Neuer Flüchtlingsstrom? EU bricht Deal mit Türkei, die Medien verschweigen die entscheidenden Details | Anti-Spiegel

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07-08-19 01:49:00,

Die Türkei könnte die Grenzen wieder für Flüchtlinge in die EU öffnen und die Situation von 2015 würde sich wiederholen. Der Grund ist, dass die EU ihren Teil von Merkels Flüchtlingsdeal nicht einhält. Nun hat die deutsche Presse einen Weg gefunden, darüber zu berichten und der Türkei die Schuld zu geben. Wie das funktioniert, schauen wir uns einmal an.

Ich habe schon Ende Juli darüber berichtet, die Details finden Sie hier. Daher gebe ich hier nur eine kurze Zusammenfassung, bevor wir zu den aktuellen Meldungen kommen.

Der Flüchtlingsdeal von Merkel umfasste, vereinfacht gesagt, drei Punkte: Erstens: Die Türkei hält die Flüchtlinge zurück. Dafür hat die EU Gegenleistungen geboten. Zweitens: Die EU zahlt der Türkei für die Versorgung der Flüchtlinge Milliarden, drittens: Die Türken dürfen ohne Visa in die EU einreisen.

Und der dritte Punkt macht Probleme, die EU findet immer wieder Ausreden, warum dieser Punkt auch nach Jahren nicht umgesetzt wurde, obwohl er unmittelbar nach in Kraft treten des Abkommens verwirklicht werden sollte. Man kann also ganz objektiv festhalten, dass die EU ihren Teil des Vertrages nicht einhält.

Hinzu kommt, dass die Türkei nun vor Zypern Gas fördern will, was der EU gar nicht passt und zu den ohnehin akuten Spannungen zwischen Ankara und Brüssel kommt dieses Thema nun hinzu, denn die EU diskutiert deswegen Sanktionen gegen die Türkei. Und das will Erdogan sich nicht gefallen lassen, weshalb in den letzten Wochen wichtige türkische Minister den Flüchtlingsdeal in Frage stellen und offensichtlich bereits Vorbereitungen in der Türkei laufen, die Schleusen für Flüchtlinge Richtung EU wieder zu öffnen.

Interessanterweise gab es darüber kaum Berichte in den europäischen und deutsche Medien. Man befürchtet offensichtlich eine weitere Stärkung rechter Strömungen und der EU-Kritiker, wenn diese Dinge bekannt werden. Nur werden sie sich nicht mehr verheimlichen lassen, wenn wieder hunderttausende Flüchtlinge an Griechenlands Stränden auftauchen.

Medien und Politik haben daher zwei Möglichkeiten: Entweder sie verschweigen alles und tun – wie schon 2015 – ganz überrascht, wenn es losgeht. Oder sie stimmen die Menschen darauf ein, indem sie die Türkei für die kommende Misere verantwortlich machen. Anscheinend wird es eine Mischung aus beidem. Inzwischen gibt es vereinzelt Artikel über das Problem, aber dort wird die Türkei massiv kritisiert und die Tatsache, dass die EU den Flüchtlingsdeal nie eingehalten,

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Neuer Dürre-Sommer?

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01-05-19 08:29:00,

Bild: pxhere.com/CC0

Die Energie- und Klimawochenschau: Hierzulande gibt es für die Vegetation einen schlechten Start in die warme Jahreszeit, anderswo sorgen Unwetter für schwere Zerstörungen, während ausbleibender Regen am Horn von Afrika zu Hunger führt

Wir können jetzt den Klimawandel live erleben. Der April 2019 ist hierzulande der 13. zu warme Monat in Folge. Das hat es in Deutschland seit 1881 noch nie gegeben.” Gerhard Adrian muss es wissen. Als Präsident des Deutschen Wetterdienste (DWD) ist er sozusagen oberster Buchhalter des Wettergeschehens in Deutschland.

Seine Mitarbeiter sammeln an aktuell rund 2000 Stationen im ganzen Land Daten, werten sie aus und schreiben lange Zeitreihen fort, die Aussagen über lokales, regionales und landesweites Klima erlauben. Als Klima bezeichnen Meteorologen und andere Geowissenschaftler dabei den mittleren Zustand über einen längeren Zeitraum. Meist wird dafür eine 30 Jahresperiode genommen.

Um Klimaveränderungen einzuordnen, braucht es einen Vergleichsmaßstab, eine Referenzperiode. In den meisten Ländern, so auch in Deutschland, wird dafür die Periode 1961 bis 1990 genommen. Verglichen mit den Temperaturen, die in dieser Zeit in Deutschland im April erreicht wurden, war es in diesem Jahr um 2,2 Grad zu warm. Das ist inzwischen – in Zeiten der sich ausbreitenden Klimakrise – schon fast die neue Norm. Ein Jahr zuvor, im April 2018, war es in Deutschland mit rund fünf Grad über dem Durchschnitt der Referenzperiode sogar so warm wie nie zuvor seit 1881.

Abweichungen vom Mittelwert sind natürlich die Regel und nicht die Ausnahme. Veränderungen liegen vor, wenn diese nicht mehr gleichmäßig verteilt sind. Dass dies bei den über dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik gemittelten Monatstemperaturen der Fall ist, hat der DWD mit der nachfolgenden Grafik deutlich gemacht, in der die Monate entsprechend ihrer Abweichung vom Referenzwert eingefärbt sind.

Bild: DWD.de

Die Darstellung zeigt deutlich, dass die gemessen am Mittel der Jahre 1961 bis 1990 kühlen Monate immer seltener werden und nur noch ganz vereinzelt auftreten. Zuletzt im März 2018. Ebenfalls ist auf den ersten Blick zu sehen, dass das Ende des 19. und der Beginn des 20. Jahrhunderts meist kühler als die Jahrzehnte der Referenzperiode war.

Aktuell aber noch wichtiger als die Temperaturen sind die Niederschläge, die im April erneut in allen Bundesländern außer dem Saarland erheblich zu niedrig ausfielen.

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Kein neuer Galeano: Stefan Peters Venezuela-Buch

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14-04-19 12:39:00,

Ist der „Sozialismus“ in Venezuela mit dem ehemaligen Präsidenten Chávez gestorben? Was sind die Gründe für die desolate Lage, in der sich das Land zur Zeit befindet? Sind die Probleme hausgemacht? Oder eher eine Folge externer Faktoren, die vor allem Folge einer imperialistischen Außenpolitik der USA sind? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Buch „Sozialismus des 21. Jahrhunderts in Venezuela“ von Stefan Peters, in das Daniela Lobmueh für die NachDenkSeiten einen Blick geworfen hat.

Der Verlagstext zum Buch beginnt mit ein paar Lobesworten. Mit Hugo Chávez wurde der Sozialismus „wieder salonfähig“, denn mit „dem Rückenwind kräftig steigender Rohstoffpreise“ gelangen soziale Entwicklungserfolge und „hohe Wachstumsraten“. Es sind diese Erfolge, von denen man in unserem Medienmainstream bislang wenig hörte und in einer Analyse gern mehr gehört hätte. Aber der Klappentext fährt fort: „Doch bald wurden die Erfolgsmeldungen spärlicher und Nachrichten von Verschwendung, Korruption sowie zunehmenden autoritären Tendenzen untergruben den Modellcharakter. Spätestens mit dem Tod des comandante im März 2013 und dem Einbruch der Erdölpreise begann der Niedergang der Bolivarischen Revolution.“

Stefan Peters’ Analyse der „Gründe des Scheiterns der Bolivarischen Revolution“ krankt fatal an einem selbst gesetzten Dogma: „Das vorliegende Buch möchte der Versuchung widerstehen, die Ursachen für das revolutionäre Scheitern der Bolivarischen Revolution zunächst in externen Ursachen zu suchen…“ (Peters S.18) Mit seinem „zunächst“ erweckt Peters den Eindruck, er würde sich nach ausgiebiger Darstellung interner Fehler des Chavismus dann endlich den offensichtlichen Einflussnahmen der USA zuwenden. Das tut er aber nicht.

Im Gegenteil, Peters bemüht sich angestrengt, jede Erwähnung einer konkreten Einmischung der US-Regierung zu vermeiden und sogar insgesamt die Rolle der USA für die Geschichte Lateinamerikas herunterzuspielen. Er zeichnet tatsächlich die Geschichte diverser Kämpfe von Guatemala über Chile bis zu El Salvador und Nicaragua nach, ohne die CIA nur einmal zu erwähnen, die dort überall eine Blutspur des Terrors hinterließ. Das geht bis zur offenen Geschichtsklitterung: Den CIA-gesteuerten Putsch von General Pinochet gegen den Sozialisten Allende in Chile 1973 habe „der spätere Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger“ als damaliger US-Außenminister „goutiert“ (Peters S.16). Heute ist jedoch weithin bekannt, dass Kissinger diesen blutigen Putsch keineswegs nur „goutierte“.

Denn Kissinger war keineswegs, wie Peters wahrheitswidrig behauptet, nur ein goutierender Zeuge der Massenmorde in Chile. Er hatte sie maßgeblich mit organisiert und von seiner CIA mit Meuchelmorden und einem Wirtschaftskrieg ermöglichen lassen.

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Neuer Anlauf für TTIP? Manfred Weber will offenbar Handelsabkommen mit USA

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13-04-19 04:13:00,

Der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) für die Europawahl Manfred Weber hat in einem am Samstag veröffentlichten Gespräch mit der „Augsburger Allgemeinen“ über die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA gesprochen.

Dem Politiker zufolge habe man in Deutschland „keine gute wirtschaftliche Zukunft, wenn wir nicht auch Handelsverträge mit dem Rest der Welt abschließen“.

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EU: Neuer ‚Expertenrat‘ soll Sanktionen gegen Mitgliedsstaaten verhängen

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18-03-19 07:30:00,

Manfred Weber und Jean-Claude Juncker. (Foto: dpa)

Manfred Weber und Jean-Claude Juncker. (Foto: dpa)

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Erdöl – Neuer Anlauf im Südsudan

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12-02-19 12:56:00,

Insignie der “Öl-Division”, 4. Division der SPLA, Streitkräfte des Südsudans. Die im Ölgebiet stationierte Einheit geriet aufgrund interner Machtkämpfe mit ethnischem Hintergrund 2013 in die Schlagzeilen. Bild: MrPenguin20 / CC-BY-SA-3.0

Nach dem Bürgerkrieg: Die Wiederbelebung des Ölsektors hängt vom Einvernehmen mit den Nachbarn im Norden ab, von denen man sich gerade gelöst hat – Teil 1

Seit seiner Unabhängigkeit vom Sudan im Juli 2011 war die Ölindustrie im Südsudan durch politische Interventionen und bewaffnete Konflikte erneut stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Das vom Bürgerkrieg heimgesuchte Land könnte nun zu einem bedeutenden Ölproduzenten in Afrika werden – wenn der im September 2018 zwischen den Konfliktparteien ausgehandelte Friedensvertrag hält. Beobachtern zufolge ist der Frieden jedoch brüchig: kleinste Lageveränderungen können sein Ende bedeuten, wie vorangegangene Versuche zur Beilegung des Konflikts zeigten, wie etwa das Friedensabkommen vom August 2015, das den Menschen in der Gegend zwar eine kleine Atempause verschaffte, jedoch nicht verhindern konnte, dass die Kämpfe im Juli 2016 wieder ausbrachen.

Neben der Beschaffung dringend benötigter ausländischer Investitionen hat der Ölsektor des Südsudans vor allem ein geografisches Problem: Das Land verfügt mit 75 Prozent der Erdölreserven des Gebiets des ehemals vereinten Sudans über die drittgrößten Vorkommen in Schwarzafrika, gleich nach Nigeria und Angola. Es ist jedoch vom Seeweg abgeschlossen und muss sich auf den benachbarten Sudan verlassen, um das Öl per Pipeline auf den Weltmarkt zu bringen. Eine bestehende Vereinbarung über die Nutzung der Pipeline-Infrastruktur läuft Ende 2019 aus.

Modernisierung der Ölförderung: Nur im Frieden möglich

Die produktivsten Ölfelder der einst vereinten Nation erstrecken sich über die territoriale Grenze beider Länder, ein Umstand, der die Eigentumsverhältnisse kompliziert gestaltet: die Ausbeutung der Erdölvorräte hatte bereits wenige Monate nach der Erlangung der Unabhängigkeit des Südsudans Konflikte mit dem Nachbarn im Norden ausgelöst.

Unruhen aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die Aufteilung der Öleinnahmen und zusätzliche Grenzstreitigkeiten haben die Ölproduktion gedrosselt und den Willen zu Investitionen in beiden Ländern gebremst. Der damals noch vereinte Sudan hatte als Newcomer erst 1999 mit der Ölförderung begonnen. Zur Zeit seiner Spitzenproduktion förderten die Sudanesen knapp 500.000 Barrel pro Tag. 2017 betrug die durchschnittliche Erdölförderung im Sudan und im Südsudan keine 200.000 Barrel pro Tag mehr. Es wird als unwahrscheinlich angesehen, dass eines der beiden Länder die Produktion nun steigern kann,

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Neuer Oxfam-Bericht 2018: 26 Menschen besitzen soviel 3,8 Milliarden – Ungleichgewicht nimmt weiter zu | www.konjunktion.info

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24-01-19 08:26:00,

US-Dollar - Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay LicenseUS-Dollar - Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay License

US-Dollar – Bildquelle: Pixabay / geralt; Pixabay License

Laut des neuesten Oxfam-Berichts zur globalen Einkommensungleichheit Public good or private wealth? besitzen inzwischen nur noch 26 Menschen das Äquivalent dessen, was 3,8 Milliarden der Ärmsten auf der Welt ihr Eigenen nennen können. Währen die Reichen immer reicher werden, müssen die Ärmsten mit immer weniger auskommen. Heute hat fast die Hälfte der weltweiten Bevölkerung weniger als 5,50 US-Dollar pro Tag zur Verfügung, um ihr Leben zu bestreiten. Allein 795 Millionen Menschen haben nicht einmal genug zu essen.

Auch in den Industrienationen geht die Schere zwischen Fleißig und Reich immer weiter auseinander. Beispielsweise ist die aktuelle Spreizung in den USA so groß wie zuletzt in den 1920ern, bei einer halben Millionen Obdachlosen.

Diese Ungleichheit, dieses Ungleichgewicht ist eine tickende, soziale Zeitbombe, die irgendwann explodieren muss.

Oxfam schreibt in seinem aktuellen Bericht, dass die weltweiten Milliardäre im Jahr 2018 um 12% reicher geworden sind. Gleichzeitig hat die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung 11% ihres Vermögens verloren.

Oxfam berichtete, dass sich der Reichtum von mehr als 2.200 Milliardären auf der ganzen Welt im Jahr 2018 um 900 Milliarden Dollar erhöht habe – oder 2,5 Milliarden Dollar pro Tag. Dem Vermögenszuwachs um 12% bei den Reichen stand der Vermögensverlust der ärmsten Hälfte der Weltbevölkerung um 11% gegenüber.

Der Bericht schloss daraus, dass die Zahl der Milliardäre, die so viel Reichtum wie die Hälfte der Weltbevölkerung besaßen, von 43 im Jahr 2017 auf 26 im letzten Jahr sank. 2016 waren es 61.

(Oxfam said the wealth of more than 2,200 billionaires across the globe had increased by $900bn in 2018 – or $2.5bn a day. The 12% increase in the wealth of the very richest contrasted with a fall of 11% in the wealth of the poorest half of the world’s population.

As a result, the report concluded, the number of billionaires owning as much wealth as half the world’s population fell from 43 in 2017 to 26 last year. In 2016 the number was 61.)

Oxfam-Bericht 2018

(Download PDF)

Die Vermögen konzentrieren sich immer mehr in den Händen weniger,

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Von der Leyens neuer Plan

19-11-18 12:18:00,

Krieg der Nation – Frieden den Rüstungspalästen

Autor: U. Gellermann

Datum: 19. November 2018

Natürlich residiert die traditionelle deutsche Waffenschmiede – die Rheinmetall-Group – in Düsseldorf am eigenen Platz: Am Rheinmetall Platz 1. Der klotzige Rüstungs-Palast ist fraglos die Nummer Eins im deutschen Mordgeschäft. Nach Plänen von Rheinmetall wird in der Türkei eine Panzer-Fabrik für die Diktatur gebaut, auch die Verbrecher-Dynastie der Saud, bekannt als Kindermörder im Jemen, bezieht ihr Gerät von Rheinmetall. Und natürlich wurzelt der Rüstungsladen tief im stinkenden, braunen Boden: Einst hieß man “Reichswerke Hermann Göring”, nach dem fetten Freund des “Führers“. Da lebte man gut von der brutalen Ausbeutung der Zwangsarbeiter. Auch heute kommen 5,90 Milliarden Euro Umsatz aus dem Geschäft mit dem Tod. Dieser feinen Gesellschaft verspricht die Ministerin für Rüstung und Töten im Ausland neue Profite.

In ihrem jüngsten Artikel in der FAZ predigt Frau von der Leyen über “Schritte zu einer Armee der Europäer”. Rund 13 Milliarden Euro soll die EU im kommenden Jahrzehnt für Rüstungsprojekte ausgeben. Da leckt sich Ulrich Grillo, Aufsichtsratsvorsitzender der Rheinmetall doch sabbernd die Lippen: Von den EU-Milliarden wird ordentlich was bei Rheinmetall hängenbleiben. Schon als Grillo Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie war, hatte er prima Beziehungen zur Politik. Mit Friedrich Merz, dem Wunschkanzler der Industrie, kann das nur besser werden. Immerhin ist der Mann fest beim Blutsauger “Black-Rock” embedded und Douglas „Larry“ Fink, Großaktionär bei der Düsseldorfer Waffenbude, ist zugleich Vorstandsvorsitzender des weltgrößten Vermögensverwalters BlackRock und gilt als „mächtigster Mann der Wall Street“. Wozu braucht man dann eigentlich noch eine Verteidigungsministerin, könnte man fragen. Doch Black-Rock denkt supra-national: Black-Rock hat kurze Wege zum Saudi-Freund Trump, und die von der Leyen kurbelt die europäischen Waffendeals an.

Es versteht sich, dass die nationalen Parlamente eher Umwege bedeuten – immerhin hat zum Beispiel der Bundestag noch das Privileg, den Haushalt zu beschließen – da hätten dann solche wie die von der Leyen lieber “auf Verteidigungspolitik spezialisierte Abgeordnete“, die nach dem “Sherpa-Prinzip” in einem gemeinsamen europäischen Ausschuss das Steuergeld in die Kassen der Rüstungsindustrie tragen. Das sind die “offenen Grenzen”, die inzwischen quer durch diverse Parteien gewünscht werden. Der AfD, der angeblichen Oppositionspartei, fiel dazu aus dem Mund ihres Abgeordneten Rüdiger Lucassen in der Bundestags-Debatte zur “euro­päischen Ver­teidi­gungs- und Sicher­heits­koope­ration” nur ein: Das alles würde nur Schwächung des europäischen Pfeilers der Nato durch die Schaffung „europäischer Parallelstrukturen“ führen.

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Neuer Verfassungsschutz-Chef will mehr Überwachung in sozialen Medien

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16-11-18 08:37:00,

Erst einen Tag ist der neue Verfassungsschutz-Chef im Amt, da muss er schon vor dem Bundestag auftreten: Thomas Haldenwang, Nachfolger von Hans-Georg Maaßen, nahm an der zweiten öffentlichen Anhörung der deutschen Geheimdienstpräsidenten vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium (PKGr) teil. Und Haldenwang startet selbstbewusst ins Amt: „Jetzt bin ich der Präsident, jetzt setze ich die Akzente.“


netzpolitik.org – unabhängig & kritisch dank Euch.

Doch was sind diese Akzente? In seinem Eingangsstatement betonte Haldenwang in auffälligem Umfang rechtsextremistische Bedrohungen, während er islamistischen Bedrohungen nur einen Absatz widmete – auch wenn er sie immer noch als größte Gefahr für die Sicherheit bezeichnete. Mehr als jeder zweite der 24.000 vom Verfassungsschutz vermuteten Rechtsextremisten sei gewaltbereit, so Haldenwang. Er nannte zahlreiche Beispiele: Oldschool Society, Gruppe Freital, Freie Kameradschaft Dresden. Und schob hinterher: Noch in diesem Jahr wolle der Bundesverfassungsschutz zusammen mit den Landesämtern entscheiden, wie man mit der AfD umgehen wolle.

Das Thema Hack-Back ist „nachrangig“

Auch zum Thema Hack-Back äußerte sich Haldenwang wesentlich zurückhaltender als sein Vorgänger Maaßen: Das Thema sei für ihn „nachrangig“, sagte er. Hack-Backs gingen derzeit über die Zuständigkeit des BfV hinaus. Zunächst müsse die Bundesregierung eine Position finden. Maaßen forderte in der letzten öffentlichen PKGr-Anhörung noch explizit eine Kompetenzerweiterung, um beispielsweise auf ausländische Server zugreifen und dort Daten löschen zu können.

Derzeit diskutiert die Bundesregierung das Thema intensiv und setzt sich mit möglichen Gesetzesänderungen auseinander. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages geht davon aus, dass Hack-Backs im Ausland nur mit einer Grundgesetz-Änderung verfassungsgemäß sein können.

Soziale Medien sind „Aufputschmittel als auch Tatort“

Ein akuteres Anliegen als Hack-Backs sind für Haldenwang offenbar die Analyse sozialer Netzwerke. Am Fall der Ausschreitungen in Chemnitz habe man gesehen, dass Aufrufe zu Demonstrationen und Aktionen innerhalb von kurzer Zeit Menschenmengen mobilisieren können. Geschehe die Kommunikation in offenen Gruppen, könne der Verfassungsschutz das „mitplotten“. Aber beispielsweise Hooligans hätten in geschlossenen Gruppen kommuniziert und trotzdem Tausende Personen auf die Straße bringen können. Soziale Medien seien „Aufputschmittel“ und „Tatort“ zugleich und könnten „Brandbeschleuniger für physische Gewalt“ sein.

Wie genau ein Social-Media-Monitoring aus nicht-öffentlichen Quellen aussehen könnte, führte der Verfassungsschutz-Chef nicht aus. Schon 2014 begann der Verfassungsschutz seine Überwachungskapazitäten in sozialen Medien auszubauen – mit der „Erweiterten Fachunterstützung Internet“.

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Ein neuer “Zwischenfall” könnte ein wenig Licht in die mysteriöse Affäre rund um den vergifteten Agenten Skripal bringen – www.NachDenkSeiten.de

Ein neuer “Zwischenfall” könnte ein wenig Licht in die mysteriöse Affäre rund um den vergifteten Agenten Skripal bringen – www.NachDenkSeiten.de

04-07-18 09:08:00,

4. Juli 2018 um 12:05 Uhr | Verantwortlich:

Ein neuer “Zwischenfall” könnte ein wenig Licht in die mysteriöse Affäre rund um den vergifteten Agenten Skripal bringen

Veröffentlicht in: Audio-Podcast, Innere Sicherheit, Länderberichte

Die englische Fußballmannschaft erreicht bei der WM in Russland das Viertelfinale und zeitgleich melden Nachrichtenagenturen einen „Zwischenfall“ in der Gegend von Salisbury, der starke Parallelen zum Fall Skripal aufweist, der die Beziehungen der EU zu Russland vor ein paar Wochen zerrüttet hat. Während Polizei und Medien erst einmal versuchen, die Sache herunterzuspielen, zeigt ein Blick auf die Berichterstattung der Lokalzeitungen vom Wochenende, dass hier womöglich doch größerer Klärungsbedarf besteht, als man denken mag. Auch wenn man momentan nur spekulieren kann – die ersten Reaktionen der britischen Behörden zeigten, dass die Öffentlichkeit offensichtlich viele Aspekte des Falles Skripal noch gar nicht kennt. Die Zahl der offenen Fragen wächst. Von Jens Berger.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Podcast: Play in new window | Download

Die aktuellen Agenturmeldungen über einen “ernsten Zwischenfall” in der englischen Kleinstadt Amesbury wirken wie ein Déjà-vu. Zwei oder drei Menschen wurden mit unklaren, aber offenbar sehr schweren Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Polizei und diverse Dienste sperren derweil zahlreiche Örtlichkeiten ab, rufen zur Gelassenheit auf und untersuchen dabei die abgesperrten Areale mit Chemieschutzanzügen. Amesbury liegt – das macht die Sache so interessant – nur wenige Kilometer nördlich von Salisbury, der Kleinstadt also, in der vor vier Monaten angeblich der russische Überläufer Sergej Skripal und seine Tochter Julia mit einem Nervengift der Nowitschok-Klasse vergiftet wurden. Ebenso interessant ist, dass der Fundort der beiden Opfer nur wenige hundert Meter vom britischen Chemiewaffenzentrum „Porton Down“ entfernt ist und gleichzeitig fast direkt vor dem Grenzzaun des Militärstützpunktes „MoD Boscombe Down“, der mittlerweile vom privaten Rüstungsforschungsunternehmen QinetiQ betrieben wird, das auch auf dem Gebiet der Spionage tätig ist. Auf all diese Punkte gehen die Agenturmeldungen übrigens nicht ein.

 
Die offizielle Story und die Story hinter der Story

Den Behörden zufolge hat man am Samstagabend zwei bewusstlose Menschen Mitte 40 in einem Haus im Neubauviertel „Kings Gate“ nahe der englischen Kleinstadt Amesbury aufgefunden.

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