Elektromobilität als Ergänzung der Profitorientierung

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16-05-19 11:53:00,

Am Dienstag fand in Berlin die Hauptversammlung von Europas größtem Automobilkonzern, der Volkswagen AG, statt. Dabei war auch Winfried Wolf, der sich für die NachDenkSeiten seine Gedanken zur Hauptversammlung, zur Volkswagen AG und deren neue Fokussierung auf die Elektromobilität gemacht hat. Im Anhang zu Winfried Wolfs Bericht finden Sie auch die Rede, die Wolf als „kritischer Aktionäre“ auf der Hauptversammlung gehalten hat.

Dienstag, der 14. Mai; Berlin Messegelände. Eine Sirene ertönt. Mehr als 50 Personen fallen wie tot um. Ein gelbes Absperrband mit dem Schriftzug „climate crime scene“ wird gespannt. Die Spurensicherung eilt herbei. Es bestätigt sich der Verdacht: Tod durch Klimazerstörung und Feinstaubbelastung. Der Täter: Eine mörderische Autoindustrie, angeführt von VW. Unter dem Motto „Volkswagen tötet“ hatte ein Bündnis aus den Umweltverbänden Ethecon, Extinction Rebellion, Robin Wood, Fridays for Future und Gegenstrom das „die-in“ durchgeführt. Protestiert wurde gegen die von den Autokonzernen mitverursachte Klimakrise und gegen den Abgasskandal. Aber auch gegen die autoritäre Politik, die VW in seinem Werk in Puebla, Mexiko. betreibt. Und gegen die Zusammenarbeit von VW mit der neuen rechtsextremen brasilianischen Regierung, womit sie wiederum anknüpft an die unselige Partnerschaft von VW de Brasil mit der Militärdiktatur in diesem Land im Zeitraum 1964 bis 1985.

Die gelungene Protestaktion fand in den Medien einigen Widerhall. Die vielen hundert Kleinaktionäre, die an den Protestierenden vorbei zur Hauptversammlung der Volkswagen Aktiengesellschaft strebten, interessierten sich eher nicht für die Proteste. Auf der Hauptversammlung wollten Vertreter der Stiftung Ethecon dem VW-Konzern zusammen mit dem Dachverband der Kritischen Aktionäre den „Black Planet Award“ überreichen. Dieser Negativpreis für den Ruin des Planeten – ein großer, mit schwarzer Farbe beschmutzter Globus – wurde jedoch, wie auch die Flugblätter von Ethecon, bereits am Eingang von VW-Security-Leuten beschlagnahmt. Man wollte den Aktionären dann doch nicht zu viel Transparenz zumuten. Allerdings hatten Aktivistinnen und Aktivisten eine aufblasbare Kopie des Black Planet Award in die Halle hineinschmuggeln können. Die Übergabe fand schlussendlich dann doch noch statt.

Die Hauptversammlung des VW-Konzerns selbst war in der Außenwirkung von der behaupteten Neuausrichtung des Konzerns auf „Elektromobilität“ bestimmt. VW-Chef Herbert Diess erklärte in seiner Eröffnungsrede, diese Wende sei „alternativlos“. Sie sei eine Entscheidung „für weniger CO-2 im Verkehr“. Wie absurd das ist, belegte bereits die Show auf der Hauptversammlung selbst. Im Tiefgeschoss des Konferenzzentrums CityCube wurde von VW bzw.

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Wichtige Ergänzung zum Beitrag über den mit Merz (CDU) zu erwartenden Durchmarsch der Finanzwirtschaft – www.NachDenkSeiten.de

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01-11-18 01:26:00,

1. November 2018 um 9:00 Uhr | Verantwortlich:

Wichtige Ergänzung zum Beitrag über den mit Merz (CDU) zu erwartenden Durchmarsch der Finanzwirtschaft

Veröffentlicht in: einzelne Politiker, Lobbyismus und politische Korruption, Riester-Rürup-Täuschung, Privatrente

Im gestrigen Beitrag über die Gefahr, die mit einem Parteivorsitzenden und Bundeskanzler Merz verbunden wäre, war auf einen wichtigen Vorgang nicht hingewiesen worden: der Chef des größten Geldkonzerns der Wall Street BlackRock, Larry Fink, hatte im Frühsommer in Frankfurt gefordert, die staatliche Rente in Europa zurückzufahren und Raum zu schaffen für mehr kapitalgedeckte Privatvorsorge. Der Aufsichtsratsvorsitzende dieses Konzerns in Deutschland, Friedrich Merz, will jetzt die einflussreichste politische Position erobern. Mit ihm wäre dem Ansinnen seines Chefs, die Altersvorsorge weiter zu privatisieren, der Durchbruch besorgt. Albrecht Müller.

Das ist ein eindeutiger Beleg für die Gefahren, die mit einem Machtzuwachs von Friedrich Merz verbunden wären. Er würde mit hoher Wahrscheinlichkeit den falschen Weg fortsetzen, der mit der Einführung der Riester-Rente und den anderen Elementen der privaten Vorsorge eingeschlagen worden war, ein Weg der inzwischen als Irrweg erkannt worden ist. Neue Besen kehren auch den falschen Weg.

Wir hatten auf die Rede des Chefs von BlackRock am 5. Juli 2018 hingewiesen. Siehe hier:

Das internationale Große Geld beherrscht uns und die Europäische Union. Ihre Bosse entscheiden z.B. darüber, wie wir unsere Altersvorsorge organisieren. Demokratie gleich null.

Veröffentlicht in: AktuellesAudio-PodcastErosion der DemokratieEuropäische UnionLobbyismus und politische KorruptionRiester-Rürup-Täuschung, Privatrente

In den heutigen Hinweisen machen wir auf einen Artikel im „Freitag“ aufmerksam: „Achtung, Rentenfresser“ . Dort wird berichtet, dass der US-Konzern BlackRock „Europas Pensionen privatisieren“ wolle. Die EU-Kommission mache sich zur „willigen Helferin“. Das ist ein in mehrerer Hinsicht interessanter Vorgang. …

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