das Ausmaß des Missbrauchs könnte man an der Tatsache ablesen, dass wir eine Tiefgarage mit nur einem schmalen Parkplatz pro Wohnung haben – im Zentrum von Edinburgh gibt es einen hohen Bedarf an Parkplätzen –, doch außerhalb der alljährlichen Festivalzeiten habe ich die Tiefgarage nie mehr als zu 20 Prozentbelegt gesehen.

Zum Teil ist es ein AirBnB-Phänomen, doch nicht nur. Es gibt noch viele andere Websites. Eine Suche nach „nur Apartments“ auf booking.com für den 6. bis 8. November ergibt erstaunliche 877 verfügbare Apartments – zusätzlich zu denen, die bereits vermietet sind, oder die von einer Vielzahl anderer Websites und Agenturen als verfügbar angeboten werden. Es muss mindestens 3.000 nicht als Ferienunterkünfte konzipierte Wohneinheiten geben, die aus dem Edinburgher Wohnbestand genommen wurden und für diesen Zweck genutzt werden. Von diesen stehen, wie ich aus direkter Beobachtung weiß, die meisten für den Großteil des Jahres einfach leer, doch durch Hogmanay und das Festival allein kann ein Wohnungsbesitzer mehr Geld verdienen, als eine arbeitende Familie in einem Jahr an Miete zahlen könnte.

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Neoliberale Rechtsbescherming

15-07-18 05:36:00,

Nieuw wetsvoorstel geeft minister vrijbrief voor vergaand doorlichten burgers

Minister Dekker (VVD) voor Rechtsbescherming heeft een wetsvoorstel gepubliceerd dat belangrijke principes van de huidige privacywet grotendeels buiten werking stelt. Alle beschikbare relevante gegevens bij zowel overheid als bedrijven en instellingen kunnen straks voor elk denkbare overheidstaak worden gekoppeld om mensen door te lichten. Het parlement krijgt daarbij geen inspraak.
Op dit moment mag de overheid alleen gegevens gebruiken voor specifieke doelen en als dat absoluut noodzakelijk is. Met dit wetsvoorstel wordt dat omgedraaid. Het uitgangspunt voor het gebruik en delen van gegevens gaat van “nee, tenzij de noodzaak is aangetoond” naar “ja, tenzij er grote bezwaren zijn”. Alle gegevens mogen zo in principe voor elke controlerende taak van de overheid worden ingezet, ook als ze voor een heel ander doel zijn verzameld en ook als ze bij andere (private) organisaties liggen.
De minister komt hier nu mee, omdat de nieuwe Europese privacywet AVG dit via een achterdeurtje mogelijk maakt. Volgens artikel 6, lid 3 AVG mogen gegevens ook voor andere doelen worden gebruikt als daar maar een wettelijke regeling voor is. Dit achterdeurtje is op voorstel van de Nederlandse regering in de wet gekomen.
Doorlichten
De belangrijkste reden voor dit wetsvoorstel is om meer ruimte te scheppen om burgers en bedrijven beter te kunnen controleren. Straks kunnen op elk denkbaar gebied waar de overheid een controlerende taak heeft, de gegevens van elke denkbare partij, ook van private bedrijven en instellingen, aan elkaar worden gekoppeld. Vervolgens wordt afwijkend gedrag gedefinieerd met bijbehorende criteria. Iedereen die binnen deze criteria van afwijkend gedrag valt, wordt er door het algoritme uitgepikt waarna opsporingsbeambten deze mensen nader onder de loep nemen.
Het algoritmen en de criteria die gebruikt worden om mensen eruit te pikken blijven geheim. D66, GroenLinks en de SP vinden dat een probleem, omdat algoritmen door mensen worden gemaakt en daardoor fouten en vooroordelen bevatten. Dit kan leiden tot onterechte verdachtmaking van mensen en discriminatie van bepaalde groepen. Minister Dekker (VVD) heeft al laten weten dat de algoritmen desondanks geheim blijven en dat mensen naar de rechter kunnen stappen als ze denken dat ze onrechtmatig behandeld worden.
SyRI
Het eerste samenwerkingsverband dat al op deze manier werkt, is het zogeheten SyRI-systeem. Met dit systeem worden gegevens van maar liefst 17 aandachtsgebiedenover burgers samengevoegd om hen door te lichten op mogelijke fraude met uitkeringen of toeslagen.  » Lees verder

Neoliberale Weiblichkeit

Neoliberale Weiblichkeit

04-07-18 09:20:00,

„Mann wird nicht als Frau geboren, man wird es.“

Dieser in hohem Maße polarisierende Satz stammt von der französischen Philosophin und Ikone der zweiten Feminismusbewegung, Simone de Beauvoir (1). Je nach Leser dürfte die Reaktion auf den besagten Satz sehr unterschiedlich, in jedem Fall aber wertend ausfallen. Entweder gehört man zu der anwachsenden Gruppe der Anhänger jener politischen Einstellung, die sich Feminismus nennt, und sieht dieses Zitat als richtungsweisend für eine zukünftige Gesellschaft an, in der die Unterschiede zwischen Mann und Frau auf ein Minimum reduziert sein werden. Oder aber man gehört zu der Gruppe wertkonservativer Leser, die diese Aussage wahrscheinlich als absoluten Unsinn bezeichnen würden, da sie nicht der Ansicht sind, dass sich die rein biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau durch die Überwindung des Patriarchats in irgendeiner Weise beeinflussen ließen.

Der Satz wird wahrscheinlich von beiden Gruppen missverstanden, da er, mag man das nun positiv oder negativ bewerten, nicht primär von den generellen Merkmalen oder Tätigkeiten einer Frau handelt, sondern von ihrer „Wertigkeit“. Beauvoir beschreibt in ihrem Hauptwerk ,,Das andere Geschlecht“, dass die Frau nicht das andere, defizitäre Geschlecht ist, weil sie dem Mann körperlich unterlegen ist, sondern weil ihre körperliche Unterlegenheit von der Gesellschaft als schlecht und den individuellen Wert mindernd angesehen wird. Wäre körperliche Arbeit nicht so unersetzlich zur Sicherung der eigenen Lebensgrundlage gewesen, wäre die Frau wohl nicht ab- und der Mann nicht aufgewertet worden. Mit anderen Worten: Das sogenannte Patriarchat wäre nicht entstanden.

Und genau dies ist auch der Grund dafür, dass sich die politische Strömung des Feminismus außerordentlich gut mit dem Kapitalismus versteht. Die körperliche Arbeit ist durch Industrialisierung, Digitalisierung und den allgemeinen wirtschaftlichen Fortschritt im Zuge der Ausbreitung des Kapitalismus am Arbeitsmarkt immer mehr in den Hintergrund gerückt. Heute sind vielmehr kognitive Fähigkeiten gefragt, die genauso gut Frauen erbringen können. Oder aber Arbeitskräfte in prekären Beschäftigungen, die sich mit niedrigen Löhnen zufriedengeben – zum Beispiel, weil sie einen Ehemann haben, der den familiären Haupterwerb erzielt.

Die Aufmerksamkeit, welches der Gleichberechtigung von Frauen und Männern von Seiten der Wirtschaft – beispielsweise durch sogenannte Girls-Days, bei denen jungen Mädchen technische Berufe nähergebracht werden sollen – zuteilwird, resultiert nicht aus einem gesellschaftlichen Gefühl für Fairness, sondern verfolgt ein ökonomisches Interesse. Das bedeutet natürlich in keinster Weise, dass Gleichberechtigung der Frau in unserer heutigen Gesellschaft nicht immens wichtig wäre und jede Unterdrückung oder sexuelle Belästigung in irgendeiner Form verharmlost oder relativiert werden könnte.

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NRC’s Neoliberale Propaganda

NRC’s Neoliberale Propaganda

02-07-18 09:19:00,

Merijn de Waal, Plv-chef Buitenland en redacteur Latijns-Amerika . Eerder Madrid-correspondent en eindredacteur.

Merijn de Waal stelt in NRC stelt:


Een politieke aardverschuiving in Mexico

De links-nationalistische anti-establishment-kandidaat Andrés Manuel López Obrador is met grote meerderheid gekozen als nieuwe president.

https://www.nrc.nl/nieuws/2018/07/01/mexico-naar-de-stembus-a1608588?utm_source=SIM&utm_medium=email&utm_campaign=Vandaag&utm_content=&utm_term=20180702 

Wat kenmerkend in dit bericht is, blijft de kwalificatie ‘nationalistische.’ Dit is in de terminologie van het neoliberalisme een ernstig gevaar. Nationalistisch betekent dat de belangen van de natie, de bevolking, voorgaan op die van de financiële, economische en militaire elite. Voor Washington en Wall Street betekent ‘nationalistisch’ dat er een ‘regime change’ noodzakelijk is om te voorkomen dat de stijging van de  winsten van de 0,1 procent van de allerrijksten ter wereld bedreigd worden. Het probleem voor de commerciële pers nu is niet langer het gevaar van politiek ‘links,’ want dat heeft zich al sinds de jaren zeventig aangepast aan de neoliberale wetten, maar het gevaar voor de rijke elite is ‘nationalistische,’ zowel van links als rechts, want die stellen andere belangen voorop. Doorgaans worden die andere belangen ‘populistisch’ genoemd. Vandaar NRC’s kwalificatie ‘nationalistisch.’ 

Ik kwam zojuist mijn oude vriend, de bestseller-auteur en mainstream-opiniemaker Geert Mak in de regen op straat tegen. Na elkaar te hebben begroet, vertelde Geert mij dat hij van oordeel is dat Europa zo snel mogelijk met Rusland om de tafel moet gaan zitten, om de opgelopen spanningen te deëscaleren. De VS heeft heel andere belangen dan 'wij,' aldus Mak, die benadrukte dat de macht van 'onze' Atlantische bondgenoot ingrijpend aan het afnemen is. Kortom, ik hoorde wat ikzelf al enige jaren op mijn weblog schrijf. Opvallend hoe een Nederlandse opiniemaker binnen zo'n betrekkelijk korte tijd zo wezenlijk van oordeel kan veranderen.  Immers, Mak’s gevaarlijke anti-Rusland hetze was een treffend voorbeeld van zijn opportunisme. Mei 2014 beweerde op de Hilversumse televisie de zogeheten ‘chroniqueur van Amsterdam, Nederland, Europa en de VS,’ dat er sprake was van een 'Russische gevaar,’ aangezien ‘meneer Poetin’ aan ‘landjepik’ deed en dat de Russische president d…

America Has Been at War 93% of the Time – 222 out of 239 Years – Since 1776 By Washington's Blog Global Research,  » Lees verder