Neuer Tiefpunkt der Propaganda im Fall Navalny: Schweizer “Blick” lügt mit falschem Putin-Foto | Anti-Spiegel

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15-09-20 10:07:00,

Die Stimmungsmache im Fall Navalny nimmt Formen an, die man netterweise als „Propganda“ bezeichnen kann, obwohl die Formulierung „dreist gelogen“ besser passt. Den Vogel hat heute die „Blick“, das Schweizer Gegenstück zur „Bild“, abgeschossen.

Die Überschrift beim „Blick“ lautete „Während sich Nawalny erholt – Putin provoziert mit Teetassen“ und der Artikel begann mit folgender Einleitung:

„Während sich Putin-Kritiker Alexej Nawalny von einer Vergiftung erholt, hat sich Wladimir Putin mit Belarus-Präsident Alexander Lukaschenko getroffen. Und dabei durchblicken lassen, dass er durchaus mit der Vergiftung Nawalnys zu tun haben könnte.“

Nachtrag: Inzwischen wurde der Link auf einen anderen Artikel umgeleitet und der Putin-mit-Tee-Artikel ist nicht mehr zu finden. Einen Hinweis für die Leser gibt es natürlich nicht. Gut, dass ich den Screenshot (siehe Titelbild) gemacht habe. Nun weiter in meinem ursprünglichen Artikel:

Ich habe gestern alles angeschaut, was von dem Treffen von Putin und Lukaschenko veröffentlicht worden ist und ich fand dort keinerlei Hinweise, dass Navalny überhaupt Thema gewesen wäre oder dass Putin gar etwas habe „durchblicken lassen.“ Aber ich könnte ja was übersehen haben, also habe ich den Artikel der „Blick“ gelesen.

Wenig überraschend fand sich darin kein Wort darüber, dass Putin etwas habe „durchblicken lassen.“ Es war die standardisierte – aber sehr reißerisch formulierte – Wiederholung all dessen, was wir ohnehin in den Medien zum Fall Navalny lesen: Russland hat Navalny vergiftet, Putin ist Schuld, Punkt und Ende der Geschichte.

„Blick“ hat versucht, den Lesern ein falsches Bild zu vermitteln. Unter der Teilüberschrift „Putin provoziert“ war folgender Text mit folgendem Foto zu sehen:

„Nicht nur dieser Deal dürfte in den nächsten Tagen für Gesprächsstoff sorgen. Während die positive Meldung von Nawalny die Runde machte, liess sich Putin mit zwei Tassen Tee in der Hand ablichten. Eine davon brachte er Lukaschenko, der laut offiziellen Aussagen gar keinen Tee trinkt.
Tee trank dafür 2006 der russische Ex-Spion und Regierungskritiker Alexander Litwinenko (1962–2006). Das Getränk war mit Polonium vergiftet, Litwinenko starb daran. Wer hinter dem Anschlag steckte, ist bis heute nicht bekannt.“

Was genau will „Blick“ suggerieren? Soll das eine Drohung an Lukaschenko gewesen sein? Vergiftet Putin alle Leute mit Tee? Wir erinnern uns, die ersten Meldungen sprachen ja davon,

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Neuer Schwung mit Schwarzweißrot? | Von Hermann Ploppa | KenFM.de

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09-09-20 07:22:00,

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Ein massiver Presserummel verhilft der längst eingemotteten Reichsfahne zu neuem Leben.

Ein Standpunkt von Hermann Ploppa.

Das war ja was an jenem historischen Samstag, dem 29. August 2020.

Da demonstrieren Hunderttausende, wenn nicht gar Millionen von besorgten Bürgern durch Berliner Straßen, um rund um die Siegessäule das Ende des Corona-Regimes zu verlangen. Das Festival der Freiheit nimmt seinen friedfertigen Verlauf. Die Kundgebungsteilnehmer denken gar nicht daran, Stress in irgendeiner Form anzuzetteln. Selbst das provozierende Auftreten ausgesuchter Bürgerkriegssoldaten bei der Berliner Polizei kann die Harmonie nicht stören.

Das Fest der Freude ist so intensiv, dass ein Klamauk vollkommen untergeht, der wenige hundert Meter weiter vor dem Reichstagsgebäude abgezogen wird. Als Gerüchte durchsickern, eine Handvoll Vollpfosten hätte versucht, den Reichstag zu stürmen, reicht die Reaktion von Kopfschütteln bis zu genervtem Hände-über-den-Kopf-Zusammenschlagen. Dass Provokateure so eine Nummer abziehen würden, war klar. Nur über das „wie“ bestand noch Unklarheit.

Wir wissen es: über die geile Anti-Corona-Regime-Demo an der Siegessäule verloren die Qualitätsmedien kaum ein Wort. Alle Aufmerksamkeit richteten die Hofberichterstatter auf das schrille Happening auf den Stufen des Reichstagsgebäudes. Nun, wir vernehmen es ja immer wieder: die Nachricht ist eine Ware. Und der dumme Pöbel, so lernen wir weiterhin, will keine komplexen Zusammenhänge, sondern Action: Totschlag und Mord, Sex and Crime, Drogen, Intrigen, Titties and Beer – alles begierig hergezeigt an gelackten Promi-Affen. Wer mit wem? Und vor allem: wer gegen wen?

Entsprechend formatiert für derartige Bedürfnisse war die Show vor dem höchsten deutschen Parlament. Eine Frau im klassischen Antifa-Outfit (Rastalocken, Gesichtspiercing) schrillt und zappelt herum wie Hampelmann am Faden: „Trump ist in Berlin! Wir sind frei!“ Schräge Typen mit Sonnenbrillen, denen man keinen Gebrauchtwagen abkaufen würde, verkünden via Megaphon: „Ey Leute, am Reichstag geht jetzt gleich die voll krasse Nummer ab!“ Und schon rennen Schlafschafe die Treppe hoch, um oben ratlos stehenzubleiben. Vor ihnen stehen drei Polizisten in Kampfmontur. Einer von ihnen kämpft Kung Fu, ohne Helm, damit man das telegene Gesicht auch genießen kann. Ein gut aussehender Kerl, Typ sexy Sportlehrer. Könnte Schauspieler sein. Und tatsächlich. Dieser Taschen-Schwarzenegger heißt Karsten Bonack,

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Neuer Rekord beim Palmöl-Verbrauch

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21-08-20 09:56:00,

Tobias Tscherrig

Tobias Tscherrig / 21. Aug 2020 –

Weil es als Agrarkraftstoff betrachtet wird, ist Palmöl im europäischen Dieselkraftstoff allgegenwärtig geworden.

In einem Anfang Juli erschienenen Bericht weist der Verband für Verkehr und Umwelt, in dem mehr als 50 europäische Nichtregierungsorganisationen zusammengeschlossen sind, auf den katastrophalen Anstieg des Verbrauchs von Palmöl in Europa hin. Vor allem im Verkehrssektor wird immer mehr Palmöl verbraucht – weil es fälschlicherweise als «Biokraftstoff» betrachtet wird. Biologisch wird Palmöl indessen nicht hergestellt, weshalb man von Agrartreibstoff reden muss.

So erreichte die Verwendung von Palmöl auf europäischer Ebene in diesem Jahr ein Rekordhoch: Sie stieg um sieben Prozent auf 4,5 Millionen Tonnen, obwohl die Nahrungsmittelindustrie weniger Palmöl verbrauchte.

Die Nahrungsmittelindustrie ist in Europa der Sektor, in dem traditionell am meisten Palmöl verbraucht wird. Nach einem historischen Rückgang des Verbrauchs benötigte die Lebensmittelindustrie in diesem Jahr allerdings «nur» noch 2,8 Millionen Tonnen Palmöl. Trotz diesem Rückgang ist der gesamte Verbrauch in Europa gestiegen – weil Palmöl immer öfter für die Herstellung von Dieselkraftstoff verwendet wird.

«Europäische Union hat die Umweltkosten nicht verstanden»

Wie Cristina Mestre, Leiterin des Bereichs Agrarkraftstoffe beim Verband für Verkehr und Umwelt, gegenüber französischen Medien sagt, sei der Anstieg von Palmöl im Kraftstoff-Bereich durch eine Kombination von zwei Faktoren zu erklären: Erstens sei Palmöl sehr billig in der Herstellung, zweitens habe die Europäische Union die Umweltkosten, die durch die Produktion von Palmöl anfallen, noch nicht verstanden.

Sylvain Angerand ist Direktor von Canopée, einer Vereinigung, die sich für den Schutz von Wäldern in Frankreich und auf der ganzen Welt einsetzt. Gegenüber «mediapart» sagt er: «Der Mensch benutzt das Auto immer mehr, und gleichzeitig gibt es immer weniger Öl. Die Gleichung ist einfach.»

Für die Hälfte der weltweiten Entwaldung verantwortlich

Der Bericht des Verbands für Verkehr und Umwelt kommt zum Schluss, dass Agrarkraftstoffe nicht umweltfreundlich sind. Demnach seien Agrarkraftstoffe dreimal schlechter für das Klima und würden über 80 Prozent mehr CO2 ausstossen als fossile Brennstoffe. Dies geht auch aus der Arbeit mehrerer Forscher hervor, darunter zum Beispiel Helga-Jane Scarwell, die in ihrem Buch «Biocarburants, les temps changent!» feststellt, dass «der Anbau der Pflanzen,

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US-Vorwürfe: Neuer venezolanischer Ölminister ist ein Drogenhändler – Was ist darüber bekannt? | Anti-Spiegel

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28-04-20 07:34:00,

Die Medien melden heute, ein Drogenhändler sei vom venezolanischen Präsidenten Maduro zum Ölminister ernannt worden. Was sind die Hintergründe?

Die Frage ist auf den ersten Blick nicht leicht zu beantworten, denn die Vorwürfe aus den USA sind wenig konkret. Daher schauen wir uns die Chronologie der Vorwürfe an, was immer hilfreich ist in solchen Fällen.

Tareck El Aissami, um den es geht, hat eine interessante Herkunft. Seiner Herkunft nach – man sieht es an seinem Namen – ist er halb Libanese und halb Syrer, aber geboren und aufgewachsen ist er in Venezuela. Sein Vater war Syrer und politisch gehörte er zur Baath-Partei, in Venezuela war er ein Unterstützer von Hugo Chavez. Tareck hatte also von Haus aus gute Verbindungen und wurde schon mit 33 Jahren Innenminister unter Chavez. Er hatte danach noch andere Ämter inne, er gehört zur Nomenklatura des heutigen Venezuela.

Aber es geht hier ja um die Vorwürfe der USA, er sei in den internationalen Drogenhandel verwickelt. Diese Vorwürfe wurden erstmals im Januar 2017 in Washington laut. Am 4. Januar 2017 hat Präsident Maduro El Aissami zum Vizepräsidenten von Venezuela ernannt. Und am 5. Januar begannen US-Medien darüber zu berichten, dass die US-Behörden schon lange gegen El Aissami ermitteln würden. Frühere Berichte darüber habe ich aber nicht gefunden.

Am 5. Januar 2017, einen Tag nach El Aissamis Ernennung, berichtete das Wall Street Journal, US-Behörden würden seit 2015 gegen El Aissami wegen des Vorwurfes des internationalen Drogenhandels ermitteln. Und am 7. Februar 2017 schrieb Bloomberg, US-Behörden würden bereits seit 2011 wegen Geldwäsche gegen El Aissami ermitteln.

El Aissami war auch vorher schon kein Unbekannter. Seit 2005 war Abgeordneter im venezolanischen Parlament, von 2012 bis 2017 war er Gouverneur der Provinz Aragua. Warum gibt es aus dieser Zeit keinerlei Meldungen über Ermittlungen gegen ihn in den USA, wenn die doch angeblich seit 2011, bzw. seit 2015 andauern? (Oder habe ich etwas übersehen und es gibt ältere Meldungen, dann bitte ich um Quellen und werde darüber berichten)

Es sieht so aus, hätten die USA die Vorwürfe gegen El Aissami just an dem Tag aus dem Hut gezaubert, als er zum Vizepräsidenten Venezuelas wurde, das die USA mit Sanktionen und Strafmaßnahmen überziehen, seit Hugo Chavez an die Macht gekommen ist und die Frechheit besaß,

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Neuer Tiefpunkt im Spiegel: Ein “Experte” schlägt im Interview die Werbetrommel für Zensur | Anti-Spiegel

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06-04-20 09:23:00,

Im Spiegel ist ein Interview veröffentlicht worden, in dem offen für Zensur geworben wird. Die Gefahr, das Coronavirus für derartige Zwecke zu missbraucht wird, ist groß. Umso wichtiger ist es, derartige Interviews genau zu analysieren.

Wie immer, wenn ich mir Interviews, Gastkommentare oder Studien anschaue, nehme ich zuerst den Protagonisten unter die Lupe. Der Spiegel hat Peter Pomerantsev interviewt. Pomerantsev ist mit seinen Eltern aus der Ukraine (damals noch Sowjetunion) zunächst nach Wien und dann nach London ausgewandert. In den Nullerjahren hat er in Moskau gelebt. Er ist eingefleischter Transatlantiker und Russland-, bzw. Putin-Kritiker. Heute schreibt er als Journalist unter anderem für die zehnmal pro Jahr erscheinende Zeitung „The Atlantic“, die sich vor allem mit den Themen Politik und Außenpolitik beschäftigt. Sie gehört seit 2017 der Witwe von Steve Jobs.

Für das Center for European Policy Analysis (CEPA) hat er 2016 an einem Arbeitspapier zu Gegenstrategien der Russischen Propaganda in Mittel- und Osteuropa mitgearbeitet, das auch von dem Fond Legatum veröffentlicht wurde, bei dem er Senior Fellow war.

Das Center for European Policy Analysis ist eine US-Denkfabrik, die unter anderem aus dem US-Staatshaushalt finanziert wird, Legatum ist ein Investmentfond, der sich auch politisch engagiert, um seine Investments in Emerging Markets zu unterstützen. Außerdem hat Pomerantsev Verbindungen zu dem dubiosen Strippenzieher Bill Browder, zu dem Sie hier weitere Informationen finden.

Pomerantsev ist also ein transatlantischer Journalist, der in engem Kontakt mit explizit anti-russischen Kräften steht. Das kann man gut oder schlecht finden, man muss aber wissen, wenn man seine Interviews liest.

Unter der Überschrift „Fake-News-Forscher Pomerantsev – „Die Coronakrise ist auch eine Desinformationskrise““ hat der Spiegel das Interview mit Pomerantsev veröffentlicht. Schon die Einleitung weist darauf hin, was Pomerantsev will:

„Um Propaganda und Falschinformationen zu bekämpfen, müssen die Demokratien des Westens die gesamte Kommunikation im Internet regulieren, meint der britische Autor Peter Pomerantsev.“

Harter Tobak, denn Regulierung der „gesamten Kommunikation im Internet“ bedeutet nichts anderes, als Zensur. Nur dass das hässliche Wort wohlweislich vermieden wird.

Über das Coronavirus und seine Wirkung in sozialen Medien sagt Pomerantsev:

„Corona ist die ultimative leere Bedeutung, eine gesichtslose Furcht, die jeder Meinungskrieger zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen versucht. Extremisten nutzen sie,

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