Die Pandemie der versteinerten Herzen | Von Franz Ruppert | KenFM.de

22-01-21 03:12:00,

Wie die tiefe Spaltung zwischen Gefühl und Verstand in uns überwunden werden kann

Ein Kommentar von Franz Ruppert.

Frau F., ein Fall von Covid

Die therapeutische Arbeit mit einer 55-jährigen Frau, ich nenne sie hier Frau F., die sich selbst als an Covid erkrankt bezeichnet und erlebt, hat mir folgende Einsichten gegeben, die ich hiermit gerne teilen und mitteilen möchte. Diese Frau war im November 2020 auf eine Tanzveranstaltung gegangen, fühlte sich dort wegen des Gedränges nicht wohl und entwickelte vier Tage danach Krankheitssymptome wie hohes Fieber, trockenen Husten, enorme Müdigkeit und muskuläre Schlappheit.

Sie konsultierte ihre Hausärztin, die einen Corona-PCR-Test mit ihr machte, der positiv war. Sie ließ sich dann weiter von einer Heilpraktikerin behandeln. Von dieser bekam sie drei verschiedene homöopathische Medikamente. Nach ca. zwölf Tagen fühlte sich Frau F. besser, konnte das Bett und das Haus wieder verlassen. Dennoch verblieb ein großes Schwächegefühl. Es machte ihr z.B. äußerste Mühe, wegen der Atemlosigkeit Treppen zu steigen. Eine neurologische Untersuchung ergab bei ihr auch eine Wasseransammlung im Herzbereich. Sie erwähnte zudem, dass sie schon seit langem an rheumatischen Gelenkschmerzen leidet.

Die Selbstbegegnung von Frau F.

Im Rahmen eines gruppentherapeutischen online-Seminars erzählte mir Frau F. ihre Covid-Krankheitsgeschichte. Ich lud sie ein, eine Selbstbegegnung mit meiner Methode der Identitätsorientierten Psychotraumatherapie (IoPT) zu machen. Die von mir entwickelte Anliegenmethode ist ein therapeutisches Werkzeug, um mittels eines Anliegens, das jemand äußert, innere = psychische Zustände sichtbar und dadurch einer Veränderung zugänglich zu machen. Frau F. formulierte für sich folgendes Anliegen: Ich – Herz – Wasser.

In dieser Selbstbegegnung kam folgendes zum Vorschein: Die Person, die sie gebeten hatte, mit ihrem Ich in Resonanz zu gehen, fühlte eine extreme innere Kälte und versuchte sich warm zu halten, in dem sie sich selbst ganz fest mit den Armen umschlang. Dadurch übte sie einen enormen Druck auf den linken Brustkorb aus. Frau F. bestätigte, dass sie diesen Druck auf ihrer linken Brustseite Zeit ihres Lebens schon kenne.

Die Resonanzgeberin für Herz fühlte sich mit Frau F. solide verbunden und hatte eine große Abneigung gegen die Resonanzgeberinnen der beiden anderen Anteile, das Ich und das Wasser.

Die Resonanzgeberin für Wasser fühlte sich noch wie vorgeburtlich, innerlich vollgepumpt mit Flüssigkeit und auf der verzweifelten Suche nach Kontakt und Hilfe.

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Pandemie – Panikdemie – Plandemie | Von Hans-Joachim Maaz | KenFM.de

12-01-21 02:52:00,

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Das Virus und die Verhältnismäßigkeit der (Zwangs-)Maßnahmen.

Aus dem Buch „Corona-Angst – Was mit unserer Psyche geschieht“. Von Hans-Joachim Maaz, Dietmar Czycholl und Aaron B. Czycholl.

Als am Anfang der Pandemie durch ein neues, noch unbekanntes Virus eine gefährliche Bedrohungssituation angenommen werden konnte, waren politische Entscheidungen notwendig und Schutzmaßnahmen angemessen. Aber sehr bald wurde erkennbar, dass es sich nicht um ein »Killervirus« handelt, die realen Erkrankungs- und Todeszahlen die verordneten Maßnahmen nicht rechtfertigen und daher als unverhältnismäßig zu beurteilen sind. Der politische, wirtschaftliche, gesundheitliche und psychologische Schaden durch die übertriebenen Anti-Corona-Maßnahmen ist so groß, wie es bislang in »Friedenszeiten« nicht vorstellbar war. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat als Erster davon gesprochen, dass wir uns im Krieg befinden. Damit wurden die zu erwartenden destruktiven Schäden erstmals einem Virus oder den angeblich notwendigen Schutzmaßnahmen zugeordnet. Mit den dann folgenden Einschränkungen der Grundrechte, den falschen Informationen, der politisch gewollten Panikmache, der Verhinderung eines wissenschaftlichen Disputes, einer undemokratischen Diffamierung von Kritikern und dem anwachsenden Protest bei zugleich irrwitzigen, nahezu paranoischen Verordnungen wurde erkennbar, dass es nie wirklich um Corona gegangen ist. Die Pandemie ist politisch missbraucht und schlimmstenfalls sogar inszeniert worden. Die von der Regierung und besonders vom Gesundheitsministerium vorgetragene Begründung für die einschneidenden Anti-Corona-Maßnahmen – die Bevölkerung schützen zu wollen und dafür zu sorgen, dass die medizinischen Versorgungsmöglichkeiten nicht überfordert werden – konnte man noch verstehen. Allerdings musste aber alsbald die Redlichkeit der Argumente infrage gestellt werden. Wieso werden gegenwärtig solch belastende und zerstörende Verordnungen erlassen, die es bisher (selbst bei schwereren Grippewellen) nicht gab? Durch die medizinisch-epidemische Situation lässt sich das nicht begründen. Also entsteht der Verdacht einer politischen Strategie.

Wenn man an die Zahl Verkehrstoter (3000 bis 4000 pro Jahr) oder an die tödliche Bedrohung durch multiresistente Keime in den Krankenhäusern denkt (bis 20.000 Tote pro Jahr), müsste man in der Logik der Anti-Corona-Maßnahmen die Teilnahme am Straßenverkehr drastisch einschränken oder das Betreten von Krankenhäusern solange verbieten, bis eine Ansteckungsgefahr mit tödlichen Keimen verhindert werden kann. Das ist kaum vorstellbar, aber durch ein angemessenes Engagement möglich, anders als Corona-Infektionen aus dem normalen Alltag zu verbannen.

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Pandemie des Hungers

20-12-20 08:59:00,

  1. Pandemie des Hungers

  2. Hunger in der Peripherie


  3. Auf einer Seite lesen

Die Zunahme von Mangelernährung und lebensbedrohlichen Elend

Hunger war schon immer ein steter Begleiter des Kapitals in seiner rund dreihundertjährigen Expansionsgeschichte. Vom krassen Elend in der frühen kapitalistischen Neuzeit, das selbst den Versorgungsstand des Hochmittelalters als eine “gute alte Zeit” erscheinen ließ, bis zur gegenwärtigen globalen Hungerkrise: Überproduktion, Nahrungsmittelverschwendung und millionenfacher existenzieller Mangel bilden nur unterschiedliche Momente einer irrationalen und zerstörerischen Wirtschaftsweise, der menschliche Bedürfnisse – sofern sie in die geldwerte Form der Marktnachfrage gepresst werden können – nur als Mittel zum Selbstzweck uferloser Kapitalverwertung dienen.

Infolgedessen wäre es verfehlt, die gegenwärtige Zunahme von Hunger und Mangelernährung in vielen Teilen der Welt monokausal auf die Pandemie zurückzuführen. Die Unfähigkeit des kapitalistischen Weltsystems, eine effiziente Pandemiebekämpfung zu organisieren, ohne dass Millionen im Elend versinken, verstärkt nur bereits gegebene Tendenzen. Die Zahl der weltweit hungernden Menschen steigt schon seit 2014 – nach einer kurzen Phase des Absinkens – laut der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) beständig an.

Im vergangenen Jahr litten rund 690 Millionen Menschen an Hunger und Unterernährung – ein Anstieg um 60 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der unterernährten Menschen könnte sich laut Schätzungen in diesem Jahr aufgrund der Pandemie sogar verdoppeln. Der Welthungerindex bezifferte die Zahl der Hungernden im vergangenen Jahr sogar auf 822 Millionen.

Ein aktuelles Beispiel für diese Wechselwirkung von Pandemie und kapitalistischer Hungerkrise stellt die dramatische Lage der Textilarbeiterinnen in Südostasien dar, wo Millionen lohnabhängiger Frauen, deren Entlohnung sich ohnehin am Existenzminimum bewegte, nun dieses nicht mehr erreichen können. Für Hungerlöhne arbeitende Näherinnern in Bangladesch, Pakistan oder Bruma, deren Lohnkosten im Promillebereich des Einzelhandelspreises der Markenklamotten liegen, die sie unter brutalen Bedingungen für die Zentren des Weltsystems herstellen, müssen derzeit mitunter Schulden aufnehmen, um sich und ihre Familien satt zu kriegen.

Vom Kartoffel- zum Reisstandard

Der Krisentheoretiker Robert Kurz sprach vom “Kartoffelstandard”, auf den das Kapital immer wieder seine Lohnabhängigen drückt – für Burmas Textilarbeiterinnen, die mitunter dreimal täglich Reissuppe zu sich nehmen müssen, nimmt das Grundnahrungsmittel Reis diese Funktion ein. In Befragungen gaben rund 80 Prozent der (noch) beschäftigten Arbeiterinnen an, inzwischen Mahlzeiten auszulassen,

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Die süße Pandemie

10-12-20 12:16:00,

Eines ist klar, Lebensmittel sind heute nicht mehr das, was sie vor vielen Jahren einmal waren. Globalisierung, intensive Landwirtschaft und Umweltverschmutzung haben dazu beigetragen, dass Boden, Luft und Wasser zahlreiche unerwünschte Stoffe enthalten, die sich selbstverständlich auch in unseren Lebensmitteln wiederfinden lassen. Doch das ist nicht alles, Kontaminationen finden ihren Weg auch durch den Herstellungsprozess, die Verpackung und den Transport in Lebensmittel.

Außerdem erfordert die Herstellung sogenannter Fertig- oder Convenience-Produkte unzählige Zusatzstoffe. Einen Überblick über die gesetzlichen Regelungen für die Verwendung von Zusatzstoffen gibt es auf der Webseite des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Wer Bedenken gegen die wachsende Zahl an Zusatzstoffen in unseren modernen Lebensmitteln äußert, wird ganz schnell in die unwissenschaftliche Ecke bugsiert und mit folgenden Argumenten mundtot gemacht: Zusatzstoffe müssen zugelassen werden, und viele dürfen nur in begrenzten Mengen, dem sogenannten Richt- oder ADI-Wert, in Lebensmitteln eingesetzt werden.

ADI steht für „Acceptable Daily Intake“ und ist gemäß Definition die Menge eines Stoffes, die theoretisch lebenslang täglich aufgenommen werden kann, ohne negative Effekte hervorzurufen. Doch dieser im Tierversuch ermittelte Wert hat Schwächen: Zum einen werden mögliche Effekte normalerweise nur in einem Zeitraum zwischen 28 und 90 Tagen — maximal 2 Jahre — ermittelt, was nicht wirklich etwas über mögliche Langzeiteffekte in Menschen aussagt, die derartige Stoffe oft über viele Jahrzehnte zu sich nehmen; zum anderen gilt der ADI-Wert nur für einen einzelnen Stoff, ein etwaiges Zusammenwirken verschiedener Zusatzstoffe, wie sie in Lebensmitteln regelmäßig vorkommen, wird nicht untersucht. Dass Zusatzstoffe trotz Zulassungsprozess und ADI-Wert nicht unbedingt unbedenklich sein müssen, zeigt das Beispiel Carrageen.

Carrageen trägt die E-Nummer 407 und ist seit Langem als Verdickungsmittel in verschiedenen Lebensmitteln zugelassen. Im Rahmen der Neubewertung von Zusatzstoffen zwischen 2009 und 2020 forderte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die Mitgliedsstaaten zur Überstellung von Daten und Informationen auf, um, wie es heißt, Unsicherheiten bezüglich der Unbedenklichkeit von Carrageen auszuräumen.

Darunter auch die folgenden biologischen und toxikologischen Daten:

  1. Zuverlässige vergleichende toxikokinetische und toxikologische Studien zwischen den verschiedenen Arten von Carrageen und ihren entsprechenden niedermolekularen Fraktionen.
  2. Daten, dass aus der Beobachtung von okkultem Blut im Kot von Rhesusaffen, die mit einem handelsüblichen Carrageen gefüttert wurden, keine feste Schlussfolgerung zu den anderen Carrageen-Typen gezogen werden konnte.
  3. Daten zu Prüfungen von Carrageen-Zubereitungen auf chronische Toxizität,

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